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Das Reisebüro der DDR

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Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. 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Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Das Reisebüro der DDR

Stefan Appelius

/ 24 Minuten zu lesen

Jeder DDR-Bürger kannte es, doch in der Forschungsliteratur spielt das "Reisebüro der DDR" keine Rolle. Wenn überhaupt, wird es unter dem Thema Urlaub in der DDR erwähnt – meist mit ostalgischem Augenzwinkern. Dabei verdient das Unternehmen weitaus mehr Aufmerksamkeit, fungierte es doch als eine Art getarnter Filialbetrieb der Staatssicherheit.

Die Staatssicherheit als Reisebüro?


DDR-Urlauber an der bulgarischen Schwarzmeerküste. (© Archiv Stefan Appelius)

Die Mauer war gerade erst errichtet, als die ersten DDR-Bürger im Sommer 1962 auf die Idee kamen, die Flucht in den Westen auf einem scheinbar weniger gefährlichen Weg über ein Drittland anzutreten. Viele Länder kamen dafür allerdings nicht in Frage. DDR-Bürger durften damals ihre Ferien nur in wenigen östlichen "Bruderländern" verbringen. Eines dieser Länder war die mit der Sowjetunion eng verbündete Volksrepublik Bulgarien. Dieses Land war nicht nur vergleichsweise rückständig, es genoss auch ein freundliches Image und – wichtiger noch – es hatte Staatsgrenzen zur Türkei, nach Griechenland und zum blockfreien Jugoslawien. Diese scheinbar so günstigen Umstände waren es, die in den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren mutmaßlich mehrere tausend DDR-Bürger auf die Idee brachte, man könne dort unten, fernab von Ost-Berlin, auf gefahrlose Weise in den Westen kommen. Einigen Glücklichen gelang es tatsächlich, häufig mit Unterstützung von Fluchthelfern. Meistens endeten diese Vorhaben jedoch mit der Festnahme – und mindestens 18 Deutsche haben diese Fluchtversuche mit ihrem Leben bezahlt.

Das Logo des "Reisebüro der DDR" wurde ca. 1966 von Kunstpreisträger Herbert Prüget entworfen. (© Archiv Stefan Appelius)

Wie reagierte der Staatssicherheitsdienst der DDR auf die Fluchten über die "verlängerte Mauer", welche bilateralen Maßnahmen wurden von der DDR-Regierung ergriffen, und welche Rolle spielte das "Reisebüro der DDR" in diesem System?

Im April 2011 enthüllte Simone Wendler in der "Lausitzer Rundschau" die jahrelangen Spitzeleien eines Mannes, der nach der "Wende" als Regionalchef des Bundesverbandes für Wirtschaft und Außenwirtschaft in Cottbus amtierte. "IM Hardy" hatte für die Bezirksverwaltung (BV) Cottbus des MfS in Bulgarien und Ungarn ostdeutsche Urlauber bespitzelt. "Für diese Einsätze zeigte sich die Stasi gegenüber IM 'Hardy' finanziell äußerst großzügig. Sie bezahlte ihm mehrfach den kompletten Urlaub in sozialistischen Bruderländern, samt Flug, Hotel und Spesen, bis zu 3.600 Mark für einen Aufenthalt. Das Verzeichnis der Ausgaben für solchen 'Spezial-Urlaub' und Prämien sowie zusätzliches Reisegeld in Kronen, Lewa und Forint füllt zwei eng beschriebene Blätter, insgesamt rund 15.000 Mark", heißt es in dem Beitrag von Simone Wendler.

Doch die Autorin unterliegt einem Irrtum: Das MfS spendierte seinem inoffiziellen Mitarbeiter keine Urlaubsreisen, sondern es finanzierte dessen Dienstreisen. "Hardy" wurde vom MfS speziell für die Durchführung von Auslandseinsätzen angeworben. Diese als "Urlaub" zu bezeichnen, wird deren operativer Bedeutung für das MfS und vor allem den möglichen Folgen solcher Dienstreisen für ausspionierte Zielpersonen nicht gerecht. Der Staatssicherheitsdienst der DDR war kein Reisebüro. Wohl aber nutzte das MfS das "Reisebüro der DDR" zur Tarnung seiner Auslandsaktivitäten. Wie das funktionierte, soll hier am Beispiel der Volksrepublik Bulgarien (VRB) erklärt werden, die in den 70er-Jahren nach der ČSSR und Polen auf Platz 3 der beliebtesten Reiseländer für DDR-Urlauber lag.

Die rechtlichen Grundlagen


Die erste Maßnahme, die man in Ost-Berlin ergriff, bestand darin, die "Republikflucht" von DDR-Bürgern in Bulgarien zu einer sogenannten Auslieferungsstraftat zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde in der DDR mit Hochdruck an einem "Vertrag über die Gewährung gegenseitiger Rechtshilfe in Strafsachen" gearbeitet, der in wesentlichen Teilen bereits im März 1963 formuliert war. Es war die Fortführung einer bilateralen Vereinbarung über den "Rechtsverkehr in Zivil-, Familien- und Strafsachen" vom 27. Januar 1958, die nun an die "verlängerte Mauer" angepasst wurde. In Artikel 1 des Abkommens wurde vereinbart, dass sich die Vertragspartner DDR und Bulgarien bei Verbrechen, die "der besonderen Gesellschaftsgefährlichkeit wegen von den Organen der Staatssicherheit bearbeitet" wurden, zur "beschleunigten Aufklärung" direkte Hilfe gewährten. In Artikel 5 wurde festgelegt, dass der Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke, direkt mit dem bulgarischen Innenminister zu verkehren habe. In der täglichen operativen Arbeit der Sicherheitsdienste wurde diese Regelung – wie die vorliegenden Akten dokumentieren – allerdings nicht durch die Minister, sondern auf der Ebene von Hauptabteilungsleitern realisiert. Artikel 6, Absatz 2 erlaubte es dem ersuchenden Vertragspartner, auf dessen Territorium selbst Ermittlungshandlungen durchzuführen, wovon beide Vertragspartner auch Gebrauch machten.

Auslieferungsstraftaten waren zwar schon im Abkommen von 1958 enthalten, doch gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine Mauer, und weder DDR-Flüchtlinge noch westdeutsche Fluchthelfer versuchten, über Bulgarien Wege in den Westen zu finden. Dieses Problem wurde von der DDR mit Artikel 8 erledigt. Der Vertragstext legalisierte die Auslieferungshaft für gefasste "Republikflüchtlinge" und sah im Abschnitt 2 sogar ausdrücklich vor, dass die Berechtigung sich auch auf "Angehörige nichtsozialistischer Staaten erstrecken" könne, womit praktisch vor allem westdeutsche Fluchthelfer gemeint waren. Diese beiden Personengruppen waren grundsätzlich in Einzelhaft zu halten (Art. 16, Abs. 1) und ihre Effekten und Kraftfahrzeuge herauszugeben (Art. 17, Abs. 1). Dieser zuletzt genannte Artikel bildete auch die rechtliche Grundlage für die Beschlagnahme des Eigentums jener Flüchtlinge, die in Bulgarien getötet wurden und solcher, die bei ihrer Flucht zum Beispiel einen Pkw zurückließen.

In den Ausführungsbestimmungen, die dem Vertragsentwurf anliegen, heißt es, bezogen auf die Gruppe der "Grenzverletzer", dass Mitarbeiter des MfS berechtigt waren, in Bulgarien "faktisch im Auftrag der bulgarischen Sicherheitsorgane" DDR-Bürger in bulgarischer Auslieferungshaft zu vernehmen. Ihre tatsächliche "vorläufige Festnahme" fand dementsprechend erst nach Ankunft in der DDR, beim Betreten des Flughafens Berlin-Schönefeld statt. Ob die betreffenden Personen das überhaupt bemerkten, sei dahingestellt.

Ratifiziert wurde das Vertragswerk vermutlich durch Walter Ulbricht und Todor Shivkov im September 1964. Damals hielt sich Ulbricht mit einer großen Partei- und Regierungsdelegation in der bulgarischen Hauptstadt auf, um eine engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zu vereinbaren. Die Medien in der Bundesrepublik schenkten diesem Staatsbesuch kaum Beachtung.

Bezogen auf das Ministerium für Staatssicherheit hatte die Vereinbarung ein ganz konkretes Resultat. Schon seit dem Frühjahr 1964 schickte General Mielke eine Truppe von Stasi-Offizieren als Operativgruppe des MfS in die Volksrepublik. Dieses System wurde im Laufe der Jahre ständig weiterentwickelt und bereits ab 1965 auch in der ČSSR und der Ungarischen Volksrepublik genutzt, um ostdeutsche Urlauber im Auge zu behalten: "Um dem Gegner keine Möglichkeit zur Ausnutzung des Tourismus für seine feindliche Zielstellung zu lassen, ist eine umfassende Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs der Deutschen Demokratischen Republik in das sozialistische Ausland durch das Ministerium für Staatssicherheit unbedingt erforderlich",

Auch Major Wolfgang Lotter, der Chef der Operativgruppe des MfS in der Volksrepublik Bulgarien, war als Mitarbeiter des "Reisebüro der DDR" getarnt. (© BStU)

formulierte der langjährige Chef der Operativgruppe des MfS in der VRB, Wolfgang Lotter, in einer Abschlussarbeit an der Juristischen Hochschule (JHS) des MfS "Zum Einsatz von IM aus dem Kreise der Repräsentanten der Generaldirektion des Reisebüros der DDR bei der Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs aus der DDR nach der VR Bulgarien".

Von Anfang an tarnten sich die Mitarbeiter dieser Operativgruppe in Bulgarien als angebliche Mitarbeiter des "Reisebüros der DDR". In späteren Jahren wurden auch die Diensträume der Operativgruppe nach außen hin als Räumlichkeiten des Reisebüros getarnt. Doch die Rolle des Reisebüros bei der "gesamtgesellschaftlichen Aufgabe" der "Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs der DDR in das sozialistische Ausland" ist damit noch längst nicht ausreichend erklärt.

Die Entstehung des "Reisebüros der DDR"


Die Entscheidung zur Gründung des staatlichen "Deutschen Reisebüros" (DER), das dem Ministerium für Verkehrswesen unterstellt war, fiel im Herbst 1957 und trat am 1. Januar 1958 in Kraft. Sechs Jahre später, zum Jahresbeginn 1964, wurde der Betrieb in "Reisebüro der Deutschen Demokratischen Republik" umbenannt. Hatte sich das über 15 Jahre von Generaldirektor Heinz Wenzel geleitete Unternehmen anfangs fast ausschließlich dem allgemeinen Reiseverkehr in der DDR gewidmet, gewann der Auslandstourismus in sozialistische Bruderländer rasch an Bedeutung. Dadurch wurde das Reisebüro – laut Statut – zum "zentralen Organ der Deutschen Demokratischen Republik für Auslandstouristik", das den "Touristenaustausch mit den sozialistischen Ländern" als eines seiner Hauptanliegen betrachtete. Flugreisen in die Volksrepublik Bulgarien hatte der Vorläufer des staatlichen Reisebüros bereits 1955 erstmals angeboten.

Während das "Reisebüro der DDR" 1965 seine ersten Auslandsvertretungen in Warschau, Prag und Moskau eröffnete, nahm seine gemeinsame Auslandsdependance mit der staatlichen Fluggesellschaft "Interflug" in der bulgarischen Hauptstadt Sofia erst Anfang April 1970 ihre Arbeit auf. Nur vier Wochen später eröffnete im Badeort Nessebar an der Schwarzmeerküste die erste Saisonvertretung des Reisebüros in der Volksrepublik. Beide Büros – ebenso wie alle übrigen in Bulgarien damals eröffneten Repräsentanzen des "Reisebüros der DDR" arbeiteten von Anfang an unter der Regie der dort stationierten Operativgruppe des MfS.

Bulgarien-Karte des Stasi-Hauptmanns Sieghart Siebert (1984). Die roten Pfeile bedeuten "Schwerpunkte der ungesetzlichen Grenzübertritte", die punktierten Bereiche "touristische Ballungsgebiete". (© BStU, Nachbearb.: Stefan Appelius.)

Die Eröffnung dieser Büros war Teil eines seit Herbst 1969 geplanten "Sicherungsmodells Nessebar", das in Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion des "Reisebüros der DDR" und dem MfS entstand: "Nach der bisherigen Methode der Absicherung der Reisegruppen durch Reiseleiter-IM und IM in den Reisegruppen allein war es nicht mehr und konnte es auch nicht für die weitere Zukunft möglich sein, den Personenkreis der im sozialistischen Ausland aufhältigen Touristen genügend unter operative Kontrolle zu bekommen", heißt es in einer Ende 1970 verfassten Einschätzung der Hauptabteilung VI, Linie "Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs" (SRT).

Um die damit verbundenen Abläufe besser kontrollieren zu können, entstand in der Generaldirektion des "Reisebüros der DDR" in Ost-Berlin eine neue Abteilung "Auslandsvertretungen und Repräsentanten", die dem Direktor für Internationale Zusammenarbeit unterstellt wurde. Das MfS war mit dieser neuen Abteilung direkt verbunden: Nicht nur sämtliche Mitarbeiter, einschließlich des Leiters und seiner Stellvertreter, standen als IM in Diensten der Staatssicherheit, sondern auch der neu ernannte Chefrepräsentant in Nessebar (Führungs-IM/FIM) mit allen ihm unterstellten Repräsentanten des Reisebüros, die ein sogenanntes FIM-Netz bildeten.

Die Auslands-IM des MfS


Maria Grosser alias IM "Severle" war als Reiseleiterin häufig im Ausland eingesetzt. (© BStU, MfS, BV Cbs. AGMS 32/84.)

Dass das MfS schon vor 1970 systematisch inoffizielle Mitarbeiter als ehrenamtliche Reiseleiter einsetzte, darf als bekannt vorausgesetzt werden. In einer solchen Funktion als Reiseleiterin des "Reisebüros der DDR" war zum Beispiel Maria Grosser tätig. Die Behördenangestellte, seit 1966 als IM "Severle" registriert, durfte sich ihre Reiseziele jeweils im Frühjahr aus verschiedenen Vorschlägen ihres Führungsoffiziers aussuchen. Vor Reisebeginn wurden Grosser, die von der Spionageabwehr (Abt. II) der BV Cottbus gesteuert wurde, konkrete Aufgaben erteilt, zum Beispiel verdächtige Mitglieder ihrer Reisegruppe besonders im Auge zu behalten. Nach der Heimreise hatte sie dann unverzüglich ihrem Führungsoffizier in Cottbus einen Abschlussbericht zu erstatten. Zu Grossers Aufgaben als Reiseleiterin gehörte grundsätzlich die Beobachtung und Meldung Westkontakte aller Art und die Berichterstattung, ob es in ihrer Gruppe zu Verstößen gegen das Zollgesetz gekommen war. Im Bedarfsfall hatte sie im Urlaubsland Einfluss auf die Zimmerverteilung zu nehmen, um "verdächtige" Personen besser unter Kontrolle zu behalten.

Ein anderes Beispiel ist die Verwaltungsangestellte Inge Fischer, die als Reiseleiterin im Auftrag der Spionageabwehr der BV Cottbus unter dem Decknamen "Ilse" seit 1972 an der bulgarischen Schwarzmeerküste zum Einsatz kam, wo sie Komplexaufträge auszuführen hatte. In ihren Akten gibt es einen Bericht, der die Zusammenarbeit mit der Operativgruppe des MfS beschreibt: "Wie vereinbart habe ich mich sofort am ersten Tag, dreizehn Stunden nach meiner Ankunft in Albena, telefonisch bei dem dort stationierten Mitarbeiter gemeldet. Als ich anrief, war seinerseits eine Orientierung bezüglich meiner Person nicht vorhanden. Er bestellte mich aber trotzdem ins Hotel und wir haben uns persönlich gesprochen. Die erste Frage, die er mir stellte waren Probleme über die Reisegruppe und es war zu verzeichnen, dass er nicht gleich, wie mir gesagt wurde, eine Losung sprach, in der das Wort Weimar vorkam, sondern erst, als ich bereits schon im Begriff war, zu gehen, das Hotel zu verlassen, rückte er mit der Losung aus und ich habe dann entsprechend das Wort Häberle, wie mir gesagt wurde, eingebaut. Erst als das passiert war, erhielt ich Aufträge, die darin bestanden, auf gewisse Fragen der Gäste bzw. der Umwelt der Gäste zu achten. Es wurden Probleme einer eventuellen Flucht besprochen. Der Mitarbeiter wies mich in gewisse Details ein, die ich als Reiseleiter zu beachten habe. Es wurde auch ein Treff vereinbart, den ich aber aus dienstlichen Gründen, weil ich woanders hin bestellt war, vom Reisebüro aus, nicht einhalten konnte. Ich habe daraufhin den Mitarbeiter in seinem Hotel besucht, wie mir weiterhin bekannt ist, hatte er ein Hotelzimmer und zwar in dem Hotel [...], wo er mich schon außerhalb des Hotels abfing, bzw. mir entgegen kam, mich kurz fragte, was es gab und nachdem ich ihm sagen konnte, dass es bezüglich der Fragestellung und der Aufträge die er mir gegeben hatte, nichts gab, hat er mich verabschiedet bzw. sagte, wenn ich etwas habe, kann ich das auch seiner Frau sagen, wenn er nicht da ist, da seine Frau gleichzeitig als Sekretärin arbeitet."

Bis 1970 bildeten die ehrenamtlichen Reiseleiter die wichtigste Säule im Überwachungsapparat des MfS. Ab 1970 kamen in der "Linie SRT" zu den auch weiterhin vom MfS gesteuerten Reiseleitern mehrere weitere Säulen hinzu, die hier vorgestellt werden sollen. Dabei handelte es sich zunächst um die Repräsentanten und Chefrepräsentanten des "Reisebüros der DDR", die dem MfS bei der Überwachung von Hotelanlagen, Reisegruppen und Restaurants "wertvolle" Dienste leisten. Der Verfasser schlägt vor, die Repräsentanten und Chefrepräsentanten unter dem Begriff Inoffizielle Mitarbeiter im Reisebüro der DDR (IMRB) zusammenzufassen – wobei auch "Jugendtourist" einbezogen wird. Zu den vorrangigen IMRB-Aufgaben zählte das frühzeitige Erkennen von Vorbereitungshandlungen von Fluchtversuchen.

Werbeprospekt für die Volksrepublik Bulgarien um 1980. (© Archiv Stefan Appelius)

Ein Reisebüro-Mitarbeiter der ersten Stunde war Uwe K. Er wurde 1971 von der BV Cottbus unter dem Decknamen "Ungarn" angeworben und ab 1972 als Repräsentant und später als Chefrepräsentant des Reisebüro an der bulgarischen Schwarzmeerküste eingesetzt. Obwohl "Ungarn" jahrelang intensiv mit der Operativgruppe des MfS in der VRB zusammenarbeitete und zahlreiche Berichte lieferte, sogar konspirative Zimmerkontrollen bei DDR-Urlaubern durchführte, bei denen er verbotene Westzeitschriften beschlagnahmte, kann er sich im Gespräch mit dem Verfasser an diese Tätigkeit nicht mehr erinnern. In den 70er-Jahren hätten sich die DDR-Bürger, so IMRB "Ungarn", angeblich mit dem Thema Republikflucht noch nicht befasst: "Damals waren die Menschen in der Hinsicht noch genügsamer. Die waren froh, dort [in Bulgarien] zu sein. Offiziell ist mir über solche Fluchtversuche nichts bekannt geworden. Von der Generaldirektion [des "Reisebüros der DDR"] kamen da auch keine Anweisungen. Ich nehme an, dass das MfS da [an der Schwarzmeerküste] irgendwie präsent war. Aber davon weiß ich nichts."

Bereits 1970 wurde dem Chefrepräsentant des "Reisebüros der DDR" in Nessebar vom MfS eine Sekretärin und ein Tonbandgerät zur Verfügung gestellt, um ihm seine FIM-Tätigkeit zu erleichtern. Später wurden auch den Repräsentanten des "Reisebüros der DDR" Kleintonbandgeräte zur Verfügung gestellt, die schon bald zu einem "unentbehrlichen Bestandteil" ihrer täglichen IM-Arbeit wurden. Im Winter, wenn die Repräsentanten wieder in die DDR zurückkehrten, erhielten sie dort zusätzliche Schulungen durch das MfS. Doch das MfS ging sogar noch weiter, es warb neue Repräsentanten sogar – wie im Fall des 1974 eingestellten Wolfgang J. (IMV "Doktor") sogar direkt an, ohne das Reisebüro selbst in das Bewerbungsverfahren einzubeziehen. Als Einstellungsvoraussetzungen galten bestimmte operativ-fachliche Voraussetzungen: politisch-ideologische Linientreue, die schnelle Erkennung und Meldung feindlicher "Angriffe", das Erkennen gegnerischer Kontakttätigkeit und die gezielte Abschöpfung von Personen.

Zu den Mitarbeitern des Reisebüros kamen inoffizielle Mitarbeiter, die – als Urlauber legendiert – von den verschiedenen Bezirksverwaltungen mit sogenannten Komplexaufträgen in Reisegruppen eingeschleust wurden. Der Verfasser schlägt vor, die betreffenden Personen zukünftig als Inoffizielle Mitarbeiter in Reisegruppen (IMRG) zu bezeichnen. Auch an ihre IMRG stellte das MfS grundsätzlich hohe Ansprüche, da diese in den "Bruderländern" mit "verstärkten Angriffen auf ideologischem Gebiet" zu rechnen hatten: "Sie müssen sich standhaft gegenüber diesen Einflüssen zeigen, Feinde erkennen und diese von Irregeleiteten differenzieren können sowie bei Notwendigkeit offensiv ideologisch wirksam werden." Als Gegenleistung konnten die entsprechenden Personen zum Beispiel mit einer bevorzugten Erledigung ihres Reiseleistungsvertrages durch das "Reisebüro der DDR" rechnen, oder sie erhielten eine Reise zu einem begehrten Reiseziel vergleichsweise kurzfristig, also ohne sich dafür, wie sonst üblich, bereits Anfang des Jahres stundenlang in der für sie zuständigen Zweigstelle anstellen zu müssen.

Auch das bulgarische Staatsunternehmen "Balkantourist" war in die Überwachung der DDR-Urlauber einbezogen. (© Archiv Stefan Appelius)

Auch DDR-Bürger, die sich über einen längeren Zeitraum aus persönlichen oder beruflichen Gründen im sozialistischen Ausland aufhielten, waren für das MfS unter bestimmten Umständen von operativem Interesse. Der Verfasser schlägt vor, diese Personen, soweit sie als inoffizielle Mitarbeiter verpflichtet wurden, als Inoffizielle Mitarbeiter der Operativgruppe (IMO) zu bezeichnen. Dazu zählten einerseits – bedingt – Saisonarbeitskräfte in den Ferienzentren, vor allem aber Angestellte von ständigen Einrichtungen der DDR (einschließlich der Botschaft, Mitarbeiter von "Interflug", Hotelpersonal), Gastdozenten und Lektoren an Hochschulen, Studenten, Künstler und Journalisten. Sie wurden – im Gegensatz zu den bereits vorgestellten IMRB und IMRG – in der Regel direkt durch die Mitarbeiter der Operativgruppe angeworben und kamen in der Regel mindestens für drei Monate, häufig aber weit länger zum Einsatz.

Diese Personengruppe stand einerseits über lange Zeiträume zur Verfügung und beherrschte andererseits häufig auch die Landessprache. Hinzu kam, dass diese Personen sowohl bei DDR-Bürgern als auch bei westlichen Urlaubern als besonders vertrauenswürdig galten. Waren IMO mit Bulgaren verheiratet, durfte deren Ehepartner allerdings nur im Ausnahmefall über die Spitzeldienste eingeweiht werden, um den konspirativen Status der Operativgruppe nicht zu gefährden. Bei der Anwerbung von Studierenden konzentrierte sich die Operativgruppe auf Personen, die in Sofia, Burgas und Varna immatrikuliert waren, weil diese an Wochenenden zur Urlauberüberwachung in die nahe gelegenen Feriengebiete geschickt werden konnten. In der bulgarischen Hauptstadt Sofia wurden IMO darüber hinaus oft im "Kulturzentrum der DDR" (KIZ) und in der bis heute bestehenden beliebten Nationalitätengaststätte "Berlin" eingesetzt. Die dort tätigen Auslandskader der DDR kamen von Berufs wegen häufig "mit Personen aus dem deutschsprachigen Raum in Kontakt", die "feindlich-negative Positionen" vertraten.

Bei der vierten hier vorzustellenden Kategorie handelt es sich um Personen, die – von den Mitarbeitern der Operativgruppe selbst – als Inoffizielle Mitarbeiter im überörtlichen Einsatz (IMÜ) bezeichnet wurden. Dabei handelte es sich um in der DDR oder im "Operationsgebiet" (Bundesrepublik/West-Berlin) angeworbene und häufig schon erfahrene IM, die in Bulgarien für begrenzte Zeiträume zur Erledigung bestimmter Aufgaben von den Mitarbeitern der Operativgruppe gesteuert wurden. IMÜ kamen zum Einsatz, um Individualreisende – zum Beispiel auf Campingplätzen – im Auge zu behalten. Es handelte sich dabei in erster Linie um persönlich ungebundene Menschen, die kurzfristig von ihren beruflichen Pflichten in der DDR abkömmlich waren. Sie wurden durch das Referat 1 der Abteilung 2 des Bereiches Auslandstourismus in Zusammenarbeit mit den Bezirksverwaltungen des MfS ausgewählt. In der Volksrepublik Bulgarien spielten IMÜ eine wichtige Rolle für die Sicherungsarbeit der Operativgruppe. Ihre vorrangige Aufgabe bestand laut Wolfgang Buck, der viele Jahre als Verbindungsoffizier des MfS zum bulgarischen Innenministerium arbeitete, in der "unmittelbare(n) Bearbeitung im Verdacht der Feindtätigkeit stehender Personen." Die Reisekosten für einen IMÜ-Einsatz wurden grundsätzlich durch das MfS beglichen. Wie ein langjähriger früherer Mitarbeiter der Operativgruppe des MfS in der VRB im Gespräch mit dem Verfasser erklärte, hatten IMÜ meistens "ganz spezielle" Aufträge. Ihre Arbeit galt als besonders wertvoll, weil sie sich einerseits besonders gründlich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen und andererseits ihre Aufträge "mit ausreichend Zeit und daher größerer Gründlichkeit" verrichten konnten. Die Einsatzzeit von IMRG und IMÜ betrug üblicherweise 14 bis 21 Tage. Soweit es sich um längerfristige IMÜ-Einsätze handelte, setzte die Staatssicherheit in den 80er-Jahren auch hauptamtliche informelle Mitarbeiter (HIM) ein, die bevorzugt als Journalisten oder Fotoreporter legendiert wurden. Bei dem zu Beginn dieses Aufsatzes erwähnten "Hardy" dürfte es sich mithin um einen IMÜ gehandelt haben.

Hotelordnung von "Balkantourist" für den Touristenkomplex Sonnenstrand: "Nur nach Genehmigung des Hotelleiters dürfen Ihre Gäste Ihr Zimmer aufsuchen." (© Archiv Stefan Appelius)

Weil der Individualtourismus aus der DDR seit Ende der 60er-Jahre erheblich an Bedeutung gewann, wurde auch die "Urlauberbetreuung" des MfS in diese Richtung hin ausgebaut. Vor allem in den 70er- und 80er-Jahren wurden zahlreiche DDR-Bürger für Spitzeldienste angeworben, um den Individualtourismus – und zwar insbesondere Campingurlauber – besser zu kontrollieren. Der Verfasser schlägt vor, diese IM zukünftig als Inoffizielle Mitarbeiter zur Überwachung des Individualtourismus (IMIT) zu bezeichnen. Wie eine solche Tätigkeit aussah, wird hier exemplarisch am Fall eines Ehepaares aus Sachsen (Deckname "Baum") beschrieben, das von der Kreisdienststelle (KD) Aue des MfS seit 1981 alljährlich an die bulgarische Schwarzmeerküste entsandt wurde, wo es mit den zuständigen Mitarbeitern der Operativgruppe für die Beobachtung des Individualtourismus zuständig war.

Einmal jährlich brach das Ehepaar mit seinem dunkelgrünen Lada in den Urlaubsort Drushba ("Freundschaft") auf, um dort "operativ bedeutsame" Bundesbürger zu beobachten, Gespräche zu belauschen und verdächtige Kontakte zwischen DDR-Bürgern und Bundesbürgern zu entdecken. Das Ehepaar leistete gute Arbeit, wurde für "hohe Einsatzbereitschaft und Ausdauer bei der Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben" gelobt. Einzelne "Baum"-Berichte gelangten sogar bis in die Hauptverwaltung Aufklärung (HV A).

Dieses Engagement machte sich für das Ehepaar durchaus bezahlt: "Baum" wurde in Lewa ausgezahlt, womit die Beiden sich in Bulgarien einen erheblich besseren Lebensstandart leisten konnten als andere DDR-Individualtouristen, die pro Person lediglich 100 Mark der DDR in Lewa umtauschen durften und deren Verpflegungsanteil für das Mittag- und Abendessen in sogenannten "Talons" ausbezahlt wurde, einem internen Zahlungsmittel, das ausschließlich in Restaurants des bulgarischen Staatsunternehmens "Balkantourist" eingelöst werden konnte. Außerdem wurde das Quartier des Ehepaars am Urlaubsort durch den zuständigen Mitarbeiter der Operativgruppe besorgt.

Halbseidene Tarnung


Jeder DDR-Urlauber, der nach Bulgarien reiste, erhielt eine "Reiseinformation VR Bulgarien". Darin hieß es unter der Überschrift "Betreuung", dass neben den Repräsentanten des Reisebüros und den DDR-Reiseleitern auch bulgarische Reiseleiter mit der Wahrnehmung von "Serviceleistungen" beauftragt seien. Es ist nach Aktenlage davon auszugehen, dass es sich bei diesem Personenkreis durchweg um Mitarbeiter des Bulgarischen Ministeriums des Inneren und für Staatssicherheit (MWR) handelte, zumal es der Operativgruppe ausdrücklich untersagt war, bulgarische Staatsbürger anzuwerben. Dass alle drei Mitarbeiter-Kategorien (DDR-Reiseleiter, Reisebüro-Repräsentant und bulgarischer Reiseleiter) eine Betreuungseinheit bildeten, geht aus der damaligen "Reiseinformation VR Bulgarien" deutlich hervor. Darin hieß es auch, dass es bei "unvorhergesehenen Ereignissen" ratsam sei, sich "unverzüglich" an den DDR-Reiseleiter oder den Reisebüro-Repräsentanten zu wenden. Die "Einleitung entsprechender Maßnahmen" zählte in solchen Fällen zu deren unmittelbaren Aufgabenkatalog.

Ein zentraler Teil des 1970 neu entwickelten "Sicherungsmodells Nessebar" war es, den Chefrepräsentanten an den operativ wichtigen Urlauberorten grundsätzlich mindestens einen "Offizier im besonderen Einsatz" (OibE) an die Seite zu stellen – und zwar stets in der Funktion eines Stellvertretenden Chefrepräsentanten. Diese Neuerung betraf auch die Abteilung "Auslandsvertretungen und Repräsentanten" in der Generaldirektion Berlin, in der im Sommer 1974 allein drei OibE eingesetzt wurden. Dieser Personenkreis konnte seinerseits zügig mit dem Aufbau eigener FIM-Netze beginnen, um die Mitarbeiter der Operativgruppe zu entlasten, damit sich diese besser auf die "Arbeit am Feind konzentrieren" konnten.

Dabei spielte es keine Rolle, dass diese OibE wie auch die übrigen Mitarbeiter der Operativgruppe zumindest während ihrer Dienstzeit in der Regel "keinerlei Kenntnisse" über die tatsächlichen Aufgaben von Reisebürokaufleuten hatten, wie ein früherer Mitarbeiter der Operativgruppe in der VRB im Gespräch mit dem Verfasser einräumte. Es habe sich während seines Aufenthaltes in Bulgarien Anfang der 70er-Jahre noch um eine "halbseidene" Tarnung gehandelt, die etwa durch das Botschaftspersonal der DDR in Sofia schon deshalb sehr einfach habe durchschaut werden können, weil die betreffenden Personen in den Geschäftsräumen des Reisebüros nur höchst selten anzutreffen gewesen seien und konkrete Fragen, die das Reisebüro betrafen, nicht beantworten konnten.

Vielleicht war es anfangs tatsächlich eine "halbseidene" Tarnung, wie sich der Zeitzeuge erinnert, doch unprofessionell war sie keineswegs – wie man daran erkennen kann, dass neben den als Reisebüro-Mitarbeitern getarnten Offizieren der Operativgruppe, den OibE und den als IMRB verpflichteten Repräsentanten und Chefrepräsentanten auch sämtliche bulgarischen Mitarbeiter des "Reisebüros der DDR" vor ihrer Einstellung zunächst grundsätzlich durch das MfS überprüft wurden.

Die Erinnerung täuscht


Die Geschichte des "Reisebüros der DDR" hat wenig mit augenzwinkernder Lagerfeuerromantik zu tun. Die meisten festangestellten Repräsentanten und Chefrepräsentanten des "Reisebüros der DDR" und die ehrenamtlichen Reiseleiter arbeiteten gemeinsam im Auftrag des Ministeriums für Staatssicherheit an der "Sicherung und Kontrolle des Reise- und Touristenverkehrs in das sozialistische Ausland".

Das "Reisebüro der DDR" spielte eine wichtige Rolle bei der Absicherung der "verlängerten Mauer" und der Verhinderung von Fluchtversuchen von DDR-Bürgern in den realsozialistischen Bruderländern Bulgarien, Ungarn, der ČSSR, Rumänien, Polen und dem blockfreien Jugoslawien. Solche Fluchtversuche wurden bis in die 80er-Jahre hinein zu Tausenden unternommen. Gerda Heinze, Hauptmann des MfS, wies explizit auf einen im März 1979 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlichten Beitrag unter der Überschrift "Flucht-Umwege sicherer" hin, demzufolge Flüchtlinge weit eher auf der Transitstrecke als in einem der "Bruderländer" mit der Festnahme zu rechnen hätten: "Mit Orientierungen in der Westpresse, 'es käme nur auf die Stempelfarbe an', wird zu suggerieren versucht, dass Passschleusungen unter Missbrauch der Territorien sozialistischer Länder relativ sicher sei."

Diese Art westlicher Medien-Berichterstattung war rückblickend höchst problematisch, da sie nicht hinreichend vor den Gefahren dieses Fluchtweges warnte. Verantwortung für das Entstehen der Gerüchte um die angeblich weniger gefährlichen Auslandsfluchtwege trägt aber auch die damalige sozialliberale Bundesregierung. Warum informierte sie in den 70er- und 80er-Jahren nicht die Medien, wenn ihr durch Handelsvertretungen oder Botschaften Todesfälle von DDR-Flüchtlingen in Bruderländern bekannt wurden? Womöglich hätte eine kritischere und realistischere Medien-Berichterstattung im Westen junge Leute in der DDR von den völlig unkalkulierbaren Risiken einer Auslandsflucht abhalten können. Warum also ließ Bundesaußenminister Walter Scheel im Fall des im Sommer 1972 in Rumänien erschossenen Rudolph Babendererde aus Rostock nicht die Medien unterrichten? Gingen die diplomatischen Beziehungen zum Ceauşescu-Regime vor? Waren die Ostpolitik und die wirtschaftliche Interessen wichtiger als derartige "Kollateralschäden"? Dieser Eindruck wird durch die Tatsache verstärkt, dass es Bundesaußenminister Klaus Kinkel auch vier Jahre nach der "Wende" nicht für nötig hielt, eine Liste, die das Auswärtige Amt in jenem Jahr vom bulgarischen Außenministerium mit Angaben über in Bulgarien getötete DDR-Bürger erhielt und die seither in der Berliner Staatsanwaltschaft verwahrt wird, zumindest für die Forschung freizugeben. Nicht einmal die Angehörigen der darin namentlich aufgeführten DDR-Opfer wurden konsultiert.

Liest man die Erinnerungen Rolf Beyers auf einer Zeitzeugen-Website der Universität Leipzig, hatte die Tätigkeit als Reiseleiter für das "Reisebüro der DDR" fast nur Vorzüge: Beyer, der nach eigenen Angaben von 1977 bis 1989 als Reiseleiter tätig war, durfte sich alljährlich seine Wunschziele aussuchen, lernte die realsozialistische Welt kennen und musste für die Reisen als Reiseleiter nicht einmal bezahlen. Beworben habe er sich für die Aufgabe nicht. Die Bezirksdirektion Leipzig des "Reisebüros der DDR" habe ihn gefragt, ob er als Reiseleiter tätig sein wolle, teilte Beyer auf Nachfrage mit.

Das Ministerium für Staatssicherheit hatte sehr genaue Vorstellungen von den "politisch-operativen" Aufgaben und der Rekrutierung des Personenkreises, der für diese Tätigkeit in Frage kam. Das hing schon damit zusammen, dass die Reiseleiter nach offizieller Darstellung des Reisebüros einen "entscheidenden Einfluß auf das DDR-Bild der ausländischen Touristen" hatten. Dieses Bild hatte, getreu der Devise: "Unser Weg war und ist richtig!", unbedingt positiv zu sein und durfte dem "Klassenfeind" im Westen keine Angriffsflächen bieten. Das MfS durchleuchtete nicht nur die Lebensläufe der Bewerber, sondern auch sämtliche verfügbaren Unterlagen zu deren Angehörigen und Eltern. Grundsätzlich kamen nur solche Personen in Betracht, die einen "klaren marxistisch/leninistischen Klassenstandpunkt" hatten – womit in der Regel eine langjährige SED-Mitgliedschaft verbunden war. Ablehnungsgründe lagen vor, wenn Kandidaten zum Beispiel Westverwandtschaft hatten oder mit einer kritischen Haltung gegenüber der SED aufgefallen waren.

Zwar ging man seitens der Staatssicherheit auf die persönlichen Wünsche der Reiseleiter ein, diese waren von dem für die Einsatzplanung zuständigen Mitarbeiter des MfS jedoch stets mit den "operativen Erfordernissen" in Übereinstimmung zu bringen. Und neben geografischen und historischen Kenntnissen hatte der Reiseleiter vor allem "Grundkenntnisse über wesentliche Methoden und Formen der Feindtätigkeit einschließlich der wichtigsten Straftatbestände der DDR" zu erlernen und ein "aufgabenbezogenes Feindbild" zu entwickeln. "Alle Bürger, die sich als Reiseleiter bewerben, wenden sich mit einer schriftlichen Bewerbung und Delegierung seitens ihrer SED-Grundorganisation bzw. Betriebsleitung an die Generaldirektion des Reisebüros (...). Der Einsatz erfolgt dann durch eine OibE-Gruppe in der Generaldirektion des Reisebüros der DDR."

Das heißt zwar nicht, dass jeder Reiseleiter automatisch ein IM war, denn das war selbst für das MfS schon rein quantitativ nicht zu leisten. Doch die Zahl der Reiseleiter, die tatsächlich inoffizielle Mitarbeiter des MfS waren, dürfte nach Aktenlage in die Tausende gehen – zumal das MfS in den 80er-Jahren dazu überging, alle Reisen nach Polen und Rumänien mit Reiseleiter-IM zu besetzen. Bei Reisen in die "operativ-interessanten Schwerpunktorte" an der bulgarischen Schwarzmeerküste praktizierte man dieses System ohnehin.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Simone Wendler, Die Staatssicherheit als Reisebüro, in: Lausitzer Rundschau, 18.4.2011.

  2. BStU, MfS, BV Cbs AIM 2720/89.

  3. Impuls – Betriebliche Mitteilungen: 20 Jahre Reisebüro der DDR, Berlin (O.) 1978, S. 26.

  4. BStU, MfS, HA IX 13696, Bl. 91ff.

  5. Auch das Bulgarische Ministerium des Inneren und für Staatssicherheit (MWR) stellte eine Operativgruppe auf, die auf dem Gebiet der DDR für die Kontrolle bulgarischer Bürger zum Einsatz kam.

  6. BStU, MfS, HA IX 13696, Bl. 108.

  7. Reise Ulbrichts nach Sofia, in: Neue Zürcher Zeitung, 5.9.1964.

  8. Ende 1980 etablierte das MfS offenbar als Reaktion auf die Gründung der Gewerkschaft Solidarność und die Streikbewegung auch in der VR Polen eine Operativgruppe, die dem zuvor in der bulgarischen OPG eingesetzten Hauptmann Gerhard Gorklo unterstand.

  9. Wolfgang Lotter, Zum Einsatz von IM aus dem Kreise der Repräsentanten der Generaldirektion des Reisebüros der DDR bei der Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs aus der DDR nach der VR Bulgarien, BStU, MfS, JHS MF 001 659/76.

  10. Wolfgang Lotter, Zum Einsatz von IM aus dem Kreise der Repräsentanten der Generaldirektion des Reisebüros der DDR bei der Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs aus der DDR nach der VR Bulgarien, BStU, MfS, JHS MF 001 659/76, S. 3.

  11. 1958–1968 Reisebüro der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin (O.) 1968 [unpag. Belegex., Bibliothek BArch Berlin, 94 A/820 a].

  12. Später wurden die Büros von Interflug und Reisebüro getrennt.

  13. Impuls – Betriebliche Mitteilungen: 20 Jahre Reisebüro der DDR, Berlin (O.) 1978, S. 89.

  14. BStU, MfS, Abt. X Nr. 1477, Bl. 13.

  15. BStU, MfS, Abt. X 1477, Bl. 3.

  16. Strukturplan des "Reisebüro der DDR", BArch, DM 102/683.

  17. BStU, MfS, Abt. X 1477, Bl. 7.

  18. BStU, MfS, BV Cbs. AIM 1871/78 u. BV Cbs. AGMS 32/84.

  19. Bericht über die Verbindungsaufnahme mit dem Mitarbeiter in Albena, 30.8.1972, BStU, MfS, Cbs AIM 105/84.

  20. Wolfgang Lotter, Zum Einsatz von IM aus dem Kreise der Repräsentanten der Generaldirektion des Reisebüros der DDR bei der Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs aus der DDR nach der VR Bulgarien, BStU, MfS, JHS MF 001 659/76, S. 31.

  21. BStU, MfS, VVS JHS o0001-1247/86 (Buck), Bl. 23.

  22. BStU, MfS, BV Cbs. AIM 4519/79.

  23. Interview d. Vf. m. Uwe. K. (Cottbus), 6.7.2008.

  24. Wolfgang Lotter, Zum Einsatz von IM aus dem Kreise der Repräsentanten der Generaldirektion des Reisebüros der DDR bei der Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs aus der DDR nach der VR Bulgarien, BStU, MfS, JHS MF 001 659/76, S. 40–62, enthält zwei komplette Schulungspläne für IMRB.

  25. BStU, MfS, AIM 4664/79.

  26. Wolfgang Lotter, Zum Einsatz von IM aus dem Kreise der Repräsentanten der Generaldirektion des Reisebüros der DDR bei der Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs aus der DDR nach der VR Bulgarien, BStU, MfS, JHS MF 001 659/76, S. 30f.

  27. Eine Definition zur Rolle der IMRB [bei Faust: IM R] und IMRG liefert auch Bernd Faust, Politisch-operative Prozesse der Sicherung von Bürgern der DDR beim Campingtourismus nach sozialistischen Ländern unter Nutzung der Möglichkeiten der Operativgruppen der Hauptabteilung VI, HA VI AT 2, 3.12.1981, BStU, MfS, JHS 0001-348/81 (MF), Bl. 45f.

  28. BStU, MfS, MF VVS o0001-295/83 (Zamzow), Bl. 45.

  29. Vgl. zum Thema ausführlich: Günter Schulze, Zur Vorbereitung und Zusammenarbeit mit IM aus Personenkreisen die langfristig zur Absicherung touristischer Schwerpunkte im sozialistischen Ausland eingesetzt werden, HA VI AT, JHS 14.2.1975, BStU, MfS, JHS 0001-380/74 MF. Eine Definition zur Rolle der IMO liefert auch Bernd Faust, Politisch-operative Prozesse der Sicherung von Bürgern der DDR beim Campingtourismus nach sozialistischen Ländern unter Nutzung der Möglichkeiten der Operativgruppen der Hauptabteilung VI, HA VI AT 2, 3.12.1981, BStU, MfS, JHS 0001-348/81 (MF), Bl. 44f.

  30. BStU, MfS, VVS JHS 001-307/77 (Anders), Bl. 18.

  31. BStU, MfS, VVS JHS o0001-1247/86 (Buck), Bl. 32.

  32. BStU, MfS, JHS VVS o0001-338/88 (Grünert/Jäschke), Bl. 17.

  33. Vgl. zum Thema ausführlich: Peter Mitschke, Organisatorische Vorbereitung und Auswertung des überörtlichen Einsatzes von IM anderer Diensteinheiten des MfS im Auftrage der Hauptabteilung VI in den anderen sozialistischen Staaten unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen und Anforderungen an diese IM, HA VI AT, JHS 15.12.1978, BStU, MfS, JHS 0001-555/79 MF. Eine Definition zur Rolle der IMÜ liefert auch Bernd Faust, Politisch-operative Prozesse der Sicherung von Bürgern der DDR beim Campingtourismus nach sozialistischen Ländern unter Nutzung der Möglichkeiten der Operativgruppen der Hauptabteilung VI, HA VI AT 2, 3.12.1981, BStU, MfS, VVS JHS o0001-348/81, Bl. 43f.

  34. Bernd Faust, Politisch-operative Prozesse der Sicherung von Bürgern der DDR beim Campingtourismus nach sozialistischen Ländern unter Nutzung der Möglichkeiten der Operativgruppen der Hauptabteilung VI, HA VI AT 2, 3.12.1981, BStU, MfS, VVS JHS o0001-348/81, Bl. 43f.

  35. BStU, MfS, VVS JHS o0001-1247/86 (Buck), Bl. 19.

  36. BStU, MfS, VVS JHS o0001-1247/86 (Buck), Bl. 21.

  37. Interview d. Vf., Berlin 27.5.2011.

  38. Günter Schulze, Zur Vorbereitung und Zusammenarbeit mit IM aus Personenkreisen die langfristig zur Absicherung touristischer Schwerpunkte im sozialistischen Ausland eingesetzt werden, HA VI AT, JHS 14.2.1975, BStU, MfS, JHS 0001-380/74 MF, S. 7.

  39. BStU, MfS, JHS VVS o0001-338/88 (Grünert/Jäschke), Bl. 13.

  40. Vgl. exemplarisch hierzu: Bernd Faust, Politisch-operative Prozesse der Sicherung von Bürgern der DDR beim Campingtourismus nach sozialistischen Ländern unter Nutzung der Möglichkeiten der Operativgruppen der Hauptabteilung VI, HA VI AT 2, 3.12.1981, BStU, MfS, VVS JHS o0001-348/81, BStU, MfS, JHS 0001-348/81 MF.

  41. BStU, MfS, HA VI 10874.

  42. Im Sommer 1982 verurteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf einen bulgarischen Reiseleiter, nachdem dieser gestanden hatte, ein Fluchthilfeunternehmen an das MWR verraten zu haben. Vgl.: Geheimdienst-Spitzel hinter sonniger Fassade – Bulgarischer Reiseleiter lieferte westliche Goldstrand-Urlauber ans Messer, in: Der Tagesspiegel, 29.9.1982, BStU, MfS, HA VI 13424, Bl. 480.

  43. Reisebüro der DDR, Reiseinformation VR Bulgarien – Die bulgarische Schwarzmeerküste, 1979, Archiv d. Vf.

  44. Reisebüro der DDR, Reiseinformation VR Bulgarien – Die Hauptstadt Sofia und die bulgarischen Gebirge, 1980. Archiv d. Vf.

  45. BStU, MfS HA VI 13424, Bl. 112ff.

  46. Wolfgang Lotter, Zum Einsatz von IM aus dem Kreise der Repräsentanten der Generaldirektion des Reisebüros der DDR bei der Sicherung des Reise- und Touristenverkehrs aus der DDR nach der VR Bulgarien, BStU, MfS, JHS MF 001 659/76, S. 32.

  47. Interview d. Vf., Berlin 27.5.2011.

  48. BStU, MfS, HA VI 14052, Bl. 176.

  49. BStU, MfS, JHS VVS o0001-668/84 (Siebert) MF, S. 11.

  50. BStU, MfS, JHS VVS o0001-717/83 (Heinze) MF, S. 7.

  51. BStU, MfS, AS 139/75, Bd. 1.

  52. Vgl. PA-AA, B 83, Bd. 938.

  53. http://www.uni-leipzig.de/fernstud/Zeitzeugen/zz178.htm [8.6.2011].

  54. E-Mail Beyers an Vf., Leipzig 3.6.2011.

  55. Impuls – Betriebliche Mitteilungen: 20 Jahre Reisebüro der DDR, Berlin (O.) 1978, S. 43f.

  56. Vgl. dazu ausführlich an ausgewählten Reiseleiter-Akten: BStU, MfS, HA II 38385.

  57. BStU, MfS, JHS VVS o0001-668/84 (Siebert) MF, S. 15.

  58. BStU, MfS, JHS o0001-850/77 (Kühn) MF, S. 86.

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Dr., Politikwissenschaftler und Publizist, apl. Professor an den Universitäten Oldenburg und Potsdam, Berlin.