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Judith Tarazi: Jeder Mensch ist ein Künstler!

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Judith Tarazi: Jeder Mensch ist ein Künstler!

Sharon Adler Judith Tarazi

/ 15 Minuten zu lesen

Judith Tarazi ist Leiterin des Kunstateliers und der Jüdischen Galerie Omanut und Leiterin und Beraterin der EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung. Sharon Adler hat mit der Kunsttherapeutin über, das Prinzip der Wohlfahrt und der Fürsorge, Empowerment und ihr Engagement für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung und psychischen Erkrankungen gesprochen.

Judith Tarazi, Kunsttherapeutin, Leiterin des Kunstateliers Omanut und der Jüdischen Galerie Omanut sowie Leiterin und Beraterin der EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung. (© Sharon Adler/Pixelmeer 2021)

Sharon Adler: Wann, wodurch und mit welchem Anspruch hast Du Dich dazu entschlossen, Kunsttherapie zu studieren und Kunsttherapeutin zu werden? Welche Aspekte waren Dir besonders wichtig? Und wie kamst Du zu Omanut ?

Judith Tarazi: Schon immer haben mich Kunst und Psychologie fasziniert. Mein Traum war, Psychologie zu studieren, aber mein Abitur war zu schlecht und es reichte nur für Psychologie als Nebenfach. Also wurde ich nach einigen Irrungen Grafikerin, ein wunderschöner Beruf. Als meine Kinder größer waren, entschied ich mich dann zu einer Ausbildung als Kunsttherapeutin. Quasi einer Kombination aus beiden Welten. Über das Kunstatelier Omanut, das damals gerade gegründet worden war, habe ich in der Gemeindezeitung gelesen und dort dann erst einmal aushilfsweise gearbeitet. Als der damalige Leiter ging, hat man mir die Leitung angeboten. Ein großer Glücksfall für mich.

Sharon Adler: "Omanut" ist Hebräisch und bedeutet "Kunst". In erster Linie werden im Kunstatelier Judaica-Erzeugnisse, Symbole und Gegenstände jüdischer Tradition und Kerzen gefertigt. Was kannst Du aus dem Alltag deiner Arbeit berichten? Was sind die Hauptsäulen deiner Arbeit?

Judith Tarazi: Ganz wichtig und darum zuallererst: Jede*r ist ein*e Künstler*in! Wir arbeiten wertfrei, es gibt kein schön oder hässlich, gut oder schlecht. Alles, was jemand schafft, ist Teil des persönlichen Ausdrucks und deshalb richtig. Das gilt natürlich vor allem für unser Malatelier, in dem Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle, Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten entstehen. Oder aber auch Mosaike. Die Kerzen- und Holzwerkstatt sind natürlich etwas handwerklicher ausgerichtet, aber auch hier ist Kreativität angesagt, und unsere Teilnehmer*innen überraschen uns immer wieder mit ihren Ideen.

Sharon Adler: Wohlfahrt nimmt einen großen Stellenwert im Judentum ein und hat eine lange Tradition im Judentum. Die Arbeit von Omanut basiert auf der Grundlage des jüdischen Wertefundaments von "Zedaka" (Hebräisch: "Gerechtigkeit“) und "Tikkun Olam" (Hebräisch: "Vervollkommnung der Welt") und steht in der Tradition der Wohlfahrt, der Fürsorge. Was bedeutet das für deine/eure Arbeit, für die Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung?

Judith Tarazi: Das Prinzip der Zedaka finde ich einfach faszinierend. Nach dem Gelehrten Maimonides gibt es acht Stufen: "Mit Unfreundlichkeit geben" ist dabei die unterste Stufe. Danach folgen die Stufen "nicht ausreichend, aber mit Freundlichkeit geben"; "geben, nachdem man gebeten wird"; "geben, bevor man gebeten wird"; die vierte Stufe ist: "der Gebende kennt die Identität des Bedürftigen nicht, aber dieser kennt den Spender"; die dritte Stufe "der Wohltäter weiß, wem er gibt, aber der Bedürftige erfährt die Identität des Spenders nicht". Schließlich die zweithöchste Stufe, "wohltätig in einer Weise zu sein, in der der Spender und der Bedürftige nicht voneinander wissen", und als oberste, allerhöchste Stufe: "dem Bedürftigen die Möglichkeit geben, sich selbstständig zu ernähren", also Hilfe zur Selbsthilfe. Das Judentum hat quasi Empowerment erfunden!

Und auch das Prinzip von Tikkun Olam finde ich wunderbar: Die Welt zu einem besseren Ort gemacht zu haben, wenn man sie verlassen muss, ist so lebens- und zukunftsbejahend und auch hochaktuell!

Menschen zu befähigen, an unserer Gesellschaft teilzuhaben, ist ein ganz zentraler Punkt in unserer Arbeit und in den Beratungen. Eine inklusive Gesellschaft hat nichts mit gönnerhafter Fürsorge zu tun. Sie muss sich auch selbst hinterfragen und ändern, um allen Teilhabe zu ermöglichen. Die jüdischen Prinzipien drücken genau das aus.

Sharon Adler: Wer sind die Menschen, die Omanut betreut? Welches Spektrum der Erkrankungen haben die Menschen, die zu euch kommen?

Judith Tarazi: Wir betreuen eine sehr heterogene Gruppe: Menschen mit geistiger, psychischer, körperlicher Behinderung, mit chronischen Erkrankungen, Demenz. Diese Zusammensetzung ist sicher eher unüblich, funktioniert aber wirklich gut. Was alle vereint, ist natürlich die Affinität zum Judentum (es kommen auch nicht-jüdische Teilnehmer*innen zu uns), die Freude an Kreativität und an zugewandter Gemeinschaft. Wir sind im Atelier ja eine sehr gemischte Gruppe. Die jeweilige Behinderung unserer Teilnehmer*innen ist ja nur ein Teil ihrer Persönlichkeit. Wir konzentrieren uns nicht auf Diagnosen und Defizite, sondern auf das, was Freude macht, auf unsere Kreativität und Vielseitigkeit.

Die Situation zugewanderter Menschen mit einem Familienmitglied mit Behinderung. Integration durch Kunst

Sharon Adler: Viele der Menschen die ihr betreut, kommen aus der ehemaligen Sowjetunion. In vielen Fällen gab es für sie dort kaum Berührungspunkte mit gelebtem Judentum – wie war ihre Situation dort und welche besonderen Erfahrungen bringen sie mit?

Judith Tarazi: Seit Anfang der 1990er-Jahre begleitet die Zentralwohlfahrtsstelle

Ein Blick in das Kunstatelier Omanut. (© Sharon Adler/Pixelmeer 2021)

der Juden in Deutschland (ZWST) jüdische Einwander*innen bei der Integration in Deutschland. Der Kontakt zu Familien mit einem Mitglied mit Behinderung gestaltete sich anfangs recht zäh. Kurz gesagt: Sie waren einfach nicht sichtbar. Um dies besser zu verstehen, hilft ein kleiner Einblick in die Situation von Menschen mit Behinderung in der Sowjetunion während der Nachkriegszeit. Im Gegensatz zu den sogenannten Euthanasiebestrebungen im nationalsozialistischen Deutschland wurde Menschen mit Behinderungen in der Sowjetunion immer ein uneingeschränktes Recht auf Leben eingeräumt. Die herrschende Vorstellung vom Menschen als Teil einer Produktionsgesellschaft führte aber dazu, dass Menschen mit Behinderungen ein verminderter Lebenswert zugeschrieben wurde. Dies führte zu Ausgrenzungen und Abschiebungen in Verwahranstalten.

Oft war dies eine Unterbringung von Geburt an bis zum Tod. Fast alle Kinder mit schweren Behinderungen verbrachten und verbringen ihr Leben in Heimen. Ein Kind zu Hause zu betreuen, war und ist mit großen finanziellen Belastungen verbunden, welche die meisten Familien nicht tragen können. Hinzu kommen die gesellschaftlichen Belastungen innerhalb einer Bevölkerung, die kaum über Behinderungen und deren Ursachen aufgeklärt ist. Schwer behinderte Menschen waren im sowjetischen Alltagsleben praktisch nicht präsent. Bis heute sind Kinder mit geistiger Behinderung vom Schulsystem ausgeschlossen und gelten als nicht "bildbar". Die Situation in vielen Heimen ist nach wie vor bedrückend, die Pflegekräfte sind überfordert und schlecht bezahlt. Es ist kein pädagogisches Personal vorhanden. Es gibt jedoch auch Fortschritte. Vor allem in größeren Städten entstehen unterschiedliche Initiativen auf privater oder staatlicher Basis, die versuchen, die Situation von Menschen mit geistigen Behinderungen zu verbessern.

Nun ist es ja nicht so, dass Deutschland ein Paradies für Menschen mit Behinderungen ist. Abgesehen von der in ihrer Grausamkeit unerreichten Ermordung von Menschen mit Behinderung während der Zeit des Nationalsozialismus tat man sich auch im Deutschland der Nachkriegszeit lange schwer mit Akzeptanz und Teilhabe. So wurden die während der NS-Zeit durchgeführten Zwangssterilisationen für Menschen mit Behinderungen zwar abgeschafft, aber erst 2007 als grundgesetzwidrig anerkannt.

In den 1960er-Jahren erwachte das Bewusstsein, dass es trotz Behinderung ein durchaus erfülltes Leben geben kann, und ein System der Sonderschulen, Werkstätten und Berufsförderungswerke für Menschen mit Behinderung entstand. Seit 2002 gibt es das Bundesgleichstellungsgesetz, 2008 unterzeichnete Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention. Jedoch sind die Worte Teilhabe und Inklusion immer noch nicht im wahren Leben angekommen, und ein separates System von Behindertenwerkstätten und Förderschulen gehört bis heute zum Alltag.

Sharon Adler: Wie erlebten die Zuwandererfamilien mit Angehörigen mit Behinderungen den Wechsel nach Deutschland?

Judith Tarazi: Die jüdischen Zuwandererfamilien kamen Anfang der 1990er-Jahre in ein Land, in dem zumindest teilweise schon um die Gleichstellung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung gerungen wurde und diese auch bedingt sichtbar waren. Gerade die Familien mit erwachsenen behinderten Angehörigen haben sich sehr zurückhaltend verhalten. Sie blieben zumeist im Familienverband, was auch finanzielle Gründe haben konnte. Um 2009 herum begann die ZWST, sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen und versuchte, zunächst mäßig erfolgreich, kleinere Projekte wie Selbsthilfegruppen zu initiieren. Besser angenommen wurden organisierte Familienfreizeiten, welche die gesamte Familie umfassten und bei denen die "Kinder" nicht

Arbeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Kerzenwerkstatt im Kunstatelier Omanut (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2021)

fremdbetreut werden mussten. Vor Ort wurden unterschiedliche Angebote für Eltern und "Kinder" gemacht, die Vorträge, künstlerische Arbeiten, Ausflüge und vieles mehr beinhalteten. In verschiedenen Städten entstanden Selbsthilfegruppen, künstlerisch orientierte Tagesbetreuungen und betreutes Einzelwohnen. Inzwischen gibt es ein Jugendprojekt, in dem Betreuer*innen der Freizeiten, welche die ZWST regelmäßig veranstaltet, zu Inklusionsbetreuer*innen ausgebildet werden, um Kinder mit Behinderungen zu ermöglichen, an den Freizeiten teilzunehmen.

Sharon Adler: Worin lagen die Herausforderungen für die Familien und für dich und deine Kolleg*innen der ZWST?

Judith Tarazi: Die Anfänge waren eine Herausforderung: Die in der Sowjetunion sozialisierten Eltern mussten teilweise behutsam mit der Idee vertraut gemacht werden, ihre Kinder in fremde Obhut zu geben. Viele Familien lebten (und leben) in sehr symbiotischen Beziehungen, bis heute gibt es große sprachliche Barrieren. Nur wenige der in erster Generation hierhergekommenen Menschen mit Behinderung führen ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Wohn- und Arbeitsumfeld (aber es gibt sie natürlich auch). Ein Großteil der Kolleg*innen der ZWST kommt ebenfalls aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion, ist dort sozialisiert und hat die paternalistische, mitleids- und fürsorgeorientierte Sichtweise auf Menschen mit Behinderung internalisiert. Das Konzept der Arbeit von Menschen mit Behinderung ist immer noch stark geprägt von Mitleid, von der Sichtweise von Behinderung als Krankheit und Leid, von der Orientierung auf das Defizitäre. In Kombination mit der Sichtweise vieler Eltern, die zwischen Resignation, Leid, Verstecken oder übertriebener Förderung liegt, ist das für eine Arbeit, die von Teilhabe und Inklusion geprägt werden soll, eine herausfordernde Situation.

Ich gestehe, am Anfang meiner Arbeit in diesem Bereich habe ich mir mehr als einmal die Haare gerauft. Wir haben viel versucht: Fortbildungen und Supervision für die Mitarbeiter*innen (inzwischen mit Begeisterung angenommen). Während der Familienfreizeiten haben wir unsere künstlerisch geprägten täglichen Projekte unter dem Motto "Persönliche Zukunftsplanung" in intime Gesprächsrunden umgewandelt. Dieses in den USA entstandene Konzept soll es Menschen mit Behinderung ermöglichen, sich mit einem Kreis von Helfenden ein Bild von sich selbst, von Wünschen und Möglichkeiten für die Lebensbereiche Wohnen, Arbeiten und Freizeit zu finden. Wir haben die Materialien an unsere Zielgruppe angepasst und waren überrascht von den Vorstellungen und Wünschen der Teilnehmer*innen.

Sharon Adler: Wieviel Raum nehmen bei Omanut die jüdischen Feiertage ein?

Judith Tarazi: Das Atelier ist schon so etwas wie ein geschützter Raum. Jüdisch sein ist hier etwas Selbstverständliches. Wir begehen alle Feiertage gemeinsam, achten auf eine koschere Küche, damit sich wirklich jede*r wohlfühlen kann.

Sharon Adler: Wie kann – allgemein gesprochen – Kunst als Medium für Menschen mit Behinderung therapeutisch wirken? Welche Erfahrungen hast du in dem Kontext in der Betreuung von Menschen mit einer Beeinträchtigung gemacht?

Judith Tarazi: Wie schon gesagt: Jeder Mensch ist ein Künstler, eine Künstlerin. Das ist so ein bisschen unser Motto.

Ein Blick in das Kunstatelier Omanut. (© Sharon Adler/Pixelmeer 2021)

Viele Menschen sind, oft aufgrund negativer Erfahrungen in der Schulzeit, sehr scheu, was ihre künstlerischen Fähigkeiten anbelangt. Wir zeigen, dass Kunst nichts mit Perfektion zu tun hat, sondern mit deiner Persönlichkeit. Es gibt kein Richtig und Falsch, alles, was Du machst, ist gut! Es wird nichts bewertet. Wir haben tatsächlich schon erstaunliche Metamorphosen erlebt und sind immer wieder beglückt über Vielfalt und Kreativität unserer Künstler*innen.

Aber auch das Handwerkliche zeigt erstaunliche Wirkung. Kerzen herstellen ist ein komplexer Prozess, bei dem für jede*n etwas dabei ist, Mosaike erstellen ist sehr kontemplativ. Einerseits ist da der "Flow", also der Moment, in dem Du völlig in Deiner Tätigkeit aufgehst, andererseits dann auch noch ein Ergebnis: ein Bild, ein Mosaik, eine Kerze oder eine Holzarbeit.

Künstlerisches Arbeiten gibt Selbstvertrauen, Kraft und Glück, also fantastische Ressourcen. Und das ist auch unser Schwerpunkt. Denn obwohl wir zwei Kunsttherapeutinnen unter uns haben, arbeiten wir nicht im klassischen Sinne therapeutisch. Das wäre im Rahmen dieser heterogenen Gruppe eher schwierig aufzufangen.

Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Sharon Adler: Neben dem Kunstatelier betreibt Omanut auch eine Galerie. Was wird ausgestellt, und was bedeutet es für die Teilnehmer*innen, ihre Werke öffentlich zeigen zu können?

Judith Tarazi: Die kleine Galerie bietet eine tolle

Die Künstler/-innen des Kunstateliers Omanut haben unter der Leitung der Künstlerin Shlomit Lehavi das Trickfilmprojekt „Wenn nicht noch höher“ realisiert. Neben dem entstandenen Film wurde eine Ausstellung mit Entwürfen, Making-of-Fotos und den Kulissen und Figuren in der Galerie Omanut präsentiert. (© Sharon Adler/Pixelmeer 2019)

Möglichkeit für unsere Teilnehmer*innen, Wertschätzung zu erfahren, ihre Werke in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir sind aber auch offen für andere Künstler*innen, die im Kontext Judentum oder Behinderung arbeiten

Unser Atelier liegt ja eher versteckt im zweiten Stock eines Hauses. Ich finde es schön, dass die Galerie so sichtbar ist, auch ganz offen als "Jüdische Galerie Omanut". Im Kiez sind wir inzwischen gut eingebunden.

Ein Höhepunkt war die Vorstellung des Trickfilms "Wenn nicht noch höher" nach einer Erzählung von Jizchok Leib Perez (1852-1915), den wir unter der Leitung der Künstlerin produziert haben. Die Filmvorführung und Kulissenausstellung in unserer kleinen Galerie war ein tolles Spektakel. Wir freuen uns jetzt auch sehr auf unsere nächsten Vernissagen!

Menschen mit Behinderung in der Corona-Pandemie

Sharon Adler: Darüber, wie Menschen mit einer Beeinträchtigung die Corona-Krise erleben, haben Du und Dr. Dinah Kohan, die Leiterin des ZWST-Inklusionsfachbereich , am 7. Mai 2020 im Rahmen der Tagung "Online und Einsamkeit" gesprochen. Wie habt ihr die Menschen in dieser Zeit erreicht, und konntet ihr trotzdem Schabbat und die Feiertage gemeinsam feiern?

Judith Tarazi: Wir haben uns anfangs ziemliche Sorgen um unsere Teilnehmer*innen gemacht. Letztendlich haben die meisten die Situation aber ganz gut gemeistert.

Wir haben täglich einen offenen ZOOM-Online-Stream angeboten, den fast alle wahrnehmen konnten. Man hatte quasi jederzeit die Möglichkeit, vorbei zu schauen. Es wurden künstlerische Aufgaben (per Post) verschickt und dann gemeinsam besprochen, hin und wieder kleine Videos gezeigt, die meiste Zeit aber einfach geredet. Eigentlich habe ich das Gefühl, wir sind uns in dieser Zeit noch näher gekommen. Wer keine Möglichkeit hatte, per ZOOM teilzunehmen, wurde dann einfach per Telefon zugeschaltet und konnte mitreden.

Jeden Freitag haben wir gemeinsam Kerzen gezündet, die Brachot über Brot und Wein gesprochen, jede*r für sich und alle gemeinsam. Auch die anderen Feiertage haben wir so begangen. Toll fanden wir hier das Bubales Puppentheater, das zu jedem Feiertag ein kleines Video produziert hat.

Ich möchte das Ganze jetzt aber nicht verklären: Wir haben unsere Teilnehmer*innen sehr vermisst und es wird Zeit, dass es wieder losgeht! Bundesweit hat die ZWST mit dem Fachbereich Gesher Großes geleistet, finde ich. Online-Programme, Online-Kunstworkshops, die Gesher-Akademie für Kinder, es gab viele tolle Angebote. Einer unserer Pläne für die Zukunft bei Omanut ist ein Online-Digitalisierungskurs, den wir mit Unterstützung von Aktion Mensch auf die Beine stellen wollen, um unseren Teilnehmer*innen vertiefende digitale Kompetenzen zu vermitteln.

Beratung von Behinderten für Behinderte

Sharon Adler: Im Jahr 2017 erhielt die ZWST eine für eine neue Beratungsstelle, die EUTB Ergänzende unabhängige . Was ist das Besondere an der neu geschaffenen ?

Judith Tarazi: Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung ist ein bundesweites, niedrigschwelliges Beratungsangebot mit dem Schwerpunkt der Peer-Beratung (Betroffene beraten Betroffene). Die Betonung liegt auf "unabhängig", was bedeutet, dass die Beratungsstellen nicht in Trägerschaft von Institutionen sein sollten, die mit der Beratung eigene Interessen, wie zum Beispiel Wohneinrichtungen oder Werkstätten, bedienen.

Unsere Beratungsstelle hat sich auf Menschen mit Migrationshintergrund spezialisiert, wir sind ein vielsprachiges Team, teilweise selbst mit Fluchterfahrung.

Die Bandbreite der Beratungsanfragen ist sehr groß, Unterstützung bieten regelmäßige Fortbildungen und eine eigens eingerichtete Fachstelle.

Jüdische Sozialarbeit

Sharon Adler: Neben Deinen vielfältigen Engagements studierst Du seit Ende 2019 an der FH Erfurt in Kooperation mit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg im Studiengang "Jüdische Soziale Arbeit (BA)". Was kannst Du uns über Deine Studien berichten, welche Module interessieren Dich besonders?

Judith Tarazi: Die Möglichkeit, dieses Studium machen zu können, empfinde ich als großes Geschenk. Je älter ich werde, desto mehr macht mir das Lernen Freude (auch wenn es nicht mehr so leicht fällt). Es ist eine fantastische theoretische Vertiefung und Erweiterung meiner Arbeit. Und eigentlich interessiert mich alles. Lustigerweise sind oft die Dinge, von denen ich es am wenigsten erwartet habe, wie Recht und Management, die spannendsten. Lebenslanges Lernen – kann ich nur wärmstens empfehlen.

Sharon Adler: Sozialarbeit spielt eine große Rolle in der jüdischen Geschichte und Gegenwart. Welche Persönlichkeiten oder Organisationen haben Dich in dem Kontext persönlich beeindruckt/inspiriert?

Arbeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kunstateliers Omanut (© Sharon Adler/Pixelmeer 2021)

Judith Tarazi: Ich stoße immer wieder auf beeindruckende jüdische Sozialarbeiterinnen. Allen voran natürlich Bertha Pappenheim , die den Anstoß zur Gründung der ZWST gegeben und Alice Salomon , die die soziale Diagnostik eingeführt hat. Bertha Pappenheim war neben vielem anderen übrigens die berühmte "Anna O." in der Fallgeschichte von Josef Breuer und Sigmund Freud. Die jüdische Sozialarbeit gerade auch in Bezug auf Menschen mit Behinderung ist von einer erstaunlichen Fortschrittlichkeit geprägt. So gab es schon vor dem Zweiten Weltkrieg Heime, in denen Menschen mit Behinderung auf ein Berufsleben vorbereitet wurden.

Sharon Adler: Eine persönliche Frage: Du selbst bist vor vielen Jahren zum Judentum übergetreten – was bedeutet das Judentum für Dich? Was ist die Essenz, die Philosophie des Judentums, seiner Werte und Traditionen für Dich persönlich?

Judith Tarazi: Wenn ich zurückblicke, bin ich inzwischen schon länger jüdisch als nicht-jüdisch. Das fühlt sich schön an. Ich bin damals, ehrlich gesagt, der Liebe wegen übergetreten und es war die beste Entscheidung. Die Liebe gibt es nicht mehr, aber mein Zugehörigkeitsgefühl ist immer mehr gewachsen. Je mehr ich über das Judentum gelernt habe (und lerne), desto glücklicher bin ich damit. Ich bin streng atheistisch aufgewachsen. Vielleicht hat mir da tatsächlich etwas gefehlt. Irgendwie habe ich im Judentum Heimat und Rückhalt gefunden, eine beeindruckende Lebensphilosophie, die ihre Grundlage im Nachfragen und Diskutieren hat. Damit fühle ich mich sehr wohl.

Judith heiße ich übrigens schon immer.

Zitierweise: "Judith Tarazi: „Jeder Mensch ist ein*e Künstler*in!“", Interview mit Judith Tarazi, in: Deutschland Archiv, 30.7.2021, Link: www.bpb.de/337299

Fussnoten

Fußnoten

  1. "Omanut" (Hebräisch "Kunst") ist ein 2011 gestartetes Projekt der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) für jüdische und nicht-jüdische Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung und psychischen Erkrankungen. Das Kunstatelier Omanut bietet mit seiner Kunst- und Mal-, Holz- und Kerzenwerkstatt eine Tagesbetreuung mit vielseitigen Angeboten und Beratung in familiärer Atmosphäre an. Ein inklusives Projekt des Kunstateliers Omanut und der ZWST ist die Jüdische Galerie Omanut. Sie bietet Ausstellungsmöglichkeiten für jüdische Künstler*innen mit einer Behinderung. Externer Link: https://www.kunstatelier-omanut.de/, zuletzt aufgerufen am 14.6.2021.

  2. Das "jüdische berlin" ist das Gemeindemagazin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Es erscheint seit 1998 und wird vom Präsidium der Repräsentantenversammlung herausgegeben. Externer Link: http://www.jg-berlin.org/ueber-uns/juedisches-berlin.html, zuletzt aufgerufen am 17.6.2021.

  3. Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.Externer Link: https://www.zwst.org/de/menschen-mit-behinderung/inklusion-durch-kunst/, zuletzt aufgerufen am 13.4.2021.

  4. Neben dem entstandenen Film wurde eine Ausstellung mit Entwürfen, Making-of-Fotos und den Kulissen und Figuren in der Galerie Omanut präsentiert. https://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Juedisches%20Leben.php?id=1420375, Externer Link: http://www.shlomitlehavi.com/, zuletzt aufgerufen am 17.6.2021.

  5. Das Ziel des ZWST-Fachbereiches "Gesher“ (hebr. "Brücke") ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die jüdische Gemeinschaft und die deutsche Gesellschaft. Fast immer handelt es sich um Menschen mit Migrationshintergrund. Neben Bildungsfreizeiten, Fortbildungen und der Förderung von Potenzialen stehen die Unterstützung von Angehörigengruppen und die Selbsthilfe im Mittelpunkt. Dazu gehören Wohnformen im jüdischen Kontext, die den Menschen mit Behinderung eine möglichst selbstbestimmte Lebensform ermöglichen und die Angehörigen entlasten. Gefördert von Aktion Mensch e.V.

  6. "Wie erleben Menschen mit einer Beeinträchtigung die Corona-Krise?" Dr. Dinah Kohan und Judith Tarazi vom ZWST-Inklusionsfachbereich "Gesher" führten in das Thema ein und berichteten aus ihrem Praxisalltag. Das Gespräch am 7.5.2021 wurde moderiert von Laura Cazés und Simon Beckmann. Die Tagung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland wurde mit Unterstützung durch Aktion Mensch e.V. veranstaltet. Externer Link: https://www.facebook.com/watch/?v=850851188730507, und Externer Link: https://www.youtube.com/watch?v=BS2U_-XdA50, zuletzt aufgerufen am 13.4.2021.

  7. Am 30. Mai 2017 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Bundesteilhabegesetz vom 23. Dezember 2016 um die "Förderrichtlinie zur Durchführung der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" (EUTB) erweitert. Damit sollten "niedrigschwellige Beratungsangebote zur Stärkung der Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohter Menschen" ermöglicht werden. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) hat als erster jüdischer Träger bundesweit den Zuschlag für eine Förderung in diesem Programm erhalten. Externer Link: https://www.bundesanzeiger.de/pub/de/suchergebnis?6, zuletzt aufgerufen am 13.4.2021.

  8. EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.Externer Link: https://www.kunstatelier-omanut.de/eutb/, zuletzt aufgerufen am 13.4.2021.

  9. Omanut. Einmalig in Europa. In Jüdische Allgemeine, Externer Link: https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/einmalig-in-europa/, zuletzt aufgerufen am 13.4.2021.

  10. Der Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R. bietet in Kooperation mit der Fachhochschule Erfurt und der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ab dem Wintersemester 2019/2020 einen Studiengang "Jüdische Soziale Arbeit (BA)" an. Externer Link: https://juedische-sozialarbeit.de/, zuletzt aufgerufen am 12.4.2021.

  11. Bertha Pappenheim (1859–1936) war eine der Mitgründerinnen des 1904 gegründeten Jüdischen Frauenbunds (JFB), einem Zusammenschluss jüdisch-bürgerlicher Frauen, Interner Link: www.bpb.de/315661, zuletzt aufgerufen am 14.6.2021.

  12. Alice Salomon (1872-1948) war eine jüdisch-deutsche liberale Sozialreformerin. Sie war Teil der deutschen Frauenbewegung und eine Wegbereiterin der Sozialen Arbeit als Wissenschaft.

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geboren 1962 in West-Berlin, ist Journalistin, Moderatorin und Fotografin. Im Jahr 2000 gründete sie das Online-Magazin und Informationsportal für Frauen AVIVA-Berlin, das sie noch heute herausgibt. Das Magazin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen in der Gesellschaft sichtbarer zu machen und über jüdisches Leben zu berichten. Sharon Adler hat verschiedenste Projekte zu jüdischem Leben in Deutschland für unterschiedliche Auftraggeber/-innen umgesetzt und auch selbst Projekte initiiert wie "Schalom Aleikum“, das sie zur besseren Verständigung von Jüdinnen und Muslima entwickelte. Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 initiierte sie das Interview- und Fotoprojekt "Jetzt erst recht. Stop Antisemitismus". Hier berichten Jüdinnen und Juden in Interviews über ihre Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Seit 2013 engagiert sie sich ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende der Stiftung ZURÜCKGEBEN. Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft. Für das Deutschland Archiv der bpb betreut sie die Reihe "Jüdinnen in Deutschland nach 1945"

Judith Tarazi, geboren 1965 in Berlin, ist Grafikdesignerin und Kunsttherapeutin. Sie leitet seit 2012 das Kunstatelier Omanut, das in Trägerschaft der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) und mit Unterstützung der Aktion Mensch jüdischen und nicht-jüdischen Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen eine Tagesbetreuung mit unterschiedlichen künstlerischen Projekten anbietet. Sie leitet auch die angeschlossene Jüdische Galerie Omanut, ein Projekt der ZWST Berlin, die Ausstellungsmöglichkeiten für Künstler*innen mit Behinderung und für Künstler/-innen mit jüdischem Hintergrund bietet. Außerdem ist sie seit 2018 Leiterin und Beraterin der EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.