Beleuchteter Reichstag

18.5.2011 | Von:
Ingrid Sonntag

Die Freie Akademie der Künste in Leipzig 1992–2003

Nur aus einer Prägung des sächsischen Kulturraumes hervorgegangen?

Die Freie Akademie der Künste zu Leipzig – eine wichtige kulturelle Institution in Ostdeutschland, deren Gründung am 17. Juni 1992 auch auf den gesamtdeutschen Kontext verweist.

Einleitung


Konstituierende SitzungKonstituierende Sitzung (© Freie Akademie der Künste zu Leipzig / Andreas Birkigt.)
Konstituierende Sitzung der Freien Akademie der Künste zu Leipzig (v.l.): Thomas Böhme, Burkhard Glaetzner, Klaus Ramm, Udo Zimmermann, Armin Sandig, Uwe Scholz, Hartwig Ebersbach, Michael Morgner, Arila Siegert, Peter Konwitschny, Werner Heiduczek, hinten Steffen Schleichermacher.

Im Freistaat Sachsen sind zwei Akademien der Künste gegründet worden: die Freie Akademie der Künste zu Leipzig 1992 und die Sächsische Akademie der Künste in Dresden 1996. Die Entwicklungs-bedingungen und das Verhalten der künstlerischen und politischen Akteure, die in den ersten Jahren des Einigungsprozesses in Sachsen aktiv waren, verdienen doppelte Aufmerksamkeit. Zum einen stellt die Gründung von zwei Akademien ein besonderes Ereignis in der deutschen Geschichte nach 1989 dar und zum anderen handelt es sich bei der Freien Akademie um eine klassische Eigeninitiative von Künstlern und Wissenschaftlern.

Die Freie wie auch die Sächsische Akademie beziehen sich, obwohl die Bestandsklauseln des Einigungsvertrages wenig Raum für Neugründungen in Ostdeutschland ließen, auf die Umbrüche der Jahre 1989/90. Gründete sich die Leipziger Akademie als Verein, so wurde die Dresdner Gründung als "Körperschaft öffentlichen Rechts" vollzogen. Beide Akademien verfügen über eine Reihe gemeinsamer Mitglieder und verfolgen Ziele, die jeder Akademie obliegen: der Diskurs über die Entwicklung der Künste und die Pflege künstlerischer Überlieferungen. Sie unterschieden sich in der Auseinandersetzung mit den künstlerischen und politischen Positionen der Gegenwart, darüber hinaus im Spektrum der Disziplinen, denn eine "Klasse Baukunst" gibt es nur in der Dresdner Akademie.

Die Gründungsgeschichte, die Prominenz der Mitglieder und die Programmarbeit der erstgegründeten Freien Akademie der Künste zu Leipzig festigten bald ihren Ruf als eine interessante kulturelle Institution in Ostdeutschland. Die Autorin konzentriert sich im Folgenden auf die Freie Akademie, deren Entwicklung sie zehn Jahre begleitet und mitgestaltet hat.


Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

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30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Online-Archiv

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Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Der Tag in der Geschichte

  • 3. Juni 1972
    Das Viermächte-Berlin-Abkommen tritt mit den ergänzenden innerdeutschen Vereinbarungen und den Ostverträgen der BRD in Kraft. (12. 8. 1970 und 7. 12. 1970; 3. 9. 1971) Weiter
  • 3. Juni 1972
    Die Ostverträge (Moskauer Vertrag vom 12. 8. 1970 und Warschauer Vertrag vom 7. 12. 1970) treten nach Austausch der Ratifikationsurkunden zusammen mit dem Viermächte-Berlin-Abkommen (3. 9. 1971) in Kraft. Weiter
  • 3. Juni 1972
    Das Viermächte-Berlin-Abkommen (3. 9. 1971) und die Ostverträge der BRD (12. 8. 1970 und 7. 12. 1970) treten in Kraft. Von der Berlin-Regelung hatte die Bundesregierung die Ratifizierung der Ostverträge abhängig gemacht. Weiter
  • 3. Juni 1972
    Das Viermächte-Berlin-Abkommen, die ergänzenden innerdeutschen Vereinbarungen und die Ostverträge der BRD treten in Kraft. (3. 9. 1971 und 23.1. . 12. 8. und 7. 12. 1970) Weiter
  • 3. Juni 1982
    Das Beschäftigungsförderungsgesetz subventioniert betriebliche Investitionen unter bestimmten Voraussetzungen mit einer zehnprozentigen Zulage. - Der Bundesrat hatte am 30. 4. abgelehnt, die vom Bundestag gegen die CDU/CSU-Stimmen beschlossene... Weiter
  • 3. Juni 1992
    Die Bundesregierung legt ihre Gesamtkonzeption zum Berlin-Umzug vor. Danach ist Berlin bei der Herstellung der Funktionsfähigkeit als Hauptstadt Deutschlands zu unterstützen und eine faire Arbeitsteilung zwischen Berlin und Bonn zu gewährleisten. Auch sind... Weiter
  • 3.- 14. Juni 1992
    Auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro/Brasilien beraten 178 Teilnehmerstaaten erstmals über globale Umweltprobleme und Umweltpolitik. Folgende verabschiedete Dokumente sind hervorzuheben: 1. Die Rio-Deklaration führt... Weiter
  • 3./4. Juni 1999
    Auf dem Kölner EU-Gipfel beschließen die 15 Staats- und Regierungschefs eine »Gemeinsame Strategie für Russland«. Sie soll Russland, das als wesentlicher Bestandteil der Zukunft Europas gilt, politisch und marktwirtschaftlich stabilisieren helfen. Die... Weiter