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Beleuchteter Reichstag

7.3.2013 | Von:
Tobias Wunschik

Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten

Öffentliche Darstellung und heimliche Überwachung nach dem Mauerbau

III.

Barby, Bahnhof, Umsiedler vor Zug. (© Bundesarchiv, Bild 183-85736-0001, Foto: Biscan)Barby, Bahnhof, Umsiedler vor Zug. (© Bundesarchiv, Bild 183-85736-0001, Foto: Biscan)
Wenn potentielle DDR-Bürger aus den Westen bei verschiedenen Stellen von Staat und Partei um Aufnahme ersuchten, wurden der Staatsrat oder das Büro Honecker, das Ministerium des Innern sowie die Staatssicherheit involviert. Förmlich formulierte dann das Ministerium des Innern Antwortschreiben, während zugleich eine Rückinformation an das Zentralkomitee der SED erfolgte.[26] Ersuchten Personen um Wiederaufnahme, die von Westreisen nicht zurückgekehrt waren, war die für strafrechtliche Untersuchungen verantwortliche Linie IX des Ministeriums für Staatssicherheit zu beteiligen.[27]

Unterbringung und "Durchleuchtung" in einem Heim blieb kaum einem Betroffenen erspart. Alle Migranten mussten bei Ankunft ihre Devisen ganz oder teilweise den DDR-Behörden überlassen, wodurch die Staatskasse der DDR zwischen 1981 und 1985 fast 7,5 Millionen D-Mark einnahm.[28] Die Migranten durften während ihres Aufenthaltes das Aufnahmeheim nicht verlassen, mit Ausnahme etwa eines Arztbesuchs, wobei ein Mitarbeiter Röntgentals den Betreffenden nicht aus den Augen ließ.[29]

Der Tagesablauf begann mit Wecken um 6:30 Uhr, ab 8 Uhr folgten Vernehmungen und Nachtruhe war für 22 Uhr angeordnet. Von verheerender Wirkung waren besonders die Verhöre durch Volkspolizei und Staatssicherheit.[30] So wurden die Angehörigen einer Familie nach Möglichkeit getrennt voneinander, gleichzeitig und mehrfach hintereinander befragt um Widersprüche aufzudecken.[31] Zuletzt wurden außerdem zwei von drei Aufnahmeersuchenden abgehört.[32] Diese "Durchleuchtung" war derart bedrückend, die Lebenssituationen teils so ausweglos und die Migranten mitunter psychisch derart instabil, dass sich in den achtziger Jahren sich mindestens fünf Personen das Leben nahmen und drei weitere dies versuchten.[33]

Ausweislich der oben stehenden Tabelle bearbeitete die Staatssicherheit 3,2 Prozent der West-Ost-Migranten des Jahres 1969 operativ, verhaftete 0,5 Prozent sofort und wollte 2 Prozent als IM anwerben. Nicht erfasst sind die Zurückweisungen sowie spätere Verhaftungen.[34] Im Jahr 1987 bearbeitete der Mielke-Apparat demgegenüber 6,4 Prozent aller West-Ost-Migranten[35] und warb (in den ersten neun Monaten des Jahres 1986) fast 3 Prozent der Migranten als IM (13 von 453 Personen).[36] Sofern diese Momentaufnahmen aussagekräftig sind, zogen die wenigeren Aufnahmeersuchenden offenbar eine immer intensivere Überwachung auf sich. Deswegen - und weil offenbar nur noch aussichtsreiche Kandidaten kamen - wurden 1986 auch höchstens 16 Prozent abgelehnt.[37]

In einer OPK wurde beispielsweise eine 26-jährige Frau bearbeitet, deren Mann als entschiedener Gegner des SED-Regimes galt - weswegen sie in Röntgental verhört wurde. Um noch mehr zu erfahren, wurde sie in die DDR aufgenommen, mehrere Tage observiert und durch mindestens vier weitere IM beobachtet; die friedliche Revolution verhinderte die Klärung der Vorwürfe.[38] Da West-Ost-Migranten in den späten achtziger Jahren meist nur noch 14 Tage in Röntgental blieben, wurden ohnehin viele erst am neuen Wohnort "durchleuchtet".[39] Und gerade weil sie so genau beobachtet wurden, gingen in den sechziger Jahren durchschnittlich 8,5 Prozent aller registrierten Straftaten auf West-Ost-Migranten zurück, obwohl ihr Bevölkerungsanteil nur 3,2 Prozent betrug.[40]

IV.

Schon die Abwanderung vor dem Mauerbau ließ sich propagandistisch kaum verwerten.[41] Vorzüglich passte es hingegen in das Weltbild des Regimes, wenn geflohene DDR-Bürger zurückkehrten oder geborene Bundesbürger zuzogen. West-Ost-Migranten wurden daher offensiv umworben und konnten geschönte Autobiographien veröffentlichen.[42] Rückkehrer berichteten der Tagespresse etwa, sie hätten "die ganze Härte des Bonner Regimes zu spüren" bekommen und "immer Hunger" gehabt.[43] Solche Propagandaschriften wurden trotz sinkender Zahlen von West-Ost-Migranten bis in die sechziger Jahre produziert.[44] Und 1963 sowie 1965 drehte die DEFA sogar Kurzfilme, in denen beispielsweise eine 21-Jährige im Aufnahmeheim Eisenach erzählt, dass sie im Westen als Animierdame in einer Bar arbeiten musste.[45] Demgegenüber seien die ostdeutschen Aufnahmeheime, so hieß es in einschlägigen Ratgebern, "in keiner Weise eine Parallele zu den berüchtigten westdeutschen 'Flüchtlingslagern'."[46]

1965 wurde gar einem britischen Journalisten gestattet,[47] über Barby zu berichten, doch nannte dieser die Motive einiger Migranten (Schulden, Vorstrafen etc.) beim Namen und ließ die Trostlosigkeit des Lagerlebens durchblicken.[48] Möglicherweise durch diesen Misserfolg befördert - und weil immer weniger Personen kamen -, enthielt sich das SED-Regime fortan eines offensiven Umgangs mit dem Thema.[49] Die wichtigste Tageszeitung des Landes brachte fast 15 Jahre lang keinen einschlägigen Artikel, so wie die Grenze überhaupt meist verschwiegen wurde.[50]

Erst am 5. März 1985 berichtete das Neue Deutschland mehrspaltig, 20.000 Übergesiedelte würden in die DDR zurückkehren wollen und nannte einige von ihnen namentlich. Vermutlich ließ sich die Ausreisewelle im Vorjahr nicht leugnen - und ein leichter Anstieg der Rückkehrerzahlen trug wohl dazu bei, dass das SED-Regimes jetzt auf einen Propagandaerfolg hoffte.[51] Dem Artikel "mit besonderer Anstrengung" zugearbeitet und "die Mehrzahl der in der Veröffentlichung [des Neuen Deutschlands] genannten Personen" ausgewählt hatte indes die Staatssicherheit. In den letzten beiden Jahren, so lobte sich die Geheimpolizei, seien "wesentlich bessere Ergebnisse bei der Prüfung auf Eignung von Personen für öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Zurückdrängung von Antragstellungen auf Ausreise" erzielt worden.[52]

Als indes westliche Journalisten, u.a. Ulrich Stoll, die angeblichen Rückkehrwilligen interviewen wollten, war (vermutlich von ostdeutscher Seite so instruiert) kein einziger zu Aussagen bereit. Andere verneinten sogar, entsprechende Ersuchen gestellt zu haben. Möglicherweise fürchteten sie berufliche oder private Nachteile. Das DDR-Fernsehen nahm daraufhin davon Abstand, einen Film zu diesem Thema zu drehen. Das "Filmstudio Agitation" der Staatssicherheit drehte 1986 zwar einen Streifen, in dem Zugezogenen schleppend von ihren Motiven berichten, da sie wohl unter Druck standen, doch der Film wurde bis 1989 nicht gesendet.[53]

V.

Bereits vor dem Mauerbau kapitulierte das SED-Regime bei seinem Versuch, mehr geflohene DDR-Bürger und Bundesbürger zur Übersiedlung nach Ostdeutschland zu bewegen. Weit überzogene Feindperzeptionen, insbesondere die Furcht vor dem Einschleusen von Spionen, führten zu einer immer intensiveren Durchleuchtung von immer weniger West-Ost-Migranten. Erst mit enormer zeitlicher Verzögerung wurden Aufnahmeheime in der DDR geschlossen und die Kapazitäten teilweise in Röntgental konzentriert. Die Überwachung und Abschottung des Heimes von Außenwelt und Öffentlichkeit, das Stärkeverhältnisse zwischen den Migranten und ihren Bewachern sowie die Akribie der Überprüfung zeugen einmal mehr von der weit überzogenen Sicherheitsdoktrin des Mielke-Apparates. Obwohl die Ausreisewelle im Vorfeld der friedlichen Revolution auch mehr Rückkehrer mit sich brachte, wollte die Staatssicherheit bis zuletzt den Überblick behalten.[54] Das Ministerium des Innern wies unmittelbar nach dem Mauerfall an, das Aufnahmeverfahren auf maximal drei Tage zu verkürzen und die Staatssicherheit wollte die zuständigen Abteilungen personell aufstocken.[55] Diese Reflexe gingen durch den Fortlauf der Ereignisse freilich ins Leere.

Zitierweise: Tobias Wunschik, Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten. Öffentliche Darstellung und heimliche Überwachung nach dem Mauerbau. In: Deutschland Archiv Online, 07.02.2013,Link: http://www.bpb.de/156215

Fußnoten

26.
Vgl. BStU, MfS HA VII Bdl. 782.
27.
Vgl. 1. Entwurf der Koordinierungsvereinbarung des Leiter der Hauptabteilung VII und des Leiters der ZKG vom 1.7.1987; BStU, MfS HA VII Bdl. 782; Schreiben der Hauptabteilung VII/3 vom 11.6.1987; BStU, MfS HA VII Bdl. 782.
28.
Vgl. Hauptabteilung VII/3 vom 11.1.1986; BStU, MfS HA VII Bdl. 782.
29.
Vgl. Claus Hornung, Wo bitte geht’s in die DDR? Überraschende Einblicke in das "Zentrale Aufnahmeheim Röntgental", in: Ute Frevert (Hrsg.), Geschichte bewegt. Über Spurensucher und die Macht der Vergangenheit, Hamburg 2006, S. 39-53, S. 45; Stöver (Anm. 4), S. 120.
30.
Vgl. Claus Hornung, Wo bitte geht’s in die DDR? Überraschende Einblicke in das "Zentrale Aufnahmeheim Röntgental", in: Ute Frevert (Hrsg.), Geschichte bewegt. Über Spurensucher und die Macht der Vergangenheit, Hamburg 2006, S. 39-53, S. 45.
31.
Vgl. Hauptabteilung VII/3 vom 11.1.1986; BStU, MfS HA VII Bdl. 782.
32.
Vgl. Abteilung 3 der Hauptabteilung VII: Übersicht der erzielten Ergebnisse vom 12.1.1987; BStU, MfS HA VII 2523, Bl. 26-39.
33.
Vgl. Stoll (Anm. 5), S. 9.
34.
Zeitweise betraf dies angeblich jeden zweiten Rückkehrer, insbesondere wegen "Geheimnisverrats" im Westen. Vgl. Gerhard Neumeier, „Rückkehrer“ in die DDR. Das Beispiel des Bezirks Suhl 1961 bis 1972, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Nr. 1/2010, S. 69-91, S. 91.
35.
Vgl. Bilanz der Hauptabteilung VII 1987: Bearbeitung von Aufnahmeersuchenden R/Z/Ausl.; BStU, MfS HA VII Bdl. 782.
36.
Hauptabteilung VII/3: Einschätzung der politisch-operativen Lage vom 10.10.1986; BStU, MfS HA VII Bdl. 782.
37.
Im Jahr 1986 ersuchten 587 Personen um Aufnahme, davon 327 in den 14 Bezirksheimen und 260 in Röntgental. Zusammengenommen wurden 492 Migranten aufgenommen und lediglich 54 abgelehnt; 41 Fälle waren am Jahresende noch nicht entschieden. Vgl. Hauptabteilung VII/3: Kurzfassung der erzielten Ergebnisse vom 9.1.1987; BStU, MfS HA VII Bdl. 782.
38.
Vgl. BStU, MfS AOP 11830/91, Bd. 3.
39.
Vgl. Bericht der AKG der Hauptabteilung VII über die durchgeführten Untersuchungen in der Abteilung 3 der HA VII vom 15.6.1989, 14 S. und 1 Anlage; BStU, MfS HA VII Bdl. 851, Bd. 4.
40.
Vgl. [Statistik der Straftaten von Rückkehrern und Zuziehenden 1.1.960 bis 30.6.1970]; BStU, MfS ZKG 17098, Bl. 17-18; Stöver (Anm. 4), S. 85.
41.
Vgl. Hope M. Harrison, Ulbrichts Mauer. Wie die SED Moskaus Widerstand gegen den Mauerbau brach, Berlin 2011, S. 258.
42.
Vgl. Stöver (Anm. 4), S. 71.
43.
Zit. n. Stoll (Anm. 5), S. 14.
44.
Vgl. Wir kamen in die DDR! Wir blieben in der DDR! Junge Zuwanderer berichten warum sie Westdeutschland den Rücken kehrten, Berlin (Ost) 1964.
45.
Zit. n. Stoll (Anm. 5), S. 14-15.
46.
Ausschuß für Deutsche Einheit, DDR. 300 Fragen, 300 Antworten, 2. Auflage, Berlin (Ost) 1958, S. 148.
47.
Zu Sefton Delmer vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Sefton_Delmer [22.9.2011]
48.
Vgl. Sefton Delmer, Spinner, Schuldner, Deserteure, in: Quick Nr. 48/1965, S. 18-22, 128-130.
49.
Vgl. Stöver (Anm. 4), S. 97-99.
50.
Zu den Stichwörtern "Rückkehrer", "Röntgental" und "Barby" erschienen in folgenden Ausgaben des "Neuen Deutschland" Artikel: 20.10.1953, 14.1.1956, 21.4.1956, 4.6.1956, 2.2.1957, 18.10.1958, 28.12.1959, 30.12.1960, 21.10.1963, 12.8.1964, 2.9.1978, 30.1.1982, 13.4.1984, 18.8.1984, 6.3.1985, 8.3.1985, 9.3.1985.
51.
Vgl. Stöver (Anm. 4), S. 99, 119.
52.
Schreiben des Ministers für Staatssicherheit vom 24.11.1986; BStU, MfS-BdL/Dok 008391; Hauptabteilung VII/3 vom 11.1.1986; BStU, MfS HA VII Bdl. 782.
53.
Vgl. Stoll (Anm. 5), S. 7-9, 21.
54.
Vgl. Schreiben des Leiters der Hauptabteilung VII an die Bezirksverwaltungen vom 21.2.1989, BStU, MfS HA VII Bdl. 25.
55.
Vgl. Vorsitzender des Ministerrates an Vorsitzende der Räte der Bezirke vom 11.11.1989, 9 S.; BStU, MfS HA VII Bdl. 995; [Aufgabenstellung der] Abteilung 3 der Hauptabteilung VII o.D. [November 1989]; BStU, MfS HA VII 1359, Bl. 153-155.
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