Eva Haller, 1948 im rumänischen Timișoara (deutsch Temeswar) als Eva Spoleanschi geboren, ist Publizistin, Aktivistin und Ehrenamtsträgerin im Bereich jüdischer Bildungs-, Kultur- und Dialogarbeit. Sie wuchs in Wien auf und studierte Journalismus und Linguistik an der Columbia University in New York sowie an der Université Libre de Bruxelles und anschließend romanische und semitische Sprachen an der Universität Tel Aviv. Eva Haller arbeitete als freie Journalistin, war Auslandskorrespondentin für Radio Judaïca in Brüssel und begleitete Studierende bei ihren wissenschaftlichen Arbeiten an italienischen Universitäten. 2006 zog sie von Italien, wo sie viele Jahre lebte, nach München. Dort war sie von 2006 bis 2009 in der Jugendabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern tätig und koordinierte internationale Jugendaustauschprogramme.
Eva Haller ist Mitbegründerin und seit 2009 ehrenamtliche Präsidentin der Externer Link: Europäischen Janusz Korczak Akademie e. V. (EJKA) in München, die jüdische Bildung, interreligiöse und interkulturelle Begegnung und Dialogarbeit fördert, Vorurteile abbauen will und Bildungs- sowie Austauschprogramme anbietet. Die Akademie betreibt mit den Janusz-Korczak-Häusern Bildungszentren in München, Berlin und Duisburg und arbeitet mit Partnerorganisationen in Europa, Israel und den USA zusammen.
Ihre Arbeit wurde mehrfach öffentlich gewürdigt, darunter mit der Medaille „München leuchtet“ (2018) für besonderes gesellschaftliches Engagement. Am 11. Februar 2026 wird Eva Haller mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zudem ist sie als Präsidentin der EJKA zentral in der Vergabe des Janusz-Korczak-Preises für Menschlichkeit tätig. Ehrenamtlich engagiert sie sich zudem in weiteren kulturellen und gesellschaftlichen Projekten, insbesondere in der Vermittlung jüdischer Kultur in Schulen und im öffentlichen Raum. Sie ist Vorstandsmitglied im Haus der Kulturen und Religionen in München und stellvertretende Vorsitzende im Stadtbund Münchner Externer Link: Frauenverbände.