BUNDESTAGSWAHL 2021 Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

counter
31.3.2013 | Von:
Jeannette van Laak

Das Notaufnahmelager Gießen

Vom Regierungsdurchgangslager zum Notaufnahmelager

Familie im Notaufnahmelager Gießen, August 1950Familie im Notaufnahmelager Gießen, August 1950 (© Bundesarchiv, Bild B 145 F000065-3039, Foto: Prof. Arntz)
Ende 1946 stoppten die Alliierten die Ausweisung von Deutschen aus den Vertreibungsgebieten, und die Anzahl der Umzusiedelnden nahm ab.[19] Trotzdem wurde das Gießener Flüchtlingslager nicht aufgelöst, vielmehr wurde es auf Anordnung der Hessischen Regierung zu einem Regierungsdurchgangslager.[20] Zu den Aufgaben dieser –Art von Flüchtlingszentrale gehörte es, den Zuzug von Deutschen nach Hessen zu kontrollieren, war dieser doch aufgrund der angespannten Wohnraumsituation in den hessischen Städten von der Besatzungsmacht stark eingeschränkt worden.[21]

Zu den Personengruppen, die das Lager aufzusuchen hatten, gehörten neben den Umzusiedelnden zeitweise Displaced Persons, heimkehrende Kriegsgefangene oder auch entlassene Internierte. Auch diejenigen, die in den ersten Nachkriegsjahren in anderen Ländern auf ihre Rückkehr nach Deutschland gewartet hatten, wurden hier durchgeschleust, wie es in der Amtssprache hieß. Bis 1950 wickelte das Lager "Transporte mit Flüchtlingen aus den Vertreibungsgebieten, Dänemark, Schleswig-Holstein, Österreich, Shanghai, Jugoslawien und Rumänien" ab.[22] Eine weitere Personengruppe waren illegale Grenzgänger. So wurden offiziell jene Deutsche bezeichnet, die selbstständig von einer Besatzungszone in die andere wechselten. Da die Anzahl der illegalen Grenzgänger vor allem aus der sowjetischen Zone stetig zunahm, sahen sich die deutschen Behörden in der britischen und amerikanischen Besatzungszone gezwungen, deren Aufnahme zu beschränken.[23] Auf einer Konferenz der deutschen Länder der britischen und amerikanischen Besatzungszone im Juli 1949 wurde die Uelzener Entschließung verabschiedet, die festschrieb, aus welchen Gründen welche Grenzgänger aus der SBZ aufgenommen werden sollten.[24] Außerdem beschlossen die Vertreter, künftig nur noch zwei Flüchtlingslager für SBZ-Flüchtlinge je Besatzungszone zu betreiben. Für die britische Zone wurde das Uelzener Lager vorgehalten. In der amerikanischen Zone gestaltete sich die Standortfindung nicht ganz so einfach. Zunächst war eine Einrichtung in Ulm, später eine bei Hof-Mochendorf in Bayern im Gespräch. Weil es in der einen Einrichtung logistische Schwierigkeiten gab und die andere für einen anderen Personenkreis vorgesehen war, fiel die Wahl des US-Zonenlagers schließlich auf Gießen.[25]

In der Folge schien sich die hessische Landesregierung am Uelzener Beispiel eines Zentrallagers für Flüchtlinge zu orientieren. Die bislang bestehenden dezentralen Strukturen wurden nun aufgegeben und ein Gelände oberhalb des Bahnhofs hergerichtet, das den Verantwortlichen für ein Flüchtlingslager geeignet erschien.[26] Die bisher vom Lager genutzten ehemaligen Baracken in der Stadt wurden ab- und auf dem Gelände des Viehmarkts wieder aufgebaut. Welche Entscheidungen dazu führten, dass die dezentralen Lager-Strukturen, die vor allem dem missliebigen "Lagereindruck" entgegenarbeiten sollten, aufgegeben wurden, ist noch unbekannt. Vielleicht war ein Ausdruck von Souveränität gegenüber der Besatzungsmacht, vielleicht war es aber auch ein Angebot an die Stadt, die über die vielen Menschen vor bzw. auf dem Bahnhofsvorplatz gar nicht glücklich war. Vielleicht sollten aber auch Verwaltungskompetenzen gebündelt werden.

Zu einer Verbesserung der Lebensumstände im Lager jedenfalls führte die Zentralisierung zunächst nicht. Vielmehr kritisierte der Flüchtlingsausschuss des neugegründeten Bundestages, der das Gießener Lager im November 1949 besuchte, die geringe finanzielle Unterstützung des Lagers durch das Land Hessen, die unzureichende Ernährung der Flüchtlinge und den Umstand, dass Flüchtlinge auf dem Boden schlafen mussten.[27] In den Folgemonaten wurden diese Missstände behoben und im Anschluss an eine erneute Besichtigung Anfang März 1950 wurde vermerkt: "Gut abgeschnitten. […] Die Verantwortlichen waren von der vorteilhaften Veränderung des Lagers gegenüber der letzten Besichtigung so beeindruckt, dass die Entscheidung zu Gunsten des Lagers gefällt wurde."[28] Zu diesem Zeitpunkt bestand das Lager aus sieben Wohnbaracken, vier Wirtschaftsbaracken, einer Kranken- und einer Kulturbaracke. Das Lager bot etwa 740 Flüchtlingen Unterkunft und Versorgung, ihre Unterbringung erfolgte nach Geschlechtern getrennt in Gemeinschaftsunterkünften.[29] Die Baracken selbst entstammten in aller Regel aus den Beständen des Reichsarbeitsdienstes. Die Wahl des Standortes des neuen Flüchtlingslagers verweist auf die lokale Kontinuitäten: Nach dem Ersten Weltkrieg befand sich auf dem Gelände des Viehmarktes ein Heimkehrerlager für Soldaten.[30] In der Zwischenkriegszeit diente es den Sinti und Roma und "Schaustellern" als Stellplatz für ihre Wohnwagen. Nach Kriegsende zogen auch diese wieder umher und fanden hier erneut Unterkunft. Mit der Errichtung eines neuen Flüchtlingslagers wurde vor allem ihr Stellplatz stark verkleinert, was in der Folge zu Spannungen mit den Lagerinsassen des Flüchtlingslagers führen sollte.[31]
Territorial gesehen befand sich das neue Lager damit vor den Toren der Stadt, denn es lag hinter dem Bahnhof. Wollte man so die Fremden aus der Stadt fernhalten oder die Bewohner der Stadt schützen? Bekannt ist, dass die Stadtverwaltung um 1948/49 viel daran setzte, eine Verlegung des Lagers zu erreichen.[32]
Und noch etwas scheint wichtig: Im Fall der provisorischen Unterkünfte für die Umzusiedelnden wurde nicht auf bereits bestehende infrastrukturelle Einrichtungen aus der NS-Zeit - etwa auf Kriegsgefangenen- oder andere NS-Lager - zurückgegriffen, sondern neue Lager geschaffen. Damit distanzierten sich sowohl die Landesregierung als auch die Stadtverwaltung von der NS-Zeit.

Der Ausbau des Notaufnahmelagers

1952 stiegen die Flüchtlingszahlen aus der DDR erneut stark an. Die Gründe hierfür waren vielfältig: Die SED proklamierte den Aufbau des Sozialismus, befestigte ihren Grenzstreifen entlang der Demarkationslinie und erhöhte die Arbeitsnormen der Werktätigen. Erst der Volksaufstand am 17. Juni 1953 führte dazu, dass die Flüchtlingszahlen etwas abnahmen, nicht zuletzt, weil die Normerhöhungen zurückgenommen worden waren. Nach den Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR vom 26. Mai 1952 konnten Fluchtwillige nicht mehr einfach die grüne Grenze, wie die Demarkationslinie im Volksmund genannt wurde, überschreiten. Deshalb verließ der Großteil der Flüchtlinge die DDR fortan über Berlin. Weil dadurch die West-Berliner Lager alsbald hoffnungslos überfüllt waren, erfolgte am 30. Juli 1952 die Grundsteinlegung für ein neues großes Flüchtlingslager in Berlin-Marienfelde. Als 1953 das Notaufnahmelager Marienfelde medienwirksam eröffnet wurde, galt es mit den fünfzehn dreistöckigen Gebäuden als modernste Einrichtung dieser Art in der Bundesrepublik.[33]

Es ist davon auszugehen, dass das Lager Marienfelde zu so etwas wie einem Vorbild für lagerähnliche Einrichtungen in der Bundesrepublik wurde. Außerdem setzte es sich die hessische Landesregierung in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre zum Ziel, die bestehenden Baracken als Unterkünfte für Vertriebene und Flüchtlinge zu schließen.[34] Im März 1955 kaufte das Land Hessen in Gießen das Lagergelände und bald darauf begann ein für eine ursprünglich temporär angelegte Einrichtung untypischer Umbau: Die Baracken wurden abgerissen und verkauft. An ihre Stelle rückten neue massive Häuser mit mehreren Etagen, zuerst ein Wirtschaftsbau mit Küche, Speisesaal und Kantine. Ihm folgten je ein dreigeschossiges Verwaltungs- und zwei Unterkunftsgebäude. In der Anordnung der Gebäude entstand ein Hof, der als Versammlungs- und Feierplatz, später auch als Parkplatz genutzt wurde. Die letzte Bauphase begann nach dem Mauerbau: Im September 1961 fand eine Besprechung über den "Endausbau des Lagers" statt. Dabei wurde der Bau eines fünfgeschossigen Unterkunfts- und Bürogebäudes, einer neuen Krankenstation, einer größeren Gemeinschaftshalle und eines Pförtnerhauses bewilligt.[35] Nach Abschluss dieses insgesamt etwa fünf bis sieben Jahre dauernden Projekts verfügte das Gießener Notaufnahmelager über eine Aufnahmekapazität von etwa 700 Personen.[36]

Zum bisherigen Kenntnisstand deutet kaum etwas darauf hin, dass der Ausbau des Lagers mit den hohen Flüchtlingszahlen aus der DDR begründet wurde. Es bleibt noch unbeantwortet, auf welche politischen Entscheidungen die Verstetigung der Gebäude und damit des Lagers zurückzuführen ist. Denkbar ist, dass die Flüchtlingsunterkünfte an die urbanen Strukturen der Stadt anknüpfen sollten, um so ihre Akzeptanz vor Ort zu erhöhen.[37] Vielleicht waren die Lagergebäude als Eintrittsportal oder Schaufenster gedacht, mit denen sich die Bundesrepublik den deutschen Brüdern und Schwestern in der DDR präsentieren wollte. Nicht zuletzt sollten die neuen Gebäude demonstrieren, dass man glaubte, die unmittelbare Nachkriegszeit erfolgreich überwunden zu haben.

Fußnoten

19.
Vgl. zuletzt Douglas, "Ordnungsgemäße Überführung" (Anm. 1), S. 235f.
20.
Regierungspräsidium Hessen an den Herrn Minister für Arbeit und Wohlfahrt am 6. Dezember 1946. HStAD, H 1, Nr. 3568.
21.
Aufgaben der Flüchtlingsstellen, in: Gießener Freie Presse, 11.12.1948, S. 7.
22.
Bericht "Entstehung des Lagers", Stadtarchiv Gießen, 7/3 0016, S. 6.
23.
Ebd.
24.
Arne Hoffrichter, Heinrich Albertz und die SBZ-Flucht. Zur Rolle Niedersachsens, der Presse und des Durchgangslagers Uelzen-Bohldamm im Prozess der Notaufnahmegesetzgebung 1949/1950, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 84 (2012), S. 402-433.
25.
Zentrallager für die US-Zone in Gießen?, in: Gießener Freie Presse, 25.8.1949, S. 4.
26.
Hierfür wurden die Bombentrichter zugeschüttet, um das Gelände so zu begradigen, dass weitere Baracken aufgestellt werden konnte. Bericht "Entstehung des Lagers" (Anm. 22).
27.
Kritik am Lager Gießen, in: Hessische Nachrichten,12.11.1949, Stadtarchiv Gießen, N 82/521.
28.
Bericht "Entstehung des Lagers" (Anm. 22), S. 2.
29.
Verzeichnis B für Grenzdurchgangslager, Stadtarchiv Gießen, 7/3 003. Aus den Rechenschaftsberichten der Stadt an das zuständige Regierungspräsidium geht hervor, dass das Lager gerade zwischen 1948 und 1950 oft überbelegt war. Stadtarchiv Gießen, N 2049.
30.
"Heimkehrerlager", in: Hessische Landeszeitung, Anzeiger für Oberhessen.19.10.1920, S. 6.
31.
Protokoll über die am 20. September 1948 stattgefundene Dezernentenbesprechung, Stadtarchiv Gießen, N 1683.
32.
"Bürgermeister Dr. Elsner erklärte, dass die Stadt Gießen bei der Errichtung des Lagers nicht gefragt worden sei und sie nach wie vor alle Schritte unternehmen werde, um eine Verlegung des Lagers zu erreichen." Siehe: Bisher 1,35 Millionen Ostflüchtlinge von den Westzonen aufgenommen. Zentrallager Gießen seiner neuen Bestimmung übergeben, in: Gießener Freie Presse, 2.9.1949, S. 2.
33.
Vgl. Katja Augustin, Im Vorzimmer des Westens. Das Notaufnahmelager Marienfelde, in: Bettina Effner und Helge Heidemeyer (Hg.), Flucht im geteilten Deutschland, Berlin 2005, S. 135-154, hier S. 141.
34.
Abt. X Vermerk Beschaffenheit und Belegung der hess. Landes- und Kreis-Flüchtlingslagern vom 22.8.58, HHStAW, Abt. 508, Nr. 3772.
35.
Siehe Schriftverkehr zwischen Hess. Ministerium des Inneren und dem Hess. Ministerium der Finanzen über die Ausbau des Lagers, HHStAW, Abt. 506, Nr 1942.
36.
140 weitere Plätze gab es im Jugendlager Krofdorf und im Haus Elisabeth.
37.
Zum Verhältnis von Lager und Stadt vgl. Jeannette van Laak, Das Notaufnahmelager Gießen - Ein Seismograph der deutsch-deutschen Beziehungen?, in: Detlev Brunner u.a. (Hg.), Asymmetrisch verflochten? Deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte, Berlin 2013.
Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Jeannette van Laak für bpb.de

Sie dürfen den Text unter Nennung der Lizenz CC BY-NC-ND 3.0 DE und des/der Autors/-in teilen.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen

Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

Mehr lesen

Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


Mehr lesen

NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

Mehr lesen

Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

Mehr lesen

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

Mehr lesen auf bpb.de

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen