Meine Merkliste

"Die Aufarbeitung muss an die Familientische"

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Fünf Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

"Die Aufarbeitung muss an die Familientische" Aus der Reihe "Werdegänge" (II)

Ines Geipel

/ 12 Minuten zu lesen

Leistungssport war in der DDR von großer Bedeutung. Er ermöglichte es dem Land, sich auf internationaler Ebene zu etablieren. Kinder wurden schon sehr früh als für bestimmte Sportarten besonders geeignet beziehungsweise nicht geeignet eingestuft. Die Athleten unterlagen einem strengen Regime, aber das reichte dem Staat nicht. Um die Leistungen weiter zu verbessern, bekamen viele Sportler meistens ohne ihr Wissen ab Mitte der Siebzigerjahre systematisch Dopingmittel verabreicht. Bis heute leiden sie unter den psychischen und physischen Folgen. Die ehemalige Sprinterin Ines Geipel (Jahrgang 1960) hat am eigenen Leib erlebt, wie die DDR mit ihren Spitzensportlern umgegangen ist und arbeitet dies unermüdlich auf.

Die ehemalige Leistungssportlerin Ines Geipel lehrt seit 2001 an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" deutsche Verssprache. (© Privat)

Das Gespräch mit Ines Geipel protokollierten Manon de Heus und Marijke van der Ploeg:

‚‚Mein Vater war Terroragent beim DDR-Ministerium für Staatssicherheit, der DDR-Geheimpolizei. Er ist unter acht verschiedenen Namen fast 15 Jahre lang in den Westen gefahren. In dem Film „Ballon“ aus dem Jahr 2018 flüchtet eine Familie mit einem selbstgebauten Heißluftballon aus der DDR nach Westdeutschland. Mein Vater hat diese Menschen ausspioniert – die Schulwege der Kinder, die Arbeitswege der Eltern – damit die Stasi sie liquidieren konnte. Wenn man acht verschiedene Identitäten hat und das nicht vier Wochen, sondern 15 Jahre lang lebt, hinterlässt das Spuren. Mein Vater ist sich in dieser Zeit völlig abhanden gekommen und hat seinen Hang zur Gewalt in der Familie ausgelebt.

Ein Kind kann sicherlich glücklicher starten. Als ich 14 war, musste ich von zu Hause weg. Ich kam in ein Internat im Thüringer Wald. Es ging mir nicht gut und ich fing an, über die Felder zu rennen. Ich hatte keine Ahnung vom Sport und auch nicht die richtigen Schuhe, ich war einfach ein Waldtier. Wenn man jung ist, geht man nicht so über die Sprache, da ist der Körper enorm wichtig. Bei mir sollte er meinen Schmerz verarbeiten. So schnell laufen, bis die zugeschlossene, statische Welt der DDR in Bewegung kommt und damit auch größer wird.

Wir wollten kein Geld, nur einmal im Leben Paris, Rom, Amsterdam sehen. Ich bin kein klassischer DDR-Sportfall, weil ich relativ spät mit dem Leistungssport angefangen habe. Erst mit 17 wurde ich Mitglied beim SC Motor Jena, ein Jahr später war ich schon in der DDR-Leichtathletik-Nationalmannschaft.

Olympia als Lebensziel

Mein Körper war auf diese enorme Belastung in keiner Weise vorbereitet. Weil ich so spät angefangen habe, war ich unwahrscheinlich verletzungsanfällig. Meine Muskeln rissen und meine Schienbeine waren durch den Tartan geschwollen, hochrot und entzündet. Andererseits war ich natürlich völlig unverbraucht. Ich bin ganz frisch in das System reingekommen, hatte überhaupt keine Ahnung davon. Vor allem zu Anfang habe ich mich wahnsinnig gefreut, so lange laufen und springen zu können, wie ich wollte. Mein Leben bekam ein einziges Ziel: Weltrekord, Olympia. Etwas anderes wollte ich nicht, das reichte mir völlig.

Dass ich auch gut vorankam, verband ich ausschließlich mit meinem fleißigen Trainieren. Ich habe nicht geschnallt, dass es auch mit der Chemie zu tun hatte. Unglaublich, wie naiv ich damals war! Ich wohnte auf dem Gelände des Sportclubs, in einem Internat. Von diesen Leistungszentren gab es in der DDR ungefähr 20. Alles, was unser Leben als Sportler ausmachte, spielte sich auf engstem Raum ab: das Sportclubinternat, der Speiseraum, die Sportmedizin, die Laufhalle, die Trainingshallen, das Stadion. Mein Leben fand über Jahre nur dort statt, wie in einem Karussell. Es gab keine Freunde, kein Kino, kein Theater, aber dafür gab es am Ende eines langen Trainingstages auch keine Kraft mehr. Den weitesten Weg, den ich hatte, war der zum Stadion: einmal über die Straße.

Als Sprinterin war ich außerdem komplett allein. Der Sprint geht nur über den Kopf, das ist der reine Psychokrieg. Sprinter sind wie hochgezüchtete Pferde: Die Box geht auf, du musst los. Rechts und links gibt es dabei nicht, nur dich und die Frage, ob du dich aus deiner Mitte heraus maximal beschleunigen kannst. Das hat damals sehr zu meiner psychischen Verfassung gepasst. Ich war eine Einzelkämpferin, die nach ihrem Überlebensmodell gesucht hat. Ich wollte so schnell laufen, dass ich mich selbst hinter mir lassen konnte.

Ines Geipel, damals noch mit Ihrem Geburtsnamen Ines Schmidt, fotografiert am 9. August 1981. (© Wikimedia)

Am Anfang war ich wirklich so naiv, dass ich dachte: Wow, über den Sport werde ich die Welt sehen. Aber außer Flughafen, Bus, Hotel und Stadion sah ich nie etwas. In den Achtzigerjahren hatte ich drei Wettkämpfe in Holland. Es war natürlich toll, in einem Land zu sein, wo man in die Fenster schauen konnte und alles so offen war, aber in Wahrheit konnte ich keinen einzigen Schritt allein machen. Nicht nur mein Trainer, sondern auch die Stasi war immer dabei. Es wurde zwar nicht darüber gesprochen, wer genau zur Stasi gehörte, aber es war klar, dass es jemand aus der Crew war.

"Wir durften gar nichts"

Wir durften gar nichts, wir durften uns noch nicht mal ein Einreibemittel von einer westlichen Sprinterin holen. Wir hatten unseren Wettkampf zu machen und zu gewinnen, das war‘s. Danach mussten wir unsere Sachen packen und ab ging‘s ins Hotel. Der Sport war praktisch wie eine doppelte Mauer. Das Land war eine Diktatur, der Sport war wie eine Diktatur in einer Diktatur. Mein Leben war extrem durchgetaktet. Ich bin früh aufgestanden, habe trainiert und wusste genau, wie viele Steaks und wie viele Eier ich am Morgen zu essen hatte. Alles war im Voraus geplant und kontrolliert und lief auf diesen einen einzigen Punkt zu: Olympia, Weltrekord, Topleistung.

Im Nachhinein war es wie in einem Tunnel: Mein Leben war eine Bahn, die immer enger wurde. Das Verrückte ist, dass man wirklich eine extreme Leistung aus einem inneren Nichts herauslaufen kann. Ja, das geht. Ich denke, es würde sich lohnen, bei den Spitzensportlern mal genau zu erfragen, was eigentlich das Motiv für ihr Maximum ist. Was treibt sie wirklich an? Das Glück, tatsächlich? Was passiert da in der Psyche?

Das große Problem im Sport ist, dass das ganze Leben praktisch auf das Treppchen hin ausgerichtet ist. Das kann nicht gut gehen. Im Frühjahr 1984 waren wir in Mexiko, um uns auf die Olympischen Spiele in Los Angeles vorzubereiten. Dort habe ich mich in Ernesto, einen Mexikaner, verliebt. Er war ein ganz anderer Typ Mann, als ich ihn bislang kannte. Er war so schön, von innen und von außen. Ich musste vom Olympiagelände abhauen, damit wir uns heimlich sehen konnten. Irgendwann habe ich beschlossen: Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles fliehe ich. Der Plan ist dann aber ins Wasser gefallen, weil der ganze Ostblock die Spiele boykottierte.

Zwangs-OP als Rache für Fluchtplan

Ich weiß nicht, ob unsere Liebe eine reale Chance gehabt hätte, aber es war zumindest eine andere Lebensoption. Danach war ich also wieder im DDR-Einschluss. Irgendwann wurde mir gesagt, dass bei mir eine Blinddarmoperation gemacht werden müsste. Als ich nach der Operation wach wurde, hatte ich einen riesigen Schnitt quer über den Bauch, von einem Ende zum anderen. Ich hatte danach viele Komplikationen und war letztlich komplett außer Kraft gesetzt. Mit dem Sport war es vorbei, es ging einfach nicht mehr.

Ich habe dann Germanistik in Jena studiert. Eine Dissertation wurde mir ebenso wie eine berufliche Perspektive verweigert, weil ich an der Uni ein paar politische Aktionen der Jenaer Friedensbewegung mitgemacht hatte. Ich fand, dass sie harmlos waren, aber der Geheimdienst hat sie überaus ernst genommen und viele der jungen Bürgerrechtler verhaftet und ausgebürgert. Im Sommer 1989 bin ich über Ungarn nach Westdeutschland geflohen. Als die Mauer ein paar Monate später fiel, arbeitete ich in einem Weinkeller in Darmstadt. Irgendwann schob mein Chef mich in unseren Umkleideraum, in dem ein kleiner Fernseher stand. „Ich glaube, da ist was für dich“, sagte er.

Im Fernsehen sah ich in Berlin die Mauer fallen, das war unglaublich. In der Weinstube wurde es zunehmend voller. Ganz hinten saß die hessische Prinzessin, eine ältere Dame und eine herzliche, ganz passable Trinkerin. Sie rief immer: „Mehr Wein, mehr Wein!“ Als sie mitbekam, dass die Mauer gefallen ist, hat sie für alle spendiert.

Vorüber war meine Vergangenheit mit dem Fall der Mauer natürlich nicht. Ich habe viele Jahre mit extremen Koliken gelebt, bis ich 2003 einen Chirurgen traf, der sagte: „Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die alte Narbe zu öffnen und zu schauen, was sich darunter befindet.“ Die Operation dauerte neun Stunden, denn es stellte sich heraus, dass meine Organe komplett ineinander gewachsen waren. Aus meiner Stasi-Akte habe ich später erfahren, dass ein Freund Ernesto und mich verraten hat. Die Stasi hat daraufhin einen mehrstufigen Zersetzungsplan aufgestellt, dessen letzter Teil die Operation war. Den Blinddarm haben sie tatsächlich rausgenommen, aber sie haben auch meinen ganzen Bauch samt Muskulatur zerschnitten.

Historiker haben später geklärt, dass meine Operation medizinisch gar nicht indiziert war und ich auch keine Entzündungswerte hatte. Zu realisieren, was wirklich passiert war und wie weit der Geheimdienst gehen konnte, war hart für mich. Damit hatte ich eine Weile sehr zu kämpfen.

"Vieles ist immer noch nicht aufgeklärt"

Für die DDR-Athleten waren die Achtzigerjahre die rigidesten und zugleich begrenztesten. Vieles, was in diesem System im System passierte, ist noch immer nicht aufgeklärt. Der Zugriff war total, weil alle Beteiligten – die Ärzte, die Trainer, die Funktionäre – an den Erfolgen der Athleten verdienten. Wenn ein Staat Doping und Betrug legitimiert, findet unter der Legitimationsdecke alles an Zugriff statt, was möglich ist.

Alle Portraits sind dem Band entnommen: "Das Pfand meiner Mutter - Geschichten über das Leben in der DDR", protokolliert von Manon de Heus und Marijke van der Ploeg, erschienen im Aspekt-Verlag, Soesterberg (Niederlande), 2019

Natürlich haben wir damals alle gemerkt, dass wir Tabletten bekommen haben. In allen Internatszimmern lagen sie ja herum – in jeglicher Couleur: weiße, rote, blaue, braune und gelbe Pillen –, aber niemand ahnte, wie kreuzgefährlich sie waren. Das war so gewollt, denn es ging um ein geheimes Staatsdopingsystem.

Wann genau mit der Verabreichung von Doping begonnen wurde, war je nach Sportart unterschiedlich. In vielen Disziplinen begann es bei Sportlerinnen deutlich früher als bei Sportlern. Bei Schwimmerinnen und Turnerinnen setzte es bereits mit 13 bis 15 Jahren ein, bei Leichtathletinnen mit 16 bis 17 Jahren. Das hatte schwerwiegende Folgen. Die Einnahme androgener Steroide verursachte Menstruationsstörungen, männliche Körperbehaarung und Entzündungen oder Veränderungen der Eierstöcke.

Mehr als 2.000 Geschädigte

Ab März 2000 war ich, zusammen mit 19 anderen, Nebenklägerin im Berliner Dopingprozess. Woche für Woche trafen wir uns in Moabit im Gerichtssaal, die Frauen mit den schweren Schäden und ihre behinderten Kinder. Es gab zwei Angeklagte: Manfred Ewald, der ehemalige Präsident des Turn- und Sportbunds der DDR, und Manfred Höppner, Sportmediziner und nach meiner Überzeugung Chefinitiator des konspirativen Chemieprogramms.

Ewald hat während des ganzen Prozesses gar nichts gesagt, kein einziges Wort, und Höppner hat letztlich seine Schuld geschickt verleugnet. Ganz am Anfang hat er eine achtseitige Erklärung vorgelesen, in der er sagte, er sei stolz, so viele Athletinnen geschützt zu haben, und dass er im DDR-Sport immer nur gesunde Frauen gesehen habe. Das war obskur. Es kam kein "Es tut mir leid, dass es euch heute so schlecht geht", es kam gar nichts.

Nach einem Vierteljahr wurde das Urteil ausgesprochen: 22 Monate auf Bewährung für Ewald, 20 Monate auf Bewährung für Höppner. Die Frauen um mich sind danach alle schwer krank geworden, viele mussten ins Krankenhaus, sie waren völlig retraumatisiert. Es war wichtig, dass der Prozess stattgefunden hat, aber psychisch war das Ganze eine Katastrophe.

Von 2013 bis Ende 2018 war ich Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins, der sich der Belange von Dopingpfern annimmt. Ich habe viele Geschichten und viele Schicksale von ehemaligen Athleten gehört, die fast alle unglaublich hart sind. Beim Berliner Prozess waren wir 20 Nebenklägerinnen, inzwischen haben sich schon mehr als 2.000 Geschädigte gemeldet.

Die Autorin und ehemalige DDR-Leichtathletin Ines Geipel am 1.7.2015 bei einer Doping-Diskussion im Erfurter Landtag

Natürlich stoßen wir mit unserer Arbeit nicht nur auf Freunde, es gibt noch immer viel Widerstand. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Sport so ein unglaublicher Mythos für die DDR gewesen ist. Als das Land nach 1989 mit seiner Niederlagengeschichte zu kämpfen hatte, wollte sich die Bevölkerung wenigstens an etwas festhalten. Etwas musste toll gewesen sein, ein paar Strahlebilder mussten bleiben.

Ich verstehe, dass das psychologisch schwierig ist, aber mit Blick auf die vielen Opfer geht das einfach nicht. Die Zwangsdopinggeschichte der DDR muss erzählt werden, sie muss richtig erzählt werden. Das sind wir den Opfern schuldig. Die fünf Jahre beim Doping-Opfer-Hilfeverein waren hart, kämpferisch und ruppig, aber ich konnte einiges erreichen. Es gibt zwei Entschädigungsgesetze, eine Beratungsstelle in Berlin und seriöse Forschung.

Auf persönlicher Ebene habe ich in den letzten 20 Jahren viel Zeit und Energie in das gesteckt, was man wohl Aufarbeitung nennt. Für mich ist das ein Luxus. Ich erhielt als Schriftstellerin die Möglichkeit und auch den Raum, in Archiven zu sitzen und die Diktaturzeit für mich anzuschauen, zu sortieren, zu klären: Was hat dich gelebt? Was ist überhaupt passiert? Was ist mein Leben jetzt? Wo soll es hin? Wer bist du? Der Sport ist Körper, danach ging es vor allem um Sprache, um Gedächtnis, um Bücher und letztlich um Identität. Das bleibt natürlich ein Prozess.

"Die Aufarbeitung muss an Familientische"

Die harte Substanz der DDR – die Haftgeschichten, die stillen Morde, die Zersetzungen – wird nur von sehr wenigen erzählt und immer noch nicht innerhalb der Familien. Genau da, an die Familientische, sollte Aufarbeitung aber hin. Wenn die dritte Generation Ost ihre Eltern befragt, endet das oft im Schweigen.

Das kann sehr unterschiedliche Gründe haben. Jemand redet nicht, weil er Opfer wurde. Jemand redet nicht, weil er Schuld auf sich geladen hat. Kinder spüren, dass etwas komisch ist, fragen aber oft lieber nicht nach. Das ist eine Loyalitätsbarriere und das ist nicht einfach.

Ich habe 30 Jahre lang versucht, meine Eltern zu befragen. Wenn du aber Eltern befragen willst, die mit viel Schuld zu kämpfen haben, hast du kaum eine Chance. Externer Link: Für mein neues Buch habe ich mich mit Zeit- und Familiengeschichte über vier politische Systeme hinweg auseinandergesetzt: die Weimarer Republik, Hitler, die DDR und nun das geeinte Deutschland. Es ist natürlich unglaublich schwierig, sich mit einer doppelten Diktatur auseinanderzusetzen: erst Nationalsozialismus und Holocaust, dann 40 Jahre DDR. Diese zweifache Aufarbeitung hat bislang nicht stattgefunden in Deutschland, zumindest nicht so, dass wir ruhig in das politisch brisante Jahr 2019 schauen können.

Der Osten entdeckt sich mit seinem vielen Nein gerade als politische Kraft. Aber eine negative Selbstwahrnehmung ist keine Lösung. Diktaturen sind vor allem Verantwortungsentlastungen. In meinen Augen ist es Zeit, dass sich der Osten von seiner langen Entlastungsstory befreit und endlich in Verantwortung geht. Für seine Geschichte, für seine Opfer. Es besteht ansonsten die Gefahr, dass er das große Glückspotential von 1989 verspielt.“

Zitierweise: Manon de Heus / Marijke van der Ploeg, "Portrait Ines Geipel", in: Deutschland Archiv, 24.4.2020, Link: www.bpb.de/308227

Mehr zum Thema:

Ines Geipel - Interner Link: "Staatsplan Sieg. Die Stasi im DDR-Leistungssport"

Stefan Trobisch-Lütge - Interner Link: Psychofolgen bis heute

Ines Geipel - Interner Link: Buch "Umkämpfte Zone" im Angebot des Medienzentrums der bpb

Weitere Interner Link: Interviews in der Reihe "Werdegänge", aufgezeichnet von Manon de Heus und Marijke van der Ploeg.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Der Vater von Ines Geipel gehörte zu einer Art Beobachtergruppe, die in den Westen geschickt wurde, wenn die Stasi beschlossen hatte, jemanden zu "entschärfen" oder aus dem Westen zu entführen. Er führte sozusagen die Vorermittlungen.

  2. Die meisten Athleten kamen schon im Grundschulalter in ein Sportinternat.

  3. Wetterfester Belag für Stadion-Laufbahnen.

  4. Der Boykott der Sommerspiele in Los Angeles wurde von der Sowjetunion angeführt, unter anderem weil die Sowjetunion davon überzeugt war, dass die Vereinigten Staaten antisowjetische Propaganda verbreiteten und die Sicherheit der sowjetischen Athleten nicht gewährleistet war. Neben der Sowjetunion nahmen auch die DDR, Bulgarien, Ungarn, Polen, die da Tschechoslowakei und Vietnam nicht an den Spielen teil.

  5. Mit einem Zersetzungsplan wollte die Stasi Dissidenten und Regimegegner psychologisch zerstören und somit unschädlich machen. Zersetzungen fanden innerhalb und außerhalb des Gefängnisses statt und Beziehungen, die Reputation und die Karriere wurden zerstört. Die Opfer wurden sozial isoliert, ängstlich, verwirrt und apathisch. Viele Betroffene leiden bis heute unter den psychischen Folgen (Trobisch-Lütge, 2016).

  6. Der Staat betrachtete ihre Athleten als „Diplomaten im Trainingsanzug“. Wenn ein Athlet floh – zum Beispiel bei einem Turnier in einem nicht-sozialistischen Land – war das ein großer Gesichtsverlust für die DDR. Außerdem wollte die DDR nicht, dass der betreffende Sportler Medaillen für den Westen gewinnen würde.

  7. Die Auswirkungen von Doping auf Sportler und ihre Kinder werden vielfach erforscht. Viele Opfer leiden unter psychischen Beschwerden, zum Beispiel Depressionen. Außerdem haben sie schwerwiegende körperliche Probleme. Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedenen Krebsarten ist erhöht und sie können unter Skelettschäden, Leberschäden oder Stoffwechselstörungen leiden. Viele Frauen haben Fruchtbarkeitsprobleme oder sind sogar unfruchtbar geworden (Fritsch, 2018).

  8. Höppner war Leiter der 1974 gegründeten „Arbeitsgruppe unterstützende Mittel“: das staatliche Dopingprogramm der DDR. Höppner sagte aus, dass seine „Unterstützung“ nicht im Widerspruch zur damaligen Gesetzeslage stand (Schröder, 2013).

  9. Dopingopfer können bei der Regierung eine Entschädigung in Höhe von 10.500 € beantragen

  10. In ihrem 2019 erschienenen Buch „Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass“ beschreibt Ines Geipel, wie Verdrängung und Verleugnung der Geschichte die deutsche Gesellschaft prägen. Es ist auch im Angebot der bpb erhältlich.