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Beleuchteter Reichstag

Jüdinnen in Deutschland nach 1945

Weibliches jüdisches Leben nach 1945 im geteilten und vereinten Deutschland – Interviews, Porträts und Beiträge

Um klischeehaften bis antisemitischen Darstellungen jüdischen Lebens und der ungenügenden Abbildung besonders jüdischer Frauen etwas entgegenzusetzen, hat sich die Redaktion des Deutschland Archivs vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren jüdische Frauen in den Fokus zu setzen. Dazu wird eine Reihe mit Beiträgen, Interviews und Porträts veröffentlicht. Auch mit Blick auf das Jubiläum „1.700 Jahre jüdisch-deutsche Geschichte“ soll auch das Wirken jüdischer Frauen gewürdigt werden. Mit der Schwerpunktsetzung auf die Zeit nach 1945, nach dem Ende der NS-Herrschaft, soll die Zäsur durch den Holocaust und seine bis heute spürbaren Auswirkungen in Deutschland deutlich gemacht werden.

Jüdinnen in Deutschland nach 1945 - Intro 1

Jüdinnen in Deutschland nach 1945 - Intro 1

Als Einstieg in die DA-Reihe "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" stellt Sharon Adler in ihrem Beitrag exemplarisch wegweisende Protagonistinnen und deren Arbeits- und Forschungsfelder sowie Frauenorganisationen im 20. Jahrhundert vor. Der Rückblick schlägt den Bogen über die Nachkriegszeit und die Situation der Überlebenden zum gesellschaftspolitischen Engagement und den Forschungsfeldern jüdischer Frauen von heute.

Aktuelle Interviews

Das Foto zeigt Mirna Funk.

Mirna Funk: „Meiner Tochter soll es anders gehen“

Sie ist eine der gefragtesten jüdischen Stimmen Deutschlands. Im Interview spricht sie über ihre Kindheit in der Vorwendezeit, die Reisen nach Israel nach 1991, über Identitätssuche, die transgenerationale Weitergabe von Traumata, warum sie sich ein post-halachisches Judentum wünscht und was es für sie bedeutet, patrilineare Jüdin zu sein.

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Farbfoto: Rachel Kohn in ihrem Atelier in Berlin-Charlottenburg.

Rachel Kohn: Ansichten in Ton

Die in Prag geborene Bildhauerin Rachel Kohn ist neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit im Vorstand des "Frauenmuseums Berlin" aktiv und Kuratorin zahlreicher Ausstellungen. Im Interview mit Judith Kessler erzählt sie über ihren Weg nach Berlin, ihre Arbeit, ihr jüdisches, soziales und politisches Engagement, vor allem bei der Sichtbarmachung von Frauen in der Kunst.

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Pressefoto Marina Weisband.

Marina Weisband: Einfach nur Mensch sein

Sie ist Publizistin, Politikerin, Diplompsychologin, Beteiligungspädagogin und Expertin für digitale Partizipation und Bildung. 1994 kamen sie und ihre Familie als "Kontingentflüchtlinge" nach Deutschland. Über die Zeit bei der Piratenparteiund über ihre Rede zum Internationalen Holocaust-Gedenktag im Bundestag hat Sharon Adler mit ihr gesprochen.

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Hier wird das Logo des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" abgebildet. Es zeigt eine stilisierte Menora (Kerzenleuchter) mit einem Davidstern in weiß auf blauem Grund und den Namen des Projekts.

Weitere Interviews finden Sie hier:

Hier kommen in loser Reihenfolge jüdische Frauen zu Wort, die über ihr Leben in Deutschland, ihre berufliche Tätigkeit, ihr gesellschaftliches Engagement und ihre eigene Geschichte sowie die ihrer Familie sprechen. Die interviewten Frauen und die, die wir noch vorstellen wollen, bestreiten ihren Alltag akteulle hauptsächlich in Deutschland, im Osten wie im Westen, und manche sind aus anderen Ländern hierher gekommen.

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Aktuelle Beiträge

Das Foto vom 17.11.1952 zeigt zum Monat der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft 1952 die Literaturstunde im Haus der Freundschaft in Berlin-Pankow mit Hedda Zinner. Die bekannte Schriftstellerin Hedda Zinner liest aus ihrem Buch "Alltag eines nicht alltäglichen Landes" vor und berichtet aus dem Leben der Sowjetmenschen.

Sonia Combe

„Hier können die Faschisten nichts unternehmen“

Die französische Historikerin Sonia Combe hat in den 1980er-Jahren unter anderen sechs Jüdinnen in der DDR interviewt. Für die Reihe „Jüdinnen in Deutschland nach 1945“ hat sie sich die Interviews noch einmal angehört und daraus einen Beitrag verfasst. Es ging ihr darum herauszufinden, warum diese Frauen ins Land der Täter zurückgegangen sind.

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Das Foto zeigt einen israelischen und deutschen Reisepass in einem Kosmetiktäschchen. Viele Israelinnen, Israelis und Israeli*innen haben die deutsche und die israelische Staatsangehörigkeit.

Dani Kranz

Israelinnen und Israeli*nnen in Deutschland

Israelis in Deutschland werden immer wieder in den Medien thematisiert. Aber was ist mit den Israelinnen? Welche Rolle spielen Sex (biologisches Geschlecht) und Gender (soziales Geschlecht) in der Migration und welche Dynamiken lassen sich im Zeitverlauf erkennen? Basierend auf historischen, qualitativen und quantitativen Quellen stellt dieser Essay von Dani Kranz die Lebenswelten von Israelinnen und Israeli*nnen, die in Deutschland leben, vor.

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Hier wird das Logo des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" abgebildet. Es zeigt eine stilisierte Menora (Kerzenleuchter) mit einem Davidstern in weiß auf blauem Grund und den Namen des Projekts.

Weitere Beiträge finden Sie hier:

Die wissenschaftlichen Beiträge und Essays, die hier in loser Reihenfolge erscheinen, widmen sich unterschiedlichen Zeitabschnitten der jüdisch-deutschen Nachkriegsgeschichte aus verschiedenen Perspektiven.

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Aktuelles Porträt

Das Foto zeigt das Buchcover von Ingeborg Rapoport, das 1997 herauskam, erscheint am 22. März 2021 als aktualisierte Neuauflage mit einem Vorwort von Daniel Rapoport.

Daniel Rapoport

Vorwort von Daniel Rapoport zu "Meine ersten drei Leben"

Einleitend zur Neuauflage der Autobiografie seiner Großmutter "Meine ersten drei Leben" beschreibt ihr Enkel in einfühlsamen Worten das liebevolle Wesen Ingeborg Rapoports. Er nennt sie eine außergewöhnliche Frau und das war sie auch. Sie musste mehrfach fliehen: als Jüdin aus Deutschland vor den Nazis in die USA und vor den Häschern McCarthys·schließlich aus den USA in die DDR. Hier lebte die renommierte Kinderärztin mit ihrem Mann Mitja Rapoport und vier Kindern. Das Buch schrieb sie im Jahr 1997, es wurde jetzt neu aufgelegt.

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Vertreter_innen des Komitees "Ärzte der DDR zur Verhütung eines Nuklearkrieges" besuchten das Bezirkskrankenhaus Cottbus. Sie führten Gespräche in verschiedenen Bereichen des Hauses. Das Foto zeigt Prof. Ingeborg Rapoport, die mit  Schwestern der Kinderklinik diskutierte. Anschließend fand ein Friedensmeeting im Krankenhaus statt, 30.10.1985.

Charlotte Misselwitz

„Man darf das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.“

Charlotte Misselwitz porträtiert die Wissenschaftlerin für Kinderheilkunde, Inge Rapoport, die 1952 als linke Jüdin gemeinsam mit ihrer Familie ganz bewusst in die DDR reimmigrierte. Die Autorin wuchs quasi mit der Familie Rapoport auf, deren Kinder waren mit ihren Eltern gut bekannt. Inge Rapoport nannte sie gern „meine adoptierte Tochter“, weil die beiden immer im Gespräch geblieben sind, auch wenn sie nicht immer einer Meinung waren. Inge Rapoport verstarb 2017 im Alter von 104 Jahren in Berlin-Pankow.

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Als Einstieg in die DA-Reihe zu Jüdinnen im geteilten und vereinten Deutschland nach 1945 stellt dieser Beitrag von Sharon Adler exemplarisch wegweisende Protagonistinnen und deren Arbeits- und Forschungsfelder sowie Frauenorganisationen im 20. Jahrhundert vor. Der Rückblick schlägt den Bogen über die Nachkriegszeit und die Situation der Überlebenden zum gesellschaftspolitischen Engagement und den Forschungsfeldern jüdischer Frauen von heute.

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