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"Sind so kleine Hände" | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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"Sind so kleine Hände" Gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen der DDR als Schutzfaktor vor Kindesmisshandlung?

Christoph Kasinger

/ 21 Minuten zu lesen

Ein Dauerstreitthema der Aufarbeitung ist die unterschiedliche Sozialisation in DDR und Bundesrepublik und ihre Folgen, sei es beim Aufwachsen in Familien, Kinderkrippen, Kindergärten oder Heimen. Wo beispielsweise gab es mehr Gewalt gegen Kinder, durch was wurde sie eher begünstigt? Eine Betrachtung des Psychotherapeuten Christoph Kasinger.

Ideologisch schon früh auch in ihrer Freizeit geprägt: Kinder und Jugendliche 1952 in der DDR, hier aufgenommen in einem Pionierhaus in Fürstenwalde. Im Hintergrund Sprüche der Jungen Pioniere der staatlichen Jugendorganisation "Freie Deutsche Jugend": "Junge Pioniere halten ihr blaues Halstuch in Ehren", "Junge Pioniere halten ihren Körper sauber und gesund!". (© picture-alliance, SZ Photo | Jürgen Wagner)

Was veranlasst mich als Westdeutscher, der 1990 geboren wurde und bis 2020 rein gar nichts mit der DDR zu tun hatte, diesen Text zu schreiben? Dessen Familie keinerlei Verbindungen in die DDR hatte und dessen Bild und Meinungen über die DDR lediglich auf dem beruhten, was medial vermittelt wurde? Im Mai 2020 trat ich eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz an, im Forschungsverbund „DDR-Vergangenheit und psychische Gesundheit: Risiko- und Schutzfaktoren (DDR-Psych.)“ unter der Leitung von Elmar Brähler und Manfred Beutel. Der Verbund vereinte Arbeitsstäbe aus fünf Forschungseinrichtungen (neben der Universitätsmedizin Mainz das Robert-Koch-Institut, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, die Universität Greifwald und das Universitätsklinikum Leipzig) und hatte ein klares Ziel: mithilfe breit angelegter Bevölkerungsdaten zu verstehen, welche systembedingten Faktoren in der DDR die psychische Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger langfristig geprägt haben, positiv wie negativ.

Ein Teil der wissenschaftlichen Arbeit ist es, Hypothesen darüber zu formulieren, was die erwarteten Ergebnisse nach der statistischen Analyse sein könnten. Das Urteil zu den erwarteten Ergebnissen und die Wirkrichtung der gefundenen Effekte beruhen dabei idealerweise auf bereits vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Zum anderen gibt es natürlich auch implizite Annahmen darüber, welche Effekte gefunden werden, je nachdem, welchen medialen, gesellschaftspolitischen und familiären Einflüssen man ausgesetzt war. Als ich mich daran machte, über die Hypothesen hinsichtlich des Einflusses gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen der DDR auf die psychische Gesundheit ihrer Bürger/-innennachzudenken, war für mich klar, dass das überwiegend negative sein mussten. Zu viel hatte ich gelesen und gehört von den Gräueltaten des „Unrechtsstaats DDR“, von „Tripperburgen“, Wochenkrippen, Todesschüssen auf Landesflüchtige und die unsägliche psychische und physische Gewalt, die von der Stasi ausgeübt wurde.

Umso überraschender – und meinem impliziten Bild von der DDR widersprechend – war es dann, als Forscherinnen der Universitätsklinik Leipzig erste Ergebnisse präsentierten, die einen anderen Bereich beleuchteten, Bereiche der Kindererziehung: Die Leipziger Studien zeigten, dass Personen, die in der DDR aufwuchsen, weniger über Kindesmisshandlungen berichteten als ihre westdeutschen Altersgenoss/-innen. Mein erster Impuls war Skepsis. Der Reflex des Wissenschaftlers, aber wohl auch der des Westdeutschen: Irgendein methodisches Problem würde das schon erklären. Stichprobe? Verzerrung durch unterschiedliche Antworttendenzen? Messfehler? Der Forschungsverbund führte daher weitere Untersuchungen mit unterschiedlichen Erhebungsinstrumenten und unterschiedlichen Stichproben durch, um die gefundenen Ergebnisse zu validieren und gegebenenfalls zu falsifizieren.

Was zeigen die Daten?

Die folgenden Studien entstanden unabhängig voneinander, mit unterschiedlichen Stichproben und Methoden und kommen dennoch immer wieder zu ähnlichen Befunden. In einer bevölkerungsrepräsentativen Untersuchung mit über 5.800 Teilnehmenden, die vor 1980 geboren wurden, wurde untersucht, ob der soziopolitische Kontext (Ost- vs. Westdeutschland) ein Prädiktor für selbstberichtete Kindheitstraumatisierungen ist. Mittels des sogenannten Childhood Trauma Screeners (CTS) zeigten sich bei Frauen aus Westdeutschland signifikant höhere Risiken, emotionale Vernachlässigung und emotionale, körperliche und sexuelle Gewalt im Vergleich zu Frauen aus Ostdeutschland zu erleben. Anders ausgedrückt: Westdeutsche Frauen hatten ein bis zu zweieinhalbfach höheres Risiko, als Kind körperlicher Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein.

Auch bei Männern war das Aufwachsen in Westdeutschland mit einem erhöhten Risiko für körperliche und sexuelle Gewalt assoziiert. Mein erster Skepsis-Reflex, ob Ostdeutsche solche Erfahrungen schlicht seltener berichten, weil sie anders mit Fragebögen umgehen, wurde methodisch direkt adressiert. Eine Analyse der Item-Funktion ergab keine Hinweise auf systematisch unterschiedliche Antwortmuster. Der Befund lässt sich also nicht wegmethodisieren. In einer vergleichenden Analyse zweier bevölkerungsbasierter Stichproben aus Ost- und Westdeutschland wurden kindliche Belastungserfahrungen mithilfe des CTS erfasst . Teilnehmer/-innen aus der ostdeutschen Stichprobe berichteten seltener über emotionale Gewalt (6,1 Prozent vs. 8,7 Prozent), körperliche Gewalt (5,7  vs. 10,3 ) und körperliche Vernachlässigung (10,0  vs. 19,2 Prozent) als Teilnehmende aus der westdeutschen Stichprobe.

In einer weiteren deutschlandweiten Erhebung mit über 5.000 Teilnehmenden (ab 14 Jahren) wurde mithilfe des ACE-Fragebogens untersucht, wie häufig belastende Kindheitserfahrungen (Adverse Childhood Experiences, ACEs) auftreten und welchen Einfluss der Ort des Aufwachsens (Ost- oder Westdeutschland oder Ausland), das Geschlecht und die Geburtskohorte haben. Personen, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind, berichteten in ihrer Kindheit und Jugend seltener von emotionaler Gewalt (8,3 vs. 16,6 Prozent), physischer Gewalt (6,7 vs. 11,9 Prozent), sexueller Gewalt (1,9 vs. 4,3 Prozent) und emotionaler Vernachlässigung (7,5 vs. 14,9 Prozent).

Aber auch Untersuchungen, die unabhängig von DDR-Psychologen entstanden sind und eine andere Fragestellung untersucht haben, bestätigen die bisherigen Ergebnisse. Klinger-König et al. untersuchten 2023, wie verbreitet Kindesmisshandlungen in Deutschland sind und wie deren Zusammenhang mit affektiven Symptomen ist. Dazu verwendeten sie Daten der deutschlandweiten NAKO Studie (Nationale Kohorte), die mehr als 83.000 Personen miteinschloss und Kindesmisshandlungen mithilfe des CTS erfasste. In einem Nebenbefund werden die Häufigkeiten von Gewalt- und Vernachlässigungserfahrungen in Kindheit und Jugend, aufgeteilt nach den unterschiedlichen Studienzentren, präsentiert. Aus den publizierten Häufigkeiten nach Studienzentren lässt sich ablesen, dass 28,64 Prozent der Westdeutschen irgendeine Form von Kindesmisshandlung erlebt haben, wohingegen dies nur auf 24,33 Prozent der Ostdeutschen zutrifft. Weiterhin berichten Ostdeutsche von weniger Gewalt- (13,63 vs. 17,91 Prozent) und Vernachlässigungserfahrungen (15,17 vs. 17,13 Prozent).

Einen weiteren Befund liefert eine Studie der Universitätsmedizin Rostock, die mit methodischen Verbesserungen gegenüber den vorangegangenen Untersuchungen aufwartete: Statt des kürzeren Screening-Instruments CTS setzten die Autoren den deutlich differenzierteren Childhood Trauma Questionnaire (CTQ) ein, der jede Misshandlungsform mit fünf statt nur einem Item erfasst. Von den 507 beteiligten Proband/-innen berichteten die 114 DDR-sozialisierten Teilnehmenden signifikant seltener über emotionalen Missbrauch und emotionale Vernachlässigung als die 393 Westdeutschen. Bei körperlichem Missbrauch, sexuellem Missbrauch sowie körperlicher und seelischer Vernachlässigung fanden sich keine statistisch bedeutsamen Unterschiede zwischen den Gruppen.

Diese partielle Nicht-Replikation der Befunde bei sexuellem und körperlichem Missbrauch verdient es, ernstgenommen zu werden. Die Autor/-innen selbst heben jedoch die entscheidende Einschränkung ihrer Studie hervor: Die DDR-Teilstichprobe umfasst lediglich 114 Personen. Was das für die statistische Aussagekraft konkret bedeutet, lässt sich am Beispiel des sexuellen Missbrauchs gut veranschaulichen. In der „DDR-Gruppe“ gaben gerade einmal 8,8 Prozent der Teilnehmenden an, in der Kindheit sexuelle Gewalt erlebt zu haben; das entspricht etwa zehn Personen. Um bei einer so niedrigen Basisrate einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen zwei Gruppen nachweisen zu können, bräuchte man eine vielfach größere Stichprobe. Vereinfacht gesagt: Wenn nur zehn Menschen in einer Gruppe ein Ereignis berichten, fehlt schlicht die numerische Basis, um zuverlässig zu beurteilen, ob sich diese Gruppe von einer anderen unterscheidet, selbst wenn ein echter Unterschied vorhanden ist.

In der Statistik nennt man das ein Power-Problem: Die Studie ist zu klein, um das zu sehen, was sie zu sehen versucht. Das ist kein Vorwurf an die Autor/-innen, sondern eine strukturelle Einschränkung, die sie selbst benennen. Zum Vergleich: Die Stichprobe von Ulke et al. (2021) umfasste über 5.800 Personen, die NAKO-Auswertung von Klinger-König et al. (2023) sogar mehr als 83.000. Bei solchen Fallzahlen können auch kleine, aber reale Unterschiede statistisch sichtbar gemacht werden. Bei 114 Personen hingegen bleibt Vieles im Ungewissen. Nicht-Signifikanz bedeutet hier nicht Nicht-Vorhandensein eines Effekts, sondern schlicht: zu wenig Daten, um etwas sehen zu können. Hinzu kommt, dass die Studie von Spitzer et al. als Online-Befragung über ein Marktforschungsunternehmen durchgeführt wurde, was eine andere Selektionsdynamik erzeugt als bevölkerungsrepräsentative Erhebungen mit persönlichem Kontakt. Auch das Überwiegen männlicher Teilnehmer in beiden Gruppen schränkt die Vergleichbarkeit mit anderen Studien ein, die konsistent stärkere Ost-West-Unterschiede bei Frauen gefunden haben. Der Befund von Spitzer et al. mahnt also zur Vorsicht und ist ein wichtiges methodisches Korrektiv. Er zeigt, wie sensibel diese Befunde auf Stichprobengröße und Erhebungsdesign reagieren. Widerlegt wird die Gesamtbefundlage dadurch nicht, zumal auch sie selbst bei dieser kleinen Stichprobe signifikante Ost/West-Unterschiede finden.

Wie lässt sich also erklären, dass diesen Befunden nach ausgerechnet in jenem Staat, dessen repressive Seite in der deutschen Erinnerungskultur so fest verankert ist, Kinder offenbar seltener körperlicher Züchtigung, emotionaler Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt waren? Es wäre naiv, hier nach einer einzigen Ursache zu suchen. Gesellschaftliche Realitäten entstehen nie durch einen einzelnen Schalter, den man umlegt. Genauso naiv wäre es, die Ergebnisse lediglich als Artefakte unterschiedlicher Antworttendenzen zu sehen. Denn es gibt mehrere strukturelle Besonderheiten in der DDR, die zusammengenommen ein schlüssiges Bild davon zeichnen, warum Kinder dort vor bestimmten Risiken besser geschützt waren. Dabei geht es nicht nur um historische Aufarbeitung. Die eigentliche Frage ist eine zutiefst gegenwärtige: Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fördern den Schutz von Kindern, und welche begünstigen Gewalt und Vernachlässigung? Gerade die deutsch-deutsche Forschung bietet hier eine seltene wissenschaftliche Konstellation: Zwei politische Systeme, die aus derselben kulturellen, sprachlichen und historischen Ausgangslage entstanden sind, haben über vier Jahrzehnte unterschiedliche Wege eingeschlagen und hinterlassen damit eine Art natürliches Experiment, das sich kaum besser hätte anlegen lassen.

Das Recht als Erziehungskultur

Ein naheliegender Ausgangspunkt ist das Gesetz. In der DDR wurden Körperstrafen an Kindern bereits 1949 – also mit Gründung des Staates – verboten. In der Bundesrepublik galt körperliche Züchtigung in Schulen bis 1973 als erlaubtes pädagogisches Mittel; in Bayern sogar noch bis 1983. Man mag einwenden, dass zwischen Gesetzeslage und gelebter Realität oft Welten liegen. Aber Gesetze prägen, über Jahrzehnte hinweg, auch Einstellungen. Sie verschieben den Konsens darüber, was normal ist, was akzeptabel, was beschämend und verächtlich. Dieser Mechanismus lässt sich empirisch belegen: Nachdem in Schweden 1979 ein Verbot körperlicher Züchtigung in Kraft trat, gingen Gewalttaten gegen Kinder dort erheblich zurück . Und auch In Deutschland sank die Häufigkeit körperlicher Bestrafung nach der gesetzlichen Verankerung des Rechts auf gewaltfreie Erziehung im Bürgerlichen Gesetzbuch im Jahr 2000 messbar . Normen wirken und beeinflussen die Häufigkeit von Kindesmisshandlungen.

Entsprechend zeigen aktuelle Studien, dass in westdeutschen Regionen die Akzeptanz körperlicher Züchtigung bis heute stärker ausgeprägt ist als in ostdeutschen. Und diese Akzeptanz gilt als einer der stärksten Prädiktoren tatsächlicher Gewaltanwendung gegenüber Kindern. Dreißig oder vierzig Jahre früher verbotene „Normalität“ hinterlässt Spuren im Erziehungsverhalten ganzer Generationen.

Auch prägend für viele Kinder in der DDR: Die Pionierorganisation 'Ernst Thälmann'; eine politische Massenorganistation für Kinder vom ersten bis zum siebten Schuljahr; angegliedert der der Freien Deutschen Jugend FDJ. Hier eine Mitgliedskarte aus dem Jahr 1971. (© picture-alliance/akg)

Der lange Schatten der schwarzen Pädagogik

Damit eng verbunden ist ein Umstand, der ebenfalls die Erziehungseinstellungen und -ideale über Jahrzehnte prägen kann: die realitätsentfaltende Wirkung von Erziehungsratgebern. In der Bundesrepublik wirkten autoritäre Erziehungsvorstellungen aus der Zeit des Nationalsozialismus deutlich länger nach. Ein prominentes Beispiel ist das Werk von Johanna Haarer („Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind"), 1934 erstmals erschienen und durchdrungen vom NS-Ideal einer kühlen, abhärtenden und autoritären Kindererziehung. Das Buch wurde in der Bundesrepublik noch bis 1987 aufgelegt und gelesen (wenn auch unter anderem Titel). In der DDR gab es keine Neuauflage, das Buch war nicht erhältlich. Haarer empfahl, Babys schreien zu lassen, nicht auf ihre Bedürfnisse einzugehen, Zuneigung zu dosieren wie ein Medikament – eine Erziehungsphilosophie, die Kälte als Stärke verklärte. Dass diese Schrift in der BRD noch jahrzehntelang konsumiert wurde und weiterhin die Erziehungseinstellungen mitbeeinflusste, während sie in der DDR aus dem Diskurs verschwand, ist kein unbedeutender Nebenbefund. Er passt zu dem, was wir in unseren Befragungen gefunden haben: Personen, die in der DDR aufgewachsen sind, erinnern das Erziehungsverhalten ihrer Eltern als wärmer, weniger strafend und weniger überbehütend als gleichaltrige Westdeutsche, . Auch das ist natürlich kein Beweis – Erinnerungen sind keine Videoaufnahmen. Aber es ist ein konsistentes Muster, das sich in mehreren Untersuchungen wiederholt.

Frauen, Abhängigkeit und die Möglichkeit, zu gehen

Wer über Kinderschutz in der DDR und BRD schreibt, muss auch über die unterschiedliche Situation von Frauen zu jener Zeit schreiben. Körperliche, emotionale und sexuelle Gewalt gegen Kinder findet überwiegend im familiären Umfeld statt, begangen von Personen, denen das Kind nahesteht. Eine Mutter, die zum Beispiel ökonomisch von einem gewalttätigen oder übergriffigen Partner abhängig ist, hat weit weniger Handlungsmöglichkeiten als eine Mutter, die ihren eigenen Lebensunterhalt verdient, Wohnung und Einkommen eigenständig sichert und eine Beziehung verlassen kann, ohne in existenzielle Not zu geraten. In der DDR waren Frauen in einem Ausmaß in den Arbeitsmarkt integriert, das in der Bundesrepublik seinesgleichen suchte. Das hatte ideologische und faktische Gründe – der sozialistische Staat brauchte Arbeitskräfte –, und es hatte reale Konsequenzen: Frauen waren deutlich seltener finanziell von ihren Partnern abhängig. Machtasymmetrien innerhalb von Familien waren strukturell weniger stark ausgeprägt. Geschlechterungleichheit ist ein zentraler Risikofaktor für physische Gewalt gegen Kinder

Hinzu kam ein weiterer, selten diskutierter Faktor: In der DDR war Abtreibung seit 1972 im ersten Trimester legal, kostenfrei und ohne Begründungspflicht möglich sowie gesellschaftlich weitgehend entstigmatisiert. In der Bundesrepublik blieb Abtreibung demgegenüber bis weit in die 1990er-Jahre strafrechtlich sanktioniert und sozial belastet. Frauen in der DDR hatten damit auch die reale Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft in einer belasteten oder gewalttätigen Situation zu beenden. Dies war eine Form reproduktiver Selbstbestimmung, die nicht nur abstrakt emanzipatorisch war, sondern im Einzelfall konkret schützend wirken konnte: für die Frau selbst und für Kinder, die in solche Verhältnisse hineingeboren worden wären. Weniger strukturelle Abhängigkeit, ein geringeres Machtgefälle zwischen den Geschlechtern und mehr reproduktive Selbstbestimmung bedeuteten wahrscheinlich mehr Schutz gegen Misshandlungen für Kinder.

Außerfamiliäre Betreuung als protektiver Faktor

Für viele Menschen, die in Westdeutschland sozialisiert wurden, war beziehungsweise ist die Kinderkrippe ein negativ besetztes Wort, weil es mit Vorstellungen von zu früher Trennung, emotionalen Schäden und fehlender Bindung verbunden wurde und wird. Dabei spricht aus entwicklungspsychologischer Perspektive einiges dafür, dass außerfamiliäre Betreuung unter bestimmten Bedingungen durchaus schützend wirken kann. Sexueller Missbrauch findet nach wie vor am häufigsten innerhalb der Familie oder im näheren sozialen Umfeld statt. Die bloße Tatsache, dass ein Kind regelmäßig Zeit in einer Einrichtung außerhalb des familiären Rahmens verbringt, unter den Augen geschulter pädagogischer Fachkräfte, kann präventiv Missbrauch entgegenwirken.

Nicht weil in Kitas keine Übergriffe stattfinden (auch das gibt es, und es wäre falsch, das zu verschweigen), sondern weil das Risiko, das aus einem isolierten, geschlossenen Familiensystem erwachsen kann, strukturell reduziert wird. Kinder, die fremdbetreut werden, haben mehr erwachsene Bezugs- und außerfamiliäre Bindungspersonen, an die sie sich wenden können und die als zusätzliche Beobachtungs- und Kontrollinstanzen fungieren. So werden Misshandlungen, problematische Familiendynamiken oder familiäre Überlastungssituationen wahrscheinlich eher bemerkt, was ein Intervenieren erst ermöglicht. Unter Druck stehende, belastete Familiensysteme erfahren zudem zumindest zeitweise eine Entlastung. All das sind Gründe, aus denen sich ein hoher Anteil an außerfamiliärer Betreuung in einer Gesellschaft positiv auf geringere Häufigkeiten von Kindesmisshandlungen auswirken kann.

Diese Schutzwirkung ist mittlerweile nicht mehr nur theoretisch plausibel, sondern auch empirisch belegbar. In einer aktuell eingereichten Studie unserer Forschungsgruppe wurden Daten von 137.177 Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie – einer der größten deutschen Bevölkerungsstudien überhaupt – ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen: Für die jüngste untersuchte Geburtskohorte (1974–1988) berichteten Personen, die außerfamiliär betreut wurden, überwiegend geringere Häufigkeiten von Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen – und zwar sowohl in der DDR als auch in der BRD. In der DDR fanden sich signifikant niedrigere Wahrscheinlichkeiten für emotionalen Missbrauch sowie emotionale und körperliche Vernachlässigung; in der BRD zeigten sich für alle fünf erfassten Misshandlungsdimensionen signifikant niedrigere Werte bei den Fremdbetreuten. Das ist ein bemerkenswerter Befund: Er zeigt, dass der protektive Effekt außerfamiliärer Betreuung kein DDR-spezifisches Phänomen ist, sondern ein allgemeiner Mechanismus, der sich kontextübergreifend zu bestätigen scheint. Ergebnisse aus der Interventionsforschung fügen sich in dieses Bild: Auch dort werden positive Kinderschutzeffekte und weniger familiäre Gewalt im Zusammenhang mit dem Ausbau öffentlicher Kinderbetreuung beschrieben.

Das Bild ist allerdings differenzierter als es auf den ersten Blick erscheint. Für die Kohorte der 1957–1973 Geborenen zeigten sich deutliche Unterschiede je nach Alter des Betreuungseintritts: Wer erst ab dem dritten Lebensjahr betreut wurde, berichtete weniger Misshandlungserfahrungen – wer hingegen bereits vor dem ersten Geburtstag in eine Betreuungseinrichtung kam, wies in beiden Ländern höhere Häufigkeiten von Kindesmisshandlungen auf. Das legt nahe, dass nicht jede Form und jeder Zeitpunkt von Fremdbetreuung automatisch schützend wirkt und dass sehr frühe Betreuung unter den Bedingungen der 1950er- bis 1970er-Jahre möglicherweise andere Effekte hatte als spätere Betreuung. Für die jüngste Kohorte ab 1974, die von den familienpolitischen Reformen in der DDR und einem verbesserten Betreuungsangebot profitierte, kehrt sich dieses Muster um.

Schattenseiten der DDR-Fremdbetreuung

Gleichzeitig wäre es falsch und naiv, die Schattenseiten der DDR-Fremdbetreuung zu übersehen. Es gab in der DDR Betreuungsstrukturen, die nachweislich negative psychische Langzeitfolgen hatten ,: Kinder, die in Wochen- oder Saisonkrippen untergebracht waren, also unter der Woche oder saisonal komplett von ihrer Familie getrennt lebten, berichten im Erwachsenenalter von höheren psychischen Belastungen. Das ist ein realer Befund, hinter dem sich individuelle und ganz persönliche Leidensgeschichten verbergen und den niemand kleinreden sollte.

Auch ein Element von Kindergartenerziehung in der DDR: Kinder gratulieren am 1. März 1983 mit einem selbstgemalten Bild Soldaten des Wachregimentes "Friedrich Engels" in der Friedrich-Engels-Kaserne am Kupfergraben in Berlin zum Tag der NVA (Nationalen Volksarmee). Der Feiertag ging auf die Gründung der NVA aus der kasernierten Volkspolizei am 1.3.1956 zurück. Traditionell beging man diesen Tag jährlich mit festlichen Appellen und der Verleihung von Auszeichnungen. In Kindergärten und Schulen übernahm er eine wichtige Funktion im Bereich der Wehrerziehung, schon früh wurde den Kindern das Bild der NVA als Beschützer des Friedens und des sozialistischen Systems nahegebracht. (© picture-alliance, ZB | Volkhard Kühl)

In der öffentlichen Erinnerung und im westdeutschen Diskurs über DDR-Kindheit verschwimmen Krippe und Wochenkrippe jedoch oft zu einem einzigen Bild kollektiver Verwahrlosung. Die historischen Daten erzählen eine andere Geschichte. Wie Brückner et al. (2020) auf Basis zeitgenössischer Statistiken zeigen, machten Wochen- und Saisonkrippen 1965 zusammen noch rund 38 Prozent aller Krippenplätze aus – ein Anteil, der bis 1989 auf unter 2 Prozent gesunken war. Rechnet man diese Anteile auf die tatsächliche Krippenquote in der Gesamtbevölkerung um, ergibt sich ein eher entwarnendes Bild für diejenigen, die die Wochenkrippe als DDR-Normalfall betrachten: Selbst auf dem Höhepunkt ihrer Verbreitung, Mitte der 1970er-Jahre, waren lediglich etwa 6 bis 7 Prozent aller Kinder jemals in einer Wochen- oder Saisonkrippe untergebracht. Über alle Geburtsjahrgänge ab 1960 gemittelt lag dieser Anteil bei rund 3 bis 4 Prozent. Das heißt: rund 96 bis 97 Prozent aller ab 1960 in der DDR Geborenen waren nie in einer jener Betreuungsformen, der die Forschung tatsächlich schädigende Wirkung zuschreibt.

Der überwiegende Großteil der fremdbetreuten DDR-Kinder wuchs in gewöhnlichen Tageskrippen auf – einer Betreuungsform, die sich in ihrer Grundstruktur deutlich weniger von nichtsozialistischen Betreuungsmodellen unterscheidet, als in der öffentlichen Debatte oft suggeriert wird, und für die die oben beschriebenen Schutzmechanismen Gültigkeit haben. Darüber hinaus gab es auch innerhalb der in Wochenkrippen Betreuten Unterschiede: Während manche tatsächlich über mehrere Jahre nur am Wochenende von Ihren Eltern betreut wurden, gab es auch viele Eltern, die die Wochenkrippe nur übergangsweise (zum Beispiel in Prüfungsphasen an der Universität) in Anspruch nahmen.

Das bedeutet freilich nicht, dass die DDR-Tageskrippe ein pädagogisches Idyll war. Die offiziellen Erziehungsziele waren stark auf Kollektivität, Ordnung und Reinlichkeit ausgerichtet; individuelle Bedürfnisse des Kindes spielten in den staatlichen Richtlinien lange eine untergeordnete Rolle. Und doch klaffte zwischen programmatischem Anspruch und gelebter Praxis oft eine erhebliche Lücke. Der Erziehungswissenschaftler Hans-Dieter Schmidt fasste es treffend zusammen: „Es wäre ein fundamentaler Irrtum anzunehmen, die Erziehungsrealität in der DDR sei ausschließlich durch die (…) offiziellen Intentionen, Induktionen und Indoktrinationen determiniert worden. Persönlichkeitsstruktur, Erleben und Verhalten der Heranwachsenden waren primär durch inoffizielle Konzepte beeinflusst, die im öffentlichen Meinungsalltag sozialer Netzwerke ihres Lebensraums, in den Köpfen der Eltern, aber auch einer Vielzahl staatlich angestellter professioneller Pädagogen mit ihrem ‚gesunden Menschenverstand‘ präsent.“ Gerade in ländlichen Regionen und kleinen Einrichtungen, wo staatliche Kontrolle weniger präsent war, hatten Erzieherinnen erheblichen Spielraum, den sie offenbar nutzten.

Was bleibt, ist ein ambivalentes Bild. Die außerfamiliäre Betreuung in der DDR hatte zweifellos schädliches Potenzial, und in bestimmten Formen, namentlich der Wochen- und Saisonkrippe sowie möglicherweise sehr früher Betreuung unter den Bedingungen früher Krippenkonzepte, hat sich dieses Potenzial auch realisiert. Unter einer epidemiologischen Gesamtschau jedoch, bei der es um die Beurteilung von Effekten für die breite Bevölkerung geht, ergibt sich ein anderes Bild: Die traumatisierende Betreuungsform betraf eine kleine Minderheit und verschwand gegen Ende der DDR weitgehend. Die dominierende Form der Tagesbetreuung hingegen löste Kinder regelmäßig aus dem exklusiven familiären Gefüge heraus, so dass die Kinder mehrere erwachsene Bezugspersonen hatten, wodurch die Wahrscheinlichkeit erhöht wurde, dass Gewalt und Vernachlässigung bemerkt wurden. Dadurch wurde strukturell jene Isolation reduziert, die Misshandlung begünstigt. Für die Bevölkerung als Ganze betrachtet, muss die DDR-Fremdbetreuung damit wohl als ein weiterer Faktor gelten, der protektiv gegenüber Kindesmisshandlungen gewirkt haben dürfte.

Kollektive Verantwortung statt privates Familienschicksal

Eng damit zusammen hängt ein tieferer kultureller Unterschied: das Verständnis davon, wer für Kinder zuständig ist. In der Bundesrepublik galt lange das Leitbild der privaten Kernfamilie als eigenverantwortlicher Insel. Was hinter der Wohnungstür geschah, war Privatsache. Der Staat hielt sich zurück, die Nachbarn hielten sich raus, und das Kindeswohl war primär eine Frage individueller Güte oder elterlichen Versagens. In der DDR war Kindererziehung normativ als gesellschaftliche Aufgabe konzipiert. Das hatte sicher auch seine problematischen Seiten, wie eine übergriffige staatliche Kontrolle, ideologische Durchdringung, die Beschneidung familiärer Autonomie und vieles mehr. Aber eine Konsequenz war auch hier, dass problematische Familiendynamiken oder familiäre Überlastungssituationen weniger im Verborgenen bleiben konnten. Die stärkere soziale Einbettung des Aufwachsens erhöhte somit die Wahrscheinlichkeit, dass Gewalt und Vernachlässigung frühzeitig auffiel und dass interveniert werden konnte.

Materielle Sicherheit als Schutzfaktor

Schließlich: die ökonomischen Verhältnisse. Der materielle Lebensstandard in der DDR war deutlich niedriger als in der Bundesrepublik, daran besteht kein Zweifel. Aber Armut ist nicht gleich Armut. Wohnraum war staatlich subventioniert und breit zugänglich. Grundnahrungsmittel waren erschwinglich. Armut bedeutete in der DDR somit weniger eine existentielle Bedrohung als in seinem Nachbarland, und existenzielle Unsicherheit, Obdachlosigkeit und extreme Einkommensungleichheit waren in der DDR weniger verbreitet. Ökonomischer Stress gilt als gut belegter Risikofaktor für innerfamiliäre Gewalt ,

Der Mechanismus dahinter ist gut verstanden: Wenn Eltern unter dem permanenten Druck existenzieller Unsicherheit stehen, wenn also die Frage, ob die Miete bezahlt werden kann, ob der Job morgen noch da ist, ob am Ende des Monats das Geld noch für Lebensmittel reicht, dann sind emotionale Ressourcen dauerhaft gebunden. Chronischer ökonomischer Stress erhöht Reizbarkeit, mindert Impulskontrolle und verringert die Fähigkeit, feinfühlig auf die Bedürfnisse von Kindern einzugehen. Er begünstigt Konflikte zwischen Partnern, die sich wiederum häufig auf Kinder übertragen. Und er engt Handlungsspielräume ein: Wer ums Überleben kämpft, hat weniger Kapazität, Hilfe zu suchen, Beratung anzunehmen oder eine gewaltbelastete Beziehung zu verlassen. In der DDR waren diese existenziellen Druckquellen strukturell abgemildert, wenn auch nicht beseitigt. Dass dies keine unmittelbare Schutzwirkung für Kinder entfaltet, wäre schwer zu behaupten.

Was bleibt: Die DDR als fortwirkende Größe

Besonders bemerkenswert ist, dass sich die beschriebenen Ost-West-Unterschiede nicht auf jene Generationen beschränken, die die DDR noch selbst erlebt haben. In einer bundesweiten Studie mit 18- bis 31-Jährigen – also Personen, die nach der Wende geboren wurden oder allenfalls als Kleinkind die letzten Tage der DDR erlebt haben – fanden wir dieselben regionalen Unterschiede: Körperliche und sexuelle Gewalt sowie Kindesmisshandlung insgesamt wurden in den ostdeutschen Bundesländern signifikant seltener berichtet als in westdeutschen. Das sind Menschen, für die die DDR keine biografische Realität ist. Dennoch wachsen sie in einer Umwelt auf, die von ihr geprägt wurde.

Wie ist das möglich? Die Antwort liegt darin, dass soziopolitische Systeme nicht spurlos verschwinden, wenn sie aufhören zu existieren. Ihre Hinterlassenschaften leben weiter – in Einstellungen, in kulturellen Selbstverständlichkeiten, in institutionellen Strukturen. Ostdeutschland weist bis heute eine deutlich höhere Vollzeiterwerbstätigkeit von Frauen auf als Westdeutschland, und die Infrastruktur frühkindlicher Betreuung ist dort noch immer dichter . Beides sind keine Relikte. Es sind funktionierende Schutzfaktoren, die weiterwirken. Hinzu kommt, was sich schwerer messen, aber empirisch ebenfalls belegen lässt: Wie bereits erwähnt, erinnern Personen in ostdeutschen Regionen das Erziehungsverhalten ihrer eigenen Eltern als wärmer und weniger strafend, was auch für die Nachwendegeneration gilt. Erziehungsstile, Normvorstellungen über Körperstrafen, das Selbstverständnis von Müttern als Berufstätige: All das wird nicht von einer Generation zur nächsten durch bewusste Entscheidung weitergegeben, sondern durch alltägliche Praxis, durch das, was in einer Familie als normal gilt.

Der Befund zeigt, dass gesellschaftliche Strukturen tiefere Wurzeln schlagen, als politische Zäsuren vermuten lassen. Und er legt nahe, dass wir, wenn wir Kinder wirksam schützen wollen, nicht allein auf individuelle Elternkompetenz, individuelle Resilienz oder therapeutische Intervention setzen dürfen. Wir müssen die Bedingungen in den Blick nehmen, unter denen Familien leben, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen, Erziehungskulturen, Geschlechterverhältnisse und institutionelle Unterstützungsstrukturen auf sie wirken, und erkennen, dass diese Bedingungen politisch gestaltbar sind. Zusammengenommen zeichnen diese Befunde also das Bild eines Systems, das trotz politischer Repression sozialpolitische Strukturen hervorbrachte, die bestimmte Entwicklungsrisiken abfederten.

QuellentextWunsch und Wirklichkeit: Kindeswohl in der DDR

Im Kontrast zu DDR-Propagandaberichten, wie nachstehend abgebildet ein Beitrag der staatlichen Nachrichtenagentur ADN der DDR, über die Situation von Familien, Kindern und Jugendlichen in der DDR Anfang 1979....

So wollte die DDR ihre Jugendpolitik gerne sehen. Zeitungsauschnitt aus einer DDR-Tageszeitung Anfang Januar 1979, gefunden im Nachlass einer Ost-Berliner Bürgerin, die darunter geschrieben hat: "Man sollte nicht an Statistiken glauben, die man nicht selbst gefälscht hat". (© bpb / hk)

...folgt nachstehend ein PDF-Dokument mit Ausschnitten aus einem Lagebericht zur Jugendsituation, erstellt für den "Runden Tisch" der DDR-Regierung vom 5.3.1990, auch mit offiziellen Daten über gefährdete Kinder durch familiär bedingte psychische Belastungen (ab S. 51). Erwähnt wird ebenfalls sexueller Missbrauch an Kindern in der DDR, Gewalt, die Behörden dort lange verschwiegen (ab S. 60). Auch von einer hohen Dunkelziffer ist die Rede. Hier der Link zum PDF:

Interner Link: "Ausgewählte Zahlen und Fakten zur Lage der 'Kinder und Jugendlichen in der DDR". Ein Bericht für den Runden Tisch der DDR-Regierung am 5.3.1990 als PDF, 38 Seiten (hk).

Mein Text beabsichtigt keine Relativierung des Unrechts in der DDR. Vielmehr soll er auf die Bedeutung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen für Kinderschutz verweisen: Gesetzliche Normen, Geschlechtergerechtigkeit, institutionelle Betreuung und ökonomische Sicherheit wirken und können, unabhängig von ihrer ideologischen Herkunft, nachhaltige Effekte auf das Aufwachsen von Kindern entfalten. Um die Eingangsfrage zu beantworten: Was war es also nun, was mich dazu veranlasst hat, als Westdeutscher, der 1990 geboren ist und bis 2020 rein gar nichts mit der DDR zu tun hatte, diesen Text zu schreiben? Die ehrliche Antwort lautet: die Daten. Und die Reaktion auf sie. Dieser Text ist mehr als eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme darüber, welche soziopolitischen Rahmenbedingungen Kinder in der DDR wohl vor Misshandlung schützten. Er ist auch eine Reflexion darüber, wie schwer es fällt, ein differenziertes Bild eines Staates zu zeichnen, dessen Geschichte man primär durch die Linse des westdeutschen Narrativs kennengelernt hat. Und darüber, welche blinden Flecken entstehen, wenn eine Gesellschaft ihre eigene Geschichte primär durch das Prisma politischer Systemkritik betrachtet und dabei übersieht, dass sich aus den Trümmern eines Unrechtsstaats auch Erkenntnisse über Kinderschutz, Geschlechtergleichheit, Erziehungskulturen und existentielle Sicherheit gewinnen lassen, die heute politisch gestaltbar sind.

Zitierweise: Christoph Kasinger, „Sind so kleine Hände“, in: Deutschland Archiv vom 10.06.2026. Link: www.bpb.de/578641. Alle im Deutschlandarchiv veröffentlichten Beiträge sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte. (hk)

Ergänzend:

Eine andere Sicht: Christian Zippel, Interner Link: "Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen?", DA vom 13.9.2024.

Interner Link: "Heimatkunde". Wie Schule Kinder in der DDR ideologisierte. Ein Dokumentarfilm von Christian Bäucker. DA vom 12.12.2023.

Angelika Censebrunn-Benz, Interner Link: "Wenn die Vergangenheit nie ruht", DA vom 30.3.2025.

Carsten Spitzer, Interner Link: Langzeitfolgen von DDR-Unrecht, DA vom 15.12.2024.

Holger Kulick, Interner Link: Ost-Westkinder, Kennzeichen D vom 21.6.1989 in der DA-Mediathek.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. https://ddr-studie.de/startseite.html. Letzter Zugriff 8.6.2026.

  2. Christine Ulke, Toni Fleischer, Holger Muehlan, Laura Altweck, Stefanie Hahm, Heidi Glaesmer, Jörg M.Fegert, Markus Zenger, Hans J. Grabe, Silke Schmidt, Manfred E. Beutel, Georg Schomerus, Elmar Brähler, Sven Speerforck, Socio-political context as determinant of childhood maltreatment: A population-based study among women and men in East and West Germany. Epidemiology and Psychiatric Sciences, 2021, Vol. 30, e72. Externer Link: https://doi.org/10.1017/S2045796021000585. Letzter Zugriff 8.6.26.

  3. Toni Fleischer, Christine Ulke; Karl-Heinz Ladwig, Birgit Linkohr; Hamimatunnisa Johar, Seryan Atasoy Geotg Schomerus u.a., Geschlechts- und regionalspezifische Unterschiede von Kindesvernachlässigung und Gewalt vor der deutschen Wiedervereinigung. Ergebnisse aus GESA, einem Multi-Kohorten Konsortium. PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie, 2022, Vol. 72 (12), S. 550–557.

  4. Ann-Christin Schulz, Christoph Kasinger, Christoph, Manfred E. Beutel, Jörg M. Fegert, Vera Clemens, Elmar Brähler: Adverse childhood experiences growing up in East or West Germany or abroad. Frontiers in Psychiatry, September 2022, Vol. 13, 908668. Externer Link: https://doi.org/10.3389/fpsyt.2022.908668., Letzter Zugriff 8.6.2026

  5. Vgl. J. Klinger-König, F. Streit, A. Erhardt, L. Kleineidam, F. Schmiedek, B.Schmidt, ... & H.J. Grabe, H. J. The assessment of childhood maltreatment and its associations with affective symptoms in adulthood: results of the German National Cohort (NAKO). The World Journal of Biological Psychiatry, 24(10), 897-908 (2023).

  6. Carsten Spitzer, Laura Lübke, Sascha Müller, Stefanie Knorr, Eva Flemming, Selbstberichtete Kindesmisshandlungen im Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland. Psychiatrische Praxis, 2023, Vol. 50 (6), S. 308–315.

  7. Vgl. Fußnote 1.

  8. Vgl. Fußnote 4.

  9. Joan E. Durrant, Staffan Janson, Law reform, corporal punishment and child abuse: The case of Sweden. International Review of Victimology, 2005, Vol. 12 (2), S. 139–158.

  10. Vera Clemens, Cedric Sachser, Miriam Weilemann, Jörg M.Fegert, 20 Jahre gewaltfreie Erziehung im BGB. Studie: Aktuelle Einstellungen zu Körperstrafen und elterliches Erziehungsverhalten in Deutschland, 2020.

  11. Kristine Khachatryan, Andreas Witt, Vera Clemens, Manfred E. Beutel, Elmar Brähler, Jörg M. Fegert, East-West differences in experienced corporal punishment: Results of a representative German study. Children and Youth Services Review, 2023, Vol. 153, 107111. Externer Link: https://doi.org/10.1016/j.childyouth.2023.107111, letzter Zugriff 8.6.2026.

  12. Vera Clemens, Oliver Decker, Paul L. Plener, Andreas Witt, Cedric Sachser, Elmar Brähler, Jörg M. Fegert, Authoritarianism and the transgenerational transmission of corporal punishment. Child Abuse & Neglect, 2020, Vol. 106, 104537. Externer Link: https://doi.org/10.1016/j.chiabu.2020.104537, letzter Zugriff 8.6.2026.

  13. Elmar Brähler, Martin Eisemann, Das erinnerte elterliche Erziehungsverhalten im Ost-West-Vergleich und seine Beziehung zur aktuellen Befindlichkeit. In: Sozialistische Diktatur und psychische Folgen, Bd. 4, Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt a.M. 2000.

  14. Manfred Beutel, Christoph Kasinger, Jörg M. Fegert, Elmar Brähler, Vera Clemens, Erinnertes elterliches Erziehungsverhalten in der deutschen Bevölkerung 1994 und 2020: Trends und Ost-West-Unterschiede. Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie 2025; 75(06): 239-246; Doi: 10.1055/a-2549-0808.

  15. Joanne Klevens, Katie A Ports, Gender inequity associated with increased child physical abuse and neglect: A cross-country analysis. Journal of Family Violence, 2017, Vol. 32, S. 799–806. Externer Link: https://doi.org/10.1007/s10896-017-9925-4, letzter Zugriff 8.6.2026.

  16. Christoph Kasinger, Daniele Otten, Danielle, Vera Clemens, Julia Petersen, Manfred Beutel, Hans J. Grabe, Ana Tibubos, Sven Speerforck, NAKO-Investigators, Elmar Brähler, Early childhood non-parental childcare and its associations with depression, anxiety, and self-reported childhood maltreatment in Germany: findings from the German National Cohort (NAKO). Manuskript eingereicht zur Publikation, 2026.

  17. lisa Braunheim, Ayline Heller, Claudia Helmert, Christoph Kasinger, Manfred E. Beutel, Elmar Brähler, Frühkindliche Betreuung in der ehemaligen DDR und psychische Belastung im Erwachsenenalter. Deutsches Ärzteblatt International, 2024, Vol. 121, S. 182–187. Externer Link: https://doi.org/10.3238/arztebl.m2023.0276, letzter Zugriff 8.6.2026.

  18. Eva Flemming, Stefanie Knorr, Laura Lübke, Claudia Terne, Carsten Spitzer, Bindung und seelische Gesundheit von ehemaligen Wochenkrippenkindern. Die Psychotherapie, 2023, Vol. 68 (6), S. 412–418.

  19. Johanna Brückner, Silke Schmidt, Elmar Brähler, Oliver Decker: Bedingungen außerfamiliärer Kleinkindbetreuung in der DDR. In: Prekärer Zusammenhalt, Psychosozial-Verlag, Gießen 2020, S. 79–100.

  20. Kurt Zwiener, Geschichte und Zukunft der Krippenerziehung in Ostdeutschland. In: Peter Büchner, Heinz-Hermann Krüger (Hg.): Aufwachsen Hüben und Drüben, Leske + Budrich, Opladen 1991, S. 107–116.

  21. Hans-Dieter Schmidt: Erziehungsbedingungen in der DDR. Offizielle Programme, individuelle Praxis und die Rolle der Pädagogischen Psychologie und Entwicklungspsychologie. In: Gisela Trommsdorff (Hg.): Sozialisation und Entwicklung vor und nach der Vereinigung, Leske + Budrich, Opladen 1996, S. 15–171, hier S. 41.

  22. Jeanne Brooks-Gunn, William Schneider, Jane Waldfogel, The Great Recession and the risk for child maltreatment. Child Abuse & Neglect, 2013, Vol. 37 (10), S. 721–729. Externer Link: https://doi.org/10.1016/j.chiabu.2013.08.004, letzter Zugriff 8.6.2026.

  23. William Schneider, Jane Waldfogel, Jeanne Brooks-Gunn, The Great Recession and risk for child abuse and neglect. Children and Youth Services Review, 2017, Vol. 72, S. 71–81. Externer Link: https://doi.org/10.1016/j.childyouth.2016.10.016, letzter Zugriff 8.6.2026.

  24. Christoph Kasinger, Heiner Scarlett, Ayline Heller, Thomas McLaren, Manfred Beutel, Vera Clemens, Elmar Brähler, Elmar: Legacy of the GDR: Regional disparities in childhood maltreatment in post-unification Germany. Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health, 2025, Vol. 19, Art. 22. Externer Link: https://doi.org/10.1186/s13034-025-00876-7, letzter Zugriff 8.6.2026.

  25. Denise Barth, Jonas Jessen, C. Katharina Spieß, Mütter in Ost und West: Angleichung bei Erwerbsquoten und Einstellungen, nicht bei Vollzeiterwerbstätigkeit. DIW Wochenbericht, 2020, Vol. 87 (38), S. 699–706.

Weitere Inhalte

Dr. Christoph Kasinger ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) und Psychologischer Psychotherapeut (PA/TP) in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm. Er hat von 2020 bis 2025 im Projekt „DDR-Vergangenheit und psychische Gesundheit (DDR-Psych)“ gearbeitet und promoviert.