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26.10.2012 | Von:
Karlheinz Lau

Friedrich II. – Friedrich der Große

Die DDR und der Preußenkönig

Die offizielle Sicht der DDR auf Friedrich II. und Preußen war keineswegs eine Einbahnstraße. Rigide Ablehnung alles Preußischen bestimmte die Ära Ulbricht. Entscheidenden Anstoß gab das Kontrollratsgesetz 46 über die Auflösung Preußens. Impulse für eine differenziertere Betrachtung brachte das Buch von Ingrid Mittenzwei über Friedrich II. Honecker bezeichnete den König schließlich sogar als Friedrich den Großen.

Antoine Pesne, Friedrich II.Friedrich der Große, König von Preußen. Gemälde von Antoine Pesne um 1745 (© Landesmuseum Hannover/akg-images)
Die Betrachtung der geschichtlichen Bedeutung Friedrichs II. und seiner historischen Rolle in DDR war keineswegs eine Einbahnstraße, wie man vermuten könnte. Zwar beanspruchte die SED – sprich: deren Politbüro – die Deutungshoheit über die Persönlichkeit und das Wirken des Preußenkönigs und gab die Richtung in der Argumentation vor, die sich dann bis in die Lehrpläne des Faches Geschichte der Schulen niederschlug. Aber unter dem Dach des ideologisch bestimmten Deutungsmonopols zeichneten sich im Verlauf der DDR-Geschichte zahlreiche Linien ab, die von einer grundsätzlichen Ablehnung Friedrichs über differenzierte Betrachtungsweisen bis zu positiven Einschätzungen reichen.

Dabei muss beachtet werden, dass Preußen und Friedrich der Große als die bekannteste Persönlichkeit der preußischen Geschichte auch in den Beurteilungen der Zeitgenossen und Nachgeborenen nicht voneinander zu trennen sind – zumindest in den Einschätzungen der radikalen deutschen Kommunisten bis heute. Schließlich kann die unterschiedliche Bezeichnung Friedrich II. oder Friedrich der Große bis in unsere Gegenwart die unterschiedliche Bewertung dieses Monarchen ausdrücken.

I.

Der einvernehmliche Konsens der Anti-Hitler-Koalition des Zweiten Weltkrieges und Siegermächte über Preußen wurde durch deren Memorandum vom 8. August 1946 im Alliierten Kontrollrat zusammengefasst: "Es muss nicht eigens betont werden, dass Preußen in den letzten 200 Jahren eine Bedrohung für die Sicherheit Europas dargestellt hat. Der Fortbestand des preußischen Staates, und sei es nur in der Gestalt seines Namens, könnte später zum Ausgangspunkt revanchistischer Bestrebungen des deutschen Volkes werden, würde militaristischen Ambitionen in Deutschland Vorschub leisten und den Wiederaufstieg eines autoritär geprägten, zentralistischen Deutschlands begünstigen. Das muss im Interesse aller unbedingt verhindert werden."[1] Es war also folgerichtig, dass das Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 die Auflösung des preußischen Staates verfügte: "The Prussian State which from early days has been a bearer of militarism and reaction in Germany has de facto ceased to exist."[2]

Dieser politischen Initialzündung bedurften die deutschen Kommunisten in ihrem Einflussbereich, der sowjetisch besetzten Zone (SBZ), nicht. Bereits im August 1945, wenige Wochen nach der bedingungslosen Kapitulation, verfügte das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands die Enteignung der Großgrundbesitzer, der "Junkerkaste" sowie der Großindustriellen. Sie galten schon immer als Träger von Militarismus und Chauvinismus und schließlich auch des Nationalsozialismus, ihre Beseitigung war eine Voraussetzung für die Ausrottung des preußischen Militarismus. Der gesamte Grundbesitz von über 100 Hektar wurde entschädigungslos enteignet. Der offizielle Slogan dieser Bodenreform lautete "Junkerland in Bauernhand", zu hören war aber auch: "Rottet dieses Unkraut aus".[3]

Dieses Ereignis dokumentiert, wer bereits unmittelbar nach Kriegsende neben der Siegermacht Sowjetunion in diesem Teil Deutschlands auf deutscher Seite die politische Macht besaß. In der Konsequenz hieß die Linie, dass in der SBZ/DDR die Herrschaftszeichen des "reaktionären Preußentums" keinen Platz im öffentlichen Raum haben durften. Es begann eine spektakuläre "Bilderstürmerei": Die bekanntesten Beispiele sind der
Abriss des Berliner StadtschlossesDer Abriss des Berliner Stadtschlosses als sozialistische Aufbauarbeit: "An der Beseitigung der Ruine des Berliner Schlosses leisten Jugendliche freiwillige Arbeit als Beitrag Berlins zu den Volkswahlen der Deutschen Demokratischen Republik am 15.10.50." (Originaltext ADN) (© Bundesarchiv, Bild 183-08103-0025; Foto: Gustav Köhler/ADN)
Abriss des Berliner Stadtschlosses 1950, obwohl sein Wiederaufbau möglich gewesen wäre, oder der Schinkelschen Bauakademie, an deren Stelle das Außenministerium der DDR gebaut wurde, die Sprengung der Turmruine der Potsdamer Garnisonkirche 1968, die Abtragung der Ruinen des Potsdamer Stadtschlosses 1960, ganz zu schweigen von der Zerstörung und Verwahrlosung zahlreicher adliger Herrensitze; Gutshäuser und Schlösser vornehmlich in Brandenburg und Mecklenburg wurden Opfer des radikal-kommunistischen Bildersturms. Hauptverantwortlicher und Initiator war SED-Chef Walter Ulbricht. Preußen sollte aus dem kollektiven Gedächtnis der Deutschen in der SBZ/DDR gelöscht werden, was allerdings nie in Gänze gelang.

Zahlreiche Persönlichkeiten, zum Beispiel Denkmalpfleger und Kunsthistoriker, protestierten gegen diese Politik. Ihnen ist es zu verdanken, dass zwar die Demontage des berühmten Reiterstandbildes Friedrichs des Großen von Christian Daniel Rauch Unter den Linden nicht unterblieb, doch wurde es in einer abgelegenen Stelle des Parks von Sanssouci versteckt und dadurch vor dem Einschmelzen bewahrt. Einer der Initiatoren dieser Aktion war der damalige Kulturminister der DDR, Hans Bentzien (SED). Sein Vorgehen beweist, dass die radikale Preußenablehnung à la Ulbricht selbst von führenden Genossen nicht geteilt wurde.

Überliefert sind außerdem nicht wenige stumme Proteste in der Bevölkerung, wie das Beispiel der Einwohner von Letschin, einem Dorf im Oderbruch, zeigt. 1905 hatten die Bewohner des Ortes ein Denkmal Friedrichs des Großen als Dank für die Trockenlegung des Bruchs errichtet. In DDR-Zeiten wurde es versteckt und dadurch vor dem Einschmelzen bewahrt, 1990 wieder aufgestellt.

Bekannte Künstler und Autoren hingegen, wie Bernhard Heisig, Heiner Müller oder Peter Hacks, lehnten eine positive Würdigung der Persönlichkeit Friedrichs des Großen grundsätzlich ab. Die Schriftstellerin Gisela Heller, die später "ihre Wende nach der Wende" erlebte, schildert folgende Begebenheit: "Potsdamer FDJler zimmern einen Sarg und schreiben drauf: Hier ruhen die letzten Hoffnungen der Kriegsbrandstifter auf einen alten Geist von Potsdam und wollen ihn an der Langen Brücke in die Havel versenken. Doch der Sarg sinkt nicht und schwimmt weiter. Schon feixen einige unverhohlen. Die FDJler werden nervös …, da geht die Kiste doch noch unter. Ein alter Genosse tröstet sie: laßt man gut sein, das entspricht genau den historischen Lehren. Der alte Geist von Potsdam geht nicht so schnell unter, er versinkt langsam."[4]

II.

Die Linie Walter Ulbrichts wurde zunächst auch von seinem Nachfolger, Erich Honecker, fortgesetzt. Sie wurde von ihm noch insofern verstärkt, als vorerst jeder Bezug auf die deutsche Nation getilgt wurde. Hatte etwa die Verfassung von 1968 im Artikel 1 die DDR einen "sozialistischen Staat deutscher Nation" genannt, so tauchte in der Novelle von 1974 der Begriff "deutsche Nation" nicht mehr auf. Auch der Text der Nationalhymne der DDR, in der es hieß: "Deutschland, einig Vaterland", durfte fortan nicht mehr gesungen werden. Es sollte radikal mit der Vergangenheit gebrochen werden, um im Sinne der Ideologie des Marxismus-Leninismus eine neue Werte- und Gesellschaftsordnung aufzubauen: die DDR – den "ersten Arbeiter-und-Bauernstaat auf deutschem Boden".

Der Versuch der DDR-Führung, auf dem Umweg über die Auslöschung des gesamtdeutschen Bewusstseins zu einem eigenen Staatsvolk mit eigener (nationaler) Identität zu kommen, scheiterte an der Tatsache der gespaltenen Nation. Schließlich verkündete Honecker selbst die offizielle Sprachregelung: Staatangehörigkeit DDR, Nationalität deutsch. Es entwickelte sich – vornehmlich bei Historikern, Kulturpolitikern der Partei, aber auch in der interessierten Öffentlichkeit – eine Diskussion über ein sozialistisches Geschichtsbewusstsein, über ein nationales Erbe, das sich der "fortschrittlichen Traditionen der deutschen Geschichte" annehme. Dieser Wandel war kein plötzlicher Bruch, sondern eher ein Prozess, der immer wieder kollidierte mit den radikalen Positionen der Ulbricht-Linie und ihrer Anhänger.

Scharnhorst-OrdenScharnhorst-Orden: Schnalle mit Orden und Interimsspange (oben) (© Wikimedia)
So wurde nun die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR als eine Organisation charakterisiert, in der preußische Traditionen von Anbeginn an einen zentralen Platz eingenommen hätten. Als Belege hierfür dienten die Stiftung des Scharnhorst-Ordens 1966 – also noch während der Ulbricht-Ära –, der Angehörigen der NVA, der Grenztruppen, der Zivilverteidigung und des Ministeriums für Staatssicherheit für Verdienste um die Stärkung der Landesverteidigung der DDR verliehen werden konnte, oder die Pflege traditionellen militärischen Brauchtums wie des Große Zapfenstreich, des Großen Wachaufzuges Unter den Linden oder des berühmten Stechschrittes. Der Begriff "die Roten Preußen" für die DDR und ihre Armee machte die Runde.

Dies als Rezeption Preußens zu bezeichnen, geht indes zu weit. Vielmehr zielte diese Art militärischer Übungen auf die NVA selbst, disziplinierende militärische Verhaltensweisen umzusetzen, wobei die Ausstrahlung auf die übrige Bevölkerung durchaus beabsichtigt war. Daraus entwickelte sich dann aber eine Traditionslinie, die ganz im Sinne der SED lag, die an die deutsch-russische Waffenbrüderschaft in den Befreiungskriegen gegen Napoleon anknüpfte, an die Reformer August Neidhardt von Gneisenau und Carl von Clausewitz, nach denen sogar Kasernen benannt wurden. Die "fortschrittlichen militärischen Traditionen der Geschichte des deutschen Volkes" wurden in der DDR fortan gepflegt.


Fußnoten

1.
Christopher Clark, Preußen, Bonn 2007, S. 766.
2.
Zit.: Ingo von Münch (Hg.), Dokumente des geteilten Deutschland, Stuttgart 1968, S. 54.
3.
Zit.: FAZ, 10.8.2012.
4.
Gisela Heller, Das Havelland – mit den Augen der Liebe gesehen, Leipzig 1981, o. Pag., Kap. "Potsdam".

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