Beleuchteter Reichstag

19.3.2013 | Von:
Günter Riederer

Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945

"Elendsquartiere" oder "freundliche Wohnsiedlung"?

Wie überall verlief auch in Wolfsburg das Leben in den Behelfsunterkünften nicht ohne Reibungen. Die Beschwerden über Konflikte unter den Bewohnern und über die unhaltbaren Zustände in den Lagern fanden immer wieder Eingang in die kommunale Verwaltung, mehrmals wurde die dortige Lebenssituation im Laufe der 1950er Jahre zum Gegenstand der Sitzungen des Rates. Im Dezember 1951 beispielsweise beschloss der Rat der Stadt auf Antrag der SPD-Fraktion eine Zuzugssperre in den verschiedenen Lagern aufgrund der dort herrschenden katastrophalen Wohnraumverhältnisse. Die "Elendsquartiere" müssten dringend beseitigt werden.[16] Auslöser der Ratsdebatte und des Beschlusses war ein Treffen des sogenannten "Siedlungsausschusses" des Reislinger Lagers, einem Vertretungsorgan der Bewohner des Lagers, mit Abgesandten aller im Rat vertretenen Parteien vor Ort. Der Ausschuss hatte dabei erfolgreich die Klagen über den schlechten baulichen Zustand der Baracken, die Forderung nach einer ausreichenden Beleuchtung in der Nacht und die drangvolle Enge durch die Überfüllung des Lagers vorgetragen.[17]

Drei Jahre später kam ein Bericht über eine Inspektion der Lager durch das Staatliche Gesundheitsamt in Gifhorn zu einem ebenfalls ernüchternden Ergebnis. Durch zunehmenden Zuzug sei eine weitere Überbelegung der Baracken eingetreten. Von Seiten der Bewohner bestünden "große Klagen (…) über Feuchtigkeit und rheumatische Erkrankungen". Im Falle des sogenannten "Gemeinschaftslagers" kam das Gesundheitsamt zu dem Fazit: "Das Lager ist durchweg als abbruchreif anzusehen und eine baldige Umsetzung der Bewohner notwendig."[18] Und in einer Ratssitzung im Juli 1956 wies Bürgermeister Nissen auf die moralische Verrohung der Wolfsburger Jugend hin: "Die Jugendlichen sind in der Regel allein schon dadurch gefährdet, daß die dünnen Holzwände jegliches Geräusch durchlassen und Kinder Zeuge von Szenen werden, die sie ihrem Alter gemäß noch nicht verkraften können."[19]

Andererseits gibt es aber Hinweise darauf, dass das Lagerleben in den frühen 1950er Jahren durch manche Bewohner der Baracken positiv wahrgenommen wurde. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang Fotografien, die spielende, lachende Kinder vor mit Blumen geschmückten Baracken zeigen. Diese Aufnahmen vermitteln eine Art Barackenidylle, in der die provisorische Lagerexistenz zum Erlebnis- und Erholungsaufenthalt verklärt wurde.

Barackenidylle in Wolfsburg in den 1950er JahrenBarackenidylle in Wolfsburg in den 1950er Jahren (© Aufnahme: Willi Luther)
Diese Wahrnehmung war zumeist abhängig von der ursprünglichen Verwendung der Lager, die zu beträchtlichen Unterschieden in der Beurteilung der dortigen Wohnverhältnisse führte. Das Lager für KZ-Häftlinge am Laagberg sowie das "Ostlager" unterschieden sich in äußerer Gestalt und Erhaltungszustand deutlich von dem bereits erwähnten Reislinger Lager, das vom nationalsozialistischen "Amt für Schönheit der Arbeit" eingerichtet worden war. Gerade für dieses Lager finden sich in den Quellen immer wieder positive Einschätzungen der dortigen Unterbringungssituation. In einem Artikel mit dem Titel "Wolfsburgs holzgebaute Vorstadt" heißt es im Februar 1950, dass aus dem ehemaligen Reislinger Lager "eine freundliche Wohnsiedlung mit weiß-grün gestrichenen Häuschen" geworden sei, alles in allem eher eine schöne Vorstadt als ein finsteres Lager, die mehr als "kleine Sommerfrische" wahrgenommen wurde.[20]

Kurioserweise war im speziellen Fall von Wolfsburg diese Art der Unterbringung aber gerade nicht den unmittelbaren Kriegsschäden geschuldet. Die Zerstörungen an der Bausubstanz durch Bombenangriffe waren marginal, zumal eine funktionierende Stadt vor 1945 überhaupt nicht existiert hatte. Der unfertige Charakter war tatsächlich eine Folge des gescheiterten Stadtaufbaus im Nationalsozialismus. Die am Reißbrett geplante NS-Mustergemeinde fiel gewissermaßen der Lebensraumpolitik im Osten zum Opfer. Bei allen Beschwerden war eines in Wolfsburg nicht der Fall - und damit unterscheidet sich die dortige Situation von den Erfahrungen anderer Städte: Ein Ausschluss aus einer eingesessenen Stadtgesellschaft war mit der Tatsache, in einem Lager zu leben, nicht verbunden, weil diese in der "Stadt des KdF-Wagens" schlichtweg nicht existiert hatte. Da es vor 1938 keine nennenswerte "autochthone" Bevölkerung gegeben hatte, fiel das Übergewicht der Flüchtlinge, die im Jahr 1951 bei einer Gesamtbevölkerung von 28.002 Personen einen Anteil von 10.327 Personen ausmachten (36,88 Prozent), nicht so sehr ins Gewicht wie in anderen Kommunen.[21] In Wolfsburg war das Flüchtlingsschicksal kein Alleinstellungsmerkmal, sondern stellte aufgrund der besonderen Umstände der Stadtgründung und der Entwicklung in der Nachkriegszeit den Normalfall kommunaler Sozialisation dar - oder, wie es der "Spiegel" in einem Bericht über die Folgen des Rechtsruckes in der Kommunalwahl vom November 1948 auf den treffenden Punkt brachte: "Jeder ist in Wolfsburg ein Fremder, jeder in der für 90.000 geplanten Stadt."[22] Dabei sind die "Fremden" des Jahres 1948 - Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den ehemals deutschen Gebieten im Osten - deutlich zu unterscheiden von den sogenannten "Fremdländischen" vor 1945, mit denen die Nationalsozialisten Zwangsarbeiter bezeichneten.

Das Verschwinden der Baracken

Mit dem rasant fortschreitenden wirtschaftlichen Aufschwung wurde die Unterbringung in Behelfsunterkünften zunehmend zu einem Problem. Die Dynamik des Wirtschaftswunders und das Aufstiegsstreben waren mit dem Leben in Baracken nicht mehr in Einklang zu bringen. Kommunale Verwaltungen versuchten mit Hilfe von sogenannten Barackenräumprogrammen und einer umfangreichen Wohnbauförderung der Lagerrealität entgegenzuwirken - ein Vorgehen, dem sich auch die Wolfsburger Stadtverwaltung seit Mitte der 1950er Jahre intensiv widmete.[23] In zahlreichen Sitzungen des Stadtplanungsamtes wurden "Dringlichkeitslisten" erstellt, nach denen der Abbruch einzelner Baracken festgelegt wurde.[24] Darüber hinaus entstanden zahlreiche neue Wohnquartiere, und viele Baracken wurden von Neubauten verdrängt. Waren im Jahr 1955 noch 899 Familien in Barackenwohnungen untergebracht, reduzierte sich diese Zahl im Jahr 1964 auf 86 Familien.[25] Neben den von städtischer Seite initiierten Wohnbauprogrammen nahm das prosperierende Volkswagenwerk die Unterbringungsfrage seiner Beschäftigten selbst in die Hand: Eine im Januar 1953 eigens gegründete Wohnungsbaugesellschaft errichtete für die Arbeiter des Werkes fehlende Wohnungen und griff auf diese Weise zugleich indirekt in die Stadtplanung ein.[26]

Die Barackenräumprogramme und die Maßnahmen zur Beschaffung von Wohnraum erwiesen sich als überaus erfolgreich. Das Wachstum der Stadt war in dieser Zeit von einer unglaublichen Dynamik geprägt. Mit den großen Wohnquartieren Detmerode und Westhagen, die als Trabantensiedlungen außerhalb des Stadtkerns entstanden, wurde Wolfsburg der Weg zur Großstadt geebnet.[27]

"Urbanität durch Dichte" - Der Wolfsburger Stadtteil Detmerode in einer Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1968"Urbanität durch Dichte" - Der Wolfsburger Stadtteil Detmerode in einer Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1968 (© Wolfgang Muthesius)
Damit markieren die 1960er Jahre tatsächlich den Endpunkt der Geschichte der "Barackenstadt" Wolfsburg. Eine neue Ära der Stadtentwicklung mit neuen, anders gelagerten Aufgaben begann, wie der Einrichtung einer Fußgängerzone im Zentrum oder der Vorbereitung der Großstadtwerdung Wolfsburgs durch eine im Jahr 1972 durchgeführte Gebietsreform. Im Dezember 1969 konnte Rüdiger Recknagel, der in seiner Amtszeit als Stadtbaurat zwischen 1960 und 1970 den Aufbau der Stadt wesentlich mitgestaltet hat, in seiner Abschiedsrede darauf hinweisen, dass "Ende der 1950er Jahre (…) bei der Namensnennung der Volkswagenstadt noch die Klischeevorstellung von der Dominante der Baracken" gegolten hätte. Mancher Besucher habe inzwischen aber sein Vorurteil revidiert und nehme erstaunt zur Kenntnis, dass diese Stadt ihr Gesicht verändert habe.[28] Überlegungen wie diese zeigen, dass das Verschwinden der Baracken tatsächlich das Ende einer Epoche markiert. Damit vollzieht sich auch in Wolfsburg die Historisierung der Baracke und des Lagers. Zugespitzt heißt es in einem Artikel der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" vom 30. März 1961 anlässlich des Abrisses der letzten Baracke des Reislinger Lagers, dass "ein Stück Wolfsburger Pioniergeschichte ad akta gelegt" worden sei.[29] Die sichtbaren Reste aus der Zeit des Stadtaufbaus und des Krieges verschwanden und für die nächsten beiden Jahrzehnte, bis etwa Mitte der 1980er Jahre senkte sich auch in Wolfsburg - und hier spiegelt die Stadt allgemeine Tendenzen der Entwicklung in der Bundesrepublik wider - der Schleier des Vergessens über die Erinnerung an die Lager und ihre ursprünglichen Funktionen. Die Zeit des jahrelang auch am Mittellandkanal vorzufindenden "Homo barackensis" war damit auch in Wolfsburg zu Ende.[30]

Zitierweise: Günter Riederer, Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945. In: Deutschland Archiv Online, 19.3.2013, Link: http://www.bpb.de/156714

Fußnoten

16.
So der Wortlaut im Protokoll der 2. ordentlichen Sitzung des Rates der Stadt vom 14.12.1951, StA WOB HA 2862.
17.
Reislinger Lager vor dem Winter. Ueberfüllung und schlechter Zustand der Baracken erfordern Abhilfe, in: Wolfsburger Nachrichten, 12.12.1951, S. 4.
18.
Auszug aus dem Bericht des Staatlichen Gesundheitsamtes in Gifhorn über die Besichtigung von Flüchtlingsunterkünften vom 10. Januar 1953, StA WOB HA 3153.
19.
Baracken sollen verschwinden, in: Braunschweiger Presse, 12.7.1956 (StA WOB HA 6411, Bd. I beigeheftet).
20.
Wolfsburgs holzgebaute Vorstadt. Die hellgrünen Häuschen der Reislinger Siedlung, in: Wolfsburger Nachrichten, 13.2.1950, S. 6.
21.
Der Anteil an Vertriebenen an der Gesamtbevölkerung blieb konstant hoch und erreichte im Jahr 1957 mit einem Anteil von 44,98 Prozent seinen höchsten Stand. Siehe zu den Zahlen Pressestelle der Stadtverwaltung (Hg.), Wolfsburg - Tatsachen und Zahlen. Angaben bis Ende 1964, Wolfsburg, o. J.
22.
Ueber alles in der Welt. In unsittlicher Weise, in: Der Spiegel, Nr. 11, 12.3.1949, S. 6-8, hier S. 7.
23.
Siehe in einem allgemeinen Zusammenhang: Oskar Schuster, Wohnlagerräumungen von 1953 bis 1971. Eine Zusammenstellung nach amtlichen Berichten, in: Der Fachberater für Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsgeschädigte 24 (1971), S. 274-280.
24.
Siehe z.B. Vermerk Stadtplanungsamt 20.3.1954, StA WOB HA 6411, Bd. I.
25.
Siehe zu den Zahlen Pressestelle der Stadtverwaltung (Hg.), Wolfsburg - Tatsachen und Zahlen. Angaben bis Ende 1964, Wolfsburg, o. J.
26.
Dazu ausführlich Ute Engelen, Betriebliche Wohnungspolitik im "fordistischen" Zeitalter. Das Volkswagenwerk in Wolfsburg und Automobiles Peugeot in Sochaux von 1944 bis 1979, in: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte 55 (2010), H. 2, S. 181-203.
27.
Zur Stadtplanung Wolfsburgs existieren mittlerweile zahlreiche Publikationen wie z.B. Ortwin Reichold (Hg.), ... erleben, wie eine Stadt entsteht. Städtebau, Architektur und Wohnen in Wolfsburg 1938-1998, Braunschweig 1998 oder Rosmarie Beier (Hg.), aufbau west - aufbau ost. Die Planstädte Wolfsburg und Eisenhüttenstadt in der Nachkriegszeit, Ostfildern-Ruit 1997.
28.
Dr. Rüdiger Recknagel: "Der Bürger hat mehr Zeit, seine Stadt zu benutzen." Abschiedsrede des Stadtbaurats, in: Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 18.12.1969, ohne Paginierung.
29.
Barackenräumung geht ständig weiter. Nur noch wenige Holzbehausungen an der Reislinger Straße - Wohnblocks wachsen nach, in: Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 30.3.1961, S. 9.
30.
So der viel zitierte Begriff bei Volker Ackermann, Homo Barackensis - Westdeutsche Flüchtlingslager in den 1950er Jahren, in: Ders./ Bernd-A. Rusinek/ Falk Wiesemann (Hg.), Anknüpfungen. Kulturgeschichte - Landesgeschichte - Zeitgeschichte. Gedenkschrift für Peter Hüttenberger, Essen 1995, S. 330-346.
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