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Elisa Klapheck: "Heute sind wir keine Schicksalsgemeinschaft mehr" | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Vor 35 Jahren: Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Orte des Ankommens (VII): Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Orte des Ankommens (IX): Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Orte des Ankommens (VIII): Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Orte des Ankommens (X): Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten Orte des Ankommens nach 1945 (III): „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Orte des Ankommens (IV): Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach)kriegsgeschichte Orte des Ankommens (V): Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Orte des Ankommens (XI): Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Elisa Klapheck: "Heute sind wir keine Schicksalsgemeinschaft mehr" Journalistin, Rabbinerin, Autorin, Professorin

Sharon Adler Elisa Klapheck

/ 27 Minuten zu lesen

Die Mitbegründerin der jüdisch-feministischen Gruppe „Bet Debora“ ist heute Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft „Egalitärer Minjan“ in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main und Professorin für Jüdische Studien an der Universität Paderborn. Dort hat sie 2021 die Gründung des „Pnina Navè Levinson Seminars für Jüdische Studien“ initiiert.

"Emanzipation ist für mich ein religiöser Wert, sogar eine religiöse Pflicht". Die Mitbegründerin der jüdisch-feministischen Gruppe „Bet Debora“ ist heute Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft „Egalitärer Minjan“ in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main und Professorin für Jüdische Studien an der Universität Paderborn. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

„Die erste Generation danach“

Sharon Adler: Du bist in Deutschland und in den Niederlanden aufgewachsen. Wie hat die Generation deiner Eltern in den 1930er- bis in die 1950er-Jahre gelebt und diese Zeit erlebt, woran haben die Überlebenden angeknüpft?

Elisa Klapheck: Meine Mutter, Lilo Lang, wurde 1935 in Rotterdam geboren und hat mit meiner Großmutter Anita auf einer Odyssee durch Europa, immer wieder in Verstecken überlebt. Sie kam aus einer deutsch-jüdischen Familie, die in den 1930er-Jahren in die Niederlande geflüchtet war. Ein großer Teil der Familie wurde ermordet, mein Großvater David ist in Auschwitz umgekommen. Mein Vater, Konrad Klapheck, war kein Jude. Trotzdem stand auch seine Kindheit im Zeichen eines Überlebens. Seine Eltern waren gegen die Nazis eingestellt. Sein Vater, Richard Klapheck, wurde direkt 1933 als Professor für Kunstgeschichte aus der Kunstakademie in Düsseldorf entlassen und ist wohl auch an diesem Schock 1939 gestorben. Meine Großmutter, Anna Klapheck, ist zusammen mit meinem Vater aus Düsseldorf weggezogen und führte im Erzgebirge eine Art Inkognito-Existenz. 1945 waren meine Eltern beide zehn Jahre alt. In den 1950er-Jahren haben sie sich in Düsseldorf in der Tanzstunde kennengelernt. Es gab in meiner nichtjüdischen Familie eine erstaunlich große Affinität zum Judentum. Mein Vater ist ein berühmter Künstler geworden und später zum Judentum übergetreten. Der Weg dahin war aber irgendwie schon von seinen Eltern vorgeebnet. Und zwar über die Kunst. Für meinen Großvater Richard gehörte die jüdische Kultur ganz wesentlich zur zeitgenössischen Kultur. In diesem Kontext hat er 1913 ein Buch über die Architektur der Alten Synagoge in Essen geschrieben sowie ein Standardwerk über jüdische Baudenkmäler am Niederrhein herausgegeben. Aber auch meine Großmutter setzte jüdische Zeichen. Sie schrieb ein wegweisendes Buch über den heute berühmten Kunstmaler Jankel Adler, der vor der Shoah in Düsseldorf gelebt hatte und mit dem meine Großeltern gut befreundet waren. In meiner Familie war die Kultur der deutsch-jüdischen Symbiose sehr präsent.

Sharon Adler: In welchem Bewusstsein einer jüdischen Identität bist du als Angehörige der Zweiten Generation großgeworden?

Elisa Klapheck: Meine Mutter hat in den 1950er-Jahren das Judentum für sich reklamiert, und sich später, als mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich schon auf der Welt waren, dafür entschieden, es bewusst zu leben und Mitglied der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf zu sein. Juden waren wir jedoch nicht so sehr im religiösen, sondern in einem kulturellen Sinne. Das Religiöse war da, aber es spielte nicht die übergeordnete Rolle. Mein Vater hat es sehr unterstützt, dass wir jüdisch aufwachsen und konnte auch als Künstler dazu beitragen. Kafka und Mahler, das waren zwei große Namen, die bei uns eine Rolle spielten, und dann eine ganze Reihe moderner jüdischer Künstler*innen und Kunsthändler*innen, die auch die Düsseldorfer Kunstszene mitprägten, zum Beispiel der Eat-Art-Künstler Daniel Spoerri, der gerade wieder entdeckt wird. Oder die Galeristin Ileana Sonnabend aus New York, die auf der Suche nach Pop-Art-Künstlern in Deutschland war und meine Eltern besuchte. In der Verbindung mit diesem Umfeld erlebte meine Mutter, die sich immer und überall als Außenseiterin sah, eine Art Zugehörigkeit. Und das hat auch die erste jüdische Identität von meinem Bruder und mir geprägt. Ein bewusstes Außenseiter*innentum, das trotzdem, am Puls der Zeit, mit moderner Kunst die Gegenwart mitbestimmt. Außenseiter*in zu sein, bedeutete für uns einen positiven Status.

Schicksalsgemeinschaft

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf war in den 1960er-Jahren vor allem eine Schicksalsgemeinschaft von Überlebenden der Shoah und Menschen drumherum, die das Trauma der Überlebenden verstehen konnten, darunter auch mein Vater, der in der Gemeinde voll akzeptiert war. Zur Bar Mitzwa meines Bruders, David, der den Namen meines ermordeten Großvaters trägt, gab es ein großes Fest. Meine Mutter war an diesem Tag die Königin in der Synagoge, als sie oben auf der Frauenempore saß und während des Toravortrags meines Bruders ihre ganze Genugtuung verströmte. Ich konnte spüren, dass das für sie das Ende der Shoah bedeutete: ihr Sohn, der heute Bar Mitzwa wird. So intensiv haben wir das in der Zeit gefühlt.

Ich war zehn oder elf Jahre alt, als ich erfahren habe, was damals passiert ist. Bei einem Streit habe ich meinen Bruder geohrfeigt, woraufhin meine Mutter entsetzt ausrief: „Elisa, du schlägst den Schwächeren? Wie ein SS-Mann!“. Das ist natürlich eine fürchterliche Aussage gegenüber einem Kind. Aber von meiner Mutter, die ihre ersten zehn Lebensjahre nur unter den Bedingungen der Verfolgung gelebt hatte und bis zu ihrem 11. Lebensjahr so gut wie nicht in die Schule gehen konnte, war keine ausgewogene Elternpädagogik zu erwarten. Es muss für sie nicht einfach gewesen sein zu erleben, wie ich, ein Mädchen mit viel Selbstbewusstsein, unbeschwert aufwuchs, wo ihr das alles verwehrt gewesen und der von ihr vergötterte Vater ermordet worden war. So interpretiere ich heute diese Initialsituation. Jedenfalls riss sie mich zu einem Bücherschrank in unserer Wohnung, worin sich Bücher befanden wie „Der gelbe Stern“, „Faschismus, Getto, Massenmord“, „Macht ohne Moral“, die damaligen einschlägigen Dokumentationsbände. Da habe ich zum ersten Mal diese Bilder der Haufen ermordeter Menschen und der Konzentrationslager gesehen. Ein traumatischer Moment. Meine Mutter war selber entsetzt über ihren Reflex ihrem Kind gegenüber und hat mir dann verboten, nochmal an den Bücherschrank zu gehen. Ich sei noch zu klein, um das zu verstehen.

Ich bin dann aber immer wieder heimlich nicht nur an diesen Bücherschrank, sondern auch an ihren Schreibtisch gegangen, wo ich Dokumente über ihre, meine umgebrachte Familie entdeckte, auch Briefe meiner Großeltern aus der Zeit und habe alles gelesen. Ich bekam davon fürchterliche Albträume. Mein Problem war lange, dass ich darüber nicht mit meinen Eltern reden konnte, weil es mir ja verboten war, an diesen Schrank und an den Schreibtisch meiner Mutter zu gehen. In dieser Zeit entstand bei mir die Identität der Zweiten Generation, der Kinder der Überlebenden. So habe ich damals mein jüdisches Leben verstanden. Meine Mutter hatte überlebt, war child survivor, und mein Vater unterstützte sie darin, weiterzuleben. Und auch mein Bruder und ich unterstützen sie, indem wir Juden sind. Dieses Gefühl hatte nichts mit dem geistigen Erbe des deutschen Judentums meiner Vorfahren zu tun. Es hatte keine positive Substanz, außer das reine Überleben angesichts des Traumas.

Das deutsche Judentum, dessen Bedeutung ich ohnehin erst sehr viel später ermessen lernte, war unwiederbringlich untergegangen. Aber wir waren trotzdem noch da. So habe ich uns als Schicksalsgemeinschaft empfunden, auch in der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf. Das war bei allen Kindern so. Wir haben nie darüber gesprochen, wo unsere Eltern während der Nazizeit waren und wie sie überlebt hatten, das war kein Thema. Aber ich spürte, dass wir alle einen solchen ersten traumatischen Moment hatten, als wir erfuhren, was geschehen war. Als im jüdischen Jugendzentrum ein Film gezeigt wurde, in dem auch das Konzentrationslager Buchenwald vorkam, sagte ein sehr stiller Junge, dessen Vater Auschwitz überlebt hatte: „Mein Vater hat mir gesagt, Buchenwald war ein Sanatorium im Vergleich zu Auschwitz." Dann war das plötzlich da, als eine Realität, die wir kannten, ohne selbst dort gewesen zu sein.

Im Religionsunterricht gab es ein paar gleichaltrige Kinder aus Israel, deren Eltern oder ein Elternteil nach Deutschland zurückgekehrt waren. Die Kinder sprachen untereinander ausschließlich Iwrit und redeten immer darüber, dass sie so schnell wie möglich wieder nach Israel zurückgehen wollten. Das war damals der positive Orientierungspunkt der Staat Israel, und dass man dahin gehen würde. Gleichzeitig habe ich empfunden, dass es auch uns hier gibt, die Anderen, die bleiben werden.

Elisa Klapheck ist Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft „Egalitärer Minjan“ in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main und Professorin für Jüdische Studien an der Universität Paderborn. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Sharon Adler: Welche Erfahrungen hast du als jüdisches Kind auf einer nicht-jüdischen Schule gemacht?

Elisa Klapheck: Ich war sehr extrovertiert, auch etwas altklug, und habe oft im Unterricht Aufmerksamkeit für die Shoah eingefordert. Auf die Frage einer Lehrerin nach der Religion der Kinder – es ging um evangelisch oder katholisch - antwortete ich nicht einfach, dass ich „jüdisch“ bin, sondern „mosaisch“. Ich habe quasi versucht, mich ein bisschen eloquenter auszudrücken. Die Lehrerin konnte mit diesem „Affront“ überhaupt nicht umgehen. Als ich später mit einem anderen Mädchen im Unterricht „schwätzte“, sagte die Lehrerin: „Und du Mosain hältst jetzt den Mund.“ Später erzählte diese Lehrerin ganz offen, sie habe Hitler gewählt. Sie war schon älter und sehr religiös. Hitler sei anfangs der Messias gewesen, doch G'tt nehme einem wieder die Kraft weg, wenn man sie missbraucht, Hitler habe seine Kraft missbraucht. Das habe ich zuhause meinen Eltern erzählt und meine Mutter ist daraufhin sofort zur Schule gegangen. Es war nicht das einzige Mal. Ich habe diese Situation sehr ambivalent erlebt und bin immer noch fassungslos, dass es solche Situationen in den 70er-Jahren gab. Zum Schuljahresbeginn, wenn wir eine neue Lehrerin bekamen, erschien es mir, als hätte die Vorgängerin ihr eine Art Warnung gesagt: „In dieser Klasse gibt es in jüdisches Kind. Passen Sie auf, was Sie sagen.“

Als einziges jüdisches Kind in meiner Klasse und mit der besonderen Konstellation in meiner Familie empfand ich so etwas wie ein selbstbewusstes Außenseitertum. Unter den Schülerinnen war ich jedoch eher unbeliebt. Aber für meine Mitschülerinnen war es auch nicht einfach. Ich glaube nicht, dass denen zu Hause etwas über die Shoah erzählt wurde und ich teilte das immer wieder konfrontativ mit. Ich hatte eine Freundin, die einen nichtdeutschen Vater hatte. Meine Mutter hat mir später erzählt, dass er Kollaborateur war, vielleicht sogar ein SS-Mann, und nicht mehr in sein Land zurückkehren durfte. Dieses Mädchen, seine Tochter, hat ausgerechnet die Nähe zu mir gesucht und mit ihr war ich befreundet. Diese Kindheit war schon sehr verquast.

(Jüdische) Bildung

Ich komme aus einer Familie, wo Bildung übermäßig und in jeder Hinsicht eine Rolle spielt. Auch, dass die Frauen Abitur machen und studieren. Es war völlig klar, dass ich auf das Gymnasium gehen soll. Zuhause wurden Bestnoten eingefordert. Schon bei der kleinsten Regung eines Interesses förderten mich meine Eltern mit entsprechenden Bildungsangeboten. Kunstbände, moderne Literatur, Klavierspielen. Mit 13 wurde ich auf ein internationales Internat geschickt, wo Bildung in einem klassischen Sinne stattfand, allerdings weniger darin, dass ich selber meinen eigenen Bildungsweg gehen hätte gehen können. Die jüdische Bildung, der Religionsunterricht in der Jüdischen Gemeinde hatten mich ganz und gar nicht überzeugt. Nicht umsonst habe ich mich erst Jahre später auf diesen Gebieten selbst gebildet. Ich hatte zwar eine tolle Religionslehrerin, Shoshana Rosèn, aber es wurde eine orthodoxe Vorstellung weitergegeben, die nicht treffend für das war, was mich hätte interessieren können.

„Heimkehren nach Deutschland“ und „die innere Verbindung zwischen Judentum und Politik“

Sharon Adler: Du bist 1989, nur wenige Stunden vor der Öffnung der innerdeutschen Grenzen, nach einem mehrmonatigen Aufenthalt aus Israel nach Berlin zurückgekehrt und hast in der Folge als Journalistin vielfach über den Öffnungsprozess der ehemaligen Ostblockstaaten publiziert, besonders mit Blick auf das dortige jüdische Leben. Konntest du dadurch auch an die Geschichte des europäischen Judentums neu anknüpfen?

Elisa Klapheck: Ja, das war auch für mich die Wende in meinem Leben. Auf einmal machte alles Sinn. Auch das, was ich in Düsseldorf erlebt hatte. Wir waren ja alle Kinder von Überlebenden oder die Überlebenden selbst. Ich hatte eigentlich gedacht, ich würde Alija nach Israel machen, habe aber dort festgestellt, dass ich doch deutsche Jüdin bin, dass ich nach Deutschland zurückmuss. Und als ich aus Israel nach Deutschland zurückkam, geschah der Mauerfall. Als Journalistin bin ich dann in all diese Länder gefahren, wo die Juden und Jüdinnen herkamen, die ich in meiner Kindheit erlebt hatte. Meine erste Reise ging nach Riga, ins Baltikum. Ich hatte dort permanent das Gefühl, schonmal da gewesen zu sein, denn ich kannte alte Damen auf der Frauenempore in der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, die dort vor der Shoah gelebt hatten. Und so habe ich all diese Orte, Lettland, Litauen, Polen, die Bukowina, Czernowitz, Odessa, Rumänien, Moldawien – Bessarabien hieß das damals noch in meiner Kindheit – Galizien, die Westukraine, aber auch die Ostukraine, kennengelernt. Da wusste ich, meine Aufgabe ist es, hier den Kontext zu schaffen und damit auch an die Idee des europäischen Judentums anzuknüpfen. Das wurde zu meinem Weg.

Ich hatte längere Zeit bei der taz gearbeitet, aber habe dann den Job gewechselt und wurde Fernsehjournalistin bei der Deutsche Welle und habe auf der neuen Arbeitsstelle erstmal Niemandem gesagt, dass ich Jüdin bin. Ich wollte mich kennenlernen, wer ich wäre, wenn ich das Jüdische nicht hätte. Ich bin aber in all diese Gegenden gefahren und habe überall Reportagen gemacht. In dieser Zeit habe ich mich neu sortiert. Und dadurch entstand meine Vorstellung, die Identität der Zweiten Generation hinter mir zu lassen, und in etwas überzugehen, das ich heute als „erste Generation ‚danach‘“ bezeichne – eine Generation, die noch einmal positiv neu ansetzt.

Egalitärer Minjan und die Gründung und der Gedanke von Bet Debora

Sharon Adler: Wann und wodurch hast du Lara Dämmig, mit der du später Bet Debora ins Leben gerufen hast, kennengelernt?

Elisa Klapheck: In der Zeit vor dem Mauerfall, als ich noch stark in diesem Gefühl der Zweiten Generation lebte, bin ich mehrfach inkognito für die taz nach Ostberlin gefahren, um Reportagen über das dortige jüdische Leben zu schreiben. Einmal bin ich am Schabbat in die Synagoge Rykestraße zum G'ttesdienst gegangen. Es gab nur noch einen Platz in der ersten Reihe und dort habe ich mich hingesetzt. Neben mir saß Lara, eine Frau in meinem Alter, die erstmal sehr distanziert zu mir war. Ich fragte, ob ich mit in ihren Siddur schauen dürfte. Ich durfte meinen ja nicht vom Westen in den Osten über die Grenze mitnehmen beziehungsweise hatte Angst, dass dieser mir abgenommen würde. So haben wir uns kennengelernt. Nachdem die Mauer gefallen war, sah ich sie wieder. Sie erzählte mir, dass ein Egalitärer Minjan gegründet werden soll, wo Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Dieser Initiative habe ich mich sofort angeschlossen. Wir haben uns dann bei privaten Treffen am Schabbat nach und nach die Tradition erschlossen. Damals habe ich auch zum ersten Mal einen Tallit getragen. Wir experimentierten. Der Egalitäre Minjan ging irgendwann in die Synagoge Oranienburger Straße über. Bei Lara zuhause traf sich damals auch eine Rosch Chodesch Gruppe. In diesem Rahmen lasen wir zu Schawuot das Buch Ruth und diskutierten über die feministischen Aspekte der Erzählung, als Lara uns eine Meldung aus der Gemeindezeitung vorlas. Diese besagte, dass nach einer neuen Satzung für die Vorstände der Berliner Synagogen nur Männer gewählt werden dürfen. Wir waren empört. Gleichzeitig aber wussten wir, dass das genau der richtige Anlass war, um uns jetzt zu zeigen.

Wir machten also eine Unterschriftenaktion in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und verlangten eine Änderung der Satzung, nämlich dass die Synagogen selbst entscheiden können, ob sie nur Männer als „Gabbaim“ ( Synagogenvorstand) haben wollen, oder ob sie, wie wir in der egalitären Synagoge Oranienburger Straße, auch Frauen als „Gabbait“ zulassen würden. Die Aktion war ein voller Erfolg. In kürzester Zeit hatten wir mehr als einhundert Unterschriften. Unterschrieben haben die WIZO-Frauen und die Frauen in der Sozialabteilung und alle anderen. Es war eine tolle Zeit. Dann wurden wir vom damaligen Vorstand eingeladen, der uns mitteilte, dass die Satzung für diese Wahl erst einmal so bliebe, jedoch danach überarbeitet werde. Aber wir waren nun bekannt, und man wusste jetzt, dass es in der Jüdischen Gemeinde Frauen gibt, die bereit sind, für die Frauenrechte laut zu werden. Damit war das Thema gesetzt.

Mit dieser Aktion gab es jetzt außerdem Frauen, die bereit waren, sich noch stärker für mehr religiöse Gleichberechtigung zu engagieren. So kam die Idee einer europaweiten Tagung für Rabbinerinnen, Kantorinnen und rabbinisch gelehrte Jüdinnen und Juden auf.

1999 die erste Bet Debora-Tagung europäischer Rabbinerinnen, Kantorinnen, rabbinisch gelehrter und interessierter Jüdinnen und Juden

Sharon Adler: Was waren die großen Herausforderungen in der Planung?

Elisa Klapheck: Ich war seit Ende 1997 Pressesprecherin der Jüdischen Gemeinde und erzählte meinem dortigen Chef, Andreas Nachama, der im selben Jahr Vorsitzender geworden war, von dem Vorhaben. Er sagte mir seine Unterstützung zu, fragte aber auch, wen wir eigentlich einladen wollten, schließlich gäbe es doch gar keine Rabbinerinnen in Europa. Es war tatsächlich nur ein Traum. Wen würden wir einladen? Es gab seit 1995 mit Bea Wyler in der Jüdischen Gemeinde Oldenburg eine erste Rabbinerin in Deutschland nach der Shoah. Sie kam aus der Schweiz, hatte am Jewish Theological Seminary in New York studiert. Außerdem wussten wir, dass es in England, im liberalen Judentum, ein paar Rabbinerinnen geben musste. Wir begannen zu recherchieren und erfuhren von einer Rabbinerin in Budapest, Katalin Kelemen, von Pauline Bèbe, einer Reformrabbinerin in Paris, und von einer Rabbinatsstudentin in Prag, Katka Novotna. In Minsk amtierte eine Rabbinerin, Nelly Kogan.

In vielen Städten, sowohl in Westeuropa als auch in Osteuropa hatten sich kleine jüdisch-liberale Gruppen und Gemeinden gebildet, in denen Frauen gleichberechtigt die Tradition ausübten. Es war ein gesamteuropäisches Phänomen. Aus ihm gingen diese „ersten“ Rabbinerinnen hervor. Außerdem nahmen wir Kontakt auf mit den Rabbinerinnen Sybil Sheridan, Elizabeth Tikvah Sarah und Sylvia Rothschild in Großbritannien. Dort hatte sich das liberale Judentum ungebrochen weiterentwickeln können. Schließlich hatten wir 20 Namen von Referentinnen, die wir einladen konnten.

Es war ein Mammutakt, das Ganze zu stemmen. Wir haben bei verschiedenen Stellen Gelder beantragt, zwei Wochen vor der Tagung wussten wir immer noch nicht, ob das klappt. Dann kamen 200 Frauen und Männer aus 16 europäischen Ländern. Es war ein unglaubliches Ereignis. Ich habe vier Tage fast nur geweint, so sehr hat mich dieses Aussteigen aus dem Schatten der Shoah und der Neuanfang berührt. Das berührt mich noch heute, das war ein gewaltiger Aufbruch. Wir haben noch eine zweite und eine dritte Tagung in Berlin gemacht. Danach ist Bet Debora „gewandert“ – nach Budapest, Wien, Sofia, Belgrad und in die Nähe von London. Circa alle zwei Jahre gibt es in einer europäischen Stadt eine Bet-Debora-Tagung.

Sharon Adler: Wie kam es zur Gründung von Bet Debora, was waren eure Motive für die Gründung, die Ziele, der Traum dahinter?

Elisa Klapheck: Ich glaube, das war sehr unterschiedlich. Natürlich wollten wir den jüdischen Frauen in diesem werdenden Europa eine Sichtbarkeit und Stimme geben. Mein Traum war es, gelehrte jüdische Frauen zusammenzubringen. Eine Vision, in der ein europäisches Judentum gerade auch von einer weiblichen Intellektualität und Gelehrsamkeit mitgestaltet wird. Wir haben bewusst einen Proporz gehalten, genauso viele Teilnehmerinnen aus osteuropäischen wie aus westeuropäischen Ländern eingeladen. Auch war uns der Austausch zwischen den Generationen wichtig. Wir haben bewusst auch ältere Frauen, die vor der Shoah in religiöser Hinsicht Zeichen setzten, eingeladen, zum Beispiel eine Frau aus Israel, die früher in Berlin Jugendg'ttesdienste geleitet hatte.

Auf Dauer traten aber auch Konfliktlinien hervor. Ich hätte mir für Berlin etwas Vergleichbares wie die „Jewish women's studies“ an der Brandeis University in Amerika gewünscht. Aber es wurden eher die Fragen diskutiert, ob Bet Debora intellektuell rabbinisch und religiös sein soll oder mehr säkular. Für mich gibt es da keinen Konflikt, ich wollte beides zusammen denken. Trotzdem gab es unter manchen die Tendenz, nicht „zu“ religiös zu werden. Auch wollte ich mehr einen größeren Push in Richtung einer feministisch-politischen Theologie, die auch europäisches Judentum thematisiert. Andere wollten mehr unsere persönlichen Biographien würdigen. Wahrscheinlich ist auch das kein Widerspruch. Aber es war halt auch immer die Frage da, ob wir groß sein wollen oder eher eine kleinere Gruppe, wo wir einen geschützten Raum bilden. Ich bin dann irgendwann ausgestiegen.

Ich wollte Rabbinerin werden, einen Weg gehen und auch etwas erreichen. Ich habe auch keine Angst, über Fragen der Macht zu reden. Wie kommen Frauen an die Macht? Wenn du Vorsitzende einer Gemeinde wirst oder auch, wenn du Rabbinerin in einer Gemeinde bist oder in anderen solchen Positionen, dann bist du immer mit der Frage konfrontiert: Wie gehst du als Frau damit um? Was verändert das? Über solche Dinge wollte ich reden können. Aber, wie gesagt, da gab es andere Kräfte, die Macht als etwas grundsätzlich zu Hinterfragendes ansahen. Heute bin ich gerade wieder dabei, mich dem Thema „jüdischer Feminismus“ zuzuwenden.

"Ich bin keine Autofahrerin – ich bin Vespafahrerin.". Elisa Klapheck mit ihrer Vespa vor der Synagoge Fraenkelufer in Berlin. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2005)

Sharon Adler: In dieser Zeit wurdest du auf die weltweit erste Rabbinerin, Regina Jonas, aufmerksam. Wie kam das?

Elisa Klapheck: Als 1972 Sally Priesand in den USA als angeblich erste Rabbinerin gefeiert wurde, war Regina Jonas schon lange in Vergessenheit geraten. Die jüdischen Zeitzeug*innen haben nicht über sie gesprochen, auch Rabbiner Nathan Peter Levinson nicht, der sie aus seiner Zeit in Berlin an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums kannte und während meines Politologiestudiums in Hamburg dortiger Gemeinderabbiner war. Der Nachlass von Regina Jonas wurde von einer protestantischen Theologin, Katharina von Kellenbach, nach der Öffnung der Mauer in einem Archiv in Coswig in Ostdeutschland entdeckt. Das sagt alles. Niemand der Überlebenden hat uns erzählt, dass es schon mal eine Rabbinerin und eine jüdische Frauenbewegung und zahlreiche Vordenkerinnen gab. Das wurde uns in den 1960er-, -70er- und -80er-Jahren vorenthalten. Das wäre die jüdische Bildung gewesen, die mich interessiert hätte.

Im Rahmen der Vorbereitung der Bet-Debora-Tagung habe ich dann Hermann Simon angerufen und gefragt, ob jemand aktuell am Nachlass von Regina Jonas arbeite und ein Buch über sie schreibt. Ich wusste von Katharina von Kellenbach. Ich wusste auch, dass sich inzwischen einige rabbinisch gesehen gut bewanderte jüdische Frauen wie Rachel Monika Herwig oder Pnina Navè Levinson mit Regina Jonas beschäftigt hatten. Er sagte mir jedoch bei diesem Telefongespräch, dass all seine Bemühungen, eine geeignete Autorin zu finden, nicht gefruchtet haben. Und dann fragte er mich unvermittelt, ob ich dieses Buch schreiben wolle. Nach einer gespannten Sekunde des Schweigens sagte ich Ja. Das wurde natürlich zu einem Wendepunkt in meinem Leben.

Als ich im Archiv des Centrum Judaicum Regina Jonas‘ halachische, also religionsgesetzliche Abschlussarbeit „Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?“, in der sie begründet, warum Frauen Rabbinerinnen sein können, in der Hand hielt, war das ein für mich sehr bewegender Moment. Dass ausgerechnet ich eine Biografie über sie schreiben durfte. Dass ich versuchen würde, alle noch lebenden Zeitzeug*innen zu finden und zu interviewen, und dass ich ihre Arbeit edieren und herausgeben würde. Es war wie eine unmittelbare Begegnung mit Regina Jonas selbst, als hätte mich in diesem Moment ihre Botschaft an meine Generation jüdischer Frauen erreicht. Es wurde dann aber harte Arbeit. Tagsüber war ich als Pressesprecherin in meinem Büro in der Jüdischen Gemeinde tätig, nachts arbeitete ich zuhause an dem Buch.

Sharon Adler: Wann und wodurch entstand im Zuge deiner Arbeit zu Regina Jonas der Wunsch, selbst Rabbinerin zu werden?

Elisa Klapheck: Aus der Frage „Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?“ wurde zunehmend die Frage, kannst du das rabbinische Amt bekleiden? Ich hatte seit meiner Studentinnenzeit mit einer Gruppe von jüdischen Freundinnen hobbymäßig die Tora gelesen, auf Hebräisch, und auch kommentiert, sodass ich eine eigene Einstellung zu den biblischen und rabbinischen Schriften gewonnen hatte. Erst, als ich an dem Buch über Regina Jonas arbeitete, wurde ich mir plötzlich meiner eigenen Verantwortung bewusst. Es reicht nicht, eine Erneuerung im Judentum nur zu fordern. Man muss es selbst tun. Und Journalistinnen gab es viele, auch jüdische Journalistinnen. Aber Rabbinerinnen gab es viel zu wenige. Und dann habe ich beschlossen, Rabbinerin zu werden. Damals lernte ich eine Dekanin eines amerikanischen Rabbinerseminars in Deutschland kennen, die gerade in Berlin war und die mich dann mehr oder weniger gleich angemeldet hat. Da wurde mir klar: Alea iacta est der Würfel ist gefallen. Es gibt kein Zurück mehr. Du wirst Rabbinerin.

Damals habe ich mir viele Fragen gestellt: Bin ich religiös genug? Wie wichtig sind die Kaschrut für mich? Und halte ich den Schabbat auch so, wie man sich das im Judentum vorstellt? Ich beschloss, das hinter mir zu lassen, und sagte mir: Das wird sich jetzt zeigen. Du wirst jetzt Frage für Frage für dich klären. Das bedeutete auch, dass ich mich ab jetzt ganz auf die Frage nach der möglichen Rolle der Religion in meiner Generation einlassen würde.

Sharon Adler: Du hast eine mehrjährige Ausbildung am Aleph-Rabbiner-Seminar absolviert. Was zeichnet diese Bewegung aus?

Elisa Klapheck: Die Aleph-Ausbildung ist aus der amerikanisch-jüdischen „Renewal“-Bewegung hervorgegangen, die eine Erneuerung im Judentum anstrebt. Sie ist keine Denomination, also nicht liberal oder orthodox, sondern bemüht sich um neue Zugänge zur jüdischen Tradition, gerade auch zu solchen Teilen, die in den vergangenen zwei Jahrhunderten als überholt galten. Mystik und Chassidismus spielen eine wichtige Rolle, aber auch die Halacha, das jüdische Religionsgesetz und jüdische Philosophie.

Rabbinerin Regina Jonas, Philosophin Margarete Susman und Judaistin Pnina Navé Levinson. Vorbilder und Wegbereiterinnen

Sharon Adler: Welche Bedeutung haben diese drei Frauen in deinem Leben? Was verbindet sie? Wie haben sie dich beeinflusst und inspiriert und warum sind ihre Lehren auch heute noch so wichtig für dich?

Elisa Klapheck: Ganz klar hat jede Einzelne für mich eine Lehrerinnen-Funktion. Pnina Navè Levinson war nach der Shoah die erste jüdische Feministin in Deutschland. Sie hat feministische Kommentare für die Jüdische Allgemeine geschrieben und Bücher über jüdisch-feministische Themen veröffentlicht. Auch war sie im jüdisch-christlichen Dialog engagiert. Und sie hatte die Idee für die Gründung der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg – zusammen mit ihrem Mann, Rabbiner Nathan Peter Levinson. Sie haben das zusammen angeschoben. Er ist heute bekannt. Aber über sie spricht kaum jemand, sie ist fast vergessen. Deswegen habe ich mein Seminar auch nach ihr benannt. Ich habe sie erst in den späten 1990er-Jahren kennengelernt. Wir hatten beide dieselbe Lehrerin: Regina Jonas. Pnina kannte sie noch persönlich. Sie war ihre Schülerin und hatte bei ihr in den 30er-Jahren in Berlin Religionsunterricht. Pnina ist also der Missing Link in der Generationenkette zwischen Regina Jonas und meiner Generation. Sie hat mich außerdem ermuntert, das Buch über Regina Jonas zu schreiben.

Elisa Klapheck in der Synagoge Oranienburger Straße in Berlin, in der sie den egalitären Minjan mitgegründet hat. (© Sharon Adler)

Ich habe anhand der Beschäftigung mit Jonas halachischer Arbeit, ob Frauen Rabbinerin sein können, die rabbinisch-systematische Argumentation gelernt. Hierfür musste ich tief in die rabbinische Literatur, den Talmud und die Kodizes wie den Schulchan Aruch einsteigen. Das war eine Art rabbinisches Vorstudium. Ich lernte von Regina Jonas, den traditionellen Umgang mit der Halacha auf eine ganz neue Frage in meiner Zeit, die Gleichberechtigung der Frau, zu beziehen.

Während meiner Zeit als Rabbinerin bei der progressiven Gemeinde „Beit Ha’Chidush“ in Amsterdam habe ich mich dann zeitgleich dem Werk der Religionsphilosophin Margarete Susman zugewandt, um eine Dissertation über sie zu schreiben. Es war aus meinem Politologiestudium noch etwas uneingelöst geblieben: die Beschäftigung mit dem inneren Zusammenhang zwischen politischer Philosophie und jüdischer Religion. Den hat mir Margarete Susman geboten. Auch sie gehört zu den wichtigen religiösen jüdischen Denkerinnen, die ungerechterweise vergessen waren. Meine Stelle in Amsterdam war nur eine Teilzeitstelle. Während des freien Teils beschäftige ich mich mit den Schriften von Margarete Susman. Sie hatte eine eigene Art, das Politische religiös zu verstehen. Für sie war zum Beispiel Sühne, in Hebräisch Teschuwa, eine revolutionäre Handlung – wie ja auch „revolvere“ und Umkehr zusammenhängen. Das war für mich ein spektakulärer Gedanke, den ich gerne an Jom Kippur einbrachte: Sühne, Umkehr, nicht als Buße oder Strafe gedacht, sondern als ein positives Gebot, um die Welt zum Besseren zu verändern. Einmal im Monat fuhr ich von Amsterdam nach Frankfurt. Seit meiner Ordination zur Rabbinerin 2004 lud mich der Egalitäre Minjan in Frankfurt regelmäßig ein, einen Schabbat-G'ttesdienst zu leiten und Schiurim zu halten. Diese Wochenenden weitete ich mit der Zeit immer mehr aus, mietete sogar eine Wohnung, um ungestört meine Dissertation schreiben zu können.

2009 bin ich dann endgültig nach Frankfurt gezogen. Es ist die ideale Stadt, um sich mit Margarete Susman zu beschäftigen – die Stadt der Frankfurter Schule und des Lehrhauses von Frank Rosenzweig. Hier war auch Margarete Susman tätig, schrieb große religionsphilosophische Feuilletons für die Frankfurter Zeitung, hielt Vorträge über jüdische Themen, über das Politische im Religiösen sowie auch über das geistige Potenzial der Frau. Sie gehörte zur Jüdischen Renaissance und wurde – ähnlich wie Regina Jonas zu meiner rabbinischen Lehrerin – zu meiner Philosophielehrerin. Ich habe mich wegen Susman intensiv mit der jüdischen Religionsphilosophie auseinandergesetzt und habe so die jüdische Renaissance erst richtig ermessen gelernt. Sie ist immer noch eine wichtige Inspirationsquelle, vielleicht sogar eine Grundlage für eine heutige religiöse Wiederbelebung des Judentums. Für mich ist ein solches Neuerwägen der Ideen von damals sehr wichtig. Und dafür war Susman exakt die richtige Lehrerin für mich. Obwohl sie schon seit 1966 tot ist. Sie hatte die Shoah in der Schweiz überlebt.

Alle drei – Regina Jonas, Pnina Navè Levinson und Margarete Susman – haben mir eine Sicht für das „Danach“ ermöglicht, mit jüdischen Inhalten, die über den Abgrund der Shoah hinaus weiterwirken und von meiner Generation wieder aufgegriffen werden konnten. Jetzt, da ich das alles im Zeitraffer erzähle, erkenne ich im Rückblick aber auch, dass ich mir mithilfe dieser drei gelehrten Frauen das geistige deutsche Judentum, aus dem ich ja selber stamme, aber das mir im jüdischen Unterricht nicht vermittelt wurde, selbständig erschlossen habe. Ich bin selbst darüber erstaunt, hierzu immer genau die richtige jüdische Gelehrte als Inspiration für die jeweilige Auseinandersetzung gefunden zu haben.

Nach der Doktorarbeit über Margarete Susman erhielt mein Leben noch einmal einen neuen Schub. Mit dem erworbenen Doktortitel wurde ich auf einmal zu lauter Lehraufträgen an Universitäten eingeladen, unter anderem nach Frankfurt und dann irgendwann auch nach Paderborn. Dort, am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften, sollte eine Professur für Jüdische Studien eingerichtet werden. Auf die habe ich mich beworben, und plötzlich war ich Professorin. Mit 54 Jahren. Deswegen kann ich nur jeder Frau, egal welchen Alters, raten, sich alles zuzutrauen. Es gibt keinen Grund, es nicht zu schaffen. G'tt spielt mit. Das heißt allerdings nicht, dass Frauen deshalb denselben Platz wie Männer erreichen. Die gläserne Decke ist ebenfalls eine Erfahrung, die ich sehr gut kenne.

Jüdischer Feminismus zwischen Tradition und Moderne

Sharon Adler: Seit 2021 gibt es am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) der Universität Paderborn, wo du die Professur für Jüdische Studien innehast, das „Pnina Navè Levinson Seminar für Jüdische Studien“. Die Gründung geht auf deine Initiative zurück. Was hat dich dazu bewogen, und was soll gelehrt und diskutiert werden? Was ist geplant?

Elisa Klapheck: Es ist für mich vor allem ein Ort interessanter Begegnungen und des Austauschs. Ich war ja all die Jahre ausschließlich in einer jüdischen Welt unterwegs. Jetzt habe ich Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Theologien, auch dem Islam, und frage nach einer möglichen Rolle des Jüdischen für diese Theologien – und sehe gleichzeitig, dass auch das Judentum nur im größeren Kontext zu verstehen ist, dass also keine Religion für sich alleine steht, sondern jede auch Elemente der anderen in sich trägt. Aber auch der Austausch mit den nichttheologischen Kolleginnen ist mir wichtig. Es gibt dort ein interessantes Zentrum für Geschlechterstudien, und ich veranstalte gerade eine Ringvorlesung über jüdische Religion, Feminismus und Gender-Studien. Diese findet im Rahmen meiner Reihe „Judentum am Dienstag“ statt. Es um die Fragen wie: Welche eigenen Anstöße bieten die jüdische Tradition, die jüdisch-feministische Theologie und auch die politische Tradition des Judentums für die Genderdebatte heute? Was bedeutet queeres Judentum? Ist Diversity ein Ansatz für Diskurse über religiöse Wirklichkeit? Dazu soll auch ein Buch erscheinen.

Ein weiterer Schwerpunkt wird sein, wie die jüdische Religion im europäischen Kontext stärker ihre politische und säkulare Seite formulieren kann und muss. Es geht um die Frage, inwiefern die Bibel und die rabbinische Literatur vergleichbare Quellen des Rechtsstaates und der Demokratie sind, wie die griechischen und römischen Schriften. Auch das ist noch ein Anliegen aus meinem früheren Politologiestudium. Mich hat immer auch die politische Seite der jüdischen Tradition interessiert. Auch mein jüdischer Feminismus ist letztlich eine Folge dieses Interesses. Meine politischen Werte sind unmittelbar verbunden mit meinen religiösen. So ist zum Beispiel Emanzipation für mich ein religiöser Wert, sogar eine religiöse Pflicht. Mit dem Exodus aus der Sklaverei, den das zweite Buch Mose beschreibt und den wir an Pessach feiern, haben wir nicht nur ein Recht auf Freiheit, sondern eine Pflicht zur Freiheit. Das ist gerade heute, da die Demokratie gefährdet ist, von erneuter Aktualität. Solchen Themen versuche ich in meiner Schriftenreihe „Machloket / Streitschriften“ Raum zu geben.

Auch auf anderen Feldern versuche ich, heutige gesellschaftliche Fragen im Lichte der jüdischen Tradition zu diskutieren. Aus diesem Grund habe ich vor einigen Jahren den Verein „Torat HaKalkala – Verein zur Förderung der angewandten jüdischen Wirtschafts- und Sozialethik e.V.“ mit initiiert. In der heutigen Wirtschaftsrealität muss man ebenfalls die Frage nach dem religiösen Anteil stellen. Ich frage auch, ob die jüdische Auseinandersetzung damit etwas zum heutigen Verständnis beiträgt. Der Talmud hat immerhin drei große Traktate nur über die damalige Wirtschaftsrealität und wie darin die jüdischen Werte umgesetzt werden sollten.

Kurzum – heute macht für mich weniger die Schicksalsgemeinschaft mein Judentum aus, auch wenn das nie aufhört, sondern mindestens ebenso die kreative und intellektuelle Auseinandersetzung mit den Inhalten des Judentums und wie sie im 21. Jahrhundert neu auf die gesellschaftliche Wirklichkeit bezogen werden können. Im Rückblick sehe ich, wie sich meine jüdische Identität aus den teilweise verstörenden Konstellationen meiner Kindheit immer weiterentwickelt hat. Aber das war keine fertige Identität, die ich nur anzunehmen brauchte. Es war sehr viel Ringen damit verbunden – auch die Frage nach G'tt – und die Notwendigkeit, zu hinterfragen und neue Kontexte zu schaffen, damit sich das Jüdische in den heutigen Zusammenhängen weiterentwickeln kann. Ich fühle mich damit mittendrin und noch lange nicht an einem Ziel.

Interner Link: Zur Vita von Elisa Klapheck >>

Zitierweise: „Elisa Klapheck: „Heute sind wir keine Schicksalsgemeinschaft mehr““, Interview mit Elisa Klapheck, in: Deutschland Archiv, (Datum), 28.01.2022, Link: www.bpb.de/504451

Fussnoten

Fußnoten

  1. Anna Klapheck, geborene Strümpell, Professorin für Kunstgeschichte.

  2. Konrad Klapheck, geboren 1935 in Düsseldorf, ist Grafiker, Maler, Künstler und (emeritierter) Kunstprofessor an der Kunstakademie Düsseldorf.

  3. Lilo Lang, als Tochter von David und Anita Lang 1935 geboren und 1987 bei einem Brand im holländischen Ferienhaus gestorben.

  4. Ein eindrückliches Porträt über sie schrieb Daniel Hoffmann, ebenfalls ihr Religionsschüler in der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, in seinem Buch „Heimat, bist du wieder mein. Autobiografische Erinnerungen an das deutsche Judentum“, Würzburg 2015, 91-95.

  5. Aliya, die Einwanderung (wörtlich: Aufstieg) nach Israel, https://embassies.gov.il/bern/AboutIsrael/Pages/Aliya.aspx, zuletzt aufgerufen am 26.12.2021.

  6. Die Synagoge in der Rykestraße im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow, die 1904 eingeweiht wurde, galt mit über 2000 Sitzplätzen – neben der großen Synagoge in Budapest – als größte in Europa, www.jg-berlin.org/judentum/synagogen/rykestrasse.html, zuletzt aufgerufen am 26.12.2021.

  7. Siddur („Ordnung“), bezeichnet die Reihenfolge der Gebete. Ein Siddur enthält die Gebete für den Alltag, den Schabbat und für die hohen Feiertage sowie die Segenssprüche, die in der Synagoge oder zuhause gesprochen werden.

  8. Elisa Klapheck, Der Tallit als Symbol für jüdische Frauenemanzipation - Religiöse Dress Codes und der Kampf um innerreligiöse Religionsfreiheit, in: Juliane Kokott/Ute Mager/Mohr Siebeck (Hg.), Religionsfreiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter, Tübingen 2014. Siehe auch: https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/juedischesleben/328960/frauen-im-judentum#footnode5-5, zuletzt aufgerufen am 2.1.2022.

  9. Rosch Chodesch (wörtlich „Kopf des Monats“) ist der erste Tag des jüdischen Monats, der am Neumond beginnt. Während der letzten Jahre haben jüdische Frauen diesen Feiertag für sich entdeckt und Rosch Chodesch Gruppen gegründet, um neue Liturgien oder Rituale zu entwickeln, miteinander zu singen, zu lernen, zu erzählen. Oft liegt der thematische Schwerpunkt auf Frauen, die von der Tradition her mit diesem Monat in Verbindung stehen. www.berlin-judentum.de/frauen/rosch-chodesch.htm, zuletzt aufgerufen am 26.12.2021.

  10. Schawuot ist das jüdische Wochenfest und wird jedes Jahr am 6. Siwan gefeiert. Das ist sieben Wochen nach Pessach – daher der Name Wochenfest – und fällt auf die Monate Mai oder Juni des gregorianischen Kalenders. In Israel dauert das Fest einen Tag, in der Diaspora zwei Tage.

  11. Gabba’im sind verantwortlich für die Planung, Vorbereitung und Durchführung des G'ttesdienstes und des anschließenden Kiddusch. Sie unterstützen Rabbiner*innen und Kantor*innen bei der Toralesung und sind an der Planung der Feiertagsg'ttesdienste beteiligt. Sie haben damit eine wichtige Funktion im religiösen Leben der Gemeinde. http://ljgh.de/religioeses/gabbaim/, zuletzt aufgerufen am 26.12.2021.

  12. www.bet-debora.net/contents/uploads/2013/08/1.-tagung-programm-dt.pdf, zuletzt aufgerufen am 27.12.2021.

  13. Bet Debora (hebr. "Haus der Debora") ist eine 1998 in Berlin von Elisa Klapheck, Lara Dämmig und Rachel Monika Herweg ins Leben gerufene jüdische Fraueninitiative, die sich für die Neugestaltung jüdischen Lebens auf der Grundlage der Chancengleichheit der Geschlechter einsetzt. Mit ihren Aktivitäten möchte Bet Debora ein jüdisch-feministisches Bewusstsein fördern, das Erbe jüdischer Frauen pflegen, die jüdische Frauenforschung unterstützen, für den interreligiösen und interkulturellen Dialog eintreten und ein europäisches Netzwerk jüdischer Frauen aufbauen. www.bet-debora.net/de/uber-uns-2/geschichte/, zuletzt aufgerufen am 26.12.2021.

  14. The Hadassah-Brandeis Institute (HBI), www.brandeis.edu/hbi/about/index.html, zuletzt aufgerufen am 26.12.2021.

  15. Regina Jonas (1902-1944) studierte ab 1924 an der liberalen „Hochschule für die Wissenschaft des Judentums". 1930 schloss sie ihr Studium mit einer halachischen (Halacha steht für jüdisches Religionsgesetz) Arbeit mit dem Titel „Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?" ab. 1935 wurde sie zur Rabbinerin ordiniert. Am 12. Dezember 1944 wurde Regina Jonas in Auschwitz ermordet. Siehe www.bpb.de/315661, zuletzt aufgerufen am 22.11.2020.

  16. Hermann Simon, 1949 in Berlin geboren, war von 1988 bis 2015 Gründungsdirektor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Veröffentlichungen vor allem zur Geschichte der Juden und Jüdinnen in Deutschland.

  17. Das hebräische Wort Kaschrut bedeutet „rituelle Eignung“ und bezeichnet die jüdischen Speisegesetze. Sie beziehen sich auf die Zubereitung, Lagerung und den Genuss von Lebensmitteln sowie die Schlachtung der zum Verzehr bestimmten Tiere. Was nach der Kaschrut gegessen werden darf, wird als „koscher“ bezeichnet. Lebensmittel, die nicht koscher sind, heißen „trefe“.

  18. Pnina Navè Levinson (1921-1998), geboren als Paula Fass in Berlin, war eine jüdische Feministin, rabbinische Theologin und Pionierin des jüdisch-christlichen Dialogs. 1935 emigrierte ihre Familie nach Palästina, wo Pnina 1939 in Tel Aviv das Abitur machte. Sie studierte an der Hebräischen Universität in Jerusalem und erhielt 1952 als erste Frau an der Fakultät für Jüdische Studien die Doktorwürde (in Hebräischer Literatur). Pnina Navè Levinson hat drei Bücher über jüdisch-feministische Themen veröffentlicht und initiierte 1979 mit ihrem Mann Nathan Peter Levinson die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. Siehe: https://www.hagalil.com/2021/04/pnina-nave-levinson/ und https://www.hfjs.eu/, zuletzt aufgerufen am 27.12.2021.

  19. Elisa Klapheck, Pnina Navè Levinson - jüdische Feministin, rabbinische Theologin, Pionierin des jüdisch-christlichen Dialogs, Antrittsvorlesung Jüdische Studien in Paderborn (25.10.2017), in: Peter Freese (Hg.), Paderborner Universitätsreden, Heft 146, Dezember 2017.

  20. Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK), Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften, https://kw.uni-paderborn.de/zekk/juedische-studien, zuletzt aufgerufen am 2.1.022.

  21. https://www.hentrichhentrich.de/reihe-machloket-streitschriften.html, zuletzt aufgerufen am 9.1.2022.

Lizenz

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geboren 1962 in West-Berlin, ist Journalistin, Moderatorin und Fotografin. Im Jahr 2000 gründete sie das Online-Magazin und Informationsportal für Frauen AVIVA-Berlin, das sie noch heute herausgibt. Das Magazin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen in der Gesellschaft sichtbarer zu machen und über jüdisches Leben zu berichten. Sharon Adler hat verschiedenste Projekte zu jüdischem Leben in Deutschland für unterschiedliche Auftraggeber/-innen umgesetzt und auch selbst Projekte initiiert wie "Schalom Aleikum“, das sie zur besseren Verständigung von Jüdinnen und Muslima entwickelte. Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 initiierte sie das Interview- und Fotoprojekt "Jetzt erst recht. Stop Antisemitismus". Hier berichten Jüdinnen und Juden in Interviews über ihre Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Seit 2013 engagiert sie sich ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende der Stiftung ZURÜCKGEBEN. Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft. Für das Deutschland Archiv der bpb betreut sie die Reihe "Jüdinnen in Deutschland nach 1945"

Prof. Dr.; geboren 1962 in Düsseldorf, studierte Politikwissenschaften und öffentliches Recht, später auch Judaistik. 1999 war sie Mitbegründerin von „Bet Debora“. 2004 wurde sie vom Aleph Rabbinic Program in den USA zur Rabbinerin ordiniert. Seit 2009 ist sie Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft „Egalitärer Minjan“ in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt/M. Zuvor hat sie bereits in den 1990er-Jahren in Berlin als Mitbegründerin der liberalen Synagoge der Oranienburger Straße einen Egalitären Minjan mit ins Leben gerufen. Elisa Klapheck ist Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz in Deutschland (ARK) sowie associate member des Rabbinic Board von Liberal Judaism in Großbritannien. Außerdem ist sie Vertrauensdozentin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks für jüdische Begabtenförderung (ELES). 2012 promovierte sie mit einer Dissertation über die jüdische Religionsphilosophin Margarete Susman. Seit 2016 ist Elisa Klapheck Professorin für Jüdische Studien an der Universität Paderborn, wo sie 2021 die Gründung des „Pnina Navè Levinson Seminars für Jüdische Studien“ initiiert hat. Interner Link: Vita von Elisa Klapheck