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Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Büchererverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik „Zustrombegrenzung“ im Nachkriegsdeutschland Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Arnold Julius und Walter Frankenstein: Überlebende der Shoah Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Neuer Oststolz? Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? 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Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht"

Marko Martin

/ 15 Minuten zu lesen

In Gedenken an den DDR-Bürgerrechtler, Psychologen und Schriftsteller Jürgen Fuchs, der im Dezember 2025 75 Jahre alt geworden wäre, dokumentieren wir den Wortlaut einer Festrede, die am 16. Dezember 2025 im Thüringer Landtag gehalten wurde. Der Schriftsteller Marko Martin würdigt Fuchs darin als zeitlosen Widerstandskämpfer gegen Resignation, dem es wichtig war, auch unter Druck zu "sagen, was ist".

Als Jürgen Fuchs am 19. Dezember 1950 in Reichenbach/Vogtland geboren wurde, befanden sich gar nicht weit entfernt – in einem sowjetischen Geheimdienstgefängnis in Dresden – unter den zahlreichen dort Inhaftierten auch ein paar junge Leute, für die das Repressionssystem die Bezeichnung „staatsfeindliche Belter-Gruppe“ erfunden hatte. In Wirklichkeit handelte es sich bei diesem Freundeskreis um Studierende der Leipziger Universität, die im Oktober 1950 beim Verteilen von Flugblättern umstellt und verhaftet worden waren. Dabei war das, was sie auf friedliche Weise gefordert hatten, doch eigentlich das Normalste der Welt: freie, unabhängige Wahlen nicht nur in den Studentenausschüssen, sondern im ganzen Land – und keine Angst machende Dominanz mehr von FDJ und SED, keine „Einheitslisten“ und kein Kriminalisieren derer, die sich für demokratischen Ideenwettbewerb einsetzten.

Als Jürgen Fuchs, Anfang der siebziger Jahre Student der Sozialpsychologie an der Universität Jena, seine ersten machtkritischen Texte schrieb, die später Eingang fanden in sein Buch „Gedächtnisprotokolle“, waren die ostdeutschen Universitäten bereits seit Jahrzehnten gleichgeschaltet. Mehr noch: Die Erinnerung an die demokratisch Aufbegehrenden aus der Nachkriegsgeneration war inzwischen völlig getilgt. Nahezu allein und keine Widerstandsgeneration im Rücken, musste deshalb erneut begonnen werden, Zwang und Lüge zur Sprache zu bringen. DIESE ANGST/ Auf halber Zeile:/ Dass mein Stift/ Zerbricht/ Bevor alles gesagt/ Und/ Wer hört mich/ Wenn ich schweige.

Gewiss: Da war die christliche, ihm Mut machende Großmutter, da waren Wolf Biermann in Ostberlin und Robert Havemann in Grünheide, beide freilich schon seit Jahren mit Berufsverbot belegt. Da war im nahen Greiz der Dichter Reiner Kunze, doch auch er bereits marginalisiert und von der Staatssicherheit observiert – ebenso wie Jürgen Fuchs´ Jenenser Freundeskreis, kritische junge Menschen, die jedoch auf keinerlei maßgeblichen gesellschaftlichen Rückhalt hoffen konnten, nicht einmal unter ihren Kommilitonen, von den Lehrern und Professoren ganz zu schweigen.

Die Einsamkeit der allzu wenigen Aufbegehrenden und das Mitmachen der allzu Vielen, ihre Resignation, ihre mehr oder minder aktive Unterordnung. Und der Riss, der unter dem Druck und der Gewöhnung mitunter sogar in nächster Nähe aufbricht, etwa „an einem Montag gegen elf im Seminarraum dreiundzwanzig, wir sprachen vom `wissenschaftlichen Kommunismus´“, und jemand macht den Kotau, plappert das Geforderte ebenso willig wie unfroh nach. Und Jürgen Fuchs schreibt: „Es ist nicht die Öde der Zeitungen am Morgen, es sind nicht die leeren Losungen von Frieden und Freundschaft draußen auf den Straßen, nicht die quasselnden Redner und die komischen Staatsmänner, es sind die kleinen Lügen, die eines Tages gegen elf gelogen werden, und du sitzt im selben Raum, auf einem anderen Stuhl oder nicht.“

"Das Ende einer Feigheit"

Und nicht von einem Podest aus waren diese Sätze geschrieben, sondern im Wortsinn vom Nachbarstuhl, und der, der da beobachtete und notierte, hätte ja auch ganz einfach einer derjenigen sein können, der nur schaute und daraus die Schlussfolgerung zog, zur Problemvermeidung besser auch weiterhin zu schweigen und sich anzupassen. Tat er aber nicht. Und so sezieren dann späterhin auch seine beiden Armee-Bücher „Fassonschnitt“ und „Das Ende einer Feigheit“, 1984 und 1988 in Westberlin geschrieben, nicht nur die faschistoiden Unterordnungsriten in der NVA, sondern sondieren auf bohrende Weise auch diese fortwährende Verführbarkeit des Individuums, vielleicht ja doch mitzutun oder zumindest wegzusehen, über rassistische Spind-Witze zu lachen oder sie zu ignorieren, dem brutalen Drill durch Feldwebel und der aufputschenden Politschulung vielleicht ja doch noch „dialektisch“ irgendein höheres Ziel zu ergrübeln.

Das ist mehr als lediglich Dokumentarprosa, ist stream of consciousness und Gewissensprüfung mit Thriller-Elementen – und was für ein Versagen des inzwischen gesamtdeutschen Literaturbetriebs, dass diese zwei so eminent wichtigen Bücher längst nur noch antiquarisch erhältlich sind und eben kein Teil des kulturellen Gedächtnisses dieses Landes.

Der Psychologe und Schriftsteller Jürgen Fuchs, aufgenommen im Alter von 48 Jahren, ein halbes Jahr vor seinem Tod am 9. Mai 1999. (© picture-alliance, SZ Photo | Jürgen Eis)

In jenen Jahren im Westen entdeckte Jürgen Fuchs auch die große und verdrängte, halbvergessene Tradition säkular-jüdischer antitotalitärer Emigranten und Intellektueller aus dem Umkreis der Zeitschrift „Der Monat“. Er schloss in Paris Freundschaft mit dem 1905 in Galizien geborenen Schriftsteller und Individualpsychologen Manés Sperber, traf in Tübingen den greisen und gleichzeitig so hellwachen New York-Heimkehrer Hans Sahl – und fand sich dann nicht nur in Sahls Romantitel „Die Wenigen und die Vielen“ gleichsam wieder, sondern zitierte, als wirksames Antidot zu jeglicher Selbstgerechtigkeit, auch immer wieder diese zwei Sperber-Sätze: Auch wer gegen den Strom schwimmt, schwimmt im Strom. Wir alle sind partiell im Unrecht.

Das Vermächtnis der Stalin-Opfer Herbert Belter und Isaak Babel

Noch einmal zurück zu jenen Leipziger Studenten, die dann in den ersten Lebensmonaten von Jürgen Fuchs der sowjetischen Militäradministration überstellt worden waren, zu je 25 Jahren Lagerhaft im arktis-nahen Workuta verurteilt und anschließend in Stalins Sowjetunion verschleppt. Herbert Belter jedoch, den die Stasi als „Kopf der Gruppe“ ausgemacht hatte, weil er von Westberlin-Besuchen häufig auch Exemplare und Dünndruckausgaben eben jener antitotalitären Zeitschrift „Der Monat“ mitgebracht wurde – Herbert Belter wurde am April 1951 in Moskau erschossen. Sein Mörder Wassili Blochin hatte bereits Jahre zuvor im Umfeld des Massakers von Katyn Hunderte polnischer Kriegsgefangener exekutiert. Und war 1940 auch der Mörder des Schriftstellers Isaak Babel. Jenes Isaak Babel, den später Jürgen Fuchs in einem seiner Gedichte geradezu verzweifelt anrufen wird als verstummte Stimme. Das ist dann schon lange nach seiner Kindheit und Jugend, nach dem als traumatisch erlebten Armeedienst, nach dem Studium in Jena, nach der aus politischen Gründen verfügten Zwangsexmatrikulation, die ihn ebenso trifft wie seine Frau Lilo. Und nach den langen Monaten der Stasihaft in Berlin-Hohenschönhausen, nach der erzwungenen Ausreise 1977 nach Westberlin.

Wie viele Jahre da bereits seit seiner Geburt vergangen waren, wie viele Hoffnungen und Enttäuschungen es gegeben hatte, Pläne und Brüche, wie viel niedergekämpfte und überwundene Ängste. Und welches Bewusstsein Jürgen Fuchs besaß für die schreckliche Kontinuität der Unrechtsregime und von Strukturen, deren einziger, über die Jahrzehnte hinweg erprobter und immer ausgefeilterer Sinn darin bestand, Menschen klein zu halten und klein zu machen und im Fall ihres Widerstehens „Zersetzungsmaßnahmen“ einzuleiten - oder sogleich schießen und totschlagen zu lassen, in Moskauer Kellern und sowjetischen Lagern, auf den Straßen von Ostberlin, in Poznan, Budapest, Prag, Gdansk und Warschau, an der Berliner Mauer oder an der innerdeutschen Grenze. Und wie dieses monströse System, das ja nicht allein Herbert Belter und Isaak Babel auf dem Gewissen hatte, sondern Millionen Menschenleben, bösartig weiter wucherte – im Osten, doch auch in so manchen Köpfen im Westen.

"Was soll ich nur tun?"

Und Jürgen Fuchs schrieb, mit einem geradezu siebten Sinn für Zusammenhänge zwischen Gestern und Heute, für Verknüpfungen und Konsequenzen: ANNA ACHMATOWA, WAS/ Soll ich tun// Wieder/ Fangen sie an/ Den Mörder zu verherrlichen/ Ihre Zeitungen drucken lange Artikel/ Sie nennen ihn einen „Staatsmann“/ Einen „führenden Funktionär“/ Gestern sah ich/ Seine herrischen Augen auf einem Plakat/ Laut/ Und belehrend/ Sprechen sie von „Frieden“ und „Sozialismus“/ Als ob nichts geschehen wäre// Ossip Mandelstam, Jewgenia Ginsburg/ Isaak Babel/ Was soll ich nur tun?

Was soll ich nur tun? Wie gegenwärtig klingt doch Jürgen Fuchs´ Frage. Angesichts des massenmörderischen russländischen Eroberungskrieges, der Gräueltaten und tagnächtlichen Angriffe auf die Ukraine. Angesichts all der Stalin-Bilder auf orchestrierten Moskauer Demonstrationen und in den auf Linie gebrachten Schul- und Ausbildungsbüchern, angesichts der Statuen, Denkmäler und Metro-Reliefs, die ganz offensiv dem Schlächter huldigen. Was soll ich nur tun – angesichts auch der dummdreisten Kaltschnäuzigkeit eines Vertreters der hiesigen Rechtsextremen, der zu bester Sendezeit ein „Mir hat Putin nichts getan“ in die TV-Kamera blafft. Oder angesichts der vergleichbar forschen Seelenkälte anderer prominenter Talkshowgäste, männlich wie weiblich, die sich „eher links“ verorten und doch - und dies nicht einmal verschämt verklausuliert - die ultranationalistischen, chauvinistischen Geschichtslügen des Kreml unters heimische Publikum bringen und dabei wieder einmal den Begriff des „Friedens“ umfälschen in die Forderung an die Opfer der Aggression, endlich klein bei zu geben und die Verteidigungswaffen aus den Händen zu legen. Genau wie es ihr Stichwortgeber im Kreml möchte, der einstige KGB-Offizier und Verbindungsmann zur Staatssicherheit in Dresden.

"Sagen, was ist"

Sagen, was ist. Ein anderer Satz von Jürgen Fuchs, quasi die selbstermutigende Entgegnung auf Was soll ich nur tun. Kein Zweifel, Jürgen Fuchs, der in seiner publizistischen Prosa der neunziger Jahre die alerten Schönredner und Relativierer von Diktaturen immer wieder persönlich angesprochen hatte - „Herr Gysi, Herr Modrow, Herr Diestel“ -, um sie damit auf denkbar zivilisierte Weise zu stellen, sie an ihren Wortdrechseleien zu messen und auf dreist verschwiegene Tatsachen hinzuweisen – Jürgen Fuchs hätte heutige demagogische Bundespolitiker diverser Parteien wie auch so manch hetzerische Abgeordnete in den Ländern gewiss ebenso konkret benannt. (Dass ich es mir hier versage, hat dagegen mit ästhetischen Gründen zu tun – ich möchte die rotbraunen Nachfahren derer, die Wolf Biermann einst spöttisch mit „Im Neuen Deutschland finde ich tagtäglich eure Fressen“ besang, jetzt nicht auch noch in einem Text herumhampeln sehen, der sich ein paar Gedanken macht über das Andenken an Jürgen Fuchs sowie, und dies vor allem, über die fortgesetzte Aktualität dieses Autors und seines Schreibens.)

Bei einer Ehrung von Jürgen Fuchs am 3. Dezember 2025 in der Konrad-Adenauer-Stiftung auf dem Podium: Der Autor dieses Beitrags, der Schriftsteller Marko Martin (l.), die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller (m.) und der 1976 aus der DDR ausgebürgerte Liedermacher Wolf Biermann (r.). (© bpb / Holger Kulick)

Wiewohl – nur kein allzu hoher Ton. Ich bin Jürgen Fuchs zum ersten Mal im September 1989 begegnet, auf einem Schriftstellertreffen in Norddeutschland; vier Monate nach meiner Ausreise aus der DDR als Kriegsdiensttotalverweigerer. Er wurde bald zu einem Freund, zu einem stets verlässlichen Rat- und Ideengeber. War dabei nie ein abgehobener Guru, sondern einer, der ermutigte zum permanenten Prüfen des Gesagten und Geschriebenen, nicht zuletzt auch zum reflektierten Widersprechen. Diejenigen, die ebenfalls das immense Glück hatten, ihm begegnet zu sein, werden sich gewiss an die helle, klare Stimme erinnern, mit der er sprach oder aus seinen Büchern las; präzis und auch suggestiv, doch niemals manipulierend, sich nie in abstrahierender Anklage-Rhetorik verlierend, immer aufs Konkrete, aufs Humane bedacht.

Zu oft auf die Rolle eines DDR-Bürgerrechtlers reduziert

Übrigens war er auch keineswegs der stets leidende „DDR-Bürgerrechtler“, als den ihn manche bis heute reduzierend beschreiben, entweder mit Häme oder in jener seltsamen Betulichkeit, die offenbar so ganz und gar nichts wissen will von der subversiven wie sublimen Genauigkeit des Romanautors, des Dichters, Dramatikers und Essayisten. Dabei war für Jürgen Fuchs, geprägt von den Gedichten Johannes Bobrowskis und der poetischen Stringenz seiner polnischen Freunde Adam Zagajewski, Stanislaw Baranczak und Ryszard Krynicki, Sprache niemals ein Transportmittel für hehre Botschaften, sondern ein Wert an sich. Weshalb sie bewahrt und abgeklopft werden musste in ihrem ambivalenten Charakter, in ihren Möglichkeiten zu Präzision und Sanftheit ebenso wie in der stets lauernden Gefahr des wortreich nebulösen Verantwortlichkeit-Verwischens oder gar ihrer Zurichtung zum Befehle-Geben und Einschüchtern.

Dabei war ihm, dem fordernden Menschenfreund, Larmoyanz durchaus fremd. Sein ermutigendes Lachen, sein „Na komm, Mensch, die Grenzen sind offen, was wollen wir mehr...“ Natürlich aber wollte er mehr. Mithelfen, die verbliebenen Grenzen zu schleifen, die Akten-Hinterlassenschaften der Stasi öffentlich zugänglich machen, die Verwüstungen in den Seelen beschreiben, auf die Verbindungslinien zwischen hartleibiger DDR-Nostalgie und mörderischem Rechtsextremismus und Xenophobie zielen, das ganze ungute Konglomerat aus Diktatur-Rechtfertigung, Schweigen, Jammern, Herumdrucksen, Relativieren und neuer menschenfeindlicher Forschheit umkreisen und kenntlich machen, andere Menschen zu überzeugen versuchen und sie ermutigen, Brüche wahrzunehmen und auch anzunehmen.

Was für Herkulesaufgaben, denen sich Jürgen Fuchs in der ihm verbleibenden Zeit nach dem Mauerfall unterzog, trotz des ominösen Blutkrebs, der dann Ende der neunziger Jahre bei ihm ausbrach, wie auch bei anderen, die Mitte der siebziger Jahre ebenfalls in politischer Haft gesessen hatten. Indizien über Bestrahlungs-Projekte der Stasi, jedoch keine gerichtsfesten Beweise – und ohnehin: Sich selbst ernst zu nehmen und das, was einem geschah und wie man sich widersetzte, bedeutete ja gerade nicht, auf sich selbst bezogen zu bleiben, sondern alle Sinne auf Empfang zu halten.

Anhaltender Hass

Auch deshalb hätte es ihn wohl kaum überrascht, dass der Hass innerhalb der Partei seiner einstigen Peiniger, die sich nun mit beträchtlicher Anmaßung die Bezeichnung des zuvor so rabiat bekämpften „demokratischen Sozialismus“ angeeignet hatte, sogar nach seinem frühen Tod im Mai 1999 nicht erloschen war. Wie hatten sie dagegen agitiert, dass der Platz vor dem thüringischen Landtag nach Jürgen Fuchs benannt wird! Noch lange Zeit danach verwendete die damalige Fraktion in ihrem Briefkopf die alte Adresse, im geradezu wortmagischen Selbstzwang, den Aufklärer nicht einmal mit seinem Namen nennen zu müssen.

Eine Schautafel informiert über das Schicksal des DDR-Schriftstellers und Stasiopfers Jürgen Fuchs, der 1977 aus dem Gefängnis direkt in die Bundesrepublik abgeschoben wurde. Die Schautafel gehörte zu einer Ausstellung "Staatssicherheit - Garant der SED-Diktatur", die 1999 im Kasseler Dock 4 zu sehen war. Inzwischen ist Jürgen Fuchs weitgehend aus der Erinnerung verdrängt. (© picture-alliance/dpa, Uwe Zucchi )

Wäre Jürgen Fuchs heute noch unter uns, er würde wahrscheinlich lachen – und etwaige inzwischen stattgefundene Erkenntnisprozesse begrüßen. Diese freilich nicht zuvorderst in eigener Sache, sondern mit Blick auf jenes individuelle Verhalten, das in die Gesellschaft hinein spiegelt, im Guten wie im Schlechten. Außerdem wären da etwa die Älteren zu fragen, ob deren seit 1990 derart wehleidig-aggressiv vorgetragenes ostdeutsches Opfernarrativ, in dem jegliche persönliche Verantwortlichkeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verwischt wurde, nicht ebenfalls zum Siegeszug der extremen Rechten beigetragen hatte - können diese, verstärkt mit Rassismus, doch nun die Früchte solch jahrzehntelang gezüchteter Ressentiments ernten.

Und die Jüngeren, die sich ehrlich und beeindruckend aktiv gegen den braunen Extremismus stellen, sie wären zu fragen: Wie haltet ihr´s mit den Lebenslügen der einstigen Täter, die ja noch immer unter uns sind, sind euch Hammer & Sichel tatsächlich nur vermeintlich progressives Mode-Accessoire und nicht die Symbole eines Systems, das doch ebenfalls Millionen Menschenleben auf dem Gewissen hat? Und bedeutet „Antifaschismus“ tatsächlich, der von Putin tödlich angegriffenen Ukraine und deren Zivilgesellschaft ausgerechnet die Lieferung von Verteidigungswaffen zu verwehren – eine todbringende Entsolidarisierung, wie sie als Forderung ja auch von rechtsaußen erhoben wird? Verlieren wir uns mit solchen Fragen womöglich im Spekulativen? Ich glaube nicht. Denn nicht nur, dass Jürgen Fuchs zeitlebens allergisch war gegen das Weihevolle und Sterile eines Historisierens und darin auch den durchsichtigen Versuch des Auslagerns und eilfertigen Zu-den-Akten-Legens erspürte: Seine eigenen Texte zeugen doch von der frappierenden Gegenwärtigkeit seines Beobachtens und Schreibens. Jenes Ausgeliefertsein in Zellen und Verhörräumen, von denen Jürgen Fuchs in seinen nach Stasihaft und Abschiebung veröffentlichten „Vernehmungsprotokollen“ berichtet (und dessen herrische Fragen und die um Widerstehen ringenden Antworten er bereits im Gefängnis heimlich memoriert hatte, mit seinem Zeigefinger über die Tischplatte und Wände fahrend) – es ist ja nicht vergangen, sondern weiterhin Realität. In den russländischen „Filtrationslagern“ in der besetzten Ukraine. In den Miliz- und FSB-Räumen und Gerichtssälen des Riesenreichs, in denen man Kriegsgegnern Angst macht, sie verprügelt und zu langen Jahren Lagerhaft verurteilt, die nicht selten tödlich enden. In all den Kerkern, in denen weltweit Menschen geschunden werden.

"Eine Internationale der Einäugigen"

Engagiert bei der Gründung der Heinrich-Böll-Stiftung und in zahlreichen Solidaritätsaktionen für Verfolgte im damaligen Ostblock, in den rechtsdiktatorisch beherrschten Ländern Lateinamerikas oder im Apartheid-Südafrika, hatte Jürgen Fuchs stets ganz konkret auf der Universalität der Menschenrechte bestanden. Mit einem Satz, den sein väterlicher Freund, der Schriftsteller und Holocaust-Überlebende Ralph Giordano geprägt hatte, war Fuchs jeglicher „Ja, aber“-Relativiererei entgegengetreten: „Es gibt eine Internationale der Einäugigen, die in einem Teil der Welt das kritisiert, was sie in einem anderen Teil der Welt rechtfertigt.“ Deshalb keinerlei Rechtfertigungen für das Inhumane, schon gar nicht für jene, die sich auf vermeintlich höhere Absichten oder “geschichtliche Notwendigkeiten“ berufen: „Nie wieder sollen Menschen herabgewürdigt werden als Mittel zum Zweck. Ich feinde an, was über Leichen geht.“

Auch in solchen Sätzen ist eine existentielle Dringlichkeit, wie man sie sonst bei üblichen Intellektuellen-Statements, selbst bei denen der apokalyptisch gepolten „Mahner und Warner“, kaum je findet. Das kam daher, weil Jürgen Fuchs es nie beim lediglich Appellativen beließ. Als er 1981 auf Einladung von Heinrich Böll und Robert Jungk auf der späterhin berühmt gewordenen Bonner Hofgarten-Demonstration sprach, ließ er es folglich nicht bei einer generalisierenden Friedens- und Abrüstungsrhetorik bewenden, sondern erinnerte zuvorderst an die Opfer der Militärdiktaturen in Lateinamerika und in der Türkei, an die inhaftierten Solidarnosc-Aktivisten in General Jaruzelskis Kriegszustands-Polen, an die Militarisierung in den DDR-Schulen und an die in Thüringen, Sachsen und Ostberlin bedrängten jungen Oppositionellen.

Auch das war typisch für Jugend Fuchs: Diese Kontinuität der Aufmerksamkeit - und die wache Skepsis, sobald - in direktem Auftrag der Täter oder just aus Indifferenz - dekretiert wurde, dies oder jenes beträfe „uns“ doch gar nicht, sei viel zu weit weg, zu lange her oder angeblich „inzwischen nebensächlich geworden“. Sein lebenslanger Einspruch gegen solch aggressives Verschweigen und Wegsehen, das Insistieren auf Rede und Gegenrede – was könnte aktueller sein? Im Frühjahr 1992 schreibt er: „Die wahrhaftige Erinnerung ist milde, sie vergisst nicht den kleinen Mut, sie bemerkt noch das unwillkürliche Zucken der Augen, der Seele, wenn Unrecht geschah, das nicht verhindert wurde. Nur dieser harte, unduldsame deutsche Blick soll jetzt endlich seine Macht verlieren!“

Nachdem in Hoyerswerda ein städtischer Mob durch die Straßen gezogen war und die ortsansässigen Vietnamesen verjagt hatte – was der spätere Büchner-Preisträger Volker Braun damals in einem Gedicht als eine Art Ost-Rache für angebliche westliche Arroganz interpretierte –, da schrieb Jürgen Fuchs: „Diejenigen, die die Blauhemden auszogen in Hoyerswerda, müssen jetzt nicht braune anziehen und widerliche Sprüche klopfen. Auch ihre Militärstiefel könnten sie ausziehen. Nie wieder Gleichschritt, nie wieder militärisch-rasierte Köpfe, `nie mehr antreten auf einen Pfiff hin´.

Auch dieses von ihm oft zitierte Wolfgang-Borchert-Wort ist beunruhigend gegenwärtig geblieben. Auch wenn die herrischen Pfiffe zum homogenen Sammeln seit 1989/90 nicht mehr staatlicherseits ertönen, sondern in privatem Rahmen, der sich freilich längst ausgeweitet hat auf Straßenumzüge, auf Bier- und Bratwurstfeste oder auf Simson-Moped-Festivals, auf denen dann auch gern westdeutsche Faschisten herumkurven, bejubelt von allerlei kurzrasiertem Jungvolk, das „Ost-Ost-Ostdeutschland!“ brüllt. Aus welchen Echokammern speist sich so etwas (auch)?

Das zerquälte Schweigen/ Am Abendbrottisch, wenn ich fragte/ Wieso nichts gewusst, heißt es in einem der Prosagedichte aus dem Band „Pappkameraden“ aus dem Jahr 1981, in dem Jürgen Fuchs in zahlreichen Gedanken-Assoziationen noch einmal zurückkehrt an seinen Geburtsort Reichenbach. Tristesse, Schimpfen über „Polacken“ als Travestie freier Rede, rote Banner und alte LTI-Sprache. Ein Sich-Abfinden auch mit den gegenwärtigen Zuständen, denn „der kleine Mann“ hat natürlich niemals Schuld. Dazu Spott über einen, der während der Nazizeit zwangssterilisiert worden war, ein oder auch mehrere Bier zum Feierabend und frühmorgens wieder raus zur Arbeit. Wo dann ein Schuljunge all diese Männer und Frauen und die in die Krippe und zum Kindergarten zu transportierenden Kleinen anschaut und fragt: Wer kam mir da entgegen auf dem Weg zum Unterricht/ Mit solchen Gesichtern/ Und solchen Augen/ Und solcher Hast?

"Im Widerstand gegen Resignation". Bei seiner Würdigung von Jürgen Fuchs: Der Schriftsteller Marko Martin am 16. Dezember 2025 im Thüringer Landtag in Erfurt. (© Landtag Thüringen)

Fragen, die auch heute wieder zu stellen wären. An Eltern und ihre Kinder, nicht zuletzt auch an die Lehrer in den Schulen. Da es dort – glücklicherweise! - doch ganz bestimmt nicht nur einen, nicht nur eine gibt, die vergleichbar ist mit Jürgen Fuchs´ einstigem Deutschlehrer Gerhard Hieke aus Zwickau. Dessen DDR-Pädagogenkarriere ein Auf und Ab war: inspirierende Literaturvermittlung, Freiräume eröffnen, Anpassen und Widerstehen, Parteisekretär und Parteiausschluss – vor allem aber nach 1989 der Wunsch, zu sprechen, sich und andere zu befragen. Und so entstand dann das wunderbar ehrliche Gesprächsbuch „Dumm geschult? Ein Schüler und sein Lehrer“. Der Schüler Fuchs aber war inzwischen nicht nur ein bekannter Schriftsteller geworden.

Zeitloser Widerstand gegen Resignation

Auch sprach er nicht lediglich über die Zeit im Gefängnis, sondern erzählte Gerhard Hieke ebenso von Westberlin, wo er und seine Frau Lilo seit Jahren in einem Sozialprojekt arbeiteten, das sich der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund widmete. Das war mehr als nur ein „Brotberuf“, stattdessen ein tagtäglicher Einspruch gegen Resignation, Rassismus und Ausgrenzung, jedoch ebenso gegen migrantische Binnengewalt, gegen jegliches Klein-Machen. Ehemaliger Lehrer und ehemaliger Schüler sprachen da also über Erfahrungen, lange bevor sie quasi gesamtdeutsch wurden. „Ich bin für eine Schule, in der eine Haltung weitergegeben wird, die es nicht fertigbringt, den Mitmenschen zu ignorieren. Oder den mit der Brille oder die mit den gekräuselten Haaren fertigzumachen.“

Als Jürgen Fuchs im Mai 1999 starb, gab es dann am Grab nicht allein die berührenden Reden von Wolf Biermann und Ralph Giordano, war da nicht nur der von Vacláv Havel aus Prag gesandte Trauerkranz. Da standen ja auch jene inzwischen zu Erwachsenen gewordenen Kids aus dem Sozialprojekt, dazu die Oppositionsfreunde aus nah und fern. Hielten einander an den Händen und kämpften ihre Tränen nieder. Ein Bild, das für immer im Gedächtnis bleibt. Weil eine solche Erinnerung ja auch eine Ermutigung für heute sein kann, eine Herausforderung und fortdauernde Aufgabe - ganz im Sinne von Manés Sperbers Satz, der für Jürgen Fuchs so immens prägend war:

„Es ist nicht so sehr der unbrechbare Wille zur Hoffnung als die kategorische Zurückweisung der Mutlosigkeit, somit ein Widerstand gegen die Resignation, der mein Schreiben bestimmt.“

Zitierweise: Marko Martin, "Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht", in: Deutschland Archiv, 06.01.2026. Link: www.bpb.de/574196. Der Beitrag wurde in gekürzter Fassung vorgetragen als Festvortrag bei einer Feierstunde für Jürgen Fuchs im Externer Link: Landtag Thüringens am 16.12.2025. Alle Beiträge im Deutschlandarchiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte.

Ergänzend zum Thema:

Interner Link: Wer gibt uns heute noch zu denken? DA-Diskussion in Chemnitz, 4.11.2025.

Interner Link: Biermann, Fuchs, Renft und die Folgen, Kennzeichen D vom 1. Dezember 1976.

Marko Martin, Interner Link: Erinnerungslandschaften zerklüftet, DA vom 2.9.2025.

Stefan Trobisch-Lütge,Interner Link: Psychofolgen bis heute: "Zersetzungs"-Opfer der DDR-Geheimpolizei, bpb Stasi-Dossier vom 7.10.2026.

Thomas Krüger, Interner Link: Thüringer Rede 35 Jahre nach der ersten freien Volkskammerwahl 1990l, DA vom 18.3.2025.

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Fussnoten

Weitere Inhalte

Der Schriftsteller Marko Martin verließ im Mai 1989 als Kriegsdiensttotalverweigerer die DDR und lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Neben literarischen Tagebüchern zu Tel Aviv, Hongkong, Kuba und Südafrika erschienen in der Anderen Bibliothek zwei Erzählbände sowie der Porträtband „Dissidentisches Denken“. Zuletzt erschienen „`Brauchen wir Ketzer?` Stimmen gegen die Macht“ (Arco Verlag Wien) sowie die Essaybände „Und es geschieht jetzt. Jüdisches Leben nach dem 7. Oktober“ und „Freiheitsaufgaben“ (2025 im Berliner Tropen Verlag). Für sein literarisches Werk wurde er 2025 mit dem Reiner-Kunze-Preis und dem Ovid-Preis ausgezeichnet, im Januar 2026 mit dem Werner-Schulz-Preis.