Beleuchteter Reichstag

5.5.2021 | Von:
Ingeborg Rapoport

Kinderklinik der Charité

In diesem Kapitel aus ihrem Buch „Meine ersten drei Leben“ schreibt Ingeborg Rapoport über die Kinderklinik der Charité und die politische Verortung des medizinischen Personals Ende der 1950er-Jahre und in den Sechzigerjahren. Sie war eines von vier SED-Mitgliedern, die dort ziemlich isoliert waren, denn die Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte war eher konservativ geprägt und nicht besonders gut auf die DDR zu sprechen.

Das Foto zeigt Inge Rapoport etwa Mitte der 1950er Jahre.Inge Rapoport etwa Mitte der 1950er Jahre. (© Privat)

Im Jahre 1958 wechselte ich endgültig an die Kinderklinik der Charité über, der ich mich auch über meine Emeritierung im September 1973 hinaus und bis zur »Wende« 1989 zugehörig gefühlt habe. Wie mir Professor Dost gleich anfangs vorhergesagt hatte, begann ich wieder als einfacher Assistent in der Poliklinik, die zu jener Zeit von Dr. Otto geleitet wurde: »Onkel Otto« wurde er in unserer Familie genannt. Er war der beliebte Hausarzt unserer Kinder, denn ich selbst behandelte unsere Kinder und Enkel ungern – lediglich in Notfällen, wenn kein anderer zur Stelle war –, wachte aber immer sorgfältig darüber, ob Diagnose und Therapie stimmten. Otto war ein kluger und belesener Mensch, dem ich mich stets freundschaftlich verbunden gefühlt habe. Seine Fortschrittlichkeit und sein Gerechtigkeitssinn ließen ihn wohltuend aus der Schar der Oberärzte an der Kinderklinik herausragen. Otto war ein glänzender Diagnostiker aber ein gefürchteter Prüfer. Ihm lagen ein gediegenes Wissen und das Bestehen der Studenten in den Examina zutiefst am Herzen. Seine Fragen waren aber so verzwickt, dass die Examenskandidaten oft bei den einfachsten Tatbeständen in schreckliche Verwirrung gerieten. Im besten Bestreben, den Kandidaten durchkommen zu lassen, konnte sich die Prüfung über mehrere Stunden ausdehnen, was für das Ergebnis fast immer einen negativen Ausgang brachte.

Denke ich an ihn, so spüre ich den Wind seiner wehenden Kittelschöße, mit seinen langen Beinen strich er stets mit beträchtlicher Geschwindigkeit durch die Poliklinik. Ich sehe auch sein großflächiges Gesicht vor mir, seine spöttisch lächelnden, guten braunen Augen und seine riesigen Hände, in denen ein Frühgeborenes glatt verschwinden konnte.

Otto war vielseitig interessiert und verfügte über ein bemerkenswertes Wissen, aber er war kein For-scher. Demzufolge habilitierte er sich auch nicht, was ihm später, unter Professor Dosts Nachfolger, ernste Schwierigkeiten einbrachte, so dass er schließlich den Direktorenposten der Kinderklinik des Bezirkskrankenhauses Dessau annahm. Von dort aus leistete er später ehrenamtlich bedeutende Arbeit im Zentralen Gutachterausschuss für Arzneimittel der DDR, der von Professor Fritz Jung geleitet wurde und unter anderem verhinderte, dass in der DDR das westdeutsche Medikament Contergan eingeführt wurde. Dadurch hat es bei uns keine der tragisch verstümmelten »Contergan-Babys« gegeben.

»Onkel Otto« war zu jener Zeit der einzige Oberarzt, mit dem ich nie eine politische Auseinandersetzung hatte. Sonst ging es an der Kinderklinik der Charité ganz anders zu, als man wohl annehmen möchte. Nach dem Ende des Faschismus hatte es in der DDR unter der Ärzteschaft keine radikale »Säuberung« gegeben – anders als bei den Juristen und im Bildungswesen.

Seuchen wie Tuberkulose, Syphilis, Typhus, Flecktyphus und Ruhr, aber auch die ganz normale medizinische Versorgung der Bevölkerung verhinderten, dass Ärzte unter antifaschistischen Gesichtspunkten in größerem Maße aus ihren Stellungen entlassen wurden. Lediglich die Schlimmsten unter den bekannten belasteten Ärzten wurden den Strafgerichten zugeführt. Insgesamt begann die DDR ihre Existenz mit der Bürde eines von Nazi-Gedankengut durchtränkten, konservativen Ärztestandes, der dem neuen Ge-sellschaftssystem Misstrauen, ja Feindseligkeit und bestenfalls Zurückhaltung entgegenbrachte. Dies traf insbesondere für die Medizinischen Fakultäten der Universitäten zu.

An der Charité gab es Anfang der sechziger Jahre nur wenige Kliniken und wissenschaftliche Institute mit fortschrittlichen Direktoren. Nur dort führten auch die Genossen ein normales Leben. Bis zum Ende der DDR gab es Direktoren, die SED-Mitglieder überhaupt ausschlossen. Der Rest duldete zunächst einige wenige, die somit ein schweres Los gezogen hatten. Ich habe nie zuvor oder später in einer derart bedrückenden politischen Atmosphäre gearbeitet wie in jener ersten Zeit an der Kinderklinik der Charité. Professor Dost selbst war mir gegenüber freundlich, aber doch zurückhaltend. Er sah aus wie dem Märchen vom tapferen Schneiderlein entsprungen. Aber sein Wesen war nicht so. Ich fühlte bei ihm – wie nur bei wenigen Menschen um mich herum – eine quälende Unsicherheit. Tatsächlich war er der Aufgabe der Leitung einer so großen Universitätsklinik unter den gegebenen schwierigen Bedingungen, den Anforderungen an seine eigene Entwicklung, aus einer gewissen provinziellen Enge und Rückständigkeit herauszutreten, hin zu einer neuen Schule von Ärzten in einer sozialistischen Gesellschaft, nicht gewachsen. Er misstraute sich selbst und uns. Seine Vorlesung war langweilig und sprach die Studenten nicht an. Von seinem mathematischen Geist, den er zweifellos besaß, war nichts zu spüren. Die ganze Klinik machte auf mich einen hausbackenen Eindruck – abgesehen von der konservativ-abgestandenen Atmosphäre.

Dost schien mir in der großen Klinik und auch in der Hauptstadt der DDR einsam und verloren. Ich fühlte Mitleid und auch Wärme für ihn – aber er ließ mich nicht an sich heran. Auch von freundschaftlichen Kontakten zu Mitgliedern der Klinik war bei ihm nach außen hin nichts zu spüren. Nach seiner »Republikflucht«, ich glaube im Januar 1960, zog er aber eine ganze Reihe von Oberärzten der Klinik nach sich in den Westen und sorgte dort für deren Unterkommen. Diese Oberärzte bildeten eine aufsässige, sogar feindselige Gruppe, zu der auch einige der älteren Assistenten gehörten. Und sie war es, die uns vier Genossen Tag für Tag das Leben zur Hölle machte.

Damals hatten wir an der Klinik noch ein Ärzte-Casino, in dem wir zu Mittag aßen. Es gab praktisch keine Mahlzeit, während der nicht einer oder gleich mehrere dieser Kollegen uns Genossen politisch provozierten und in die Enge zu treiben suchten. Sie überschütteten uns mit gerechtfertigten und ungerechtfertigten Vorwürfen gegenüber diesem Staat, zählten vergangene oder noch existierende Unbilligkeiten auf, die ihrer Familie, ihren Freunden, ihnen selbst angetan waren, stichelten gegen unsere Weltanschauung. Manche dieser Vorwürfe erschienen mir real, und ich litt unter ihnen, andere waren »systemunabhängig«, durch die Wirren der Nachkriegszeit erklärbar. Einigen gingen wir nach und versuchten, sie abzustellen. Von der Abteilung Wissenschaften des ZK der SED hatten wir Genossen die Aufgabe übertragen bekommen, die »alte Intelligenz« mit Geduld und Verständnis »für uns« zu gewinnen.

Wir haben uns dabei redliche Mühe gegeben, zumal dieser Auftrag meiner eigenen Überzeugung ebenso wie meinem Interesse an schwierigen Menschen entsprach. Mit dieser Gruppe von längst festgelegten, eisig ablehnenden Ärzten misslang uns manches Gespräch auch durch eigene Schuld, indem wir ihren Provokationen nicht selten aufsaßen. Noch heute sehe ich mit Schrecken vor mir, wie die Rädelsführer der »Gegenseite« in solchen Fällen heftig und zornig vom Tisch aufstanden, den Raum verließen und die Tür hinter sich zuknallten. Mehr als einmal blieben wir vier Genossen allein zurück. Zu einigen der Oberärzte fand ich nie einen kollegialen Kontakt. Sie sahen sich als die Sieghaften und Mächtigen, wenn auch Beleidigten – im Gegenteil, dieser Vorwurf bestärkte sie und ließ sie auf uns als ihre Schuldner herabsehen. Der größte Teil dieser bereits nicht mehr jungen Ärzte verließ kurz nach Professor Dosts heimlichem Verschwinden in einer Silvesternacht ebenfalls die DDR. Sie wurden »drüben«, in der BRD, mit offenen Armen empfangen, und einige von ihnen bekamen sehr bald einen Lehrstuhl.

Von einer »Diktatur der SED« an den Universitäten konnte damals wahrlich nicht die Rede sein, eher von einem Martyrium der Genossen in einer oft demütigenden Situation. Das Verschwinden jener Ärztegruppe an der Kinderklinik bedeutete zwar eine große zusätzliche Arbeitsbelastung, trug uns Genossen auch einige Missbilligungen vonseiten führender Genossen ein – wir hatten ja offensichtlich unsere Aufgabe, diese Menschen für unseren Staat zu gewinnen, nicht erfüllt –, es wirkte aber auch wie ein reinigendes Gewitter an der Kinderklinik. Spürbar verdünnte sich diese schwelende, hasserfüllte Atmosphäre, und es zeigten sich gutwillige Regungen unter den jüngeren Ärzten, die unter dem Druck der feindlich gesonnenen Gruppe nicht an die Oberfläche gelangt waren.

Auch mit der Schwesternschaft hatten wir Genossen es im Grunde bis ins letzte Jahrzehnt der DDR nicht leicht. Zunächst waren es die alten Stationsschwestern, die den Ton angaben. Sie waren fast alle kirchlich gebunden, unverheiratet und stammten aus gutbürgerlichen Kreisen. Die Mehrzahl dieser langjährigen Stationsschwestern hatte ihre Ausbildung bereits vor dem Ersten Weltkrieg erhalten und die Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg, die Nöte der Nachkriegszeit und nun den Beginn der ihnen fremden Ära des Antifaschismus durchlebt. Sie wachten streng über die Bewahrung der Ideale einer längst erloschenen Vergangenheit. Diese Stationsschwestern waren die eigentlichen Herrscher der Krankenstationen und tyrannisierten die jungen Schwestern wie auch die frisch vom Studium kommenden Ärzte. Sie waren ihrem Beruf zutiefst verbunden und empfanden die gewerkschaftliche Regelung der Arbeitsstunden von Schwestern und Ärzten als Nichtachtung ihres »Standesethos«. Im Grunde fehlte ihnen auch das Verständnis für verheiratete Schwestern mit Kindern, deren Problemen sie mit Ungeduld und Unduldsamkeit begegneten. Sie hatten fast alle Haare auf den Zähnen und wurden von den jüngeren Schwestern durchweg gefürchtet.

Aber diese alten und älteren Schwestern waren etwas ganz anderes als die Gruppe der Oberärzte, obgleich auch sie sich reserviert und zunächst abweisend uns gegenüber verhielten. Abgesehen davon, dass ich mein ganzes Leben hindurch für Krankenschwestern immer eine tiefe Hochachtung und innere Nähe empfunden habe, hatten diese noch meine besondere Bewunderung für ihre Hingabe an die kranken Kinder, die sie in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs eigenhändig in die Keller trugen, dabei oft ihr eigenes Leben aufs Spiel setzend. Ich konnte ihre abwartende Haltung dem neuen System gegenüber gut verstehen. Sie begriffen nicht, wie nahe sich Christentum und Sozialismus in ihrem weltanschaulichen Kern sind – sie blieben wohl auch unter dem Einfluss ihrer »Mutterhäuser«, die alle im Westen waren. So sind sie dann auch nach ihrer Pensionierung legal in die BRD gegangen. Aber sie erfüllten ihre Pflicht mit hoher Moral bis zum letzten Tag ihres Arbeitslebens. Zu den meisten von ihnen gewann ich bald ein gutes Verhältnis, das von gegenseitiger Achtung getragen war, wenn wohl auch von meiner Seite aus wärmer und herzlicher als von ihrer.

Die politische Zurückhaltung der jüngeren Schwestern, auch solcher, die schon ihre Ausbildung und »Erziehung« in der DDR genossen hatten, lag nicht allein am hemmenden Einfluss der Stationsschwestern, sondern sie beruhte auf mangelnder Aufmerksamkeit der Staats- und Parteiorgane dieser Berufs-sparte gegenüber. Die Schwestern waren jahrzehntelang empfindlich unterbezahlt, dadurch sank auch der Sozialstatus dieser Berufsgruppe, was einen verständlichen Groll bei den Schwestern hervorrief. Immer wieder habe ich mich für eine fühlbare Erhöhung der Schwesterngehälter eingesetzt. Da aber das Lohn- und Gehaltsgefüge in der DDR insgesamt und an allen Ecken und Enden Ungerechtigkeiten und Unausgewogenheiten aufwies, kam ich jahrelang nicht weit mit meinen Bemühungen. Erst im letzten Jahrzehnt der DDR zogen die Gehälter spürbar an. So kam es, dass es lange Zeit schier unmöglich schien, eine Schwester »für uns« zu gewinnen, geschweige denn, sie zu bewegen, der Partei beizutreten.

Zu den Mitarbeiterinnen der Labore fand ich wegen meines echten Interesses an ihrer Arbeit schnell Kontakt. Sie übersahen meine politischen Ansichten wohlwollend. Aber auch von ihnen ist keine je der SED beigetreten.

Unter den etwa 120 Mitarbeitern der Kinderklinik waren wir vier Genossen praktisch ein verlorenes Grüppchen. Doch hatten wir einen frohen Tatendrang und waren unserer sozialistischen Sache treu ergeben. Wir waren drei Frauen und der Peter, Peter Großmann – später der letzte Chef der Kinderklinik vor der »Wende«. Die anfängliche Isolierung von den anderen schmiedete uns eng zusammen.

Da war zunächst Traute Götze, die Frau von Eberhard Götze, der – aus der Inneren Medizin kommend – an Mitjas Institut arbeitete und später den Lehrstuhl für Pathobiochemie an der Universität Jena übernahm. Damit verließ uns Traute, um im Institut ihres Mannes mitzuarbeiten. Sie war ein lustiger, frischer Mensch mit starker musischer Begabung, die in unserem späteren Forschungsprojekt »Neonatologie« einen lebendigen Anteil an der witzigen Ausgestaltung unserer Tagungsabende hatte. Ich hatte sie von Herzen gern und war über ihren frühen Tod sehr betrübt.

Die zweite war George Göhring, mit der ich bis heute befreundet bin. Ihr offenes gerades Wesen, Mut und Charakterfestigkeit sowie ihr warmherziges Interesse an Menschen brachten ihr trotz aller Animositäten doch bald Freunde ein.

Dann war da der Peter, dem ich ebenfalls verbunden geblieben bin. Er hatte es mit sich selbst und seinen Mitmenschen weitaus schwerer als wir »Mädchen«. Sein schneller juristischer Verstand ließ sein Bedürfnis nach menschlicher Wärme und Nähe nicht so leicht sichtbar werden, so dass viele ihn zu Unrecht für kühl hielten. Er blühte auf, wenn man ihn gernhatte. Als noch ganz junger Mensch war er zum Mitarbeiter des damaligen Staatssekretariats für Hochschulwesen berufen worden, wo er versucht hatte, zusammen mit anderen jungen Hitzköpfen für die Medizinischen Fakultäten Neuerungen nach sowjetischem Muster durchzusetzen, die sicherlich keine Verbesserungen dargestellt, aber unter den Ordinarien unnötig böses Blut gemacht hätten. Diese Periode trug dem Peter bei manchen Angehörigen der »alten Intelligenz« Misstrauen ein. Ich glaube, er war auch nicht glücklich in seiner Funktion, sehnte sich nach einer klinischen Tätigkeit und war froh, an die Charité-Kinderklinik versetzt zu werden. Er war ein ungemein belesener Arzt – nicht nur auf fachlichem Gebiet, er war auch ein literaturbesessener Mensch, der Feuchtwanger und Brecht bis in den letzten Winkel kannte. Er war übrigens der erste Mensch, dem ich in Deutschland begegnete, der Juden gegenüber nicht nur tolerant, sondern leidenschaftlich prosemitisch war und auch dem Schicksal jüdischer, durch die Nazis verfolgter Ärzte nachspürte. Später lernte ich die Westberliner Professorin Leonore Ballowitz und Dr. Thomas Lennert kennen, die sich ebenfalls um die Aufdeckung dieses schmerzlichen Bereiches deutscher Geschichte bemühten.

Peter war wegen seiner flüssigen, fesselnden Vorlesungen bei den Studenten ein geschätzter Lehrer. Er hatte große Verdienste um das Gesundheitswesen der DDR, die offiziell nie gebührend gewürdigt wurden. Er war immerhin der Begründer der Kindernephrologie in unserem Lande und lange Jahre gewählter Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrie der DDR.

Die »Wende« brach anderthalb Jahre vor seiner Emeritierung in sein Leben und erschütterte es von Grund auf. In dieser letzten Zeit verteidigte und leitete er, persönlich angefeindet, die Klinik praktisch wie eine Festung gegen innere und äußere Feinde. Es gelang ihm in dieser Zeit – wie wohl keinem anderen Klinik- oder Institutsdirektor der Charité –, keinen einzigen Mitarbeiter der beginnenden Hexenjagd preiszugeben. Nach der Emeritierung betrat er seine Kinderklinik, mit der er jahrzehntelang eng verbunden war, nie wieder. Er war verzweifelt und im Innersten zerrissen, aber nicht gebrochen, und er hat sich nochmals ein neues Tätigkeitsfeld als Arzt einer Kinderkuranstalt auf der Nordseeinsel Wangerooge aufgebaut. Von dieser Tätigkeit spricht er mit Wärme und der Befriedigung, immer noch Neues hinzuzulernen. Die Einsamkeit der kleinen, oft wilden Insel führt ihn in kritische Tiefen seines DDR-Lebens und »-glaubens«.

Das Buch »Meine ersten drei Leben« ist im Verlag Neues Leben, einem Imprint der Eulenspiegel Verlagsgruppe erschienen.

Lesen Sie hier das Vorwort von Daniel Rapoport, dem Enkel von Ingeborg Rapoport, zur aktualisierten Neuauflage des Buches "Meine ersten drei Leben" und das Kapitel "Menschen aus der Nachbarschaft" aus dem dritten Teil der Autobiografie von Ingeborg Rapoport. Darin beschreibt die Kinderärztin den Start ihrer Familie in der DDR. Dorthin musste sie mit ihrem Mann Mitja Rapoport und ihren vier Kindern vor Joseph McCarthy und seiner Kampagne gegen Kommunisten aus den USA fliehen. Und lesen Sie „Bekenntnis zur Nostalgie und Abschiedsworte an Joshua“: Diese Kapitel aus Ingeborg Rapoports Buch „Meine ersten drei Leben“ liegen ihrem Sohn Tom Rapoport besonders am Herzen. Es ist ihr Bekenntnis zum Sozialismus im humanistischen Sinne, trotz ihrer durchaus kritischen Haltung zur DDR-Führung unter Erich Honecker.

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