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Die DDR als „strategisches Hinterland“ | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? 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Die DDR als „strategisches Hinterland“ Über das Verhältnis der Stasi zu den linksterroristischen „Revolutionären Zellen“ in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Eine Aktenrecherche.

Jan-Hinrick Pesch

/ 57 Minuten zu lesen

Seit Anfang 2024 sorgen auch linksterroristische Gruppen in Deutschland wieder für Schlagzeilen, so wie vor dem Mauerfall die sogenannten "Revolutionären Zellen". Jüngstes Beispiel der Anschlag auf die Stromversorgung von Tesla in Brandenburg, oder Solidaritätsaktionen für flüchtige RAF-Mitglieder in Berlin. Was wusste in der DDR die Stasi über solche Gruppierungen mit Nähe zur RAF? Zeitweise offenbar mehr, als der Westen. Aber gab es auch Kontakte? Eine ausführliche Aktenrecherche von Jan-Hinrick Pesch.

Einer von zahlreichen Anschlägen linksterroristischer Gruppierungen in den 70er-Jahren: Blick in beschädigte Laborräume des Verwaltungsgebäudes der MAN in Nürnberg am 22.8.1977. Am linken Fenster wurde ein Sprengkörper hingelegt. Zu dem Bombenanschlag bekannte sich damals die Gruppe "Revolutionäre Zellen". Als Beweggrund für den Anschlag auf das MAN-Gebäude gab die Gruppe die - wie es hieß - Rüstungsgeschäfte des Unternehmens mit Südafrika an. (© picture-alliance/dpa, Schnörrer)

I. Einleitung und Fragestellung

Die Friedliche Revolution des Jahres 1989 zementierte den Zerfall des autoritären Systems der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Infolge des Umbruchs gelangten rasch Vorgehensweisen und Beschlüsse an die Öffentlichkeit, welche Entscheidungsträger aus dem Sicherheitsapparat des ostdeutschen Staates als Amtsgeheimnisse sorgfältig gehütet hatten – darunter die Hilfe für die linksterroristische „Bewegung 2. Juni“ (nachfolgend abgekürzt: B2J) Ende der 1970er-Jahre sowie die sogenannten Operativen Vorgänge (OV) „Stern I“ und „Stern II“ des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zur „Roten Armee Fraktion“ (RAF).

Deutlich wurde: Nach der Festnahme dreier Mitglieder der "B2J" im Jahr 1978 in Prag erwirkte das MfS das Entlassen aus der Haft. Anschließend bot es den Linksterroristen kurzzeitig Unterschlupf in der DDR; wenig später gestattete der Geheimdienst deren Ausreise in den Nahen Osten. Der RAF ermöglichte die Staatssicherheit Anfang der 1980er Jahre nicht nur ein Training an einer Schuss- beziehungsweise panzerbrechenden Waffe, sondern auch ein Unterbringen ausstiegswilliger Mitglieder in der DDR. Letztes entlastete die linksterroristische Gruppe. Zustande kommen konnte diese Verbindung über den 1978 geknüpften Kontakt des MfS zu Inge Viett, einer Angehörigen der 1980 in der RAF aufgegangenen B2J. Bis zur politischen Zäsur in den Jahren 1989 und 1990 lebten auf dem Boden des ostdeutschen Staates – unter falschen Identitäten und mit fortwährender Protektion des MfS – zehn Aktivisten aus den Reihen der RAF, nach denen in der Bundesrepublik Deutschland gefahndet wurde.

Verflechtungen zwischen dem MfS und der B2J sowie die daraus entstandene „RAF-Stasi-Connection“, so ein Schlagwort der Journalisten Andreas Kanonenberg und Michael Müller, fanden in den vergangenen Jahrzehnten ein breites Interesse. Tobias Wunschik – Politikwissenschaftler und langjähriger Mitarbeiter der Stasi-Unterlagen-Behörde – legte quellenbasiert die Interaktion der Staatssicherheit mit der B2J frei. Die auf die RAF zielenden OV „Stern I“ und „Stern II“ zogen zunächst mediale Berichte, später ganze Monografien und fundierte (populär )wissenschaftliche Beiträge nach sich. Anderen Verbindungen des MfS zu terroristischen Akteuren kam ebenfalls beachtliche Aufmerksamkeit zu: dem OV „Separat“ zur „Organisation Internationaler Revolutionäre“ (OIR) um den international agierenden Linksterroristen „Carlos“, der Zusammenarbeit mit dem als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) „Friedrich“ geführten Rechtsterroristen Odfried Hepp sowie den Beziehungen zum palästinensischen „Widerstand“.

Einzelne Arbeiten ergingen sich in Spekulationen und verschwörungstheoretischen Urteilen. Zu nennen ist insbesondere das auf MfS-Akten gestützte Werk „Terrorismus-Lügen“ der Journalistin Regine Igel, die etwa der Annahme breiten Raum bot, sozialrevolutionäre Aktivisten aus der Bundesrepublik seien verantwortlich für den dem Rechtsterrorismus zugerechneten Bombenanschlag 1980 auf den Bahnhof in Bologna. Eine solche Version verwarfen italienische Strafverfolgungsbehörden im Jahr 2014 angesichts eines Mangels an Beweisen.

Flugblatt einer linksterroristischen Guerillaaktion 1979: "Revolutionäre Zellen in der IG Metall" hatten sich in einem Bekennerschreiben an das Landesbüro der dpa in Frankfurt am Main dazu bekannt, das Einfamilienhaus des damaligen IG Metall-Vorsitzenden Eugen Loderer in der Nacht zum 26.04.1979 eingeteert zu haben. (© picture-alliance/dpa, DB)

Im Schatten dieses Aufarbeitens stand und steht jenes Netzwerk aus kleinen, voneinander abgeschotteten Gruppen, welches sich in Westdeutschland von 1973 bis Mitte der 1990er-Jahre als Teil der „Stadtguerilla“ mit zuvorderst gegen Sachen gerichteter Gewalt am „bewaffneten Kampf“ gegen die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung beteiligte: die „Revolutionären Zellen“ (RZ). Sie fielen durch ein strategisches Konzept auf, das gesellschaftliche Konfliktfelder als Ausgangspunkt eines sozialrevolutionären Umbruchs deutete. Die Mitglieder verbanden ihre terroristischen Aktivitäten mit einer legalen Existenz; sie gelten daher als „Feierabendterroristen“. Wiewohl die RZ zu den „Großen Drei[en]“ des bundesrepublikanischen Linksterrorismus gehörten und in den Bedrohungsanalysen westdeutscher Sicherheitsbehörden zeitweise oberhalb der RAF rangierten, waren sie bislang nur Gegenstand einer Handvoll Studien. Noch größer ist das Forschungsdefizit, wird der Blick auf das Verhältnis zwischen dem MfS und den RZ geworfen. Hierzu fehlt weiterhin eine (tiefgehende) Publikation.

Wer diese Lücke zu schließen vermag, erhellt nicht nur einen blinden Fleck in der Geschichte des Linksterrorismus. Er stellt auch ergänzendes empirisches Material bereit, das sich als weitere Grundlage für theoretische Überlegungen zur Interaktion terroristischer Strukturen mit anderen Akteuren (darunter Staaten) beziehungsweise zu den Typen und Einflussfaktoren solcher Beziehungen heranziehen ließe. Anders formuliert: Der rekonstruierte Konnex zwischen der Staatssicherheit und den RZ könnte in vergleichende Fallanalysen einbezogen werden und auf diesem Wege das begrenzte geisteswissenschaftliche Verständnis zu „erfolgreichen“ wie ausbleibenden Kooperationen des Terrorismus erweitern.

Ausgehend von den dargelegten Punkten geht die Arbeit der folgenden, explorativen Kernfrage nach: In welcher Beziehung stand das MfS zu den RZ? Aus dieser Frage lassen sich mehrere Unterfragen ableiten, welche die Einzelheiten einer Beziehung widerspiegeln – den Zugang zum Partner, die dem Partner zugeschriebene Wichtigkeit und das Agieren mit dem Partner:

  • Erstens: Welche operativen Quellen baute das MfS auf, um Informationen zu dem Netzwerk zu sammeln? Führte der ostdeutsche Geheimdienst IM in den Reihen oder in der Peripherie der „Zellen“?

  • Zweitens: Was wusste die Staatssicherheit über Organisation, Ideologie und Strategie der RZ sowie über deren Mitglieder? Wie schätzte das MfS die vom Netzwerk ausgehenden Gefahren ein? Sah sie ein Risiko für die DDR?

  • Drittens: In welcher Hinsicht und mit welcher Intensität unterstützte die Staatssicherheit den „bewaffneten Kampf“ der RZ? Bot das MfS systematische oder „nur“ punktuelle Hilfe? Leistete es finanziellen oder materiellen Beistand? Erhielt der Geheimdienst eine Gegenleistung der RZ?

Diese Fragen geben die Struktur meiner Arbeit vor; sie umfasst sechs qualitativ idiographisch angelegte Schritte. Nach eingehenden methodischen Erläuterungen (II.) folgt eine kursorische Übersicht zur Linie XXII des MfS (III.). Von Interesse sind hier deren Genese, Aufgaben und – auf die RZ blickende – Strukturen. Sodann rücken die geheimdienstlichen Mittel und Methoden in den Fokus, mit denen insbesondere die Hauptabteilung (HA) XXII der Staatssicherheit Informationen zu dem linksterroristischen Netzwerk sammelte (IV.). Hierauf aufbauend lässt sich erläutern, zu welchen Erkenntnissen und Urteilen das MfS im Zuge des „Bearbeitens“ der „Zellen“ (nicht) gelangte (V.). Schließlich wird eine etwaige, unmittelbare Interaktion zwischen dem Geheimdienst und den RZ thematisiert: Gegenstand sind die Intensität der Relation sowie die sie – möglicherweise – bestimmenden Triebkräfte (VI.). Das letzte Kapitel (VII.) fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen.

II. Methodisches

Um sich einer Antwort auf die oben dargelegte (Kern-)Frage nähern zu können, sichtete der Autor im Dezember 2022 sowie im Frühjahr und -sommer 2023 mehr als 22.000 Seiten aus Akten diverser Organisationseinheiten des MfS, welche im Bundesarchiv – genauer: im dortigen Stasi Unterlagen-Archiv – auf Antrag zugänglich sind. Der Großteil der eingesehenen Dokumente der DDR-Geheimpolizei stammt aus dem Bestand der „Terrorabwehr“ der Stasi-Zentrale in Ost-Berlin, kleinere Teile unter anderem aus den Bezirksverwaltungen (BV) der Staatssicherheit in Berlin und Potsdam, der für Funkaufklärung wie -abwehr verantwortlichen HA III, dem Sekretariat des Mielke-Stellvertreters Gerhard Neiber und aus der Zentralen Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG).

Die Vollständigkeit der Akten im Stasi-Unterlagen-Archiv unterliegt Einschränkungen. Nicht alles, was das MfS tat, lässt sich entlang der Unterlagen nachvollziehen. Dies gilt auch und gerade für die HA XXII. Die Lücken lassen sich folgendermaßen begründen: Zum einen soll in der ostdeutschen „Terrorabwehr“ die Neigung bestanden haben, Entschlüsse wie das Unterstützen westdeutscher Linksterroristen nicht in allen Einzelheiten aktenkundig zu machen. Ausschlaggebend hierfür war weniger individuelle Nachlässigkeit, wie sie sich bisweilen in der Staatssicherheit zeigte.

Vielmehr resultierte der Hang zum selektiven Aktennachhalt offenbar aus der politischen Brisanz der eigenen Tätigkeit, welche die DDR bei Bekanntwerden international in Verruf hätte bringen können. Die Unvollständigkeit der Unterlagen der HA XXII ist zum anderen mit gewöhnlichen Aktenvernichtungen und der Friedlichen Revolution des Jahres 1989 verknüpft. Ende 1989 sowie Anfang 1990 kam es in der Staatssicherheit zum Vernichten von Akten – teils planmäßig zum Entlasten der eigenen Aktenmagazine, teils kurzfristig und in Eile, etwa zum „Schutz“ der operativen Arbeit. Der Bestand der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) ging größtenteils verloren. Für die Linie XX – zuständig unter anderem für das Beobachten der innerstaatlichen politischen Opposition – können gewichtige Einbußen nachgewiesen werden. Die HA XXII zerstörte ebenfalls Akten; Kenner der Materie beklagen einen signifikanten Verlust. Der genaue Umfang sowie die besonders betroffenen Arbeitsgebiete beziehungsweise Abteilungen liegen jedoch weiterhin im Dunkeln.

Aus den genannten Besonderheiten folgt: Das sich aus den Akten des MfS ergebende Bild muss anderen Quellen gegenübergestellt und eingeordnet werden – ein Schritt, der hier einesteils durch das Hinzuziehen von Selbstzeugnissen aus den Reihen der RZ, anderenteils durch den Abgleich mit der Forschungsliteratur sicherzustellen war. Eine pauschale pessimistische Position gegenüber dem Wahrheitsgehalt der in den Akten abgelegten Informationen ist dabei indes nicht angezeigt. Denn: Das MfS war bestrebt, eine weitgehend der Realität entsprechende Aktenlage zu gewährleisten. Es prüfte Informationen selbst kritisch, forcierte – um mit dem Historiker Roger Engelmann zu sprechen – „eine Art ‚Quellenkritik‘“. Mitarbeiter wurden ermahnt, Fakten weniger subjektiv darzustellen und pauschalisierende Schlüsse zu vermeiden.

Ein ähnlicher Fall ergibt sich aus den vom Autor gesichteten Akten: Zu dem wohl im Jahr 1988 oder wenig später erarbeiteten handschriftlichen Entwurf einer „Aktuelle[n] Einschätzung der ‚Revolutionären Zellen‘“ der „Terrorabwehr“ des MfS findet sich ein in grüner Farbe beschriebener Notizzettel für „Gen. [Reiner] Memmert“ – den Ende der 1980er-Jahre für die RZ zuständigen Auswerter des MfS. Unterzeichnet wurde der Zettel mit dem Kürzel „Pe“, welches der stellvertretende Leiter der Abteilung XXII/8, Hans Hermann Petzold, genutzt haben dürfte. Zu lesen ist auf dem Zettel ein knapper Appell: „das reale Ersch.-bild [Erscheinungsbild] und die wirklichen Kenntnisse darstellen, wie sie sind (nicht behaupten, sondern z.B. als ‚Einzelhinweise‘, ‚op-gesicherte Erk.‘ [operativ-gesicherte Erkenntnisse] u.ä.)“.

III. Struktur und Aufgaben der „Terrorabwehr“ des MfS

Die Vielzahl terroristischer Gewaltakte Anfang der 1970er-Jahre in Westdeutschland hatte nicht nur Folgen für die bundesrepublikanische Architektur aus Nachrichtendiensten und Polizeibehörden. Auch die DDR zog Konsequenzen mit Blick auf die staatliche Sicherheit. Schützen wollte sich das sozialistische Regime vor einem Übergreifen des Terrorismus auf das eigene Territorium und den daraus resultierenden Gefahren für innen- wie außenpolitische Interessen. Des Weiteren fürchtete das Einparteiensystem, der „Gegner“ in Westdeutschland könne das Bekämpfen terroristischer Akteure als Deckmantel für Aktivitäten zum Nachteil der politischen Agenda der DDR nutzen.

Im Ergebnis kam es zu einem neuerlichen Ausbau der Staatssicherheit: 1975 hob der Geheimdienst die Linie XXII aus der Taufe. Die Zentrale in Ost-Berlin erhielt die Abteilung XXII; deren Leitung oblag Harry Dahl, ab 1985 Horst Franz. Anfangs mit rund 100 Stellen bedacht, entwickelte sich die Abteilung bis Ende der 1980er-Jahre zu einer Einheit mit knapp 250 Mitarbeitern. Sie blieb vergleichsweise klein – die HV A etwa zählte 1989 circa 3.300 hauptamtliche Mitarbeiter. Gemeinsam mit der einstigen Arbeitsgruppe des Ministers/Sonderaufgaben, einer Formation aus Spezialkräften, ging die Abteilung XXII kurz vor der Friedlichen Revolution in der rund 900 Mitarbeiter fassenden HA XXII auf. Die „Terrorabwehr“ des MfS gliederte sich Ende der 1970er-Jahre in vier Unterabteilungen. Im Laufe des folgenden Jahrzehnts wuchs diese Struktur auf elf (Unter-)Abteilungen an.

Die Arbeit der Abteilung XXII beziehungsweise der HA XXII flankierten innerhalb der regional agierenden BV für Staatssicherheit sogenannte Arbeitsgruppen (AG) XXII. Solche – ab 1980/1981 aufgebauten – AG waren dem jeweiligen Leiter der BV unmittelbar unterstellt. Er bestimmte „Größe, Struktur und Ausgestaltung“. Im Jahr 1988 stützten sich die AG XXII auf insgesamt 69 Mitarbeiter. Die Aufgaben(-erfüllung) der Linie XXII definierte die Staatssicherheit mit zunehmender Detailtiefe. In den planerischen Grundlagen der Abteilung XXII für das Jahr 1978 war einesteils die Rede von einer „rechtzeitige[n] und umfassende[n] Aufklärung der gegen die DDR und ihre Einrichtungen im Ausland sowie die anderen sozialistischen Staaten gerichteten Pläne, Absichten und Maßnahmen terroristischer, anarchistischer und anderer extremistischer Gruppen und Kräfte“.

Anderenteils wurde das „Bearbeiten“ von Hinweisen verlangt, die auf „Terror- und ähnliche Gewaltverbrechen“ unter anderem zulasten der Luftfahrt oder Grenzen des ostdeutschen Staates hindeuteten. Auf derartigen Generalklauseln aufbauend, konzentrierte sich die Praxis der „Terrorabwehr“ während der späten 1970er-Jahre – sowie in nachfolgenden Jahren – keinesfalls nur auf Akteure, welche politische Positionen zuvorderst über Gewaltanwendung zu verwirklichen suchten. Sie widmete sich auch gewaltlos handelnden Zusammenschlüssen, deren Agenda die Sicherheit der DDR zu gefährden schien. Letzte subsumierte die Linie XXII unter den Begriff des Extremismus. Mithin sah die Abteilung XXII eine Zuständigkeit für ein breites Spektrum an politischen Gruppen und Organisationen als gegeben – darunter Teile des westdeutschen Neonationalsozialismus („Wehrsportgruppe Kühnen“, „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei/Aufbauorganisation“), Vertreter der in der Bundesrepublik aktiven K-Gruppen („Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten“, „Kommunistischer Bund Westdeutschlands“) und um Menschenrechte ringende Bürgerinitiativen (Brüsewitz-Zentrum).

Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre stärkte das MfS die Linie XXII entlang zweier grundlegender interner Vorschriften. Am 8. Dezember 1979 erließ der Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke, den Befehl Nr. 17/79 „zur Aufklärung, vorbeugenden Verhinderung und Bekämpfung subversiver Pläne, Absichten und Maßnahmen linksextremistischer und trotzkistischer Organisationen, Gruppen und Kräfte“. Im Frühjahr 1981 unterzeichnete er die Dienstanweisung Nr. 1/81 „zur Aufklärung, vorbeugenden Verhinderung, operativen Bearbeitung und Bekämpfung von Terror- und anderen operativ bedeutsamen Gewaltakten“. Dem Befehl Nr. 17/79 lassen sich vier nennenswerte Normen entnehmen:

  • Erstens: Er konstituierte die Pflicht aller operativ tätigen Diensteinheiten der Staatssicherheit, Maßnahmen gegen „provokatorische“ Akte und „infiltrierende“ Handlungen sowie gegen Strukturen, logistische Aktivitäten und propagandistische Tätigkeiten „linksextremistischer“ Akteure auf dem Boden der DDR zu ergreifen. Überdies sollten sie mitwirken an einem „Bekämpfen“ von DDR-Bürgern, welche „durch pseudorevolutionäre ‚Theorien‘ inspiriert werden“. Das Entstehen eines „politischen Untergrundes und dessen Wirksamwerden“ im ostdeutschen Staat sollten verhindert werden.

  • Zweitens: Der Befehl wies der Abteilung XXII eine federführende Rolle beim Wahrnehmen dieser Aufgaben zu – und griff damit einen Vorschlag der Linie XXII aus dem Jahr 1978 auf. Die Abteilung XXII musste nunmehr insbesondere den Überblick zu erlangten Erkenntnissen und laufenden Vorgängen gewährleisten, die sich auf „linksextremistische“ Personen, Gruppen und Organisationen bezogen.

  • Drittens: Das Profil der Linie XXII wurde von den Aufgabenfeldern anderer Linien abgegrenzt. So sollte die HV A für die „Aufklärung und das gezielte Eindringen in die linksextremistischen und trotzkistischen Zentren“ im Ausland verantwortlich zeichnen.

  • Viertens: Mit dem Befehl kodifizierte Mielke einen Leitungsvorbehalt mit Blick auf „offensive“ Maßnahmen von besonderer Tragweite, die auf „linksextremistische“ Strukturen zielten. Die Dienstanweisung Nr. 1/81 zementierte die zentrale Position der Abteilung XXII, schnitt diese jedoch im Kern auf die Abwehr von (angedrohten) Gewaltakten gegen die Interessen der DDR und anderer sozialistischer Länder zu, die im In- oder Ausland ihren Ursprung hatten. Fürderhin bot sie Vorgaben zur Arbeit der AG XXII in den BV für Staatssicherheit. Diese sollten sich „besonders bedeutsamer Operativer Vorgänge“ annehmen, die Lage im eigenen Zuständigkeitsbereich analysieren, Übersichten führen und die Abteilung XXII in Ost-Berlin informieren.

Die RZ – sowie andere linksterroristische Akteure aus der Bundesrepublik – fielen bis 1981 in das Portfolio der Abteilung XXII/1, anschließend in die Domäne der Abteilung XXII/8. Innerhalb der Abteilung XXII/8 klärte das Referat 1 die „Zellen“ auf; die Führung dieser Einheit hatte Eberhard Kind inne. Zeitweise bildeten die RZ dort gemeinsam mit der westdeutschen „autonomen“ Szene einen „operativen Schwerpunktbereich“ (SPB). Die beiden anderen SPB beruhten auf der aktiven RAF, ihrer Peripherie sowie auf ihren Aussteigern (OV „Stern II“). Während die zwei Schwerpunkte zur RAF sowie das „Bearbeiten“ der „Autonomen“ jeweils drei Mitarbeiter banden, entfiel auf die RZ ein Mitarbeiter – dieser leitete zugleich Kollegen in ihrer Tätigkeit zu den „Autonomen“ an.

Auszug aus der Stasi-Akte BArch_MfS_HA_XXII_19994_Bl._382 vom 7.12.1983 über Mitglieder "Revolutionärer Zellen". (© Stasiunterlagenarchiv im Bundesarchiv)

Ab 1988 erlangten die „Zellen“ im Referat 1 offenbar größeres Gewicht. Ein SPB erwuchs, der ausschließlich die RZ sowie die aus ihnen hervorgegangene „Rote Zora“ beleuchtete. Ihn trugen zwei Mitarbeiter: der stellvertretende Referatsleiter und Hauptmann Reiner Memmert sowie Leutnant Enno Klemm Lorenz. Deren Aufmerksamkeit richtete sich vor allem auf das Sammeln von Informationen, das Identifizieren von Entwicklungen und Mitgliedern sowie auf das Feststellen und Erfassen etwaiger Verbindungen in die DDR.

IV. Operatives „Bearbeiten“ der RZ durch das MfS

Interne Maßgaben des ostdeutschen Geheimdienstes zur „Aufklärung“ der RZ gestatteten einen „komplexe[n] Einsatz aller op. [operativen] und op.-techn. [operativ-technischen] Möglichkeiten des MfS“ – etwa der Fähigkeiten der HA III und der mit Postkontrolle betrauten Abteilung M. Die Linie XXII reizte den gewährten Spielraum bei der „Bearbeitung“ der „Zellen“ weitgehend aus: Sie bediente sich eines breiten Instrumentariums an Mitteln und Methoden. Es reichte von einer Durchsicht diverser, frei zugänglicher Periodika über das Sammeln von Erkenntnissen zu verdeckten wie offenen Maßnahmen westdeutscher Polizeien und Nachrichtendienste bis hin zum Gewinnen und „Abschöpfen“ einzelner IM. Was das Auswerten öffentlicher Quellen anbelangt, so begnügte sich die Linie XXII nicht mit der Lektüre der Jahresberichte des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und dem eigenständigen Sichten einschlägiger Ausschnitte größerer westdeutscher Zeitungen.

Informationen erlangte die Abteilung XXII auch aus Szeneblättern des bundesrepublikanischen Linksextremismus, wie zum Beispiel Interim, und aus (behördlichen) Publikationen im englischsprachigen Raum. Exemplarisch ist der Zugriff auf die der Öffentlichkeit übergebene Broschüre „Terrorist Group Profiles“ der US amerikanischen Ministerien für Äußeres und Verteidigung aus dem Jahr 1989 – diese bot einen konzisen Einblick in die Programmatik der RZ. Die „Terrorabwehr“ bezog ferner jene Medienschau, welche die Abteilung Agitation des MfS in einem 15-tägigen Rhythmus verschickte. Aus diesen Zusammenstellungen ließen sich Einzelheiten zu prägenden und weniger bedeutsamen Ereignissen in der Geschichte der RZ entnehmen, darunter das Verteilen gefälschter Fahrkarten des Nahverkehrs in West Berlin, das Entführen einer Passagiermaschine nach Entebbe, das Gerichtsverfahren gegen die RZ Mitglieder Gerhard Albartus und Enno Schwall sowie der Mord am hessischen Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry.

Größere Mengen an Daten mit thematischen Bezügen zu den RZ erhielt die Linie XXII von der HA III. Die mitunter ausgesprochen inhaltsreichen Schreiben der Linie III ließen Rückschlüsse auf das Vorgehen und den Kenntnisstand der Sicherheitsbehörden in Westdeutschland zu. Daraus erfuhr die „Terrorabwehr“, was der „Gegner“ wusste. Dazu zwei Beispiele: 1978 dokumentierte die HA III ein an Algerien, Griechenland, Libyen, Marokko und Tunesien adressiertes Fahndungsersuchen der Interpol-Dienststelle in Wiesbaden zu drei Angehörigen der „Zellen“: Sabine Eckle, Christian Gauger und Rudolf Schindler. Dem vorangegangen war, so die Meldung im Weiteren, das Abtauchen dieser Personen in die Illegalität als Folge einer bemerkten Observation. Zusätzlich notierte die HA III: Eckle, Gauger und Schindler sowie Sonja Suder „werden durch den Gegner dem […] ‚harten Kern‘ der ‚Revolutionären Zelle‘ Frankfurt/Main zugerechnet.“ Es folgen Angaben zu den Funktionen innerhalb der RZ, die bundesrepublikanische Behörden den vier Aktivisten zuschrieben. 1986 verfasste die Linie III, ausgehend von einer abgefangenen Kommunikation zwischen dem BfV und dem Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in West-Berlin, eine Information der Kategorie A. Darin heißt es: Laut Schlussfolgerungen des LfV „existieren zur Zeit [sic] in Westberlin maximal noch zwei, mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar bloß noch eine RZ, die jedoch allgemein als total inaktiv eingeschätzt werden.“

Eine weitere, der „Terrorabwehr“ zuliefernde Stelle war die HV A. Entweder bat die Abteilung XXII die Auslandsspionage um ein Tätigwerden, so im Falle einer Kontaktperson Enno Schwalls – oder die HV A übermittelte von sich aus Informationen an die Linie XXII. Ob ihres sensiblen Inhalts und des schieren Umfangs nennenswert ist eine für den Leiter der Abteilung XXII bestimmte Nachricht der HV A vom September 1988: Ihr beigefügt ist ein 63-seitiger, mit den Klauseln „streng geheim“ und „Quellenschutz“ versehener Bericht vom März 1988 über die RZ und die westdeutschen „Autonomen“, der offensichtlich von einer bundesrepublikanischen Sicherheitsbehörde – wohl vom Verfassungsschutz – erarbeitet worden war.

Mit den „Bruderorganen“ sozialistischer Staaten pflegte die Abteilung XXII einen regen und intensiven Austausch zum OV „Separat“, nicht jedoch zu den RZ. Mehrfach sah sie das Netzwerk als Randthema für Gespräche vor, etwa in der Kooperation mit der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik (ČSSR) und Ungarn. In den Treffen selbst kam es jedoch nicht zur Sprache. Mitte 1989 beabsichtigte die Staatssicherheit, die ČSSR im bilateralen Dialog (auch) um Erkenntnisse zu einzelnen RZ Mitgliedern wie Thomas Kram und Adrienne Gerhäuser zu bitten. Ob dies geschah, lässt sich den Akten nicht entnehmen.

Trotz aller in den eigenen Unterlagen festgehaltenen operativen Fallstricke und Risiken – die Konspiration terroristischer Gruppen, das mögliche Durchdringen dieser Akteure im Zuge der „Operationen“ westlicher Nachrichtendienste sowie das Einbeziehen von IM in Aktivitäten gegen die DDR – schrieb das MfS menschlichen Quellen in der „Terrorbekämpfung“ eine herausragende Rolle zu. Anfang 1983 machte Gerhard Neiber auf einer Dienstkonferenz deutlich: Die Aufgabe der Linie XXII sei „Suche nach dem Feind […] und […] über den Weg des zielgerichteten Einsatzes der IM […] und der Nutzung aller weiteren […] politisch operativen Mittel“ zu lösen. Ganz im Sinne dieser Vorgabe verfügte das MfS über „inoffizielle“ Zugänge zu den „Zellen“. Anders gesagt: Es konnte Personen für eine Zusammenarbeit gewinnen, die sich im inneren Bereich oder im weiteren Umfeld der RZ bewegten. Das Führen dieser Quellen übernahm beziehungsweise übernahmen die Linie XXII und/oder die HV A.

Während der 1970er-Jahre blieb das Rekrutieren von IM mit ergiebigen Einblicken in die RZ augenscheinlich ohne größeren Erfolg. Bereits im Jahr 1975 geriet eine Person in den Fokus der Auslandsspionage des ostdeutschen Geheimdiensts, die zur Gründergeneration der ab 1973 aktiven RZ zählte: der 1941 in Kurow geborene und an der Frankfurter Universität als wissenschaftliche Hilfskraft tätige Diplom-Psychologe Christian Gauger. Gaugers Mitgliedschaft in den „Zellen“ war der Staatssicherheit zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Mit Blick auf die operativen Interessen der HV A notierte ein Mitarbeiter zu Gauger Folgendes handschriftlich in den Akten: „Die operative Bedeutung […] liegt in seiner Zugehörigkeit zur untersten Stufe des Lehrkörpers […] [der Bundesrepublik] und zweifello[s] vorhandenen operativ interessanten Verbindungen (Mitglied des RK = revolutionäres Komitee […])“.

Die Auslandsspionage versah Gauger mit dem Decknamen „Karl“; im März 1975 sprach sie ihn während der Frühjahrsmesse in Leipzig unter Legende an. Gauger bezweifelte die Fassade, das MfS gab sich dennoch nicht zu erkennen. Im Laufe der Unterredung machte Gauger keinen Hehl aus seiner linksextremistischen Position und der Sympathie für gewaltsame Taten. Er soll bekundet haben, auch das MfS als Gesprächspartner akzeptieren zu wollen. Nach dem Treffen kam die HV A zu dem Schluss, Gauger könne „als Werber eingesetzt werden“ – als Mittler, der Kontakt aufnimmt zu anderen Personen und diese für eine Kooperation mit dem MfS gewinnt. Da er einen Anschlusstermin mit der Auslandsspionage nicht wahrnahm, veranlasste die Staatssicherheit Mitte April 1975 ein Archivieren des Vorgangs.

Erst in den 1980er-Jahren baute die Staatssicherheit vor allem sogenannte Inoffizielle Mitarbeiter mit Feindberührung (IMB) auf, die detailliert über die RZ, einzelne Mitglieder und über die Perzeption des Netzwerks im westdeutschen Linksextremismus zu berichten vermochten. Unter die Kategorie des IMB fasste der ostdeutsche Geheimdienst hochwertige Quellen, welche unmittelbar in Verbindung zu Aufklärungszielen des ostdeutschen Geheimdienstes standen. Informationen über die RZ lieferten wiederholt die IMB „Peter Lange“, „Petra Lange“, „Beate Schäfer“ und „Jürgen Bade“/„Franz Baade“. „Peter Lange“ und „Petra Lange“ bildeten über Jahre hinweg einen zentralen Baustein in der gegen das Netzwerk gerichteten operativen Tätigkeit des MfS. „Peter Lange“ gehörte wohl, neben Wilfried Böse, Brigitte Kuhlmann und Hans Joachim Klein, zur Gründergeneration der „Zellen“. Etwaige IM-Akten zu beiden Quellen fehlen, ebenso Verpflichtungen und handschriftliche Vermerke. Die – von Helmut Voigt geführten – IMB „Peter Lange“ und „Petra Lange“ berichteten der „Terrorabwehr“ des MfS zu der RZ Mitgliedschaft Gerhard Albartus‘, der Position der „Zellen“ gegenüber der OIR, dem Ausstieg Gerd-Hinrich Schnepels aus dem Terrorismus sowie zu dessen Leben in Nicaragua und Rückkehr nach Westdeutschland.

Unter dem Namen „Beate Schäfer“ führte das MfS – die Linie XXII sowie die HV A – die im Jahre 1987 verstorbene Grünen-Politikerin und Europaparlaments-Abgeordnete Brigitte Heinrich. Der Kontakt zu ihr verlief bisweilen über ihren Lebensgefährten, den ehemaligen RAF Anwalt Klaus Croissant. Er arbeitete als IMB „Taler“ für die Abt. XXII. Heinrich bot der „Terrorabwehr“ Informationen zu mehreren tatsächlichen oder mutmaßlichen Mitgliedern der RZ, unter ihnen Sabine Eckle, Rudolf Raabe und Gerhard Albartus. Ferner machte sie Angaben, denen zufolge die Täter des Mordes an Karry in den Reihen der RZ zu suchen seien. Der IMB „Jürgen Bade“ – ab November 1985 trug er den Namen „Franz Baade“ – bewegte sich in der „autonomen“ und Hausbesetzer-Szene der Bundesrepublik, welche die RZ im Laufe der 1980er-Jahre als „revolutionäres Subjekt“ zu mobilisieren versuchten. Im Jahr 1988 löste er sich aus der Kooperation mit der Abteilung XXII. Zuvor hatte er der „Terrorabwehr“ linksextremistische Reaktionen auf die Gewalt der „Zellen“ dargelegt und ideologische Standpunkte des Netzwerks erläutert.

In den Selbstzeugnissen Magdalena Kopps und Thomas Krams findet sich die Annahme, die OIR habe Gerhard Albartus Ende der 1980er-Jahre aufgrund seines Rufs als „Spitzel“ der Staatssicherheit ermordet. Dass Albartus ein genuiner Zuträger des MfS war, lässt sich den einsehbaren Akten des ostdeutschen Geheimdienstes nicht entnehmen. Albartus pflegte Beziehungen zur „Carlos“-Gruppe. In einem „Maßnahmeplan“ der Abteilung XXII/8 aus dem März 1982, der das aus dem OV „Separat“ resultierende „Bearbeiten“ seines Falles skizzierte, finden sich keine Hinweise zu einem (möglichen) Einsatz als IM. Gleiches gilt für ein internes Papier unter anderem zu dem Vorwurf der „Carlos“-Gruppe, das MfS wolle „Mitglieder […] als Agenten […] werben.“ Zwar unternahm Albartus anlässlich seiner Zusammentreffen mit der OIR Reisen in oder über die DDR und führte dabei Gespräche mit der „Terrorabwehr“. Diese blieben aber oberflächlich und sollten in erster Linie – wie unten gezeigt werden wird – Komplikationen im Reiseverlauf vermeiden.

Die „Terrorabwehr“ konservierte erlangte Daten sowie die darauf aufbauenden Urteile zu den RZ in Dutzenden Akten, deren innere wie äußere Systematik sich oftmals nicht (sogleich) erschließt. Wohl erst ab Mitte der 1980er nutzte die Abteilung XXII in Ost-Berlin eine „Feindobjektakte“ (FOA) für das Netzwerk. Derartige FOA dienten als zentrale Ablage für Informationen zu „Objekten“ außerhalb der Grenzen der DDR und erforderten ein förmliches Registrieren in der „Zentrale Auskunft, Speicher“ (Abteilung XII).

V. Kenntnisstand und Einschätzungen des MfS zu den RZ

Das Bild der Staatssicherheit zu den RZ verfeinerte sich graduell. Im Oktober 1978 legte die Abteilung XXII Ergebnisse aus der Aktion „Express“ vor, mit der sie das personelle Reservoir des westdeutschen Linksterrorismus und dessen Bezüge zur DDR umfassend zu ermitteln versucht hatte. Die „Terrorabwehr“ bedachte die RZ darin mit einer kursorischen Passage: Sie zählten zu den „stabilsten […] und damit zugleich bekanntesten“ Akteuren des gewaltbereiten Linksextremismus der Bundesrepublik. Bekannt geworden seien sie durch die „Täter“ Klaus Croissant, Siegfried Haag und Johannes Roos. Den ersten Sachstandsbericht zum Netzwerk stellte die Auswertungs- und Kontrollgruppe (AKG) der Abteilung XXII Anfang 1979 fertig. Hinter den RZ, so die AKG, verbergen sich kleinere, seit 1973 aktive „Gruppierungen von je drei bis vier Personen, die untereinander in lockerer Verbindung stehen und bisher […] mit Sprengstoff- und Brandanschlägen hervorgetreten sind.“

Weiterführend unterstrich der Bericht die jeweilige Interaktion zwischen dem Netzwerk und der „Popular Front for the Liberation of Palestine“ (PFLP), den italienischen „Roten Brigaden“ und der RAF. Aktionsschwerpunkte der „Zellen“ lägen vor allem im Rhein Main Gebiet und in West-Berlin. Abschließend referierte die AKG Angaben westdeutscher Sicherheitsbehörden zu den Aufgaben einzelner Mitglieder innerhalb der RZ: Sonja Suder übe „eine diktatorische Rolle bei der Auswahl“ neuer Aktivisten aus, Sabine Eckle lege Sprengstoffdepots an und Rudolf Schindler bilde im Umgang mit Explosivmitteln aus.

Mitunter erheblich im Widerspruch zu dieser Berichtslage stehen einzelne Dokumente, welche Anfang der 1980er-Jahre entstanden. Das „streng geheime“, vermutlich 1980 oder wenig später zusammengestellte „Nachschlagewerk“ zu ausländischen „Extremisten- und Terrororganisationen“ datiert das Entstehen der RZ auf das Jahr 1970 und ordnet sie als „Zelle der RAF“ ein. Ein anderes Papier aus Januar 1980 – dieses stammt aus der Feder der für Spionageabwehr verantwortlichen HA II – sieht die Ursprünge des Netzwerks im Jahr 1975. Als mutmaßliche Gründer nennt es die RAF-Anwälte Siegfried Haag und Jörg Lang: Mit den RZ hätten beide eine neue Form der RAF schaffen wollen. Teil des Vorgehens der „Zellen“ wäre ein „Ausweichen ins Ausland […]. Von dort stoßen sie dann überfallartig vor und ziehen sich wieder zurück.“

Retrospektiv stellen sich diese initialen Urteile allenfalls punktuell als zutreffend dar. Die RZ konstituierten tatsächlich ein zelluläres Geflecht aus einzelnen, selbstständig agierenden Zirkeln, die auf Grundlage gemeinsamer ideologischer wie strategischer Paradigmen – mal mehr, mal weniger – miteinander vernetzt waren. Selbstzeugnisse aus ihren Reihen untermauern dies. Plausibel sind überdies die RZ Mitgliedschaft Johannes Roos‘ sowie die Hinweise auf grenzübergreifende Präsenz und Kooperation: Mitte der 1970er-Jahre existierte eine international aktive „Zelle“ um Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann, die im Ausland eng mit der PFLP Splittergruppe unter Wadi Haddad kooperierte. Sie beteiligte sich unter anderem an dem Überfall auf die Konferenz erdölexportierender Staaten Ende 1975 in Wien und an der erwähnten Geiselnahme im ugandischen Entebbe.

Andere Inhalte der dargelegten Berichte des MfS erweisen sich dagegen als fehlerbehaftet. Weder gründeten sich die RZ im Jahr 1970 beziehungsweise 1975 – noch traten sie als Unter- oder Nachfolgegruppe der RAF auf. Ihre ersten Anschläge verübten sie im November 1973. Die Advokaten Croissant, Haag und Lang spielten innerhalb des Netzwerks keine Rolle. Croissant und Lang schufen in den 1970er-Jahren Strukturen, welche zu einem Personalreservoir der RAF avancierten. Haag lenkte ab 1975 eine Gruppe aus der zweiten RAF-Generation: die „Haag Mayer Bande“. Dass die Staatssicherheit das Entstehen der „Zellen“ nicht korrekt rekonstruierte, bleibt überraschend. Denn sie legte in ihren Akten Protokolle aus den Zeugenvernehmungen zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und dem RAF Mitglied Gerhard Müller ab – jene Protokolle, mit denen der Hamburger Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar im Jahr 2006 die Genese der RZ erhellen sollte. Die Niederschriften des BKA belegen die Aktivitäten des RZ Gründers Wilfried Böse als Unterstützer der RAF sowie dessen frühen Wunsch nach einer eigenen „Stadtguerilla“.

1983 zog die Linie XXII mit Blick auf die „Zellen“ – wohl eher triumphierend als ernüchtert – den Schluss: „Verfassungsschutz verfügt (ebenso wie wir) nur über wenig Informationen zu diesen“. In den Jahren danach verbesserte sich der Kenntnisstand. Die Abteilung XXII gelangte zu Lageberichten, welche – im Vergleich zu vorangegangenen Produkten – weitaus punktgenauer und widerspruchsfreier wirken. Zu Aufbau und Fähigkeiten der RZ hielt die „Terrorabwehr“ fest: Die einzelnen „Zellen“ bestünden aus drei bis fünf Personen, die auf (längere) persönliche Bekanntschaften oder Liebesbeziehungen zurückblicken könnten. Ein Rekrutieren neuer Mitglieder nehme das Netzwerk mit Bedacht vor. Das verdeckte „Eindringen in die Strukturen der ‚Revolutionären Zellen‘ [erscheint] fast unmöglich“; westlichen Sicherheitsbehörden sei dies jedenfalls nicht gelungen. Besonders präsent wären die RZ in Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und in West-Berlin. Logistische Hilfe, so vermutete die Abteilung XXII, erhielt das Netzwerk zeitweise von der „Carlos“ Gruppe.

Die ideologische Agenda des Netzwerks beschrieb der ostdeutsche Geheimdienst floskelhaft als „pseudorevolutionär“ sowie als Ausdruck „spontane[r] Tendenzen […] und teilweise antikommunistische[r] Auffassungen“.

Fahndungsfotos der Polizei aus dem Jahr 1978 von (oben l-r) Sonja Suder, Christian Gauger, (unten l-r) Rudolf Schindler und Sabine Eckle. Gegen die vier damals flüchtigen Mitglieder der Revolutionären Zellen hatte die Bundesanwaltschaft Haftbefehl wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und anderer Delikte erlassen. (© picture-alliance/dpa, dpa-Handout)

Hinsichtlich des strategischen Vorgehens der „Zellen“ konstatierte die „Terrorabwehr“ im Oktober 1986, das Netzwerk habe sich Mitte der 1970er-Jahre in ein nationales und in ein internationales Lager aufgespalten. Die nationale Linie um Eckle, Gauger, Schindler und Suder hätte dem „Kampf“ in Westdeutschland den Vorrang eingeräumt und sich unter dem Titel „Die andere Fraktion“ zusammengeschlossen. Grenzübergreifendes Auftreten befürworteten dagegen unter anderen Magdalena Kopp und Johannes Weinrich – beide wären schließlich zur OIR gegangen. Von schockierenden Angriffen mit hoher Opferzahl sähen die „Zellen“ ab.

Ende der 1980er Jahre notierte das MfS: Gegenwärtig seien die Mitglieder der RZ Aktionen gegen „imperialistische“ Regierungen verpflichtet und um ein Radikalisieren des westdeutschen Linksextremismus bemüht. Zugleich würden sie „bestimmte soziale Bewegungen […] unterstützen (z.B. An[ti] AKW Bewegung, Solidarität mit der 3. Welt, gegen Gen Technologien)“. Ihre Taten inspirierten „Resonanzgruppen“; diese würden das Tatmuster des Netzwerks kopieren. Und weiter: Die Aktivisten des Netzwerkes zögen es vor, ihre legale Existenz mit terroristischen Aktivitäten zu verknüpfen.

Ab 1988 sah die Linie XXII die RZ in einer Schwächephase. Deren Aktivitäten seien rückläufig. Zunächst begründete die Staatssicherheit diesen Einbruch mit der Aktion „Zobel“, welche die bundesdeutsche Polizei im Dezember 1987 gegen die „Zellen“ unternommen hatte. Der Gegner, vermerkte ein Mitarbeiter der „Terrorabwehr“, konnte „einzelne nach dem ‚RZ‘-Prinzip arbeitende Gruppen […] zerschlagen.“ Später führte sie „Fragen der Perspektivlosigkeit“ und mangelnde Hilfe für ihre Programmatik als Ursachen an. Diese Urteile speisten sich offenbar aus den Informationen eigener IM sowie aus den Hinweisen auskunftsfähiger Quellen der HV A, die die Abteilung XXII im September 1988 zusammenfasste. Das entsprechende Dokument hält fest: Die RZ gingen von einer limitierten Handlungsfähigkeit aus – und zwar infolge der Aktion „Zobel“. Ihr Augenmerk läge auf dem Abwenden weiterer Festnahmen und dem Aufrechterhalten der Sicherheit des Netzwerks. Angestrebte Taten ließen sich aus Sicht der „Zellen“ entweder gar nicht oder lediglich mit reduziertem Umfang realisieren. Sie hätten die Maßgabe ausgegeben, möglichst „dezentrale Aktionen im gesamten Bundesgebiet“ vorzunehmen.

Zentrale Teile der Sachstandsvermerke des ostdeutschen Geheimdiensts aus den 1980er-Jahren stimmen mit den Erinnerungen einstiger Aktivisten des Netzwerkes überein. Nach der Geiselnahme 1976 in Entebbe, die im Tod Wilfried Böses und Brigitte Kuhlmanns mündete, sei es zu veritablen Friktionen zwischen einer Gruppe aus „Hardlinern“ und „Der anderen Fraktion“ gekommen. Erste habe die bisherige Agenda mit ihrer internationalen Komponente fortsetzen wollen. Letzte wäre für einen Abbruch grenzübergreifender Beziehungen und den „bewaffneten Kampf“ entlang der Gegebenheiten in Westdeutschland eingetreten. Johannes Weinrich und Magdalena Kopp, dies bestätigten Thomas Kram und Gerd-Hinrich Schnepel in Interviews, schlossen sich in den Jahren danach der OIR an. Der Übertritt sei indes keine unmittelbare Konsequenz des internen Zerwürfnisses gewesen. Tatsächlich soll die „Carlos“-Gruppe die Logistik der RZ gestärkt haben.

Die grundsätzlich auf Personenschaden verzichtende Strategie des Netzwerkes im Inland beschrieben RZ-Papiere als ein Anknüpfen an gesellschaftliche Konflikte: „Da, wo es Kämpfe gibt, verhalten wir uns dazu.“ Daneben unterstrich die Propaganda, das Abtauchen in die Illegalität bleibe für die Angehörigen der einzelnen Gruppen eine Ultima Ratio. Anfang der 2000er-Jahre bestätigte das justizielle Aufarbeiten der Straftaten West-Berliner RZ diese Praxis. Über die gleichermaßen vom BfV identifizierten „Resonanzgruppen“ beklagten sich im Jahr 2022 ehemalige Mitglieder der „Zellen“ in der Rückschau. So habe es „zum Teil wirklich hahnebüchene [sic] Anschläge von Gruppen [gegeben], die sich RZ nannten.“

Im Abgleich mit Quellen aus den Reihen der RZ erweisen sich ferner die Erkenntnisse der Linie XXII zur Schwäche des Netzwerks Ende der 1980er-Jahre als präzise. Laut vormaliger Aktivisten blieb eine systematische Kampagne nach der Aktion „Zobel“ aus. Zwar hätten Pläne existiert; adäquate Lösungen wären aber nicht greifbar gewesen. „Kleinmütiges und Katerstimmung“ sollen dominiert haben. Wie sich aus einem anderen Selbstzeugnis ergibt, mussten die RZ eine für Sommer 1988 vorgesehene Aktionsreihe gegen den Internationalen Währungsfonds zugunsten drängender interner Probleme zurückstellen: „Unsere ganze Kraft wurde gebraucht, um die vorhandenen Löcher zu stopfen, um die Versorgung der Illegalisierten sicherzustellen und […] zu schauen, wie groß ist überhaupt das Ausmaß der Sicherheitsprobleme.“ Später paarte sich dies offenbar mit Kontroversen um neue ideologische Positionen und das weitere Vorgehen.

Den personellen Unterbau der „Zellen“ – Mitte der 1980er-Jahre gingen westdeutsche Sicherheitsbehörden von 50 bis 80 RZ-Aktivisten aus – deckte das MfS wohl nicht vollständig auf. Indizes und andere Listen sowie Erfassungsbelege und Mitgliederdossiers in den Beständen des Stasi Unterlagen-Archivs lassen den Schluss zu: Der „Terrorabwehr“ waren deutlich mehr als 25 mutmaßliche oder tatsächliche Aktivisten des Netzwerks namentlich bekannt. Dieses Wissen entsprang einesteils Informationen zu medienwirksamen Aktionen der „Zellen“ (etwa der Geiselnahme in Entebbe) sowie Details aus größeren sicherheitsbehördlichen Maßnahmen in Westdeutschland, darunter die genannten Fahndungen des Jahres 1978 und die Aktion „Zobel“. Anderenteils erlangte das MfS Erkenntnisse zu Angehörigen der „Zellen“ infolge des zeitweise lückenlosen Überwachens der OIR. Wenig bieten die einsehbaren Akten der „Terrorabwehr“ demgegenüber zu einzelnen regionalen Strukturen der 1980er-Jahre: Wer inhaltsreiche Unterlagen zu den ausgesprochen aktiven Akteuren der RZ in West-Berlin sucht, wird enttäuscht. Lothar Ebke, einer der Angehörigen der Berliner „Zellen“, erfasste das MfS 1982 als Kontaktperson Gerhard Albartus‘. Von einem weiteren Nachforschen zu seiner Person sah die Linie XXII jedoch augenscheinlich ab.

Die vom Netzwerk ausgehenden Gefahren für die DDR stellten sich in der Perzeption des MfS als geringfügig dar. Im Jahr 1986 fehlten Belege für Aktivitäten, welche mit den Interessen des ostdeutschen Staates hätten kollidieren können. Die Staatssicherheit notierte: „Laut inoffiziellen Hinweisen beziehen die ‚RZ‘ gegenüber der DDR eine loyale Haltung und ordnen die sozialistischen Staaten als strategisches Hinterland ein.“ Jahre später formulierte die Abteilung XXII das Urteil, „aufgrund der überwiegend antiimperialistischen Grundausrichtung“ der „Zellen“ sei ein „feindliches“ Agieren „nur bedingt“ zu erwarten. Einer Übersicht der „Terrorabwehr“ für das Jahr 1988 war Entwarnendes zu entnehmen. Weder sei das Netzwerk mit „subversiven“ Aktionen zulasten der DDR aufgefallen noch „missbrauche“ es deren Staatsgebiet für terroristische Kampagnen.

Kontrolle und Gefälligkeit. Stasi-Akte vom 14.3.1985. BArch_MfS_HA XXII_19995_Bl. 94.pdf (© Stasiunterlagenarchiv im Bundesarchiv)

VI. Hilfen des MfS für die RZ

Der erhalten gebliebene Aktenbestand der Linie XXII fasst kursorische Informationen zu Hilfen des MfS für die RZ. Einen ausgedehnten Beistand – wie er sich in den Fällen der B2J und der RAF ergeben hatte – gewährte die Staatssicherheit dem Netzwerk augenscheinlich nicht. Nachweisbar ist ein niedrigschwelliges Unterstützen zwischen den Jahren 1979 und 1985, das offenbar keine greifbaren Gegenleistungen der RZ hervorrief. Die Staatssicherheit gestattete einer Handvoll Aktivisten der „Zellen“, ihre Kontakte zur OIR auf dem Boden der DDR und in Ungarn zu pflegen. Sie wusste, dass die entsprechenden Reisen wiederholt mit gefälschten Identitätsdokumenten erfolgten und derartige Taten die Merkmale des § 213 Absatz 3 Ziffer 4 des Strafgesetzbuchs der DDR zu erfüllen vermochten.

Die von der „Terrorabwehr“ geduldeten Beziehungen zur „Carlos“ Gruppe folgten nicht nur persönlichen Motiven einzelner RZ Aktivisten. Sie waren auch Ausfluss handfester Interessen innerhalb der RZ, befriedigten gewissermaßen praktische Bedürfnisse. Abgesehen von logistischen Vorteilen versprach der Kanal zur OIR „Rückzugsmöglichkeiten“ bei drohenden Festnahmen in Westdeutschland.

Besonders plastisch wird die begrenzte Rückendeckung der Staatssicherheit in den Materialien zu Gerhard Albartus, der sich in den 1980er-Jahren einer RZ in West Berlin anschloss. Die Abteilung XXII fertigte Notizen zu persönlichen und telefonischen Gesprächen, welche sie mit ihm im Zuge seiner Reisen führte. Am 12. Dezember 1981 gingen zwei Mitarbeiter der „Terrorabwehr“ – Wilhelm Borostowski und Helmut Voigt – am Flughafen Berlin Schönefeld auf Albartus zu. Sie schlugen vor, ihn zum Grenzübergang an der Friedrichstraße zu fahren. Nach anfänglichem Zögern akzeptierte er die Offerte. Während der Fahrt bat Albartus einerseits darum, sein Flugticket entgegenzunehmen – das Dokument war auf seine falsche Identität ausgestellt worden. Dies, erklärte er, erspare ihm ein Vernichten des Papiers. Andererseits äußerte Albartus einen pikanten Wunsch:

„‚Kai‘ [Gerhard Albartus] stellte […] die Frage, ob Unterzeichner [Helmut Voigt] von einer Liste Kenntnis habe, in der 13 Namen erfasst wären, die im Zusammenhang mit seiner Person durch den Verfassungsschutz in der BRD unter verstärkter Observation stünden. Ihm seien dazu […] nur acht Namen bekannt und es wäre für ihn sehr wichtig, auch noch die restlichen fünf Namen zu erfahren. Er wollte wissen, ob ihm diese Namen übergeben werden könnten.“

Mehrfach sollen die Mitarbeiter der Abteilung XXII dies abgelehnt haben; Albartus ließ daher von seiner Bitte ab. Der Austausch berührte eine Reihe weiterer Themen, so den Besuch des westdeutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt in der DDR. Die Fahrt endete nahe der Staatsbibliothek in Ost-Berlin. Weitere Vermerke der Linie XXII skizzieren die Inhalte telefonischer Kontaktaufnahmen im Jahr 1985. Mitte Februar 1985 informierte Albartus die Staatssicherheit zu seinen Flügen zwischen der DDR und der Ungarischen Volksrepublik. Er erbat ein Transitvisum für die Rückreise und äußerte „seine Zufriedenheit über […] die ihm […] durch uns [das MfS] erteilte Unterstützung“.

Dieser Ablauf wiederholte sich in einem Telefonat am 12. März 1985:

„Er [Gerhard Albartus] bat darum, ihm die Grenzpassage über Flughafen Berlin-Schönefeld zu gestatten und zu veranlassen, dass ihm keine Sichtvermerke in seine Reisepapiere eingetragen werden. Gleichzeitig kündigte er seine Rückreise aus Budapest für den 13.3.1985 an und bat auch dafür um die Einleitung entsprechender Maßnahmen. Ihm wurde die Zusage dazu gegeben.“

Wenige Monate später rückte die Linie XXII von ihrer wohlwollenden Position zu derartigen Reisen ab. Hintergrund war der Wandel im Verhältnis zur OIR. Die Hilfen für die „Carlos“-Gruppe gerieten zusehends zu einem politischen Risiko, hatte doch das LfV in West-Berlin einen zutreffenden Hinweis zum Aufenthalt Johannes Weinrichs im April 1984 in der DDR erhalten. Darüber hinaus scheiterten Versuche der „Terrorabwehr“, die OIR in ihrem Sinne zu „disziplinieren“. Ende 1985 verhängte der ostdeutsche Staat Einreisesperren gegen sämtliche Mitglieder und Unterstützer des Zirkels um „Carlos“. Hiervon erfuhr Gerhard Albartus, als er am 11. November 1985 über den Bahnhof Friedrichstraße in die DDR zu gelangen versuchte. Die Grenzbeamten wiesen ihn ab. In West-Berlin rief Albartus Wilhelm Borostowski an und erkundigte sich nach den Ursachen für die Maßnahme. Verärgert über die Kontaktaufnahme aus dem Ausland, verwies Borostowski auf die eingeleiteten Sperren, deren Dauer nicht bestimmt sei. Danach endete das Gespräch. Wie einstige RZ-Mitglieder nahelegten, führte die „Terrorabwehr“ ihre Hilfe für das Netzwerk auf anderem Wege fort. Wohl ab 1984 intensivierte das BKA seine Ermittlungstätigkeit gegen die „Zellen“. Über einen Abgleich der Bombenkomponenten aus Dutzenden Anschlägen der RZ zeigte sich: Die Aktivisten nutzten bevorzugt einen Wecker, der den Namen „Emes Sonochron“ trug. Das BKA kaufte die letzten Chargen auf und versah Ziffernblatt, Uhrwerk und Verpackung jeweils mit einer mehrstelligen Nummer. Die bearbeiteten Wecker boten sodann ausgewählte Läden zum Verkauf an. Per Video und Observation überwachte die Polizei die Geschäfte. Hierdurch sammelte sie Daten, welche Grundlagen für die Aktion „Zobel“ zwischen dem 18. und 21. Dezember 1987 schufen.

In diesem Zeitraum durchsuchten Polizeibeamte in mehreren westdeutschen Städten Wohnungen und Arbeitsräume. Überdies kam es zu Festnahmen – die Polizei arretierte unter anderen Ursula Penselin und Ingrid Strobl. Die Maßnahme kulminierte jedoch nur in einem begrenzten Erfolg: Mehrere Personen, unter ihnen die RZ Mitglieder Thomas Kram und Adrienne Gerhäuser, kamen einer Verhaftung durch das Abtauchen in die Illegalität zuvor. Sie hatten ein warnendes Signal erhalten – und zwar, so schrieben ehemalige Aktivisten des Netzwerks im Jahr 2001, „aus dem Reich der Stasi, mit der niemand je gerechnet hätte“.

Martin Tuffner, seinerzeit in dem für Terrorismus zuständigen Bereich des BKA eingesetzt, stützte diese Argumentation 2019 über ein Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Dem MfS wäre es gelungen, „Funkfernschreiben mit den Namen der Verdächtigen“ aus der Aktion „Zobel“ abzufangen und zu decodieren. Und weiter: „In der Nacht vor dem Zugriff hat ein Stasi-Mitarbeiter anonym mehrere RZ-Mitglieder angerufen.“

Diese Aussagen decken sich nur in Teilen mit den Akten im Stasi Unterlagen-Archiv. Die Funkaufklärung/-abwehr des ostdeutschen Geheimdienstes erlangte augenscheinlich Anfang Dezember 1987 Informationen zu Vorarbeiten für eine größere Aktion der westdeutschen Polizei. Zu diesen verfasste sie am 12. Dezember 1987 ein Schreiben der Kategorie A; eine zweite A-Meldung setzte sie am 17. Dezember 1987 ab. Am 20. Dezember 1987 unterrichtete die Linie III mit einer G-Information (Aktenzeichen: G/042697) über die angelaufene Aktion „Zobel“. Darin notierte sie, sowohl die HV A als auch die HA II seien vorab zu den Inhalten des Dokuments in Kenntnis gesetzt worden. Als Anlage zu dieser G-Information findet sich in den Akten der HA II ein undatierter Einsatzbefehl der Bayerischen Grenzpolizei im Wortlaut; dieser liegt ebenfalls in den Unterlagen der „Terrorabwehr“. Der Befehl hielt fest:

„Das BKA führt lageangepasst ab Freitag, den 18.12.1987, 15.00 Uhr mit Unterstützung der Landespolizei und nach vorheriger Observation entsprechende Durchsuchungsmaßnahmen gleichzeitig in [sic] Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Duisburg, Oberhausen, Bochum, Essen, Köln, Ratingen und Düsseldorf und Hamburg sowie in Hannover durch (Aktion ‚Zobel‘).“

Wie die nachfolgende Zeile vermittelte, müsse mit Reisen diverser Personen gerechnet werden. Diese Personen listete der Befehl im Weiteren auf: Einschließlich Geburtsdatum und Wohnort genannt wurden – neben 17 anderen Individuen – Barbara Dulisch, Adrienne Gerhäuser, Corinna Kawaters, Thomas Kram, Ursula Penselin und Ingrid Strobl. Angesichts dieser Details dürften Zweifel ausgeschlossen sein: Die Staatssicherheit hatte vorab Kenntnis zu den polizeilichen Maßnahmen im Dezember 1987. Indes können Recherchen im Aktenbestand der Linie XXII den von Tuffner geschilderten Anruf des MfS nicht untermauern. Sollte es ein solches Telefongespräch gegeben haben, so verzichteten die verantwortlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit offensichtlich auf einen Aktennachhalt – oder sie entschieden sich im Zuge der Friedlichen Revolution für ein Vernichten entsprechender Papiere.

Interessant ist: Die Akten deuten auf eine andere (oder: weitere) Quelle der Warnung hin – eine Quelle, welche die taz 2007 in einem Artikel beschrieb. Anfang 1988 fing die Linie III Daten zu einem Vorgang der Abteilung „Terrorismus“ des BKA ab und brachte dazu ein internes Informationsschreiben auf den Weg. Laut dieser Meldung hegten westdeutsche Sicherheitsbehörden den Verdacht, ein Beamter des Staatsschutzes im Polizeipräsidium Köln habe die von der Aktion „Zobel“ betroffenen Personen „durch den Verrat von Dienstgeheimnissen […] gewarnt“. Seiner Lebensgefährtin hätte er Einzelheiten einschlägiger polizeilicher Maßnahmen mitgeteilt – diese sei wiederum an die Zeitschrift Emma herangetreten. Über Emma wären die Details schließlich Ingrid Strobl bekannt geworden.

Dass sich zwischen der „Terrorabwehr“ der Staatssicherheit und den RZ allenfalls eine Interaktion von geringer Intensität ergab, könnte mehreren Faktoren geschuldet sein. Ausbleibende Gelegenheiten zur Kontaktaufnahme – ein Mangel an sogenannten opportunity factors – scheiden als Ursache aus. Sowohl das MfS als auch das Netzwerk hätten bei Bedarf weitergehende Verbindungen initiieren können, etwa über die IM „Peter Lange“ und „Petra Lange“ oder über Gerhard Albartus, Magdalena Kopp und Johannes Weinrich. Die grundsätzliche Bereitschaft der Linie XXII, Mitgliedern der RZ punktuelle Hilfe zu gewähren, dürfte dem Interesse an Informationen als Fundament geheimdienstlicher Urteile entsprungen sein.

Eine Rolle spielte sicherlich gleichermaßen die Intention, Linksterroristen zu einem wohlwollenden Handeln gegenüber der DDR zu bewegen. Ein engerer Schulterschluss mit den RZ schied vermutlich aus, weil das Netzwerk – anders als die B2J und die OIR – den ostdeutschen Raum nicht intensiv als Stützpunkt oder Rückzugsoption beanspruchte, mithin keine herausragende Gefahr für die DDR bildete. Anders gesagt: Sie könnten für das MfS ein „Aufklärungsziel“ mit gering(er)em Wert gewesen sein. Für die 1980er-Jahre lässt sich zudem die wachsende Vorsicht der Staatssicherheit anführen: Die „Terrorabwehr“ rückte in diesem Zeitraum – ob des an Gewicht zunehmenden Szenarios außenpolitischer Konsequenzen – schrittweise von ihrem kooperativen Standpunkt zum sozialrevolutionären Terrorismus ab.

Auf Seiten des Netzwerks fehlte wohl jene praktische Nachfrage, die im Falle der RAF zu einem Treiber der Beziehung zum MfS avancieren sollte: Die im Untergrund lebenden Aktivisten der RAF benötigten Hilfe beim Unterbringen desillusionierter Mitglieder und dem Gewinnen von Kampffähigkeiten. Indem die „Zellen“ das Abtauchen in die Illegalität – im Gegensatz zur RAF – nicht zu einem unumgänglichen Prinzip des „bewaffneten Kampfes“ erhoben, umgingen sie den Zwang, dauerhaft aufwändige konspirative Strukturen in Gestalt von getarnten Unterkünften und gestohlenen Fahrzeugen zu unterhalten. Mitglieder konnten – nach Ansicht einstiger Angehöriger der „Zellen“ – ohne merklichen Aufwand aus der „Stadtguerilla“ aussteigen. Die eigene Logistik vereinfachten die RZ ferner durch ihren taktischen Modus Operandi: Sie setzten auf Spreng- und Brandanschläge gegen Sachen, welche weder profunde Kenntnisse noch schwer zu beschaffende Materialien verlangten.

Außerdem positionierte sich das Netzwerk zusehends skeptisch gegenüber Kontakten ins Ausland. Spätestens Mitte der 1980er Jahre soll es sich weitgehend von internationalen Beziehungen losgesagt haben. Die RZ, äußerte Thomas Kram rückblickend in einem Interview, wollten sich „unabhängig machen von allen Kontakten, die […] [sie] nicht einschätzen konnten.“

Revolutionäre Zellen auf Menschenjagd. Polizeibeamte bei der Spurensicherung an einem Tatort in Berlin-Lichterfelde am 1.9.1987. Auf den Richter Günter Korbmacher war dort vor seinem Haus ein Anschlag verübt worden: Der Sozius eines Motorradfahrers gab mehrere Pistolenschüsse auf den Richter ab und verletzte ihn am Oberschenkel. Korbmacher war damals Vorsitzender Richter beim 9. Revisionsrat des Bundesverwaltungsgerichts, der höchsten Instanz für Asylfragen, die sich wiederholt dem Vorwurf restriktiver Rechtssprechung ausgesetzt sah. Die Revolutionären Zellen (RZ) bekannten sich zu dem Attentat mit der Begründung, Korbmacher sei ein "Schreibtischtäter par excellence". (© picture-alliance/dpa, Probst)

VII. Schlusswort und Zusammenfassung

In welcher Beziehung stand das MfS zu den RZ? Diese eingangs – entlang defizitärer Forschungsliteratur – aufgeworfene Leitfrage kann wie folgt beantwortet werden: Die Staatssicherheit „bearbeitete“ das Netzwerk der RZ ab Ende der 1970er-Jahre. Das „Aufklären“ oblag der im Jahr 1975 geformten Linie XXII, der sogenannten Terrorabwehr. Sie sollte alle Akteure des (west-)deutschen Extremismus und Terrorismus in den Blick nehmen, welche die Politik der SED im In- oder Ausland (vermeintlich) bedrohten. Die „Zellen“ zählten zu den Schwerpunkten der Abteilung XXII/8 der MfS-Zentrale in Ost-Berlin. Für das Netzwerk sah das dortige Referat 1 jedoch eine – verglichen mit den Vorgängen zur RAF, deren Umfeld und Aussteigern – dünnere Personaldecke vor.

Das Instrumentarium geheimdienstlicher Maßnahmen schöpfte die „Terrorabwehr“ im Falle der „Zellen“ weitgehend aus: Es sammelte öffentlich zugängliche Informationen aller Art, bezog detaillierte Informationen der HA III zu Maßnahmen und Erkenntnissen bundesrepublikanischer Sicherheitsbehörden, kooperierte mit der HV A und verließ sich auf menschliche Quellen. Während die Staatssicherheit in den 1970er-Jahren wohl keine IM rekrutieren konnte, die nennenswerte Einsichten in die RZ zu bieten vermochten, blickte sie im darauffolgenden Jahrzehnt auf eine Handvoll „operativ bedeutsamer“ Zuträger. Gewicht kam vor allem den IMB „Peter Lange“ und „Petra Lange“ zu – bei „Peter Lange“ handelte es sich, so die Aktenlage des MfS, um ein Mitglied des Netzwerks.

Auf Basis dieser Mittel und Methoden erarbeitete die Staatssicherheit anfangs Lageberichte, welche die historischen und gruppenspezifischen Charakteristika der RZ lediglich in Teilen zutreffend freilegten. Im Laufe der 1980er-Jahre verbesserte sich sukzessive der Wissensstand. Die Ideologie des Netzwerks tat die Linie XXII auf der Grundlage eigener marxistisch-leninistischer Schablonen als „pseudorevolutionär“ ab; Organisation und Strategie konnte sie hingegen differenziert nachzeichnen. Der Abteilung XXII waren die Konflikte um die internationale Komponente des Netzwerks sowie die schwächenden Folgen der Aktion „Zobel“ bekannt. Fürderhin verfügte sie, bedingt unter anderem durch das umfassende Beobachten der OIR auf dem Boden der DDR, über ein solides Bild zu Dutzenden mutmaßlichen oder tatsächlichen RZ-Mitgliedern. Als herausragende Gefahr für das ostdeutsche Regime begriff die „Terrorabwehr“ das Netzwerk keinesfalls. Es fehlten entsprechende Indikatoren, zum Beispiel ausgedehnte Aufenthalte auf dem Territorium der DDR für genuin terroristische Zwecke.

Ein weitläufiges Unterstützen der „Zellen“ durch das MfS blieb augenscheinlich aus. Von einer regelrechten „RZ-Stasi-Connection“ lässt sich folglich nicht sprechen; hier liegen wesentliche Unterschiede zur Geschichte der B2J und der RAF. Einzelne RZ Aktivisten – jene, die den Kanal zur „Carlos“-Gruppe aufrechterhielten – profitierten von niedrigschwelligen Hilfen der „Terrorabwehr“. Das MfS duldete und erleichterte ihre persönlichen wie logistischen Motiven unterliegenden Reisen – und dies, obwohl sie bisweilen § 213 des Strafgesetzbuchs der DDR erfüllen konnten.

Im Jahr 1985 fand das Wohlwollen der Linie XXII ein Ende. Ob die Staatssicherheit 1987 Mitglieder des Netzwerks telefonisch vor der Aktion „Zobel“ warnte, konnte der Autor anhand der Akten des Stasi Unterlagen-Archivs nicht beantworten. Diesbezügliche Hinweise stützen sich ausschließlich auf die Aussagen einstiger RZ-Mitglieder und eines ehemaligen BKA Mitarbeiters. Das eng begrenzte Ausmaß der Beziehung zwischen dem ostdeutschen Geheimdienst und den „Zellen“ dürfte auf diverse Gründe zurückzuführen sein, darunter die geringfügige Bedrohung der RZ für ostdeutsche Interessen und die vergleichsweise limitierten logistisch-organisatorischen Bedürfnisse des Netzwerks.

Zitierweise: Jan-Hinrick Pesch, "Die DDR als „strategisches Hinterland. Über das Verhältnis der Stasi zu den linksterroristischen „Revolutionären Zellen“ in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Eine Aktenrecherche“, in: Deutschland Archiv, 13.03.2024, Link: www.bpb.de/545804. Veröffentlichte Texte im Deutschland Archiv sind Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar. (hk)

Ergänzend:

Interner Link: Die Geschichte der RAF. Ein bpb-Dossier, erstellt 2007.

Harald Bergsdorf, Interner Link: Komplizen gegen den Kapitalismus. Die RAF in der DDR. Deutschland Archiv vom 15.3.2024.

Jan Schönfelder, Interner Link: Ein Nazi flieht in die DDR, Deutschland Archiv vom 10.2.2023.

Mehr über das Interner Link: MfS im bpb Stasi-Dossier.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Der Autor dankt dem Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv für die wertvolle Unterstützung im Zuge der Recherchen zu dieser Arbeit. Dank gebührt ebenso Prof. Dr. Rüdiger Bergien von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl sowie Dr. Tobias Wunschik. Rüdiger Bergien bereitete den Weg zu diesem Beitrag; Tobias Wunschik warf ein kritisches Auge auf den Inhalt und bot dem Autor ausgesprochen hilfreiche Anregungen. Selbstredend trägt der Autor die volle Verantwortung für diesen Text.

  2. Vgl. Jens Gieseke, Die Stasi. 1945-1999, München 2011, S. 254-265.

  3. Vgl. „Lauscher unterm Pflaumenbaum“, Der Spiegel vom 23.06.1991, S. 92-95, und Michael Müller/Andreas Kanonenberg, Die RAF-Stasi-Connection, Berlin 1992, S. 82-83, S. 140-163 und S. 177-182. Der Eröffnungsbericht des MfS zum OV „Stern I“ ist abgedruckt in: Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, „...anarcho terroristische Kräfte“. Die Rote Armee Fraktion und die Stasi, Berlin 2017, S. 55-57.

  4. B2J ist das im nachfolgen Text verwendete Kürzel für die linksterroristische „Bewegung 2. Juni“, die in den 1970er Jahren in West-Berlin entstand. Sie wurde nach dem Todesdatum des Studenten Benno Ohnesorg benannt, der bei einer Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin durch gezielte Schüsse des Berliner Polizisten Karl-HeinzInterner Link: Kurras zu Tode gekommen war, der sich wiederum für die Stasi als IM in der West-Berliner Polizei betätigte.

  5. Vgl. Tobias Wunschik, Die Bewegung 2. Juni, in: Wolfgang Kraushaar (Hrsg.), Die RAF und der linke Terrorismus, Bd. 1, Hamburg 2006, S. 531-561, hier S. 553-554 und Tobias Wunschik, Die „Bewegung 2. Juni“ und ihre Protektion durch den Staatssicherheitsdienst der DDR, in: Deutschland Archiv – Zeitschrift für das vereinigte Deutschland 6 (2007), S. 1014-1025, hier S. 1021. Die Staatssicherheit dokumentierte diese Hilfsleistungen in: Bundesarchiv (künftig: BArch), Ministerium für Staatssicherheit (künftig: MfS), Hauptabteilung XXII (künftig: HA XXII), Nr. 18613, Bl. 277-292, hier Bl. 286-288, Bericht vom 03.05.1979 zu Aktivitäten von Vertretern der palästinensischen Befreiungsbewegung in Verbindung mit internationalen Terroristen zur Einbeziehung der DDR bei der Vorbereitung von Gewaltakten in Ländern Westeuropas.

  6. Vgl. Butz Peters, Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF, Frankfurt am Main 2008, S. 537-591.

  7. Vgl. Inge Viett, Nie war ich furchtloser. Autobiographie, Hamburg 2007, S. 179-180 und S. 222-224.

  8. Vgl. Tobias Wunschik, Baader-Meinhofs Kinder. Die zweite Generation der RAF, Opladen 1997, S. 394-395.

  9. Vgl. Müller/Kanonenberg, RAF-Stasi-Connection, S. 9.

  10. Vgl. insbesondere Wunschik, „Bewegung 2. Juni“ und ihre Protektion.

  11. Vgl. „Die mit den Hüten“, Der Spiegel vom 19.8.1990, S. 62-63.

  12. Vgl. Müller/Kanonenberg, RAF-Stasi-Connection; Wunschik, Baader-Meinhofs Kinder, S. 389-403; Tobias Wunschik, „Abwehr“ und Unterstützung des internationalen Terrorismus. Die Hauptabteilung XXII, in: Hubertus Knabe (Hrsg.), West-Arbeit des MfS. Das Zusammenspiel von „Aufklärung“ und „Abwehr“, Berlin 1999, S. 263-273, hier S. 269-270; Martin Jander, Differenzen im antiimperialistischen Kampf. Zu den Verbindungen des Ministeriums für Staatssicherheit mit der RAF und dem bundesdeutschen Linksterrorismus, in: Wolfgang Kraushaar (Hrsg.), Die RAF und der linke Terrorismus, Bd. 1, Hamburg 2006, S. 696-713, hier S. 711-712; Peters, Tödlicher Irrtum, S. 537-591 und Tobias Wunschik, Gleiche Gegner, verwandte Methoden, unterschiedliche Strategien. Die Bekämpfung des Linksterrorismus in den beiden deutschen Staaten 1970-1989, in: Karl Härter/Beatrice de Graaf (Hrsg.), Vom Majestätsverbrechen zum Terrorismus. Politische Kriminalität, Recht, Justiz und Polizei zwischen Früher Neuzeit und 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2012, S. 365-401, hier S. 370-371.

  13. Vgl. Klaus-Dieter Matschke/Fritz Schmaldienst, Carlos-Komplize Weinrich. Die internationale Karriere eines deutschen Top-Terroristen, Frankfurt am Main 1995 und Tobias Wunschik, „Eiserner Vorhang“ statt „schwedische Gardinen“. Der Terrorist „Carlos“ und die Staatssicherheit der DDR, in: Sebastian Liebold/Tom Mannewitz/Madeleine Petschke/Tom Thieme, Demokratie in unruhigen Zeiten. Festschrift für Eckhard Jesse, Baden-Baden 2017, S. 87-97. Grundlage dieses OV war: BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19309, Bl. 34-36, Eröffnungsbericht der Abteilung XXII/8 vom 18.03.1981 zum Operativ-Vorgang „Separat“.

  14. Vgl. Andreas Förster, Zielobjekt Rechts. Wie die Stasi die westdeutsche Neonaziszene unterwanderte, Berlin 2018, S. 197-205; Bernhard Blumenau, Unholy Alliance. The Connection between the East German Stasi and the Right-Wing Terrorist Odfried Hepp, in: Studies in Conflict & Terrorism 1 (2020), S. 47-68; und Samuel Salzborn, Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und der westdeutsche Rechtsterrorismus, in: Martin Jander/Anetta Kahane, Gesichter der Antimoderne. Gefährdungen demokratischer Kultur in der Bundesrepublik Deutschland, Baden-Baden 2020, S. 117-136, hier S. 128-134.

  15. Vgl. Matthias Bengtson-Krallert, Die DDR und der internationale Terrorismus, Marburg 2017.

  16. Vgl. Regine Igel, Terrorismus-Lügen. Wie die Stasi im Untergrund agierte, München 2012. Zur Resonanz dieser Arbeit vgl. Karl Wilhelm Fricke, Terrorismus-Vernetzung von KGB und MfS, 2012; https://www.deutschlandfunk.de/terrorismus-vernetzung-von-kgb-und-mfs-100.html [10.05.2023] und Thomas Riegler, Rezension zu Regine Igel: Terrorismus-Lügen, 2013; https://www.sehepunkte.de/2013/11/24214.html [10.05.2023].

  17. Vgl. Igel, Terrorismus-Lügen, S. 113-117.

  18. Vgl. Agenzia Nazionale Stampa Associata vom 31.07.2014: „Extreme-left terror case in 1980 Bologna bombing shelved“; https://www.ansa.it/english/news/2014/07/31/extreme-left-terror-case-in-1980-bologna-bombing-shelved_058fa832-4446-4a1f-8095-0707e82dd8d0.html [10.05.2023]

  19. Vgl. Jan-Hinrick Pesch, Die „Großen Drei“ des deutschen Linksterrorismus. Rote Armee Fraktion, Bewegung 2. Juni und Revolutionäre Zellen im Vergleich, in: Uwe Backes/Alexander Gallus/Eckhard Jesse/Tom Thieme (Hrsg.), Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 34. Jhg., Baden-Baden 2022, S. 81-103, hier S. 90-92, S. 94-95 und 99-100.

  20. Vgl. Johannes Wörle, Erdung durch Netzwerkstruktur? Revolutionäre Zellen in Deutschland, in: Alexander Straßner (Hrsg.), Sozialrevolutionärer Terrorismus. Theorie, Ideologie, Fallbeispiele, Zukunftsszenarien, Wiesbaden 2008, S. 257-273, hier S. 262-263 und Alexander Straßner, Links- und Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland, in: Eckhard Jesse/Tom Mannewitz (Hrsg.), Extremismusforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis, Baden-Baden 2018, S. 427-471, hier S. 441-443.

  21. Vgl. Armin Pfahl-Traughber, Linksextremismus in Deutschland. Eine kritische Bestandsaufnahme, Wiesbaden 2014, S. 173.

  22. Wörle, Erdung, S. 257.

  23. Vgl. Hans Josef Horchem, Die verlorene Revolution. Terrorismus in Deutschland, Herford 1988, S. 92-93.

  24. Vgl. Wolfgang Kraushaar, Im Schatten der RAF. Zur Entstehungsgeschichte der Revolutionären Zellen, in: Ders. (Hrsg.), Die RAF und der linke Terrorismus, Bd. 1, Hamburg 2006, S. 583-601; Wörle, Erdung; Robert Wolff, Ein zeitgeschichtlicher Beleg für die Existenz politischer Justiz in der Bundesrepublik Deutschland? „Terrorismusbekämpfung“ und Strafprozesse gegen die Revolutionären Zellen als blinder Fleck der Juristischen Zeitgeschichte der 1980er Jahre, in: Martin Löhnig (Hrsg.), Beginn der Gegenwart. Studien zur juristischen Zeitgeschichte der 1980er Jahre, Göttingen (2021), S. 93-126; Jan-Hinrick Pesch, Linksterrorismus zwischen Konkurrenz und Basissolidarität. Entwicklung und Bedingungsfaktoren der Beziehungen zwischen „Roter Armee Fraktion“, „Tupamaros Westberlin“/„Bewegung 2. Juni“ und „Revolutionären Zellen“, Baden-Baden 2022 und Robert Wolff, Zwischen persönlicher Schuld und praktischem Internationalismus. Die transnationalen Verflechtungen der Revolutionären Zellen, in: Adrian Hänni/Daniel Rickenbacher/Thomas Schmutz (Hrsg.), Über Grenzen hinweg. Transnationale politische Gewalt im 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main/New York 2022, S. 281-305, und: Robert Wolff, Blinde Flecken, Erzählungen, Mythen. Neue Perspektiven auf die Flugzeugentführung nach Entebbe 1976, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 3 (2023), S. 525-555.

  25. Vgl. Assaf Moghadam, Nexus of Global Jihad. Understanding Cooperation Among Terrorist Actors, New York 2017, S. 2 und Tricia Bacon, Why Terrorist Groups Form International Alliances, Philadelphia 2018, S. 21-22.

  26. Zum Begriff der Beziehung vgl. Pesch, Linksterrorismus zwischen Konkurrenz und Basissolidarität, S. 37-39.

  27. Vgl. Ben Fischer, „One of the biggest ears in the world“ – East German SIGINT operations, in: International Journal of Intelligence and Counter Intelligence 2 (1998), S. 142-153, hier S. 143 und Andreas Schmidt, Hauptabteilung III (Funkaufklärung und Funkabwehr/HA III), in: Roger Engelmann/Bernd Florath/Helge Heidemeyer/Daniela Münkel/Arno Polzin/Walter Süß (Hrsg.), Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2021, S. 135-137, hier S. 135.

  28. Vgl. Matthias Wagner, Aktenvernichtungen in der Wende, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung 1 (2000), S. 100-116, hier S. 116.

  29. Vgl. Wunschik, „Abwehr“ und Unterstützung, S. 264.

  30. Vgl. Müller/Kanonenberg, RAF-Stasi-Connection, S. 179-180.

  31. Vgl. Roger Engelmann, Zum Quellenwert der Un terlagen des Ministeriums für Staatssicherheit, in: Ders./Klaus-Dietmar Henke (Hrsg.), Aktenlage. Die Bedeutung der Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes für die Zeitgeschichtsforschung, Berlin 1995, S. 23-39, hier S. 33.

  32. Vgl. Wunschik, „Abwehr“ und Unterstützung, S. 263

  33. Expressis verbis wird dieses – zu vermeidende – Risiko betont in: BArch, MfS, BV Potsdam, AG XXII, Nr. 1133, Bl. 70-80, hier Bl. 76, undatierte Rede der AG XXII der BV Potsdam zur Um- und Durchsetzung der auf der Dienstanweisung 1/81 beruhenden Bekämpfung von Terror- und anderen operativ-bedeutsamen Gewaltakten.

  34. Vgl. Roger Engelmann/Christian Halbrock/Frank Joestel, Vernichtung von Stasi-Akten. Eine Untersuchung zu den Verlusten 1989/90, Berlin 2020, S. 74.

  35. Vgl. Siegfried Suckut, Die Bedeutung der Akten des Staatssicherheitsdienstes für die Erforschung der DDR-Geschichte, in: Roger Engelmann/Klaus-Dietmar Henke (Hrsg.), Aktenlage. Die Bedeutung der Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes für die Zeitgeschichtsforschung, Berlin 1995, S. 195-206, hier S. 204.

  36. Vgl. Matthias Braun, Hauptabteilung XX (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund/HA XX), in: Roger Engelmann/Bernd Florath/Helge Heidemeyer/Daniela Münkel/Arno Polzin/Walter Süß (Hrsg.), Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2021, S. 143-145, hier S. 143-144.

  37. Vgl. Engelmann/Halbrock/Joestel, Vernichtung, S. 46-52.

  38. Vgl. Wunschik, „Abwehr“ und Unterstützung, S. 264; Jander, Differenzen, S. 701-702 und Claudia van Laak, Stasi und Naziszene. Zu wenige Akten für alle Fragen, 2015; https://www.deutschlandfunk.de/stasi-und-naziszene-zu-wenige-akten-fuer-alle-fragen-100.html [09.05.2023].

  39. Wie der Autor im Austausch mit dem Stasi-Unterlagen-Archiv erfuhr, liegen dort keine detaillierten, quantitativen Angaben oder Übersichten zum Ausmaß der Aktenvernichtungen in der HA XXII des MfS vor.

  40. Ähnlich Karl Wilhelm Fricke, MfS-Akten und historische Aufarbeitung, in: Annegret Stephan (Hrsg.), 1945 bis 2000. Ansichten zur deutschen Geschichte. Zehn Jahre Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg für die Opfer politischer Gewaltherrschaft 1945 bis 1989, Magdeburg 2002, S. 33-46, hier S. 35-36. Zum Beweiswert der MfS-Akten in Strafverfahren vgl. Friedrich-Christian Schroeder, BGH, 05.05.1992 – 2 BJs 15/92-5, StB 9/92. Zum Beweiswert von Akten und Erkenntnissen des MfS, in: JuristenZeitung 19 (1992), S. 976-977.

  41. Engelmann, Quellenwert, S. 30. Vgl. auch Olga Galanova, Das Leben unter Verdacht. Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit als Quelle „devianter Biographien“, in: BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen 1 (2016), S. 117-130, hier S. 119.

  42. Vgl. Engelmann, Quellenwert, S. 32.

  43. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 5479, Bl. 15-22, hier Bl. 18, Übersicht der Abteilung XXII/8 vom 02.12.1987 zu aktuellen operativen Schwerpunktbereichen und Schwerpunkten des Arbeitsgegenstandes der Abteilung XXII/8, grundsätzlichen operativen Vorgehensweisen und der strukturellen Dislozierung der Mitarbeiter.

  44. Vgl. Roland Wiedmann, Die Organisationsstruktur des Ministeriums für Staatssicherheit 1989, Berlin 2018, S. 260.

  45. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19996, ohne Paginierung, undatierte, handschriftliche Notiz für Reiner Memmert. Die Notiz findet sich zwischen Bl. 6 und Bl. 7.

  46. Vgl. Stephan Scheiper, Innere Sicherheit. Politische Anti-Terror-Konzepte in der Bundesrepublik Deutschland während der 1970er-Jahre, Paderborn 2010, S. 280-286 und S. 297-299 und Constantin Goschler/Michael Wala, „Keine neue Gestapo“. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die NS-Vergangenheit, Reinbek bei Hamburg 2015, S. 288-298.

  47. Vgl. Jander, Differenzen, S. 700-701 und Wunschik, „Bewegung 2. Juni“ und ihre Protektion, S. 1020.

  48. Vgl. Tobias Wunschik, Hauptabteilung XXII („Terrorabwehr“/HA XXII), in: Roger Engelmann/Bernd Florath/Helge Heidemeyer/Daniela Münkel/Arno Polzin/Walter Süß (Hrsg.), Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2021, S. 145-147, hier S. 146.

  49. Vgl. Jander, Differenzen, S. 701.

  50. Vgl. Tobias Wunschik, Die Hauptabteilung XXII: „Terrorabwehr“, Berlin 1995, S. 29.

  51. Vgl. Wunschik, „Abwehr“ und Unterstützung, S. 264.

  52. Vgl. Helmut Müller-Enbergs, Hauptverwaltung A (HV A), o.D.; https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/mfs-lexikon/detail/hauptverwaltung-a-hv-a/ [06.03.2024].

  53. Vgl. Roland Wiedmann/Bernd Florath, Arbeitsgruppe des Ministers (AGM), in: Roger Engelmann/Bernd Florath/Helge Heidemeyer/Daniela Münkel/Arno Polzin/Walter Süß (Hrsg.), Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2021, S. 43.

  54. Vgl. Jander, Differenzen, S. 701.

  55. Vgl. Wunschik, Hauptabteilung XXII, S. 50.

  56. BArch, MfS, Bezirksverwaltung Berlin (künftig: BV Berlin), AG XXII, Nr. 258, Teil 1, Bl. 305-307, hier Bl. 305, Protokoll der Abteilung XX/2 der BV Berlin vom 28.10.1980 zur 1. Arbeitstagung der Abteilung XXII mit den Leitern der AG XXII aus den Bezirken. Vgl. auch Wunschik, Hauptabteilung XXII, S. 31.

  57. BArch, MfS, Büro der Leitung (künftig: BdL), Dokument (künftig: Dok.) Nr. 000120, Bl. 1-29, hier Bl. 22, Dienstanweisung Nr. 1/81 des Ministers für Staatssicherheit vom 16.03.1981 zur Aufklärung, vorbeugenden Verhinderung, operativen Bearbeitung und Bekämpfung von Terror- und anderen operativ bedeutsamen Gewaltakten.

  58. BArch, MfS, BV Potsdam, AG XXII, Nr. 1133, Bl. 81-99, hier Bl. 98, Bericht der AG XXII der BV Potsdam vom 31.01.1983 zur Dienstkonferenz beim Stellvertreter des Ministers, Generalleutnant Neiber, am 25. und 26.01.1983.

  59. Vgl. Wunschik, Hauptabteilung XXII, S. 51.

  60. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 865, Bd. 20, Bl. 176-198, hier Bl. 177, Entwurf der Auswertungs- und Informationsgruppe der Abteilung XXII vom 31.01.1978 zum Jahresplan der Abteilung XXII 1978.

  61. Ebd.

  62. Hieraus folgt: Das Verständnis des MfS zum Begriff des Extremismus unterscheidet sich grundlegend von gängigen Definitionen in der jüngeren politikwissenschaftlichen Forschung. Die Politikwissenschaftler Uwe Backes und Eckhard Jesse etwa verwenden den Terminus des Extremismus als „Sammelbezeichnung für unterschiedliche politische Gesinnungen und Bestrebungen […], die sich in der Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaates und seiner fundamentalen Werte und Spielregeln einig wissen“, Uwe Backes/Eckhard Jesse, Politischer Extremismus in der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 1996, S. 45. Um diese Differenz deutlich machen zu können, setzt der Autor den Extremismus-Begriff in Anführungszeichen, sobald Zuschreibungen der Staatssicherheit dargelegt beziehungsweise zitiert werden.

  63. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 865, Bd. 20, Bl. 155-169, hier Bl. 168-169, Jahresanalyse 1977 der Abteilung XXII vom 27.01.1978 über wesentliche Ergebnisse und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Abteilung XXII. Weiterführende Angaben zu den genannten Akteuren des Neonationalsozialismus und der K-Gruppen finden sich in: Jens Benicke, Die K-Gruppen. Entstehung, Entwicklung, Niedergang, Wiesbaden 2019, S. 20-24 und S. 28-30 sowie Armin Pfahl-Traughber, Rechtsextremismus in Deutschland. Eine kritische Bestandsaufnahme, Wiesbaden 2019, S. 144-146. Zum Brüsewitz-Zentrum vgl. Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Brüsewitz-Zentrum, o.D.; https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/archiv/aktenbestaende/bruesewitz-zentrum [23.05.2023].

  64. BArch, MfS, BdL, Dok. Nr. 007131, Bl. 1-5, hier Bl. 2, Befehl Nr. 17/79 des Ministers für Staatssicherheit vom 08.12.1979 zur Aufklärung, vorbeugenden Verhinderung und Bekämpfung subversiver Pläne, Absichten und Maßnahmen linksextremistischer und trotzkistischer Organisationen, Gruppen und Kräfte.

  65. Ebd., Bl. 3.

  66. Ebd.

  67. BArch, MfS, Sekr. Neiber, Nr. 1052, Bl. 6-14, hier Bl. 13, Bericht Nr. 2 „Fahndungseinbeziehung“ der Abteilung XXII vom 20.06.1978 zum zentralen Gruppenvorgang „Express“.

  68. BArch, MfS, BdL, Dok. Nr. 007131, Bl. 1-5, hier Bl. 3, Befehl Nr. 17/79 des Ministers für Staatssicherheit vom 08.12.1979 zur Aufklärung, vorbeugenden Verhinderung und Bekämpfung subversiver Pläne, Absichten und Maßnahmen linksextremistischer und trotzkistischer Organisationen, Gruppen und Kräfte.

  69. Ebd., Bl. 4.

  70. Ebd.

  71. BArch, MfS, BdL, Dok Nr. 000120, Bl. 1-29, hier Bl. 6-7 und Bl. 19-22, Dienstanweisung Nr. 1/81 des Ministers für Staatssicherheit vom 16.03.1981 zur Aufklärung, vorbeugenden Verhinderung, operativen Bearbeitung und Bekämpfung von Terror- und anderen operativ bedeutsamen Gewaltakten.

  72. Ebd., Bl. 22.

  73. Ebd., Bl. 22-23.

  74. Vgl. Wunschik, Hauptabteilung XXII, S. 41-44.

  75. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 5479, Bl. 15-22, hier Bl. 15 und Bl. 17-18, Übersicht der Abteilung XXII/8 vom 02.12.1987 zu aktuellen operativen Schwerpunktbereichen und Schwerpunkten des Arbeitsgegenstandes der Abteilung XXII/8, grundsätzlichen operativen Vorgehensweisen und der strukturellen Dislozierung der Mitarbeiter.

  76. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 5479, Bl. 1-8, hier Bl. 2-3, Entwurf eines Berichts der Abteilung XXII/8 vom 28.06.1988 zur Präzisierung der operativen Verantwortlichkeiten (Arbeitsgegenstände) der Referate 1 und 3 der Abteilung XXII/8.

  77. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 5479, Bl. 9-11, hier Bl. 9, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 27.10.1988 zu Vorgaben für die Jahresplanung 1989 – Referat 1.

  78. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 5479, Bl. 1-8, hier Bl. 3, Entwurf eines Berichts der Abteilung XXII/8 vom 28.06.1988 zur Präzisierung der operativen Verantwortlichkeiten (Arbeitsgegenstände) der Referate 1 und 3 der Abteilung XXII/8.

  79. Vgl. Roland Wiedmann, Abteilung M (Postkontrolle), in: Roger Engelmann/Bernd Florath/Helge Heidemeyer/Daniela Münkel/Arno Polzin/Walter Süß (Hrsg.), Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2021, S. 33-34, hier S. 33.

  80. Exemplarisch für das Sammeln von Zeitungsausschnitten zu den RZ ist folgende Akte: BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16856.

  81. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 18159, Bl. 18, Information Nr. 259/89 der HA XXII vom 19.05.1989 zu den Sprengstoffanschlägen in Münster und Düsseldorf vom 08.05.1989.

  82. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 18852, Bl. 1, Schreiben des Lagezentrums der HA XXII vom 01.03.1989 zur Dokumentation „Profile terroristischer Gruppen“.

  83. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 1752, Bd. 1, Bl. 74, Auszug zu den „Revolutionären Zellen“ aus der Broschüre „Terrorist Group Profiles“ der US-amerikanischen Regierung.

  84. BArch, MfS, BV Berlin, AG XXII, Nr. 209, Teil 1, Bl. 973, Schreiben des Leiters der Abteilung Agitation des MfS vom 10.02.1982 an den Leiter der BV Berlin zur Übersicht über Aktivitäten extremistischer und terroristischer Kräfte und Gruppierungen.

  85. BArch, MfS, BV Berlin, AG XXII, Nr. 206, Teil 1, Bl. 271-286, hier Bl. 273, Bericht vom 04.08.1975 zu Aktivitäten pseudorevolutionärer linksextremistischer und rechtsextremistischer Kräfte und Gruppierungen für den Auswertungszeitraum vom 16.07.1975 bis 31.07.1975.

  86. BArch, MfS, BV Berlin, AG XXII, Nr. 206, Teil 1, Bl. 1-11, hier Bl. 7, Bericht vom 19.07.1976 zu Aktivitäten extremistischer Kräfte und Gruppierungen für den Auswertungszeitraum vom 01.07.1976 bis 15.07.1976. Zum Ablauf der Geiselnahme in Entebbe vgl. Wolff, Blinde Flecken, S. 544-554.

  87. BArch, MfS, BV Berlin, AG XXII, Nr. 207, Teil 1, Bl. 180-195, hier Bl. 194, Bericht vom 05.02.1978 zu Aktivitäten extremistischer Kräfte und Gruppierungen Nr. 2/78 für den Auswertungszeitraum vom 16.01.1978 bis 31.01.1978.

  88. BArch, MfS, BV Berlin, AG XXII, Nr. 208, Teil 1, Bl. 212-225, hier Bl. 214, Übersicht Nr. 10/81 vom 05.06.1981 zu Aktivitäten extremistischer und terroristischer Kräfte und Gruppierungen im Zeitraum vom 16.05. bis 31.05.1981.

  89. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19662, Bl. 12-14, hier Bl. 12-13, Information G/4884/10/78 der HA III zu einem Fahndungsersuchen der Interpol Dienststelle in Wiesbaden vom 25.10.1978.

  90. Ebd., Bl. 13

  91. Ebd.

  92. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 45, Teil 1, Bl. 16-17, hier Bl. 16, Information A/36409/21/10/86/08 der HA III zu einer internen Einschätzung des Verfassungsschutzes zur Situation und zu Aktivitäten der „Revolutionären Zellen“.

  93. Ebd.

  94. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 984, Bd. 2, Bl. 70, Schreiben der Abteilung XXII an die Abteilung IV der HV A vom 20.04.1986 zu einer Kontaktperson Enno Schwalls.

  95. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 5318, Bd. 4, Bl. 1-64, Schreiben des 1. Stellvertreters der Abteilung IX der HV A an den Leiter der Abteilung XXII vom 30.09.1988 zu dem Feinddokument „‚RZ‘ – ‚Autonome‘ – Ideologien, Strategien und Strukturen in Abgrenzung zur RAF“.

  96. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 57, Bd. 5, Bl. 174-176, hier Bl. 175, Schreiben des Leiters der Abteilung XXII an den Leiter der Abteilung X vom 22.04.1985 zur Durchführung eines Grenztreffens mit den Sicherheitsorganen der ČSSR am 29.04.1985.

  97. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 284, Bd. 4, Bl. 4-9, hier Bl. 8, Konzeption der Abteilung XXII vom 09.05.1985 für die Beratungen mit Vertretern der Sicherheitsorgane der Ungarischen Volksrepublik in der Zeit vom 13.05. bis 16.05.1985.

  98. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 57, Bd. 5, Bl. 182-186, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 07.05.1985 über das Grenztreffen mit Vertretern der 14. Verwaltung des Innenministeriums der ČSSR am 29.04.1985 in Oberwiesenthal und BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19664, Bl. 48-59, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 22.05.1985 über die Konsultationen mit Vertretern des ungarischen Sicherheitsorgans in der Zeit vom 13.05. bis 16.05.1985.

  99. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19664, Bl. 139-142, hier Bl. 142, Konzeption der Abteilung 8 der HA XXII vom 21.06.1989 für die Beratungen mit Vertretern der 14. Verwaltung des Innenministeriums der ČSSR im Zeitraum vom 26.06. bis 28.06.1989.

  100. BArch, MfS, BV Berlin, AG XXII, Nr. 258, Teil 1, Bl. 289-304, hier Bl. 290, undatierte Auswertung der Dienstkonferenz Gerhard Neibers vom 25.01. bis 26.01.1983 zur Qualifizierung der politisch-operativen Arbeit und ihrer Leitung zur Durchsetzung der Dienstanweisung Nr. 1/81 und des Befehls 17/79 des Ministers für Staatssicherheit.

  101. Der HV A stand offensichtlich eine – namentlich nicht bekannte – Quelle zur Verfügung, die Ende der 1980er Jahre Interna der RZ preisgab: BArch, MfS, HA XXII, Nr. 823, Bd. 4, Bl. 12-14, hier Bl. 13-14, Bericht der Abteilung II der HV A aus September 1988 zu logistischen Vorüberlegungen der „Revolutionären Zellen“ im Zusammenhang mit der Internationaler Währungsfonds-/Weltbanktagung im September 1988 in Berlin (West).

  102. Vgl. Anne Maria Siemens, Durch die Institutionen oder in den Terrorismus. Die Wege von Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bendit, Hans-Joachim Klein und Johannes Weinrich, Frankfurt am Main 2006, S. 307.

  103. BArch, MfS, Allgemeine Personenablage (künftig: AP), Nr. 73287/92, Bl. 19-20, hier Bl. 19, handschriftliche Ergänzung von Hauptmann Holzapfel vom 18.03.1975 zu dem Bericht der HV A vom 17.03.1975 über die Kontaktaufnahme zu „Karl“.

  104. BArch, MfS, AP, Nr. 73287/92, Bl. 15-18, hier Bl. 15-17, Bericht der Abteilung IV der HV A vom 17.03.1975 zu der Kontaktaufnahme zu „Karl“.

  105. Ebd., Bl. 18.

  106. Ebd.

  107. Vgl. Helmut Müller-Enbergs, Die inoffiziellen Mitarbeiter, Berlin 2012, S. 24.

  108. BArch, MfS, AP, Nr. 73287/92, Bl. 23, Abverfügung der Abteilung IV der HV A vom 16.04.1975 zur Archivierung der Akte zu Christian Gauger.

  109. Vgl. Helmut Müller-Enbergs, Inoffizieller Mitarbeiter der Abwehr mit Feindverbindung bzw. zur unmittelbaren Bearbeitung im Verdacht der Feindtätigkeit stehender Personen (IMB), in: Roger Engelmann/Bernd Florath/Helge Heidemeyer/Daniela Münkel/Arno Polzin/Walter Süß (Hrsg.), Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2021, S. 173-174, hier S. 174.

  110. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16917, Bl. 147, Vermerk der Abteilung XXII/8 vom 05.02.1987 zur Aufgabenstellung laut Jahresarbeitsplan 1987 und BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19399, Bl. 27-39, hier Bl. 30-31, Analyse der Abteilung XXII/8 vom 22.02.1989 zur IM-Arbeit auf der Grundlage der 1988 erzielten Ergebnisse bei der Qualifizierung und Erweiterung des IM-Bestandes in den Kategorien IMB/IMS. In der Debatte zu den RZ Anfang der 2000er-Jahre bot der Journalist Christoph Villinger einen ersten Hinweis auf die IM „Peter Lange“ und „Petra Lange“, vgl. Christoph Villinger, BKA auf Schnipseljagd. Im Prozess gegen fünf mutmaßliche Mitglieder der Revolutionären Zellen könnten verschwundene Stasi-Akten noch eine große Rolle spielen, 2001; https://jungle.world/artikel/2001/23/bka-auf-schnipseljagd [25.05.2023].

  111. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19994, Bl. 382-384, hier Bl. 382, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 07.12.1983 zu einer Meldung der Quelle „Peter Lange“ zur Rekrutierung der Person SCHNEPEL, Gerd-Hinrich – Deckname „Max“.

  112. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19995, Bl. 80, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 09.03.1982 zu einer Meldung der Quellen „Peter und Petra Lange“ zu Gerhard Albartus; BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19993, Bl. 255-256, hier Bl. 255, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 13.08.1982 zur Meldung der Quelle „Lange“ zur Festnahme der Personen Kopp, Magdalena und Breguet, Bruno in Frankreich; BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19994, Bl. 379-381, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 01.03.1985 zur Meldung des IMB „Peter Lange“ zu der Person Schnepel, Gerd-Hinrich und BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19994, Bl. 378, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 15.08.1988 zur Meldung des IMB „Lange“ zum ehemaligen Mitglied der „Carlos“-Gruppierung – Schnepel, Gerd.

  113. BArch, MfS, Archivierter IM-Vorgang (künftig: AIM), Nr. 278/89, Teil 2, Bd. 2, Bl. 11-15, hier Bl. 11, Treffbericht der Abteilung II/6 der HV A vom 22.08.1984 zur Zusammenkunft mit den IM „Beate Schäfer“ und „Taler“ in der Zeit vom 17.08. bis 20.08.1984 in Jugoslawien.

  114. Vgl. Villinger, BKA auf Schnipseljagd und Wunschik, Gleiche Gegner, S. 372-373.

  115. BArch, MfS, AIM, Nr. 278/89, Teil 1, Bd. 1, Bl. 32-33, hier Bl. 33, undatierte Beurteilung des IMB „Beate Schäfer“.

  116. Vgl. Wolfgang Gast, Nur eine Abrechnung mit „IM Taler“?,1993; https://taz.de/Nur-eine-Abrechnung-mit-IM-Taler/!1627666/ [25.05.2023].

  117. BArch, MfS, AIM, Nr. 278/89, Teil 2, Bd. 1, Bl. 67-68, hier Bl. 67, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 09.09.1982 zur Meldung der Quelle „Beate Schäfer“ zu Sabine Eckle; BArch, MfS, AIM, Nr. 278/89, Teil 2, Bd. 2, Bl. 21, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 22.08.1984 zur Meldung der Quelle „Beate Schäfer“ zu Rudolf Raabe und BArch, MfS, AIM, Nr. 278/89, Teil 2, Bd. 2, Bl. 44, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 06.05.1985 zur Meldung der Quelle „Beate Schäfer“ zu Gerhard Albartus.

  118. BArch, MfS, AIM, Nr. 278/89, Teil 2, Bd. 1, Bl. 229, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 02.02.1983 zur Meldung der Quelle „Beate Schäfer“ zu Aktivitäten der „Revolutionären Zellen“.

  119. BArch, MfS, Abteilung XII, Zentrale Vorgangskartei „F 22“, Karteikarte zum IMB „Franz Baade“, Reg.-Nr. XV/4905/81.

  120. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19493, Bl. 1-4, hier Bl. 1, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 18.01.1985 zu den persönlichen Problemen der IMB „Anna und Franz Baade“.

  121. Vgl. Revolutionäre Zellen, Zorn-Extra. 9. Zeitung der Revolutionären Zellen. Oktober 1986, in: ID-Archiv im Internationalen Institut für Sozialgeschichte (Hrsg.), Die Früchte des Zorns. Texte und Materialien zur Geschichte der Revolutionären Zellen und der Roten Zora, Bd. 2, Berlin 1993, S. 539-543, hier S. 542.

  122. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19399, Bl. 27-39, hier Bl. 37, Analyse der Abteilung XXII/8 vom 22.02.1989 zur IM-Arbeit auf der Grundlage der 1988 erzielten Ergebnisse bei der Qualifizierung und Erweiterung des IM-Bestandes in den Kategorien IMB/IMS.

  123. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 20009, Bl. 1-6, hier Bl. 1, Operativ-Information der Abteilung XXII/8 vom 08.07.1981 zu den „Revolutionären Zellen“ und BArch, MfS, HA XXII, Nr. 18683, Teil 2, Bl. 256-257, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 14.03.1984 zu den Einschätzungen der Quelle „Baade“ zu einem RZ-Papier.

  124. Vgl. Magdalena Kopp, Die Terrorjahre. Mein Leben an der Seite von Carlos, München 2007, S. 225-227 und Andreas Fanizadeh/Thomas Kram/Christoph Villinger, „Gibt man jemandem eine Waffe, den man umbringen will?“, 2010; https://taz.de/!369554/ [25.05.2023].

  125. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19995, Bl. 81-84, Maßnahmeplan der Abteilung XXII/8 vom 27.03.1982 zur weiteren operativen Bearbeitung der im OV „Separat“ erfassten Person Gerhard Albartus.

  126. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19465, Bl. 97-104, hier Bl. 100, Bericht der Abteilung XXII vom 11.01.1982 zum Stand der Beziehungen zur Gruppe „Separat“.

  127. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19995, Bl. 36-37, Aktenvermerk der Abteilung XXII/8 vom 26.02.1985 zum OV „Separat“ – „Kai“ und BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19995, Bl. 94, Aktenvermerk der Abteilung XXII/8 vom 14.03.1985 zum OV „Separat“ – „Kai“.

  128. 1983 vermerkte die „Terrorabwehr“ des MfS die Existenz einer „Sammelakte“ zu den RZ: BArch, MfS, HA XXII, Nr. 5537, Bd. 6, Bl. 3-5, hier Bl. 5, Bericht der Abteilung XXII vom 25.02.1983 zu Organisationen und Gruppen des Operationsgebietes, die entsprechend der Dienstanweisung 1/81 des Ministers für Staatssicherheit dem Arbeitsgegenstand der Abteilung XXII zuzuordnen sind. In Unterlagen aus dem Jahre 1986 findet sich schließlich der Hinweis auf die FOA, welche die Maßnahmen gegen die RZ nachhalten sollte: BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19893, Bl. 1-15, hier Bl. 9, Jahresarbeitsplan 1987 des Referats 1 der Abteilung XXII/8 aus Dezember 1986.

  129. Vgl. Slawomir Buczek, Feindobjektakte (FOA), in: Roger Engelmann/Bernd Florath/Helge Heidemeyer/Daniela Münkel/Arno Polzin/Walter Süß (Hrsg.), Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2021, S. 89.

  130. BArch, MfS, Sekr. Neiber, Nr. 1052, Bl. 22-26, hier Bl. 22-23, Bericht der Abteilung XXII vom 16.10.1978 zu politisch-operativ bedeutsamen Ergebnissen der bisherigen Etappe der vorgangs- und aktionsbezogenen Arbeit zur vorbeugenden Gefahrenabwehr gegenüber anarchistisch-terroristischen Kräften – Aktion „Express“.

  131. BArch, MfS, Sekr. Neiber, Nr. 1052, Bl. 6-14, hier Bl. 10, Bericht Nr. 2 „Fahndungseinbeziehung“ der Abteilung XXII vom 20.06.1978 zum zentralen Gruppenvorgang „Express“.

  132. Ebd., Bl. 10-11.

  133. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19653, Bl. 120-129, hier Bl. 120, erste zusammengefasste Hinweise der AKG der Abteilung XXII vom 04.01.1979 zur Struktur und zu Aktivitäten der anarcho-terroristischen „Revolutionären Zellen“.

  134. Ebd., Bl. 121-122.

  135. Ebd., Bl. 126.

  136. Ebd.

  137. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 24, Bl. 39, Auszug zu den „Revolutionären Zellen“ aus dem undatierten Nachschlagewerk zu den wichtigsten ausländischen Extremisten- und Terrororganisationen und -gruppen.

  138. Vgl. Georg Herbstritt, Hauptabteilung II (Spionageabwehr/HA II), in: Roger Engelmann/Bernd Florath/Helge Heidemeyer/Daniela Münkel/Arno Polzin/Walter Süß (Hrsg.), Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Berlin 2021, S. 132-134, hier S. 132.

  139. BArch, MfS, Hauptabteilung II (künftig: HA II), Nr. 26983, Bl. 1-52, hier Bl. 28, Auszug aus dem Schreiben des Leiters der AKG der HA II vom 08.01.1980 an den Leiter der Abteilung 18 der HA II.

  140. Vgl. Revolutionäre Zellen, Interview aus „Holger, der Kampf geht weiter“. Mai 1975, in: ID-Archiv im Internationalen Institut für Sozialgeschichte (Hrsg.), Die Früchte des Zorns. Texte und Materialien zur Geschichte der Revolutionären Zellen und der Roten Zora, Bd. 1, Berlin 1993, S. 96-115, hier S. 115; Revolutionäre Zellen, Revolutionärer Zorn Nr. 4. Januar 1978, in: ebd., S. 221-251, hier S. 247 und Ehemalige Mitglieder der Revolutionären Zellen, Geschichten des Zorns. In dem Artikel „Rauchzeichen“ geben ehemalige RZ-Mitglieder einen Rückblick auf 20 Jahre Revolutionäre Zellen, 2001; http://www.freilassung.de/presse/rz/juw210601.htm [06.03.2024].

  141. Vgl. Till Meyer, Staatsfeind. Erinnerungen, Berlin 2008, S. 316 und S. 512.

  142. Vgl. Wolff, Transnationale Verflechtungen, S. 293-296.

  143. Vgl. Wolff, Politische Justiz, S. 104.

  144. Vgl. Volker Speitel, „Wir wollten alles und gleichzeitig nichts“. Ex-Terrorist Volker Speitel über seine Erfahrungen in der westdeutschen Stadtguerilla, in: Der Spiegel vom 27.07.1980, S. 36-49, hier S. 38-41 und Stefan Aust, Der Baader-Meinhof-Komplex, München 2020, S. 500-502.

  145. Vgl. Peters, Tödlicher Irrtum, S. 371-373.

  146. Vgl. Kraushaar, Im Schatten der RAF, S. 592-593.

  147. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 156, Teil 1, Bl. 40-43, Auszug aus einem Protokoll des BKA zur Zeugenvernehmung mit Gerhard Müller im Jahre 1976; BArch, MfS, HA XXII, Nr. 156, Teil 1, Bl. 44-52, Auszug aus dem Protokoll des BKA zur Fortführung der Vernehmung des Zeugen Gerhard Müller am 07.04.1976 und BArch, MfS, HA XXII, Nr. 156, Teil 1, Bl. 161, Auszug aus einem Protokoll des BKA zur Zeugenvernehmung mit Gerhard Müller im Jahre 1976.

  148. BArch, MfS, BV Potsdam, AG XXII, Nr. 1133, Bl. 113-120, hier Bl. 115, Bericht der AG XXII der BV Potsdam vom 29.10.1983 zur Auswertung der Arbeitstagung der Abteilung XXII am 28.10.1983.

  149. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19653, Bl. 44-46, hier Bl. 44, Auskunftsbericht der Abteilung XXII/8 vom 11.09.1985 zu den „Revolutionären Zellen“.

  150. Ebd.

  151. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19826, Bl. 23-49, hier Bl. 27, Einschätzung der Abteilung 8 der HA XXII vom 10.10.1989 zur politisch-operativen Lage für die Jahresplanung 1990.

  152. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19996, Bl. 1-8, hier Bl. 2, handschriftliche, Ende der 1980er-Jahre verfasste Einschätzung der Abteilung XXII/8 zu den „Revolutionären Zellen“.

  153. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19465, Bl. 121-135, hier Bl. 126, Sachstandsbericht der Abteilung XXII/8 vom 09.05.1985 zum Stand der Bearbeitung des OV „Separat“.

  154. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16917, Bl. 140-142, hier Bl. 142, Auszug aus der Jahreslageeinschätzung 1986.

  155. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 986, Bd. 6, Bl. 5-7, hier Bl. 7, Auskunftsbericht der Abteilung XXII/8 aus Oktober 1986 zu den „Revolutionären Zellen“.

  156. Ebd., Bl. 5-6.

  157. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16632, Bl. 7-10, hier Bl. 9, Ende der 1980er-Jahre verfasster Bericht zu den „Revolutionären Zellen“.

  158. Ebd.

  159. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19996, Bl. 1-8, hier Bl. 2-3, handschriftliche, Ende der 1980er-Jahre verfasste Einschätzung der Abteilung XXII/8 zu den „Revolutionären Zellen“.

  160. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 986, Bd. 6, Bl. 2-4, hier Bl. 2, Übersicht zu den „Revolutionären Zellen“ für das Jahr 1988.

  161. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 986, Bd. 6, Bl. 64, Kurzübersicht der Abteilung XXII/8 zu den „Revolutionären Zellen“ vom 06.10.1988.

  162. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16870, Bl. 98-100, hier Bl. 98, handschriftlicher Vermerk aus dem Jahre 1988 zu den „Revolutionären Zellen“ und zur „Roten Zora“.

  163. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19826, Bl. 23-49, hier Bl. 24, Einschätzung der Abteilung 8 der HA XXII vom 10.10.1989 zur politisch-operativen Lage für die Jahresplanung 1990.

  164. Ebd.

  165. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 986, Bd. 6, Bl. 54-55, hier Bl. 54, Information Nr. 605/88 der Abteilung XXII vom 26.09.1988 zu Absichten der „Revolutionären Zellen“ im Zusammenhang mit der Jahrestagung von Internationaler Währungsfonds/Weltbank in Berlin (West).

  166. Ebd.

  167. Vgl. Ehemalige Mitglieder der Revolutionären Zellen, Geschichten des Zorns.

  168. Vgl. Gerd-Hinrich Schnepel/Christoph Villinger/Wolf-Dieter Vogel, Die Carlos-Haddad-Connection, 2000; https://jungle.world/artikel/2000/48/die-carlos-haddad-connection [27.05.2023] und Fanizadeh/Kram/Villinger, „Waffe“.

  169. Vgl. Fanizadeh/Kram/Villinger, „Waffe“.

  170. Vgl. Unsichtbare, Herzschläge. Gespräch mit Ex-Militanten der Revolutionären Zellen, Berlin 2022, S. 68.

  171. Vgl. Kopp, Terrorjahre, S. 69.

  172. Revolutionäre Zellen, Revolutionärer Zorn Nr. 3. Mai 1977, in: ID-Archiv im Internationalen Institut für Sozialgeschichte (Hrsg.), Die Früchte des Zorns. Texte und Materialien zur Geschichte der Revolutionären Zellen und der Roten Zora, Bd. 1, Berlin 1993, S. 165-172, hier S. 172.

  173. Vgl. Revolutionäre Zellen, Revolutionärer Zorn Nr. 5. Praxis-Sondernummer. 1987, in: ebd., Bd. 2, S. 638-643, hier S. 638.

  174. Vgl. Eckhart Dietrich, Angriffe auf den Rechtsstaat. Die Baader/Meinhof-Bande, die Bewegung 2. Juni, die Revolutionären Zellen und die Stasi im Operationsgebiet Westberlin, Norderstedt 2009, S. 154-155.

  175. Vgl. Bundesministerium des Innern, Verfassungsschutzbericht 1988, Bonn 1989, S. 90.

  176. Unsichtbare, Herzschläge, S. 33.

  177. Vgl. Ehemalige Mitglieder der Revolutionären Zellen, Geschichten des Zorns.

  178. Ebd.

  179. Vgl. Unsichtbare, Herzschläge, S. 132.

  180. Ebd.

  181. Vgl. ebd., S. 142.

  182. Vgl. Horchem, Die verlorene Revolution, S. 90.

  183. BArch, MfS, ZAIG, Nr. 25683, Bl. 11, Index über Personen zur Organisation „Revolutionäre Zellen“.

  184. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16870, Bl. 1 4, hier Bl. 2-3, Bericht der Abteilung 8 der HA XXII vom 17.03.1989 zum Vorgehen des Gegners im Zusammenhang mit der Aktion „Zobel“ vom 18.12.1987.

  185. Erfassungsbelege zu RZ-Aktivisten legte die „Terrorabwehr“ des MfS in folgender Akte ab: BArch, MfS, HA XXII, Nr. 456.

  186. Dossiers zu Mitgliedern der RZ können unter anderen den folgenden Akten entnommen werden: BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19153; BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19175; BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19178; BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19666.

  187. Vgl. Wunschik, „Eiserner Vorhang“, S. 91.

  188. Vgl. Dietrich, Angriffe, S. 154.

  189. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19309, Bl. 47-51, hier Bl. 51, Eröffnungsbericht der Abteilung XXII/8 vom 26.03.1982 zur OPK „Kai“.

  190. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16917, Bl. 140-142, hier Bl. 142, Auszug aus der Jahreslageeinschätzung 1986.

  191. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19996, Bl. 1-8, hier Bl. 4, handschriftliche, Ende der 1980er-Jahre verfasste Einschätzung der Abteilung XXII/8 zu den „Revolutionären Zellen“.

  192. Ebd.

  193. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 986, Bd. 6, Bl. 2-4, hier Bl. 2-3, Übersicht zu den „Revolutionären Zellen“ für das Jahr 1988.

  194. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19665, Bl. 100-102, Operativ-Information der Abteilung XXII vom 11.07.1979 zu Kontakten von Angehörigen der „Carlos“-Gruppierung zu anarchistisch-terroristischen Kräften der BRD.

  195. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 473, Bl. 86-88, hier Bl. 87-88, Information zur Person Gerhard Albartus aus Oktober 1982.

  196. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16917, Bl. 143-146, hier Bl. 143, Eröffnungsbericht der Abteilung XXII/8 vom 17.04.1985 zum operativen Material „Schlag“.

  197. Vgl. Fanizadeh/Kram/Villinger, „Waffe“.

  198. Revolutionäre Zellen, Gerd Albartus ist tot. Dezember 1991, in: ID-Archiv im Internationalen Institut für Sozialgeschichte (Hrsg.), Die Früchte des Zorns. Texte und Materialien zur Geschichte der Revolutionären Zellen und der Roten Zora, Bd. 1, Berlin 1993, S. 20-34, hier S. 29.

  199. Vgl. Dietrich, Angriffe, S. 154.

  200. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19995, Bl. 76-79, hier Bl. 76 und Bl. 78, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 14.12.1981 zu der Transitreise der Verbindungsperson von „Separat“, Albartus („Kai“), durch die DDR.

  201. Ebd., Bl. 77.

  202. Ebd.

  203. Ebd., Bl. 78

  204. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19995, Bl. 36-37, Aktenvermerk der Abteilung XXII/8 vom 26.02.1985 zum OV „Separat“ – „Kai“.

  205. Ebd., Bl. 37.

  206. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19995, Bl. 94, Aktenvermerk der Abteilung XXII/8 vom 14.03.1985 zum OV „Separat“ – „Kai“.

  207. BArch, MfS, Sekr. Neiber, Nr. 1042, Bl. 20-27, hier Bl. 22, Bericht der Abteilung XXII/8 vom 23.04.1984 zu Kenntnissen der BRD-Sicherheitsorgane zur Gruppe „Separat“.

  208. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19560, Bl. 12-17, hier Bl. 15, Konzeption vom 26.04.1984 zur weiteren Bearbeitung der Gruppe „Separat“.

  209. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19664, Bl. 62-67, hier Bl. 64, Konzeption der Abteilung XXII vom 02.12.1985 zu den Beratungen mit Vertretern der Sicherheitsorgane der Ungarischen Volksrepublik in der Zeit vom 09.12. bis 11.12.1985.

  210. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19995, Bl. 74-75, hier Bl. 74, Aktenvermerk der Abteilung XXII/8 vom 11.11.1985 zum OV „Separat“ – „Kai“.

  211. Vgl. Pesch, Linksterrorismus zwischen Konkurrenz und Basissolidarität, S. 621-622 und S. 624.

  212. Vgl. Ehemalige Mitglieder der Revolutionären Zellen, Geschichten des Zorns.

  213. Bertolt Hunger/Ansgar Siemens/Martin Tuffner, Knockout für die Feierabendterroristen, 2019; https://www.spiegel.de/geschichte/revolutionaere-zellen-als-die-feierabendterroristen-1987-aufflogen-a-1301140.html [28.05.2023].

  214. Ebd.

  215. BArch, MfS, HA II, Nr. 43142, Bl. 168-172, hier Bl. 168, Information G/042697 der HA III aus Dezember 1987 zur Aktion „Zobel“. Die Schreiben vom 12. und 17.12.1987 konnte der Autor im Stasi-Unterlagen-Archiv nicht ausfindig machen.

  216. Ebd., Bl. 169.

  217. Ebd., Bl. 170-172. A Meldungen der Linie III beruhten auf einer Ausgangsinformation, G-Meldungen auf mehreren Materialien. B-Meldungen gingen aus Informationen hervor, die im Ausland gesammelten worden waren, vgl. hierzu: BArch, MfS, HA III, Nr. 9359, Bl. 3, undatierte Übersicht zu den Kategorien der Informationen der Linie III.

  218. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 19890, Bl. 2-4, undatierter Einsatzbefehl der Bayerischen Grenzpolizei zur Aktion „Zobel“.

  219. Ebd., Bl. 2.

  220. Ebd., Bl. 2-3.

  221. Vgl. Christoph Villinger, Prozess gegen Rote Zora beginnt, 2007; https://taz.de/!295504/ [29.05.2023].

  222. BArch, MfS, HA XXII, Nr. 16870, Bl. 22-23, hier Bl. 22, Information G/003620/27/01/88/09 der HA III zu Aktivitäten des BKA Wiesbaden gegen einen Staatsschutzmitarbeiter wegen Verdachts des Geheimnisverrats im Zusammenhang mit einer Terrorismusfahndungsaktion.

  223. Ebd.

  224. Vgl. Brian Phillips, Explaining Terrorist Group Cooperation and Competition, 2012, S. 8; https://cide.repositorioinstitucional.mx/jspui/bitstream/1011/109/1/000108941_documento.pdf [09.03.2024].

  225. Zu diesem Interesse des MfS vgl. Jander, Differenzen, S. 713; Wunschik, „Bewegung 2. Juni“ und ihre Protektion, S. 1020; Peters, Tödlicher Irrtum, S. 577 und Bengtson-Krallert, DDR, S. 277-278.

  226. Vgl. Wunschik, „Abwehr“ und Unterstützung, S. 272; Wunschik, „Eiserner Vorhang“, S. 91

  227. Vgl. Wunschik, Gleiche Gegner , S. 392-393.

  228. Vgl. Pesch, Linksterrorismus zwischen Konkurrenz und Basissolidarität, S. 1209.

  229. Vgl. Unsichtbare, Herzschläge, S. 43.

  230. Vgl. Friedhelm Neidhardt, Linker und rechter Terrorismus. Erscheinungsformen und Handlungspotentiale im Gruppenvergleich, in: Wanda von Baeyer-Katte/Dieter Claessens/Hubert Feger/Ders. (Hrsg.), Analysen zum Terrorismus, Bd. 3: Gruppenprozesse, Opladen 1982, S. 433-476, hier S. 441 und Werner Kahl, Vorsicht Schusswaffen! Von kommunistischem Extremismus, Terror und revolutionärer Gewalt, München 1986, S. 109.

  231. Fanizadeh/Kram/Villinger, „Waffe“.

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Der Politikwissenschaftler und Terrorismusforscher Jan-Hinrick Pesch ist Autor des 2022 bei NOMOS erschienenen Sachbuchs „Linksterrorismus zwischen Konkurrenz und Basissolidarität, Entwicklung und Bedingungsfaktoren der Beziehungen zwischen ‚Roter Armee Fraktion‘, ‚Tupamaros Westberlin‘/‚Bewegung 2. Juni‘ und ‚Revolutionären Zellen‘“. Über das Thema hat er 2022 in Chemnitz promoviert. Außerdem ist er Mit-Autor weiterer Fachbücher, zum Beispiel des Jahrbuchs Extremismus & Demokratie, 2022.