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Sieben Monate Krieg

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. 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Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" 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Sieben Monate Krieg Ein Tagebuch des Unbegreiflichen

Maxim Levada Ulf Ickerodt und Jan Schuster

/ 6 Minuten zu lesen

Was anfangs fast surreal erschien, ist nunmehr seit über sechs Monaten bittere Realität: Russlands Angriffskrieg in Europa gegen die Ukraine. Auszüge aus einem Kriegstagebuch aus Kyiv.

(© picture-alliance, Metin Aktas / Anadolu Agency )

Wie ist mit dem eigentlich Unbegreiflichen umzugehen? Was anfangs vielen surreal erschien, ist nunmehr seit über sieben Monaten bittere Realität: Russlands Angriffskrieg in Europa gegen die Ukraine. Auch für den ukrainischen, russischsprachigen Archäologen Maxim Levada aus Kyiv war zunächst unvorstellbar, was am 24. Februar 2022 geschah und er begann das Geschehen in langen Interner Link: Tagebucheinträgen zu verarbeiten. Er kommentiert seitdem den russischen Überfall auf die Ukraine mit einer losen, aber stetigen Folge ausführlicher Facebook-Einträge. Arbeitskollegen aus Deutschland und Polen, darunter der Landesarchäologe von Schleswig-Holstein, Ulf Ickerodt in Schleswig, sammelten seine Beiträge aus diesem eigentlich flüchtigen Medium und ließen sie sorgfältig übersetzen.

Levada schrieb und schreibt sie, um das Unbegreifliche überhaupt irgendwie zu verstehen. Jede Zeile seines Tagebuchs gleicht einer Anklage. Eine Anklage gegen das übergroße Verbrechen, das keiner Rechtfertigung standhält und von Russland gegen die Ukraine begangen wird und offenbar kein Ende nimmt. Beklagt werden nicht nur zerbombte Städte und Dörfer. Beklagt werden auch die abertausend Leben, deren Existenz urplötzlich durcheinandergewirbelt, geschändet oder auf brutale Weise einfach genommen wurde. Geschildert werden Trauer und Wut, aber auch der Mut sich zu wehren und Schützenswertes zu bewahren. Beklagt wird auch die Angst Leben, Hab und Gut zu verlieren und die Not flüchten zu müssen, aber auch die Sorge vor zerstörtem und geplündertem Kulturgut in ukrainischen Gedenkstätten und Museen. Nicht zuletzt befasst sich Levada mit den vielen traumatisierten Kinderseelen.

Dass dieses Tagebuch auch ins Deutsche übersetzt wird, hat seine, nicht zuletzt auch historischen, Gründe. Wer, wenn nicht wir Deutsche, können und müssen angesichts größenwahnsinniger, imperialer Allmachtansprüche, gezielter Tötungen von Zivilisten, weitgehend zerstörter Städte und angesichts einer geplanten, von Wladimir Putin schließlich im Vorfeld sogar begründeten Vertreibung und Auslöschung der Bevölkerung eines friedlichen Nachbarstaates die Stimme erheben?

Große Symbolpolitik: Putin unterzeichnet die Eingliederung der Krim in die russische Föderation. Unter anderem mit solchen Bildern erzeugt Putin zwar Stolz der Gesellschaft auf symbolische Leistungen, aber kaschiert zugleich auch Versäumnisse und Probleme in Sozial- wie Wirtschaftspolitik. (© picture-alliance/dpa)

Der Kremlmachthaber sprach bereits im Juli 2021 mit überdeutlichem Ausdruck seines imperialen Nationalismus in dem berühmt-berüchtigten Aufsatz „Über die historische Einheit der Russen und der Ukrainer“ dem Land das Recht auf Eigenständigkeit und den Ukrainern das Existenzrecht als zusammenwachsendes Staatsvolk ab. Putin unterstellt eine „historische Einheit“ von Russen, Weißrussen und Ukrainern. Er redete in Bezug auf die Ukraine von „unseren historischen Territorien“. Weiterhin behauptet er, dass Hundertausende russischstämmige Ukrainer vor Verfolgung und Zwangsassimilierung in dem Land, das ihre Heimat ist, zu schützen und zu befreien seien. Der Archäologe Maxim Levada wäre einer der zu Befreienden, aber Levada distanziert sich von seinem "russischen Erbe".

Putins Feindbild-Narrativ

Auch im Westen hätte man es wissen können und müssen: Hier wurde ein Krieg vorbereitet und vorbereitend legitimiert. Dieses ideologisch fundamentierte Narrativ mündete schließlich in der Behauptung der vom Westen gesteuerten „Nazis“ in der ukrainischen Führung, die das ukrainische Volk mit den Russen entzweien wollen. Da man sich in Russland als die „Faschistenbekämpfer“ schlechthin sieht und diese Tradition gewissenhaft pflegt, wähnte sich Putins Propagandastab mit der Diffamierung der ukrainischen Regierung als Nazis automatisch auf der historisch richtigen, der „guten“ Seite. Levada aber möchte gar nicht befreit werden. Demokratische Grundwerte, die er in der Ukraine wachsen sieht, sind ihm lieber als staatlich gesteuerte Desinformation als allbekanntem Werkzeug totalitärer Regime.

So, wie pseudohistorisch argumentiert und Begründungen für den Angriff auf ein souveränes Land einfach nur erfunden wurden, wird auch nach der Invasion verleumdet und werden Desinformationen verbreitet. Als Täter für die Angriffe auf Zivilisten werden von Außenminister Sergej Lawrow und anderen russischen Verantwortlichen die Angegriffenen, die Ukrainer selbst, verantwortlich gemacht. Dieser Zynismus unterscheidet sich in nichts von vergleichbaren Vorgehensweisen, die von Deutschland im Dritten Reich genutzt wurden. Ein Fachkollege von uns sagte es treffend: Die Sprache der Lüge ist zur Zeit Russisch. Auch Anna Externer Link: Schor-Tschudnowskaja aus Wien und Joachim Externer Link: Jauer haben das im Deutschlandarchiv treffend analysiert.

Eine folgenreiche Schuld

So wie die Deutschen mit der Schuld des Zweiten Weltkriegs leben müssen, werden es die Russen mit den Verbrechen des Jahres 2022 tun müssen. Die Gräueltaten von Butscha, Busowa, Kramatorsk, Mariupol werden in der Staatengemeinschaft für immer in Stein gemeißelte Male der russischen Schande und kommen hoffentlich vor Gericht. Die Täter und ihre Helfer wissen am besten, was sie zu verantworten haben. Die Unterstützung für Putins Kurs im eigenen Land, aber auch durch die im Ausland lebenden Russen ist bedrückend groß. Das sei nicht vergessen. Eine reiche russische Influencerin, die in den ersten Kriegstagen ihre (zwanzigste?) Chanel-Tasche aus Protest vor angeblicher Diskriminierung der Russen vor laufender Kamera zerschnitt, ist ein tragisch-komischer Beleg dafür.

Dieses und vergleichbares könnte der britische Schriftsteller George Orwell (1903-1950) in seinem Buch 1984 gemeint haben, als er schrieb, dass die Menschen eines Landes die Berührung mit der Vergangenheit benötigen. Würden sie hiervon abgeschnitten, dann hätten sie, gleich den Menschen im interplanetarischen Raum, keinen Anhaltspunkt, in welcher Richtung oben und unten sei. Die naiv-berechnende russische Influencerin spiegelt dies und bildet einen harschen Kontrast zur inzwischen inhaftierten russischen Journalistin Marina Owsjannikowa, die sich vor laufender Kamera mit einem Protestplakat von der russischen Regierung distanzierte.

Vor diesem Hintergrund ist dieses Interner Link: Tagebuch ein historisches Dokument. Es ist subjektiv, natürlich. Das muss auch so sein, denn in dieser Subjektivität liegt auch seine große Kraft. Wir dokumentieren die Einträge des ersten Kriegsmonats. Das Buch endet mit der Rückeroberung der Region um Kyiv. Mariupol als ukrainische Stadt gibt es dagegen nicht mehr und leider gibt es zahlreiche russische Bekundungen, dass dieser Eroberungskrieg damit noch lange nicht zu Ende ist. Maxim Levada schreibt weiter.

Uns ist es wichtig, eine Auswahl seiner Kommentare als PDF zum ersten Kriegsabschnitt zu veröffentlichen, damit wir, die wir scheinbar noch so weit von diesem Krieg entfernt sind, deren Leben scheinbar unberührt weitergeht (außer dass die Sprit-, Heiz- und Lebenshaltungskosten steigen) zumindest in Gedanken bei unseren europäischen MitbürgerInnen in der Ukraine sein können, die nichts anderes als Mitmenschen sind und sich nach nichts mehr sehnen (wie übrigens viele Russen auch), als endlich wieder Frieden und Wiedergutmachung. Aber einfach wird das angesichts der Opfer, Schäden Traumata und Narben, die die ersten fünf Kriegsmonate seit dem 24. Februar hinterlassen haben, gewiss nicht und möglicherweise müssen wir damit rechnen, dass 33 Jahre nach dem Fall von Mauer und Eisernem Vorhang in Europa zwischen Russland und der Ukraine bald eine neue Mauer wächst.

Ulf Ickerodt und Jan Schuster

Dr. Ulf Ickerodt ist Landesarchäologe von Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Jan Schuster Detektorarchäologe in Łódź.

Am 8.6.2022 räumen Freiwillige Schutt und Trümmer vor einem, durch russische Raketen, zersörten Einkaufszentrum im ukrainischen Charkiw. (© picture alliance / AA | Metin Aktas)

Zitierweise: Maxim Levada, Ulf Ickerodt, Jan Schuster, "Sechs Monate Krieg - Ein Tagebuch des Unbegreiflichen“, in: Deutschland Archiv, 24.08.2022, Link: www.bpb.de/510982. Veröffentlichte Texte im Deutschland Archiv sind Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Zu weiteren Texten in der Rubrik Externer Link: "Zeitenwende? Stimmen zum Ukrainekrieg und seinen Folgen". Darunter sind:

Fussnoten

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Maxim Levada, geboren 1964; Archäologe. Absolvent der Universität Kyiv, Spezialist für Römische Kaiserzeit und Völkerwanderungszeit in Osteuropa. Ehemaliger Berater des Kulturministers der Ukraine, Ihor Lichovy, Experte im Bereich des illegalen Sondengängertums, Autor zahlreicher Artikel zu Waffen im Gebiet der Tschernjachiv-Kultur und vieler Bearbeitungen völkerwanderungszeitlicher Funde aus der Ukraine.

Dr. Ulf Ickerodt ist Landesarchäologe von Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Jan Schuster Detektorarchäologe in Łódź.