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Ruth Herz – eine engagierte Jugendrichterin | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" 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Ruth Herz – eine engagierte Jugendrichterin Jugendrichterin, TV-Richterin und Autorin

Ruth Herz Anke Gimbal

/ 18 Minuten zu lesen

Die ehemalige TV-Jugendrichterin Ruth Herz ist am am 2. Februar 2023 im Alter von 79 Jahren in Köln gestorben. Für ihren Einsatz für den Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Ein Gespräch mit Anke Gimbal, es wurde im Frühjahr 2022 für das Deutschlandarchiv geführt.

Die Richterin Dr. Ruth Herz, aufgenommen am 30.8.2001 in einem Kölner Gerichtssaal auf ihrem Platz. Dort wurde mit ihr die tägliche Fernseh-Gerichtsshow. "Das Jugendgericht" produziert. die am 3. September bei RTL erstmals zu sehen war. Neu im RTL-Projekt war die Zielgruppe: Junge Leute zwischen 14 und 21 Jahren. Sie hatten Schlägereien zu verantworten, Autodiebstahl oder Handtaschenraub. In die Rollen der Täter schlüpften Laiendarsteller. Die in Israel geborene Ruth Herz war über 25 Jahre in Köln als Richterin tätig und erhielt bei ihrem Amtsgericht, beim Oberlandesgericht und beim Innenministerium grünes Licht für die Sendung. (© picture-alliance/dpa)

Anke Gimbal: Ruth Herz, Sie haben eine lange und diverse Familiengeschichte. Ihr Vater Dr. Rudolf Pick war Rechtsanwalt am Oberlandesgericht (OLG) in Breslau.

Ruth Herz: Wir sind eine Juristenfamilie. Mein Vater erzählte, dass vor 1933, wenn die Familie sich etwa an Feiertagen zu großen Abendessen zusammenfand, um den Tisch herum unter den Familienmitgliedern 17 Juristen saßen. Es waren vor allem Rechtsanwälte und Professoren. Er selbst wurde in Liegnitz [heute: Legnica], ca. 50 km südwestlich von Breslau geboren, weil sein Vater, mein Großvater, auch ein Rechtsanwalt, dort eine Kanzlei übernommen hatte. Meine Großeltern waren sehr gesellig und lebensfroh. Sie fuhren oft nach Breslau zur Oper oder zum Theater und hatten da auch viele Verwandte wie die Schwester und Brüder meiner Großmutter. Ich habe meine Großmutter als kleines Mädchen in Tel Aviv noch erlebt.

Anke Gimbal: Er emigrierte schon 1933. Warum hat er die Entscheidung so früh getroffen?

Ruth Herz: Ich habe meinen Vater später gefragt, woher er wusste, wie schlimm es werden würde. Er sagte, er wusste es nicht. Niemand wusste es. Aber es sei unwürdig gewesen, unter diesen Umständen in Breslau zu bleiben. Er war auch Zeuge der schrecklichen Geschehnisse im Oberlandesgericht. Die Nazis verprügelten alte, angesehene jüdische Rechtsanwälte mit Eisenstangen. Er rannte nach Hause und sagte, hier könnten sie nicht bleiben. Hier sei kein Platz mehr für sie. Sie – also auch seine Eltern – müssten weg. Mein Vater war damals knapp 28. Er wusste gar nicht wohin. Er war kein Zionist, sah sich zunächst in Prag um, kam zurück, weil das nicht das Richtige war, und ging dann nach Palästina. Ein Jahr später holte er seine Eltern nach. Seine Schwester, die mit einem Arzt verheiratet war, kam erst zwei bis drei Jahre später. Auch andere Familienmitglieder emigrierten rechtzeitig –nach Palästina, Südamerika oder Nordamerika.

Anke Gimbal: Sind Sie Deutsche oder Israelin?

Ruth Herz: Aufgrund meiner Familiengeschichte kann man sagen, dass ich Deutsche bin – auch. Die andere Seite: Ich bin in Israel, damals noch Palästina, geboren. Die Familie meiner Mutter kam 1910 aus Russland nach Palästina. Mein Großvater, Chaim Berkus, hat Tel Aviv mitbegründet. Er war der erste Direktor des ersten hebräischen Gymnasiums in Tel Aviv, hat Grammatikbücher geschrieben und Bücher ins Hebräische übersetzt. Es war eher unüblich, dass Emigranten aus Deutschland bereits in Palästina Geborene geheiratet haben. Einwanderer aus Europa, aus Deutschland, heirateten unter sich. Die sogenannten Sabre – in Israel geborene Juden – ebenfalls. Aber meine Mutter und mein Vater haben sich kennengelernt, verliebt und geheiratet. Das ist meine Herkunft.

Anke Gimbal: Ihre Mutter, Eva Berkus, war Akademikerin. Sie hat 1930 in Brüssel Bakteriologie studiert. War das etwas Besonderes?

Ruth Herz: Ja, studierende Frauen waren nicht üblich, aber von den acht Kindern meiner Großeltern haben sechs im Ausland studiert. Meine Mutter hat nach ihrem Studium viele Jahre im staatlichen Laboratorium in Tel Aviv gearbeitet. Von ihren älteren Schwestern wurde eine Zoologin, eine andere Medizinerin und auch sie haben ihren Beruf in Israel ausgeübt. Ich weiß noch, dass in den 68ern alle sagten, Frauen müssten einen Beruf erlernen und ausüben. Ich dachte mir, ja, guten Morgen, das weiß ich schon lange.

Anke Gimbal: Ihr Vater hat im Düsseldorfer Majdanek-Verfahren die Nebenklage vertreten?

Ruth Herz: Die Majdanek-Prozesse waren eine Reihe von Prozessen gegen ehemalige SS-Angehörige des Lagerpersonals des Konzentrationslagers Majdanek. Der dritte Prozess vor dem Landgericht Düsseldorf dauerte von 1975 bis 1981. Mein Vater hat, beauftragt vom Zentralrat der Juden, die Nebenklage vertreten. Es gibt einen beeindruckenden Film über das Verfahren, „Der Prozess“ von Eberhard Fechner, für den er Gespräche mit den Angeklagten, deren Verteidigern, Prozessbeobachtern und Zeugen geführt hatte.

Anke Gimbal: Bald nach Kriegsende kehrte Ihr Vater mit der Familie nach Deutschland zurück.

Ruth Herz: Wir waren keine Rückkehrer im eigentlichen Sinne. Mein Vater ging nach Deutschland als Mitglied der britischen Besatzungsarmee und nahm seine Frau und uns zwei Kinder mit. Die Briten kannten ihn wegen seiner Arbeit in britischen Organisationen in Palästina. Sie suchten einen jüdischen Juristen für die Leitung des Büros der Jewish Trust Corporation (JTC), die die Rückübertragung jüdischer Grundstücke regelte, die von Nazis illegal übernommen oder für symbolische Beträge abgekauft worden waren und zu denen es keine Erben gab. 1956 lief das aus. Dann hat er entschieden, dass wir bleiben, denn er hatte in Israel wegen des anderen Rechtssystems keine Möglichkeit, als Jurist zu arbeiten.

Mein Bruder und ich besuchten zuerst die britische Armeeschule und anschließend ein internationales Internat in Holland. Dort haben wir beide ein englisches Abitur gemacht. Meine Eltern wollten nicht, dass wir eine deutsche Schule besuchen, denn unter den Lehrern und den Eltern der Mitschülerinnen und Mitschüler wären sehr wahrscheinlich Nazis gewesen. Wir fühlten uns unter anderem auch deswegen nicht so, als ob wir in Deutschland lebten.

Anke Gimbal: Was hielt Ihre Mutter vom Leben in Deutschland?

Ruth Herz: Ihre erste Reaktion, als mein Vater ihr von dem Angebot in Deutschland

Richterin Ruth Herz am Fenster mit einem Strafrechtskommentar in der Hand, aufgenommen am 23.7.2001 in Hamburg. (© picture-alliance/dpa)

erzählte, war, „da gehe ich nicht mit, ich lasse mich scheiden“. Sie wollte überhaupt nicht und ist dann doch mitgegangen. Aber sie hat gelitten und fühlte sich unwohl damit, in Deutschland zu sein. Sie sah auch die Diskrepanz: In Israel gab es damals, nach dem Unabhängigkeitskrieg, fast nichts zu essen und kein Wasser, besonders nicht in Jerusalem, wo wir lebten. Die Stadt war umzingelt und niemand konnte rein oder raus. Wir kamen nach Deutschland, wenige Jahre nach dem Krieg, und die Geschäfte und Schaufenster waren übervoll. In Deutschland, nach allem, was geschehen war. Für meine Mutter war das für viele Jahre sehr, sehr schwer.

Anke Gimbal: Haben Sie in der Familie beziehungsweise mit Ihrem Vater Deutsch gesprochen?

Ruth Herz: Wir haben zu Hause drei Sprachen gesprochen. Mein Bruder und ich Englisch untereinander, weil die Lehrerin der Grundschule sagte, dass wir beide Englisch sprechen müssten, damit wir die Sprache schneller lernen. Das ist bis heute geblieben. Mit meiner Mutter habe ich Hebräisch und mit meinem Vater Deutsch gesprochen. Wenn wir alle zusammen waren, war die Familiensprache Deutsch.

Anke Gimbal: Haben Sie Erinnerungen an Ihren Geburtsort Jerusalem?

Ruth Herz: Wir wohnten in einem wunderschönen arabischen Haus, dessen Eigentümer in Beirut lebte. Ich weiß noch, wie mein Vater den Mandelbaum schüttelte und wir die Mandeln aufsammelten, wenn es soweit war. Ich erinnere mich an unser Leben und die wildwachsenden Anemonen. Meine Freunde aus dem Kindergarten und aus der Schule habe ich zum Teil noch (oder wieder). Als ich in Deutschland in die eher formelle englische Schule kam, hatte ich Heimweh nach Jerusalem. Dort nannte man die Lehrer beim Vornamen, ging nachmittags zur Lehrerin und spielte auch bei ihr. An den Krieg sind die Erinnerungen nicht so deutlich. Mein jetziger Mann ist Israeli, auch in Jerusalem aufgewachsen, und er erinnert sich viel besser als ich. Ich weiß noch, dass man in den Keller rannte, nachts, und wenn bombardiert wurde.

Anke Gimbal: Sie haben keine deutsche Schulbildung absolviert, wie und wann sind Sie zum Jura-Studium in Deutschland gekommen?

Ruth Herz: Mein Vater hat vorausgesehen, dass die Zulassung zum Studium in Deutschland mit einem ausländischen Abiturzeugnis problematisch werden könnte. Ich habe also auch noch ein deutsches Abitur gemacht. In Genf habe ich mit 17 Jahren ein Dolmetscherstudium begonnen. Das ergab sich, weil ich schon einige Sprachen konnte.

Während des Dolmetscherstudiums musste man weitere Fächer belegen, um etwas darüber zu lernen, was man übersetzt. Ich bin also zur Einführung in die Rechtswissenschaft gegangen. Das hat mich begeistert und davon überzeugt, dass es dies ist, was ich wirklich studieren will. Ich fand faszinierend, wie Gesellschaften sich Ordnungen geben und wie sie damit umgehen. Mein Vater sagte dazu, ich solle erstmal beenden, was ich angefangen habe. Danach könne ich Jura studieren. Also habe ich beides teilweise gleichzeitig gemacht. In Genf konnte man deutsches Recht studieren, zwei Jahre wurden mir angerechnet. Als ich fertig war mit dem Dolmetscherstudium habe ich zunächst in München Jura studiert und bin dann nach Köln gegangen für den Studienabschluss. Ich war es leid, in irgendwelchen miesen Zimmern zu wohnen und wollte nach Hause, zurück zu den Eltern.

Anke Gimbal: Hatten Sie Kommilitoninnen in den 60er-Jahren?

Ruth Herz: Ich hatte relativ wenige Mitstudentinnen. Und sehr wenige, die dann wie ich nach dem Studium weitergemacht haben und Richterin oder Rechtsanwältin geworden sind. Zu Beginn meiner Tätigkeit als Richterin hatten wir zehn Prozent Frauen bei Gericht. Und heute ist etwa die Hälfte der Richterschaft weiblich auch in den ganz hohen Positionen– zum Beispiel als Bundesjustizministerinnen.

Dennoch sind die meisten Richterinnen weiterhin in der unteren Stufe zu finden. Männer machen Karriere. Ich selbst habe allerdings das Angebot abgelehnt, mich für eine höhere Position zu qualifizieren. Ich wollte lieber im Jugendgericht bleiben und daneben andere Sachen machen. Es geht in der ersten Instanz sehr direkt zu. Man hat immer die Parteien mit ihrer Vertretung vor sich und ich konnte – abgesehen vom Schöffengericht – alleine entscheiden. Das war mir wichtiger.

Anke Gimbal: Waren die Nazis unter den Juristen während Ihres Studiums für Sie ein Thema?

Ruth Herz: Das ist jetzt viel sichtbarer und bekannter als zu meiner Zeit als Studentin, Referendarin und Richterin. Man sprach nicht darüber. Wobei zwei Lehrbücher im Jugendstrafrecht von so einem geschrieben worden waren. Das war mir bewusst, und es hat nicht nur mich genervt.

Anke Gimbal: Sie haben promoviert. Wann haben Sie sich fürs Strafrecht entschieden?

Ruth Herz: Mein Vater hat mir sehr zur Promotion geraten beziehungsweise 1965 sogar gesagt: „Du musst einen Doktor machen, sonst setzen sie dich hinter eine Schreibmaschine.“ Also habe ich mir den Strafrechtler Prof. Dr. Ulrich Klug als Doktorvater ausgesucht. Er hatte einen Lehrstuhl für Strafrecht, Zivil- und Strafprozessrecht sowie für Rechtsphilosophie an der Universität Köln.

Anke Gimbal: Warum wollten Sie Richterin werden und nicht wie Ihr Vater Anwältin?

Ruth Herz: Ich habe bei meinem Vater erlebt, wie das Leben eines Rechtsanwalts aussieht – Arbeit bis tief in die Nacht, wenn man auch noch Mandanten empfängt, und das jeden Tag. Man kann seinen Tagesablauf nicht immer planen. Als Richterin kann man das hingegen viel besser, wie ich während des Referendariats gesehen habe. Man kann die Verhandlungen planen und nachmittags zu Hause weiterarbeiten. Verheiratet und mit zwei kleinen Kindern erschien mir das als der beste Weg, Familie und Beruf zu vereinbaren. Auch wenn ich gerne Rechtsanwältin geworden wäre, weil das ja ein viel dynamischerer Beruf ist. Richterin wurde dann aber zu meinem Traumberuf. Ich habe mich sehr engagiert und das sehr gerne gemacht.

Anke Gimbal: Wie wurden Sie zur Richterin am Jugendgericht?

Ruth Herz: Ich war erst im Zivilrecht tätig. In Erinnerung habe ich, dass die erste Zeit als Richterin für mich sehr schwer war. Die Verantwortung lastete wahnsinnig auf mir. Jede Entscheidung ändert das Leben der beteiligten Personen. Auch Scheidungen gehörten zu meiner Arbeit, da es Familiengerichte erst 1977 gab. Ich war 30, sah jünger aus und habe immer gedacht: Was denken die Parteien, wenn ich ihnen irgendwelche Beziehungsratschläge gebe?

Ich habe mir angewöhnt, einen Ehering zu tragen, was ich bis dahin nicht getan hatte, denn ich wollte nicht den Status als Frau von jemandem zugeschrieben bekommen. Als Richterin dachte ich, ein Ehering gibt den Parteien Vertrauen. Es kamen Leute an die Tür, klopften, sagten „Guten Tag, Frolleinchen“ und suchten den Richter. Eine Richterin war nicht üblich. Für meine Kinder war es hingegen normal. Wir haben das zusammen wundervoll hingekriegt. Und wenn ich mittags arbeiten musste, habe ich einen Babysitter besorgt.

Eines Tages kam der Vizepräsident des Gerichts in mein Büro und sagte, Sie werden jetzt ins Jugenddezernat wechseln. Erst wollte ich nicht. Aber er meinte, dass ich das sehr mögen würde. Also wurde ich Jugendschöffenrichterin. Das war dann auch mein Leben. Ich habe mich sehr reingekniet, habe zum Beispiel ein Lehrbuch geschrieben.

Am Gericht war ich dann mehr als 20 Jahre. In dieser Zeit waren wir mehrfach im Ausland, weil mein Mann verschiedene Gastprofessuren innehatte, unter anderem in Houston/Texas. Dort habe ich festgestellt, dass ich auch andere Dinge kann, wie zum Beispiel Vorlesungen halten. Man hat mich eingeladen, über meine Arbeit als Richterin in Deutschland zu berichten.

Das hat mich motiviert, und ich habe die Zeit genutzt, mir in den USA – in Washington, in Kalifornien, in Boston, Cambridge – Projekte zu dem anzusehen, was man jetzt Täter-Opfer-Ausgleich nennt, eine Restitution innerhalb des Strafverfahrens für Jugendliche. Als Jugendrichterin hatte ich erkannt, dass Sanktionen wie Arrest und Jugendstrafe an den Jugendlichen vorbeigehen. Nach unserer Rückkehr habe ich in Köln selbst ein solches Projekt auf die Beine gestellt. Das war nicht einfach, ich musste Geld beschaffen und insbesondere meine Kollegen davon überzeugen, dass Wiedergutmachung sinnvoller als Strafe ist. Der Täter-Opfer-Ausgleich wurde in den Sanktionenkatalog des Jugendgerichtsgesetzes eingefügt. Für diese Arbeit habe ich später ein Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.

Anke Gimbal: Sie hatten eine volle Richterstelle, zwei Kinder, einen Ehemann. Wie haben Sie das geschafft?

Ruth Herz: Und ein Familienleben, Mode, die immer meine Schwäche war, und ein Leben mit Freunden. Es geht, wenn man es gut organisiert und wenn auch der Mann dazu steht und mitmacht. Er war an der Uni und konnte teilweise zu Hause arbeiten. Mittags waren wir vollzählig am Tisch. Es war uns sehr wichtig, dass wir die Kinder nach der Schule auffangen und sie uns alles erzählen konnten. Ich habe es nicht als schwer empfunden. Ich war sehr jung, bin mit 22 Mutter geworden, da hat man vielleicht mehr Kraft. Ich musste zu Hause auch keine Kämpfe ausfechten.

Anke Gimbal: War Gleichstellung für Sie ein Thema?

Ruth Herz: In meiner Zeit gab es diese Frauensolidarität nicht. Vielleicht ist das alles auch an mir vorbeigegangen und es lag an mir, weil ich nach der Sitzung fürs Mittagessen mit der Familie sofort nach Hause gegangen bin. Von den Kollegen bekam ich oft dumme Bemerkungen zu hören wie „Ach, Sie kommen jetzt erst ins Gericht?“ (so gegen 11 Uhr). Wahrscheinlich hatte ich bis dahin zu Hause Urteile diktiert. Sie wussten genau, dass Richter keine Bürozeiten einhalten, sondern nur zu den Sitzungen anwesend sein müssen. Alles andere machen sie, wie es gerade richtig und wichtig ist. Mir wurde vorgeworfen, dass ich zu milde bin, weil ich gegen Jugendstrafen und Jugendarrest war.

Die Juristin und Autorin Ruth Herz präsentiert auf der Internationalen Frankfurter Buchmesse ihr Buch "Recht persönlich", aufgenommen am 6.10.2006. (© picture-alliance/dpa)

Anke Gimbal: Wurden Sie denn als Juristin wahrgenommen?

Ruth Herz: Ich bin sicher, dass ich oft als Sekretärin wahrgenommen wurde. Ein Beispiel: Um das Jahr 2000 herum besuchten wir, acht Kölner Jugendrichter – ich war damals die einzige Jugendrichterin und im Übrigen auch die einzige mit Doktortitel – in Remscheid die Jugendarrestanstalt. Wir wollten sehen, wo wir unsere Jugendlichen hinschicken. Wir kamen da an, und der Anstaltsleiter, ein jugendlicher Typ mit Jeans und Tweedjacket um die 50, begrüßte uns mit den Worten: „Ach wie nett, dass Sie auch Ihre Sekretärin mitgebracht haben.“

Anke Gimbal: Wie haben Sie reagiert?

Ruth Herz: Meine Kollegen haben das natürlich richtiggestellt, ich sei nicht ihre Geschäftsstellenbeamtin, sondern die Kollegin, Frau Dr. Herz. Der Besuch war ein Spießrutenlauf für ihn. Aber es ist unglaublich, dass ein ungefähr gleichaltriger Mann um die 50 noch nicht verstanden hatte, dass Frauen gleichberechtigt sind. Das war für mich die Spitze meiner Erfahrungen zu Frauen in der Justiz.

Anke Gimbal: Sind Ihre Kinder auf ein öffentliches Gymnasium gegangen?

Ruth Herz: Ja, Kindergarten, Grundschule, Gymnasium hier in Köln, sie haben dort Abitur gemacht und dann studiert. Ich bin so besonders aufgewachsen, dass ich dachte, das ist vielleicht nicht der richtige Weg für meine Kinder. Wir wollten für sie eine Schule, wo alle hingehen. Nur der Religionsunterricht fand außerhalb der Schule statt. Für mich ist das Jüdischsein aber die Familientradition – was ich von zu Hause mitbekommen habe, von Generation zu Generation. Die spielt für mich eine große Rolle, weniger der Glauben oder die Religion.

Anke Gimbal: Sie wurden Fernsehjuristin. Haben Sie sich beworben?

Ruth Herz: Aus heiterem Himmel bekam ich 2001 das Angebot, die Richterin in einer geplanten Fernsehserie „Das Jugendgericht“ darzustellen. Nach 20 bis 25 Jahren am Gericht hatte ich das Bedürfnis, etwas anderes zu machen. Ich habe nach längerem Nachdenken zugesagt und wurde beurlaubt. Mein Justizminister meinte, kommen die Medien (Kameras) nicht in die Gerichtssäle, bringen wir das Gericht zu den Kameras (ins Fernsehen). Es kam Persönliches hinzu. Mein erster Mann starb mit Mitte 50 an Krebs. Die Kinder waren schon groß und mein Haus war leer. Deswegen hatte ich mich beim DAAD für eine Gastprofessur in Toronto/Kanada beworben, wo ich niemanden kannte und niemand mich kannte. Diese Zeit hat mich wieder zurück ins Leben gebracht. Ein Jahr später habe ich mich nochmal beworben für eine Gastprofessur in Jerusalem. Dort habe ich fünf Tage vor der Abreise nach Hause meinen zweiten Mann, Professor an der Universität Tel Aviv und Israeli, kennengelernt.

Direkt nach meiner Rückkehr aus Israel wurde ich – durch eine Freundin vermittelt – von einer Produzentin gefragt, ob ich Fernsehrichterin werden möchte. Am Anfang war ich sehr einverstanden mit dem Format. Aber die Sendungen haben sich mit der Zeit als etwas ganz anderes entpuppt, es wurde immer schlimmer und es gab Kämpfe mit der Produktion. Die Sendungen unterminieren letztlich die Autorität der Justiz mit diesem Geschrei und dem Druck von außen, nehmen den Richterinnen und Richtern die Würde, dadurch auch die Glaubwürdigkeit.

Aber die Zeit hat mir natürlich auch viel gegeben. Ich wurde bekannt, eingeladen, hielt viele Vorträge und habe angefangen, mich damit wissenschaftlich zu beschäftigen und darüber zu schreiben. Bis mir nach ein paar Jahren die Hutschnur geplatzt ist und ich gesagt habe, das mache ich nicht mehr.

Anke Gimbal: Und wie ging es weiter?

Ruth Herz: Ich wurde krank und habe ein Jahr nicht gearbeitet. Ins Leben habe ich mich zurückgekämpft, indem ich ein Buch über mein Leben, meinen Beruf und meine Fernseherfahrung geschrieben habe. Dann erhielt mein Mann – ein Historiker – für mehrere Jahre eine Gastprofessur in Oxford. Ich habe ihn begleitet und das Angebot einer Associate Professur an einem der Colleges der Universität London bekommen, die ich nun schon zehn Jahre innehabe. In Oxford habe ich eine Sammlung von Zeichnungen und Gemälden eines Richters entdeckt, der während der Gerichtsverhandlungen zeichnete. Das hat mir eine neue Welt über Kunst und Justiz eröffnet. Die Stifte hatte er im Ärmel seiner Robe, und er zeichnete die Szenen, die sich vor ihm abspielten. Zu Hause malte er weitere Bilder mit Ölfarben. Die Bilder lassen erkennen, was Richter denken, was sie sehen und was sie nicht sehen. Darüber habe ich ein Buch geschrieben „The Art of Justice: the Judge‘s Perspective” mit vielen wunderschönen Zeichnungen.

Anke Gimbal: Kennen oder kannten Sie andere jüdische Richterinnen?

Ruth Herz: Damals gab es außer mir niemand. Jetzt kenne ich eine weitere Kollegin beim Landgericht Frankfurt am Main. Es gibt Anwältinnen und Anwälte, aber keine Richterinnen und Richter, wobei das für die Tätigkeit als solche ja auch nicht relevant ist. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine Begegnung Anfang der 80er-Jahre.

Es rief mich jemand an vom Institut für Kriminologie und Jugendstrafrecht der Uni München. Er fragte mich nach meinem Lehrbuch zum Jugendstrafrecht, „sie“ hätten sich sehr darüber gewundert. Ich habe zurückgefragt, ob man denn Professor und über 50 und männlich sein müsse, um ein Buch schreiben zu dürfen. Er wollte dann vor allem, dass ich ihn zu einer Tagung mitnehme. Als wir dorthin dann später unterwegs waren, meinte er, sie hätten sich über mich erkundigt und man habe ihnen erzählt, ich sei eine engagierte Jugendrichterin und (vielleicht sagte er auch „aber“) Jüdin.

Ich war schockiert, denn mein Lehrbuch zur Examensvorbereitung hat nichts mit meiner Herkunft zu tun. Darin steht nichts Persönliches, und es ist doch egal, ob ich Weihnachten feiere oder nicht.

Anke Gimbal: Woraus besteht Ihre jüdische Familientradition - feiern Sie die jüdischen Feiertage?

Ruth Herz: Zu den Feiertagen geht man zu den Eltern zum Abendessen. In Amerika ist Religion wichtig. In Deutschland spielt Religion grundsätzlich keine so große Rolle. Gerade jetzt, wo 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefeiert werden, werden Juden interviewt, die dann sagen: „Ja natürlich, Freitagabend kommt die Familie zusammen, wir backen unser Brot für Shabbat und wir sagen unsere Gebete und dann essen wir alle zusammen.“ Das passiert in Deutschland wahrscheinlich in einer kleinen Anzahl jüdischer Familien. Diese Ethnisierung gefällt mir überhaupt nicht und ärgert mich. Wenn Juden in Deutschland leben, sind sie deutsche Bürger und Bürgerinnen und nicht Mitbürgerinnen und Mitbürger, was immer nach ein bisschen weniger klingt. Der WDR hat mich mal – etwa 2003 – an einem Sonntagvormittag zur jüdischen Kulturwoche in eine Sendung eingeladen. Ruth Klüger war da und zwei weitere Juden.

Auf dem Tisch war Frühstück aufgebaut, es gab Musik und es gab Publikum dazwischen. Das erste, was ich sah, waren die Shrimps – niemand hatte ihnen gesagt, dass das nicht so richtig passt, da sie nicht koscher sind. Und die Band spielte Klezmer. Nachdem die Musik aufhörte, kam die Moderatorin und fragte, was mir diese Musik sage. Nun, sie sagte mir gar nichts, das ist nicht meine Musik.

Ich entgegnete also, wenn überhaupt, dann könnten wir über Mendelssohn reden. Ich habe sie dann auch noch gefragt, wie jüdische Kultur in dieser Sendung definiert wird – mein Sohn ist Architekt und hat eine aufsehenerregende Synagoge in Mainz gebaut, kürzlich auch die symbolische Synagoge „zum Aufklappen“ in Babyn Yar, Kiew. Ist etwas jüdische Kultur, wenn es ein Jude hergestellt hat oder dann, wenn es zu einem jüdischen Zweck benutzt wird?

Wir werden abgestempelt als Randgruppe, die seltsame Musik hört und den Freitagabend feiert – wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist, nur machen mein Mann und ich es nicht. Für mich ist Jüdischsein wo ich herkomme, meine Tradition, die ich meinen Kindern und Enkelkindern weitergebe. Drei meiner Enkelkinder leben derzeit in Israel, mein Sohn mit Familie in Basel. Sein kleiner Sohn besucht dort den jüdischen Kindergarten, aber er ist nicht religiös, sondern er möchte, dass sein Sohn weiß, wovon er ein Teil ist.

Ich möchte nicht zur Exotin gemacht werden. Wir sind Steuerberater, Rechtsanwälte, Kaufleute und vieles mehr. Juden sollten in ihren Berufen als Teil der Gesellschaft gezeigt werden. Wir stehen nicht außerhalb, nur weil wir statt am Sonntag am Samstag den heiligen Tag haben und Bar oder Bat Mitzwa haben statt Konfirmation.

Alles andere ist bei allem guten Willen kontraproduktiv. Wir sollten nicht vergessen, dass Juden in Deutschland vor 1933 zumeist assimiliert waren und einen bedeutenden Beitrag zur deutschen Kultur, Kunst und mehr leisteten.

Anke Gimbal: Hatten Sie eine Bat Mitzwa?

Ruth Herz: Ich habe ein goldenes Armband bekommen, das ich inzwischen meiner Enkeltochter geschenkt habe. Mein Bruder war der erste Bar Mitzwa in der Düsseldorfer neuen Synagoge und auch mein Sohn hatte Bar Mitzwa, meine Tochter nicht. Das war der damaligen Zeit geschuldet. Die moderne Version des Judentums hat nun auch Rabbinerinnen. Darunter auch Elisa Klapheck, heute Rabbinerin in Frankfurt am Main und Tochter des berühmten Malers Konrad Klapheck, mit dem wir befreundet sind.

Anke Gimbal: Haben Sie antisemitische Erfahrungen gemacht?

Ruth Herz: Natürlich gibt es solche Erfahrungen, blöde Aussagen wie „ich mag keine Juden, aber du bist toll“. Meine Kinder haben die hier und da auch gemacht. Dann ist mein Mann in die Schule gegangen und hat das geklärt. Ich möchte diese Ereignisse nicht überbewerten.

Eher interessant finde ich die indirekten Dinge, die ich schon erwähnt habe – wo man exotisch gemacht und zum Außenseiter stilisiert wird. Das ist subtiler und es ist nicht direkt antisemitisch. Das wollen die Betreffenden ja auch gar nicht sein, im Gegenteil. Aber es wirkt sich so aus. Zum Beispiel wurde ich 1966 für die „Brigitte“ interviewt. Sie wollten „ein heißes Eisen anpacken“ und eine in Deutschland lebende Jüdin interviewen.

Damals habe ich ein paar solcher antisemitischer Erfahrungen erzählt, die sich wie im Vergrößerungsglas im Interview wiederfanden. Das ist ungut. Zumal Deutschland das Land ist, das sich sehr um die Aufarbeitung der Nazizeit bemüht hat und es immer noch tut.

Was mir aber Sorgen bereitet ist, dass die Frankfurter Allgemeine Zeitung es für richtig hält, zwei Wochen vor dem Gedenktag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar einen ganzseitigen Artikel eines emeritierten Geschichtsprofessors abzudrucken, der für die Relativierung und das Vergessen plädiert.

Anke Gimbal: Was empfinden Sie, wenn heute Personen aus dem Querdenker-Milieu Corona-Maßnahmen mit der NS-Diktatur gleichsetzen?

Ruth Herz: Das macht mich wütend. Es steht in keinem Zusammenhang, und ich habe dafür überhaupt keine Geduld. Das sind Dummköpfe, die keine Ahnung haben und dadurch gefährlich sind.

Interner Link: Zur Vita von Ruth Herz >>

Zitierweise: „Ruth Herz: „Für mich ist Jüdischsein meine Tradition“", Interview von Anke Gimbal mit Ruth Herz, in: Deutschland Archiv, 12.2.23. Erstveröffentlichung am 7.4.2022, Link: www.bpb.de/507069

Fussnoten

Fußnoten

  1. Der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) ist ein außergerichtliches Verfahren, in dem der hinter einer Straftat steckende Konflikt in einem kommunikativen Prozess zwischen Beschuldigtem („Täter“) und Geschädigtem („Opfer“) zu einem Ausgleich gebracht werden soll, § 46a StGB, §§ 155a, 155b StPO.

  2. Nach den jüdischen Speisegesetzen, den Kaschrut (Hebräisch für „rituelle Eignung“) gehören Shrimps zu den Lebensmitteln, die nicht koscher sind.

  3. Wolfgang Reinhard, Vergessen, verdrängen oder vergegenwärtigen?, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2022, https://zeitung.faz.net/faz/politik/2022-01-10/vergessen-verdraengen-oder-vergegenwaertigen/710853.html, zuletzt aufgerufen am 5.4.2022.

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, geboren am 27. Oktober 1944 in Jerusalem, ist die Tochter des Rechtsanwalts Dr. Rudolf Pick aus Breslau, der 1933 nach Palästina emigrierte, und Eva Berkus, einer in Palästina geborenen Bakteriologin. Ruth Herz studierte in Genf, München und Köln und promovierte 1972 mit „Strafen und Strafzumessung in Israel und in der Bundesrepublik Deutschland“ am Kriminalwissenschaftlichen Institut der Universität Köln. 1974 wurde sie als Richterin vereidigt. Bis 2006 war sie Richterin am Amtsgericht in Köln, ab 1976 war sie als Vorsitzende des Jugendschöffengerichts tätig. Nach einem Forschungsaufenthalt in den USA, wo sie den Täter-Opfer-Ausgleich kennenlernte, setzte sie sich für dessen Einführung in Deutschland ein. Dafür erhielt sie 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Von 2001 bis 2005 wirkte sie als Jugendrichterin in der RTL-Gerichtsshow „Das Jugendgericht“ mit. Ruth Herz schrieb u.a. ein Lehrbuch „Jugendstrafrecht“ sowie das Buch „Recht persönlich. Eine Jugendrichterin erzählt“. Ruth Herz lebt heute in Tel Aviv und in Köln. Interner Link: Mehr zu Ruth Herz >>

, Ass. Jur., Geschäftsführerin Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb), Vorstandsmitglied der Stiftung ZURÜCKGEBEN, Mitglied der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung, Berlin.