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Sammelrezension: Disparate Bestandsaufnahmen zur politischen Linken und zum Linksextremismus | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? 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Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Sammelrezension: Disparate Bestandsaufnahmen zur politischen Linken und zum Linksextremismus

Andreas Fraude

/ 14 Minuten zu lesen

Andreas Fraude wirft in seiner Sammelrezension einen kritischen Blick auf fünf Bücher, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit der politischen Linken und dem Linksextremismus in Deutschland beschäftigen: Die Bandbreite reicht von wissenschaftlichen Analysen über Reportagen und Streitschriften bis hin zu Abhandlungen mit politisch-bildnerischem Anspruch.

Im Vergleich zur Literatur von Vertretern der politischen Linken, auch der radikaleren Spielart, sind Publikationen über die politische Linke bzw. den Linksextremismus im Allgemeinen nicht sehr verbreitet (sieht man einmal von einigen Monographien und periodisch erscheinenden Bänden der dem interessierten Publikum bekannten, hier auch Erwähnung findenden Protagonisten der Extremismusforschung und ihrer Adepten ab). Einen gewissen Kontrapunkt zu diesem Umstand setzen aktuell die hier vorzustellenden Bände von Journalisten und Wissenschaftlern (durchaus auch in einer Person), die für ihre Beobachtungen und Analysen zum Teil recht unterschiedliche Zugänge und Ansätze wählten. Zu besichtigen sind neben klassischen (sozial-)wissenschaftlichen Texten Reportagen und Streitschriften sowie Abhandlungen mit pädagogischem bzw. politisch-bildnerischem Anspruch. Per se kein Nachteil ist dabei, dass den Autoren ihre politische Nähe bzw. Ferne gegenüber dem "linken" Untersuchungsgegenstand meist mehr oder weniger deutlich anzumerken ist.

Besprochene Werke

Christoph Ruf, Was ist links? Reportagen aus einem politischen Milieu (Beck’sche Reihe; 1959), München: Beck 2011, 254 S., € 12,95, ISBN: 9783406606496.

Jan Fleischhauer, Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde, Reinbek: Rowohlt 2010 (4. Aufl.), 383 S., € 8,95, ISBN: 9783498012252.

Olaf Baale, Links in Deutschland. Der unaufhörliche Niedergang einer von Herzen kommenden Bewegung, Berlin: Das Neue Berlin 2011, 222 S., € 12,90, ISBN: 9783360021120.

Harald Bergsdorf, Rudolf van Hüllen: Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr? Zwischen Brandanschlag und Bundestagsmandat, Paderborn: Schöningh 2011, 200 S., € 24,90, ISBN: 9783506772428.

Ulrich Dovermann (Hg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung; 1135), Bonn: BpB 2011, 320 S., € 4,50, ISBN: 9783838901350.

Was ist links?

(© C.H. Beck)

Christian Ruf, Journalist bei verschiedenen Tageszeitungen und Wochenmagazinen aus dem "linken" und linksliberalen Spektrum, bemüht sich mit seinen Reportagen aus einem ihm nahestehenden politischen Milieu erkennbar um Selbstvergewisserung. "Was ist links" ist daher auch das Buch des Autors überschrieben - eine Frage, die er 1991, während der Zeit in der Oberstufe eines badischen Kleinstadtgymnasiums, noch habe leichter beantworten können. Aus einem Klassentreffen im Sommer 2009 resultierte der Auftrag durch ehemalige Mitschüler mit einem ebenfalls "linken" Lebensgefühl, an der "Basis" von SPD, Grünen und der Linkspartei Erhellendes dazu zu recherchieren, was "Links-Sein" heutzutage eigentlich bedeutet. Der Journalist machte sich auf den Weg. Seiner, wenn auch nicht wissenschaftlich angelegten, Feldforschung geht der Eindruck voraus, dass es zumindest Spitzenpolitikern der betreffenden Parteien, "die in den Talkshows hin- und hergereicht werden", um nicht mehr als den nächsten Aufschwung in Umfragen gehe (8). Der Autor gliedert seine Zeitreise - beginnend mit der Bundestagswahl am 27. September 2009, bei der die SPD ihre bisher größte Wahlniederlage erlitt - in die Phasen "Niederlage", "Aufräumarbeiten" (hier auch mit dem Kapitel "Fernverbindungen: SPD, Grüne und Linkspartei tasten sich ab") sowie "Annäherung" (mit den aus Autorenwarte hoffnungsträchtigen Ausführungen zu "Im Schatten der Kameras: Ein neues linkes Projekt entsteht"). Sein Resümee - "Mein Jahr unter Linken" - fällt in die Zeit der überraschenden absoluten Mehrheit der SPD bei der Hamburger Bürgerschaftswahl am 20. Februar 2011.

In guter journalistischer Manier berichtet Ruf über seine Beobachtungen in Parteiquartieren, Parlamenten, auf Außenplätzen und in privaten Räumlichkeiten – auch Details beachtend, die auf den ersten Blick nebensächlich erscheinen. Schon angesichts seines Diktums im Klappentext, dass nur "die geeinte Linke" eine politische Antwort auf die Probleme des 21. Jahrhunderts geben könne, kann die affirmative Vorgehensweise des Autors im Hinblick auf die Objekte seiner Beschreibungen nicht verwundern. Gänzlich kritiklos bleiben seine Ausführungen zur Verfasstheit der politischen Linken dennoch nicht: "Dogmatismus und Lustfeindlichkeit, schamlose Selbstgerechtigkeit und penetranter Moralismus, wo die Argumente versiegen. Man könnte Hunderte Seiten füllen mit der Beschreibung all ihrer Unsitten" (18). Die Reportagen kommen engagiert und meinungsfreudig daher, dürften aber für Leser, die diesem politischen Spektrum eher fern stehen, keine allzu große Überzeugungskraft entfalten. Das gilt insbesondere für Rufs Schilderungen bezüglich ostdeutscher Befindlichkeiten und der Linkspartei. So erweckt er den absurden Eindruck, die SED-Nachfolgepartei sei Opfer einer falschen Beurteilung durch Westdeutsche, für die die ehemalige DDR immer noch "terra incognita" sei (124). Heißt das im Umkehrschluss, dass an Ostdeutschland interessierte Westdeutsche die Linkspartei sympathisierend betrachten müssten? Augenscheinlich überschätzt der Autor die Rolle, die diese Partei für die Köpfe und Herzen der Menschen spielt, wenn er sich zu der These versteigt, die "Linke und ihre Politiker" seien im Osten Deutschlands "Mitte der Gesellschaft" (143) - dieses mag höchstens ihrem Selbstbild entsprechen. An dem heutigen Bundespräsidenten Joachim Gauck kritisiert Ruf praktisch alles, was auch die "Linke" seinerzeit ins Feld führte, als sie dem ehemaligen Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagenbehörde auf der Bundesversammlung am 30. Juni 2010 die Stimme verweigerte und so Christian Wulff ins Amt verhalf. So muss der Autor die damalige große Unterstützung für Gauck innerhalb der Bevölkerung dann auch als "recht grotesk anmutende mediale(n) Begeisterung" werten (159).

Das letzte Kapitel widmet Ruf einem flammenden Plädoyer für rot-rot-grün nach den Bundestagswahlen 2013, wobei er auch keine Urteile und Prognosen scheut, von denen er wissen musste, dass diese aufgrund der sprichwörtlichen politischen Schnelllebigkeit nur Momentaufnahmen darstellen können. Dazu gehört die aus gegenwärtiger Sicht wohl eher mutige Voraussage, dass Angela Merkel 2013 Ex-Kanzlerin sein dürfte. Die von ihm herbeigesehnte Wunschkoalition sei weit mehr als eine wohl arithmetische Notwendigkeit: "Die drei Parteien brauchen sich wechselseitig, um eine gut austarierte Politik im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie zu verfolgen" (239). Bei solcherart Erkenntnissen fragt man sich allerdings, ob es dazu eines eineinhalb jährigen Aufenthalts "unter Linken" bedurft hätte, die der Reisereporter auch noch als "anstrengend" bezeichnet (234).

Unter Linken

(© Rowohlt Verlag)

In Form und Inhalt könnte der bereits in mehreren Auflagen erschienene Bestseller von Jan Fleischhauer nicht gegensätzlicher zu dem vorher angezeigten Band sein. Die Frage, was (heute noch) links "ist", stellt der Autor gar nicht erst, sondern referiert auf breitem Raum nachdrücklich, unterhaltsam und mit schier unerschütterlicher Überzeugung über das, was Linkssein gesellschaftlich, politisch und kulturell vermeintlich ausmacht. Als ständiger Kolumnist bei Spiegel Online ("Der schwarze Kanal"), mit einem eigenen Blog sowie einem mit dem Buch titelidentischen Dokumentarfilm hat es Jan Fleischhauer inzwischen zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Interessanterweise ist er bereits seit 1989 als Redakteur bei jenem Nachrichtenmagazin tätig, das in früheren Jahren nicht selten von "Konservativen" - zu denen sich Fleischhauer inzwischen selbst zählt - als "linkes Kampfblatt" gescholten wurde.

Das am häufigsten gegen das Buch vorgebrachte Argument lautete, wie der Autor eigens in einem Nachtrag zur Taschenbuchausgabe rekapituliert, dass "rechts" und "links" als politische Begriffe ihre Bedeutung verloren hätten. Geschickt spielt Fleischhauer, wie auch an anderen Stellen des Bandes, den Ball auf das Feld der Gegner zurück – das Argument stehe in offenkundigem Kontrast zu der Entschiedenheit, mit der das Buch zurückgewiesen worden sei: "Wenn sich niemand angesprochen fühlen musste, warum dann diese Aufregung?" (344). Auch andere kritische Einlassungen, vornehmlich "linker" journalistischer Provenienz, weiß der Autor kühl zu kontern und gegen die Absender selbst zu wenden.

Ohne Zweifel dürften nicht wenige Zeitgenossen jener Alterskohorte, der Fleischhauer angehört, eine ähnliche politische Sozialisation in Elternhaus, Schule oder auch Freundes- und Bekanntenkreis erfahren haben. Sehr plastisch schildert er seine spezifischen Erfahrungen als Jugendlicher und Jungerwachsener in durchweg "linken" Milieus. Aber schon mit seinen einleitenden Sätzen generalisiert der Journalist in unzulässiger Weise, wenn er schreibt: "Ich gehöre zu einer Generation, die gar nichts anderes kennt als die Dominanz der Linken" (9). Das mag - grosso modo - für die norddeutsche Metropole Hamburg, wo Fleischhauer aufgewachsen ist, in den 1970er und (frühen) 80er Jahren gegolten haben - ein zur selben Zeit in den ländlichen Regionen Bayerns und Baden-Württembergs sozialisierter Heranwachsender wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gänzlich anderen politischen Prägungen ausgesetzt gewesen sein. Gleichwohl gibt es keinen Anlass zu vermuten, die dichten Beschreibungen des Autors seien nicht tatsächlich erfahrungsgesättigt. Woher sonst rühren seine Motivation und das unbestreitbare Vermögen, "linke Lebenswelten" so detailgenau, auch unter Beachtung scheinbar abseitiger Aspekte, zu sezieren.

Wenn Fleischhauer ausführt, es sei schwer, "einen Linken zu treffen, der kein besonderes Anliegen hat, kein selbstlos scheinendes Vorhaben, das er verfolgt und von dem er sich für die Gesellschaft im Ganzen Großes verspricht", so werden "Betroffene" mit einem ähnlichen Erfahrungshintergrund damit viel anfangen können. Aber gibt es den idealtypischen "Linken", den "das Geschäftige, dies leicht Atemlose des Engagierten, die Aura drängender Wichtigkeit" (27) umweht, heute real existierend tatsächlich noch? Oder werden hier lediglich Klischees aneinandergereiht, die zwar sprachlich bestechend auf den Punkt gebracht werden, aber eben doch nicht mehr zeitgemäß sind? Eine Antwort hierauf dürfte nicht nur dem eigenen politischen Standort geschuldet sein, sondern tatsächlich nach den je eigenen politischen Prägungen differieren.

In jedem Fall besitzt das Buch nicht nur (oberflächlich anmutenden) Unterhaltungswert, sondern bietet auch handfeste (zeit)historische und politische Hintergrundinformation - so in den, mokant betitelten, Abschnitten "Auf dem Weg zum Sonnenstaat - eine kleine Geschichte der Linken" oder "Wider die Herrschaft der Vernunft - die Linke und das Bildungssystem". Lässt man das polemische Beiwerk einmal beiseite, so ist Fleischhauer jedenfalls kaum zu widersprechen, wenn er großen Teilen der westdeutschen Linken vorhält, die DDR in ein allzu mildes Licht getaucht und daher auch der deutschen Vereinigung (zunächst) fremd gegenüber gestanden zu haben. Zu den "eindrücklichsten Dokumenten journalistischer Selbstumnachtung" zählt der Autor hier die "Reiseberichte" von sechs "Zeit"-Redakteuren, die sich Mitte 1986 "auf Einladung der SED-Offiziellen" in der DDR aufhielten und über ihre - verharmlosenden - Eindrücke eine Artikelserie verfassten (165). Der Mauerfall habe dann die "deutsche Linksintelligenz" eines "Sehnsuchtsorts von eigentümlicher Tristesse" beraubt, deren "ganze Schäbigkeit nach Öffnung der Tore zu Tage" getreten sei (164).

Links in Deutschland

(© Das Neue Berlin)

Der Untertitel des Bandes von Olaf Baale signalisiert bereits das idealisierende Moment und die fehlende Distanz des Autors zu seinem Betrachtungsgegenstand: Der aus Wolgast stammende Journalist, Verfasser einiger Monographien und Produzent von zeitgeschichtlichen Beiträgen für diverse Rundfunksender, diagnostiziert in Bezug auf die politische Linke den "unaufhörliche(n) Niedergang einer von Herzen kommenden Bewegung". Im völligen Gegensatz zu dem von ihm anfangs in abgrenzender Weise zitierten Fleischhauer erkennt der Autor gerade keine Dominanz des linken politischen Milieus – vielmehr erzählt das Buch Baales davon, "wie Deutschland der linke Flügel beschnitten wurde" (17). Dabei atmen seine Ausführungen über weite Strecken stark verschwörungstheoretischen Charakter. Im Kern geht es Baale um den Nachweis, dass die linke Bewegung in der Bundesrepublik von Beginn an gezielt zurückgedrängt, gar unterdrückt worden sei - vornehmlich mit Hilfe (amerikanischer) geheimdienstlicher Tätigkeiten (Baale behauptet zudem die Existenz einer noch bis Anfang der 1990er Jahre in Deutschland aktiven "NATO-Geheimarmee" (86)). Der gerade auch von westdeutschen Medien mitausgelöste Zusammenbruch der DDR habe die politische Linke im vereinten Deutschland mangels einer gegenwärtig noch vorhandenen Systemalternative dann vollends in die Defensive gedrängt.

Für manchen arglosen Leser dürfte Baale eine Vielzahl extraordinärer Erklärungen, "Erkenntnisse" und Vermutungen bereithalten, die er gleichwohl meist recht apodiktisch vertritt. So ist es für den Journalisten ausgemachte Sache, dass Rainer Eppelmann als Informant für den amerikanischen Geheimdienst CIA tätig war; dieser habe sich damit auch "strafbar" gemacht und sei seiner (legitimen?) Verurteilung "nur durch den Untergang der DDR" entkommen (43 f.). Über die Beziehungen der Vormacht zu ihrem ostdeutschen Satelliten liest man folgendes: "Kaum ein DDR-Bürger machte sich Illusionen über das Verhältnis seines Staates zur Sowjetunion. Die DDR galt als 16. Sowjetrepublik. Die Russen standen für eine klare Ansage, zeigten sich aber immer aufgeschlossen, aufkommende Spannungen in einem Trinkgelage abzubauen. Ihr Abzug in den 90er Jahren zeigte aller Welt, dass sie sich nicht auf Dauer eingerichtet hatten und ihnen immer bewusst war, dass sie sich eines Tages wieder aus Deutschland zurückziehen würden" (30). Während man sich hier "nur" über manche leichtfertige Formulierung und Wertung wundert, sind andere Behauptungen, die ganz offensichtlich den historischen Tatsachen zuwiderlaufen und dazu beitragen, systemische Bestandteile der ehemaligen Diktatur weich zu zeichnen, einfach nur ärgerlich. So, wenn Baale ins Feld führt, dass die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Staatssicherheitsdienstes zusammen mit ostdeutschen KGB-Residenturen Ende der 1980er Jahre ein DDR-weites Netz aufgebaut haben soll (!) mit dem Ziel der Entmachtung des Politbüros sowie der Schaffung neuer, reformorientierter Führungsstrukturen. Warum dieses angebliche Netzwerk nicht oder nur noch teilweise zum Einsatz kam und "sich die DDR am Ende nicht doch noch sozusagen unter KGB- und HVA-Aufsicht reformierte", bleibt zwar nach den Worten Baales ein "Geheimnis", was ihn aber nicht von der Spekulation abhält, dass möglicherweise "feindliche Geheimdienste derartige, auf den Fortbestand der DDR zielende Bestrebungen" zerschlagen hätten (51).

Ganz anderer Art ist der Blick des Autors auf die Geheimdienste der (alten) Bundesrepublik, gerade auch in Bezug auf die Zeitphase der RAF-Attentate. Im Zusammenhang mit dem Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977 und den zahlreichen Ungereimtheiten bei dessen endgültiger Aufklärung, fragt Baale: "War der vermeintliche Linksterrorismus vom Geheimdienst inszeniert, um den linken Flügel zu schwächen und alles politisch links Stehende ein für allemal zu diskreditieren?" Als Kronzeugen für solche Vermutungen bemüht der Autor mit Michael Buback den Sohn des Opfers, den er allerdings "fast flehentlich" sagen lässt, dass es "diese Verbindung nicht geben" dürfe (93 f.). Dazu passend ist auch die Sicht, die Baale auf die Geschehnisse des "Deutschen Herbstes" grundsätzlich hat: "Die ‚Offensive 77‘ brachte keine ‚vorrevolutionäre Situation‘, sondern einen kräftigen Rechtsruck. Die von den Medien angeheizte Hysterie tat ein Übriges. Die Menschen wurden eingeschüchtert [...] Über Nacht verwandelte sich die Bundesrepublik Deutschland in einen Polizeistaat" (100).

Von seriösen zeitgeschichtlichen Forschungsergebnissen auf diesem Gebiet kaum angekränkelt zeigen sich auch die Einlassungen Baales zum deutschen Einigungsprozess. "Bisherige Erklärungsversuche" dazu scheinen ihm "wenig plausibel" oder ließen zumindest Fragen offen, was an der Wahl des falschen Ansatzes liege: "Nicht Patriotismus oder wirtschaftliche Notwendigkeiten, sondern die gerade überwunden geglaubte und durch die Wende wieder hochkommende Angst vor einem Linksruck prägte den Einigungsprozess" (157). Einigermaßen kryptisch zählt es der Autor bezogen auf diesen Zeitabschnitt auch "zu den großen Herausforderungen, das Offensichtliche zu beweisen" (158). Bei so viel politischer Esoterik nimmt es sich fast schon wieder angenehm aus, wenn Baale zum Ende hin sehr handfest gegen einen vermeintlichen "Katastrophenkapitalismus", der "kein Naturgesetz, sondern Menschenwerk" sei, Position bezieht (205). "Der Linksruck ist überfällig" (210), fordert Baale schließlich – ein eigentümlich optimistisch anmutendes Plädoyer ob seiner manipulativen Sicht auf die kapitalistisch-westlichen Gesellschaften. Denn wie sollte dieser überhaupt zu bewerkstelligen sein angesichts seines vorherigen Diktums: "In allen westlichen, unter US-amerikanischer Führung stehenden Demokratien ist die beständige Eindämmung des linken Meinungsspektrums Staatsräson" (206).

Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?

(© Verlag Ferdinand Schöningh)

Das Büchlein, wie es das Autoren-Duo Bergsdorf und van Hüllen selbst nennt, befasst sich mit dem "vernachlässigten" Thema Linksextremismus, genauer: mit den Mentalitäten, Motiven und Milieus einschlägiger Gruppen und Parteien und wendet sich expressis verbis an junge Menschen, Eltern sowie an Pädagogen und andere Multiplikatoren. Dem Band kommt in weiten Teilen zugute, dass Ko-Autor Rudolf van Hüllen ausgewiesener Experte für Fragen des (historischen) Kommunismus sowie für den Linksextremismus in all seinen Ausformungen ist und es nachgerade brillant versteht, diese durchaus komplexe Materie jeweils zielgruppengerecht analytisch und sprachlich aufzubereiten. Davon profitieren hier insbesondere die Kapitel über "Denkstrukturen und Befindlichkeiten im Linksextremismus" sowie über "Organisationen, Strategien und Politikfelder". Hier werden sowohl revolutionäre Marxisten - sogenannte Orthodoxe, Trotzkisten und Maoisten - als auch die im anarchistischen Spektrum zu verortenden (gewaltorientierten) "Autonomen" einer skizzenhaften Untersuchung unterzogen. Dabei spielt merklich die "Zeitenwende" 1989/90 implizit und explizit eine entscheidende Rolle, da der Zusammenbruch des "realen Sozialismus" in der DDR sowie in Mittel- und Osteuropa nicht nur für die SED-"Bruderpartei" DKP (schon rein quantitativ) eine Zäsur darstellte, sondern für den organisationsförmigen Sozialismus/Kommunismus in der Bundesrepublik insgesamt. Die Bedrohlichkeit durch den Linksextremismus als Ganzes bleibt aus Autorensicht gleichwohl evident - schon wegen der im langfristigen Vergleich massiv angestiegenen Gewalttaten, aber auch weil er häufig intelligenter agiere und auftrete und schon daher ernst zu nehmen bleibe (10 f.).

Aufschlussreich sind die Ausführungen zu den "dem Politischen vorgelagerten Annahmen über die Natur des Menschen", die seit jeher gravierende Auswirkungen auf die politische Philosophie gehabt hätten (18). Das an sich schon "sehr optimistische Menschenbild" von Linksextremisten habe sich aufgrund der von diesen unterstellten Vernunftfähigkeit des Menschen dann noch zur "anthropologischen Grundannahme vom 'an sich guten' Menschen gesteigert". Diese - irrige - Annahme würde bedeuten, dass sich eine Ordnung unter dem weitgehenden Verzicht auf Zwangsmaßnahmen einrichten ließe. Linksextremisten würden die als "schlecht" angesehene Gesellschaft so formen wollen, dass der "gute" Mensch zur freien Entfaltung komme: "Die Anarchisten durch Rückkehr zu einer angeblich ursprünglich herrschaftsfreien Gesellschaft, die Kommunisten durch Überwindung der aus ihrer Sicht unvernünftigen, weil materiell durch zahllose Ungleichheiten gekennzeichneten Klassengesellschaft" (19 f., Hervorhebung im Original). Prägnant und anschaulich werden im Weiteren auch die durchaus diffizilen Zusammenhänge der "wissenschaftlichen Weltanschauung" des Marxismus-Leninismus und seiner Repräsentanten im 19. Jahrhundert dargestellt, was ebenfalls für den Abschnitt "Milieus und politische Ästhetik" gilt.

Etwas befremdlich wirkt zunächst, dass sich nahezu ein Drittel des Bandes der Partei "Die Linke" widmet, zumal ihr gleich zu Beginn der Ausführungen attestiert wird, weder eine "einwandfrei extremistische noch eine klar demokratische Partei" zu sein (92) - möglicherweise fühlten sich die Autoren aber gerade wegen dieser "Grauzone" herausgefordert, Herkunft und Entwicklung, Wähler und Erfolgsfaktoren, Programmatik und Strategie sowie Köpfe und Organisation den Leserinnen und Lesern vergleichsweise umfassend nahe zu bringen. Dabei wird der Mimikry-Charakter der mit der SED "rechtsidentischen" Partei, wie in Bezugnahme auf eine Äußerung des Linkspartei-Fraktionsvorsitzenden im Thüringer Landtag Bodo Ramelow betont wird (96), in demokratietheoretischer Hinsicht derart stark unterstrichen, dass das - differenzierte - Fazit zur "Demokratiefähigkeit" der Linken schon fast verwundert, diese biete "insgesamt ein ambivalentes Bild" (156).

Schließlich beleuchten die Autoren "Argumentations- und Agitationstechniken von Linksextremisten", wo durchaus intelligent die "angebliche Erkenntnismethode" des Dialektischen Materialismus als wesentlicher Bestandteil marxistisch-leninistischer Philosophie aufs Korn genommen wird. Bei den angeführten Beispielen für "Techniken dialektischer Verunklarung" (165 f.) fragt man sich allerdings, ob solcherart verfremdete "Argumente" heutzutage so lupenrein selbst bei Funktionären der DKP noch vorzufinden sind. Ein inhaltlich abschließendes Kapitel präsentiert und erläutert "Argumente gegen linksextreme ‚Stammtischparolen‘" (dieses kannte man bisher nur aufklärerisch gegenüber dem Rechtsextremismus), was offenkundig vornehmlich auf einschlägige Behauptungen von Vertretern der Linkspartei und ihres Umfeldes zielt. Hier kommen manche Ausführungen recht plakativ daher - bis hin zu geschichtsklitternden Anklängen, wenn - als Replik auf das Ansinnen der ehemaligen Staatspartei, von ihrer alleinigen historischen Verantwortung abzulenken - behauptet wird, die "Blockparteien" in der DDR hätten versucht, "in der SED-Diktatur andere politische Ideen wachzuhalten" (171). Von diesen Vorbehalten abgesehen: Der Wichtigkeit ihres Anliegens, "Defizite der politischen Bildung zum Linksextremismus zumindest in einem ersten Schritt zu vermindern", haben Bergsdorf und van Hüllen in ihrem Band allemal Rechnung getragen - wozu ihnen auch und gerade ein Blick hinter jenen Vorhang notwendig erschien, der die Gedankenwelt dieser Spielart des Extremismus "von der Wahrnehmung der Mehrheitsgesellschaft abschirmt" (182).

Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland

(© Bundeszentrale für politische Bildung/bpb)

Abschließend sei noch auf eine von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), namentlich des Leiters des Fachbereichs Extremismus in der BpB, herausgegebene Publikation verwiesen. Ulrich Dovermann betont in Übereinstimmung mit allen im Prozess der Herstellung des Bandes Beteiligten, dass der Forschungsstand zum Linksextremismus defizitär sei, während es zu Fragen des Rechtsextremismus eine "Forschungswelle" gebe. Diese Forschungsdefizite werde das Buch nicht auffüllen können. Das formulierte Anliegen aber, es solle einen "exemplarischen und repräsentativen Überblick über das vorhandene Fachwissen und die Forschungsstände vermitteln sowie zur Diskussion anregen" (10), darf durchaus als eingelöst gelten.

Der Band spannt einen Bogen über die Partei "Die LINKE", bei der Gero Neugebauer einmal mehr die Frage nach einem (möglichen) "Oszillieren zwischen Demokratie und Extremismus" aufwirft und zu der Eckhard Jesse "demokratietheoretische, parteiensystematische und koalitionsstrategische Überlegungen" anstellt, über "Die Entstehung der ‚Antideutschen‘ und die Spaltung der linksradikalen Szene" (Carsten Koschmieder) bis hin zur linksautonomen Szene (Udo Baron), hier auch zu ihrem Politikverständnis in einschlägigen Publikationsorganen (Marie-Isabel Kane). Mit zwei Beiträgen, zu Erscheinungsformen und Motiven von "Israelfeindschaft" bzw. zu Handlungsfeldern des Linksextremismus, ist Armin Pfahl-Traughber, hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, vertreten. Den grundsätzlichsten Beitrag steuert Hubert Kleinert über die "Geschichte des linken Radikalismus in der Bundesrepublik Deutschland 1945-1990" bei. Der ehemalige "Grünen"-Politiker vermeidet den Begriff "Linksextremismus", mit dem "in der Sprache der Verfassungsschutzberichte seit 1974 zur Kennzeichnung systemfeindlicher Bestrebungen gearbeitet" werde, bewusst. Das vom Autor zugrunde gelegte Verständnis von "linkem Radikalismus" orientiert sich explizit "nicht an der Frage, welche Gruppierungen innerhalb des Rahmens, den die verfassungsmäßige Ordnung [...] für legale politische Tätigkeiten vorsieht, anzusiedeln waren und welche erkennbar außerhalb dieses Rahmens standen" (49). Diese weiter gefasste Begrifflichkeit bekommt der Überblicksdarstellung erkennbar gut und dokumentiert im Übrigen den pluralistischen Ansatz dieses Sammelbandes. Davon zeugt gleichfalls das die Publikation beschließende - sehr meinungs-, aber auch argumentationsstarke - "Streitgespräch" zwischen den in wissenschaftlicher Hinsicht als antipodisch zu betrachtenden Extremismusforschern Richard Stöss (Otto-Stammer-Zentrum/FU Berlin) und Uwe Backes (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung/TU Dresden).

Zitierweise: Andreas Fraude, Disparate Bestandsaufnahmen zur politischen Linken und zum Linksextremismus. In: Deutschland Archiv Online, 22.02.2013,Link: http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/fraude20130222

Andreas Fraude ist Diplom-Politologe, freier Publizist und wissenschaftlicher Mitarbeiter.