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Laut, mutig und radikal | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? 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Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Vor 35 Jahren: Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Orte des Ankommens (V): Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Orte des Ankommens (VI): Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Orte des Ankommens (IV): Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Orte des Ankommens (VII): Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten Orte des Ankommens nach 1945 (III): „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Laut, mutig und radikal Nichtstaatliche Frauenbewegung in der DDR der 1980er-Jahre

Jessica Bock

/ 14 Minuten zu lesen

Anfang der 1980er-Jahre begann es unter den Frauen in der DDR zu rumoren. Der Beitrag gibt einen Überblick über die nichtstaatliche Frauenbewegung in der DDR, ihre Akteurinnen, Themen und Netzwerke.

(© Robert-Havemann-Gesellschaft/ Rolf Walter)

Auf dem VIII. Parteitag der SED 1971 verkündete der neue Erste Sekretär des SED-Zentralkomitees, Erich Honecker, den über 2.000 anwesenden Delegierten, dass die Gleichberechtigung der Frau in der DDR verwirklicht sei. Als Beleg galt die hohe Quote der berufstätigen Frauen. Nicht mal ein Jahr später galt die Fristenlösung, die einen straffreien Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten ermöglichte. Während sich in der Bundesrepublik eine neue Frauenbewegung formierte, die für die Befreiung und Selbstbestimmung der Frau kämpfte, schien in der DDR eine solche Bewegung nicht notwendig zu sein. Doch Anfang der 1980er-Jahre begann es unter den Frauen in der DDR zu rumoren. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die nichtstaatliche Frauenbewegung in der DDR, ihre Akteurinnen, Themen und Netzwerke.

Nichtstaatlich und dezentral

Die Gründung staatlich unabhängiger beziehungsweise informeller Frauengruppen setzte zu Beginn der 1980er-Jahre ein und verdichtete sich im Laufe des Jahrzehnts zu einer nichtstaatlichen Frauenbewegung in der DDR. Bis zum Zusammenbruch des SED-Regimes im Herbst 1989 gab es insgesamt etwa 100 solcher Gruppen. „Nichtstaatlich“ bedeutete, dass sich die Frauen unabhängig von offiziellen Parteien und Organisationen zusammenfanden. Zwar gab es mit dem Demokratischen Frauenbund Deutschlands (DFD) eine Massenorganisation von und für Frauen. Diese war jedoch den politisch-idiologischen Vorgaben der SED verpflichtet und besaß daher eine geringere Attraktivität und geringere Möglichkeiten, die bestehenden Schieflagen zwischen den Geschlechtern anzusprechen und zu verändern.

Als einzig mögliche Alternative für eine selbstbestimmte Frauenpolitik galt in der DDR die evangelische Kirche. Ihr Sonderstatus als autonome Institution bot für oppositionelle Gruppen und alternative Milieus sowie auch für die informellen Frauen- und Lesbengruppen eine Infrastruktur für Austausch und Vernetzung. Einigen wenigen, wie dem von Ursula Sille 1985/86 initiierten Sonntags-Club oder der 1987 in Leipzig gegründeten RosaLinde , gelang es auch, sich in den offiziellen beziehungsweise staatlichen Strukturen zu organisieren. Die Mehrzahl der informellen Frauen-/Lesbengruppen konzentrierte sich vor allem in den mittleren und größeren Städten in Thüringen, Sachsen sowie in Ostberlin. In den Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs existierten hingegen kaum Gruppen.

Die Frauen, die die nichtstaatliche Frauenbewegung initiierten und sich in ihr engagierten, wurden in der Regel zwischen 1950 und 1965 geboren. Sie gehörten damit zu jener Generation, die mit dem von der SED propagierten Postulat der verwirklichten Gleichberechtigung aufwuchsen und zugleich von den zahlreichen frauen- und familienpolitischen Maßnahmen profitierten. Folglich lebte auch eine Mehrheit von ihnen das sozialistische Emanzipationsideal: Berufstätigkeit und Mutterschaft waren selbstverständlich. Zudem verfügten viele von ihnen über eine Berufsausbildung oder einen Universitätsabschluss. Kaum vertreten waren Arbeiterinnen, gering qualifizierte Frauen, Schwarze Frauen, Frauen of Color und Frauen mit Migrationserfahrung.

„Ich mache hier nicht mit“

Die Motive der Frauen, in einer informellen Frauengruppe aktiv zu werden, liegen in den spezifischen Gegebenheiten und politischen wie gesellschaftlichen Entwicklungen in der DDR begründet. Ein zentraler Auslöser war die erfahrene Diskrepanz zwischen propagierter Gleichberechtigung und den nach wie vor bestehenden Benachteiligungen der Frauen. „Wir wollten uns einfach erstmal so unter uns Frauen verständigen zu den Themen wie: Was haben wir eigentlich für eine Meinung zu unserer gesellschaftlichen Stellung als Frauen in der DDR? […] Welches Rollenverständnis gibt es da? Sind wir damit einverstanden? […] Wie soll unsere Gesellschaft aussehen, in der wir uns wohlfühlen als Frauen?“, fasste eine Akteurin der Leipziger Frauengruppe für ein „Frauenzentrum“ die Beweggründe zusammen. Neben der Betroffenheit von patriarchalen Geschlechterverhältnissen war die in den gemischtgeschlechtlichen informellen Oppositions- und Alternativgruppen erfahrene männliche Dominanz ein weiterer Auslöser, sich in reinen Frauengruppen zusammenzuschließen. „Es gab immer Männer, die vorne standen, und die hatten ihre Eitelkeiten. Das hat mich damals angekotzt. Für mich war das ein Aha-Erlebnis, dass die Arbeitsform in den Frauengruppen einfach anders war“, erinnert sich Gabriele Heide aus Leipzig. Nicht einfach schweigend zuzuschauen, sondern verändernd in die eigene Situation sowie in die politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse einzugreifen, waren für zahlreiche Frauen wichtige Beweggründe, sich in informellen Frauen- und Lesbengruppen zu engagieren. Illustrieren lässt sich das am Beispiel der zunehmenden Militarisierung der DDR-Gesellschaft: Am 25. März 1982 trat das neue Gesetz über den Wehrdienst in Kraft, das im Ernstfall die Einziehung von Frauen und die vormilitärische Ausbildung von Jugendlichen vorsah. „Ich bin nicht einverstanden, ich mache hier nicht mit.“ So wie Tina Krone dachten weitere Frauen in der DDR und begannen, sich in Anlehnung an die westdeutschen „Frauen für den Frieden“ in gleichnamigen Gruppen zusammenzuschließen. In den 1980er-Jahren entwickelte sich „Frauen für den Frieden“ zu einer zentralen Teilbewegung der nichtstaatlichen Frauenbewegung in der DDR.

Das Fundament für die dauerhafte Gründung nichtstaatlicher Frauen- und Lesbengruppen in den 1980er-Jahren bildeten die bereits vorhandenen und über mehrere Jahre bestehenden Freundschaftsbeziehungen unter Frauen. Gegenseitiges Vertrauen und weibliche Solidarität basierten auf einer gewissen Übereinstimmung in Werten und Einstellungen, die grundlegend für das gemeinsame Engagement in der Gruppe waren.

Themen, Aktionen und feministisches Selbstverständnis

Mit der zahlenmäßigen Expansion der informellen Frauen-/Lesbengruppen differenzierten sich die Themen im Laufe der 1980er-Jahre immer weiter aus. Die inhaltlichen Auseinandersetzungen erfolgten dabei nicht ausschließlich auf einer abstrakten theoretischen Ebene, sondern wiesen stets einen Bezug zum Leben der Frauen auf. Neben den persönlichen Erfahrungen bildete die Literatur eine wichtige Quelle. DDR-Autorinnen wie Christa Wolf, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Maxie Wander boten mit ihren Büchern Diskussionsstoff. Nicht minder wichtig war auch westliche feministische Literatur, zum Beispiel von Alice Schwarzer, Simone de Beauvoir, Verena Stefan, Senta Trömel Plötz und Dorothee Sölle, die in den Osten geschmuggelt wurde.

Jedoch zeigen die überlieferten Dokumente einen recht sparsamen Umgang mit dem Feminismusbegriff westlicher Prägung. Dies ist zum einen auf die Diskreditierung durch die SED zurückzuführen, die den Feminismus oder gar die Frauenbewegung als bürgerlich-dekadent diffamierte. Zum anderen bestanden die nichtstaatlichen Frauen-/Lesbengruppen darauf, kein „Abklatsch“ der westdeutschen Frauenbewegung zu sein, sondern eine auf ihren eigenen Erfahrungen und den DDR-spezifischen Lebensverhältnissen basierende Bewegung. Hierbei gaben die verfügbare westlich-feministische Literatur und der Austausch mit Freunden/Freundinnen und Verwandten aus dem Westen wichtige Impulse, um den Blick für die eigene Situation im Realsozialismus zu schärfen. Innerhalb der nichtstaatlichen Frauenbewegung erfolgte eine Repolitisierung der als gelöst erklärten Frauenfrage. Die dort aktiven Frauen debattierten über das eigene Emanzipationsverständnis vor dem Hintergrund der ungelösten Doppelbelastung durch Berufs- und Sorgearbeit sowie dem Muttersein.

Gewalt gegen Frauen und Schwangerschaftsabbruch – Themen, zu denen die Frauenbewegung in der Bundesrepublik Tausende Anhängerinnen mobilisierte –, wurden innerhalb der nichtstaatlichen Frauenbewegung erst gegen Ende der 1980er-Jahre angesprochen, allen voran von den thüringischen Frauengruppen wie der „Frauenteestube Weimar“ und der „Frauengruppe Jena“.

Im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung über bestehende patriarchale Geschlechterverhältnisse analysierten einzelne Frauengruppen Schullehrbücher und Tageszeitungen nach geschlechterstereotypen Darstellungen von Mädchen/Frauen und Jungen/Männern. Die Analysen gingen häufig mit einer Beschäftigung mit Sprache einher und der Frage, wie Sprache Frauen unsichtbar macht und patriarchale Geschlechterrollen festigt.

„Alle Frauen, die da waren, sagten, sie sind Lesben“, erinnert Marinka Körzendörfer ihre ersten Begegnungen mit homosexuellen Frauen. Das offene Aussprechen der eigenen nichtheterosexuellen Orientierung war in der DDR keine Selbstverständlichkeit und mit einem hohen Risiko für Diskriminierung und Stigmatisierung verbunden. Lesben waren in der DDR doppelt marginalisiert: als Frauen und als Lesben. Daher dienten die informellen Lesbengruppen den homosexuellen Frauen als geschützter Raum, in dem sie Unterstützung beim Coming-out bekamen. Der Austausch mit weiteren Lesben half dabei, ein positives lesbisches Selbstverständnis zu entwickeln. Durch gemeinsame Aktionen gelang es ihnen auch, ein gewisses Maß an Sichtbarkeit inner- und außerhalb der nichtstaatlichen Frauenbewegung zu etablieren. Dazu zählte zum Beispiel eine Kranzniederlegung 1984 in der Gedenkstätte Ravensbrück zum Gedenken an die lesbischen Opfer der NS-Diktatur. Doch schon im Folgejahr erwies sich die Durchführung als schwierig. Angesichts des Wettrüstens von Warschauer Pakt und Nato sowie der zunehmenden atomaren Bedrohung waren Frieden und Gewaltfreiheit weitere zentrale Themen, die vor allem von „Frauen für den Frieden“ in der DDR bearbeitet wurden. Hier ist insbesondere die an den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker adressierte Eingabe vom 12. Oktober 1982 zu erwähnen, die von etwa 130 Frauen unterschrieben und wenige Wochen später im westdeutschen Magazin Der Spiegel veröffentlicht wurde. Darin erklärten sie den „Armeedienst für Frauen nicht als Ausdruck ihrer Gleichberechtigung“, sondern als einen Widerspruch zu ihrem Frau-Sein. Neben dem Schreiben von Eingaben organisierten die „Frauen für den Frieden“ Bitt- und Klagegottesdienste, Friedenswerkstätten und Diskussionsformate zu Themen wie gewaltfreie und auf Frieden ausgerichtete Erziehungskonzepte.

Titel wie „Frauen in Bewegung. Feminismus – Reizwort oder Programm?“ oder „Mein Beruf ist (nicht) mein Leben – Frauen berichten über sich selbst“ sind nur zwei Beispiele jener Veranstaltungen, die die Evangelische Akademie Brandenburg-Berlin im Jahr 1982 durchführte. Die Leitung der Akademie hatte zum damaligen Zeitpunkt die Theologin Elisabeth Adler inne. Von ihr ging auch der entscheidende Impuls für die Tagung „Theologische Aspekte der Homosexualität“ aus, die einen Dialog zwischen Homosexuellen und Kirchenvertreter/innen in Gang setzte. Theologinnen wie Elisabeth Adler, Annemarie Schönherr, Angelika Engelmann und Friederike Woldt (heute Kirchbach) trugen entscheidend dazu bei, dass sich die feministische Theologie zu einem weiteren wichtigen Thema der nichtstaatlichen Frauenbewegung entwickelte. „Es entstanden zahlreiche unterschiedlich ausgerichtete Frauengruppen, aber auch dezidiert feministisch-theologische Arbeitsgruppen in Berlin und anderen Städten der DDR“, so die Theologin Ulrike Auga. Zu den wichtigsten Gruppierungen zählten die 1981 gegründete AG Feministische Theologie und der 1987 von Angelika Engelmann ins Leben gerufene Arbeitskreis Feministische Theologie. Doch auch weitere informelle Frauengruppen wie die Leipziger „Frauen für den Frieden“ beschäftigten sich kritisch mit den von Männern dominierten Kirchenstrukturen und patriarchaler Bibelauslegung.

So vielfältig das Themenspektrum der nichtstaatlichen Frauenbewegung auch war, so gab es dennoch auffällige Leerstellen. Die weitgehende Abwesenheit von Schwarzen Frauen, Frauen of Color oder Vertragsarbeiterinnen hatte zur Folge, dass ihre Lebenswelten, Emanzipationsbestrebungen und Diskriminierungs- sowie Gewalterfahrungen in den informellen Frauen- und Lesbengruppen keine Rolle spielten. „[Immer], wenn ich über Rassismus oder rassistische Gewalt sprach, wurde das Ganze sehr DDR-typisch abgetan: ‚Bei uns gibt es so etwas nicht!‘ Mit dieser Haltung unterschieden sich die weißen Lesben nicht von all den anderen weißen Deutschen“, berichtet Ina Röder Sissoko, eine der wenigen bekannten Schwarzen Frauen, die sich in einer informellen Dresdner Lesbengruppe engagierte.

Im Visier der Staatssicherheit

Die SED beanspruchte für sich das Medien- und Öffentlichkeitsmonopol. Daher waren die Möglichkeiten für die informellen Frauen- und Lesbengruppen, nach außen zu wirken, sehr begrenzt. Akteurinnen und Gruppierungen, die sich jenseits offizieller staatlicher Strukturen organisierten oder gar mit ihrer Kritik an die Öffentlichkeit traten, liefen Gefahr, durch staatliche Behörden überwacht, verfolgt und inhaftiert zu werden. Für die „Bearbeitung“ der nichtstaatlichen Frauenbewegung war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zuständig. Obgleich die Staatssicherheit die Frauen-/Lesbengruppen zunächst nicht ernst nahm und hinter ihren Aktivitäten Männer als Strippenzieher vermutete, änderte sie recht rasch ihre Einschätzung und betrachtete sie als sogenannte „feindlich-negative“ Kräfte, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen galt. Hierfür standen dem MfS nicht nur ein Reservoir an hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeiter/innen zur Verfügung, sondern auch verschiedene Methoden der verdeckten Verfolgung und Zersetzung.

Das MfS infiltrierte die informellen Frauen-/Lesbengruppen mit Inoffiziellen Mitarbeiterinnen (IM). Häufig waren gleich mehrere IMs in den Gruppen aktiv, ohne dass sie voneinander wussten. So waren zum Beispiel in der Gruppe „Frauen für den Frieden“ in Leipzig etwa drei IMs eingesetzt. Die recht hohe IM-Dichte lässt sich vor allem damit erklären, dass die gesamte nichtstaatliche Frauenfriedensbewegung in der DDR vom MfS im Rahmen des Zentralen Operativen Vorgangs „Wespen“ überwacht und verfolgt wurde. Doch auch bei anderen Akteurinnen und Gruppen kamen individuell zugeschnittene operative Bearbeitungs- und Zersetzungsmaßnahmen zum Einsatz. Diese reichten vom Streuen von Gerüchten über einzelne Frauen, Sabotage der Gruppenarbeit bis hin zu plötzlicher Arbeitslosigkeit beziehungsweise dem Erzeugen von beruflichen Misserfolgen. Ziel war es, Streit und Misstrauen in den Gruppen zu erzeugen, die letztendlich in deren Auflösung münden sollten.

„Allerdings gab es ein starkes Druckmittel: meine Kinder“, berichtet Ulrike Poppe von den „Frauen für den Frieden“ in Ostberlin. Bei der „Bearbeitung“ der Frauen-/Lesbengruppen wandte die Staatssicherheit auch geschlechtsspezifische Verfolgungsmethoden an. Dazu zählte unter anderem die drohende Zwangsadoption von Kindern. Weiterhin umfasste das Repertoire an verdeckten repressiven Überwachungsmaßnahmen das Abhören von Telefongesprächen, Postkontrolle, geheime Wohnungsdurchsuchungen bei gleichzeitiger Verwanzung einzelner Zimmer und die Einschüchterung durch die Vorladung in die örtliche MfS-Bezirksverwaltung beziehungsweise Kreisdienststelle. Inhaftierungen von Frauen, wie beispielsweise von Bärbel Bohley, Ulrike Poppe, Jutta Seidel und Irena Kukutz von der Ostberliner Gruppe „Frauen für den Frieden“, blieben eher die Ausnahme. Die vom MfS ausgeübten Repressionen und Überwachungen stellten für die Frauen- und Lesbengruppen eine enorme Belastung dar. Ohne die Erfahrung weiblicher Gemeinschaft in persönlichen Netzwerken, mit ihrem emotionalen Rückhalt und ihrer Unterstützung, wären die vielfältigen politischen Aktivitäten der Frauen in dieser Form und über einen längeren Zeitraum nicht möglich gewesen.

Ein Bewegungsnetzwerk entsteht

Zwischen 1984 und 1989 begannen die informellen Frauen-/Lesbengruppen mit dem Aufbau eines DDR-weiten Netzwerks. Dies geschah mit überschaubaren Ressourcen, verfügten doch die wenigsten Frauen über einen eigenen Telefonanschluss. Die Etablierung dauerhafter Kontakte erfolgte über den persönlichen Austausch, das Anlegen eines Adressbuches und über Briefverkehr. Entscheidend für die Herstellung eines Bewegungsnetzwerks waren die feministischen Theologinnen und kirchlichen Frauengruppen. Über sie erhielten die Frauen Zugang zu Räumlichkeiten, Drucktechnik und Kontakten außerhalb der DDR.

Das erste DDR-weite Frauengruppentreffen fand vom 14. bis 16. September 1984 in Halle (Saale) statt, organsiert von „Frauen für den Frieden“. In den Folgejahren übernahmen Frauenfriedensgruppen die Organisation und Durchführung dieser Treffen, unter anderem in Ostberlin (1985), Leipzig (1986), Magdeburg (1987), Karl-Marx-Stadt (1988) und Jena (1989). Weitere wichtige Vernetzungstreffen waren die Frauenfeste in Dresden (1985‒1987) und die Thüringer Frauengruppentreffen (1988‒1989). Zusätzliche Möglichkeiten des Austauschs und der Vernetzung bildeten die Frauenseminare in Wilkau-Haßlau und die Werkstätten Feministische Theologie in Hirschluch. Ferner nutzten die Frauen-/Lesbengruppen die von der Evangelischen Kirche durchgeführten regionalen und überregionalen Kirchentage, um dort eigene Frauenforen zu veranstalten. Die Frauenfeste und -treffen sowie die Werkstätten hatten meist thematische Schwerpunkte, unter anderem weibliche Homosexualität, biblische Frauenfiguren, Erziehung, Macht, weibliche Berufstätigkeit, Gewalt, Sprache oder die Lebenssituation von Frauen in der DDR. Wichtige Programmformate waren Workshops, Gesprächskreise, Vorträge, Filme, Tanzabende, Konzerte, gemeinsame Mahlzeiten und Gebete. An Informationsständen konnten sich die Teilnehmer/innen über einzelne Gruppen und deren Arbeit informieren. Die Kinderbetreuung war integraler Bestandteil der Treffen. Parallel zum DDR-weiten Bewegungsnetzwerk entstand eine kleine informelle Bewegungsöffentlichkeit. Unter der Nutzung von Druckmaschinen der evangelischen Kirche produzierten Dresdnerinnen das Lila Band (1987-1989), die Lesbengruppe Jena die frau anders (1989-1993) und der Arbeitskreis Feministische Theologie den Informationsbrief Das Netz (1988-1993). Für die Herstellung der einzelnen Hefte standen den Frauenredaktionen überschaubare Mittel zur Verfügung, wie Wachsmatrizen im DIN-A5-Format und Schwarz-Weiß-Druck. Für den Druck und die Veröffentlichung der Ausgaben war der Zusatz „nur für den innerkirchlichen Dienstgebrauch“ zwingend erforderlich, denn mit dieser Formulierung konnten die Herausgeberinnen die staatliche Genehmigung (Zensur) umgehen. Trotz dieser erschwerten Produktionsbedingungen erreichten die Auflagen zwischen 100 und 600 Stück. Ähnlich wie die Frauengruppentreffen und -seminare wählten die Herausgeberinnen für die einzelnen Heftausgaben Schwerpunktthemen. Die informellen Frauenzeitschriften waren partizipativ angelegt, das heißt, die Leserinnen waren dazu aufgerufen, selbst Beiträge wie Artikel, Berichte und Gedichte einzureichen und eigene Themen zu setzen. Auch wenn der Rücklauf eher bescheiden blieb, unterstützten und erweiterten die Hefte die bewegungsinterne Kommunikation zwischen den Frauen-/Lesbengruppen.

Ein neuer feministischer Aufbruch im Herbst 1989

Die nichtstaatliche Frauenbewegung erfuhr mit den Umbrüchen im Herbst 1989 einen fundamentalen Wandel. Viele der bis dahin bestehenden informellen Frauengruppen lösten sich auf. Es entstanden neue Fraueninitiativen wie zum Beispiel „Frauen für Veränderung“ in Erfurt, die „Fraueninitiative Leipzig“, die „Lila Offensive“, die „Fraueninitiative Magdeburg“ oder der „Unabhängige Frauenverband“ (UFV). Sie knüpften an die zuvor geschaffene Sensibilität für bestehende patriarchale Geschlechterverhältnisse in der DDR und aufgebaute Netzwerke an und entwickelten sich zu zentralen Akteurinnen, die das feministische politische Handeln in den Revolutions- und Demokratisierungsprozessen wesentlich bestimmten. Sie knüpften an ihre Erfahrungen und Diskussionen der 1980er-Jahre an und formulierten auf dieser Grundlage ihre feministischen Reform- und Wahlprogramme. Charakteristisch für ihre politischen Forderungen und Ziele ist ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz: Frauenpolitik und tatsächliche Gleichberechtigung betrachteten sie als Themen, die alle Lebensbereiche und Geschlechter betrafen. Anders als die informellen Frauen-/Lesbengruppen zuvor bekannten sie sich selbstbewusst zum Feminismus.

In ihrem Bestreben, die zementierte patriarchale Ordnung aufzubrechen und zugleich die Demokratisierungsprozesse aktiv mitzugestalten, beteiligten sich die Fraueninitiativen an der Auflösung des MfS, an den Runden Tischen und den im Jahr 1990 stattfindenden Wahlen. Während dieser Zeit erkämpften sie die Finanzierung und Räumlichkeiten für kommunale Gleichstellungsbeauftragte, Frauenzentren und Frauenhäuser. Damit legten sie das Fundament für die feministische Infrastruktur der ostdeutschen Frauenbewegung, die in den 1990er-Jahren vor allem von den Politiken und Folgen der Transformation geprägt war.

Zitierweise: Jessica Bock, „Laut, mutig und radikal - Die nichtstaatliche Frauenbewegung in der DDR der 1980er-Jahre", in: Deutschland Archiv, 18.9.2023, Link: www.bpb.de/540813.

Weitere Beiträge zum Thema:

Maria Bühner: Interner Link: Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR

Henrike Voigtländer: Interner Link: Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen - Geschlecht und Herrschaft in Industriebetrieben der DDR

Angela Schmole: Interner Link: Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen

Hélène Camarade und Etienne Dubslaff: „Interner Link: Frauen in der Bürgerbewegung der DDR und während der Friedlichen Revolution“. Ein Gespräch mit Ulrike Poppe und Samirah Kenawi, Deutschlandarchiv vom 8.12.2022

Carmen Niebergall, Interner Link: Für mehr Frauenrechte und Parität. Deutschlandarchiv vom 24.9.2020.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. Ursula Sillge, Damals war´s – Ein Rückblick auf die Bedingungen und Strukturen der lesbisch-schwulen Bewegung in der DDR, in: Gabriele Dennert/Christiane Leidinger/Franziska Rauchut (Hrsg.), In Bewegung bleiben. 100 Jahre Politik, Kultur und Geschichte von Lesben, Berlin 2007, S. 105‒108.

  2. Vgl. Jessica Bock, Frauenbewegung in Ostdeutschland. Aufbruch, Revolte und Transformation in Leipzig 1980‒2000, Halle (Saale) 2020, S. 198‒203.

  3. Vgl. Peggy Piesche, Labor 89. Intersektionale Bewegungsgeschichte*n aus West und Ost, Berlin 2019; Ulrike Lembke, Visionen als feministisches Erbe?, in: Karin Aleksander et al. (Hrsg.), Feministische Visionen vor und nach 1989. Geschlecht, Medien und Aktivismen in der DDR, BRD und im östlichen Europa, Opladen–Berlin–Toronto 2022, S. 39‒65, hier S. 51 ff.

  4. Bock, Frauenbewegung in Ostdeutschland (Anm. 2), S. 80‒81.

  5. Gabriele Heide, Interview vom 19.5.2015, Transkript, S. 4‒5.

  6. Tina Krone, „Ich bin nicht einverstanden, ich mache hier nicht mit“, in: Almut llsen/Ruth Leiserowitz (Hrsg.), Seid doch laut! Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin, Berlin 2019, S. 110‒113, hier S. 110.

  7. Vgl. Eva Sänger, Begrenzte Teilhabe. Ostdeutsche Frauenbewegung und Zentraler Runder Tisch in der DDR, Frankfurt/Main 2005, S. 56.

  8. Bock, Frauenbewegung in Ostdeutschland (Anm. 2), S. 217.

  9. Marinka Körzendörfer, „Alle Frauen, die da waren, sagten, sie sind Lesben“, Zeitzeug*innen-Interview mit Marinka Körzendörfer im Rahmen des Projektes Berlin in Bewegung, abgerufen am 18.8.2023 unter https://www.meta-katalog.eu/Record/35750ffbiz#?showDigitalObject=35750ffbiz_2&c=&m=&s=&cv=.

  10. Maria Bühner, „Wir haben einen Zustand zu analysieren, der uns zu Außenseitern macht“. Lesbischer Aktivismus in Ost-Berlin in den 1980er-Jahren, in: Maria Bühner/Maren Möhring (Hrsg.), Europäische Geschlechtergeschichten, Stuttgart 2018, S. 111‒126.

  11. Siehe hierzu Maria Bühner, Feministisch, lesbisch und radikal in der DDR: Zur Ost-Berliner Gruppe Lesben in der Kirche, abgerufen am 18.8.2023 unter https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/feministisch-lesbisch-und-radikal-der-ddr-zur-ost-berliner-gruppe-lesben-der-kirche.

  12. Vgl. Ruth Leiserowitz, Die „Frauen für den Frieden“ in Ost-Berlin. Eine Einleitung, in: Almut llsen/Ruth Leiserowitz (Hrsg.), Seid doch laut! Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin (Anm. 6), S. 11‒36, hier S. 19.

  13. Vgl. Ingrid Miethe, Die „Frauen für den Frieden“ – Ost, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, abgerufen am 18.8.2023 unter https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/die-frauen-fuer-den-frieden-ost.

  14. Evangelisches Zentralarchiv in Berlin, 190/114, Tagungen 1982, Bd. 3, 04.1981‒11.1982, Programm zur Tagung „Frauen in Bewegung. Feminismus - Reizwort oder Programm?, 16.‒17. Oktober 1982, 3 Bl.

  15. Freunde des Hendrik-Kraemer-Hauses e.V. (Hrsg.), „… dass du wieder jung wirst wie ein Adler.“ Texte von Elisabeth Adler aus Akademie, Ökumene und kirchlicher Praxis, Uelzen 2022, S. 122.

  16. Vgl. Samirah Kenawi, Die Anfänge der Lesbengruppen in der DDR, in: Heinrich Böll Stiftung Sachsen-Anhalt/Gunda Werner Institut in der Heinrich Böll Stiftung (Hrsg.), Das Übersehen werden hat Geschichte. Lesben in der DDR und in der Friedlichen Revolution, Halle (Saale) 2015, S. 21‒25, hier S. 22.

  17. Ulrike Auga, Feministische und Geschlechterbewusste Arbeitskreise und Theologien in der DDR, abgerufen am 18.8.2023 unter https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/feministische-und-geschlechterbewusste-arbeitskreise-und-theologien-der-ddr.

  18. Siehe hierzu Bock, Frauenbewegung in Ostdeutschland (Anm. 2), S. 151‒161.

  19. Ina Röder Sissoko, in: Peggy Piesche (Hrsg.), Labor 89. Intersektionale Bewegungsgeschichte*n aus West und Ost (Anm. 3), S. 117‒135, hier S. 121.

  20. Vgl. Almut Ilsen, Die „Frauen für den Frieden“ und die Stasi, in: Almut llsen/Ruth Leiserowitz (Hrsg.), Seid doch laut! Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin (Anm. 6), S. 155‒249, hier S. 157-158.

  21. Siehe ebd., S. 155‒249.

  22. Ulrike Poppe, „Die Grundsteinlegung unserer Gruppe“, in: Almut llsen/Ruth Leiserowitz (Hrsg.), Seid doch laut! Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin (Anm. 6), S. 53‒60, hier S. 58.

  23. Vgl. Bock, Frauenbewegung in Ostdeutschland (Anm. 2), S. 220.

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Weitere Inhalte

studierte Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Leipzig. Sie promovierte über „Frauenbewegung in Ostdeutschland. Aufbruch-Revolte-Transformation in Leipzig 1980–2000“ (erschienen im Mitteldeutschen Verlag). Seit 2016 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Digitalen Deutschen Frauenarchiv. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Frauenbewegungen nach 1945 in Ost und West, Erinnerungskultur und Geschlecht sowie Zeitgeschichte/Transformation.