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Beleuchteter Reichstag

15.8.2011 | Von:
Daniel Hechler
Peer Pasternack

Zwischen Selbsterforschung und Imagepflege

Die ostdeutschen Hochschulen und die Aufarbeitung ihrer Zeitgeschichte

1. Aktivitäten


Seit 1990 sind über die gesamte ostdeutsche Wissenschafts- und Hochschulentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg ca. 3.500 selbstständige Publikationen erschienen sowie unveröffentlicht gebliebene Graduierungsarbeiten verfasst worden.[3] Aus den ostdeutschen Hochschulen selbst heraus entstanden in den letzten beiden Dekaden 511 Publikationen zur je eigenen Zeitgeschichte, davon die Hälfte im Kontext von Hochschuljubiläen.

Mehr als 80 Prozent der einschlägigen Veröffentlichungen wurden von den Universitäten initiiert oder herausgegeben. Die anderen gehen auf künstlerische und Fachhochschulen zurück. Den maßgeblichen Entstehungskontext zeitgeschichtlich relevanter Publikationen stellen an den Universitäten die Institute bzw. Fachbereiche dar. Dabei dominiert nicht der Forschungs-, sondern der Zeitzeugenbericht und die Konstruktion von Erfolgsgeschichten. Ein spezifisches Interesse an der Hochschulzeitgeschichte liegt in diesen Fällen nicht vor. Vielmehr lassen Hochschulinstitute – unabhängig von ihrer wissenschaftlichen Bedeutung und Ausstrahlung in Vergangenheit und Gegenwart – Jubiläumsanlässe nur selten vorübergehen, ohne eine institutsgeschichtliche Publikation zu produzieren. Dies geschähe auch unabhängig davon, ob ein Teil der Institutsgeschichte in den DDR-Jahrzehnten gelegen hat, verschafft diesen Veröffentlichungen nun aber eine auch DDR-geschichtsbezogene Relevanz. Ähnliches gilt für das personenbezogene Festschriftenwesen.

Die Leipziger Universitätskirche St. Pauli wurde 1968 vom SED-Regime gesprengt. Nach Entwürfen des Architekten Erick van Egeraat wurde sie wiedererrichtet. Im Rahmen der 600-Jahr-Feier der Universität fand hier im Dezember 2009 ein erster Gottesdienst statt.Leipziger Universitätskirche (© Universität Leipzig)
Die Leipziger Universitätskirche St. Pauli wurde 1968 vom SED-Regime gesprengt. Nach Entwürfen des Architekten Erick van Egeraat wurde sie wiedererrichtet. Im Rahmen der 600-Jahr-Feier der Universität fand hier im Dezember 2009 ein erster Gottesdienst statt.

Auch Gesamtdarstellungen zur Geschichte der Hochschulen entstanden typischerweise jubiläumsgebunden. Gelegentlich lassen die dabei entstandenen Werke vor allem den Willen erkennen, eine optisch und haptisch ansprechende Publikation wesentlich mit den bestehenden Kapazitäten, also aus dem laufenden Betrieb und ohne weiteren Ressourceneinsatz, zu generieren.[4] Inhaltlich gelingen in den Gesamtdarstellungen der Geschichte einzelner Hochschulen bisher nur im Ausnahmefall sowohl problembewusste als auch perspektivenreiche Darstellungen, die zeitgeschichtliche Ambivalenzen und Konflikte ausdrücklich nicht glätten, sondern aushalten.[5]

Eine Integration der Zeitgeschichte der eigenen Einrichtung in den Hochschulalltag kann auf verschiedene Weise erfolgen. An der Schnittstelle von Forschung, Erinnerung und Öffentlichkeitsarbeit bewegen sich Ausstellungen von Hochschulen zu ihrer eigenen Geschichte. Sie inszenieren die Geschichte der Einrichtung und sind daher weit eher als wissenschaftliche Publikationen geeignet, über die Fachkollegenschaft hinaus auch (andere) Hochschulangehörige sowie eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Mindestens[6] 88 Ausstellungen der Hochschulen zu ihrer eigenen Geschichte sind seit 1990 gezeigt worden, auch diese typischerweise im Zusammenhang mit Jubiläen. Zeitgeschichts-orientierung wiesen dabei weniger die großen Überblicks-ausstellungen auf als vielmehr solche mit thematischem Fokus: Nationalsozialismus, Geschichte der Charité im 20. Jahrhundert, studentischer Widerstand in der SBZ/DDR, Leipziger Universitätskirche, Studierenden-geschichte, Frauen sowie einzelne Fachbereiche.[7]

Ein anderer Zugang ist die Verstetigung eines spezifischen (Zeit-) Geschichtsbezugs durch die regelmäßige Thematisierung in den Hochschulzeitschriften. An den traditionellen ostdeutschen Universitäten wird in diesen regelmäßig über hochschulzeitgeschichtliche Themen berichtet. Dabei folgt auch dies vornehmlich den Konjunkturen der Jubiläen. Ein kritisches Verhältnis zu den DDR-Entwicklungen ist hier Standard und die Kennzeichnung des Diktaturcharakters der DDR obligatorisch. Die Berichte gehen häufig auf abgeschlossene Forschungen zurück. Eine deutliche Zäsur besteht zwischen den Jahren des aktiven Hochschulumbaus und der Zeit seither: Die Universitätszeitschriften übernehmen nun auch zunehmend die Selbstdarstellung der Hochschule nach außen; damit fühlen sie sich verstärkt für ein positives Hochschulimage verantwortlich. Hochschulzeitgeschichtliche Berichte – auch zu problematischen Aspekten – sind damit nicht ausgeschlossen, doch werden Konfliktthemen und Diskussionen eher gemieden. In den Zeitschriften der Fachhochschulen finden sich zeitgeschichtliche Selbstthematisierungen nur selten. Neben den obligaten Hochschuljubiläen bilden vor allem die Aktivitäten der Alumni Anlässe für diesbezügliche Berichterstattungen. In beiden Fällen bleiben die zeitgeschichtlichen Bezüge häufig vage, eine Kennzeichnung des Diktaturcharakters der DDR entsprechend rar.[8]

Das Internet ist eines der zentralen Verbreitungsmedien der heutigen Gesellschaft. Mögen auch andere Medien langfristig nachhaltigere Effekte bei ihren Empfängern auslösen, so fungieren doch internetvermittelte Inhalte auf Grund ihrer unmittelbaren Zugänglichkeit häufig als erste (und nicht selten als einzige) Informationsquelle über eine Hochschule. Dies gilt auch für die jeweilige Hochschulzeitgeschichte. Da Hochschulen in der Regel geschichtsbewusste Institutionen sind, stellen ihre Webseiten typischerweise einen zentralen Ort der zeitgeschichtlichen Selbstverortung dar. Eine vergleichende Betrachtung ist daher lohnend.

Zunächst finden sich auf den Webseiten meist, aber nicht durchgehend auch Darstellungen der jeweiligen Hochschulgeschichte. Diese werden typischerweise als Bestandteil der institutionellen Selbstinszenierung und Imagebildung aufgefasst. Dementsprechend zielen sie vornehmlich auf die Vermittlung einer positiven Identität der präsentierten Einrichtung. An allen Hochschulen steht die Etablierung einer möglichst langen positiven Traditionslinie deutlich im Vordergrund. Ist eine Traditionslinie jenseits der Zeitgeschichte (also vor 1945 bzw. 1933) unerreichbar, so wird auf geschichtliche Bezugnahmen mangels Attraktivität dessen, was dargestellt werden könnte, weitgehend verzichtet. Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang, welches Spektrum die Behandlung der NS-Zeit einerseits und die der DDR-Jahrzehnte andererseits aufweist.

16 von 31 Hochschulen, die – gegebenenfalls über Vorgängereinrichtungen – bereits vor 1945 existierten, thematisieren die NS-Zeit in ihrer Online-Geschichtsdarstellung. Zwölf von den 16 wiederum markieren dabei den Diktaturcharakter des Nationalsozialismus. 37 von 48 Hochschulen, die – gegebenenfalls über Vorgängereinrichtungen – bereits vor 1990 existierten, thematisieren die DDR-Zeit in ihrer Geschichtsdarstellung. 15 von den 37 wiederum markieren dabei den Diktaturcharakter der DDR. Unterschiede finden sich auch zwischen den verschiedenen Hochschularten: Neun von 15 Universitäten, die durch kontinuierliche Existenz oder über Vorläufereinrichtungen Verbindungen zur SBZ/DDR-Geschichte aufweisen, thematisieren explizit ihre Nachkriegsgeschichte. Das geht stets mit der Kennzeichnung des Diktaturcharakters der SBZ/DDR einher. Vier dieser 15 Universitäten verzichten auf ihrer Webseite auf eine eigenständige Geschichtsdarstellung. An einer Universität, der Bergakademie Freiberg, bricht die Hochschulchronologie zu Beginn des 20. Jahrhundert ab.[9] Eine andere Universität, die TU Ilmenau, bleibt sehr allgemein in der Darstellung ihrer Nachkriegsgeschichte.[10] Obwohl alle 14 ostdeutschen Kunsthochschulen – zumindest über Vorläufereinrichtungen – institutionell mit der Geschichte der SBZ/DDR verbunden sind, nehmen drei Hochschulen keinerlei Bezug auf diesen Abschnitt ihrer Historie. Die anderen Selbstdarstellungen stellen die historische Entwicklung ihrer Hochschule dar, blenden dabei aber zeitgeschichtliche Kontexte oft aus. Der Angelpunkt aller historischen Selbstdarstellungen auch der künstlerischen Hochschulen ist die historische Selbstvergewisserung und die Etablierung einer positiven Traditionslinie. Die Homepages der Fachhochschulen vermitteln ein gegenwartsorientiertes Bild. Historische Bezüge bleiben selten, beschränken sich zumeist auf eine kurze chronologische Darstellung und zielen ebenfalls primär auf Traditionsbildung. Die Zeitgeschichte ist auch hier vorrangig Bestandteil des Versuchs, ein positives Bild der Einrichtung zu vermitteln.[11]

Auf der Grundlage dieser Situationsbeschreibung lässt sich nun prüfen, wie konsistent die zeitgeschichtlichen Aktivitäten der einzelnen Hochschulen sind.[12]


Fußnoten

3.
Vgl. Peer Pasternack, Wissenschafts- und Hochschulgeschichte der SBZ, DDR und Ostdeutschlands 1945–2000. Annotierte Bibliografie der Buchveröffentlichungen 1990–2005, Wittenberg/Berlin 2006. Das weitere Publikationsgeschehen wird fortlaufend in der Zeitschrift "die hochschule" dokumentiert; vgl. auch http://www.peer-pasternack.de/
texte/dhs_biblio_fortsetzung.pdf [27.7.2011]. Hierzu inhaltlich auswertend vgl. Peer Pasternack, Wissenschaft und Politik in der DDR. Rekonstruktion und Literaturbericht, Halle-Wittenberg 2010.
4.
Dieses wird z.B. explizit, wenn in der Vorrede zur Jubiläumsschrift der Magdeburger Universität mit gewissem Stolz betont wird, dass die Publikation ohne zusätzlichen Mitteleinsatz realisiert werden konnte: Klaus Erich Pollmann (Hg.), Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Festschrift, Halle (S.) 2003, S. 13.
5.
Als diesbezüglich gelungen dürfen gelten: Helmuth Albrecht u.a., Technische Universität Bergakademie Freiberg 1965–2002. Festgabe zum 300. Jahrestag der Gründung der Stipendienkasse für die akademische Ausbildung im Berg- und Hüttenfach zu Freiberg in Sachsen, Freiberg 2002; Uwe Hoßfeld u.a. (Hg.), Hochschule im Sozialismus. Studien zur Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945–1990), Köln u.a. 2007.
6.
Die diesbezügliche Quellenlage ist unübersichtlich und die Aussagefähigkeit der Hochschulen selbst eingeschränkt.
7.
Exemplarisch kann auf folgende ausstellungsbegleitende Publikationen verwiesen werden: Michael Diers u.a. (Hg.), Der Turm von Jena. Architektur und Zeichen, Jena 1999; Rüdiger vom Bruch/Christoph Jahr (Hg.), Studieren in Trümmern. Die Wiedereröffnung der Berliner Universität im Januar 1946, Berlin 2006.
8.
Ausführlich und detaillierte Belege in: Daniel Hechler/Peer Pasternack, Deutungskompetenz in der Selbstanwendung. Der Umgang der ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte, Halle-Wittenberg 2011, S. 91–109.
9.
http://tu-freiberg.de/geschichte/index.html [20.10.2010].
10.
"1963 erhält die Hochschule für Elektrotechnik den Status einer Technischen Hochschule. An die Stelle der Fakultäten treten 1968/89 als interdisziplinäre Kombinationen die Sektionen": http://www.tu-ilmenau.de/universitaet/wir-ueber-uns/geschichte/ [20.10.2010].
11.
Ausführlich und detaillierte Belege in: Daniel Hechler/Peer Pasternack, Deutungskompetenz in der Selbstanwendung. Der Umgang der ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte, Halle-Wittenberg 2011, S. 122–166.
12.
Dabei stehen die Universitäten im Vordergrund. Das verdankt sich nicht nur ihren zentralen Stellung im Hochschulbereich, sondern auch der relativ geringen Aktivitätsdichte der künstlerischen und Fachhochschulen, die einer solchen Konsistenzprüfung zumeist deutliche Grenzen setzen.

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