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12.1.2012 | Von:
Ilko-Sascha Kowalczuk

Es gab viele Mauern in der DDR

"Grenzen und Mauern sind eine Grunderfahrung für meine Generation geworden", schrieb Ludwig Mehlhorn 1986. Wer in der Diktatur lebte, war gezwungen, mit dieser Grunderfahrung umzugehen. Ein Beitrag über den Zwang, die Normalität unter anormalen Verhältnissen zu suchen.

I.

Am 17. Juni 2011 überreichte der polnische Staatspräsident Bronisław Komorowski in der polnischen Botschaft in Berlin posthum das Kommandeurkreuz des Verdienstordens der Republik Polen an
Ludwig Mehlhorn (1950–2011).
Foto: Ev. Akademie zu Berlin.Ludwig Mehlhorn (1950–2011) (© Ev. Akademie zu Berlin )
Ludwig Mehlhorn.[1] Die Ehrung nahm in Anwesenheit zahlreicher deutscher und polnischer Freunde und Weggefährten – darunter als Zeichen besonderer Wertschätzung der Teilnehmer am Warschauer Aufstand, Häftling des deutschen KZ Ausschwitz, Häftling im kommunistischen Polen und ehemalige polnische Außenminister, der bekannte Historiker und Politiker Władysław Bartoszewski – Heimgard Mehlhorn für ihren am 3. Mai 2011 verstorbenen Ehemann entgegen. Er war nur 61 Jahre alt geworden.

Der frühe Tod Mehlhorns ist in Polen stärker beachtet und seine Persönlichkeit öffentlich wirksamer gewürdigt worden als in Deutschland.[2] Mehlhorn hatte sich seit den späten Sechzigerjahren für die deutsch-polnische Versöhnung eingesetzt – bis zu seinem Tod. Er galt in der DDR-Opposition als der "Polenexperte". Viele Anregungen, die aus Polen in die DDR-Opposition, insbesondere seit 1976 (Gründung von KOR), einflossen und von dieser aufgenommen wurden, hatte Ludwig Mehlhorn vermittelt. Er zählte ab Mitte der Achtzigerjahre zu den prägenden Köpfen der Ost-Berliner Opposition.[3] Dabei war er eben nicht nur "Polenexperte", sondern auch einer der entschiedensten und klügsten Köpfe, die intellektuell und politisch Grenzen überwinden und abbauen wollten. So wie Mehlhorn zeitlebens für die deutsch-polnische Aussöhnung und Verständigung eintrat, so hat er sich – was eben in Deutschland viel zu wenig gewürdigt wurde – für den deutsch-deutschen gesellschaftlichen Dialog engagiert. Ihn schmerzte die Mauer wie so viele andere. Aber anders als viele andere konnte er diesen Schmerz auch intellektuell verarbeiten und die Folgen der Abgrenzung, die der Mauerbau und die Mauer symbolisierten, benennen.

Im letzten Jahr haben wir viel über den Mauerbau 1961 und seine Folgen gehört, diskutiert, erfahren. Insgesamt kam dabei die gesellschaftspolitische und -geschichtliche Dimension für die DDR – meine ich – deutlich zu kurz.[4] So spielte zum Beispiel in dieser Erinnerung an den Mauerbau und dessen Folgen die "Initiative Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung" (ab 1986/87), aus der im Spätsommer 1989 die Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt" hervorging, praktisch keine Rolle.[5] Einer der wichtigsten Initiatoren war Ludwig Mehlhorn. Einen Ausgangspunkt für diese Initiative bildete ein Brief, den er am 27. August 1986 an die Bischöfe der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Martin Kruse (Berlin-West) und Gottfried Forck (Region Ost), gerichtet hatte.[6] Mehlhorn reagierte auf einen Notenaustausch der beiden, von ihm sehr geschätzten Bischöfe.[7] Dieser Brief Mehlhorns stellt eines der eindrücklichsten Zeugnisse dar, wie viele Menschen in der DDR dachten, lebten, litten – selbst wenn sie dies so nicht formuliert hätten, nicht so hätten artikulieren können.

Wenn es um Mauern in der DDR geht, sollte, muss dieser Brief beachtet werden. Er wird deshalb hier mit einigen Grundaussagen wiedergegeben – Bischof Forck hat diesen übrigens nicht nur als wichtig erachtet, hat den Aussagen nicht nur zugestimmt, sondern hat sich mit Ludwig Mehlhorn auch zu mehreren Gesprächen getroffen. Darin heißt es unter anderem:

"Mit Interesse habe ich Ihren Briefwechsel zum 13. August 1986 gelesen. Ihre Aussagen sind in die Form persönlicher Briefe gefasst. Aus der Tatsache der Veröffentlichung darf man aber schließen, dass es sich um eine quasi-offizielle Stellungnahme der Kirche zu einigen Aspekten handelt, die mit diesem Datum unserer jüngsten Geschichte verbunden sind. Deshalb habe ich mich entschlossen, von der Freiheit eines Christenmenschen einmal Gebrauch zu machen und Ihnen gemeinsam zu schreiben. (...) Ohne die verbrecherische 'Politik' der Nazis gegenüber den europäischen Völkern einschließlich des deutschen, das freilich der braunen Diktatur mehrheitlich zugestimmt hatte, wäre es nicht nötig gewesen, dass sich Europa bis zur Elbe von der Roten Armee und von der anderen Seite durch westliche alliierte Armeen befreien lassen musste. (...) Aber dennoch können wir nachdenken über eine Zukunft, 'in der eine Mauer nicht mehr sein wird', auch an der Perspektive der Einheit festhalten. Diese 'Einheit' braucht man sich nicht im nationalstaatlichen Sinne vorzustellen. Aber über die Stufen Entmilitarisierung und vertraglich gesicherte Neutralität könnte sie eines Tages auf friedlichem Wege erreicht werden, ohne Bedrohungsängste bei unseren Nachbarvölkern hervorzurufen. Hier sollten gerade kirchliche Kreise, die wissen und glauben, 'dass Gott die Welt nicht so lässt wie sie ist', den Mut haben, auch tabuisierte Fragen aufzunehmen. (...) Welche Folgen der Mauerbau für den Westen hatte, kann ich schwer einschätzen. Nach meinem möglicherweise sehr oberflächlichen Eindruck ist die Mauer für viele Menschen im Westen trotz gegenteiligen Bekundens nie ein wirkliches Problem gewesen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein (...) Auch hier gilt: 'Deine Sprache verrät dich': von Europa wird geredet, wenn man die [Europäischen Gemeinschaften] EG meint. Im Empfinden vieler Menschen führt das wahrscheinlich dazu, dass wir hier gar keine richtigen Europäer mehr sind – von den Völkern weiter östlich ganz zu schweigen. (...) Für die DDR waren und sind die Folgen gänzlich anderer Art. (...) Im Schutz und im Schatten der Mauer ließ sich trefflich eine Politik der Abgrenzung und Abschottung realisieren, an deren Folgen unser gesamtes gesellschaftliches Leben schwer – und viele, die weggehen, meinen: tödlich – erkrankt ist.

Grenzen und Mauern sind geradezu eine Grunderfahrung für meine Generation geworden. Nahezu jedes Schlüsselerlebnis ist mit den Phänomenen Grenze und Abgrenzung verbunden. Ich kann gut verstehen, dass 'Mit der Teilung leben' – um an Müller-Gangloffs Buch zu erinnern
[8] – ein notwendiges Lernziel der 60er Jahre war, weil es eine Perspektive jenseits von Verbitterung und Illusionen geben musste. Aber heute braucht uns das niemand mehr zu sagen. Wir haben nie etwas anderes gekannt. Wir – das ist inzwischen die Mehrheit der Bevölkerung. (...) Zweimal stand ich, mit gültigen Reisepapieren versehen, an der Grenze, ohne durchgelassen zu werden: zunächst im Juni 1981 in Frankfurt/Oder, dann im Juli 1983 in Berlin-Schönefeld mit dem Reiseziel Budapest. (...) Es ist trotzdem schön, wenn es heute in Berlin-Friedrichstraße 'gelassener, menschlicher' zugeht, wenn sogar 'kritische Rückfragen' und 'scherzhafte Bemerkungen' gemacht werden können. Auch mir erklärten die uniformierten Beamten an der Grenze in keineswegs unfreundlichem Ton, dass ich leider nicht weiterreisen könne. Sie waren ganz gelassen. Nur ich fraß Gefühle in mich hinein, die wahrscheinlich in einer Mischung aus unchristlichem Hass und heiligem Zorn bestanden. (...) Sie nennen die Menschen, die unter der Mauer am meisten gelitten haben, nämlich diejenigen, 'die durch die Aufrichtung dieser Grenzen lange Zeit von ihren Angehörigen und Freunden getrennt wurden'. Und – so möchte ich ergänzen – die ihr Leben oder einen nahestehenden Menschen an der Mauer verloren haben: Flüchtlinge, Grenzsoldaten und wohl auch Menschen, die aus eigenem Entschluss nicht mehr weiterleben wollten, weil die Mauer ihre Lebensläufe zerschnitten hatte.

Aber zur Wahrhaftigkeit beim Reden über die Mauer gehört auch die Abgrenzung nach außen und innen, die ohne Mauer so nicht möglich wäre: die fast geschlossene Oder-Neiße-Grenze, Reiseverbote nach osteuropäischen Ländern für eine große Anzahl von DDR-Bürgern, Einreiseverweigerungen für Personen aus dem westlichen und östlichen Ausland, Kontaktverbote oder Kontaktmeldepflichten in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft.

Selbst eine so positive Entwicklung wie die seit jüngster Zeit praktizierte Erleichterung des Reisens in dringenden Familienangelegenheiten [in die Bundesrepublik] hat ihre Schattenseiten: sie schafft im inneren neue Grenzen zwischen denen, die Verwandte haben und den anderen. (...)

Dieser Katalog setzt sich bei den unsichtbaren Grenzen fort. Ich könnte vieles erwähnen, z.B. die Grenze um Bücher und Zeitschriften, Informationen und geistige Güter. Hier äußert sich die Abgrenzungs- und Abschottungspolitik als Zensur, die wie ein Krebsgeschwür in alle gesellschaftliche Bereiche, vor allem Kultur und Bildung, vordringt und das geistige Leben lähmt. (...) Wenn es nicht trotz Mauer und Abgrenzung hin und wieder Einflüsse von draußen gäbe, müssten wir am Mief der Provinzialität ersticken. (...)

Und was soll ich, sehr geehrter Herr Bischof, von Ihrer Formulierung halten, 'daß es in den vergangenen Jahren sehr schwierig war, eine Reisegenehmigung in das westliche Ausland zu bekommen'? Sehr schwierig – das heißt doch: immerhin möglich?! (...) War es nur mein Unvermögen, gewisse bürokratische Hemmnisse findig – pfiffig zu überwinden? Oder mangelnder Mut? Bin ich selbst Schuld, wenn ich noch nicht in Paris war, um ins Museum zu gehen oder auch nur, um ein paar Freunde aus verschiedenen ost- und westeuropäischen Ländern zu treffen, die seit Jahren aus wer weiß was für Gründen keine Einreise in die DDR bekommen? (...) Nein, dieses 'sehr schwierig' ist kein Euphemismus mehr, sondern schlicht die Unwahrheit! (...)

Zur Frage des Ausreisens für immer will ich mich hier nicht äußern – das ist ein weites Feld. Aber eins scheint mir sicher: für Christen gibt es keine Sonderargumente, weder fürs Bleiben noch fürs Gehen. Es ist ja nicht Christenverfolgung, worüber wir zu klagen haben. Darum ist es ein Verlust für unsere Gesellschaft, wenn Menschen weggehen, die sich der Mauerkrankheit entgegengestellt haben – und ab irgendeinem individuell je verschiedenen Punkt nicht mehr weiter konnten. Ob es sich dabei um Christen handelt oder nicht, ist unerheblich. Das vielleicht bitterste Kapitel wird in dieser Hinsicht die Literaturgeschichte, nicht die Kirchengeschichte zu schreiben haben. Nicht nur für Christen, auch für die Kirche als ganzes – wenn sie sich wirklich im Bonhoefferschen Sinne als Da-Sein für andere versteht – ist es ein Verlust, dass Jurek Becker und Wolf Biermann, Sarah Kirsch und Günter Kunert, Thomas Brasch und Jürgen Fuchs nicht mehr da sind. (...)

'Was hat die Kirche zum 13. August 1986 zu sagen?' – so lautete die Ausgangsfrage Ihres Briefwechsels.

Sie hätte meines Erachtens nicht nur die 'billige Anpassung an die gegebenen Verhältnisse' und den 'grundsätzlichen Widerspruch' zu den Realitäten zu verwerfen. Und sie dürfte die 'kritische Mitverantwortung für alles, was bei uns geschieht', nicht nur postulieren. Sie müsste diese Mitverantwortung auch ganz konkret wahrnehmen, indem sie sich eindeutig und unmissverständlich gegen Geist und Logik der Abgrenzung öffentlich ausspricht.

Eine solche Formel würde heute nicht mehr die Illusion wachrufen, die Mauer – von der Mauerkrankheit zu schweigen – könnte von heute auf morgen verschwinden. Aber sie würde deutlich machen, dass es in einer Zeit, in der das atomare Massengrab allenthalben als apokalyptisches Menetekel beschworen wird, prinzipiell keine Rechtfertigung dafür gibt, Menschen durch sichtbare und unsichtbare Mauern gegen ihren Willen voneinander zu trennen und ihre grenzüberschreitende Kommunikation zu behindern.

Und schließlich hätte eine sich an dieser Erkenntnis orientierende, den an Mauern und Mauerkrankheit leidenden Menschen zugewandte Seelsorge eine gewisse Chance, zur Heilung der verwundeten Herzen und zur Gesundung gestörter sozialer Beziehungen und gesellschaftlicher Verhältnisse beizutragen. Eine solche Seelsorge wäre wohl auch geeignet, 'Verantwortung zu wecken, Lethargie und Selbstsucht zu überwinden'. Ob wir stark genug sein werden, weitere 25 Jahre Ab-, Aus- und Eingrenzungen zu überleben, ohne weiteren Schaden zu nehmen an Geist und Seele? Gott allein weiß es."


Nur wenige Jahre später durchbrachen die DDR- und die ostmitteleuropäischen Gesellschaften das krankmachende Monstrum. Die Mauer wurde nicht einfach geöffnet, sondern ihr Fall von den Gesellschaften erzwungen. Sie wird uns noch lange beschäftigen, nicht nur in Gedenk- und Jubiläumsjahren.


Fußnoten

1.
Der Beitrag basiert auf drei, thematisch aufeinander aufbauenden Vorträgen d. Vf. in Berlin, im Sept. 2010 auf dem Historikertag, im Juni 2011 auf einer Tagung der Gedenkstätte Berliner Mauer sowie im Sept. 2011 auf einer Konferenz des Instituts für Zeitgeschichte und des BStU.
2.
Vgl. einige Nachrufe und Würdigungen unter http://www.havemann-gesellschaft.de/index.php?id=30 [10.12.2011].
3.
Zu Leben und Wirken vgl. jetzt: Stephan Bickhardt (Hg.), In der Wahrheit leben. Texte von und über Ludwig Mehlhorn, Leipzig 2012. Einige Texte auch in: Ilko-Sascha Kowalczuk (Hg.), Freiheit und Öffentlichkeit. Politischer Samisdat in der DDR 1985 bis 1989, Berlin 2002. Außerdem ist u.a. hinzuweisen auf: Ders., Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR, 2. Aufl., München 2009; Eberhard Kuhrt (Hg.), Opposition in der DDR von den 70er Jahren bis zum Zusammenbruch der SED-Herrschaft, Opladen 1999; sowie Ludwig Mehlhorn, Der politische Umbruch in Ost- und Mitteleuropa und seine Bedeutung für die Bürgerbewegung in der DDR, in: Materialien der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland", Hg. Deutscher Bundestag, Baden-Baden 1995, Bd. 7, S. 1409–1436.
4.
Vgl. zu dieser Kritik in polemischer Zuspitzung, Ilko-Sascha Kowalczuk: Irgendetwas musste damals passieren. Die Mauer war weder Zufall noch Irrtum, in: taz, 13./14.8.2011, S. 25; ungekürzt und unter dem ursprünglichen Titel "Kommunisten bauen immer Mauern" unter: http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGeschichte/MfS-und-Mauer/Folgen/kommunisten-bauen-mauern.html [10.12.2011].Zu Leben und Wirken vgl. jetzt: Stephan Bickhardt (Hg.), In der Wahrheit leben. Texte von und über Ludwig Mehlhorn, Leipzig 2012. Einige Texte auch in: Ilko-Sascha Kowalczuk (Hg.), Freiheit und Öffentlichkeit. Politischer Samisdat in der DDR 1985 bis 1989, Berlin 2002. Außerdem ist u.a. hinzuweisen auf: Ders., Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR, 2. Aufl., München 2009; Eberhard Kuhrt (Hg.), Opposition in der DDR von den 70er Jahren bis zum Zusammenbruch der SED-Herrschaft, Opladen 1999; sowie Ludwig Mehlhorn, Der politische Umbruch in Ost- und Mitteleuropa und seine Bedeutung für die Bürgerbewegung in der DDR, in: Materialien der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland", Hg. Deutscher Bundestag, Baden-Baden 1995, Bd. 7, S. 1409–1436.
5.
Vgl. dazu ausführlicher: Kowalczuk, Endspiel (Anm. 3).
6.
Der Brief ist erstmals vollständig dok.: Kowalczuk (Hg.), Freiheit (Anm. 3), S. 405–412; ebf. in: Bickhardt (Anm. 3).
7.
Am 18.5.1986 hatte Bischof Kruse sich aus Anlass des 25. Jahrestages des Mauerbaus an Bischof Forck gewandt, dieser am 26.6.1986 geantwortet; dok.: epd-Dokumentation, 33a/86.
8.
Gemeint ist die vieldiskutierte und einflussreiche Schrift von Erich Müller-Gangloff, Mit der Teilung leben, München 1965.

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