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Shelly Kupferberg: Zwischen Chanukkia und Lametta

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Ein Sommer der Unentschlossenheit Sechs Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwende Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? 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Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? 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Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Shelly Kupferberg: Zwischen Chanukkia und Lametta Enkelin von Jeckes, Tochter von Sabres - Leben zwischen Israel und (West-)Berlin

Shelly Kupferberg

/ 17 Minuten zu lesen

Shelly Kupferberg ist 1974 in Tel Aviv geboren und in West-Berlin aufgewachsen. Im Interview erzählt sie von einer Kindheit und Jugend, die geprägt war vom linken Engagement ihrer in Israel geborenen Eltern, von Sommercamps mit der Jüdischen Gemeinde und ihren Erinnerungen an die Zeit als Einzige von zwei Jüdinnen während ihrer Schulzeit. Wie sie 1989 die Öffnung der innerdeutschen Grenzen erlebt hat und wie es später für sie war, von der Anti-Haltung der DDR gegenüber Israel zu erfahren.

Shelly Kupferberg in Berlin im Herbst 2020. (© Sharon Adler 2020)

Heute arbeitet die dreifache Mutter Shelly Kupferberg als freie Redakteurin und Moderatorin bei Veranstaltungen wie der Shimon-Peres-Preis-Verleihung sowie für Deutschlandfunk Kultur und moderiert auf rbbKultur tägliche Kultur- bzw. Live-Radiosendungen.

Für das Interview hat sich Shelly Kupferberg mit der Journalistin und Fotografin Sharon Adler an einem warmen Sommerabend in Tel Aviv und im herbstlichen Berlin getroffen.

Sharon Adler: Wie hat deine Familie die Shoa überlebt und von wo aus ist sie nach Palästina emigriert? Woher kamen deine Großeltern?

Shelly Kupferberg: Meine Großeltern stammten aus Wien, Berlin und Hildesheim. Sie sind alle, rechtzeitig bevor der Zweite Weltkrieg ausbrach, vor Hitler nach Palästina geflüchtet, zwischen 1933 und 1939. Und haben sich dann vor und nach der Staatsgründung in Israel kennengelernt. Alles Jeckes. Dann sind meine Eltern nach und nach geboren, mein Vater 1945 noch in Palästina, meine Mutter 1949 schon in Israel. Meine Großeltern waren bis an ihr Lebensende sehr jeckisch und gehörten nicht zu denjenigen, die „nichts mehr mit Deutschland zu tun haben“ wollten. Sie sind schon relativ früh regelmäßig wieder nach Deutschland und Österreich zurückgefahren, natürlich mit großen Ambivalenzen und aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Mein Großvater, Walter Grab, der Vater von meiner Mutter Maya, war Historiker und hat 1971 in Tel Aviv das Institut für Deutsche Geschichte an der Universität gegründet. Er war deshalb oft in Europa und vor allem im deutschsprachigen Raum unterwegs, sehr viel in Deutschland, auch als Gastprofessor am Wissenschaftskolleg, weil er mit deutscher Geschichte zu tun hatte. Natürlich mit Ambivalenzen. Aber die hatte er auch Israel gegenüber. Es war für ihn einerseits das Land, das ihn gerettet hat, andererseits politisch nicht seins, denn er war Kommunist. Er war auch in der Kommunistischen Partei in Israel, bis er Stalin kritisierte. Man hat ihm unterstellt, er würde an der großen Idee zweifeln und hat ihn rausgeschmissen. Das war für ihn eine große Niederlage, Tragödie, und Enttäuschung.

Dennoch, bis zu seinem Lebensende hat er immer erklärt: „Die Sowjetunion hat mein Leben gerettet. Sie hat Hitler besiegt. Ich werde ihr ewig dankbar sein.“ Sein großes Bonmot war immer: „Ich kam nicht aus Zionismus, sondern aus Österreich.“

Jeckes in Israel mit Nymphenburger Geschirr

Sharon Adler: Welche Erinnerungen hast du an die Zeit in Israel? Du bist in Tel Aviv geboren, aber in West-Berlin aufgewachsen. Wie kam es dazu, warum und wann bist du mit deiner Familie aus Israel nach Deutschland gegangen?

Shelly Kupferberg auf dem Dach eines Bauhaus-Gebäudes aus den 1930er Jahren in Tel Aviv. (© Sharon Adler 2020)

Shelly Kupferberg: Meine Eltern waren israelisch sozialisiert, während die Kupferbergs bis an ihr Lebensende ein Ivrith (modernes Hebräisch) mit wahnsinnig deutschem Akzent gesprochen haben und wirkliche Jeckes waren. Unglaublich deutsch, immer etepetete und super gekleidet. Man ging jeden Freitag ins Kaffeehaus, sonntags gab’s ein schönes Essen und es hatte alles seine Ordnung. Das gute Nymphenburger wurde immer wieder zu Festtagen rausgeholt. Man war sehr kunstaffin, liebte die schönen Künste.

Mein Vater ist zweisprachig aufgewachsen, weswegen er Ende der 1940er Jahre, Anfang der 1950er in Israel regelmäßig mit seiner Mutter aus dem Autobus geschmissen wurde, Deutsch wollte man damals natürlich nicht hören. Meine Mutter hat zwar zuhause Deutsch gehört, aber gesprochen wurde Hebräisch. Und dann kamen der 1967er-Krieg, der Sechstagekrieg, und 1973 der Yom-Kippur-Krieg. Beide Male wurde mein Vater als Soldat eingezogen. Ich bin Jahrgang '74, das heißt, er war noch in Reserve und absolut unzufrieden mit der politischen Situation. Nach dem Yom-Kippur-Krieg hatte er eine Depression.

Mein Großvater, Walter Grab, hat dann gesagt: „Wisst ihr was, ihr seid jung, ihr habt ein kleines Baby, vielleicht geht ihr einfach mal ein Jahr raus aus Israel und werdet euch im Klaren darüber, was ihr wollt, wie es weitergehen kann und seht mal ein bisschen was von der Welt.“ Und das haben sie gemacht. Und es lag nah, ins deutschsprachige Ausland zu gehen, weil mein Vater Deutsch konnte und dachte, er fände dort schnell einen Job.

Eigentlich wollten sie in die Schweiz, weil sie dort Freunde hatten, aber das hat nicht geklappt. Über Umwege kamen sie dann nach West-Berlin, wo mein Großvater oft Vorträge an verschiedensten Institutionen hielt und in der Historiker-Szene viele Kontakte hatte: Julius Schoeps, Lea Rosh und verschiedenste Leute. Mein Großvater hatte meinen Eltern gesagt „Geht mal nach West-Berlin, ich gebe euch ein paar Adressen und ein paar Telefonnummern. Da könnt ihr anrufen, das sind Freunde.“ So kamen meine Eltern 1975/76 nach West-Berlin. Sie wollten erstmal nur ein Jahr lang bleiben, aber sie fühlten sich so wohl, dass sie die Abreise immer weiter nach hinten verschoben und irgendwann waren wir so groß, dass wir Kinder gesagt haben: „Wir wollen hier sein, das ist unser Zuhause.“

Wenngleich wir mindestens einmal im Jahr in Israel bei den Großeltern waren und das auch sehr gerne mochten. Wir haben mit ihnen Deutsch gesprochen, worüber sie sich gefreut haben. Sie haben teilweise die gleiche Lektüre gelesen wie wir. Es schloss sich der Kreis mit der Jeckes-Kultur. Wir hatten mit unseren Großeltern fast mehr gemeinsam als meine Eltern als Sabres. Und so waren wir in West-Berlin, und eigentlich waren meine Eltern auch dort immer sehr glücklich, bis die Wende kam.

Sharon Adler: Waren deine Eltern im West-Berlin der 1970er Jahre politisch aktiv?

Shelly Kupferberg: Meine Eltern sind ganz bewusst nicht in eine Jüdische Gemeinde eingetreten. Sie sind immer politisch links gewesen, auch in Bezug auf Israel. Sie waren damals Teil einer jüdisch-palästinensischen Gruppe, die es ja auch immer noch gibt, die sich jetzt etwas schärfer positioniert hat. Also auch BDS-nah sind, aber da sind meine Eltern schon lange nicht mehr aktiv. Aber sie waren Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre dabei. Da haben sich Israelis, Juden, Araber, Palästinenser getroffen und immer wieder diskutiert, wie man einen gerechten Frieden im Nahen Osten herstellen könnte. Meine Eltern haben auch 1982 gegen den Libanon-Krieg in Berlin demonstriert. Daraufhin hat Heinz Galinski, damals noch Gemeindevorsitzender in West-Berlin, erklärt: „Das sind keine Juden, die da demonstrieren.“

Meine Eltern waren Israelis. Sie waren natürlich schon Juden, aber wir haben die jüdischen Feste sehr säkular gefeiert. So wie die meisten Christen Weihnachten feiern. Man traf sich mal zum Essen und sang ein Lied. Meine Eltern hatten israelische Freunde im Berlin der 1970er Jahre, so viele gab es ja nicht, aber ein paar schon. Und man hat sich getroffen und ein bisschen Chanukka gemacht und ein bisschen Pessach. Sie haben das vor allem für uns Kinder getan. Irgendwann kam ich in das Alter, wo ich meinen Eltern Vorwürfe gemacht habe: „Warum geht ihr denn mit uns nicht in die Synagoge? Warum betet ihr mit uns nicht die Gebete?“ Unsere Eltern haben uns geantwortet: „Wir sind selbst nicht so aufgewachsen, wir sind Israelis.“

Shelly Kupferberg in ihrem Kiez in Berlin im Herbst 2020. (© Sharon Adler 2020)

Meine Mutter hat kurz vor der Wende, ich glaube, 1987 muss das gewesen sein, an der Heinz-Galinski-Schule als Hebräisch-Lehrerin angefangen. Dafür musste sie natürlich in die Jüdische Gemeinde eintreten. Das war damals auch echt ein Politikum. Mein Vater, absurderweise, dann später auch, weil er anfing, im Centrum Judaicum zu arbeiten, der war für die Arbeitssicherheit aller jüdischen Institutionen zuständig. Und so hatten sie dann doch auch mit jüdischem Publikum zu tun.

Ich wollte irgendwann mehr und bin dann auch ein paar Mal mit der Jüdischen Gemeinde auf Machanot gefahren, auf diese Sommercamps. Und habe völlig andere Infrastrukturen kennengelernt.

Judentum war für uns Normalität

Sharon Adler: Wie hast du dich gefühlt als jüdisches Kind auf einer nicht-jüdischen Schule?

Shelly Kupferberg: Es gab zwar damals die Grunewald-Grundschule, da waren viele jüdische Kinder. Aber meine Eltern haben das eher abgelehnt, sie wollten nicht, dass wir ghettoisiert sind. Meine Schwester Yael und ich sind in Wilmersdorf auf das Friedrich-Ebert-Gymnasium gegangen. Wir waren dann meistens die einzigen Jüdinnen auf der Schule. Unsere Religion war nie ein Problem – im Gegenteil, es war eher so, dass die Lehrer wollten, dass wir unseren Mitschülern davon erzählten, wenn wir nach Israel fuhren. Es war eigentlich immer sehr wohlwollend, nie bösartig, wenn überhaupt eher philosemitisch als antisemitisch. Weil diese '68er Lehrer natürlich solche waren, die aus lauter schlechtem Gewissen Israel-unterstützend waren.

Die einzigen Jüdinnen in der Schule zu sein, konnte schon unangenehm sein. Ich erinnere mich ganz konkret an zwei Situationen, darunter „Nathan der Weise“ im Deutschunterricht. Da hieß es dann: „Shelly, erzähl doch mal du“. Ich meine, das muss ich dir nicht erklären...

Man merkte, da war viel Verklemmung, viel Tabu bei vielen Menschen dieser Generation. Aber es war für uns eigentlich nie etwas, was negativ auffiel oder negativ zum Thema wurde. So wurden wir auch nicht erzogen, eher multikulti, offen, nach dem Motto: „Jeder ist so wie er ist, und das ist gut so.“ Mit diesem linken Background meiner Eltern. Und ich habe gemerkt, als ich mit der Jüdischen Gemeinde auf den Machanot war, dass das schon ein sehr anderer Schnack war und auch nicht wirklich meiner. Dieser Kryptozionismus, so habe ich es immer genannt. Eine Verklärung auch von Israel. Ich fand das sehr unreflektiert. Ich hatte auch entsprechende Diskussionen mit jüdischen Leuten in meinem Alter. Gleichzeitig hat das in der Pubertät, wo man auf Identitätssuche ist, irgendwas befriedigt, was ich von Zuhause nicht kannte. Schabbat zu feiern, die ganzen Gebete, die Lieder ... mit allem Drum und Dran. Also, ich hatte so eine kurze Phase, wo ich dachte: „Ja, das ist es. Hier fühle ich mich Zuhause.“ Ich habe dann auch mal mit dem Gedanken gespielt, nach Israel zu gehen.

Sharon Adler: Wie kam das?

Shelly Kupferberg: Das kam so: Ich kam etwas gebrainwashed von einer Machane : eine Woche Spanien, eine Woche Portugal, zwei Wochen Israel – super Programm. Zwei Wochen Israel habe ich dann von meinen Großeltern verlängert bekommen. Während der ganzen Sommerferien, die ich dort war, habe ich meinen linken, kommunistischen Großeltern erzählt, dass ich vorhabe, nach dem Abitur in die israelische Armee zu gehen.

Shelly Kupferberg moderiert die Shimon-Peres-Preisverleihung 2019 im Berliner Rathaus am Internationalen Tag der Demokratie. (© Sharon Adler 2020)

Sie waren schockiert. Aber ich dachte, um das Land richtig kennenzulernen und die Sprache zu verbessern, sei das eine gute Idee. Zuhause wurde Hebräisch gesprochen, mit uns aber nur Deutsch. Also, mein Ivrith war nicht so gut und ich dachte: „Das ist es. Das muss ich machen.“ Meine Eltern waren auch schockiert.

Als dann der Einberufungsbefehl kam, weil ich einen israelischen Pass habe, war mir völlig klar: Das geht gar nicht. Aber es gab so Anflüge von einer Sehnsucht, die ich meinte erfüllt zu wissen, wenn ich hier irgendwie mehr partizipiere, nennen wir es so. Das Judentum war für uns Normalität und keine exaltierte, ghettoisierte Welt.

Der Mauerfall: „Warum freut ihr euch denn nicht?“

Sharon Adler: Wie hast du die Öffnung der innerdeutschen Grenzen wahrgenommen?

Shelly Kupferberg: Bei der Öffnung der Mauer war ich 15 Jahre alt und Schulsprecherin; ich war schulpolitisch wahnsinnig aktiv. Ich erinnere mich, wie mein Vater uns viel früher als sonst geweckt hat, und sehr panisch und seltsam war: „Kinder, es ist Zeit. Jetzt müssen wir das Land verlassen, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Die Mauer ist weg, das war immer unsere Lebensversicherung, wir müssen raus. Deutschland ist wieder groß, Deutschland wird wieder mächtig und das wird nicht gut.“

Das war total verstörend für Yael und mich. Wir mussten erstmal begreifen, was passiert war. Dann fuhren wir in die Schule. In der Schule herrschte Ausnahmezustand, in der Aula liefen mehrere Fernseher, auf denen man die Bilder gesehen hat, wo alle auf der Mauer tanzten. Alle waren total guter Stimmung, nur Yael und ich hatten ein ganz beklommenes Gefühl und waren skeptisch. Und alle fragten uns: „Warum freut ihr euch denn nicht?“ Kurz darauf war auch mein Großvater bei uns. Er war in mehrere Talkshows eingeladen, zu Lea Roshs Sendung „3 nach 9“ und da ging’s natürlich um den Mauerfall. Er war der Ansicht, es sei nicht gut, wenn Deutschland wiedervereint ist, denn dann fühle es sich besonders mächtig, groß und stolz. Das Nationalgefühl würde wieder hochkommen. Er hat dann den legendären Satz gesagt: „Hitlers Panzer haben’s nur bis nach Stalingrad geschafft. Heutzutage braucht Deutschland keine Panzer mehr. Es hat die D-Mark und mit der D-Mark kommt es bis nach Wladiwostok.“ Und da ist was dran, bis heute.

Wir standen von zuhause aus positioniert dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber. In meinem nichtjüdischen Freundeskreis gab es zwar Verständnis für unsere Ängste, sie haben sich das durchaus angehört, und wenn wir darüber gesprochen haben, meinten sie: „Ach, so haben wir es noch gar nicht gesehen.“ Das gab es schon, aber sehr vereinzelt. Die meisten haben es überhaupt nicht begriffen, für die war es natürlich so, dass endlich die Verwandtschaft aus dem Osten kam. Wenige hatten dafür ein Gefühl oder Gespür. Für uns war da so ein Gefühl, eine Position zu haben, die außerhalb der Mehrheitsgesellschaft liegt. Also eine gewisse Art und Weise von gedanklicher Isolation, von Ausgeschlossensein.

Sharon Adler: Kannst du dich daran erinnern, wie die jüdischen Schwestern und Brüder aus dem Osten in der West-Berliner Gemeinde aufgenommen wurden? Sie wurden ja nicht von allen mit offenen Armen empfangen.

Shelly Kupferberg: Da hast du Recht, das war bitter. Obwohl die West-Berliner mit den Sowjetjuden, den Leuten aus dem Ostblock, diese Erfahrung schon hatten. Aber die Brüder und Schwestern jenseits der Mauer ... Ich selber war mit 16 und 17 Jahren nochmal auf Machanot und bin mit der Münchener Gemeinde sogar nach Prag gefahren. Da waren nur Wessis dabei.

Nach dem Abi hab' ich beim Deutschlandradio angefangen, mit 20. Ich habe viel Berichterstattung über jüdische Themen gemacht, habe unter anderem mit Ulrike Offenberg gesprochen und die Ost-Berliner Gemeinde porträtiert. Und hab' dabei auch gemerkt: „Oh, so einfach ist das alles gar nicht.“ Vor allem die Stasi-Tätigkeiten und diese ganzen Dinge kamen dann ja auch so nach und nach zum Vorschein. Das habe ich aber nur am Rande mitbekommen, nicht wirklich aus der internen Sicht heraus.

Sharon Adler: Du hast Jahre später, am 24. August 2010, anlässlich der Buchvorstellung der Amadeu Antonio Stiftung zur Ausstellung „Bei uns hat’s das nicht gegeben – Antisemitismus in der DDR“ , die Podiumsdiskussion moderiert. Du hast nachgefragt, wie es sich als Kind jüdischer Eltern in der DDR lebte. Was hat dich besonders bewegt?

Shelly Kupferberg: Einerseits, dass sie alle Antifaschisten waren. Aber auch die totale Verdrängung der eigenen Identität, um ein Teil davon zu sein. Diese Tatsache wurde mir nochmal klar, und allein das hat mich sehr fasziniert.

Was mich aber schockiert hat, war dieser Antizionismus, beziehungsweise, von dieser Anti-Haltung der DDR gegenüber Israel zu erfahren. Speziell nach dem Sechstagekrieg. Das war für mich relativ neu, und es hat mich wirklich geschmerzt, dass Israel nur als Machwerk einer imperialistischen USA-Erweiterung dargestellt wurde. Und dann gab’s da auch den „Feuerdrachen Zion“,

Der Feuerdrache "Zion" illustrierte 1984 ein Märchen in der DDR-Kinderzeitung ABC-Zeitung . (© ABC-Zeitung, Nr. 11/1984)

eine ganz berühmte antizionistische Propaganda in der DDR in dieser Kinderzeitung, ein richtiges Propagandablatt.

Und das hat mich einfach berührt und geschmerzt in diesen Biografien dieser Menschen, die ja teilweise heimlich zu Treffen gegangen sind, wo sich ein paar Juden zusammengetan haben, um ganz vorsichtig jüdische Themen zu besprechen. Jakob Hein erzählt das immer so schön, er erinnert sich auch noch, wie man sich so heimlicherweise dann mal irgendwo zusammengerottet hat. So ein paar Juden in der DDR, die nicht offen aussprechen konnten, dass man irgendwie Interesse an jüdischen Themen hat... Das hat mich schon berührt.

Sharon Adler: Wie steht es aus deiner Sicht um die Einbeziehung der jüdischen Perspektive, im Jahr 1989 und in den Jahren danach? Gab es dafür eine Sensibilität in der nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaft?

Shelly Kupferberg: Glaube ich nicht. Und interessanterweise scheint es aber auch, als würden diese Multiperspektiven auf 30 Jahre Wende jetzt erst richtig ins Rollen kommen. Ich hatte im vergangenen Jahr auf dem Stasi-Campus [in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg] eine spannende Moderation, das Thema war „Randständige Gruppen in der DDR“, das heißt Frauenfriedensgruppen und insgesamt die weibliche Perspektive. Bei der Veranstaltung ging es darum, dass alle diese Perspektiven gar nicht im großen Kontext der Narrative zur Friedlichen Revolution auftauchen, auch nicht die jüdische.

Und ich glaube durchaus, dass es Kontinuitäten gibt von der jüdischen Perspektive, die 1989/90 herrschte, dieses Kritische, dieses Ängstliche, dieses: „Jetzt ist Deutschland wieder groß“. Dieses Nationalbewusstsein, was wiederkommt, wovor man Angst hat. Das zeigt sich heute, durch das Auftreten der AfD. Ich glaube schon, dass es da eine ganz klare Kontinuität gibt, die nicht erkannt wurde und nicht gesehen werden wollte. Das passte nicht zu dem Freudentaumel und der Überwindung der Teilung als Strafe nach dem Zweiten Weltkrieg. Das bedeutete für die Bio-Deutschen: „Auch das haben wir irgendwie geschafft.“ Wenn auch ganz schnell die Meckereien kamen, dass Aldi leer gekauft ist von den Ossis, daran kann ich mich noch gut erinnern.

Sharon Adler: In Deinem Beitrag „Oj Tannenbaum“ erzählst du, wie wichtig es dir als kleines Mädchen war, auch einen Weihnachtsbaum zu bekommen, und welche Herausforderung es heute als jüdische Mutter für dich ist, „seinen Kindern inmitten der Mehrheitsgesellschaft ein Stück eigene Tradition mit auf den Weg zu geben“. Wie schwierig es sei, „mit Chanukkia und Dreidel gegen Weihnachten anstinken zu wollen“. Hast du als Mutter von drei Kindern mit Erfolg dagegen angestunken?

Shelly Kupferberg unterwegs mit dem Fahrrad in ihrem Kiez. (© Sharon Adler 2020)

Shelly Kupferberg: Schwierig. Also die Kinder sind interessiert, sie wissen, dass es mir ein Anliegen ist, dass sie interessiert sind. Deswegen ist es mir auch wichtig, immer mal wieder mit ihnen nach Israel zu kommen, damit sie ein Gespür für das Land, die Religion und die jüdische Geschichte bekommen. Das finden sie toll. Es ist nach wie vor total schwierig, dagegen anzustinken. Allerdings hat sich meine Sicht darauf ein bisschen geändert, insofern als dass sich für mich Religion oder das Jüdische ein bisschen relativiert haben. Warum? Sagen wir so: Ich bin froh, dass ich das in mir habe und ich glaube und hoffe, dass es mich sensibilisiert für Themen.

Das ist meine Art, Judentum zu leben. Ich hoffe, dass es mir eine andere Perspektive auf Dinge schenkt. So glaube ich zumindest. Das hat damit zu tun, dass man mehrere Länder und mehrere Kulturen, Mentalitäten in sich hat und sie auch analysieren, lesen, interpretieren kann. Das wünsche ich meinen Kindern auch, das werden sie wahrscheinlich mit Italien im besten Falle haben. Vielleicht ein bisschen mit Israel, und mit Deutschland. Alles was sozusagen „Othering“ ist, defizitär gesprochen, das ist für mich ein Riesen-Reichtum. Das möchte ich meinen Kindern mit auf den Weg geben. Denn das haben mir meine Eltern Gott sei Dank auch, sie haben es nie als Problem definiert, sondern immer als Chance, und so würde ich das gerne auch meinen Kindern mitgeben, als Potential.

Mir ist es auch egal, was meine Kinder entscheiden. Sie müssen es selber verantworten. Und das ist für mich eine Frage der Gerechtigkeit - gleiche Rechte für alle, Liebe, gleiche Rechte für alle Religionen. Leben und leben lassen, werde glücklich, so wie du denkst. Religion als solche sagt mir nicht mehr viel. Je älter ich werde, umso weniger. Vielleicht kommt das irgendwann wieder, ich bin gespannt. Aber ich finde es eher schwierig und problematisch, wie Religion ausgeübt wird und von welchen Menschen, mit denen ich mich nicht identifizieren kann.

Aber dennoch ist es für mich meine Identität: Ich bin jüdisch. Ich bin eine Jüdin, ich bin Berlinerin, und ein bisschen Israelin.

Hier gibt es die Interner Link: Vita von Shelly Kupferberg >>

Zitierweise: "Shelly Kupferberg: Zwischen Chanukkia und Lametta - Enkelin von Jeckes, Tochter von Sabres - Leben zwischen Israel und (West-)Berlin", Interview mit Shelly Kupferberg in: Deutschland Archiv, 13.11.2020, Link: www.bpb.de/318798

Weitere Texte aus unserem Projekt "Jüdinnen in Deutschland nach 1945":

Porträt von Charlotte Misselwitz: "Interner Link: Inge Rapoport: 'Man darf das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.' Als Kinderärztin von Hamburg, über die USA in die DDR"

Interview mit Lala Süßkind: Interner Link: Die Unbestechliche, die Unermüdliche - Engagement für Frauen und Israel, gegen Antisemitismus und Homophobie

Sharon Adler: Interner Link: Jüdinnen in Deutschland nach 1945. Erinnerungen, Brüche, Perspektiven Teil I – Facetten jüdischer Frauenidentitäten – Beiträge, Interviews und Porträts

Sharon Adler: Interner Link: Jüdinnen in Deutschland nach 1945. Erinnerungen, Brüche, Perspektiven Teil II – Facetten jüdischer Frauenidentitäten – Beiträge, Interviews und Porträts

Fussnoten

Fußnoten

  1. Am 14. Mai 1948 endete das britische Mandat über Palästina. Am gleichen Nachmittag proklamierte David Ben-Gurion den Staat Israel. Vgl. Angelika Timm, Die Gründung des Staates Israel, in: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.), Dossier Israel, 28.3.2008, www.bpb.de/4499, zuletzt aufgerufen am 01.11.2020.

  2. Jeckes sind nach Palästina/Israel eingewanderte Juden aus dem deutschsprachigen Raum. Siehe: Glossar, in: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.), Dossier Israel, 28.3.2008, www.bpb.de/45183, zuletzt aufgerufen am 01.11.2020.

  3. Die im Land geborenen Nachkommen der jüdischen Einwanderer_innen hatten eine Kollektivbezeichnung, die bis heute aktuell ist: Zabar (oder Sabre) wurden sie genannt, das ist das hebräische Wort für „Kaktusfeige“. Siehe auch: Gisela Dachs, Schmelztiegel oder Mosaik? Israelische Gesellschaft, in: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.), Informationen zur politischen Bildung Nr. 336/2018, www.bpb.de/268910, zuletzt aufgerufen am 01.11.2020.

  4. Robert B. Fishman, Jüdische Fest- und Feiertage, in: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.), Informationen zur politischen Bildung Nr. 307/2010, www.bpb.de/7706, zuletzt aufgerufen am 01.11.2020: Mit dem Lichter- und Weihefest Chanukka (25. Kislew - 2. Tevet) erinnern die Juden und Jüdinnen an die Wiedereinweihung des Zweiten Tempels im Jahr 164 v. Chr. (3597 jüd. Zeitrechnung).

  5. Ebenda: Mit Pessach (übersetzt etwa "überschreiten" oder "verschonen") erinnern die Juden und Jüdinnen vom 14.-22. Nissan an die Sklaverei und den Auszug ihres Volkes aus Ägypten.

  6. Machanot (Plural von Machane). Machane bezeichnet ein Jugendlager beziehungsweise Ferienfreizeitcamp, das regelmäßig im Jahr für Jungen und Mädchen von den Jüdischen Gemeinden bzw. der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST) durchgeführt wird. Siehe Glossar, Jüdische Allgemeine, https://www.juedische-allgemeine.de/glossar/machane/, zuletzt abgerufen am 5.11.2020.

  7. Siehe Anm. 6.

  8. Vgl. Ulrike Offenberg, „Seid vorsichtig gegen die Machthaber.“ Die jüdischen Gemeinden in der SBZ und der DDR 1945-1990, Berlin 1998; siehe auch Alexander Muschik, Die SED und die Juden 1985–1990. Eine außenpolitische Charmeoffensive der DDR (Fazit und Ausblick), in: Deutschland Archiv, 20.4.2012, www.bpb.de/132869, zuletzt aufgerufen am 6.11.2020.

  9. „Das hat’s bei uns nicht gegeben!“ - Antisemitismus in der DDR. Eine Ausstellung, Flyer der Amadeu Antonio Stiftung, www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2019/06/Flyer-Ausstellung-DDR2_Flyer-Antisemit-Neu.pdf, zuletzt abgerufen am 01.11.2020.

  10. Der Feuerdrache „Zion“ illustrierte 1984 ein Märchen in der DDR-Kinderzeitung ABC-Zeitung, Nr. 11/1984; siehe Christian Gaubert, Der Nahostkonflikt und die Wahrnehmung Israels in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, Teil I, in: Deutschland Archiv, 12.2.2019, www.bpb.de/284835/, zuletzt abgerufen am 02.11.2020.

  11. Shelly Kupferberg, Eine Liebeserklärung an das Weihnachtsfest, in: Jüdische Allgemeine, 21.12.2010, www.juedische-allgemeine.de/kultur/oj-tannenbaum/, zuletzt abgerufen am 02.11.2020.

  12. Welchen Leuchter man zum Lichterfest nimmt, Jüdische Allgemeine, zuletzt abgerufen am 05.12.2012, https://www.juedische-allgemeine.de/religion/chanukkia-oder-menora/: „Das bekannteste Symbol und wichtigste Utensil des Festes ist der achtarmige Leuchter, die Chanukkia. (…) Bei der klassischen Variante des Leuchters zweigen vom mittleren Ast jeweils vier Arme nach rechts und vier nach links ab, auf denen je ein Kerzenhalter befestigt ist. Die Kerzen der Chanukkia werden mit einem weiteren Licht, dem Schamasch (deutsch: Diener), angezündet, der versetzt angeordnet ist.“

  13. hagalil.com – Jüdisches Leben online, www.hagalil.com/judentum/feiertage/hanukah/habadmin.htm, zuletzt aufgerufen am 10.11.2020 „Der Dreidel ist ein Kreisel (hebräisch Sewiwon) mit vier Seiten. Jede Seite zeigt einen anderen hebräischen Buchstaben: Nun, Gimmel, Hej, Schin. Sie stehen für den Satz ‚Nes gadol haja scham'‘ – Wunder großes war dort. ‚Ein großes Wunder ist dort geschehen‘. Das Spiel mit dem Dreidel ist daher ein Brauch, der das Chanukkawunder zum Ausdruck bringt.

  14. Shelly Kupferberg ist mit dem in Pisa, Italien, geborenen Schlagzeuger und Perkussionisten Paolo Eleodori verheiratet. Das Paar hat drei Kinder. https://www.paoloeleodori.com, zuletzt aufgerufen am 10.11.2020.

  15. Im Kontext von Antisemitismus bezeichnet „Othering" das Ausgrenzen von Jüd_innen als „Außenseiter_innen", als nicht-dazugehörig.

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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Shelly Kupferberg für Deutschlandarchiv/bpb.de

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; 1974 in Tel Aviv geboren, in West-Berlin aufgewachsen, studierte Publizistik, Theater- und Musikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und arbeitete bereits während ihres Studiums als Journalistin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Neben Beiträgen für die ARD moderiert sie seit 20 Jahren Kultur-, Literatur und Gesellschaftsmagazine und arbeitet als freie Redakteurin sowie Moderatorin für Deutschlandfunk Kultur und moderiert auf rbbKultur tägliche Kultur- bzw. Live-Radiosendungen. Ihre thematischen Schwerpunkte sind neben der Kultur auch Bildung, Kulturvermittlung, Zivilgesellschaft, Demokratie und Partizipation, Diskriminierungs-, sowie Migration. Interner Link: Mehr Informationen zu Shelly Kupferberg >>