Beleuchteter Reichstag

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12.1.2012 | Von:
Rüdiger Thomas

Zwei Kultur-Profile im Selbstporträt

Mit den Autobiografien von Hermann Glaser und Dietmar Keller liegen die Selbstzeugnisse von zwei Personen vor, die zwar beide im Kulturmilieu fest verankert sind, die aber unterschiedlicher – (un-)angepasst – kaum sein könnten. Dennoch wird hier der Versuch eines Vergleichs unternommen.

Hermann Glaser: "Ach!". Leben und Wirken eines Kulturbürgers (Texte zur Kulturpolitik; 27), Essen: Klartext 2011, 326 S., € 19,80, ISBN: 9783837504729.

Dietmar Keller: In den Mühlen der Ebene. Unzeitgemäße Erinnerungen, Berlin: Karl Dietz 2011, 255 S., € 24,90, ISBN: 9783320022709.



© Klartext, Essen."Ach!". Leben und Wirken eines Kulturbürgers (© Klartext )
Zwei Autobiografien von Personen, im Kulturmilieu fest verankert, sind vor wenigen Monaten fast gleichzeitig erschienen. Kann man Hermann Glaser und Dietmar Keller vergleichen? Eine merkwürdige Frage, eine abwegige Idee – so scheint es auf den ersten Blick. Die Personenregister ihrer Bücher signalisieren, dass beide sich fremd geblieben, nicht erwähnenswert begegnet sind. Und offensichtlich wiegen die Unterschiede schwer, die beide Personen voneinander trennen. Es ist vor allem die deutsche Teilungsgeschichte, der Antagonismus der Systeme, der ihre Biografien bestimmt, ihr kulturpolitisches Engagement beeinflusst und ihre kulturellen Interessen geprägt hat. Zudem hat Glaser sich anders als Keller mit einer kaum überschaubaren Zahl wichtiger Bücher zu historischen und aktuellen Themen als Schriftsteller profiliert, schließlich ist die Differenz an Lebenserfahrungen zu beachten, die sich nicht nur im Altersabstand ausdrückt. Und doch erweist sich nach Lektüre der beiden Bücher ein solcher Vergleich als reizvoll, weil er nicht nur die Protagonisten in ihrer Besonderheit deutlicher konturiert, sondern auch paradigmatisch erkennen lässt, wie sich die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im getrennten Deutschland auf individuelle Lebenswege in den beiden deutschen Staaten grundlegend ausgewirkt haben. So gibt die Parallellektüre der beiden Autobiografien gleichzeitig kontrastierende Einblicke in Kulturmilieus und Kulturklima im Osten und Westen Deutschlands über einen Zeitraum, der mehr als ein halbes Jahrhundert umschließt.

In den Mühlen der EbeneIn den Mühlen der Ebene (© Karl Dietz Verlag)
Hermann Glaser, Jahrgang 1928, entstammt einem bildungsbürgerlichen Milieu. Sein Vater war Gymnasiallehrer, der seine kritische Distanz gegenüber dem NS-Regime nicht verhehlte. Lessings "Ringparabel" war sein Exempel gegen Fanatismus und Intoleranz. "Vaters Bücherschrank" enthielt "fast alle wesentlichen Dichter von der Aufklärung bis zum Naturalismus", vornehmlich in Gesamtausgaben (22). Die Pogromnacht vom 9. November 1938 beschreibt Glaser als sein "tiefgreifendstes und aufwühlendstes" Kindheitserlebnis: "Es hat mein Bewusstsein zutiefst bestimmt." (21)

Dietmar Keller "wurde in einem kleinbürgerlich-proletarischen, etwas bildungsfernen Elternhaus groß" (14). Der bei Kriegsende heimkehrende Vater (Mechaniker von Beruf) macht zunächst bei der nahe Chemnitz gelegenen Wismut, SED-Mitglied und Gewerkschaftsfunktionär geworden, als Leiter eines Erholungsheims eine bescheidene Karriere, wechselt 1952 zur Transportpolizei, wo er schon bald wegen "Fehlverhaltens" um den 17. Juni 1953 aus der Partei ausgeschlossen und fristlos entlassen wird, danach findet er seinen Lebensunterhalt resigniert in einem Betonwerk. "Ein schneller Aufstieg und Fall eines Arbeiters, der an einen demokratischen Aufbruch geglaubt und sich in den Stricken seiner eigenen Karriere verfangen hatte. Davon erholte er sich bis zu seinem Tode nicht." (11) Keller erlebte seine Kindheit und Jugend nicht nur politisch widerspruchsvoll, sondern auch im Hinblick auf seine prägenden Sozialisationseinflüsse. Er war Junger Pionier, schon mit neun Jahren begeisterter Teilnehmer am Pioniertreffen in Dresden und im folgenden Jahr beim Zentralen Pioniertreffen in Berlin, gleichzeitig absolvierte er den protestantischen Religionsunterricht und wurde 1956 neben der Teilnahme an der Jugendweihe auch konfirmiert.

Nach seinem Abitur erlebt Hermann Glaser die "Zeitschrifteneuphorie" (Hartmut Goertz) der frühen Nachkriegsjahre als leidenschaftlicher Leser. In dieser Zeit liegt die Wurzel für seine spätere Karriere als Schriftsteller. 1948 beginnt Glaser sein Studium in Erlangen, das er 1952 mit einer Dissertation "Hamlet in der deutschen Literatur" und dem Staatsexamen abschließt. Während des Studiums begegnet er unter anderem Hans Magnus Enzensberger (den er etwas mokant porträtiert) und Walter Höllerer. Er lernt auch den damaligen Germanistik-Assistenten Hans Schwerte kennen, dessen Vergangenheit als ehemaliger SS-Hauptsturmführer 1996 offenbar wird, als dieser längst zum renommierten Professor an der TU Aachen reüssiert war. (Glaser dokumentiert einen in diesem Zusammenhang geführten Briefwechsel, der seine Irritation belegt.) Während des Studiums kann Glaser für zwei Semester an die Universität in Bristol wechseln – seine erste Auslandserfahrung, die ihn mit dem englischen Team teaching vertraut werden lässt. Nach Abschluss des Studiums wird Glaser 1953 zehn Jahre lang ein begeisterter und kreativer Gymnasiallehrer, zunächst in Coburg, nach einem Jahr wieder in seiner Heimatstadt Nürnberg, die bis heute sein Lebensmittelpunkt geblieben ist. Schon nach zwei Jahren wird er von einem älteren Kollegen als Schulbuchautor gewonnen und kann zunächst mit diesem gemeinsam verschiedene Lehrmaterialien für den Literaturunterricht publizieren. 1956 gelingt ihm bei Ullstein auch ein erster Sachbuch-Erfolg. Die "Kleine Geschichte der modernen Weltliteratur in Problemkreisen" erreicht neun Auflagen. Glasers schriftstellerische Produktivität und Themenvielfalt ist staunenswert. Seine Bibliografie umfasst insgesamt fast 40 Buchseiten.

Wie Glaser seine Funktion als Autor versteht, wird in einer Entgegnung auf eine Kritik von Arnulf Conradi deutlich, der seit 1983 Cheflektor im S. Fischer Verlag geworden war und ihn als "Kompilator" charakterisiert hatte. Dem setzt er den Begriff des "Kombinators" entgegen: "Meine Leistung sehe ich darin, dass ich zu den verschiedensten Themen, nicht ohne Originalität bei Auswahl und Schwerpunktbildung, durch große Stoffmassen Schneisen schlug, um allgemein interessierte Leserinnen und Leser mit Überblickswissen (...) zu versehen." (89)

Während Glaser 1958 bereits ein höchst erfolgreicher Gymnasiallehrer und Schulbuchautor ist, absolviert Dietmar Keller seine beiden letzten Schuljahre an der Chemnitzer (nun schon Karl-Marx-Städter) Friedrich-Engels-Oberschule. Sein besonderes Interesse für Literatur stellt er mit einer Einladung an Stefan Heym unter Beweis, der – obwohl politisch beargwöhnt – mit großer Resonanz seine ehemalige Schule besucht. Erste journalistische Erfolge gelingen Keller bereits mit 17 Jahren jedoch als Sportreporter, der regelmäßig über die Spiele der einheimischen Oberligamannschaft SC Motor Karl-Marx-Stadt berichten darf. Er beabsichtigt, nach dem Abitur ein Journalistikstudium zu beginnen, um Sportreporter zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, verpflichtet er sich im September 1960 (noch vor Einführung der Wehrpflicht in der DDR) für 18 Monate zur NVA. "Ich wollte unbeirrt und konsequent meinen eigenen Weg gehen, mir meine erträumte Karriere nicht gefährden oder gar verbauen." (27). Als ihm entgegen ursprünglicher Zusagen das Journalistikstudium verwehrt bleibt, beginnt er 1962 ein Studium an der Leipziger Karl-Marx-Universität: "Fakultät-Phil., Fachrichtung-Hist., Berufsziel-Lehrer für Marxismus-Leninismus." (35) Ein Berufsziel, dass ihn, ohne dass dies so angestrebt war, in unmittelbare Nähe zur Politik bringt, vor der ihn sein enttäuschter Vater 1970 als einer "Hure" (46) gewarnt hatte. Über das Ansehen seiner eher oktroyierten Studienwahl macht sich Keller keine Illusionen: "Die Studenten anderer Fachrichtungen bestaunten und belächelten uns, wir hatten vom ersten Tag unseres Studiums unseren Stempel als Funktionärsgruppe weg." (35) Erst 1963 wird Keller SED-Mitglied. Der Freimut, mit dem er auf die Leipziger Studienjahre zurückblickt, wird in dieser Formulierung besonders deutlich: "Zwei meiner Kollegen waren (...) im Gespräch mit dem Ministerium für Staatssicherheit, sie redeten hinter vorgehaltener Hand über traumhafte finanzielle Bedingungen. Ich kam für diese Institution nicht in Frage (...) Gott sei Dank oder schade, ich kann diese Frage heute nicht mehr genau beantworten." (39) Auch später wird Keller diesem Thema wenig Gewicht beimessen, wie seine Beurteilung der Stasi-Kontakte des Leipziger Reclam-Verlegers Hans Marquardt zeigt (92–95). Kellers Studium vollzieht sich zeitweise unter schwierigen persönlichen Umständen, da er wegen einer schweren Erkrankung seiner Frau die noch sehr kleine Tochter zu sich nach Leipzig nimmt. Seine Studienerfolge sind trotz dieser Belastung bemerkenswert. Keller wird nach einer Beschäftigung als Hilfsassistent ab November 1965 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, als Perspektive wird ihm eine Beschäftigung am Lehrstuhl "Geschichte der DDR" in Aussicht gestellt. Solche Erfahrungen stiften Loyalitäten: "Ich, ein wenig vorgebildetes Arbeiterkind, aber fleißig, ehrgeizig und mit einem unbändigen Willen ausgestattet, sollte Wissenschaftler werden, verständlich, dass ich auch ein wenig verrückt vor Freude war." (40)

Für Hermann Glasers Lebensweg bildet das Jahr 1964 die wichtigste Zäsur. Mit Wirkung vom 1. Mai 1964 wird er, kurze Zeit zuvor unter dem Einfluss Waldemar von Knoeringens SPD-Mitglied geworden, zum Schul- und Kulturdezernenten der Stadt Nürnberg gewählt, und dieses Amt wird er bis zu seiner Pensionierung 1990 behalten. Damit beginnt eine beispiellose Karriere, in der Glaser unter dem von ihm geprägten Begriff der "Soziokultur" neue kulturpolitische Ideen entwickelt und praktische Wege zu ihrer Verwirklichung beschreitet, die als "Neue Kulturpolitik" exemplarische Bedeutung erlangt haben. Dabei ist besonders bemerkenswert, wie es Glaser immer wieder gelingt, seine Aktivitäten als Buchautor mit seinen innovativen Projekten als Kulturpolitiker zu verbinden. Eines seiner wichtigsten Bücher "Spießer-Ideologie", ein erhellender Beitrag zur deutschen Mentalitätsgeschichte, steht zeitgleich zum Anfang seiner Tätigkeit als Nürnberger Kulturdezernent, in deren Rahmen er 1965 den intellektuellen Diskurs der Nürnberger Gespräche ins Leben ruft. Diese finden in der historisch kontaminierten Stadt der Reichsparteitage unter dem Eindruck des Eichmann-Prozesses in Israel und der Frankfurter Auschwitz-Prozesse statt und nehmen ihren Ausgangspunkt in einer Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, an der unter anderem Fritz Stern und Fritz Bauer mitwirken. "Kulturpolitik sollte sich nämlich nicht länger auf die Pflege und Förderung von Kunst beschränken, sondern aktiv Einfluß auf die gesellschaftliche Entwicklung nehmen mit dem Ziel der Demokratisierung." (157) Nachdem die Nürnberger Gespräche 1969 im Klima der Achtundsechziger ihr Ende finden, widmet sich Glaser in den 1970er-Jahren der theoretischen, organisatorischen und praktischen Ausgestaltung seines Konzepts von "Soziokultur", das er 1974 in einem gemeinsam mit dem Kommunikationswissenschaftler Karl Heinz Stahl (einem seiner ehemaligen Gymnasialschüler) geschriebenen Buch "Die Wiedergewinnung des Ästhetischen. Perspektiven und Modelle einer neuen Soziokultur" entwickelt. Im Mittelpunkt dieses Konzepts steht das Ziel, "Kultur als Bürgerrecht" zu konkretisieren, allen Menschen eine Teilhabe an der Kultur zu ermöglichen. Im unmittelbaren lokalen Umfeld sollen vielfältige Beteiligungsangebote auf der Grundlage von Ressourcenbereitstellung und Eigeninitiative gemacht werden.

Praktischer Ausdruck dieser neuen Soziokultur ist der "Kulturladen" (ein Name, der Schwellenängste gar nicht erst aufkommen lassen soll): "Der Kulturladen ist stadtteil- beziehungsweise distriktbezogen einzurichten: als Kommunikationsort und Informationsstätte. (...) Ein solches kulturtopographisches Konzept hat einen wichtigen Stadtentwicklungsaspekt. Punktsanierung bedeutet nicht nur, Gebäude von ihrer Bausubstanz her aufzuwerten, sondern sie auch zu Zentren kultureller Aktivitäten zu machen, um über solche Aktivität das ganze Gebiet zu 'veredeln'" (120). Überregional bekannt ist vor allem das "KOMM" geworden. 1973 als jugendliches Kommunikationszentrum auf der Basis von Selbstverwaltung entstanden, hat es für 40 Gruppen die unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Von der Stadt mit erheblichen Finanzmitteln getragen, besuchten das "KOMM" wöchentlich bis zu 3.000 Jugendliche im Alter von 18 bis 22 Jahren. Dieses Experiment war erfolgreich und mutig, aber nicht risikolos. Im März 1981 kam es zu einem Eklat, der bundesweit Aufsehen erregte. Bei einer Demonstration in der Innenstadt, die sich nach einem Film über niederländische Hausbesetzer spontan formiert hatte, wurden verschiedene, relativ geringfügige Sachbeschädigungen verübt. Die rigoros einschreitende Polizei verhaftete danach 172 Jugendliche und fünf Erwachsene, gegen 141 Personen wurden anschließend Haftbefehle erlassen. "Etwa ein Jahr nach der Massenverhaftung wurde das Verfahren eingestellt, einige Zeit später den Festgenommenen Schadenersatz zuerkannt." (124)

So hat Glaser auch die wenigen Konflikte, die der experimentierfreudige Kulturdezernent aushalten musste, schließlich für sich entscheiden können, ohne dem Druck seiner konservativen Kritiker zu weichen. Seit Mitte der 1970er-Jahre nahm der überregionale Einfluss Glasers zu. Von 1975 bis 1990 übernahm er den Vorsitz des Kultur-Ausschusses im Deutschen Städtetag, im folgenden Jahr war er einer der Mitgründer der Kulturpolitischen Gesellschaft, die bis heute ein wichtiger Promoter der Soziokultur geworden ist. Alltags- und Industriekultur wurden zu Handlungsschwerpunkten Glasers in den 1980er-Jahren. 1980 initiierte er als Herausgeber eine Publikationsreihe "Industriekultur deutscher Städte und Regionen" im Münchner Beck-Verlag, im folgenden Jahr erschien seine Monografie "Maschinenwelt und Alltagsleben. Industriekultur in Deutschland vom Biedermeier bis zur Weimarer Republik". Das 1981 entstandene Centrum Industriekultur, aus dem 1988 das Museum für Industriekultur hervorgegangen ist, konnte mit vielbeachteten Ausstellungen diese Erweiterung des Kulturbegriffs eindrucksvoll untermauern. "Die neuen Wege der ästhetischen Aufbereitung der Alltagskultur sollten also nicht nur die Themen und Gegenstände des 'Musealen' erweitern, sondern waren zugleich als theoretischer und praktischer Beitrag zur Kunsttheorie gedacht." (151) 1989 erschien im Hanser-Verlag Glasers Opus magnum, seine "Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland 1945-1989" in drei Bänden, in dem er sich auch als Autor überzeugend in Szene setzte.


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