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Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Büchererverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik „Zustrombegrenzung“ im Nachkriegsdeutschland Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Arnold Julius und Walter Frankenstein: Überlebende der Shoah Wie wurde ich ein politischer Mensch? 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Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ Ein Interview mit dem Kultursoziologen und Philosophen Wolfgang Engler

Wolfgang Engler Friedrich Weißbach

/ 10 Minuten zu lesen

Auf Spurensuche im DDR-Alltag und der eigenen Biografie. Als repressiv, aber durchlässig beschreibt der in Dresden geborene Philosoph und Kultursoziologe Wolfgang Engler die DDR, blickt zurück auf Anpassung und fehlenden Mut und den Stellenwert von Philosophie in einem ideologisch geprägten Staat, in dem, so Englers Sicht, Arbeiter eine potenzielle Gegenmacht bildeten. Das Gespräch führte Friedrich Weißbach vom Philosophie Magazin.

Ein Staat, der Menschen voneinander trennte. Was prägte die DDR bis hinein in die Biografien? Auf Spurensuche, hier im ehemaligen Grenzstreifen an der Bernauer Straße Anfang 2026. (© bpb, bpb / Holger Kulick)

Friedrich Weißbach: Herr Engler, Ihr jüngstes Buch trägt den Titel „Brüche. Ein ostdeutsches Leben“. Was sind die Brüche, die Ihr Leben bestimmt haben?

Wolfgang Engler: Allen voran der 1989er Aufbruch und dessen Folgen. Auch wenn damit für mich aufgrund meiner damaligen Position an der auch im Westen anerkannten Schauspielschule Ernst Busch (Externer Link: HfS) keine beruflichen oder sozialen Brüche einhergingen, bedeutete der Umbruch dennoch eine fundamentale Veränderung der Rahmenbedingungen meines Handelns.

Sie haben die ersten Jahre nach der Wende zuerst als Gastdozent und später als Redakteur der ZEIT hauptsächlich im Westen verbracht. Wie war das?

Ich habe als Wissenschaftler aus dem Osten nicht nur viel Anerkennung und Resonanz erfahren, sondern bekam auch die Möglichkeit, an den gesamtdeutschen Debatten teilzunehmen. Trotzdem habe ich mich letztlich dagegen entschieden, im Westen zu leben und bin nach Ostdeutschland zurückgekehrt.

Warum?

Es gab immer so etwas wie eine mangelnde Passfähigkeit. Es lag bei aller Freundlichkeit ein distanzierter und distanzierender Gestus im Verhalten meiner Kollegen, mit dem ich schwer zurechtkam. Ich vermisste die Direktheit und Unmittelbarkeit meiner ostdeutschen Landsleute. Zudem waren die Zeiten im Osten derart aufregend und historisch, dass ich das Gefühl bekam, am falschen Ort zu sein. Ich wollte hautnah miterleben, was dort geschieht.

Wurden Sie nach der Wende oft damit konfrontiert, dass Sie aus dem Osten kamen?

Die Herkunft spielte im Hintergrund immer eine Rolle. Man wurde skeptisch beäugt. Fragen wie „Was hat der im Osten gemacht?“ oder „Wie weit hat er sich mit dem System eingelassen?“ liefen immer mit. Man musste stets damit rechnen, damit konfrontiert zu werden.

Sie beschreiben Ihr Aufwachsen und das Leben in der DDR als grundlegend verschieden zu dem in der BRD. Das führen Sie auf eine andere Lebensphilosophie und gesellschaftliche Organisation innerhalb der DDR zurück. Sie sprechen von der DDR als einer „arbeiterlichen Gesellschaft“. Was können wir darunter verstehen und inwiefern unterscheidet sie sich von der heutigen Gesellschaft?

Im Unterschied zu westlichen Gesellschaften, in denen man entlassen werden kann und dementsprechend Konkurrenz eine entscheidende Rolle spielt, zeichnete sich die „arbeiterliche Gesellschaft“ der DDR dadurch aus, dass man in ihr im Prinzip sozial unangefochten war. Man hatte qua Geburt einen Anspruch auf eine Stelle im Erwerbssystem und war de facto daraus nicht zu vertreiben. Zudem konnte man, wenn es einem nicht gefiel, aufgrund des konstanten Arbeitskräftemangels relativ leicht von einem Betrieb zum anderen wechseln. Daraus erwuchs eine erstaunliche Gegenmacht der Arbeiter und Angestellten, auch wenn sie genauso wie alle anderen von den Entscheidungen auf politischer Ebene ausgeschlossen waren. Aber kulturell und sozial hielten sie das Zepter in der Hand. Gegen ihren Willen ging gar nichts.

Und doch war das System der DDR sehr repressiv. Wie kann man da von einer Gegenmacht sprechen?

Die Gegenmacht war ein Faktum, das von oben nicht aufzuhebeln war. Die Betriebe mussten, um ihren Plan zu erfüllen, auf die Arbeiter zugehen. Daran führte kein Weg vorbei. Ohne den Willen der Werktätigen lief nichts in der Wirtschaft. Aber diese Gegenmacht war auf die Betriebe begrenzt. Jenseits davon ließ der Staat nicht mit sich spaßen, diktierte die Regeln und schnüffelte im Leben der Bürger herum.

Wie präsent war in Ihrem Leben die Interner Link: Stasi?

Sehr. In meinem Studium wurde jeder Zweite gefragt, ob man nicht für sie arbeiten wolle. Auch auf mich sind sie zugekommen. Ich erinnere mich mit Schrecken daran, wie man versucht hat, mich zu erpressen, und mir drohte, ich würde meinen Studienplatz verlieren, wenn ich nicht kooperiere.

Haben Sie kooperiert, oder wieso konnten Sie Ihren Studienplatz behalten?

Ich habe die Leute von der Stasi eine Zeit lang hingehalten. Als das nicht mehr ging, habe ich den Kontakt abgebrochen. Das blieb glücklicherweise ohne die angedrohten Folgen.

Scham spielt in Ihrem Buch eine besondere Rolle. Warum?

Ausgangspunkt meines Buches war die Auseinandersetzung mit den französischen Autoren Annie Ernaux, Didier Eribon und Édouard Louis. Alle drei beschreiben ihren Versuch, aus einfachen Verhältnissen herauszukommen. Ihre Aufstiege waren gezeichnet von dem Gefühl sozialer Scham. Immer wieder wurden sie von den bereits Etablierten aus bürgerlichen Milieus aufgrund ihrer sozialen Herkunft herablassend behandelt. Bei der Lektüre habe ich mich gefragt, wie das bei uns im Osten war. Die beschriebene Scham kannte ich nicht, obwohl ich – als Kind eines einfachen Funktionärs – aufgestiegen bin. Das war in der DDR normal. Man kann der DDR viel zur Last legen, aber sie war bis in die späten 1970er-Jahre hinein eine Gesellschaft mit weit geöffneten Aufstiegskanälen. Menschen aus sogenannten einfachen Verhältnissen, Arbeiter und Angestellte, waren angesehen und hatten die Chance, aus ihrem Leben etwas zu machen. Auf diesem Weg nach oben ist man nie in die Lage gekommen, sich für etwas schämen zu müssen.

Und doch spielte die Scham eine Rolle in der DDR. Was war innerhalb der DDR besonders mit Scham besetzt?

In der DDR war es nicht primär die soziale, sondern vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Scham, die das Leben aller prägte. Es war beschämend, mitansehen zu müssen, wie das System Biografien schädigte, Menschen benachteiligte, brutal mit Andersdenkenden umging und dass man sich entscheiden musste, ob man dagegen aktiv etwas macht oder lieber dem eigenen Leben und Aufstieg den Vorrang gibt. Ein gewisser Grad der Anpassung war notwendig, was mich aber trotzdem beschämte. Ich war beispielsweise in der SED, was ich besonders gegenüber Menschen aus der Arbeiterklasse so gut es ging verbarg, da ich das Gefühl hatte, von diesen als Überläufer angesehen zu werden.

Der Kultursoziologe und Philosoph Wolfgang Engler, geboren 1952 in Dresden, ausgebildet zunächst zum Facharbeiter für elektronische Datenverarbeitung, studierte ab 1973 Philosophie an der Humboldt-Universität, Promotion 1980. Anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR und am Institut für Schauspielregie, das später in die Hochschule für Schauspielkunst eingebunden wurde. Im Jahr 1987 dort mit dem Theoriebereich betraut und bis 1991 Prorektor für Gesellschaftswissenschaften. Zu DDR-Zeiten SED-Mitglied, Reisekader und u. a. Lehrauftrag in Klagenfurt. 1992 Professor für Kultursoziologie und Ästhetik an der HfS, die ihn 2003 zum Honorarprofessor berief. Dort von 2005 bis 2017 Rektor und zeitweise der einzige ostdeutsch sozialisierte Leiter einer Hochschule im wiedervereinigten Deutschland. Sein jüngstes Buch „Brüche. Ein ostdeutsches Leben“ erschien 2025 in Berlin. (© picture-alliance, Caro | Ponizak)

Warum waren Sie in der SED?

Der Prager Frühling von 1968 hatte mich als junger Mensch extrem aufgewühlt. Ein Jahr später, in meinem ersten Lehrjahr als elektronischer Datenverarbeiter, wollte ich ein Zeichen setzen. Mit zwei anderen Lehrlingen habe ich auf dem Hof des Lehrgebäudes meinen FDJ-Ausweis verbrannt, um zu zeigen, dass ich nicht hinter dieser Art des Sozialismus stehe. Einen Tag später wurde ich vorgeladen. Erst zur Polizei, dann zur Stasi. Da ich noch sehr jung war, haben sie geglaubt, ich sei naiv gewesen und kein echter Oppositioneller. Aber es hatte trotzdem Konsequenzen. Ich musste meine Lehre für ein paar Wochen aussetzen. Als mich jemand für die SED anwarb, trat ich mit der Hoffnung ein, in diesem Land gemeinsam mit anderen kritischen Parteimitgliedern etwas zum Besseren verändern zu können. Die Ausweisung des Dichters Wolf Biermann 1976 und ein Jahr später der Umgang mit dem dissidenten Philosophen Rudolf Bahro, der eine „Alternative“ zur DDR suchte, haben mir aber gezeigt, dass das ein Irrtum war. Mir wurde klar, dass diese Partei nicht zu reformieren war und als gigantischer Disziplinierungsapparat funktioniert.

Was war Ihr Schluss aus dieser Erkenntnis?

Ein Zwiespalt. Einerseits hatte sich in gewisser Weise für mich damit die Vorstellung vom real existierenden Sozialismus als geringeres Übel im Vergleich zum Westen erledigt. Andererseits war ich jedoch nicht bereit, die letzten Konsequenzen daraus zu ziehen und das System zu bekämpfen.

Aus Angst?

Mir fehlte der letzte Mut, diesen Bruch zu vollziehen. Und ich hatte die Absicht, etwas aus mir zu machen, und versuchte, die Freiräume, die mir das System ließ, zu nutzen. Viele haben so gehandelt, aber es blieb ein mulmiges Gefühl dabei, um der eigenen Arbeitsmöglichkeiten willen Zustimmung zum politischen System von Zeit zu Zeit zumindest heucheln zu müssen.

Sie haben an der Humboldt-Universität zu Berlin Philosophie studiert. Wie wurde eine solche Entscheidung in der DDR – dem selbst ernannten Arbeiterstaat – angesehen?

Die Philosophie war bei den normalen Leuten nicht gerade anerkannt, da es sich nicht einfach nur um Philosophie handelte, sondern um marxistisch-leninistische Philosophie beziehungsweise ML. So stand es auch in den Abschlusszeugnissen.

Wie war das Philosophiestudium in der DDR? Was wurde gelesen, wie gelehrt, worüber nachgedacht?

Ich entsinne mich an dogmatische und öde Vorlesungen und Seminare über den dialektischen und historischen Materialismus und wissenschaftlichen Kommunismus. Es wurde nach Lehrbüchern gelehrt, die landauf, landab behandelt wurden. „Rotlichtbestrahlung“ nannte man das ironisch. Aber es gab auch Dozenten, die mit uns Texte von den Sokratikern über das Mittelalter bis hin zur klassischen Philosophie der Moderne lasen – mit weitgehender Ausnahme der sogenannten bürgerlichen Denker des 20. Jahrhunderts.

Mitte der 1980er-Jahre haben Sie – nicht ganz freiwillig – die Wissenschaft verlassen. Was waren die Gründe?

Nach meiner Promotion bin ich an das damals renommierte Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR gegangen. Nach einem halben Jahr startete die letzte große ideologische Affäre, bei der die Institutsleitung versuchte, eine Reihe von Mitarbeitern mit der Drohung von Berufsverbot zu disziplinieren. Es war eine furchtbare Stimmung, weswegen ich schnell versuchte, wegzukommen.

Dann sind Sie an das damalige Regieinstitut gewechselt, das später an die Ernst Busch angegliedert wurde. Herrschte dort mehr Freiheit als in den anderen Institutionen der DDR?

Ja. Es war sehr klein und quasi selbstverwaltet. Man konnte dort mit Leuten wie Volker Braun oder Heiner Müller diskutieren. Es war eine offene Atmosphäre, was aber nicht heißt, dass es eine Insel gewesen wäre. Ich war kein halbes Jahr da, dann wurden auch dort Studenten in die Mangel genommen, weil sie sich für Solidarność, die polnische Gewerkschaft, ausgesprochen hatten.

Sie haben in dieser Zeit viel westliche Philosophie gelesen und gelehrt. Sie standen sogar mit Denkern wie Norbert Elias im Austausch. Wie wurde das in der DDR wahrgenommen? Und wie war es für Sie, diese Autoren im Osten zu lesen?

Es war eine kleine Minderheit von Personen, die sich derart umorientierten, und zu der gehörte ich. Die Lektüre von Luhmann, Habermas, Bourdieu, Foucault, Elias und anderen war außerordentlich bereichernd, obwohl oder gerade weil sie sich auf eine ganz andere Realität bezogen. Man sah die eigenen Verhältnisse mit fremdem Blick, und das war durchaus erhellend.

Sie beschreiben die DDR-Gesellschaft als eine Gesellschaft des „man“, in der separierende Unterschiede weitestgehend nivelliert wurden und Eigenverantwortlichkeit weniger von Bedeutung war. Wie ist das zu verstehen?

Das Individuum war in der ostdeutschen Gesellschaft stets Teil eines Kollektivs. Es gab Kollektive der unterschiedlichsten Art: Kollektiv der deutsch-sowjetischen Freundschaft, Arbeiter- und Brigadekollektiv. Durch Aktivitäten wie Theaterbesuche oder gemeinsame Ausflüge wurde die Gemeinschaft gestärkt. Dort herrschte eine Balance zwischen dem Wir und dem Ich. Das Ich musste, damit die Gruppe eine relative Autonomie genoss, so weit konform gehen, dass man nicht auffiel. Und gleichzeitig genoss es den Schutz der Gruppe, wenn von oben Zumutungen an ein Kollektivmitglied herangetragen wurden. Das Kollektiv war ein Raum sowohl der Disziplinierung als auch des Schutzes und der Solidarität.

Klasse spielte dabei keine Rolle?

Es ist schwer zu sagen, ob die DDR überhaupt eine Klassengesellschaft war. Fest steht, dass die Werktätigen das entscheidende Element innerhalb dieser Gesellschaft waren. Es gab umgekehrte Privilegien. Das Volk sollte studieren, während das Bürgertum einen Schritt zurücktritt.

Die Wende ging einher mit teils dramatischen Folgen für die Gesellschaft der damaligen DDR. Denken Sie, dass diese Erfahrung und die damit verbundene Scham Einfluss auf die heutige politische Lage im Osten hat?

Ja, absolut. Die Zertrümmerung der arbeiterlichen Gesellschaft im Osten war ein unvergleichliches Ereignis. Die Arbeitslosigkeit kam wie eine Seuche über den Osten und riss Millionen Menschen aus ihren Leben. Sie ging mit einer Abwertung der Leistungen und Biografien einher. Das war beschämend für die Menschen, für die Arbeit seit je im Zentrum ihres Lebens stand, ihr Selbst in hohem Maße definierte, und das hat Folgen bis heute. Die Erinnerung wird im Familien- und Freundeskreis bewahrt. Die Resonanz von Dirk Oschmanns Buch „Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ hat gezeigt, wie stark diese Gefühle noch vorherrschen und die Ereignisse nachwirken. Aus der Scham ist Wut geworden.

Objektiv geht es den Menschen heute besser als in der DDR. Sie haben Arbeit, besitzen im Vergleich zu damals Wohlstand und leben in einer freien Gesellschaft. Woher kommt diese Wut?

Die Art, wie man gleich nach dem Umbruch mit den Leuten umsprang, über ihre Köpfe hinweg entschied und sie obendrein noch stigmatisierte – „obrigkeitshörig“, „diktaturgeschädigt“ –, hat tiefe Wunden gerissen, die sich seither trotz Besserung der Lage nicht geschlossen haben. Die Kränkung sitzt einfach zu tief.

Kann unsere heutige Gesellschaft über 35 Jahre nach der Wiedervereinigung etwas aus der DDR lernen?

Für effektive Lernprozesse sehe ich nach 35 Jahren gesamtdeutscher Geschichte keinen Ansatzpunkt; dazu wurde gleich nach 1990 zu viel von dem abgeräumt, was sich für einen Ost-West-Transfer angeboten hätte, etwa im Bildungs- und Gesundheitswesen. Was bleibt, ist die Erinnerung an Lebensverhältnisse, die sich durch einen hohen Grad an sozialer Durchmischung auszeichneten. In der DDR trafen Menschen mit unterschiedlichen Professionen, Herkünften, Bildungsgraden regelmäßig aufeinander, im Wohngebiet, in der Freizeit, im Kulturkonsum. So abgeschlossen die Gesellschaft nach außen war, so durchlässig war sie nach innen. Auf eine Gesellschaft mit ausgeprägter Segregation sozialer Kreise und Milieus ist das aber nicht übertragbar.

Zitierweise: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“. Interview mit Wolfgang Engler, in: Deutschland Archiv vom 17.02.2026. Link: www.bpb.de/575491. Die Erstveröffentlichung erschien in Ausgabe 85 / Dezember 2025 /Januar 2026 des Externer Link: "Philosophie Magazins" unter dem Titel "Wolfgang Engler: „Die DDR war eine Gesellschaft mit weit geöffneten Aufstiegskanälen“. Das Interview wurde im Oktober 2025 geführt. Alle im Deutschlandarchiv veröffentlichten Beiträge sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte. (hk)

Ergänzend:

Wer wir sind – Die Erfahrung ostdeutsch zu sein mit Untertitel

Ein Streitgespräch zwischen Jana Hensel und Wolfgang Engler

Wer wir sind – Die Erfahrung ostdeutsch zu sein mit Untertitel

2018 diskutierten die Schriftstellerin Jana Hensel und der Soziologe Wolfgang Engler im Studio von Zeitzeugen-TV (Berlin) über das „ Ostdeutschsein“. Dieser Film ist ein Konzentrat daraus.

Wolfgang Engler und Jana Hensel, Wer wir sind. Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein. Interner Link: Buch in der bpb-Schriftenreihe, 2019.

Wolfgang Thierse, „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“. Eine Würdigung des DDR-Philosophen Wolfgang Heise. DA, 19.2.2026).

Uwe Kolbe, Interner Link: "Hat da jemand Freiheit gerufen?", DA vom 17.5.2025.

Ilko-Sascha Kowalczuk, Interner Link: Verhinderter Historikerdiskurs, Ein Reprint aus 1989 und seine Geschichte, DA vom 15.10.2025.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Kultursoziologe, Philosoph und Publizist, geboren 1952 in Dresden, ausgebildet zunächst zum Facharbeiter für elektronische Datenverarbeitung, studierte ab 1973 Philosophie an der Humboldt-Universität, Promotion 1980. Anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR und am Institut für Schauspielregie, das später in die Hochschule für Schauspielkunst eingebunden wurde. Im Jahr 1987 dort mit dem Theoriebereich betraut und bis 1991 Prorektor für Gesellschaftswissenschaften. Zu DDR-Zeiten SED-Mitglied, Reisekader und u. a. Lehrauftrag in Klagenfurt. 1992 Professor für Kultursoziologie und Ästhetik an der HfS, die ihn 2003 zum Honorarprofessor berief. Dort von 2005 bis 2017 Rektor und zeitweise der einzige ostdeutsch sozialisierte Leiter einer Hochschule im wiedervereinigten Deutschland. Sein jüngstes Buch „Brüche. Ein ostdeutsches Leben“ erschien 2025 im Aufbau-Verlag.

Friedrich Johannes Weißbach ist Philosoph und freier Journalist. Seit 2024 ist er Promotionsstudent des Promotionskollegs „Normativität, Kritik, Wandel“ und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Rahel Jaeggi am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin. Autor für das Philosophie Magazin, Zeit Online, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, den Deutschlandfunk, den Freitag, den Tagesspiegel, das monopol Magazin, die Architekt und die Galerie Eigen+Art.