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12.5.2011 | Von:
Rüdiger Thomas

Literatur-Geschichten

"Ja-Sager oder Nein-Sager"


Thiel, Ja-Sager oder Nein-SagerThiel, Ja-Sager oder Nein-Sager (© Aurora Verlag Berlin)
Ein interessantes Kapitel der deutschen Literaturgeschichte betrifft die Kontakte zwischen den Schriftstellern aus den beiden antagonistischen Staaten. Der von Jens Thiel herausgegebene Band "Ja-Sager oder Nein-Sager" dokumentiert ein "Lehrstück aus dem Kalten Kulturkrieg" (7), "von Abstoßung und Annäherung, von Konfrontation und Kooperation" (23) gekennzeichnet. Es ist ein Drama in zwei Akten, das hier in einer kenntnisreichen Einleitung des Herausgebers vorgestellt und in seinem Ablauf und seiner Rezeptionsgeschichte ausführlich dokumentiert wird. Es beginnt mit einer Blamage für die freiheitliche Demokratie, die mit einem listigen Unternehmen des in der DDR residierenden Pen-Zentrums Ost und West "tolpatschig" wie ein "Elefant im PEN-Club" umgeht – so konstatiert die "FAZ" süffisant das Ende einer gescheiterten Westexpedition.

Thiel rekapituliert knapp die Vorgeschichte: Nachdem es Ende 1948 Erich Kästner und Johannes R. Becher gelungen war, die Aufnahme eines PEN-Zentrums Deutschland in den 1921 gegründeten internationalen Schriftstellerverband PEN zu erreichen, kam es 1951 zu seiner Spaltung. Als in Darmstadt 1951 desillusioniert ein separates Deutsches PEN-Zentrum Bundesrepublik entstanden war, verfolgte die DDR mit dem von ihr gesteuerten PEN-Zentrum Ost und West, dem nur noch wenige westdeutsche Schriftsteller (darunter Johannes Tralow als Präsident bis 1960) angehörten, eine eigene kulturpolitische Strategie. Obwohl sie zuvor beschlossen hatte, ihre Kongresse in Berlin abzuhalten, wurde die XII. Generalversammlung des PEN-Zentrums Ost und West für den 7.–9. Dezember 1960 kurzfristig nach Hamburg einberufen. Die Durchführung der geplanten Veranstaltung endete, bevor sie beginnen konnte, in einem Eklat, als die ursprünglich zugesagten Veranstaltungsräume, vorwiegend in der Hamburger Universität, kurzfristig verweigert wurden und der Polizeipräsident eine Pressekonferenz abrupt beenden ließ. "Die Zeit" reagierte auf dieses politisch motivierte Verbot gegen eine vom Amt für Verfassungsschutz als "kommunistische Tarnorganisation" eingestufte Vereinigung mit einem Artikel "Die roten Dichter und Hamburgs Polizei", in dem sie den buchstäblich aus Hamburg hinausgeworfenen ostdeutschen PEN-Akteuren anbot, die geplante Veranstaltung auf eigene Kosten und in ihren Redaktionsräumen durchzuführen. Dass der Herausgeber der "Zeit", Gerd Bucerius, der damals zugleich Bundestagsabgeordneter der CDU war, im RIAS wenige Tage später seine Ablehnung äußerte, sich "hinter eine Maginotlinie des Geistes zurückzuziehen" (Dok. 52, 151), war eine unzweideutige Antwort auf die Schelte der Presseabteilung der CDU/CSU-Fraktion, die gegen das "Zeit"-Angebot vom 16. Dezember noch am gleichen Tag entrüstet protestiert und konstatiert hatte, die Redaktion hätte ihre Einladung besser "an jene schriftsteller gerichtet, die aus der zone nach berlin und westdeutschland flüchten mussten (...)." (Dok. 42, 138)

Das von der "Zeit" angebotene "Hamburger Streitgespräch" fand am 7. und 8. April 1961 in der Hamburger Universität statt. Zwar wurden die ursprünglich vorgesehenen Themen aufgenommen, doch wurde aus der intern geplanten Veranstaltung nun ein wirklicher Ost-West-Dialog. Der Ablauf sollte festgelegten Spielregeln folgen. Ost- und Westdeutsche sollten unter abwechselnder Moderation auf zwei Podien, für die von jeder Seite drei Teilnehmer bestimmt wurden, gemeinsam diskutieren. Dafür war einige Prominenz aufgeboten: darunter aus der DDR Arnold Zweig, der ostdeutsche PEN-Präsident, Wieland Herzfelde, Stephan Hermlin, Peter Hacks und Hans Mayer, aus der Bundesrepublik Siegfried Lenz, Martin Walser, Hans Magnus Enzensberger, Marcel Reich-Ranicki und Martin Beheim-Schwarzbach. "Tolstoj, die Krise der Kunst und wir" bildete den herantastenden Auftakt, das zweite Podium "Der Schriftsteller in Ost und West" erwies sich als der brisante Höhepunkt, vom Feuilletonchef der "Zeit", Rudolf Walter Leonhardt moderiert, der abschließend von einem "Pulttrauma" sprechen sollte. In einem lebhaften Streitgespräch, das vor allem durch Reich-Ranicki geprägt war, wurden grundlegende Konflikte offengelegt, ohne dass es zu einem Eklat gekommen wäre.

Martin Beheim-Schwarzbach, der dieses Podium einleitete, verdanken wir den Buchtitel, als er feststellte: "Ein Problem, das in Anwesenheit von Kollegen und Gästen aus dem ach so fernen Osten naheliegt zu behandeln, ist natürlich das Problem der littérature engagée oder non-engagée, was man mit seinen mehrfachen Verzweigungen auch noch mit anderen Namen bezeichnen kann, etwa der zweckgebundenen und der zweckfreien Literatur oder auch des Konformismus und des Nonkonformismus, oder, wie einige es auch ausdrücken, der Ja-Sager und Nein-Sager". (Dok. 83, 251)

Weniger zurückhaltend formulierte Reich-Ranicki seine Kritik an der DDR-Kulturpolitik, als er – mit vielen Beispielen untermauert und an die Zensurpraxis erinnernd – lapidar feststellte: "Ich glaube, daß die Weltliteraur des 20. Jahrhunderts praktisch in der Deutschen Demokratischen Republik unterdrückt, ignoriert, teilweise bekämpft, teilweise totgeschwiegen wird." (Dok. 83, 264). Es ist eine ironische Pointe, dass Hans Mayer, der zwei Jahre später in die Bundesrepublik übersiedelt, gegen diese furiose Attacke eine Verteidigung des ostdeutschen PEN versucht, indem er diesen vom Regierungshandeln trennt und seine persönlichen Aktivitäten hervorhebt, die literarische Kommunikation zwischen den beiden Deutschländern aufrechtzuerhalten: "[Walter] Jens, Enzensberger und Ingeborg Bachmann sind im vorigen Jahr mit Peter Huchel und Hermlin bei unseren Studenten gewesen. Es ist noch nicht vier Wochen her, daß Günter Grass auf meine Einladung in Leipzig gewesen ist und aus der 'Blechtrommel' und den Gedichten vorgelesen hat. Werke also, die durchaus, wenn Sie so wollen, in einem offiziellen Sinn als dekadent, als antihumanistisch bezeichnet werden." (Dok. 83, 271)

Als Mayer die von Reich-Ranicki kritisierte Blockierung von Autoren weltliterarischer Bedeutung in der DDR vornehmlich als Devisenproblem erklärte, konnte er freilich nur Gelächter ernten, zumal darunter auch wichtige sowjetische und polnische Autoren waren. Hier zeigte sich, dass öffentliche Streitgespräche an Grenzen stoßen mussten, wo der Konflikt zwischen intellektueller Erkenntnis und politischer Loyalität nicht mehr auflösbar schien. Pikant ist ein Nachspiel: Wie Hermann Kant die Debatte empfunden hat, verrät ein (erstmals 1995 von Karl Corino in "Die Akte Kant" veröffentlichter) Treffbericht Hermann Kants über das Hamburger Streitgespräch vom 25. April 1961 (das die Schreibfehler eines ignoranten Stasi-Mitarbeiters beibehält): "Bei der zweiten Veranstaltung fing der Pole REICH-RANITZKI sofort die Diskussion mit dem Problem HARICH und dem Nichterscheinen bestimmter Bücher in der DDR an. Am stärksten wurde er von dem Leipziger Literaturprofessor MEYER angegriffen und geschickt gekontert. MEYER, der bei uns sonst eine schwankende Haltung einnimmt und mitunter aggressiv gegen unsere Linie auftritt, vertrat dort sehr konsequent unsere Auffassungen. Da man die sonstige Haltung von MEYER in Westdeutschland gut kennt, lösten seine Ausführungen Bewegung unter den Zuhörern aus und seine Diskussion kam, wie man in späteren Diskussionen feststellte, gut an." (Dok. 116, 384)

Das Protokoll des Hamburger Streitgesprächs hat "Die Zeit" bereits im Mai 1961 unter dem Titel "Schriftsteller: Ja-Sager oder Nein-Sager?" publiziert, ohne die Beiträge der Beteiligten freilich autorisieren zu lassen, was einige kritische Reaktionen (bei dem ostdeutschen Heinz Kamnitzer ebenso wie bei dem westdeutschen Hans Magnus Enzensberger) auslöste. Jens Thiel hat in seiner Dokumentation auf das Fragezeichen verzichtet, ohne diesen Unterschied zu erklären. Das von ihm herausgegebene Buch führt aber über die Protokollbroschüre weit hinaus, weil es durch die beigefügten Dokumente, die vom Herausgeber mit instruktiven Erläuterungen ergänzt wurden, die Umstände erhellt, in denen sich Dialogversuche im kulturellen Leben eines gespaltenen Landes vollzogen haben.

Es ist eine gute Entscheidung, die Dokumentation mit Statements abzuschließen, die wenige Wochen nach der Hamburger Begegnung auf dem V. Schriftstellerkongress in Ost-Berlin formuliert worden sind (Dok. 121, 401ff). Hier setzte sich Hermann Kant, der zu diesem Zeitpunkt noch kein eigenes Buch veröffentlicht hatte, als beflissener Literaturfunktionär in Szene, der in dünkelhafter Manier über die Literatur aus der Bundesrepublik urteilte: "Der Zirkel, mit dem viele westdeutsche Schriftsteller ihren Standpunkt umgreifen, ist nicht sehr weit geöffnet. Die soziale Fläche, die in ihrem Werk erscheint, wirkt oft außerordentlich beschränkt." Auch auf die eingeladenen Gäste Martin Walser und Günter Grass nahm Kant wenig Rücksicht. Zwar konzedierte er den beiden prominenten westdeutschen Autoren, daß es ihnen "ganz offensichtlich weder an Talent noch am langen Atem des Epikers gebricht", doch wandte er gegen die "Blechtrommel" ein: "Mit den Augen eines physischen und psychischen Monstrums läßt sich nichts anderes sehen, als das, was Oskar Matzerath sah und wie er es sah." Leider zitiert Thiel diese Passage nicht, weil er sich auf Kants Kommentar zum Hamburger Streitgespräch beschränkt. Günter Grass reagierte auf Kant in der gebotenen Schärfe, die auch als nachgetragene Ergänzung zu dem Hamburger Streitgespräch angesehen werden kann: Kant hatte den abwesenden Enzensberger heftig angegriffen, der vor einem "Bürgerkrieg" gewarnt hatte. Grass protestierte entschieden, indem er Kants Attacke "sehr demagogisch" nannte: "Was fehlt diesem Staat nach meiner Meinung? Ein Lyriker wie Enzensberger dürfte hier gar nicht den Mund aufmachen, wenn er Bürger der DDR wäre. (...) Lassen Sie Taten sehen! Geben Sie den Schriftstellern die Freiheit des Wortes!" (Dok. 121, 404)

Wenige Monate später wurde die Mauer in Berlin errichtet. Eine kulturelle Eiszeit war die Folge, und Günter Grass war nicht der Einzige, der den ostdeutschen Autoren öffentlich vorhielt, den Mauerbau zumindest stillschweigend zu dulden, denn: "Wer schweigt, wird schuldig". Offizielle Kontakte zwischen den Schriftstellern waren unter diesen Bedingungen vorerst abgebrochen. Als sich Ende Januar 1963 Autoren der Gruppe 47 mit einigen Schriftstellern aus der DDR in der Evangelischen Akademie Weißensee trafen, geschah dies – unautorisiert und improvisiert – sozusagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Erst im Mai 1964 glückte ein neuer politisch sanktionierter Dialogversuch, als es Hans Werner Richter gelang, in seiner vom SFB und NDR ausgestrahlten Sendung "Berlin X-Allee" ein gesamtdeutsches Autorengespräch zu arrangieren, an dem Hermann Kant, Max Walter Schulz und Paul Wiens aus der DDR sowie Günter Grass, Uwe Johnson und Heinz von Cramer teilnahmen. Da wurde – von Johnson angestoßen – über die Frage reflektiert, ob es noch eine gemeinsame Sprache in der Literatur gäbe und Grenzen für die "ästhetische Freiheit" verordnet werden dürften, was Grass vehement verneinte. Es wurden Pläne geschmiedet für Autorenlesungen im jeweils anderen Staat, aber am Ende stand doch die Desillusionierung: Es wurde erneut deutlich, dass die Schriftsteller den poltischen Fundamentalkonflikt zwischen beiden Staaten nicht überbrücken konnten, als Günter Grass an die aktuellen Schikanen gegen Robert Havemann erinnerte. Trotz manch gutgemeinter Absichtserklärungen hat dieses öffentliche Gespräch keine Fortsetzung gefunden.

Und wo die Leser den Autoren nicht persönlich begegnen konnten, haben sie Wege gefunden, sich auf mitunter abenteuerliche Weise zumindest deren Bücher zu verschaffen. Das wird beklemmend oder anekdotisch in dem lesenswerten Sammelband "Heimliche Leser in der DDR" berichtet.[2] Dies alles sind deutsche Literatur-Geschichten, die eine gesamtdeutsche Literaturgeschichte nicht vergessen darf. Vor allem aus diesem Grund verdienen die beiden hier vorgestellten Bücher viele neugierige Leser. Sie werden mit der Lust der Erkenntnis reich belohnt.


Fußnoten

2.
Siegfried Lokatis/Ingrid Sonntag (Hg.), Heimliche Leser in der DDR. Kontrolle und Verbreitung unerlaubter Literatur, Berlin 2008 (rezensiert in: DA 42 (2009) 1, S. 182f).

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