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Die Leerstelle | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Die Leerstelle Kurt Koch und das lange Schweigen über queere NS-Verfolgung

Kio Weck (they/them/keine Pronomen)

/ 13 Minuten zu lesen

Am 25.09.2022 wurde vor der Uhlandstraße 7 in Halle der Stolperstein für den Homosexuellen Kurt Koch verlegt. Er war während der NS-Zeit wegen seiner sexuellen Orientierung ins KZ gesperrt worden. (© Jürgen Wenke)

Vergessen unter dem Rosa Winkel

Die Opfer des Nationalsozialismus werden bis heute in Deutschland nicht gleichermaßen erinnert. Während die systematische Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden zunächst auf Druck von außen, später auch die Verfolgung von Rom/-ja und Sint/-ze sowie die Ermordung von Menschen mit Behinderung zunehmend im kollektiven Gedächtnis verankert sind, blieben andere Gruppen jahrzehntelang unsichtbar. Erst seit Beginn der Nullerjahre werden queere Biografien während der Zeit des Nationalsozialismus verstärkt aufgearbeitet.

Ermöglicht wird ihre Sichtbarkeit paradoxerweise über den Paragrafen 175 des Reichsstrafgesetzbuchs. Dieser stellte die

Zitat

„widernatürliche Unzucht, welche zwischen Personen männlichen Geschlechts oder von Menschen mit Thieren begangen wird"

unter Strafe. Auf Grundlage der dort kriminalisierten Tatbestände wurden Akten angelegt, die geblieben sind – und auf die heute zugegriffen werden kann. Der Paragraf 175 wurde im Deutschen Kaiserreich eingeführt und stellte homosexuelle Handlungen unter Strafe. Diese wurden rechtlich auf eine Stufe mit sexuellen Handlungen zwischen Mensch und Tier gestellt. Der Paragraf richtete sich dabei vornehmlich gegen homosexuelle Akte unter Männern – lesbische Frauen und Trans-Personen wurden von ihm weitgehend nicht erfasst, was deren Verfolgungsgeschichte bis heute schwerer rekonstruierbar macht.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialist/-innen wurde das Strafrecht im Jahr 1935 massiv verschärft: Fortan waren sämtliche gleichgeschlechtlichen sexuellen Handlungen strafbar – Küsse eingeschlossen. Später gehörte selbst eine „wollüstige Absicht" zum Tatbestand. Was als „wollüstige Absicht“ galt, lag im Ermessen der Behörden, Willkür war damit strukturell angelegt. Zwischen 1935 und 1944 wurden 50.000 Menschen nach diesem Paragrafen verurteilt; 15.000 von ihnen wurden in Konzentrationslager deportiert, dort mit dem sogenannten Rosa Winkel gekennzeichnet und vielfach der Zwangskastration unterzogen. Doch diese Zahlen seien mit Vorsicht zu betrachten, meint Joanna Ostrowska. Die Historikerin beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit queerer Geschichte in Europa: „Die Forschungszahlen, die uns vorliegen, stammen vorwiegend aus belasteten Quellen wie Konzentrationslagern und Gefängnissen. Sie bilden lediglich die Spitze des Eisbergs. Der Versuch, Zahlen festzulegen, schließt den Diskurs eher, als dass er ihn öffnet."

Blumen, Kränze und eine Regenbogenfahne liegen bei der Gedenkfeier für die sogenannten Rosa-Winkel-Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald am Gedenkstein. Nach Schätzungen wurden zur Zeit des Nationalsozialismus rund 10 000 Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung in Konzentrationslager gebracht, etwa 650 von ihnen nach Buchenwald. Aufnahme von 2020 (© picture-alliance/dpa, dpa-Zentralbild, Michael Reichel)

Über queere Verfolgung im Nationalsozialismus ist nach wie vor wenig bekannt. Sich auf konkrete Opferzahlen festzulegen, wäre daher irreführend und würde der weiteren Forschung und einem tieferen Verständnis queerer Lebenswelten jener Zeit eher im Weg stehen. Wie unsichtbar queere Verfolgung bis heute geblieben ist, zeigen jedoch die Zahlen zu den Stolpersteinen, eines der bekanntesten Erinnerungsprojekte zur NS-Geschichte. Die kleinen Pflastersteine mit Messingtafel werden vor den letzten frei gewählten Wohnorten von NS-Opfern in den Boden eingelassen sowie mit dem Namen und Geburts- und Sterbedatum versehen. Mittlerweile sind sie aus dem Stadtbild vieler deutscher Städte nicht mehr wegzudenken. Von den heute bundesweit verlegten 86.000 Stolpersteinen erinnern gerade einmal 100 an homosexuelle Männer. Diese Zahl erzählt von einer doppelten Unsichtbarkeit: der Verfolgung damals und dem Vergessen danach.

Der Fall Kurt Koch

In Halle erinnert nur ein einziger Stolperstein von den insgesamt 311 verlegten Steinen an die Gruppe derjenigen, die den Rosa Winkel tragen mussten – der für Kurt Koch. Verlegt am 25. September 2022 in der Uhlandstraße 7. Kurt Koch wurde 1905 in Halle geboren und wuchs in einer Arbeiterfamilie auf. Nach Verbüßung einer Haftstrafe nach Paragraf 175 kam Koch nicht frei, sondern wurde in Schutzhaft genommen und 1941 in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Als sogenannter „175er“ wurde er mit einem rosa Winkel markiert. Von Buchenwald wurde er zunächst nach Groß-Rosen und später nach Nordhausen verlegt. Wie alle arbeitsfähigen Häftlinge musste Koch Zwangsarbeit für die Kriegs- und Rüstungsindustrie leisten. Befreit wurde er schließlich im Kranken- und Sterbelager Boelcke-Kaserne. Nach dem Krieg kehrte Koch in seine Heimatstadt Halle zurück. Dort heiratete er eine Frau, die bereits einen Sohn aus erster Ehe hatte. Die Ehe wurde nach zweieinhalb Jahren kinderlos geschieden. Ob es sich um eine Schutzehe handelte, kann nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Koch verstarb 1976 in Halle.

Was mit seinem Tod verloren ging, ist mehr als eine individuelle Biografie. Verloren ging vielmehr eine Perspektive auf den Nationalsozialismus, die kaum dokumentiert ist – die eines Mannes, der als Homosexueller verfolgt und deportiert wurde und dennoch überlebt hat. Dieser einzige Stolperstein für einen homosexuellen Mann in Halle erinnert an jemanden, über den wir heute fast nichts wissen. Und das ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines langen gesellschaftlichen Schweigens. Und es wirft Fragen auf: Warum hat niemand Kurt Koch zu Lebzeiten nach seinem Lebens- und Leidensweg gefragt, ihn interviewt? Einen Mann, der Buchenwald, Groß-Rosen und Nordhausen überlebt hatte und bis 1976 erreichbar in Halle lebte? Warum wurde sein Zeugnis nicht festgehalten, solange es noch möglich war? Und warum wurde sogar die Chance vergeben, eine Person zu finden, die sich noch persönlich an ihn erinnert?

Alles, was wir über Kurt Koch wissen, hat Jürgen Wenke zusammengetragen. Er recherchiert seit zwanzig Jahren ehrenamtlich zu homosexuellen Männern während des Holocausts. Mittlerweile betreibt er eine Webseite, auf der die Verfolgungsberichte von homosexuellen Männern gesammelt werden. In mehrseitigen Steckbriefen versucht er, ihre Biografien nachzuzeichnen und sie möglichst auch mit einem Foto zu vervollständigen.

Auf Kurt Koch stieß Wenke durch einen Auftrag: Ein Mann aus Halle wollte einen Stolperstein für einen homosexuellen Verfolgten verlegen lassen und wandte sich an ihn. Wenke suchte daraufhin in den Buchenwald-Listen nach Männern, die nach Paragraf 175 deportiert worden waren – und fand Koch. Dass Koch den Krieg überlebt hatte, ließ Wenke zunächst auf Dokumente, Berichte, vielleicht sogar Erinnerungen hoffen. Doch im Laufe seiner Recherche wurde immer klarer, dass von Koch kaum etwas geblieben war: „Was ich gefunden habe, ist eine Liste der Gegenstände, die ihm bei der Einweisung in Buchenwald abgenommen wurden. Die musste er quittieren. Das ist somit die einzige Lebensäußerung, die es von ihm gibt.“ Wenkes Schilderung macht das Ausmaß dieser Leerstelle greifbar: Die einzige erhaltene Lebensäußerung Kurt Kochs ist seine Unterschrift auf einer Buchenwald-Quittung. 30 Jahre lang hätte man einen Überlebenden befragen können und hat es nicht getan. Der Grund dafür liegt nicht allein an gesellschaftlicher Gleichgültigkeit, sondern auch an juristischen und gesellschaftlichen Kontinuitäten der Nachkriegszeit.

Der Paragraf 175 nach 1945 in BRD und DDR

Am 22.11.1992 gedenken Menschen in Sachsenhausen der homosexuellen Opfer, die in der NS-Zeit gedemütigt, gequält und ermordet wurden. Seitdem findet das Gedenken regelmäßig statt. (© picture-alliance, imageBROKER, Rolf Zöllner)

Die Verfolgung homosexueller Männer endete nicht mit dem Sturz des NS-Regimes – sie wurde fortgesetzt, mit denselben Gesetzen, oft in denselben Behörden und mit demselben Personal. Paragraf 175 galt sowohl in der Bundesrepublik als auch in der Deutschen Demokratischen Republik nach 1945 weiter. Vollständig abgeschafft wurde er erst am 11. Juni 1994.

Die frühe Bundesrepublik war geprägt von einer Restauration bürgerlicher und christlicher Moralvorstellungen. Sexualität wurde in der Ehe ausgelebt, alles andere galt als unsittlich. Homosexualität wurde in diesem Klima nicht nur gesellschaftlich geächtet, sondern vom Staat aktiv verfolgt. Die von den Nationalsozialisten verschärfte Fassung des Paragrafen 175 wurde beibehalten und weiter angewandt. Homosexuelle KZ-Überlebende wurden zur Fortsetzung ihrer Haftstrafe wieder eingesperrt. Auch die „Rosa Listen" der Nationalsozialisten wurden von der Polizei bis in die 1980er- Jahre weitergeführt.

Am 22.11.1992 fand in Sachsenhausen (Brandenburg) eine Gedenkkundgebung für die Homosexuellen Opfer im KZ Sachsenhausen statt. Die Gedenktafel "Totgeschlagen, totgeschwiegen, den homosexuellen Opfern des Nationalsozialismus" wurde enthüllt. (© picture-alliance, imageBROKER, Rolf Zöllner)

Allein in den ersten fünfzehn Jahren der Bundesrepublik wurden fast 45.000 Personen wegen homosexueller Handlungen verurteilt – mehr als viermal so viele wie während der gesamten fünfzehn Jahre der Weimarer Republik. Den Höhepunkt erreichte die Verfolgung 1959 mit über 3.500 Verurteilungen. Insgesamt wurden zwischen 1949 und 1994 schätzungsweise 64.000 Männer nach Paragraf 175 verurteilt, davon rund 50.000 bis zur Teilreform 1969, als das Verbot sexueller Handlungen zwischen Männern aufgehoben wurde und einvernehmliche Handlungen unter Erwachsenen (damals: 21 Jahre) entkriminalisiert wurden. Eine strafrechtliche Verurteilung bedeutete aber nicht nur Strafe, sondern auch die soziale Auslöschung – nicht wenige Homosexuelle, die die NS-Verfolgung überlebt hatten, nahmen sich in den 1950er-Jahren das Leben.

In der DDR verlief die Entwicklung gegensätzlich: Zwar urteilten auch dort zunächst viele Gerichte nach dem NS-Gesetz, doch entschied das Oberste Gericht der DDR bereits 1950, dass die weniger restriktive Weimarer Fassung des Paragrafen anzuwenden sei. Dadurch waren nur noch beischlafähnliche Handlungen strafbar. Ab Ende der 1950er-Jahre wurden homosexuelle Handlungen unter Erwachsenen zudem nicht mehr grundsätzlich verfolgt: Seit 1957 konnten Staatsanwaltschaften von einer Verfolgung absehen, wenn die Tat nicht als „gesellschaftliche Gefährdung“ galt. Die Zahl der Verurteilungen in der DDR ist deshalb vergleichsweise gering, wenngleich die genauen Zahlen umstritten sind. Der Fachbeirat der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld geht in seiner „Uracher Erklärung“ (2016) von rund 4.300 Verurteilungen aus, während andere diese Zahl für zu hoch halten.

In der DDR wurden homosexuelle Handlungen unter Erwachsenen bereits 1968 entkriminalisiert, rund zwanzig Jahre früher als in der Bundesrepublik. „1968 verschwand § 175 offiziell aus dem Strafgesetzbuch der DDR. Allerdings wurde ein Folgeparagraf 151 eingeführt, der ähnlich wie später in der Bundesrepublik, höhere Schutzaltersgrenzen für homosexuelle Kontakte vorsah. Er galt sowohl für homosexuelle Kontakte zwischen Frauen als auch zwischen Männern. 1988 wurde auch dessen Streichung beschlossen und 1989, wenigen Monate vor dem Mauerfall, in Kraft gesetzt.“ Rechtliche Duldung bedeutete jedoch auch hier keine gesellschaftliche Akzeptanz. Homosexuelle wurden weder vom sozialistischen Staat noch von der Gesellschaft toleriert – ein offenes homosexuelles Leben war kaum möglich, ohne Ausgrenzung und Diskriminierung zu riskieren.

Die Tatsache, dass Kurt Koch in der DDR als Verfolgter des Nazi-Regimes keinen Antrag auf eine Ehrenpension gestellt hat, könnte das unterstreichen, meint Jürgen Wenke: „Hätte Kurt Koch einen Antrag gestellt, wäre ja wieder aktenkundig geworden, dass er ein ‚175er‘ in der DDR war. Das war dort vielleicht etwas einfacher zu sagen, aber Unterstützung hat es auch keine gegeben.“

Die ständige Präsenz des Paragrafen 175 und seine Auswirkungen auf das Leben schwuler Männer nach 1945 und im geteilten Deutschland bedeutete eine tragische Fortsetzung der Diskriminierung. Es zeigt, dass es für Verfolgte – selbst wenn sie überlebt hatten – unmöglich war, sich nach dem Krieg darüber zu äußern. Eine Offenlegung der Verfolgungsgeschichte hätte, vor allem in der BRD, im schlimmsten Fall eine Fortsetzung der Gefängnisstrafe bedeutet. Doch die Lücke in der Biografie von Kurt Koch ist nicht nur das Ergebnis dieser Kontinuitäten nach dem Krieg. Sie ist auch das Ergebnis eines Mangels an persönlichen Dokumenten.

Was bleibt, sind die Akten der Verfolger

Die Forschung zur Geschichte der Opfer des Nationalsozialismus stützt sich oft auf die Quellen der Täter/-innen. Diese sind häufig die einzigen Zeugnisse, die zur Verfügung stehen, um die Biografien der Betroffenen zu rekonstruieren. Deshalb sind sie einerseits zwar von größter Bedeutung, da sie einen zentralen Teil der Geschichte dokumentieren, doch liefern sie andererseits nur ein unvollständiges und oft verfälschtes Bild der tatsächlichen Erfahrungen der Verfolgten.

Auch Jürgen Wenke war bei seiner Recherche zu Koch ausschließlich auf Täterquellen angewiesen: „Also ein Schriftstück aus seiner eigenen Sichtweise, wie er die Verfolgung darstellt, wie er das begründet, dass er sich persönlich äußert, dass er es vielleicht handschriftlich tut, wie ich das in manchen anderen Fällen gefunden habe – das alles ist einfach nicht existent.“

Joanna Ostrowska teilt diese Erfahrung. In den meisten Fällen hat auch sie nicht das Glück, auf persönliche Dokumente wie Tagebücher, Briefe oder Bilder zugreifen zu können: „Meist schreiben wir keine Biografien unserer Protagonisten, sondern lediglich etwas über die Welt, in der diese Menschen verfolgt wurden. Und meistens kann ich mehr über die Umstände der Verfolgung meines Protagonisten sagen als über sein Privatleben, seine oder ihre Geschlechtsidentität oder die sexuelle Orientierung.“

Dieses Schweigen hat Konsequenzen, die bis heute nachwirken. Wer sein Leben lang verborgen lebte, hinterließ kaum persönliche Dokumente. Und wenn doch, wurden diese häufig vernichtet oder versteckt. Die Unsichtbarkeit, die queere Menschen zu ihrer eigenen Sicherheit wählten, verschließt heute den Zugang zu Zeugnissen, die eine Biografie erst zu einem vollständigen Bild einer Persönlichkeit machen: Briefe, Tagebücher, Fotos, Erinnerungsstücke. Was übrig bleibt, sind Akten. Und Akten fehlt das Menschliche. Sie kennen nur Täter und Opfer, Paragrafen und Urteile. Auch Kurt Koch ist in den Quellen nur ein Name auf einer Liste, eine Unterschrift auf einer Quittung. Alles, was ihn darüber hinaus ausmachte, durfte nicht sichtbar sein und ist nun verloren.

Archivblockaden und ihre politische Bedeutung

Die Rekonstruktion von Biografien queerer NS-Opfer ist oft mit erheblichen Hürden verbunden. Mittlerweile werden zwar viele Dokumente aus der NS-Zeit digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wie etwa in den Externer Link: Arolsen Archives. In Deutschland sind personenbezogene Urkunden jedoch noch Jahrzehnte nach dem Tod geschützt. Lediglich mit einer beantragten Schutzfristverkürzung können Standesämter und Archive Urkunden früher zur Verfügung stellen.

Im Fall Koch hätten solche Dokumente Lücken schließen können. Nach seiner Rückkehr aus den Lagern war er, wie geschildert, verheiratet, die Ehe wurde nach zweieinhalb Jahren geschieden. Eine Heiratsurkunde existiert. Über sie hätte Jürgen Wenke mehr über die Ehefrau und ihren Sohn aus erster Ehe herausfinden können. Vielleicht hätte sich so eine neue Spur ergeben. Doch das Standesamt in Halle verweigerte die Einsicht, weil die Urkunde erst ab 2034 zur Verfügung stehe. Wenke sagt dazu: „Wenn diese Entscheidung eines Einzelnen so unkooperativ ist, dann ist das kränkend für das Opfer und kränkend für mich als Forscher – weil man weiß, da ist was, was man finden könnte. Und ob jemand das überhaupt so mitgedacht hat, das wage ich zu bezweifeln."

Es sind also nicht nur formale Schutzfristen, die Biografien unvollständig bleiben lassen. Es sind oft auch Einzelentscheidungen, die ganze Recherchen zum Stillstand bringen. Das verhindert eine angemessene Würdigung queerer NS-Opfer. Ostrowska kennt das: „Manchmal reicht schon eine einzige Person aus, um einen zu blockieren und die ganze Geschichte zu vereiteln. Man weiß, dass die Möglichkeit besteht, ein umfassenderes Bild zu zeichnen – aber wegen einer einzigen Person aus der Institution ist diese Möglichkeit nun dahin."

Diesen Widerständen begegnen Forscher/-innen nicht nur in Deutschland. So musste Joanna Ostrowska etwa bei Recherchen in Osteuropa lernen, ihre Themen zu verschleiern, um überhaupt Zugang zu Archiven zu bekommen: „Ein Themenwechsel ist manchmal ein Mittel zum Zweck. 2005 begann ich meine Recherche offiziell zur Architektur katholischer Kirchen im Zweiten Weltkrieg. Das verschaffte mir Zugang zu polnischen Archiven – ohne die üblichen Fragen nach meinem Interesse an queerer Geschichte. Es war ein Schutzmechanismus – für mich als Forscherin und für die von mir untersuchten Personen."

Für Jürgen Wenke ist all das kein bürokratisches Randproblem, sondern eine Frage der Haltung: „Der Stolperstein ist nicht zur Denunziation da, sondern zum Gegenteil: aufzuklären, zu sagen, hier hat ein Mensch gewohnt, den Leute vermisst haben. Da muss eine positive Haltung zugrunde liegen – und das ist eben nicht überall so."

Wer erinnert heute – und warum?

Queere Biografien im Nationalsozialismus werden allmählich sichtbarer. Verschiedene Mahnmale beispielsweise in Köln oder Berlin verankern das Erinnern an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus im öffentlichen Raum. Seit 2011 arbeitet die institutionell geförderte Externer Link: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld im Namen des ehemaligen Sexualwissenschaftlers unter anderem auch zu Externer Link: queeren Lebensrealitäten während des Nationalsozialismus. 2006 wurde auf Initiative der AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen in der Externer Link: Gedenkstätte Buchenwald ein Stein für die homosexuellen Häftlinge aufgestellt.

Doch solche Momente sind selten und meist das Ergebnis jahrelangen Drängens aus der queeren Community selbst. Wie viele andere Opfergruppen mussten sich auch die queeren NS-Opfer ihren Platz im kollektiven Gedächtnis erst erkämpfen. Er wurde von Einzelpersonen eingefordert, die ohne institutionelle Rückendeckung und ohne Bezahlung seit Jahrzehnten forschen und dokumentieren.

Zeit ist dabei die entscheidende und widersprüchliche Komponente. Für das kollektive Erinnern kann sie heilsam wirken: Sie schafft Distanz, ermöglicht Sprache, macht das Unsagbare sagbar. Jahrzehnte vergehen, bis eine Gesellschaft Worte findet für das, was geschehen ist. Bis Institutionen zuhören, bis das Schweigen einen Namen bekommt und eine Opfergruppe als solche anerkannt wird. Für die biografische Rekonstruktion aber wirkt dieselbe Zeit zerstörerisch. Jedes Jahr, das vergeht, bedeutet ein weiteres verlorenes Zeugnis, eine weitere Erinnerung, die niemand mehr überliefern kann. Zeitzeug/-innen sterben, bevor der gesellschaftliche Raum entsteht, in dem sie hätten sprechen können. Was kollektiv noch gerettet werden kann, ist für das Individuelle oft längst verloren.

Ostrowska, die selbst seit Jahren unter schwierigen Bedingungen zu queerer Geschichte in Osteuropa forscht, beschreibt, was queeres Gedenken trägt: „Am Ende steht es immer mit einer mutigen Person oder Gruppe in Verbindung – mit jemandem, der eines Tages Verantwortung übernimmt und eine wirklich schwere Aufgabe angeht: die Biografien queerer Menschen anzuerkennen und zugleich ein kleines Puzzlestück in das größere Bild einer queeren Geschichtsschreibung einzufügen."

Menschen wie Jürgen Wenke verkörpern genau das. Er forscht ehrenamtlich, betreibt auf eigene Kosten eine Webseite und verbringt seine Freizeit in Archiven für Menschen, die er nie gekannt hat, aber nicht vergessen will. Für ihn sind die Opfer, denen er nachspürt, keine fernen historischen Figuren: „Sie gehören zu meiner logischen Familie. Nicht zur biologischen, nicht zur sozialen – aber zur logischen."

Es ist diese persönliche Verbindung, die solche Arbeit möglich macht und die gleichzeitig zeigt, wie viel sie kostet. Solange das Gedenken der queeren Opfer des Nationalsozialismus vor allem auf dem Engagement Einzelner beruht, bleibt es fragil. Die Dunkelziffer der Verfolgten und Ermordeten bleibt hoch, eindeutige Zahlen existieren nicht und werden es vielleicht nie tun. Was bleibt, sind Lücken. Lücken in Archiven, Lücken in Biografien, Lücken im kollektiven Gedächtnis. Und Menschen, die diese Lücken trotzdem nicht hinnehmen wollen.

Kurt Koch hat keine Zeilen hinterlassen, keine Erinnerungen, kein Zeugnis. Oder sie konnten nicht gefunden werden. Dass wir überhaupt von ihm wissen, verdanken wir jemandem, der ihn nicht vergessen wollte. Was wir nicht wissen, verdanken wir einem Schweigen, das über lange Jahre institutionell verankert war.

Zitierweise: Kio Weck, „Die Leerstelle - Kurt Koch und das lange Schweigen über queere NS-Verfolgung", in: Deutschland Archiv, 15.05.2026, Link: www.bpb.de/578025 (ali).

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Fussnoten

Fußnoten

  1. Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD⁺), Von 1933 bis heute: Lesben und Schwule in Deutschland und der DDR, in: LSVD⁺, Februar 2018 (ergänzt 2020), https://www.lsvd.de/de/ct/934-Von-1933-bis-heute-Lesben-und-Schwule-in-Deutschland-und-der-DDR#nationalsozialismus, letzter Zugriff am 05.05.2026.

  2. Zitiert aus: Vor 25 Jahren in DDR: Streichung des Sonderstrafrechts gegen Homosexuelle (§ 151 DDR-StGB), Presseerklärung des LSVD, 30.6.2014, https://www.lsvd.de/de/ct/379-Vor-25-Jahren-in-DDR-Streichung-des-Sonderstrafrechts-gegen-Homosexuelle-151-DDR-StGB, zuletzt aufgerufen am 15.5.2026.

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studiert Multimedia und Autorschaft in Halle (Saale). Als frei/-e*r Autor*/-in beschäftigt sich Kio vor allem mit queeren Themen. Neben der Textarbeit ist Kio im Radio tätig und versteht Audio als politisches und erzählerisches Medium.