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Nationalismus und Polarisierung | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Nationalismus und Polarisierung Warum sich Belarus und DDR nach 1989 so unterschiedlich entwickelt haben. Ein Vergleich

Jerzy Maćków

/ 21 Minuten zu lesen

Im Prozess der Auflösung des Ostblocks vor über 35 Jahren wurde die DDR demokratisiert. Das vergleichbar große Belarus scheiterte auf diesem Weg und wird Seite an Seite mit Russland weiterhin autokratisch beherrscht. Über Ursachen und Folgen reflektiert der Regensburger Politologe Jerzy Maćków.

Auch ein Signal, wie fest Belarus mit Russland verbündet geblieben ist, beide Nachbarstaaten werden autokratisch regiert. Das Bild vom 21.5.2026 zeigt eine von einem Video des russischen Verteidigungsministeriums abfotografierte Yars Interkontinentalrakete während eines gemeinsamen Militärmanövers mit russischen Atomstreitkräften in Belarus, das vom 19. bis 21. Mai 2026 andauerte. Beteiligt sollen mehr als 64.000 Soldaten und 7800 Waffensysteme gewesen sein. (© picture-alliance, Russian Defense Ministry Press Service via AP | Uncredited)

Zu diesem Vergleich

Mit 10,2 beziehungsweise 16,4 Millionen Einwohnern im Jahr 1989, als Mauer und Eiserner Vorhang fielen, lebten auf den Territorien von Belarus und DDR vergleichbare Populationen Ost- und Mitteleuropas. Die Ähnlichkeiten zwischen beiden Ländern beschränken sich jedoch nicht nur auf ihre Bevölkerungsgröße, sondern beziehen sich auch auf ihre politische Entwicklung nach 1945. Als Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik (BSSR) und Deutsche Demokratische Republik (DDR) waren beide jahrzehntelang von der Sowjetunion (UdSSR) in kommunistisch-totalitäre Strukturen hineingepresst und somit ihrer Freiheit sowie Souveränität beraubt worden. In dieser Zeit galten sie als die Vorzeigestaaten der – in der kommunistischen Neusprache so bezeichneten – „sozialistischen Staatengemeinschaft“, die in Wirklichkeit ein von Moskau aus regiertes Imperium war.

In Belarus wurden die Träger des politischen Widerstands – die Intelligenzija – schon in den Dreißigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts gezielt ausgerottet: „Von den 238 Schriftstellern, die während der Repressionsjahre (der 1930er Jahre – J.M.) verhaftet wurden, überlebten nur etwa 20 … Die … Belarussische Akademie der Wissenschaften … verlor ‚fast 90 Prozent‘ ihrer Mitglieder; ‚die überwiegende Mehrheit wurde erschossen‘ … in den 1930er Jahren fiel fast die gesamte nationale Intelligenz … den Stalin-Berija-Repressionen zum Opfer." In der DDR wiederum trugen mehrere Faktoren zur Systemkonformität der Bevölkerung bei: der verlorene Weltkrieg, die Erinnerung an die Niederschlagung des in der Bundesrepublik so genannten Volksaufstands im Juni 1953 durch sowjetische Truppen, die durch den Mauerbau 1961 verstärkte Hoffnungslosigkeit und die Praxis Ost-Berlins, „aufmüpfige“ Untertanen, die im Gefängnis gelandet waren, von der Bundesrepublik freikaufen zu lassen.

Eine weitere Ähnlichkeit: Obwohl Belarus im Gegensatz zum ehemaligen Mitteldeutschland in der kommunistischen Ära eine gewisse gesellschaftliche Modernisierung erfahren hatte, mussten beide Länder jahrzehntelang die ruinösen Folgen der sozialistischen Staatswirtschaft ertragen. Schließlich sollte noch die wichtigste Affinität zwischen der BSSR und der DDR genannt werden: Beide wurden nach der kommunistischen Ära durch ihren jeweiligen „großen Bruder“ – die Russländische Föderation und die Bundesrepublik – vereinnahmt.

Vor diesem Hintergrund wird nachfolgend versucht, den zwei auffallenden (und in der Tat zentralen) Unterschieden in der politischen Entwicklung beider Länder auf den Grund zu gehen. Erstens etablierte sich nach dem Kommunismus in Belarus ein autoritäres, demgegenüber in der ehemaligen DDR ein demokratisches System. Zweitens: Während in der belarussischen Öffentlichkeit politische Polarisierung bis heute kaum sichtbar ist, schreitet sie in den neuen Bundesländern voran.

Woher kommen diese krassen Entwicklungsunterschiede der früher sehr ähnlich geprägten Gesellschaften? Es liegt nahe, nach den Ursachen dafür im unterschiedlichen Status der Nation im jeweiligen Land zu suchen. Denn trotz der jahrhundertelangen Russifizierung sind Belarussen und Russländer entgegen der russländischen Propaganda niemals ein Volk geworden. Im Gegensatz dazu stellen Ost- und Westdeutsche eine Nation dar.

Nation, Nationalismus, Patriotismus, Chauvinismus

Wenn man Nation als eine politische und nicht als eine kulturelle Einheit betrachtet, dann weisen die Adverbien „national“ und „nationalistisch“ eine große Schnittmenge auf. Denn der Nationalismus erhebt den Anspruch, dass die Nation sich selbst regieren, das heißt ihren Staat haben sollte. Wird dieser Anspruch in einem Volk populär, wird dieses zur politischen Gemeinschaft, das heißt zu einer Nation. In der Vormoderne gehörte nur die Oberschicht (meistens der Adel, manchmal auch Teile des Bürgertums und Klerus) einer solchen Gemeinschaft an. Seit dem 18. Jahrhundert begann der Nationalismus in Europa jedoch, alle Angehörigen des Volkes als gleichberechtigte Bürger anzusehen, was entscheidend zur Demokratisierung der sich schnell modernisierenden Gesellschaften beitrug. Auch heute postuliert der Nationalismus die politische Partizipation der Bürger im Inneren und die Souveränität des Nationalstaates im internationalen Raum.

Die enge Beziehung zwischen Nation und Nationalismus führt häufig dazu, dass der Letztgenannte für schlechte Handlungen der Erstgenannten verantwortlich gemacht wird. Im Zusammenhang mit solchen Bezichtigungen muss darauf hingewiesen werden, dass es keine „perfekte“ Idee gibt, die als solche und von sich aus in der sozialen Realität agiert. Vielmehr existieren in der gesellschaftlichen Wirklichkeit unvollkommene Menschen, die behaupten, solche Ideen zu vertreten. Prinzipien und Handeln in Einklang zu bringen, verlangt ihnen viel ab, und sie versagen dabei oft.

Hinsichtlich der Kritik am Nationalismus wird oft behauptet, dass es einen unüberwindbaren Gegensatz zwischen ihm, der angeblich fremde Nationen verachtet, und dem Patriotismus, der andere Völker respektieren würde, gibt. Diese Behauptung ist falsch, wie mit der folgenden Begriffsklärung leicht gezeigt werden kann:

Der Patriotismus wird von jeher als „Vaterlandsliebe“ definiert. Was aber ist das Vaterland? Es kann als kulturelle, geografische und politische Einheit verstanden werden. Dementsprechend liebt der Patriot seine Landsleute mit ihrer Kultur, sein Heimatland mit seinen Landschaften und sein politisches Gemeinwesen. Die populärste Form dieses Gemeinwesens ist der Nationalstaat, der in Europa (außer in Russland) vor etwas mehr als einem Jahrhundert das Imperium als die wichtigste politische Gemeinschaft endgültig abgelöst hat. Daher bedeutet Patriotismus heute, jenen Nationalstaat zu lieben, der auch von Nationalisten zum höchsten politischen Gut erklärt wird.

Menschen, die sich zum Nationalismus und Patriotismus bekennen, können aus Dummheit oder emotionaler Schwäche übertreiben, indem sie den Selbstbestimmungsanspruch ihrer Nation auf Kosten der Freiheit oder sogar der Existenz anderer Völker durchsetzen wollen. Doch mit dieser Übersteigerung hören sie auf, Nationalisten und Patrioten zu sein. Sie werden zu nationalen Chauvinisten, die überzeugt sind, anderen Völkern aufgrund ihrer historischen oder gegenwärtigen Größe, der wirtschaftlichen Potenz ihres Landes, ihrer Hautfarbe, ihrer vermeintlichen Weisheit oder der Lügen, die sie produzieren beziehungsweise glauben wollen, überlegen zu sein. Es ist aber auch möglich, dass sie nicht nationale Chauvinisten, sondern Opportunisten oder Nihilisten sind, die ihre gegen die Rechte anderer Nationen gerichteten Maßnahmen mit nationalistischer und patriotischer Rhetorik rechtfertigen, obwohl ihnen nationale Anliegen nicht viel bedeuten.

Da die Nation ohne den Nationalismus nicht existieren kann, bedroht jeder Versuch, den Letztgenannten zu liquidieren, die Existenz der Nation. Das war der Fall in der Sowjetunion, die eine Fortsetzung des russländischen Zaren-Imperiums unter neuen ideologischen Vorzeichen darstellte. Nachdem Moskau mehrere Nationen gewaltsam in ihr ideologisches Imperium (die „sozialistische Staatengemeinschaft“) eingegliedert hatte, ging der Kreml daran, „nicht-nationalistische Nationen“ zu züchten, die nicht ihren eigenen Nationalstaat, sondern das „sozialistische Vaterland“ lieben würden. Ein Bestandteil dieses Prozesses war die erwähnte physische Vernichtung der nationalen Eliten in Belarus unter Stalin. Infolgedessen wurden die Belarussen nicht nur ihrer politischen, sondern auch ihrer kulturellen Rechte beraubt, um letztendlich mit der Erscheinung zu verbleiben, die die Kommunisten als „national in Form“ noch zu akzeptierten bereit waren: die Folklore.

Den russländischen Kommunisten waren in ihrem Imperium jedoch patriotische Gefühle nicht so fremd, als dass sie darauf verzichtet hätten, neben den Belarussen und den Ostdeutschen auch andere Völker und Nationen dazu zu zwingen, die russische Sprache und Kultur zu erlernen.

Nationalismus und politischer Grundkonsens im Übergangsautoritarismus

Wenn die Belarussen und die DDR-Deutschen der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre gewusst hätten, wie die westliche Gesellschaft funktioniert, hätten sie auch verstanden, dass die Absenz des politischen Pluralismus und die parteiliche Justiz, die sie vom kommunistischen Totalitarismus geerbt hatten, genau das Gegenteil dessen darstellten, was eine „rechtsstaatliche“ (auch „westlich“, „liberal“, oder „pluralistisch“ genannte) Demokratie ist. Da ihnen dieser Sachverhalt nur selten bewusst war, hatte in beiden Ländern das laute Bekenntnis zur Demokratie weniger mit deren Kenntnis zu tun, als vielmehr mit der Bewunderung des Wohlstands und des technologischen Vorsprungs des Westens.

Prägnant bemerkte Lech Wałęsa 1989 über die Last der kommunistischen Hinterlassenschaft: „Es ist leicht, aus einem Aquarium eine Fischsuppe zu machen, aber es ist schwer, aus einer Fischsuppe ein Aquarium zu machen.“ Der Kommunismus hörte auf zu existieren, sobald die kommunistische Partei auf ihren Herrschaftsanspruch verzichtete, allein die ganze Gesellschaft zu lenken und zu kontrollieren. Ohne diesen Anspruch konnten neue politische Kräfte – allen voran politische Parteien – entstehen und gleichzeitig wurden totalitäre Staatsstrukturen dysfunktional. Die totalitäre Ordnung mutierte sogleich in ein Übergangssystem, aus dem das „Aquarium“ – die Demokratie – hervorgehen sollte. In diesem temporären System wurde der politische Pluralismus nicht mehr verboten und gewaltsam verhindert, er hatte sich aber auch noch nicht entfalten können. Ein System des eingeschränkten Pluralismus wird für gewöhnlich „Autoritarismus“ genannt. Die je nach Land unterschiedlich lange Phase dieses postkommunistischen Übergangsautoritarismus war überall vom wirtschaftlichen Niedergang, politischen Konflikten und extremer Unsicherheit gekennzeichnet.

Zwar waren die politischen Eliten im Übergangsautoritarismus nicht daran gehindert, demokratische Politik zu betreiben. Dabei lautete die goldene Formel, dass im Konfliktfall Rechtsstaat gegenüber dem ungezügelten Pluralismus gestärkt werden sollte. Dieses für die Zeit des mutigen Sprungs in das „demokratische Aquarium“ optimale Ungleichgewicht konnte freilich nur dort herbeigeführt werden, wo es eine politische Elite gab, die bereit war, die Regeln des Verfassungs- und Rechtsstaates zu respektieren, das heißt ihre Macht selbst einzuschränken.

Mit dem Nationalismus konnten solche Eliten kreiert werden, weil er die Forderung nach der Souveränität des Volkes, das heißt nach Demokratie, enthielt. Mit dem nationalistischen Bazillus „angesteckte“ ehemalige Kommunisten setzten darauf, dass sie in einer rechtsstaatlichen Demokratie keine Rache zu fürchten hätten. Der Furcht vor dem Volkszorn beraubt, ließen sie sich mit der gerade legalisierten Opposition auf Verhandlungen über den Systemwechsel ein, statt wie bisher jede aufkommende autonome politische Kraft zu vernichten. Der Nationalismus lieferte zudem die unmissverständlichen Ziele der Systemumwandlung, die zugleich die wesentlichen Inhalte des neuen nationalen Konsenses darstellten: Unabhängigkeit und Demokratie.

Darüber hinaus konnte in dieser schwierigen Zeit das Volk aus dem Nationalismus die Hoffnung auf eine bessere Zukunft schöpfen, weil ihm nationalistisch gesonnene Eliten die Gewissheit vermittelten, dass eine politisch geeinte Nation imstande war, sich selbst zu regieren.

Der nicht-bürgerliche Nationalismus der Ostdeutschen

In der DDR waren die aus der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) stammenden Eliten im Jahr 1989 vom Nationalismus noch weit entfernt – nicht nur, weil sie ähnlich stark wie die Belarussen indoktriniert und moralisch bestenfalls indifferent waren, sondern auch, weil sie ihre Macht einer fremden Kraft – der Sowjetunion – verdankten. Zugleich gehörten sie jedoch „objektiv“ der deutschen Nation an, und daher war es ihnen bewusst, dass die Option der Vereinigung ihres Staates mit der Bundesrepublik Realität werden könnte.

Sie versuchten, eine reformierte DDR zu erhalten und an der Macht zu bleiben. Da sich der politische Konflikt 1989/90 auf die Straße verlagerte, war es wichtig, dass die Demonstranten sich zunächst ebenfalls für einen reformierten Kommunismus (Sozialismus) aussprachen. Ralf Dahrendorf bekannte damals, dass er ihrem berühmten Slogan „Wir sind das Volk“ nichts abgewinnen konnte. Diese Losung sei zwar „nett“, bemerkte er scharfsinnig, „aber als Verfassungsmaxime ist sie ein Spiegelbild des totalen Staates, der gerade abgeschafft worden ist. Wenn das Monopol der Partei nur durch den Sieg der Masse ersetzt wird, ist in kurzer Zeit alles verloren, weil die Masse weder Struktur noch Dauer hat.“

Dahrendorf übersah jedoch, dass die Parole den nach Jahrzehnten totalitärer Entmündigung erwachenden bürgerlichen Wunsch ausdrückte, Verantwortung für das Land zu übernehmen. Diese Sehnsucht half, in den Umbruchsjahren 1989/90 provisorisch das Machtvakuum zu füllen, das die kompromittierte SED hinterließ. Die Hoffnung auf einen „guten Sozialismus“ stabilisierte noch monatelang den gescheiterten Staat.

Diese Stabilisierungsleistung änderte nichts daran, dass die Demonstranten und Demonstrantinnen bald von der ökonomischen Realität eingeholt wurden, was zunehmend dazu führte, die Verantwortung für die Zukunft an das reiche marktwirtschaftliche Westdeutschland zu delegieren. Hinzu kam, dass die neuen, aus den „Dissidentenkreisen“ stammenden Politiker, die im Zuge der im Übergangsautoritarismus erfolgenden politischen Pluralisierung in die politische Elite aufgestiegen waren, oft unglaubwürdig erschienen. Nicht wenige neue Führungsfiguren der hastig gegründeten politischen Parteien entpuppten sich früher oder später als Mitarbeiter des kommunistischen Geheimdienstes.

Von der ruinösen Hinterlassenschaft der DDR niedergedrückt, gingen die Ostdeutschen mit einer neuen Parole auf die Straße: „Wir sind ein Volk.“ Damit gaben sie die Hoffnung auf eine Reform des Sozialismus auf und zeigten sich als deutsche Nationalisten. Seitdem stand dem gesamtdeutschen Konsens für den Beitritt der DDR zu dem demokratischen, souveränen deutschen Staat nichts mehr im Wege. Bundeskanzler Helmut Kohl tat recht daran, als er nach den ersten demokratischen Parlamentswahlen in der DDR im März 1990 Schritt für Schritt der nationalistischen Bewegung die von Dahrendorf angemahnten „Struktur und Dauer“ gab, indem er sich an ihre Spitze setzte und die geordnete Auflösung der DDR vorantrieb.

Der verhängnisvolle Aspekt dieser Entwicklung war allerdings, dass der ostdeutsche Nationalismus, der seine partizipatorischen Züge gerade eindrucksvoll offenbarte, eben diesen bürgerlichen Gehalt einbüßte. Eine deutsche Nation sollte fortan zwei Nationalismen in sich vereinigen: den bürgerlichen im Westen und den nicht-bürgerlichen im Osten der Bundesrepublik.

Demonstrierende im Herbst 1989 in Leipzig. Was ist aus ihren Träumen geworden? (© Holger Kulick)

Ohne starken Nationalismus keine Demokratie in Belarus

Während sich der Übergangsautoritarismus in der DDR durch den Beitritt zum Geltungsbereich des bundesdeutschen Grundgesetzes am 3. Oktober 1990 binnen weniger Wochen in eine Demokratie „verwandelte“, mussten die Belarussen ihr neues System selbst aufbauen. Die gewaltige Aufgabe musste Zeit in Anspruch nehmen. In Belarus dauerte die Übergangsperiode knapp fünf Jahre: von der Auflösung der Sowjetunion im Dezember 1991 bis zur Festigung autoritärer Herrschaftsstrukturen durch Staatspräsident Aljaksandr Lukaschenka Ende 1996.

Zwar konnte zwischen Dezember 1991 und der ersten Präsidentenwahl am 10. Juli 1994 noch der trügerische Eindruck entstehen, dass sich Belarus auf seine große Vergangenheit des Großfürstentums Litauen (14. bis 18. Jahrhundert) mit dessen demokratisch-partizipatorischen Traditionen zurückbesinnen würde. Doch bereits die großen Arbeiterproteste, die im Jahre 1992 das Land erschütterten, deuteten an, dass den meisten Belarussen infolge der dramatischen Verschlechterung der Lebensverhältnisse nach der Auflösung der UdSSR soziale Anliegen wichtiger waren als die nationale Souveränität.

Wie in den meisten postsowjetischen Staaten war in Belarus der Nationalismus schwach ausgeprägt. Politisch wurde er vor allem durch die Belarussische Nationalfront (BNF) repräsentiert, die im 1990 (also noch in der Sowjetunion) teilweise frei gewählten Parlament etwa ein Viertel der Abgeordneten stellte. Alles in allem war die BNF zu schwach, um den Großteil der belarussischen Eliten mit ihren starken wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen an Russland zu einer freiwilligen Selbsteinschränkung ihrer Macht und zur Respektierung des Gesetzes zu bewegen. Aus dem gleichen Grund konnte kein nationaler Konsens über die Entwicklung einer Demokratie erzielt werden. Zwar wurde die BSSR im Dezember 1991 nominal in die Republik Belarus umgewandelt, doch war diese nur formell unabhängig. Denn infolge des Wegbrechens des sowjetischen Marktes war sie von der Bereitschaft Russlands abhängig, seinen Markt für die belarussischen Waren zu öffnen und dem westlichen Nachbarland Öl zu Sonderpreisen zu liefern.

Nach der Auflösung der Sowjetunion gewann die nationale Bewegung in Belarus erstmals seit dem Ersten Weltkrieg beträchtliche politische Bedeutung. Dennoch konnte der frühere Kommunist und Kolchos-Vorsitzende Lukaschenka 1994 die ersten – und wie sich später zeigen sollte – letzten demokratischen Präsidentschaftswahlen gewinnen. Als Staatsoberhaupt hatte er gar nicht erst versucht, einen nationalen Konsens für Unabhängigkeit und Demokratie zu schmieden, sondern arbeitete eifrig daran, seine nationalistischen Gegner zu bekämpfen und seine Herrschaft als belarussisches „Väterchen“ (bat'ka) zu legitimieren.

Da es ohne den Nationalismus der Eliten keinen nationalen Konsens geben konnte, wurde die Sicherung der Macht zum Hauptinhalt von Lukaschenkas Politik. Einerseits stabilisierte er seine Herrschaft durch die Beibehaltung der an Russland gebundenen Staatswirtschaft. Andererseits ging er 1996 rechtswidrig gegen das Verfassungsgericht und das Parlament vor. Im November des gleichen Jahres ließ er ein Referendum über eine Verfassungsnovelle ansetzen, dessen Ergebnis die dauerhafte Institutionalisierung des autoritären Staates besiegelte. Auch den politischen Pluralismus schränkte er drastisch ein. 1999 und 2000 verschwanden fünf politische Gegner Lukaschenkas spurlos.

Zwar zeichnete sich nach Einführung des Präsidentenamtes 1994 das politische System der Republik Belarus durch eine duale Exekutive – Staatsoberhaupt und Regierungschef – aus. Da jedoch der Präsident durch die Volkswahl legitimiert sowie mit erheblichen Befugnissen ausgestattet wurde und die politischen Parteien äußerst schwach waren, entwickelte er sich schnell zur zentralen Figur im Staat, die nach dem Abtritt der kommunistischen Partei entstandene Machtvakuum füllte. Gemäß der Verfassung bestimmt er den Premierminister (den er auch abberufen kann), obwohl im klassischen Parlamentarismus der Regierungschef, der sich auf die Parlamentsmehrheit stützt, die duale Exekutive dominiert. Ebenso kontrolliert das Staatsoberhaupt sämtliche Parlamentsparteien, was ihm die vollständige Kontrolle über die Gesetzgebung ermöglicht.

Um seine Macht zu sichern, lässt der Präsident die politische Opposition von den Geheimdiensten und Justiz verfolgen und durch den staatlichen Propagandaapparat verunglimpfen. Damit bewirkt er polarisierende Reaktionen, auf die er wiederum mit weiteren Repressalien reagiert.

Politische Polarisierung

Die übertriebene politische Polarisierung zeigt sich in der Unsitte, den politischen Gegner (ob in Regierung oder Opposition) in der Öffentlichkeit unentwegt zu diffamieren und zu enthumanisieren. Versucht der Angegriffene, sich zu verteidigen, setzt dies die Polarisierungsspirale in Gang. In der Regel trägt eines der beiden konkurrierenden politischen Lager mehr Verantwortung, da es weniger Hemmungen hat, den Opponenten zum Feind zu erklären und ihm die Berechtigung an politischer Teilhabe abzusprechen. Sobald die Polarisierung jedoch den gesamten öffentlich geführten politischen Diskurs ergreift, wird es zunehmend schwerer, den eigentlichen Verantwortlichen zu identifizieren. Beide Lager tragen durch populistische Methoden – drastische Vereinfachung komplexer Sachverhalte, Beweihräucherung des Volkes, simple Lügen und anderes mehr – zur Polarisierung bei, indem sie den Gegner zum verachtenswerten bad guy stilisieren.

Polarisierung ist jedoch nicht nur ein Werk zynischer Eliten, die mit unlauteren Mitteln ihre jeweilige Anhängerschaft mobilisieren wollen. Vielmehr kann man von ihr erst dann sprechen, wenn sie die Öffentlichkeit gespalten und einen tiefen Graben durch die Gesellschaft und die Nation gezogen hat.

In der polarisierten Öffentlichkeit werden zwar oft die realen Probleme des Landes angesprochen, das aber geschieht jenseits der rationalen Argumentation. Auswahl und Darstellung der Unzulänglichkeiten und Defizite werden so vorgenommen, dass der „Feind“ stets als der einzig Verantwortliche für alles Negative erscheint. Daraus ergibt sich eine Bedrohung der Demokratie, weil nicht nur der politische „Feind“, sondern auch dessen Anhängerschaft konstant verunglimpft und entmenschlicht wird. Auf diese Art und Weise wird rhetorisch der Ausschluss breiter Bevölkerungsschichten aus der Nation vorgenommen, wodurch dem demokratischen Konsens der Boden entzogen wird.

Anders verhält es sich in autoritären Systemen, in denen die Regierung den öffentlichen Diskurs, der gegen die nach Demokratie strebende Opposition gerichtet ist, institutionell dominiert.

Bekämpfung der nationalen Opposition in Belarus

Wie gezeigt, ebnete die Schwäche des belarussischen Nationalismus den Weg zu Lukaschenkas Autoritarismus. Der Präsident beansprucht das alleinige Recht, das Volk zu regieren, während er der heftig unterdrückten nationalistischen Opposition Volksverrat unterstellt und zwar an den Westen. Er begründet seinen Vorwurf damit, dass die Nationalen in Belarus ihr Land in Richtung EU und USA führen wollen. Die Verunglimpfung wird noch dadurch ergänzt, dass er die Kollaborateure der „Nazis“ im Zweiten Weltkrieg zu den historischen Vorreitern und Vorbildern der Opposition erklärt.

Unaufhörliche Proteste. Demonstrantinnen am 2. September 2020 auf dem Unabhängigkeitsplatz in Minsk. Ihnen gegenüber maskierte Mitglieder der Spezialeinheit "Omon" der Polizei in der Republik Belarus. Sie ist Teil des repressiven Machtapparats unter Präsident Aljaksandr Lukaschenka. (© picture-alliance/dpa, TASS / Sergei Bobylev)

Weil Lukaschenka die nationale Opposition bekämpft, den kolonialen Status von Belarus im Verhältnis zu Russland um seiner eigenen Macht willen bereitwillig akzeptiert und die demokratische Tradition seines Volkes zu tilgen versucht, kann er kein Nationalist sein. Dennoch hat sogar er erkannt, dass ein Nationalstaat der nationalistischen Legitimation bedarf, und bedient sich deshalb eines populistischen Schein-Nationalismus.

Es ist ein „Nationalismus“, der – erstens – dem Volk (der Nation) schmeichelt. In populistischer Manier appelliert er an billigen „Ich-liebe-mein-Land“-Patriotismus, dem alle Völker, selbstverständlich auch in demokratischen Systemen, zu erliegen geneigt sind. In diesem Sinne unterstreicht die staatliche Propagandamaschine – Medien, Schule und sonstige Bildungseinrichtungen – die vermeintliche „Solidität“ der Belarussen, die die „besseren Russen“ seien, fähig und daran gewöhnt, ordentlich zu arbeiten, nicht zu viel Alkohol zu trinken, ihre Städte und ihr Land sauber zu halten sowie Steuern gesetzestreu zu zahlen. Diese Idealisierung geht aber mitnichten mit der Idee der nationalen Souveränität einher.

Vielmehr greift die legitimatorische Erzählung Lukaschenkas – zweitens – auf die bereits aus dem russländischen Zarenreich und dem kommunistischen Imperium bekannte Vorstellung von Belarussen und Russländern als „Brüdervölker“ zurück, und zwar ungeachtet dessen, dass Russland eine andere Geschichte als Belarus und im Gegensatz zu seinem westlichen Nachbarn keinerlei demokratische Tradition hat. Drittens: Lukaschenka wird als Retter von Belarus dargestellt. Die Erzählung vom „guten Präsidenten“, der das Volk sowohl vor den bad guys der nationalistischen Opposition im Inneren als auch außenpolitisch vor dem angeblich aggressiven Westen schützt, fördert allerdings die Polarisierung, weil diese bad guys in der Bevölkerung große Sympathien genießen und der Westen nur selten als Bedrohung wahrgenommen wird.

Der belarussische Nationalismus manifestierte sich am eindrucksvollsten in den Protesten, die 2020 das Land erschütterten. Es war wahrscheinlich die – gemessen an der Gesamtbevölkerung – größte Protestbewegung im Nachkriegseuropa, vor allem von Menschen getragen, die in einem formal souveränen Staat aufgewachsen waren und gegen den eklatanten Betrug bei den Präsidentschaftswahlen im August des gleichen Jahres auf die Straße gingen. Die von Sicherheitskräften hart angegangenen Demonstrantinnen und Demonstranten bewiesen einzigartigen Mut und organisatorisches Geschick. In Minsk skandierten sie: „Das ist unsere Stadt.“ Da dieser Slogan den Wunsch zum Ausdruck brachte, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen, und somit nationale und bürgerliche Ideen miteinander verband, drückte er einen demokratischeren Geist aus als die Parole „Wir sind ein Volk“, die dreißig Jahre zuvor von den Demonstranten in der DDR weltweit bekannt gemacht worden war.

Allerdings konnte dieses junge Ethos der Belarussen keinen nationalen Konsens für Demokratie stiften, da Lukaschenka die Proteste brutal niederschlug. Der Usurpator setzte 2020 eine Repressionswelle in Gang, die mit Verhaftungen, Folter, erzwungener Emigration, extrem hohen Geldstrafen und politisch gelenkten Gerichtsverfahren im Nachkriegseuropa ihresgleichen sucht. Und sie dauert immer noch an. Lukaschenka bekommt dabei wirtschaftliche und logistische Unterstützung aus Russland. Für diese Hilfe musste er einen weiteren Teil der belarussischen Souveränität an Moskau abgeben, was am 24. Februar 2022 unübersehbar wurde, als russländische Truppen vom belarussischen Territorium aus ihren Marsch Richtung Kyjiw starteten. Gemeinsame Atomkriegsübungen beider Länder im Mai 2026 unterstreichen das.

Die Opposition wird vom autoritären Regime daran gehindert, mit der nationalistischen Erzählung in den öffentlichen Diskurs einzusteigen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Belarus selbstverständlich ein stark polarisiertes Land ist. Die belarussische Polarisierungsspirale dreht sich latent weiter, solange Lukaschenka mit der festen Unterstützung Moskaus rechnen kann.

Ost-West-Polarisierung in Deutschland

Wie in anderen demokratischen Ländern drückt sich die Polarisierung auch in Deutschland in einer mit harten populistischen Bandagen geführten und deshalb intellektuell fragwürdigen Auseinandersetzung aus. Es wird nicht nur der politische „Feind“ verunglimpft und dämonisiert, sondern zugleich werden offensichtliche Defizite des immer schlechter funktionierenden Landes thematisiert – allerdings meist auf eine Weise, die den rationalen politischen Diskurs zunehmend verdrängt.

Obwohl die deutsche Öffentlichkeit noch nicht gänzlich von der unredlichen Verunglimpfung des jeweiligen „Feindes“ geprägt ist und dieser „Feind“ eher selten in der Wählerschaft der jeweils bekämpften Politiker verortet wird, scheint der Weg in diese Richtung kaum aufzuhalten zu sein. Die Polarisierungsdebatte artet inzwischen häufig in den rhetorischen Gegensatz „Nazis versus Verräter“ aus.

Auf der einen – parteiübergreifenden – Seite wird dem „Feind“ unterstellt, die Ideen der „Nazis“ (die begriffsstutzig mit „Faschisten“ oder „den Rechten“ gleichgesetzt werden) zu vertreten, womit die Errichtung einer „Brandmauer“ zur Alternative für Deutschland (AfD) begründet wird. Hier kann man, etwas verkürzt, vom breiten „Antifa-Lager“ mit seinen unzähligen ideellen Schattierungen sprechen, das vorgibt, „die Demokratie zu verteidigen“, und zwar „gegen rechts“.

Auf der anderen Seite des politischen Spektrums, dominiert von der AfD und ihrer wachsenden Wählerschaft, lautet der Vorwurf, „Parteien und Medien des Mainstreams“ betrieben eine „verräterische“ Politik, die nicht der deutschen Nation, sondern „Europa“, „den illegalen Migranten“, „dem Krieg“ (gemeint ist damit die Unterstützung der Ukraine, denn dieses Lager ist ausgesprochen pro-russländisch) und den „Islamisten“ diene. Hier tritt ein nationaler Chauvinismus zutage, der ausgerechnet jene Nation „vor der Abschaffung retten“ will, die innerhalb der Europäischen Union über den größten Einfluss verfügt und dort sogar offen Führungsansprüche reklamiert.

Unübersehbar ist der Regionalismus der deutschen Polarisierung: Anders als in den westlichen Bundesländern stellt im Osten die Alternative für Deutschland (AfD) die derzeit stärkste Partei dar. Diese territoriale Zweiteilung lässt sich zumindest teilweise auf das Zusammentreffen des bürgerlichen mit dem nicht-bürgerlichen Nationalismus in den Jahren nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik zurückführen. Ostdeutschland musste damals sowohl Institutionen als auch politische Führung, Bürokratiekräfte, Richter, selbstverständlich Wirtschaftsleute, oft Lehrpersonal und anderes mehr aus Westdeutschland „importieren“. Damit gelangten westdeutsche Eliten zu vielfältiger Macht in der ehemaligen DDR.

Nachdem bereits 1990 aus den – damals neuen – Bundesländern eine riesige Migrationswelle gen Westen einsetzte und sich die mit der Wiedervereinigung verbundenen, von der westdeutschen Politik erweckten Hoffnungen auf einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung nicht erfüllten, kippte die Stimmung bekanntlich. Viele Ostdeutsche fühlten sich von „westdeutschen Kolonisatoren“ entmündigt. Im Gegenzug warfen westdeutsche Bürger ihren Landsleuten im Osten mangelnde Dankbarkeit für die enormen Leistungen der alten Bundesländer beim Wiederaufbau des vom Kommunismus ruinierten DDR-Gebiets vor.

Zwar gewann der ostdeutsche Nationalismus im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte bürgerliche Züge, sichtbar etwa im politischen Engagement der umstrittenen Bewegung „Pegida“ („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“). Der populistische Zugriff auf die zentralen Themen des öffentlichen Diskurses in beiden Landesteilen – Migration, Klimawandel, political correctness, Islam, die Haltung zu Ukraine und Russland, um nur die wichtigsten zu nennen – treibt die Polarisierungsspirale weiter an.

In Belarus hingegen stabilisiert die russländische Unterstützung das autoritäre Regime, das Polarisierung zugleich fördert und versteckt. Sollte diese Unterstützung eines Tages zu Ende gehen, könnte die entbundene Polarisierung den Nationalismus und mit ihm die Demokratisierung befördern.

Seit 1994 in Minsk an der Macht und Blockierer einer demokratischen Entwicklung in Belarus: Der diktatorisch herrschende Präsident Alexander Lukaschenka, aufgenommen im Kreis von Offizieren am 21. Mai 2026 während des gemeinsamen Manövers atomarer Streitkräfte russischer und belarussischer Streitkräfte im Distrikt Assipowitschy im Zentrum von Belarus. (© picture-alliance, Belarusian Presidential Press Service via AP | Uncredited)

Schluss

Die Entwicklungen in Belarus und Ostdeutschland lassen sich auf unterschiedliche Formen des Nationalismus und deren jeweilige gesellschaftliche Bedeutung zurückführen. Während der Nationalismus der Ostdeutschen ihren Beitritt zur demokratischen Bundesrepublik bewirkte, führte die Schwäche des belarussischen Nationalismus zur verhängnisvollen Etablierung eines von Russland gestützten Autoritarismus.

Was die Polarisierung angeht, so ist sie im autoritären Belarus nicht sichtbar, weil der chronische Wahlbetrüger Lukaschenka die nationalistisch orientierte Opposition als zentralen Motor der Demokratie aus der Öffentlichkeit verdrängt hat. In der Bundesrepublik hingegen ist die regionale Spaltung des Nationalismus zwar überwunden, doch sie wurde durch eine starke Ost-West-Polarisierung ersetzt. Diese Polarisierung bedroht den gesamtdeutschen Nationalismus und somit auch den demokratischen Konsens.

Zitierweise: Jerzy Maćków, Nationalismus und Polarisierung. Warum sich Belarus und DDR nach 1989 so unterschiedlich entwickelten. Ein Vergleich, in: Deutschlandarchiv 22.5.2026, www.bpb.de/578156. Alle Beiträge im Deutschlandarchiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte. (hk)

Ergänzend:

Jerzy Maćków, Interner Link: Die verhängnisvolle Blindheit, Deutschlandarchiv vom 1.2.2024.

Jerzy Maćków, Interner Link: Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer, Deutschlandarchiv vom 22.4.2022.

Karl Schlögel, Belarus. Interner Link: Terra Incognita. Deutschlandarchiv vom 28.1.2025.

Wolfgang Templin, Interner Link: Auf dem Weg zu einem freien Belarus?, Deutschland Archiv 1.9.2020.

Jens Reich, Interner Link: Revolution ohne souveränen historischen Träger, Deutschlandarchiv vom 26.10.2022.

Stefan Wolle, Interner Link: Der Zauber des Anfangs, Deutschlandarchiv vom 24.12.2024.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Quelle https://www.macrotrends.net/datasets/global-metrics/countries/blr/belarus/population, letzter Abruf 20.5.2026.

  2. Quelle https://de.statista.com/statistik/daten/studie/249217/umfrage/bevoelkerung-der-ddr/, letzter Abruf 20.5.2026.

  3. Im innerdeutschen Sprachgebrauch bezeichnet das Auswärtige Amt Belarus bis heute offiziell als „Weißrussland“.

  4. Bei Jan Zaprudnik, Belarus. At the Crossroads in History, Boulder u.a. 1993, S. 87.

  5. Mitteldeutschland hat seinen im innerdeutschen wie auch im internationalen Vergleich sehr hohen Modernisierungsstand in der – und durch die – DDR eingebüßt. Belarus hingegen entwickelte sich im gleichen Zeitraum zu der vielleicht modernsten Republik der Sowjetunion. Die kommunistische Modernisierung wies allerdings pathologische Züge auf: Sie bedeutete Industrialisierung ohne Innovation und ökonomische Rationalität, Alphabetisierung ohne Meinungsfreiheit und Urbanisierung ohne Stadtkultur.

  6. n Deutschland weiß man, dass in Belarus meist die russische Sprache verwendet wird und die russisch-orthodoxe Kirche die populärste Konfession darstellt. Aber das Wissen darüber, dass Belarus das Opfer einer meist gewaltsamen Russifizierung der vergangenen gut zwei Jahrhunderte ist, ist hierzulande so gut wie nicht vorhanden.

  7. Vgl. Hans Kohn, The Idea of Nationalism, New York 1945; Ernest Gellner, Nations and Nationalism, Ithaka–New York 1983, S. 1ff. Zu Konzepten von Nation und Nationalismus siehe auch Jerzy Maćków, Am Rande Europas? Nation, Zivilgesellschaft und außenpolitische Integration in Belarus, Litauen, Polen, Russland und der Ukraine, Freiburg im Breisgau 2004, S. 24–80.

  8. Dazu das Standardwerk von Anthony D. Smith, National Identity, London 1991.

  9. Eine schlechte Umsetzung einer guten Idee kann bekanntlich zu tragischen Ergebnissen führen. Im Gegensatz zur Verwirklichung realitätsferner Vorstellungen wie „Sozialismus“ oder „Kommunismus“ führt die nationalistische Auffassung, die einen deutlichen Bezug zur Wirklichkeit aufweist, jedoch nicht zwangsweise zur Errichtung des Totalitarismus.

  10. Russland kennt kaum den eigenen Nationalismus, sondern von jeher eine imperiale Identität, deren Kern im Anspruch auf territoriale Expansion besteht, der durch die Vorstellung einer vermeintlich überlegenen Kultur („russkij mir“) begründet wird.

  11. Siehe Jerzy Maćków, Autoritarismus. Noch immer ein System des eingeschränkten Pluralismus, in: ders. (Hrsg.), Autoritarismus in Mittel- und Osteuropa, Wiesbaden 2009, S. 17–43.

  12. Da die meisten westlichen Politikwissenschaftler den Totalitarismus-Begriff nach Stalins Tod im Jahre 1953 aufgegeben und den Kommunismus als autoritäres System betrachtet hatten, waren sie außerstande zu erkennen, dass in den posttotalitären Ländern der ersten demokratischen Wahl eine qualitativ neue, eben autoritäre Phase vorausgehen musste. Zum Übergangsautoritarismus siehe empirische Studien in: ebd., S. 55–213, insbesondere die Artikel: Uwe Backes, Hybrides System des untergehenden Staates. Die DDR 1989–1990, S. 57–85; Hans-Georg Wieck, Opposition und Regime in Belarus: Zwischen Russland und der EU, S. 275–285.

  13. Ralf Dahrendorf, Betrachtungen über die Revolution in Europa in einem Brief, der an einen Herrn in Warschau gerichtet ist, Stuttgart 1990, S. 99.

  14. Diese extreme Schwäche des Nationalismus war in den sowjetischen Republiken Estland, Lettland und Litauen nicht zu beobachten. Dort konnten Demokratien vergleichsweise schnell errichtet werden. Stark ausgeprägt war der Nationalismus auch in der Westukraine, was allerdings nichts an seiner damaligen Ohnmacht in den übrigen Landesteilen änderte. Im postkommunistischen Georgien traf der starke Nationalismus auf zentrifugale Bewegungen kleinerer Ethnien. Da diese in ihrem oft bewaffneten Kampf gegen die nationalistische Zentralregierung russländische Unterstützung erhielten, entwickelte sich die unabhängige Republik Georgien in den 1990er-Jahren zu einem „failing state“. Erst im neuen Jahrtausend konnten die Georgier einen funktionierenden Nationalstaat aufbauen, der freilich in den vergangenen Jahren immer mehr unter russländische Kontrolle geriet.

  15. Siehe dazu Maryia Schasnaya, Politische Opposition in autoritären Systemen: Belarus und die Ukraine im Vergleich. Dissertation, Universität Regensburg (2026), https://epub.uni-regensburg.de/78530/.

  16. Ggf. vergleichbar mit der Kohabitation wie in Frankreich.

  17. Zur politologischen Literatur über diese Problematik siehe u.a.: Jochen Roose/Elias Steinhilper, Politische Polarisierung: Zur Systematisierung eines vielschichtigen Konzepts, in: Forschungsjournal Soziale Bewegung 2/2022, Jennifer McCoy/Murat Somer u.a., Polarisation and the Global Crisis of Democracy – Common Patterns, Dynamics, and Pernicious Consequences for Democratic Polities, in: American Behavioral Scientist 1/2018, S. 16–42.

  18. Siehe etwa Wieck, a.a.O., S. 275–285.

  19. Vgl. Spiegel.de vom 19.5.2026, „Russland und Belarus trainieren Atomwaffeneinsatz“, https://www.spiegel.de/ausland/russland-und-belarus-trainieren-einsatz-mit-atomwaffen-a-33fd578a-f524-48dc-af20-2e8c2948622f, letzter Zugriff 20.5.2026.

  20. Siehe dazu etwa Hans-Ulrich Derlien, (Hrsg.), Zehn Jahre Verwaltungsaufbau Ost – eine Evaluation, Baden-Baden 2001.

Weitere Inhalte

Prof. Dr. Jerzy Maćków wurde 1961 in Polen geboren und studierte Philosophie und der Neueren Geschichte in Poznań und Hamburg. Er habilitierte 1998 mit einer Schrift über die politische Stabilität Polens und Russlands im Systemwandel. Er lehrt seit 2002 Vergleichende Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Ost- und Mitteleuropa an der Universität Regensburg. In der bpb-Schriftenreihe erschien 2023 sein Essayband "Interner Link: Der Krieg um die Ukraine und der Frieden in Europa".