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Barbara Witting: „Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen lag mir schon immer am Herzen.“

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR und während der Friedlichen Revolution Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Barbara Witting: „Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen lag mir schon immer am Herzen.“ Vermittlung des Judentums im Schulunterricht

Barbara Witting Sharon Adler

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„Ich habe mich hier vom ersten Tag bis zu meiner Pensionierung sehr wohlgefühlt.“ Von 2002 bis 2014 war Barbara Witting Schulleiterin am Jüdischen Gymnasium Moses Mendelssohn in Berlin. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Familie: Von Deutschland in die USA und zurück

Sharon Adler: Ihr Vater ist 1940 mit einem Kindertransport von Bochum nach Mailand und von dort mit einem italienischen Schiff in die USA gekommen. Ihre Mutter überlebte im Untergrund. Anfang der 1950er-Jahre kam die Familie aus dem Exil nach Deutschland zurück – es sollte nur eine Zwischenstation sein. Wo wollten Sie ursprünglich hin? Wo haben sich Ihre Eltern kennengelernt?

Barbara Witting: Meine Eltern hatten beide die US-Staatsangehörigkeit und hatten vor, in den USA zu leben. Als ich etwa zweieinhalb Jahren alt war, sind wir nach Deutschland gekommen, um die Eltern meiner Mutter, meine Großeltern, zu besuchen, da mein Großvater schwer erkrankt war. Er verstarb dann nach einer Operation. Meine Großmutter sprach kein Englisch und wollte, nachdem sie während des Holocaust im Untergrund überlebt hatte, Deutschland nicht den Rücken kehren, und meine Eltern wiederum wollten meine Großmutter nicht allein in Deutschland zurücklassen.

Meine Eltern haben sich in Bochum kennengelernt, nachdem sie ihre Schulen wegen der Rassengesetze nicht weiter besuchen durften. Sie sind gleichaltrig und lernten vorübergehend gemeinsam in der Jüdischen Schule in Bochum, bis auch diese schließen musste. Mein Vater kam dann mit einem Kindertransport 1940 über Mailand in die USA und wurde in eine jüdische Pflegefamilie vermittelt. Meine Mutter ging mit ihren Eltern in den Untergrund.

1945 wurde mein Vater mit 18 Jahren von der US-Army eingezogen und wegen seiner Sprachkenntnisse in Deutschland stationiert. Immer noch im Ungewissen, was das Schicksal seiner Eltern anging, suchte er die wenigen ihm bekannten jüdischen Familien auf und traf auf meine Mutter. Als die Zeit meines Vaters als US-Soldat in Deutschland endete, heirateten meine Eltern, beide 21 Jahre alt, gingen anschließend zurück in die USA und lebten zunächst bei einer Schwester meiner Großmutter in Kalifornien. Die Geschwister meiner Großmutter sind alle ausgewandert, sie war die Einzige, die in Deutschland blieb. Sie blieb, gemeinsam mit meinem Opa und mit meiner Mutter, weil es auch noch ihre Mutter gab. Meine Urgroßmutter ist nach Theresienstadt gebracht worden. Sie hat nicht überlebt.

Stimmung in der Jüdischen Gemeinde und im nichtjüdischen Umfeld

Sharon Adler: Wie war es für Ihre Eltern, wieder nach Deutschland zu kommen?

Barbara Witting: Meine Eltern zogen mit meiner Großmutter nach Köln, da es dort Verwandtschaft gab. Mein Vater studierte Volkswirtschaftslehre in der benachbarten Stadt Bonn. Er war sehr misstrauisch, was die politische Situation in Deutschland anging, und verfolgte tagtäglich alle Nachrichten, die zu der Zeit zugänglich waren, internationale Zeitungen, die deutsche Zeitung. Insbesondere war er entsetzt, dass ehemalige Nazis weiter in ihren Ämtern verblieben. Das galt für Politiker, Richter, Rechtsanwälte und andere mehr.

Sharon Adler: Wie haben Sie Ihr Judentum und Ihre jüdische Identität in Deutschland als Heranwachsende gelebt?

Barbara Witting: Meine Eltern schlossen sich der Jüdischen Gemeinde zu Köln an. Sie gehörten eigentlich dem liberalen Judentum an, aber in Köln gab es zu dieser Zeit lediglich eine orthodoxe Gemeinde, eine winzige Gemeinde in der Ottostraße, in der sich die kleine Gruppe Überlebender, überwiegend aus den DP Camps, traf. Dort feierten wir die Fest- und Feiertage, und meine Eltern freundeten sich mit einigen Familien an, mit denen sie Zeit ihres Lebens verbunden blieben, und selbst meine Generation und meine Töchter halten bis auf den heutigen Tag mit ihren Kindern Kontakt.

Nachdem ich zunächst einen englischsprachigen Kindergarten und eine Schule der britischen Armee in Köln besuchte –meine Eltern waren lange unsicher, ob es die richtige Entscheidung war, in Deutschland zu bleiben –, wurde ich letztendlich in die vierte Klasse einer katholischen Volksschule eingeschult, um den Übergang ins Gymnasium zu schaffen. Es gab damals nur katholische oder evangelische Volksschulen. Zugleich nahm ich am Jüdischen Religionsunterricht der Jüdischen Gemeinde teil. Damit waren die Würfel gefallen, und wir blieben in Köln. Mein Vater übernahm die Vertretung einer amerikanischen Firma für Europa. Nach und nach hatten wir auch einen nichtjüdischen Freundeskreis, aber meine Eltern waren immer sehr vorsichtig und konnten kein volles Vertrauen aufbauen. Und in der Tat gab es auch in diesem Freundeskreis antisemitische Äußerungen, sodass meine Eltern sich aus dem Kreis zurückzogen.

Barbara Witting: „Die Hauptaufgabe der Schule ist die Vermittlung der jüdischen Identität, aber auch die Vorbereitung auf ein Leben in einer pluralen Gesellschaft.“ (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Als ich ein Kind war, gab es bei der Jüdischen Gemeinde ein durch den Zentralrat der Juden in Deutschland organisiertes Sonntagstreffen der ZJD, der Zionistischen Jugend in Deutschland. Dort ging ich aber nicht hin, weil meine Eltern das nicht wollten. Denn sie hatten Sorge, dass ich mit der zionistischen Jugendgruppe nach Israel gehen wollte, und haben alles getan, um zu verhindern, dass ich dort hinging. Ich bin aber auf Machanot in Bad Sobernheim gewesen und habe schließlich mit 17 mit der Interner Link: ZWST gemeinsam mit anderen jüdischen Schülern eine Israelreise gemacht. Die meisten kannte ich, aber es waren auch einige aus Frankfurt und München dabei. Auf dieser Reise und in Israel habe ich das erste Mal gespürt, was es bedeutet, jüdisch zu sein. Ich kam aus einer Einzelgängerposition in ein Wir-Gefühl, in eine Gruppenzugehörigkeit. Das geht wohl allen Juden so, die nach Israel kommen. Man fühlt sich dazugehörig.

Vermittlung von Judentum, Vielfalt von Jüdischem Leben und die Darstellung in Schulbüchern an nichtjüdischen Gymnasien

Sharon Adler: Sie sind in Köln zur Schule gegangen, auf ein städtisches Gymnasium. Wie haben Sie Ihre Schulzeit erlebt? Welche Bilder vom Judentum sind Ihnen während Ihrer Schulzeit und später während Ihres Studiums begegnet?

Barbara Witting: Ein jüdisches Selbstbewusstsein habe ich in der Schulzeit überhaupt nicht entwickeln können, ich war die einzige jüdische Schülerin. Wir wurden einmal wöchentlich zum Religionsunterricht zusammengerufen, das war schon in meiner Grundschulzeit so. Als ich ins Gymnasium kam, saßen die jüdischen Kinder von der 5. bis zur 13. Klasse jeden Mittwochmorgen im Rahmen eines Bibelunterrichtes zusammen, und die anderen hatten Gottesdienst. Man behandelte das Judentum bestenfalls kurz im Religionsunterricht. Das war auch noch viele Jahre später so, als meine eigenen Kinder Schülerinnen derselben Schule waren. Auch sie waren die einzigen jüdischen Schülerinnen in ihrer Klasse und wurden auch ab und an von den Lehrern gebeten, „doch mal was zum Judentum zu sagen.“

Das Judentum war nicht Bestandteil des Unterrichts, das kann man wirklich nicht sagen. Man konnte seine jüdische Identität dort nicht herausbilden. Ich habe damals versucht, nicht über mein Jüdischsein zu sprechen. Ich habe mich nicht dafür geschämt, aber ich habe gefühlt, dass ich anders als andere bin, habe das aber nicht zum Thema gemacht. Auch später habe ich es gar nicht erst versucht, mich auszutauschen, und mich in dieser Beziehung immer sehr zurückgehalten. In der Zeit, als unter den Studenten die Liebe zur PLO aufkam, habe ich mich einfach zurückgezogen. Ich bin zum Studieren in die Universität gefahren und gleich wieder zurück nach Hause. Meine Eltern haben immer alles getan, um mich zu beschützen, und mich gewarnt, ich solle mich da raushalten.

Sharon Adler: Sie waren von 1976-2002 Studienrätin, Oberstudienrätin und Studiendirektorin in unterschiedlichen Funktionen an öffentlichen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen. Wie haben Sie die Vermittlung von Judentum im Unterricht und die Darstellung in den Schulbüchern erlebt?

Barbara Witting: Wie schon in meiner Schulzeit waren auch während meiner Tätigkeit an den nichtjüdischen Schulen in NRW die Vielfalt und Geschichte jüdischen Lebens oder Israel nicht Gegenstand von Schulunterricht und Schulbüchern oder Teil des Lehrplans. Judentum wurde, wie in meiner Schulzeit, lediglich im Rahmen von Bibelkunde im Religionsunterricht vermittelt.

Sharon Adler: Als Sie 2002 die Leitung des Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn

Im Jahr 1860 wurde das Schulgebäude in der Großen Hamburger Straße 27 in Berlin-Mitte errichtet. Hier befindet sich das Jüdische Gymnasium Moses Mendelssohn auch heute. In der staatlich anerkannten Privatschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin werden insgesamt ca. 500 Schülerinnen und Schülern nach den Berliner Rahmenplänen unterrichtet. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

übernahmen, besuchten 260 Schüler und Schülerinnen das Gymnasium, bei Ihrer Pensionierung waren es etwa 420 Jugendliche. Warum, denken Sie, entscheiden sich heute mehr und mehr Eltern, ihre Kinder auf jüdische Schulen zu schicken?

Barbara Witting: Ich glaube, inzwischen sind es sogar 500 Schüler, mehr passen auch nicht rein ins Gebäude, und ich vermute, dass insbesondere die jüdischen Eltern ihre Kinder in einem sicheren Umfeld wissen möchten. Jüdische Schulen werden bewacht; Schulfremde haben keinen Zutritt. Das würde ich erst einmal als Hauptgrund nennen, warum jüdische Eltern ihre Kinder in solch einem Umfeld wissen möchten.

Einen Beitrag zur jüdischen Identitätsstiftung leisten

Sharon Adler: Worauf liegt der Fokus des Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn, und wie sieht der schulische Alltag aus? Worin bestehen die größten Unterschiede zu staatlichen Gymnasien?

Barbara Witting: Jüdische und nichtjüdische Kinder und Heranwachsende werden, zum Teil ab der 5. Klasse, gemeinsam unterrichtet. Ungeachtet des eigenen religiösen Hintergrunds nehmen alle am Unterricht in den Fächern Jüdische Religionslehre und Hebräisch teil, wobei Hebräisch als moderne Fremdsprache, Iwrit, unterrichtet wird. Der Bibelunterricht vermittelt grundlegende Kenntnisse der hebräischen Bibel und der rabbinischen Auslegungen und der ethischen Werte.

Schüler, die keine jüdische Grundschule besucht haben, erhalten zusätzlichen Unterricht in den Jüdischen Fächern und werden schnellstmöglich integriert. Es ging immer darum, jüdische und nichtjüdische Schüler zusammenzuführen und das jüdische Profil der Schule für alle verbindlich zu machen. Die Schule ist nicht nur Lernort, sondern als Ganztagsschule auch ein Ort des gemeinsamen Lebens. Neben dem gemeinsamen koscheren Mittagessen werden die zahlreichen Fest- und Feiertage im Klassenverband oder als Schulgemeinschaft begangen. Dies fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Viele unserer Schüler nehmen an den zahlreichen Arbeitsgemeinschaften teil, an der Theater-AG, an sportlichen, künstlerischen und musikalischen Aktivitäten, die zumeist mit Aufführungen verbunden sind, innerhalb sowie außerhalb der Schule. Tagesausflüge, Klassenfahrten und Exkursionen, oft unter jüdischen Aspekten, sowie die Israelreise, deren Teilnahme unabhängig von sozialer Herkunft allen Schülern ermöglicht wird, stärken das Wir-Gefühl. Es gab selbstverständlich auch viele Gedenkstättenfahrten, nach Oranienburg, Sachsenhausen und nach Auschwitz. Oder Ausflüge zu Synagogen, ins Anne-Frank-Zentrum, die Teilnahme an Veranstaltungen oder Projektwochen, wo wir eine andere Schülergruppe trafen, auch mit zahlreichen muslimischen Kindern. Da sind einige echte Freundschaften entstanden.

Barbara Witting: „Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen lag mir schon immer am Herzen.“ (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Dann gab es auch viele inner- und außerschulische Wettbewerbe, darunter die Teilnahme an einem Religionswettbewerb, mit einer katholischen, einer evangelischen und einer islamischen Gruppe. Hier lernen die Kinder, auch bei Diskussionsveranstaltungen ihre eigenen Positionen zu vertreten, aber auch, Menschen anderer Konfessionen zuzuhören und ihre Meinung zu tolerieren und zu akzeptieren. Auch bei solchen Veranstaltungen gab es immer wieder fremdenfeindliche oder antisemitische Konfrontationen. Unsere Lehrer und Erzieher haben die Kinder immer sehr gut auf alles vorbereitet und auch darauf, mit Stresssituationen umzugehen, um ein Leben in der Spannbreite von eigener Identität, Akzeptanz anderer und Integration zu bewältigen.

Sharon Adler: Wie wichtig war Ihnen die Vermittlung eines jüdischen Selbstbewusstseins Ihrer Schüler und Schülerinnen, wofür wollten Sie sie stark machen - was lag Ihnen besonders am Herzen?

Barbara Witting: Die Hauptaufgabe der Schule ist die Vermittlung der jüdischen Identität, aber auch die Vorbereitung auf ein Leben in einer pluralen Gesellschaft, und dazu ist es eben auch wichtig, dass die Schule die Grundgedanken anderer Religionen und Kulturen vermittelt, anderer Feiertage und unsere Schüler dann lernen konnten, darüber zu reflektieren.

Diversität

Sharon Adler: Das Verhältnis von jüdischen zu nichtjüdischen Schüler:innen lag zu Ihrer Zeit, in die auch das 20jährige Jubiläum fiel, bei etwa 60 zu 40 Prozent (60 Prozent jüdische Schüler:innen, 40 Prozent gehören anderen Konfessionen an, darunter dem Islam). Rund 20 Nationalitäten lernen an der Jüdische Oberschule (JOS). Auch die Lehrer:innen, fest angestellte und Honorarkräfte, kommen aus vielen verschiedenen Ländern: Aus Israel, der ehemaligen Sowjetunion, aus Frankreich … Wie zentral war für Sie die interkulturelle und interreligiöse Begegnung?

Barbara Witting: Ich glaube, das Wichtigste sind die Begegnungen. Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen lag mir schon als junge Frau am Herzen und hat in meinem Leben, auch als Schulleiterin, immer eine erhebliche Rolle gespielt. Schon meine Schule in Volkhoven/Weiler in Köln war geprägt von einem hohen Ausländeranteil, vor allem aus der Türkei. Die Integration der Schüler und Schülerinnen, die ohne deutsche Sprachkenntnisse ein Gymnasium besuchen sollten und mit anderen religiösen Vorschriften und Traditionen aufwuchsen, war teilweise recht schwierig und die Situation angespannt.

Schon damals lag mir das sehr am Herzen, dass man sich kennenlernt, denn nur wenn man sich kennenlernt, kann man einander auch verstehen und versuchen zu verstehen. Insofern ist der Dialog unglaublich wichtig, und deswegen bin ich auch auf das „House of One“ gekommen.

Sharon Adler: Seit 2014 engagieren Sie sich im Projekt House of One und gehören heute dem Vorstand an. Welche Idee, welcher Gedanke steht dahinter?

Barbara Witting: Das House of One ist eine Institution, die 2016 als „Stiftung House of One – Bet- und Lehrhaus Berlin“ gegründet wurde. Die Idee dazu entstand 2011. Es begann damit, dass unklar war, was mit dem Grundstück auf dem Petriplatz in Berlin-Mitte passieren sollte. Pfarrer Gregor Hohberg, der heute auch Pfarrer unseres House of One ist, kam auf die Idee, man könnte das Grundstück und die zukünftige Bebauung für einen Dialog nutzen.

Seit meiner Pensionierung widme ich mich diesem Projekt, dessen Ziel die Errichtung eines Sakralbaus mit einer Kirche, Moschee und Synagoge unter einem Dach ist. Die drei Sakralräume sind durch einen zentralen, sogenannten vierten Raum miteinander verbunden, einem Raum, in dem Menschen unterschiedlicher Herkünfte, Religionen oder auch ohne Religion einander begegnen, sich austauschen und kennenlernen können, der aber auch für Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte zur Verfügung steht. Vor allem dieser vierte Raum ermöglicht, dass Vorurteile abgebaut werden und so eine Grundlage für ein respektvolles und friedfertiges Miteinander entstehen kann. Wir haben uns zunächst auf die drei Religionen begrenzt, aber die anderen Bereiche, der vierte Raum und die Dachloggia, sind offen für die ganze Stadtgesellschaft. Ich bin als Vorstandsmitglied für den Bereich Bildung zuständig, außerdem gibt es eine große Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter, die im Bildungsbereich tätig waren. Wir haben Konzepte ausgearbeitet und sind in Schulen gegangen. Das ist leider durch Corona etwas eingeschlafen, aber wir haben fest vor, das wieder zu erwecken.

Vermittlung des Judentums im Schulunterricht

Sharon Adler: Sie haben als Co-Vorsitzende der gemeinsamen AG des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Kultusministerkonferenz (KMK) an der Entwicklung von Empfehlungen zur Vermittlung des Judentums im Schulunterricht zu den Themen „Jüdische Geschichte, Religion und Kultur in der Schule“ und „Umgang mit Antisemitismus in der Schule“ mitgearbeitet. Welche zentralen Punkte sind Ihnen dabei besonders wichtig?

Barbara Witting: 2018 haben der Zentralrat und die KMK eine enge Zusammenarbeit zur Vermittlung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in der Schule vereinbart. Diese mündete in einer „Gemeinsamen Erklärung“, einer gemeinsamen Fachtagung und einer eigenen Website mit kommentierten Unterrichtsmaterialien, zum Beispiel zusätzliche Aufgabenstellungen. Diese kann man auf den Seiten des Zentralrats sowie auf der Seite der KMK abrufen.

Die Sammlung der Materialien ist auch noch nicht abgeschlossen, denn wenn weiteres gutes Arbeitsmaterial entwickelt wird, wird dies dazugesetzt. Als Team haben der Zentralrat und die KMK den Vorsitz für die Arbeitsgemeinschaft, ich bin von Seiten des Zentralrats wiederum als Vorsitzende benannt worden. Zusätzlich gab auch noch eine Gruppe, die sich mit den jüdischen Materialien beschäftigt hat, das ist auch mit eingeflossen.

Zurzeit bereiten wir eine weitere Fachtagung der KMK und des Zentralrats der Juden zusammen mit der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten zur „Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Schule – Implementierung der Gemeinsamen Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule“ vor. Unsere Zielgruppe sind Entscheidungsträger aus den Bildungsverwaltungen, Extremismusbeauftragte, Fortbildner und Fachreferenten, Lehrkräftebildner und Schulleitungen. Vorgesehen sind Vorträge, Workshops und Podiumsrunden. Ziel ist die verbindliche Verankerung der Themen „Antisemitismus“ und „Judentum“ im Unterricht aller Fächer.

Sharon Adler: Juden und Jüdinnen werden in der deutschen Mehrheitsgesellschaft entweder als Opfer oder als Täter gesehen – das trifft auch auf den Kontext Schule zu. Wie kann es Ihrer Meinung nach gelingen, mit diesem Narrativ zu brechen und Lehrkräfte dafür zu sensibilisieren, im Unterricht ein lebendiges und realistisches Bild des Judentums, aber auch Israels zu vermitteln?

Barbara Witting: Ich hoffe, dass das von der anstehenden Fachtagung an viele Schulen gelangen wird und dass bereits die Studenten, die auf Lehramt studieren, damit beschäftigt werden. Wir müssen unbedingt davon weg, dass wir als Juden nur mit dem Holocaust verbunden werden. Es ist sehr wichtig, dass die Gesellschaft mehr über jüdisches Leben und seine Vielfalt erfährt. Das muss in die Schulen hineingetragen werden, und das geht nur über den Weg der Verbindlichkeit, wo alle Bundesländer mitwirken.

Sharon Adler: Bei dem Gemeindetag 2016 des Zentralrats der Juden in Deutschland waren Sie Moderatorin eines Gesprächs mit Gesa Ederberg und Sarah Serebrinski zum Thema „Zwischen jüdischer Mamme und Karrierefrau: die Rolle der Frau im Judentum“. Was war das Ergebnis der Diskussion? Wie sehen Sie persönlich diese Rollen?

Barbara Witting: Sarah Serebrinski ist Geschäftsführerin des orthodoxen Rabbinerseminars in Berlin. Und Rabbinerin Gesa Ederberg ist als Vertreterin von Masorti konservativ-liberal. Jedoch ist die Rolle der Frau in der Gesellschaft und in der Familie eine andere als die im Rabbinerseminar. Das Rabbinerseminar versucht, sich auch der Sicht der Moderne anzupassen, die Ehefrauen der Rabbiner werden praktisch mit ausgebildet und man versucht schon, aus deren Sicht die Gesellschaft zu berücksichtigen. Aber die Rolle der Frau ist nach wie vor keine tragende, nicht wie in der Synagoge in der Oranienburger Straße, da ist die Frau im Gottesdienst gleichberechtigt.

Die beiden Frauen waren selbst das beste Beispiel dafür, dass diese Rolle nicht nur jüdische Mamme oder Karrierefrau sein kann. Beide sind Mütter, und beide haben es sehr wohl geschafft, berufstätig zu sein. Ich habe es auch geschafft – obwohl ich etwas älter bin als die beiden –, meine Kinder liebevoll aufzuziehen und gleichzeitig meinen beruflichen Weg zu gehen. Ich denke, das ist heute auch gesellschaftlich so gewollt.

Und auch die orthodoxen Frauen im Judentum arbeiten, und die liberalen sowieso. Es ist ein Klischee, dass die Frau im Judentum nichts zu sagen hat und sich nur um ihre zahlreichen Kinder kümmert.

Interner Link: Zur Vita von Barbara Witting >>

Zitierweise: „Barbara Witting: „Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen lag mir schon immer am Herzen.“", Interview mit Barbara Witting, in: Deutschland Archiv, 5.5.2022, Link: www.bpb.de/508003

Fussnoten

Fußnoten

  1. Die Eltern von Barbara Witting: Walter Günter Reinhaus und Margrit Reinhaus, geborene Kuhlmann. Großeltern väterlicherseits: Ernst Reinhaus und Nanny Lina Reinhaus, geborene Stern. Großeltern mütterlicherseits: Franz Kuhlmann und Henriette Kuhlmann, geborene Herz. Deren Mutter, Therese Herz, geborene Cahn, wurde 80jährig nach Theresienstadt deportiert und ermordet.

  2. Die Zionistische Jugend in Deutschland (ZJD) wurde am 22. Mai 1960 als „als zionistische, demokratische jüdische Jugendbewegung“ und als eine selbständige Untergruppe der Weltorganisation HaBonim Dror gegründet, https://embassies.gov.il/berlin/Relations/Pages/Freundschaftsorganisationen.aspx, zuletzt aufgerufen am 24.4.2022.

  3. Machanot (Plural von Machane). Machane bezeichnet ein Ferienfreizeitcamp, das regelmäßig für Jugendliche und Kinder von den Jüdischen Gemeinden bzw. der ZWST durchgeführt wird. Siehe Glossar, Jüdische Allgemeine, https://www.juedische-allgemeine.de/glossar/machane/, zuletzt abgerufen am 25.4.2022.

  4. Jüdisches Gymnasium Moses Mendelssohn – Staatlich anerkannte Privatschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, https://jgmm.de/, zuletzt aufgerufen am 4.5.2022.

  5. Das „House of One“ in Berlin vereint eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche unter einem Dach. Es ist das weltweit erste Projekt, das in einem Gebäude die drei Weltreligionen unterbringt, mit Bet- und Lehrhaus. http://house-of-one.org/de, zuletzt aufgerufen am 16.3.2022.

  6. Das „House of One“ in Berlin vereint eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche unter einem Dach. Es ist das weltweit erste Projekt, das in einem Gebäude die drei Weltreligionen unterbringt, mit Bet- und Lehrhaus. http://house-of-one.org/de, zuletzt aufgerufen am 16.3.2022.

  7. Das Rabbinerseminar zu Berlin war bis zu seiner Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 die wichtigste Lehreinrichtung zur Ausbildung orthodoxer Rabbiner in Deutschland. Im Jahre 2009 wurde das Rabbinerseminar zu Berlin als dessen Nachfolgeinstitution gegründet. Das Rabbinerseminar ist ein Gemeinschaftsprojekt des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Ronald S. Lauder Foundation. Dem Seminar steht ein Kuratorium vor, bestehend aus Repräsentanten des Zentralrats der Juden in Deutschland, einzelner Landesverbände, Fakultätsangehöriger sowie unabhängiger Unterstützer. Ziel der Ausbildung am Rabbinerseminar ist es, kompetenten Nachwuchs für rabbinische Positionen im deutschsprachigen Raum auszubilden. https://rabbinerseminar.de/, zuletzt aufgerufen am 24.4.2022. „Masorti“ und „Conservative Judaism“ stehen für ein und dieselbe religiöse Strömung im Judentum, die eine Mittelposition einnimmt zwischen Orthodoxie und Reformjudentum. Die inhaltliche Abgrenzung zu Orthodoxie und Reform ist deswegen oft fließend. Dies trägt oft zur sprachlichen Verwirrung – besonders in den deutschen Medien – bei, die dann Masorti-Gemeinden und -Institutionen in Deutschland wahlweise als „konservativ“, „liberal“ oder „reformorientiert“ bezeichnen. Siehe: https://www.rabbinicalassembly.org/about-us/conservative-masorti und http://www.masorti.de/masorti_int_de.html, zuletzt aufgerufen am 24.4.2022.

Lizenz

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autoren/-innen: Barbara Witting, Sharon Adler für Deutschlandarchiv/bpb.de

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Weitere Inhalte

Barbara Witting wurde 1951 in Monterey, Kalifornien, USA geboren und kam im Alter von zweieinhalb Jahren nach Deutschland. Sie legte 1969 ihr Abitur an der Städtischen Königin-Luise-Schule in Köln ab und studierte an der Universität zu Köln Englisch, Sozialwissenschaften und Psychologie. Sie war als Studienrätin, Oberstudienrätin, Studiendirektorin und Oberstudiendirektorin tätig, darunter von 2002 bis 2014 am Jüdischen Gymnasium Moses Mendelssohn in Berlin. Seit ihrer Pensionierung engagiert sie sich als Vorstandsmitglied der Stiftung House of One – Bet und Lehrhaus Berlin. Interner Link: Mehr zu Barbara Witting >>

geboren 1962 in West-Berlin, ist Journalistin, Moderatorin und Fotografin. Im Jahr 2000 gründete sie das Online-Magazin und Informationsportal für Frauen AVIVA-Berlin, das sie noch heute herausgibt. Das Magazin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen in der Gesellschaft sichtbarer zu machen und über jüdisches Leben zu berichten. Sharon Adler hat verschiedenste Projekte zu jüdischem Leben in Deutschland für unterschiedliche Auftraggeber/-innen umgesetzt und auch selbst Projekte initiiert wie "Schalom Aleikum“, das sie zur besseren Verständigung von Jüdinnen und Muslima entwickelte. Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 initiierte sie das Interview- und Fotoprojekt "Jetzt erst recht. Stop Antisemitismus". Hier berichten Jüdinnen und Juden in Interviews über ihre Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Seit 2013 engagiert sie sich ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende der Stiftung ZURÜCKGEBEN. Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft. Für das Deutschland Archiv der bpb betreut sie die Reihe "Jüdinnen in Deutschland nach 1945"