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Wann, wenn nicht jetzt? | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Büchererverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik „Zustrombegrenzung“ im Nachkriegsdeutschland Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Arnold Julius und Walter Frankenstein: Überlebende der Shoah Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Neuer Oststolz? Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? 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Wann, wenn nicht jetzt? Gedanken zu historischer Amnesie und der lebensrettenden Energie, die das Erinnern freisetzt.

/ 16 Minuten zu lesen

Am 22. Januar 2026 wurde der Schriftsteller Marko Martin in Leipzig mit dem Werner-Schulz-Preis ausgezeichnet, der an den am 9. November 2022 bei einer Veranstaltung im Bundespräsidialamt verstorbenen DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz erinnert. Der hatte sich für die Einhaltung der Menschenrechte in ganz Europa eingesetzt, insbesondere in den ehemaligen Satellitenstaaten der Sowjetunion. Der Werner-Schulz-Preis würdigt Autorinnen und Autoren, die versuchen, den Blick ihrer Leserinnen und Leser auch nach Osteuropa zu schärfen. In diesem Sinne plädiert Marko Martin für eine neue und wache "europäische Öffentlichkeit".

"Um zu sagen, was ist". Der Autor dieses Beitrags, der Schriftsteller Marko Martin, am 22. Januar 2026 im Mediencampus Leipzig bei seiner Dankesrede für den Werner-Schulz-Preis 2026. Der Preis ist nach dem ehemaligen DDR-Bürgerrechtler und Europaparlamentarier Werner Schulz benannt, der am 9. November 2022 bei einer Diskussionsveranstaltung des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue verstarb. (© bpb / Holger Kulick)

Es gab eine Zeit, und sie ist noch gar nicht so lange her, da genoss ein Prager Gemüsehändler mitunter auch im Westen Deutschlands eine gewisse Popularität – zumindest, wenn es um den Osten ging. Kaum ein Redner, historisch einigermaßen beschlagener Journalist oder eine gut vorbereitete Moderatorin, in deren Beiträgen jener namenlos bleibende Mann fehlte, der seine Ladenfenster-Auslage mit einer Plakat-Losung drapiert hatte. Und da jene Losung „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!“ lautete und es in der Auslage grau und mau aussah, ohne jegliche leuchtende Früchte des Südens, musste sich folglich das Geschehen in einer Vergangenheit abgespielt haben, die mit einem „glücklicherweise längst vergangen“ abgehakt werden konnte.

Abgeklärt-milde wurde darüber informiert, dass die Entscheidung des Mannes, das offensichtlich absurde Parteiplakat aufzustellen, keineswegs läppisch gewesen war, sondern als verinnerlichtes Unterordnungs-Ritual für die Fortdauer eines totalitären oder spät-totalitären Regimes geradezu unverzichtbar – eines Regimes indessen, das seit 1989 in Ostmitteleuropa längst Geschichte sei, weshalb nun auch „neue Herausforderungen auf uns warten“.

Immerhin: In der kursorischen Nachzeichnung einer Jahrhunderterfahrung wurde auch des Autors dieser Beschreibung gedacht – Václav Havel. Mitunter fand sogar Erwähnung, dass die Szene aus einem Buch mit dem Titel „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ stammte, welches Havel bereits 1978 geschrieben hatte - nach beziehungsweise vor den zahlreichen Gefängnisstrafen, zu denen ihn das Prager KP-Regime regelmäßig verurteilt hatte.

Kaum ein Wort hingegen zur Tatsache, dass einst bei Erscheinen der deutschen Übersetzung dieses Essays im Hamburger Rowohlt Verlag sich nur ganz wenige im Westen für eine solche Diktatur-Offenlegung interessiert hatten, dass die präzise Analyse von Alltag und Repression, Macht und Manipulation, von willfähriger oder erzwungener Massen-Kollaboration eben keinen Eingang in Universitätsseminare gefunden hatte, in denen sie für zukünftige Lehrende und damit Multiplikatoren doch so immens wichtig gewesen wäre – als notwendige Ergänzung zu den Texten der Frankfurter Schule, zu den erhellenden Studien über den (rechts-)autoritären Charakter.

Der tschechoslowakische Präsident Vaclav Havel winkt vor einer jubelnden Menge in Prag. (© AP)

Aber nun gut, Havel also hieß der Mann, nach der friedlichen Revolution von 1989 war er sogar Präsident geworden - und nach seinem Tod 2011 zu einer Art National-Label, abgebildet auf Kalendern/T-Shirts/Kaffeetassen in den inzwischen prall gefüllten Fenster-Auslagen Prager Touristenshops, zusammen mit Franz Kafka, dem braven Soldaten Schwejk und dem stets machtnahen Säuselsänger Karel Gott. Ein vorgebliches Erinnern gibt es, das sich erschöpft in possierlich handzahmer Anekdoten-Erzählerei, in einem halb-schlauen All-Erklärer-Duktus und einem Resümee, wie es banaler nicht sein könnte: Gestern ist gestern, heute ist heute – mit, dies nicht zu vergessen, „gänzlich neuen Herausforderungen“.

Freilich hat solches Plappern auch häufig einen Stich ins Infame: Ostmitteleuropäische Dissidenten-Erfahrungen – gut und schön, aber sind die Zeiten nicht längst darüber hinweggegangen?

Noch immer unbekannt: Herbert Belter

Der am 9. November 2022 verstorbene DDR-Bürgerrechtler und Europaparlamentarier Interner Link: Werner Schulz gab zeitlebens ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass derlei Einkästeln und Auslagern von Erfahrungen keinerlei Sinn ergibt – zumindest dann nicht, wenn man Leben als ein aktives und Erkenntnis forderndes definiert, das mehr ist als lediglich nur Da-sein für eine gewisse Zeit. 2009, und zwar genau hier in Leipzig, erinnerte er daran, was sich in seinem Geburtsjahr 1950 ereignet hatte, nicht weit entfernt von seinem Geburtsort Zwickau. In Leipzig waren oppositionelle Studierende, die auf friedliche Weise Demokratie, freie Wahlen und institutionell garantierte Menschenrechte gefordert hatten, von der Polizei aufgespürt und verhaftet worden. Anschließend übergab man sie dem Sowjetischen Geheimdienst, der die jungen Leute in die UdSSR verschleppte, wo sie in Geheimverfahren zu langjähriger Lagerhaft verurteilt wurden, zumeist in Workuta am nördlichen Polarkreis.

Oder sie wurden in Moskau erschossen, und Werner Schulz kannte ihre Namen und nannte sie: Herbert Belter, Heinz Eisfeld, Gerhard Rybka und Axel Schroeder. Nannte ihre Namen und bedauerte, dass diese im kollektiven Gedächtnis des Landes noch immer keinen Platz gefunden hatten – so wie sie auch vor ´89 noch nicht einmal den jungen DDR-Oppositionellen der siebziger und achtziger Jahre bekannt gewesen seien. Auch später, als Grünen-Abgeordneter des Europaparlaments, wurde Werner Schulz nicht müde, mutige Einzelne wie Anna Politkowskaja, Boris Nemzow und Pussy Riot, aber auch zahlreiche andere, weniger Prominente in den Fokus zu rücken und schon frühzeitig und hellsichtig zu analysieren, was in Russland geschah – einst und jetzt.

Dieses „Wir wissen, wie´s läuft“

Das Insistieren, dass auch vom Schicksal dieser Menschen der Frieden und die Stabilität in Europa abhängen, wurde nachsichtig belächelt – und längst sehen wir, wohin uns dieses „Wir wissen, wie´s läuft“ der Herren der Hinterzimmer, der „alten Fahrensleute der Diplomatie“, wohin uns diese Phalanx aus Lobbyisten, Kollaborateuren, Schönrednern und Sandkastenstrategen gebracht hat. Kein Grund also, sich von ihnen und deren medialen Lautsprechern auch nur in irgendeiner Weise einschüchtern und in die argumentative Defensive drängen zu lassen. Das Beharren auf Menschenrechten ist Realpolitik, Punkt.

Und „feministische Außenpolitik“, wie auch immer gegenwärtig darüber gehöhnt werden mag, ist ebenfalls ultra-realistisch: Wer Frauen unterdrückt, unterdrückt ganze Gesellschaften und setzt dann geradezu zwangsläufig grenzüberschreitende Aggression in Gang: Stichwort Iran und dessen machistisch-faschistoide Proxies Hamas und Hisbollah. Oder siehe Russland, wo nicht zufällig jenem von der Duma eilfertig abgesegneten Gesetz zur weitgehenden Dekriminalisierung häuslicher Gewalt nur wenig später, am 24. Februar 2022, die Vollinvasion in die Ukraine folgte.

Und was das Erinnern und Aufarbeiten betrifft, auf dessen politische Relevanz Werner Schulz immer wieder hingewiesen hat: Die Handschellen, mit denen die Moskauer Miliz im Oktober 2021 die Türen zum Büro von Interner Link: Memorial verschloss, sind geradezu das Symbol dafür, wie ein amtlicher Befehl zum Vergessen der vorherigen Untaten nichts anderes bedeutet als die Vorbereitung kommender Verbrechen. Der Kontinuität der gewaltsamen Machtausübung entspricht seit jeher eine Kontinuität des Krieges gegen das Gedächtnis. Dies anzuklagen ist wichtig, doch dabei stehen zu bleiben, wäre gleichwohl auch etwas wohlfeil. Da es doch an uns liegt, das Erinnern und Weitergeben zu verteidigen und zwar keineswegs als Selbstzweck und filigranes Marcel Proust´sches Exerzitium, sondern ganz konkret: Namen nennen, Biografien wieder lebendig machen, um uns und andere zu ermutigen – und zwar jenseits von einlullenden „Alles wird irgendwann gut“-Illusionen.

So wie es in seinem Buch „Die Rückseite des Krieges“ der 1987 geborene ukrainische Schriftsteller Andriy Lyubka tut, in welchem er unter anderem an den Dichter Wolodymyr Wakulenko erinnert, der sein Tagebuch und seine Gedichte unter einem Kirschbaum in seinem Garten vergraben hatte - kurz vor seiner Ermordung im März 2022 durch die russländischen Besatzer. Nach der Befreiung des Gebietes durch die ukrainische Armee wurden die Texte von der Schriftstellerin Victoria Amelina aufgefunden und als Buch herausgegeben. Victoria Amelina, die dann im Sommer 2023 einem russischen Raketenangriff zum Opfer fiel. Und Andriy Lyubka, der uns all dies in seinem Buch mitteilt, sammelt seit Jahren Spenden für Jeeps, die hinter den Frontlinien Material und Soldaten transportieren. Er sammelt Spenden und fährt die Wagen dann in Eigenregie von seinem Wohnort in den Karpaten über tausend Kilometer hinüber in den umkämpften Osten des Landes.

Von "Dekoder" bis "Monitor Luftkrieg"

Wie viele Möglichkeiten es gibt! Vereine, Initiativen und immer wieder Einzelne, die nicht vereinzelt bleiben. Zum Beispiel Ina Rumiantseva, die Preisträgerin vom letzten Jahr, die bis heute nicht nachlässt, an die Namen derer zu erinnern, die nach wie vor in Diktator Lukaschenkas Kerkern und Straflagern leiden. Wie Ingo Petz und die Internetplattform Dekoder, die alles versuchen, damit die Zustände in Belarus nicht in Vergessenheit geraten. Oder wie Katharina Raabe und Kateryna Mishchenko im Suhrkamp Verlag den Stimmen aus der Ukraine Gehör verschaffen. Wie die Kleinverlage Mauke in Weimar und edition.fotoTAPETA in Berlin gegen alle Widrigkeiten des Marktes relevante Bücher aus Osteuropa zu uns bringen. Wie mein Schulfreund Marcus Welsch im „Monitor Luftkrieg“ detailliert recherchiert, auf welche Weise tagtäglich Russland angreift und welche Verteidigungssysteme die Ukraine jetzt benötigt. Oder Christoph Brumme, der detailliert aus Poltawa berichtet und ebenfalls unermüdlich lebensrettende Spenden sammelt. Oder Friederike Freier, die in Ostdeutschland ein Netz aufbaut, um den Freiheitskampf in der Ukraine mit der hiesigen Verteidigung gegen die hiesigen Menschenverächter zu verknüpfen.

Dazu so viele, die hier Geflüchteten aus Ost und Süd beistehen und bei Angriffen aus Reihen der AfD und Neonazi-Trupps nicht klein beigeben – etwas, das besonders in der Provinz mit großem persönlichen Risiko verbunden ist. Nicht wenige von ihnen sind übrigens „89er“, hinzu kommen nun ihre Kinder, mitunter sogar schon die Enkel – auch das ist Kontinuität. Vergessen wir dies also nicht, sondern schöpfen Kraft daraus, ganz im Sinne Hannah Arendts, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihrem alten Lehrer Karl Jaspers schrieb, dass wir „der Verführung zur Verzweiflung oder Menschenverachtung nicht nachgeben“ dürfen, schließlich gebe es noch „verhältnismäßig viele Noahs, die auf den Weltmeeren herumschwimmen und versuchen, ihre Archen so nah wie möglich aneinander heranzusteuern“.

„Tja, kannste halt nüscht machen“

Die Anerkenntnis dessen kann überdies auch vor jenem sich selbst paralysierenden Gerede bewahren, das angesichts der von Tätern und Mitläufern verbreiteten Schrecken gewöhnlich mit einem unangemessen naiven „Wer hätte das gedacht?“ beginnt, mit einem ahistorischen „So schlimm war es noch nie“ fortfährt und im schlimmsten Fall endet bei einem defätistischen „Tja, kannste halt nüscht machen“. In diesem Falle bliebe dann tatsächlich nichts anderes, als beim ewigen Gemüsehändler vorstellig zu werden, um die faden Früchte des Defätismus einzusacken.

Doch Moment: War nicht nach ´89 erzählt worden, Havels reale Gleichnisfigur habe sich ob „anderer Herausforderungen“ für immer aus der Geschichte verabschiedet? Können sich nicht viele, angesichts der alles andere als harmonisch verlaufenen ostmitteleuropäischen Transformationsprozesse, angesichts auch der blutigen Jugoslawienkriege, bis heute gar nicht einkriegen vor Gratis-Spott über Francis Fukuyamas in der Tat unsinnige These vom „Ende der Geschichte“? Haben uns diese selbsterklärten Hyperrealisten nicht wortreich erklärt, was stattdessen den „Lauf der Welt“ präge, über den offenbar sie derart clever Bescheid wissen? Neoliberalismus, zunehmende Abwesenheit des Staates, Überproduktion von Konsumgütern.

Ganz gleich, ob nun affirmativ oder im Gegenteil warnend und durchaus plausibel die sozialen und nicht zuletzt klimapolitischen Folgeschäden voraussagend - eines verbindet diese selbstgewiss monothematischen „Deuter der Geschichte“, die auch als Anti- oder Postmarxisten noch immer in der Matrix eines mechanisch priorisierenden „Hauptwiderspruch versus Nebenwiderspruch“ festzuhängen scheinen, dann doch lagerübergreifend: Die Gewissensentscheidung des Einzelnen spielte und spielt in ihren Diskursen kaum je eine Rolle.

Zwar ist da stets allerlei Treffendes zu hören - ob nun über „Strukturen und Prozesse“, über Algorithmen, KI und zunehmend anonymere Steuerungs- und Manipulationsmethoden - doch taucht fast nirgendwo die Frage auf, die Václav Havel damals stellte: Mit welchen uns durchaus möglichen Entscheidungen – oder auch Nicht-Entscheidungen – machen wir die Welt entweder besser oder schlechter? Dabei hatte er doch bereits Ende der siebziger Jahre die ostmitteleuropäische Erfahrung des Spät-Stalinismus als ein Menetekel auch für den Westen beschrieben, dessen Gesellschaften ja ebenfalls nicht gefeit sind vor jenem toxischen Mix aus Zynismus und Resignation.

Das schulterzuckende Behaupten von Nicht-Zuständigkeit

Das Negieren oder für Obsolet-Erklären individueller Verantwortlichkeit ist freilich gewiss nicht rein neueren Datums. Im Gegenteil – das auftrumpfende oder auch schulterzuckende Behaupten von Nicht-Zuständigkeit scheint uns von Anbeginn an zu begleiten. „Kain, wo ist Dein Bruder Abel?“ Und die kaltschnäuzige Antwort, über die Jahrtausende hinweg und nun in unserer Zeit entweder national-kollektivistisch, autoritär-libertär oder schlicht konsumistisch ignorant grundiert: „Bin ich meines Bruders Hüter?“

Das fordernde „Ja“ auf diese Frage aber ist ebenso alt wie die Menschheit – auch daran zu erinnern, setzt Energie-Reservoirs frei. Ein anderer tschechischer Intellektueller, der Husserl-Schüler und „Charta 77“-Mitbegründer Jan Patocka, hatte für diese Ethik des Nicht-Wegschauens den schönen Begriff von der „Solidarität der Erschütterten“ gefunden. Patocka, der 1977 nach einem mehrstündigen Verhör durch den kommunistischen Geheimdienst starb, meinte mit einer solchen „Solidarität der Erschütterten“ nicht irgendein folgenloses Händeringen und Barmen im Stuhlkreis. Im Gegenteil. Es ging sogar noch über einen lediglich politisch-oppositionellen Aufruf zum gemeinsamen Engagement hinaus.

„Erschüttert“ im philosophischen Sinn waren für Jan Patocka jene, die aus der Erfahrung ihrer eigenen Endlichkeit heraus gemeinsam aufstanden gegen diejenigen, die unsere ohnehin schon elend kurze Zeit auf Erden zusätzlich verkürzen mit Angriffskriegen und Massenmord und uns malträtieren mit Repression und der demütigenden Lüge, all das geschehe zum „Wohle des Volkes“. Doch noch einmal: Sind die friedlichen Revolutionen von 1989, die so erfolgreich von diesen Gedanken getragen waren, nicht längst nur noch Stoff für Geschichtsbücher (falls sie denn darin vorkommen) oder gar fragwürdig erbauliche Anekdoten, die man sich auch dann noch erzählt, wenn rings um einen erneut alles zusammenbricht?

"Aufgeben ist keine Option": Wie und wohin geht die Geschichte weiter?

Gemach, denn die Geschichte geht ja weiter – und nicht allein nur in einer Weise, die verzweifeln macht. Die Prager Demonstranten jedenfalls, die 2020 gegen das korrupte Regiment von Premier Babis demonstriert hatten und sodann ab 2022 immer wieder zu Abertausenden auf die Straße gingen, um ihre Unterstützung der Ukraine kundzutun, betrieben alles andere als wirkungslose Symbolpolitik: Es ist nicht zuletzt der fortgesetzten Präsenz dieser Menschen zu verdanken, dass Babis, inzwischen zurückgekehrt an die Macht, entgegen vorheriger Ankündigungen nun doch die Koordination der bitter notwendigen multinationalen Munitionsinitiative für die angegriffene Ukraine nicht blockieren wird.

Als parlamentarische Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag kandidierte Werner Schulz 1998 für das Amt des Oberbürgermeisters in Leipzig. Auf einem Forum am 21.3.1998 im Schauspielhaus der Messestadt stellte er sich Wählerfragen. Schulz trat vergeblich am 5. April gegen sechs weitere Kandidaten an. (© picture-alliance, ZB | Wolfgang Kluge)

Werner Schulz hätte diese aktuelle Entwicklung wohl mit seinem berühmten melancholischen Lächeln quittiert: Seht Ihr, Aufgeben ist keine Option, Öffentlichkeit herstellen zahlt sich aus, aber zur gerechtfertigten moralischen Empörung muss sich immer auch das strategische Denken gesellen, dürfen wir dieses um Himmels Willen nicht allein den Plänen der Täter überlassen.

Als er 1993 eine Bewaffnung des multi-ethnischen Bosniens gefordert hatte, das von mörderischen serbisch-kroatischen Angriffen überzogen wurde, war die Unterstützung in der von ihm mitbegründeten Partei, den Bündnisgrünen, noch denkbar schwach, von der gesamtdeutschen Gesellschaft ganz zu schweigen. Dabei hätte eine bosnische Verteidigungsfähigkeit wohl nicht nur das genozidale Massaker von Srebrenica verhindert, auch die unzähligen Dahingemordeten in Sarajewo und in der Provinz wären noch am Leben. Kraft für seine Minderheitenposition – nicht die erste, nicht die letzte in seinem Leben – fand er dabei in Gesprächen mit Überlebenden des Warschauer Ghettoaufstandes, die ebenso vernehmlich diese Wahrheit aussprachen: Europa scheitert moralisch, aber auch politisch, wenn wir Bosnien allein lassen.

Genauso warnte Werner Schulz bereits lange vor 2014 und der Annektion der Krim vor dem, was sich da angekündigte in jener seit Putins Machtantritt sukzessiv verstärkenden Gewalttätigkeit nach innen, die dann logischerweise auch über Russlands Grenzen dringen würde. Heute nun benötigt die gesamte Ukraine effektivere Verteidigungswaffen, doch anstatt das zigste Indiz für die These hervorkramen, dass eine in sich zerstrittene EU zur Schwäche verdammt sei, sollten eher die vorhandenen Optionen wertgeschätzt und klug eingesetzt werden. Denn noch regieren in wichtigen Hauptstädten Merz, Macron und Starmer, doch laufen sich hinter ihnen bereits Weidel, Le Pen/Bardella und Nigel Farange warm.

Auch dem unkalkulierbaren Trump könnte irgendwann der clevere Vance folgen, um damit den illiberalen Tech-Oligarchen den endgültigen Durchmarsch zu ermöglichen. Dann wäre es mit der ohnehin nicht ausreichenden Unterstützung der Ukraine wohl gänzlich vorbei, gleichzeitig käme auch in unseren Gesellschaften Entscheidendes ins Wanken. Es kann, welch himmelstürzende Erkenntnis, also immer noch schlimmer kommen. Die Beispiele USA, Ungarn, Slowakei und Georgien, das Schwanken oder gar Zusammenbrechen der macht-ausbalancierenden Institutionen, der fliegende oder auch stille, verdruckste Fahnenwechsel von so vielen zeigen jedenfalls, dass der willfährige Prager Gemüsehändler unzählige Nachfolger bekommen hat, die im Unterschied zu ihm freilich noch ungleich mehr Schaden anrichten können.

Verbreitete Kremlpropaganda

"Seien Sie Kassandra, lesen Sie uns die Leviten". Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung zum Schriftsteller Marko Martin, dem Preisträger des Werner-Schulz-Preises 2026. (© bpb / HolgerKulick )

Und hier, in Deutschland? AfD und BSW, in Teilen auch die Linke verbreiten Kreml-Propaganda, zu der übrigens auch die Vernebelungs-Behauptung gehört, es gäbe eigentlich gar keine Propaganda, da ohnehin jegliches nur eine Frage der Interpretation sei. Als publizistisches Sturmgeschütz solcher Querfronten empfiehlt sich dabei jene Zeitung, die man als das erste Oligarchen-Blatt des Landes bezeichnen könnte – oder, wie es der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk tut, kurz und bündig als „Berlinskaja Prawda“.

Nicht allein, dass dort der strafrechtlich verurteilte Politkriminelle Interner Link: Egon Krenz hofiert wird als „Zeitzeuge“ und Kommentator zum Weltgeschehen. Als es Anfang Januar in Berlin nach einem terroristischen Anschlag auf die Stromversorgung zu einem erinnerlichen Chaos kam, rechnete ein Schreiber dieses Blattes flugs vor, wie viel Stromaggregate in die Ukraine geliefert worden seien, die nun „bei uns“ fehlen würden. Eine Gegen-Recherche der Taz fand indessen heraus, dass der Berliner Stromnetz-Betreiber keineswegs einen Mangel an Aggregaten beklagt hatte, sondern im Gegenteil darauf verwies, dass eine schnelle Reparatur am betroffenen Netz viel einfacher und effektiver sei als eine flächendeckend provisorische Aggregat-Bereitstellung.

„Ein Kampf, der nun beginnt“

Petitessen? Wohl eher der erste Aufschein dessen, was bald flächendeckend durchgezogen werden könnte, sobald der zum Verleger gewordene Tech-Millionär Holger Friedrich sein Projekt einer „Ostdeutschen Allgemeinen“ umgesetzt hat. Nicht zufällig spricht er, ganz ähnlich wie die russischen Staatsmedien oder wie Elon Musk, andauernd von einem „Kampf“, der nun beginne. Welche Schützenhilfe für welche Parteien im Osten da geleistet wird, kann man sich unschwer denken. Auch hier aber wird es nicht reichen, lediglich die Fakten aufzuzählen. Wenn es, wie Anne Applebaum in ihrem jüngsten Buch en détail beschreibt, eine „Achse der Autokraten“ gibt und dazu eine Internationale von deren Propagandisten – wie reagieren wir darauf? Wenn es die Ukraine mitten im blutigen russländischen Angriffskrieg vermocht hat, sich in atemberaubender Geschwindigkeit zu digitalisieren und auch dadurch widerständig zu bleiben, weshalb verharren wir im Westen dann weiterhin in einer Art Schockstarre? Ist es etwa ein Naturgesetz, dass anscheinend nur die Fake News der Lügner, die infamen Umdeutungen der Hetzer massenhaft „Klicks“ gerieren? Was ist mit der wichtigsten Botschaft unserer Zeit, dass die Ukraine ein Menetekel nicht nur für uns ist, sondern für die ganze Welt? Wenn Russland durchkommen sollte, wären auch bald die Tage der demokratischen Inselrepublik Taiwan gezählt. Und würden hier, in Ost- wie in Westdeutschland, die EU-feindlichen Populisten-Parteien weiter an Zuspruch gewinnen, ginge es eben nicht allein mit dem Rechtsstaat und der Humanität, sondern auch mit der Wirtschaft endgültig bergab, würde die Unterstützung der Ukraine noch poröser – mit allen Folgen wiederum auch hier, inklusive Millionen von Geflüchteten.

Frage: Wäre es für Jüngere, Digital-Affine mit den entsprechenden Skills, nicht geradezu die Aufgabe ihrer Generation, ein solches Zusammenhänge-Offenlegen im Netz zu verstärken? Noch einmal: Wo steht geschrieben, dass der Witz und die Algorithmen, die Schnelligkeit und die Influencer-Präsenz auf immer im Missbrauchs-Areal der anderen festgezurrt sein müssen?

"Europäische Öffentlichkeiten schaffen"

Währenddessen könnten wir Älteren ja auch das eine oder andere beitragen an quasi analoger Erfahrung, ein jeder an seinem Ort. So wie etwa die italienische Schriftstellerin Francesca Melandri, die in ihrem eindringlichen Buch „Kalte Füße“ über ihren Vater schreibt, der einst unter dem Befehl Mussolinis am „Russland-Winterfeldzug“ teilgenommen hatte, jedoch Besatzer in der Ukraine gewesen war, wie seine Tochter späterhin herausfindet - und diese Erkenntnis zu einer großen Selbstbefragung werden lässt über blinde Flecke Italiens, auf der Linken ebenso wie auf der Rechten.

Versuchen wir also europäische Öffentlichkeiten zu schaffen auch jenseits von Organisationen, Tagungen und Festreden. Versuchen wir, auch im Alltagsleben, Verbindungen herzustellen zwischen unseren Freunden und Freundinnen in Osteuropa und im Baltikum und jenen im Süden, deren Eltern und Großeltern einst doch so erfolgreich Salazar und Franco hinter sich gebracht hatten. Versuchen wir sie zu überzeugen, dass der Widerstand der Ukraine doch auch ihre ureigenste Angelegenheit sein müsste, unsere gemeinsame finest hour. Wann, wenn nicht jetzt?

Als Werner Schulz 2009 oben erwähnte Rede in einem Leipzig hielt, das auf seine 89er-Revolutionsvergangenheit zu Recht stolz ist, ging es jedoch um verweigerte Einsichten. Der Schriftsteller Erich Loest (dem inzwischen ein Literaturpreis gewidmet ist, mit dem in diesen Tagen der wunderbare Durs Grünbein ausgezeichnet wird) hatte in jenem Jahr ein Bild in Auftrag gegeben, das an die in der DDR von der Universität Vertriebenen erinnerte.

Reinhard Minkewitz´ Gemälde zeigte unter anderem Ernst Bloch, zeigte Hans Mayer, zeigte den in Moskau erschossenen Herbert Belter. Die Universität aber wollte es damals nicht haben, die Offiziellen blockten und wandten sich, und selbst die von Werner Schulz ad hoc befragten Studenten und Studentinnen wussten nicht das geringste mit Leben und Tod von Herbert Belter anzufangen. Und heute? Seit 2015 hängt das Bild nun doch in der Universität, und Werner Schulz hatte dazu erneut eine seiner Klartext-Reden von geradezu kristalliner Stringenz gehalten.

Ignorierte Staatsgewalt gestern und heute

Der gegenwärtigen Studierendenschaft dürfte jedoch weiterhin unbekannt sein, was sich damals in den fünfziger Jahren hier abgespielt hatte. Aber was heißt schon „damals“? Sind die jungen Leute, nun im Angesicht der gegenwärtigen russländischen Massenmorde, wacher geworden, suchen sie das Gespräch mit ihren Eltern, von denen doch gewiss nicht wenige ein „Was geht uns das an, sind wir etwa der Ukraine Hüter?“ murmeln oder posten?

Inzwischen hat ja der aktivistische Teil der Studierenden seine vermeintlich pro-palästinensischen Kufiyas wieder eingepackt – auf Polnisch heißen diese übrigens sinnigerweise „Arafatka“ - und macht offenbar auch keine Anstalten, diese wieder auszupacken, zum Beispiel zum Unterstützungs-Protest für die jungen Menschen im Iran, die dort auf den Straßen niedergemäht werden. Da ließe sich doch durchaus mal fragen, wie man/frau es denn mit der Ukraine hält. Nicht paternalistisch-vorwurfsvoll, jedoch auch nicht in falscher, sich anschleimender „Achtsamkeit“. Einer wie Werner Schulz, da bin ich mir sicher, hätte jedenfalls den richtigen Ton gefunden.

Im Wissen, wie viele andere diesen Preis, der nach Werner Schulz benannt ist, ebenso – ja gewiss noch mehr - verdient hätten, nehme ich ihn voller Dankbarkeit und Demut an, vor allem als Herausforderung. Um “zu sagen, was ist“. Und selbstverständlich ist auch dies ein Wort eines jener Anderen, dem ich, dem wir so unendlich viel verdanken – in diesem Fall Interner Link: Jürgen Fuchs. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen von Herzen.

"Nicht der Verführung zur Verzweiflung oder Menschenverachtung nachgeben". Marko Martin, Hannah Arendt zitierend in seiner Leipziger Preisrede 2026. (© bpb / Holger Kulick)

Zitierweise: Marko Martin, "Wann, wenn nicht jetzt?", in: Deutschland Archiv, 24.01.2026. Link: www.bpb.de/574695. Alle Beiträge im Deutschlandarchiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Weitere Texte vom Autor im Deutschland Archiv:

Marko Martin über Jürgen Fuchs: Interner Link: "Ich feinde an, was über Leichen geht", DA vom 6.1.2026

Marko Martin: Interner Link: Erinnerungslandschaften, zerklüftet, DA vom 2.9.2025

Buch Marko Martins in der bpb-Schriftenreihe: Interner Link: "Die verdrängte Zeit", bpb 2021

Flaßpöhler, Staeck, Wolle, Martin u.a., Interner Link: "Wer gibt uns heute noch zu denken?" , DA vom 7.1.2026

Karl Schlögel, Interner Link: Belarus. Terra Incognita. Die Laudatio der Verleihung des Werner-Schulz-Preises 2025., DA vom 28.1.2025

Jens Reich, Markus Meckel u.a.m., Interner Link: Fünf Gedanken über Werner Schulz, DA vom 18.11.2022

Fussnoten

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