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Die Jugendweihe als zentrales Konfliktfeld des Erziehungsanspruchs zwischen Staat und evangelischer Kirche

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Die Jugendweihe als zentrales Konfliktfeld des Erziehungsanspruchs zwischen Staat und evangelischer Kirche Entwicklungen in der Zeit von 1954 bis 1959

Kornelius Ens

/ 15 Minuten zu lesen

Die SED begriff die Jugend als Träger und Garant für die Zukunft, aber auch für die Gemeindestruktur der Kirchen war sie von großer Bedeutung. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welche Rolle der Jugendweihe in den 1950er Jahren in diesem Spannungsfeld zukam.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendweihe in Berlin nach der feierlichen Überreichung der Urkunde und des Buches "Weltall, Erde, Mensch", 1958 (© Bundesarchiv , Bild 183-54125-0001, Foto: Erich Zühlsdorf)

Einleitung

Am 29. September 1957 formulierte Walter Ulbricht in seiner sogenannten "Sonneberger Rede" unter dem Titel "Lernen für das Leben – Lernen für den Sozialismus" folgende Aussage: "Bei uns wird die Wahrheit gelernt und nicht irgendwelche Hirngespinste." Und weiter: Es sollten "nicht Zirkel für atheistische, sondern für naturwissenschaftliche Propaganda […]" gebildet werden. "Am Ende kommt dann Atheismus heraus." Diese und ähnliche Ausführungen geben Einblicke in die erziehungsideologischen Auseinandersetzungen, die ein zentrales Konfliktfeld im Verhältnis von Staat und Kirche in der SBZ/DDR darstellten.

Nicht nur die SED begriff die Jugend als Träger und Garant für die Zukunft. Auch für die Kirchen war sie für eine gefestigte Gemeindestruktur von existenzieller Bedeutung. Aufgrund der weltanschaulichen Differenzen der Institutionen ergab sich zwangsläufig eine Konkurrenzsituation. Für die SED stand fest, dass ihr politisches Anliegen der Zurückdrängung der Kirchen aus der Gesellschaft bei gleichzeitiger Durchdringung eben jener nur erreicht werden kann, wenn sie die weltanschauliche Deutungsmacht besitzt. Die Erziehungsfrage wurde somit zu einem bedeutungsvollen Spannungsfeld.

Der Einführung der Jugendweihe kam in diesem Kontext eine zentrale Bedeutung zu, konnte man dadurch doch das Ziel der gründlichen "Aufklärungsarbeit" in politischen wie ideologischen Bereichen leisten. Die evangelische Kirche und die christlichen Familien wurden dadurch in der Erziehungsfrage vor gravierende Herausforderungen gestellt.

Es stellt sich die Frage, mit welchen Strategien die Staatsführung ihr politisches Ziel umsetzte, die Mehrheitsmeinung auf ideologischem Feld durch die Jugendweihe zu prägen.

Einführung der Jugendweihe

Der zu Beginn der 1950er Jahre eingeschlagene "Neue Kurs" sorgte für die Christen in der DDR nach Monaten harter Repressionen für eine allgemeine Entspannung. Die SED versuchte allerdings weiter über die Freie Deutsche Jugend (FDJ), die kirchlichen Jugendlichen für ihre Interessen zu gewinnen. Ziel blieb es, die Zukunftsbasis der Kirche zu entkräften, allerdings mit anderen Methoden als der Repression. Demnach müsse angestrebt werden, die christlichen Jugendlichen zu isolieren, und es sollte eine "populärwissenschaftliche Aufklärungsarbeit unter Anleitung und Kontrolle der Partei" unter den Jugendlichen gestartet werden. So hieß es in einer Anweisung seitens des Politbüros, dass "Reste sektiererischen Verhaltens gegenüber religiös gebundenen Jugendlichen […] zu beseitigen" wären.

In Berlin wurde der "Zentrale Ausschuß für Jugendweihe in der DDR" (ZAJ) gegründet. Dieser war in der Folge für die Werbung und Außendarstellung dieses Anliegens zuständig. Die Ziele, die mit der Jugendweihe erreicht werden sollten, wurden aber auch weiterhin von der SED definiert und in einem Arbeitsprotokoll des Politbüros folgendermaßen formuliert: "Damit wird verhindert, daß eine große Zahl von Kindern im Alter von 12-14 Jahren durch eine systematische reaktionäre Beeinflussung seitens der Pfarrer der ‚Jungen Gemeinde‘ zugeführt wird." Somit durfte die "absolute Beanspruchung des Menschen […] nicht vor der religiösen Sphäre Halt machen."

Die Vorbereitungen der Jugendweihen sollten zwar in der Hand von lokalen Ausschüssen liegen, doch wurde die Partei angewiesen, „dass einflußreiche und fachkundige Genossen in diesen Ausschüssen mitwirken und erforderlichenfalls auch die Initiative zu ihrer Gründung […] übernehmen“ sowie "ständig auf die Arbeit dieser Ausschüsse Einfluß nehmen." Dies sollte nicht offensichtlich als Parteiarbeit geschehen, jedoch eine Durchlässigkeit für etwaige Instrumentalisierungsbestrebungen bieten.

Die Einführung der Jugendweihe vollzog sich zu einem Zeitpunkt, der dem politischen wie gesellschaftlichen Entwicklungsprozess entsprach. Wurde auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene bereits eine gesellschaftliche Umgestaltung vorangetrieben, so sollte diese auch durch eine weltanschaulich-ideologische Ebene unterstützt werden.

Atheismus-Ideologisierung und "Aufklärungsarbeit" als immanente Ziele

Zur Verbreitung der "wissenschaftlichen und politischen Kenntnisse des Sozialismus" kam dem atheistischen Gedankengut eine herausgehobene Bedeutung zu. Das eigens hierfür ausgearbeitete Lehrwerk "Weltall, Erde, Mensch", welches bereits 1954 mit einer Auflage von 120.000 Exemplaren erschien, machte diese systematische Zielsetzung deutlich. Dieses Buch stellte einen Frontalangriff auf den christlichen Glauben dar und zielte damit ebenfalls auf die Kirche und deren Jugendarbeit. Es sollte als Lehr- und Geschenkbuch zur Vorbereitung auf die Jugendweihe Verwendung finden. Der Anspruch war, "die marxistische Wahrheit über die Entstehung der Welt, die Gesetze der Natur und Geschichte und die im Sozialismus befreite Menschheit als Lebenssinn kommunistischer Persönlichkeiten" darzustellen. Der Historiker Detlef Urban spricht von einem Lehrbuch mit "militant atheistische[r] Tendenz." Der Kirchenhistoriker Hans-Gerhard Koch merkt dazu an: "Die Religionspolitik der SED von Ende des Jahres 1954 an, war mit ihrer antichristlichen Tendenz gründlicher und weitreichender angelegt als vor dem ersten Angriff."

Die Autoren des Lehrbuches gingen von der Grundannahme aus, dass sich fortschreitende wissenschaftliche Erkenntnisse, hier vor allem die der Naturwissenschaften, und der Glaube an eine Gottheit ausschließen. Das Selbstverständnis, in dem es verfasst wurde, entsprach dem eines inspirierten Lehrwerks: "Dieses Buch ist das Buch der Wahrheit." Und der damalige Vorsitzende des Zentralrates der FDJ, Erich Honecker, stellte 1955 in seinem Geleitwort fest: "Jeder Jugendliche wird mit Begeisterung und Spannung die vielen Beiträge über die Entstehung der Erde und des Menschen aufnehmen. Gleichzeitig hilft dieses Buch den Nebel zu zerreißen, der noch allzu oft über den Werdegang der menschlichen Entwicklung, über die Entstehung der Natur und die Gesetze des gesellschaftlichen Fortschritts gehängt wird. Für jeden jungen Menschen ist dieses Buch ein Rüstzeug für sein persönliches Fortkommen, für den Kampf um den Sieg des Neuen, des Fortschritts, gegen das Alte und Rückschrittliche."

Die SED bezeichnete die Jugendweihe trotz aller Kritik seitens der evangelischen Kirche als weltanschauungsfrei. Sie stelle lediglich eine Alternative für den Eintritt in das Erwachsenenalter dar: "Die Jugendweihe […] ist weder eine staatliche Angelegenheit, noch eine Angelegenheit einzelner Organisationen. An ihr können Jugendliche aller Weltanschauungen teilnehmen. Die Konfirmation wird von ihr nicht berührt. Es herrscht volle Glaubens- und Gewissensfreiheit […]. Die Teilnahme an der Jugendweihe ist freiwillig." Dass es bei der Einführung der Jugendweihe tatsächlich keine staatliche Einflussnahme gab, muss bezweifelt werden. Immerhin sollte das Kultusministerium 1954 für die Sicherung der finanziellen Mittel 1,1 Millionen Mark im Staathaushalt für dieses Anliegen einplanen.

Otto Dibelius brachte daraufhin die ablehnende Haltung der evangelischen Kirche in einem Brief, der am 7. Januar 1955 verfasst und an die Pfarrer und Gemeinden der Kirchenprovinz Berlin-Brandenburg adressiert wurde, deutlich zum Ausdruck: "Wir kennen diese Jugendweihe aus der Vergangenheit zur Genüge. Der Zuschnitt wechselt, der Inhalt ist immer derselbe: Die Jugend soll, in klarem Gegensatz gegen das christliche Evangelium, einer materialistischen Weltanschauung verpflichtet werden. Unsere kirchliche Lebensordnung bestimmt deutlich und klar: ‚Kinder, die sich einer Handlung unterziehen, die im Gegensatz zur Konfirmation steht (Jugendweihe oder dergleichen), können nicht konfirmiert werden.‘" Und weiter: "Die Jugendweihe ist von jeher eine Angelegenheit derjenigen Menschen gewesen, die die Kirche und ihre Botschaft ablehnen […]. Wir sind uns mit den überzeugten Anhängern des Marxismus-Leninismus darin einig, daß christlicher Glaube und marxistische Weltanschauung in einem unüberbrückbaren inneren Gegensatz stehen."

Die SED veranstaltete in der Folge Elternversammlungen, in denen die Eltern aufgefordert wurden, gegen die strikte Ablehnung der Jugendweihe durch die evangelische Kirche Protest einzulegen. Gleichzeitig wurden Pfarrer, die sich gegen die Jugendweihe massiv zur Wehr setzten, mit Ordnungsstrafen belegt.

Politische Vereinnahmung und Instrumentalisierung

Jugendstunde zur Vorbereitung der Jugendweihe 1958, Mittelschule Berlin-Friedrichshain (© Bundesarchiv , Bild 183-60478-0001, Foto: Wendorf)

Die Zahl der Jugendweiheteilnehmer belief sich 1955 auf etwa 15 Prozent aller infrage kommenden Jugendlichen. Diese Zahl konnte für die SED nicht befriedigend sein, beschreibt allerdings auch, wie genau es die politische Führung mit der Dokumentation auf Ortsebene nahm.

Die geringe Resonanz unter den Jugendlichen wurde den "reaktionären" Pfarrern zugeschrieben. Aus der SED-Kreisleitung "Wismar-Land" heißt es dazu: "Die geringe Zahl […] zur Teilnahme an der Jugendweihe […] ist zurückzuführen […] auf die starke Hetze der Pastoren in unserem Kreis." Die Parteibasis der SED sollte sich nun verstärkt in den Prozess der Etablierung der Jugendweihe einschalten. Wichtig war für die SED, dass die Jugendweihe auch einen politischen Charakter erhielt. So heißt es in einer Einschätzung für das SED-Sekretariat vom 1. März 1955, dass sie zu einem "Kriterium für die ideologische Reife unserer Genossen" werden sollte. In der Folge stieg die Teilnehmerzahl im Jahre 1956 auf etwa 25 Prozent an.

Die Wachstumstendenz wie auch eine fortlaufende Jugendweihepropaganda setzten sich 1957 weiter fort. In einer Rede, gehalten am 31. März 1957 im Rahmen einer Feierstunde zur Jugendweihe im Dessauer Landestheater, unter dem bezeichnenden Titel "Wissen ist besser als Glauben", stellte Walter Ulbricht nochmals klar, dass es sich bei der Jugendweihe um ein atheistisches Unterfangen handeln sollte. Der Glaube trage demnach nicht zu einer Besserung der Gesellschaft bei.

Die SED forcierte nun ihre Bemühungen um eine breitere Akzeptanz der Jugendweihe in der Gesellschaft. So sollten in den Betrieben Informationsveranstaltungen abgehalten werden, welche die Erziehungsideale des Jugendweiheunterrichts erläuterten. "Abseits stehende Eltern" sollten über Gespräche am Arbeitsplatz von den Anliegen der Jugendweihe überzeugt werden. Die Betriebe wurden anschließend aufgefordert, die Jugendweihe materiell wie ideell zu unterstützen.

Außerdem wurden Lehrerinnen und Lehrer angehalten, die Jugendweihe deutlicher in ihren Unterricht einzubeziehen. Dies ist eine Forderung, wie sie auch in der "Lausitzer Rundschau" (LR) vom 3. Dezember 1957 publiziert wurde: "Die Lehrer der achten Klassen müssen […] ständig auch im Unterricht – nicht nur in den achten Klassen – die Beziehung zur Jugendweihe herstellen […] Unsere Lehrer und Erzieher und unsere sozialistischen Elternbeiräte müssen erkennen, daß es in der Frage der Jugendweihe keine Neutralität geben kann." Auf speziell einberufenen Lehrerkonferenzen wurden die Lehrer angehalten, massiv Werbung für die Jugendweihe unter den Schülerinnen und Schülern zu betreiben. Nicht überzeugte Lehrer wurden teilweise als Saboteure diffamiert. Dieser Forderung kamen die Lehrer im Allgemeinen auch nach. Zudem wurden Schüler über attraktive Präsente, wie unter anderem Uhren, Fotoapparate, Oberhemden, auf die Jugendweihe aufmerksam gemacht. Für die Übergabe wurden Orte wie das örtliche Kino in Anspruch genommen.

Die Teilnehmerzahl zur Jugendweihe erhöhte sich auch im Jahr 1957. Etwa 30 Prozent der infrage kommenden Jugendlichen vollzogen die Jugendweihe.

Eröffnung des Jugendweihejahres: Walter Ulbricht spricht zu circa 1000 Jugendlichen und deren Eltern im Gesellschaftshaus in Sonneberg, Thüringen (© Bundesarchiv , Bild 183-48286-0003, Foto: Blumenthal)

Entgegen vorheriger Darstellungen wurde ab 1958 erstmals öffentlich die Förderung der Jugendweihe durch den Staat proklamiert und der Abteilung für Volksbildung im Zentralkomitee (ZK) der SED unterstellt. Der Verlegung der Kompetenzen in das oberste Gremium der SED ging eine Grundsatzänderung voraus, die Walter Ulbricht in seiner bereits erwähnten "Sonneberger Rede" folgendermaßen zum Ausdruck brachte: Jugendliche müssten an der Jugendweihe teilnehmen, "weil ihnen sonst wichtige Kenntnisse verloren gehen würden, die sie in ihrem späteren Leben brauchen." In diesem Sinne wurde die Jugendweihe nun als Bildungsauftrag proklamiert, dem man sich folglich nicht entziehen dürfe, was Ulbricht bereits auf einer ZK-Sitzung vom 16. bis 19. Oktober 1957 anbahnte, indem er ausführte: "[…] wir haben beschlossen, dass alle Kinder an der Jugendweihe teilnehmen sollen […] Gut, dann müssen wir sie aber auch so beeinflussen, wie es sich gehört."

Ulbrichts Aussagen stellen eine drastische Abkehr von den Freiwilligkeitsbeteuerungen der Jugendweihteilnahme aus den vorangegangenen Jahren dar und markieren gleichzeitig den Beginn einer neuen Phase der politischen Vereinnahmung der Jugendweihe, die für das Spannungsverhältnis zwischen Staat und Kirche in der Erziehungsfrage zunehmend an Bedeutung gewann. Seitens der SED-Führung sollte unmissverständlich zum Ausdruck gebracht werden, dass es keine moderate Linie in ideologischen Fragen mehr geben könne. Außerdem war die SED bestrebt, durch eine "Offensive des Atheismus" den Glauben an die Menschheit und ihre kreative Begabung, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, zu unterstützen: "Dieser Glaube an die Menschheit ist das, was wir an die Stelle des Glaubens an einen Gott usw. zu setzen haben." Von der anfänglich betonten "weltanschaulichen Neutralität" war nur noch wenig erkennbar.

Aber auch seitens der Kirchenleitung wurde der Druck auf die Eltern in Bezug auf die Jugendweihe erhöht, beispielsweise durch Otto Dibelius: "Es geht bei der Entscheidung zwischen Konfirmation und Jugendweihe um die Seele eurer Kinder und um eurer eigenen Seelen Seligkeit."

Das Konfliktpotenzial zwischen Staat und evangelischer Kirche in der Erziehungsfrage war immens. Die Kirche hielt an ihrem Entweder-oder-Prinzip fest. Der Staat verstärkte im Gegenzug seine antikirchliche Propaganda. Die Jugendweihe erhielt durch politische Interventionen spätestens zu diesem Zeitpunkt den "Charakter einer staatlich sanktionierten Ersatzkonfirmation."

Öffentlicher Druck, Sanktionen und endgültige Durchsetzung

Die gesellschaftliche Annahme der Jugendweihe war für die SED ein Gradmesser ihres ideologischen Führungsanspruchs. Da zunächst nur ein Viertel aller Jugendlichen Interesse daran signalisierte, erhöhte die SED den politischen Druck.

Jugendweiheverweigerern drohte inzwischen von offizieller politischer Seite, nicht zur Abiturstufe zugelassen zu werden, ebenso mussten Einschränkungen bei der Berufswahl befürchtet werden. "Die Flüsterpropaganda, dass ein Schulabgänger nur mit Jugendweihe die gewünschte Lehrstelle erhalte, wirkte sowohl durch die bloße Drohung wie auch durch exemplarische Fälle." "Mit dem Jugendweihejahr 1958/59 war die Werbung zur Jugendweihe ein fester Bestandteil im Schulalltag geworden, dem niemand mehr ausweichen konnte."

Die Mischung aus Werben, Repressalien und Gerüchten war erfolgreich. Immer mehr Jugendliche gingen zum Jugendweiheunterricht. So waren es 1958 circa 44 Prozent, 1959 sogar etwa 80 Prozent der Jugendlichen, die an einer Jugendweihe teilnahmen. Es fand ein regelrechter Wettbewerb einzelner Kommunen um die Jugendlichen statt, auch um den prozentualen Anteil derjenigen, die zur Jugendweihe gingen, für die jeweilige Region erhöhen und politisch nutzbar machen zu können.

Die Auswirkungen dieses Umstandes gingen an der evangelischen Kirche nicht spurlos vorüber. Erste Anzeichen einer Positionsveränderung innerhalb der Kirche zur Frage der Jugendweihe gab es Ende 1958. Auf der Kirchlichen Ost-Konferenz am 27. August 1958 wurde vorgeschlagen, dass Teilnehmer des Jugendweiheunterrichts zukünftig nicht mehr grundsätzlich von der Konfirmation auszuschließen seien. Es sollte demnach mindestens ein Jahr zwischen der Jugendweihe und dem ersten Abendmahl liegen. Allerdings gingen an dieser Stelle die Positionen der einzelnen Landeskirchen auseinander. Der Kirchenhistoriker Gerhard Besier schreibt dazu: „Die Thüringer Kirchenleitung gab als erste ihre resistente Haltung auf und zeigte Bereitschaft, mit der sozialistischen Diktatur zu kooperieren." Detlef Pollack merkt dazu ebenfalls an: "Nach zehn Jahren totalitärer Machtausübung [hatten] Resignation und Zermürbung [den] Widerstandswillen der Gemeindeglieder [gebrochen]."

In einem ebenso raschen Tempo, wie der Zulauf zu den Veranstaltungen der Jugendweihe anstieg, nahm die Teilnahme an den Konfirmationen ab. Waren es 1956 noch drei Viertel der Jugendlichen eines Jahrgangs, die sich konfirmieren ließen, so war es 1959 nur noch ein Drittel. Es gelang der SED mit der Jugendweihe, "einen tiefen Einbruch in den Bereich christlicher Sitte" zu erzielen.

Zudem sank der Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung von etwa 80 Prozent (1956) auf etwa 60 Prozent (1964). Dass dies vor allem auf politische Gründe zurückzuführen ist und weniger mit allgemeinen Säkularisierungs- beziehungsweise Individualisierungsprozessen verbunden war, liegt nahe. Die Erfolge der Jugendweihe bereits in der Anfangszeit waren nur mit einer nachhaltigen politischen Strategie, wie sie die SED anwendete, zu erreichen.

Rückblickend stellte die am Institut für Marxismus-Leninismus der Ingenieurhochschule für Seefahrt in Warnemünde-Wustrow angesiedelte Forschergruppe "Wissenschaftlicher Atheismus" um Olaf Klohr in den 1970er Jahren fest, dass durch die Jugendweihe ein massiver Säkularisierungsprozess hin zu einer entkirchlichten Gesellschaft begann. Die Ergebnisse durch die massive atheistische Erziehungspropaganda wären demnach durchweg "positiv."

Resümee

Die Jugendweihe entwickelte sich in ihrer Etablierungsphase 1954 bis 1959 zu einer Art Ersatzkonfirmation. Darauf mussten die Kirchenleitungen reagieren. Sie lehnten die Jugendweihe kategorisch als glaubensfeindlich ab. Für die evangelische Kirchenleitung waren Glaube und Jugendweihe unvereinbar. Daher schloss sie eine Konfirmation für Jugendliche mit Jugendweihe zunächst aus.

Die SED schaffte es aber, zielgerichtet die Jugendweihe in der Gesellschaft zu etablieren. Für deren Anleitung wurde der ZAJ gegründet. Anfangs wurde beabsichtigt, sie nicht als Parteiarbeit erscheinen zu lassen, das änderte sich deutlich mit den steigenden Teilnehmerzahlen. Kam es bereits auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene zu einer gesellschaftlichen Umgestaltung durch die SED, fand jetzt eine Umwälzung auch auf ideologisch-weltanschaulicher Ebene statt. Durch die systematische Institutionalisierung der Jugendweihe auf höchster politischer Ebene unterstrich die SED ihren Anspruch der Deutungshoheit im ideologischen Erziehungsbereich.

Die politisch gewollte und strategisch geplante Lösung kirchlicher Bindungen der Bürgerinnen und Bürger konnte bereits in den ersten fünf Jahren nach der Einführung der Jugendweihe teilweise realisiert werden. Einschüchterungs- und Repressionsmaßnahmen trugen ihr Übriges zum nachhaltigen Erfolg der Jugendweihe bei. Im Durchschnitt nahmen bereits 1959 etwa 80 Prozent aller infrage kommenden Jugendlichen an der Jugendweihe teil, was die evangelische Kirche dazu veranlasste, ihre Haltung zu überdenken: Aus einer kategorischen Ablehnung wurde eine teilweise Tolerierung der Jugendweihe. Eine folgenreiche Entscheidung für die Zukunft, welche der SED signalisierte, dass ihre Strategie der systematischen Unterwanderung bei gleichzeitigem Verzicht auf offensichtliche Unterdrückung eine wirksame Methode war und vollends aufging. Die Jugendweihe wurde ein Instrument der SED-Kirchenpolitik und löste spätestens ab 1959 die Konfirmation als gesellschaftlich dominanten Mehrheitsritus ab – ein Umstand, den der Religionssoziologe Detlef Pollack folgendermaßen beschreibt: "Mit dem Ende der Konfirmation als volkskirchlichem Ritus kündigte sich langfristig auch das Ende der Volkskirche an."

Zitierweise: Kornelius Ens: Die Jugendweihe als zentrales Konfliktfeld des Erziehungsanspruchs zwischen Staat und evangelischer Kirche - Entwicklungen in der Zeit von 1954 bis 1959, in: Deutschland Archiv, 2.11.2015, Link: www.bpb.de/214629.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Zitiert nach: Christian Fischer, Wir haben euer Gelöbnis vernommen. Konfirmation und Jugendweihe im Spannungsfeld. Ein Beispiel für den Einfluß gesellschaftlicher Verhältnisse auf praktisch-theologische Argumentationen in der DDR (1949-1978), Leipzig 1998, S. 79.

  2. Zitiert nach: Martin Georg Goerner, Die Kirche als Problem der SED. Strukturen kommunistischer Herrschaftsausübung gegenüber der evangelischen Kirche 1945 bis 1958, Berlin 1997, S. 287-288.

  3. Der "Neue Kurs" stellte einen Strategiewechsel der SED für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft dar. Er wurde auf der II. Parteikonferenz der SED im Juli 1952 beschlossen. Im Bereich der Kirchenpolitik schlug er ein moderateres Vorgehen vor. So wurde beispielweise der repressive Kampf gegen die "Junge Gemeinde" eingestellt.

  4. Zitiert nach: Georg Diederich, Bernd Schäfer und Jörg Ohlemacher, Jugendweihe in der DDR. Geschichte und politische Bedeutung aus christlicher Sicht, Schwerin 1998, S. 16.

  5. Zitiert nach: Goerner, Die Kirche als Problem der SED (Anm. 2), S. 282. Archiveintrag in: Arbeitsprotokoll Politbüro 6.7.1954, Anlage: "Vorbereitung und Durchführung von Jugendweihen", SAPMO-BArch, ZPA, J IV 2/2 A-363.

  6. Kurt Guggisberg, Die kommunistische Jugendweihe in christlicher Beleuchtung, Bern 1961, S. 7.

  7. Zitiert nach: Goerner, Die Kirche als Problem der SED (Anm. 2), S. 283. Archiveintrag in: Rundschreiben Ulbrichts an die 1. Sekretäre der Bezirks- und Kreisleitungen der SED, 2.11.1954, SAPMO-BArch, ZPA, IV 2/2/3, Bl. 80–81.

  8. Erhart Neubert, "Jugendweihe", in: Rainer Eppelmann (Hg.), Lexikon des DDR-Sozialismus: das Staats- und Gesellschaftssystem der Deutschen Demokratischen Republik, Paderborn 1996, S. 320. Siehe dazu die ausführlichen Analysen des Werkes "Weltall, Erde, Mensch" in seinen verschiedenen Auflagen: Torsten Morche, Weltall ohne Gott. Erde ohne Kirche. Mensch ohne Glaube. Zur Darstellung von Religion, Kirche und "wissenschaftlicher Weltanschauung", in: Ders., "Weltall, Erde, Mensch" zwischen 1954 und 1974 in Relation zum Staat-Kirche-Verhältnis und der Entwicklung der Jugendweihe in der DDR, Berlin 2006.

  9. Vgl. Detlef Urban (u.a.), Jugend ohne Bekenntnis? 30 Jahre Konfirmation und Jugendweihe im anderen Deutschland 1954-1984, Berlin 1984, S. 61.

  10. Hans-Gerhard Koch, Neue Erde ohne Himmel. Der Kampf des Atheismus gegen das Christentum in der DDR – Modell einer weltweiten Auseinandersetzung, Stuttgart 1963, S. 137.

  11. Weltall, Erde, Mensch. Ein Sammelwerk zur Geschichte von Natur und Gesellschaft, 4. Aufl., Berlin (Ost) 1956, S. 5.

  12. Weltall, Erde, Mensch (Anm. 11), 3. Aufl., Berlin (Ost) 1955, S. 5.

  13. Zitiert nach: Fischer, Wir haben euer Gelöbnis vernommen (Anm. 1), S. 70.

  14. Diederich (u.a.), Jugendweihe in der DDR (Anm. 4), S. 17.

  15. Zitiert nach: Fischer, Wir haben euer Gelöbnis vernommen (Anm. 1), S. 71.

  16. Wort der Evangelischen Kirchenleitung an die Gemeinden der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg vom 30. November 1954; in: Marlene Becker, „In unseren Händen liegt es, die Zukunft zu gestalten“. Jugend und evangelische Kirche in der SBZ/DDR vor dem Mauerbau, Oldenburg 2007, S. 126.

  17. Diederich (u.a.), Jugendweihe in der DDR (Anm. 4), S. 21. Archiveintrag in: VpLA Greifswald, BPA SED Rostock, BL IV/2/14/1347, Bl. 140-143.

  18. Hermann Wentker, Die Einführung der Jugendweihe in der DDR, in: Hartmut Mehringer (Hg.), Von der SBZ zur DDR. Studien zum Herrschaftssystem in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik, München 1995, S. 155-156. Guggisberg spricht von 1100 Feiern mit ca. 60.000 jugendlichen Teilnehmern, vgl. Guggisberg, Die kommunistische Jugendweihe (Anm. 6), S. 8.

  19. Zitiert nach: Diederich (u.a.), Jugendweihe in der DDR (Anm. 4), S. 21. Archiveintrag in: VpLA Greifswald, BPA SED Rostock, KL Wismar-Land IV/4/19/343, Bl. 100-112.

  20. Zitiert nach: Wentker, Die Einführung der Jugendweihe in der DDR (Anm. 18), S. 155. Archiveintrag des Redemanuskripts vom 1. März 1955 in: SAPMO-BArch, ZPA IV 2/14/2, Bl. 242.

  21. Ebd., S. 156.

  22. Fischer, Wir haben euer Gelöbnis vernommen (Anm. 1), S. 77.

  23. Heinz-Elmar Tenorth, u.a. (Hg.), Politisierung im Schulalltag der DDR. Durchsetzung und Scheitern einer Erziehungsambition, Weinheim 1996, S. 213.

  24. Neubert, "Jugendweihe" (Anm. 8), S. 319.

  25. Zitiert nach: Fischer, Wir haben euer Gelöbnis vernommen (Anm. 1), S. 84.

  26. Diederich (u.a.), Jugendweihe in der DDR (Anm. 4), S. 22.

  27. EKD (Hg.), Evangelische Welt (1958), Nr. 17, S. 519. Siehe auch: Wentker, Die Einführung der Jugendweihe in der DDR (Anm. 18), S. 156.

  28. Zitiert nach: Fischer, Wir haben euer Gelöbnis vernommen (Anm. 1), S. 79.

  29. Zitiert nach: Diederich (u.a.), Jugendweihe in der DDR (Anm. 4), S. 27.

  30. Zitiert nach: Fischer, Wir haben euer Gelöbnis vernommen (Anm. 1), S. 82.

  31. Ebd., S. 80.

  32. Wentker, Die Einführung der Jugendweihe in der DDR (Anm. 18), S. 163.

  33. Goerner, Die Kirche als Problem der SED (Anm. 2), S. 288.

  34. Sigrid Schütz, Die sozialistische Alternative - Jugendweihe, Religion und Nation in der DDR, in: Michael Geyer, u.a., (Hg.), Religion und Nation. Nation und Religion. Beiträge zu einer unbewältigten Geschichte, Göttingen 2004, S. 429.

  35. Diederich (u.a.), Jugendweihe in der DDR (Anm. 4), S. 30.

  36. Vgl. Andreas Meier, Jugendweihe - JugendFEIER. Ein deutsches nostalgisches Fest vor und nach 1990, München 1998, S. 215-216.

  37. Gerhard Besier, Aus der Resistenz in die Kooperation, in: Günther Heydemann, u.a. (Hg.), Kirchen in der Diktatur, Göttingen 1993, S. 182.

  38. Detlef Pollack, Kirche in der Organisationsgesellschaft. Zum Wandel der gesellschaftlichen Lage der evangelischen Kirchen in der DDR, Stuttgart 1994, S. 150.

  39. Schütz, Die sozialistische Alternative (Anm. 34), S. 410.

  40. Rudolf Mau, Eingebunden in den Realsozialismus? Die Evangelische Kirche als Problem der SED, Göttingen 1994, S. 23.

  41. Detlef Pollack, Von der Volkskirche zur Minderheitskirche. Zur Entwicklung von Religiosität und Kirchlichkeit in der DDR, in: Jürgen Kocka, u.a. (Hg.), Sozialgeschichte der DDR, Stuttgart 1994, S. 272.

  42. Ebd., S. 279.

  43. Diederich (u.a.), Jugendweihe in der DDR (Anm. 4), S. 41-42.

  44. Wentker, Die Einführung der Jugendweihe in der DDR (Anm. 18), S. 164.

  45. Detlef Pollack, Von der Volkskirche zur Minderheitskirche (Anm. 43), S. 279.

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M.A., M.A.; studierte Geschichts-, Sozial-, und Kulturwissenschaften sowie Evangelische Theologie an den Universitäten Bielefeld, Münster, Osnabrück und Berlin. Forschungs- und Lehraufträge an den Universitäten Münster und Osnabrück.