Beleuchteter Reichstag

12.5.2021

DDR-Kurzdiagnose. Eine Prophezeiung von Joseph Beuys

Joseph Beuys vor 36 Jahren über das nahe Ende der DDR

Vor 32 Jahren endete die Geschichte der DDR. Als Prophet ihres Untergangs erwies sich fünf Jahre zuvor in einem ZDF-Interview der Düsseldorfer Aktionskünstler Joseph Beuys, der am 12. Mai 2021 100 Jahre alt geworden wäre. Der Anlass des kurzen, aber visionären Video-O-Tons war das seinerzeitige Einreiseverbot des Künstlers in die DDR.

Alles in einem Satz. Joseph Beuys über den Zustand der DDR 1985. (© 1985 ZDF/3Sat)

Der am 23. Januar 1986 verstorbene Düsseldorfer Kunstprofessor und Aktionskünstler Joseph Beuys beeinflusste auch in der DDR mehrere Künstlerinnen und Künstler stark, obwohl er nur einmal, am 23. Oktober 1981, in das Land einreisen durfte. Damals wohnte er der Eröffnung einer Ausstellung mit Werken von ihm in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in Ostberlin bei.

Zuvor hatten die DDR-Behörden massiv versucht, den Zugang zu der Veranstaltung zu erschweren, dennoch nahmen mehr als 400 Intellektuelle aus der ganzen DDR an dem künstlerischen Gedankenaustausch teil.

Eine offizielle Einreiseerlaubnis in die DDR erhielt Joseph Beuys danach nicht mehr, über die möglichen Beweggründe sprach der Künstler seinerzeit mit dem ZDF-Politmagazin Kennzeichen D. Seine Antwort in einem minutenlangen Satz wirkt im Nachhinein wie eine Prophezeiung, warum die DDR fünf Jahre später zugrunde ging. Das Magazin 3-sat Kulturzeit strahlte den O-Ton einige Jahre später noch einmal in Video-Icon dieser Fassung aus.

Zahlreiche weitere TV-Beiträge aus dem Angebot des ZDF und weitere Film- und Fernsehproduktionen über die deutsch-deutsche Entwicklung zwischen 1980 und 1990 sowie aus den Jahren unmittelbar nach der Wiedervereinigung folgen Ende 2021 im Angebot der Redaktion Deutschland Archiv der bpb.


Deutschland Archiv

Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
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Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Die Mauer. 1961 bis 2021

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Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

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Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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    Ab sofort gelten gleiche gesetzliche Kündigungsfristen für Angestellte und Arbeiter in den alten und neuen Ländern. Die Grundkündigungsfrist beträgt einheitlich vier Wochen; sie wird damit für Arbeiter verdoppelt, für Angestellte um zwei Wochen verkürzt... Weiter
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