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Nein sagen | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Nein sagen Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Nein sagen

Matthias Brandt

/ 19 Minuten zu lesen

Eine Rückerinnerung des Schauspielers Matthias Brandt an die deutsche Vergangenheit und ein Plädoyer für die Gegenwart. Ein Buchauszug als Diskussionsbeitrag.

Kränze für die Opfer der Hitlerdiktatur an der Gedenkstätte Plötzensee: Zwischen 1933 und 1945 wurden im Gefängnis Plötzensee 2891 Todesstrafen vollstreckt, so auch die der Beteiligten am Umsturzversuch 20. Juli 1944. (© AP)

Meine Generation hatte das Glück, weitgehend in Frieden aufzuwachsen. Mir hatte das den Luxus verschafft, mich aus der Politik heraushalten zu können. Jetzt ist allerdings Vieles anders. Mein Eindruck ist, es bleibt nur die Wahl, sich entweder zurückzuziehen, in Resignation zu verfallen oder sich mit den eigenen bescheidenen Möglichkeiten dagegenzustellen, dass autoritäre Kräfte das zerstören, was nach Krieg und Naziherrschaft unter Mühen aufgebaut wurde. Sollte man damit scheitern, was gerade keineswegs ausgeschlossen scheint, hat man es jedenfalls versucht.

Seit einigen Jahren haben wir nicht mehr die stabile politische Lage, in der wir uns über Jahrzehnte befunden haben. Grundsätzliche politisch-moralische Werte und Prinzipien, die ich bei allen möglichen Meinungsunterschieden für unabänderlich hielt, scheinen nicht mehr zu gelten. Klar wurde mir das am Abend der Bundestagswahl 2017. Ich erinnere mich genau an die Bilder: der damalige AfD-Vorsitzende Alexander Gauland auf der Bühne, unter dem Gejohle seiner Anhänger, in Tweedsakko und mit Hundekrawatte, scheinbar harmlos, wie der Prototyp des schlecht gelaunten Nachbarn aus einer Hugh-Grant-Komödie, der einem das Leben schwer macht. Für mich war dieser Mann bis dahin eher eine Witzfigur gewesen. Und dann diese Sätze: »Da wir ja nun offensichtlich drittstärkste Partei sind, kann sich diese Bundesregierung (…) warm anziehen. Wir werden sie jagen, wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen – und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen.«

Das war – jenseits des entlarvenden Besitzanspruchs – nicht einfach ein zugespitztes Bild für parlamentarische Auseinandersetzung, das war SA-Rhetorik. Es klang etwas heraus, das mehr meinte: nämlich, wie man jene, die anders denken, anders fühlen, die anders sind, die widersprechen, die nicht ins eigene Weltbild passen, zu behandeln gedenke, sobald man selbst erst die Zügel in Händen halte. Und in diesem Moment, zu Hause vor dem Fernseher, hat mich das erschüttert. Ich dachte: Et-was verschiebt sich. Politisch, rhetorisch und vor allem emotional.

Was mich in der Folge an diesen Rechtspopulisten am meisten wütend machte, war etwas, das es in dieser Form in unserem Land so noch nicht gegeben hatte: Was wissenschaftlich gesichert ist, was auf überprüfbaren Fakten beruht, wurde einfach nicht mehr als Tatsache anerkannt. Gesicherte Erkenntnisse über Klima, Geschichte, Medizin – es spielt keine Rolle, worum es geht: Wenn es nicht passt, wird es zur Lüge erklärt und dies dann über die sogenannten sozialen Medien in die Welt posaunt.

Das war mehr als ein Streit um Meinungen. Es war ein Angriff auf das, worauf wir uns bisher verlassen konnten: dass es so etwas wie überprüfbare Wirklichkeit überhaupt gibt. Es war, als würde man das Einmaleins abschaffen und das Alphabet gleich dazu. Denn wenn selbst Rechnen und Schreiben keine bindende Kraft mehr haben, wenn alles nur noch Ansichtssache ist, dann verliert jede Debatte, jede demokratische Diskussion ihren Boden.

Diese Methode ist nicht nur destruktiv, sie ist für unser Zusammenleben existenziell bedrohlich, weil sie alles so ins Rutschen bringen will, dass am Ende jede Verständigung unmöglich wird.

Ich habe lange für undenkbar gehalten, dass eine rechtsextreme Partei wie die AfD einmal drauf und dran sein könnte, stärkste politische Kraft zu werden. Das mag naiv gewesen sein, aber ich hielt es bei uns, mit unserer Geschichte, wirklich für ausgeschlossen. Da es nun doch so war, wuchs in mir also eine Mischung aus Zorn und dem Bedürfnis, etwas mir Mögliches zu tun, es nicht einfach stillschweigend hinzunehmen, allen erwähnten Vorbehalten zum Trotz. Für mein Gefühl stecken wir nämlich in einer Art Lähmung fest, weil wir es nicht mehr gewohnt sind, mit solchen politischen Kräften umzugehen. Was ein entscheidender Unterschied zu Menschen wie meinen Eltern ist. Und so wurde mir klar, dass für mich möglicherweise der Schlüssel dazu, wie ich mich in dieser Situation verhalten sollte, näher als gedacht lag, nämlich in deren Lebensgeschichte. Sie kannten sich mit Rechtsextremen einfach besser aus, ich erinnere mich an die beiden als bemerkenswert unängstlich. Wenn ich an meinen Vater denke, denke ich an einen, zumindest was solche Auseinandersetzungen betrifft, angstfreien Menschen. Heute aber gibt es eine gewisse Angstdämonisierung des Rechtsradikalismus. Das ist verkehrt und vielleicht ebenso gefährlich wie der Rechtsradikalismus selbst, weil es ihn überhöht. Müsste es nicht eher darum gehen, seine Schlichtheit und Dämlichkeit zu entlarven?

Ich las Texte, die ich noch nie oder lange nicht mehr gelesen hatte und fragte mich auch, was es eigentlich bedeutet, heute eine öffentliche Person zu sein. Und ob damit nicht auch, ohne Gesinnungspathos und unabhängig vom konkreten Beruf, eine bürgerliche Verantwortung verbunden ist. Ein Land, dachte ich, in dem Rechtsextremisten wieder Wahlen gewinnen, in dem Erinnerung zum lästigen Ärgernis erklärt wird, in dem die Sprache verroht und der Ton immer schriller wird, ist ein Land, das möglicherweise unser aller Ge-schichten braucht, in ihrer ganzen Vielfalt.

Anfang Juli fuhr ich gemeinsam mit Elisabeth Ruge, die zu meiner wichtigsten Gesprächspartnerin in dieser Sache geworden war, zur Gedenkstätte nach Plötzensee, ich war noch nie dort gewesen. Von Zehlendorf aus nahmen wir die AVUS, dann am Funkturm vorbei Richtung Wedding, rechts der Westhafen, Beusselstraße raus, irgendwo ein Schild zum Strandbad Plötzensee. Die Gedenkstätte liegt fast versteckt in der Nähe eines Aldi-Marktes, Werkstätten sind dort, Lieferhöfe und Parkbuchten. Wenn man nicht wüsste, wonach man sucht, würde man vorbeifahren.

Es war einer der vielen Regentage dieses Sommers und menschenleer. Eine freundliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte erwartete uns, sie sprach leise. Ab und zu drangen ein paar Rufe vom nahe gelegenen Jugendgefängnis herüber, fast wie ein Erinnerungssplitter. Ich versuchte mir vorzustellen, wie ich hier bald sprechen sollte. Vor lauter Menschen, die im Zweifelsfall viel mehr wissen und noch mehr fühlen. Dann fiel mir ein, dass mein Vater hier einige Male geredet hatte, vor vielen Jahren. Dieses Wissen war einfach da, ohne sich aufzudrängen oder mich in irgendeiner Form zu belasten. Wir betraten den ehemaligen Hinrichtungsraum. Mein erster Eindruck: Ich war überrascht, wie klein er ist. Zu klein, schien mir, für all das Grauenhafte, das hier geschehen war. Als ob das eine Frage von Kubikmetern wäre, aber so war meine Empfindung. Man meinte fast, die Anwesenheit derer zu spüren, die hier zu Tode gekommen waren, es fühlte sich an wie komprimierte Stille. Nur wenige Schritte waren es vom Zellentrakt über den Hof hierher, hörte ich unsere Begleiterin sagen. Ich trat nach einer ganzen Weile wieder hinaus. Was hier geschehen war, überstieg mein Vorstellungsvermögen. Die beiden Frauen standen da, als hätten sie meinen Moment hier beschützt. Wir nickten uns zu, Worte gab es gerade keine. Als wir uns verabschiedeten, hoffte ich, dass ich in ein paar Wochen meiner selbst gestellten Aufgabe gerecht werden könnte. Nämlich so zu reden, dass dieser Ort mir nicht widerspräche.

Die Rede, die ich zu halten hatte, sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Viele Überlegungen musste ich deswegen auslassen, andere verkürzen. Das war für den Anlass richtig so. Auch einige Gedanken zur heutigen Situation hätten den Rahmen des Gedenkens gesprengt, gingen mir allerdings nach. In mir blieb das Bedürfnis, mich damit weiter auseinanderzusetzen. Das, was ich ursprünglich aufgeschrieben hatte und weglassen musste, und das, was erst danach entstand, hat schließlich seinen Weg in dieses kleine Buch gefunden. Die nun folgende Fassung meiner Rede ist durch diese Passagen erweitert, vertieft und ergänzt. Wenn man so will, ist es die in Form gebrachte Material-sammlung der Rede, die ich schließlich hielt.

Diese erweiterte Fassung gibt es nicht, um der Rede mehr Gewicht zu geben, sondern, weil ich gemerkt habe, dass sich das Nachdenken über diese Dinge nicht in einer Viertelstunde zusammenfassen ließ. Es ist der Zwischenstand eines inneren Dialogs, der mit der Arbeit an der Rede Anfang des Jahres 2025 begann und der immer noch weitergeht. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass, wenn ich ihn gegen alle Skrupel überhaupt veröffentlichen würde, dies jetzt geschehen sollte.

Das meiste dessen, worum es hier geht, ist natürlich schon einmal von anderen aufgeschrieben oder gesagt worden, die klüger und wortgewandter sind als ich. Aber ich hoffe – neben dem familiären und persönlichen Aspekt, den dies alles für mich zusätzlich hat – , die Tatsache, dass man sich zu diesem Thema gerade lieber einmal zu oft als zu selten zu Wort melden sollte, begründet eine Veröffentlichung ausreichend. Die Arbeit an der Rede war für mich wie ein privates Näherrücken an eine Vergangenheit, die nicht vergangen ist und die stetig nachklingt. An meine Eltern und viele andere ihrer Generation, Menschen, die mir wichtig waren und es nach wie vor sind. An eine Gegenwart, die uns viele Fragen stellt, und an eine Zukunft, die von uns Antworten verlangt, und zwar heute. Nicht als moralische Belehrung – wie käme ich dazu –, sondern als Beitrag zu der Auseinandersetzung, in der wir uns jetzt be-finden und die von Tag zu Tag bösartiger wird.

Je weiter ich in die Geschichte meiner Eltern und ihrer Weggefährten eintauchte, desto verblüffter war ich, wie sich Lebens- und Gedankenspuren über die vielen Jahrzehnte hinweg immer wieder berührten, auch die von Menschen, die sich nie begegnet sind. Manchmal fängt eben alles damit an, dass man genau zuhört. Den anderen, selbst wenn sie schon lange tot sind, und auch sich selbst.[...]

Bei der Lesung seines nebenstehenden Textes auf der Bühne des Berliner Ensembles: Der Schauspieler und Buchautor Matthias Brandt (r.) neben dem Moderator Helge Malchow (l.). (© bpb / Holger Kulick)

Vom Näherrücken der Vergangenheit. Wie heute handeln?

Ich weiß nicht, wie ich mich damals verhalten hätte. Ob ich den Mut zum offenen Widerspruch gefunden hätte. Vieles in mir lässt mich zumindest daran zweifeln. Aber ich weiß, dass mich die Beispiele jener Menschen, die unter der nationalsozialistischen Diktatur aufstanden, gerade in der letzten Zeit verändert haben. Dass ich, angeregt durch ihre Geschichten, wenigstens das eine tun kann: mich zu Wort zu melden, und sei es dadurch, dass ich dies hier aufschreibe. Jetzt, wo wieder offen gehetzt wird und wo wieder Leute auf der Straße beschimpft, diskriminiert und bedroht werden, weil sie fremd oder anders sind. Eine solche Haltung ist alles andere als heroisch und nicht vergleichbar mit dem, was sie riskiert haben. Aber es ist das Mindeste, was ich mittlerweile von mir verlange. Und es ist die direkte Folge der Beschäftigung mit ihren Biografien.

Widerstand und Zukunftsglaube derjenigen, die sich den Nationalsozialisten entgegenstellten, darunter auch meine Eltern, haben mich in einer freieren Gesellschaft aufwachsen lassen als der ihrigen. Ich konnte im Großen und Ganzen tun und werden, was ich wollte. In einem Land, in dem kurz zuvor noch das schlimmste Terrorsystem der Menschheitsgeschichte geherrscht hatte. Und doch: Ich höre wieder Töne, die ich für überwunden hielt. Ich kenne sie, solange ich denken kann. Eine kurze Weile schienen sie verschwunden zu sein. Oder habe ich mich zu sehr in Sicherheit gewiegt? Vielleicht wollte ich sie nicht hören. Jetzt kommen sie zurück. Zuerst leise. Und dann unüberhörbar immer lauter.

Es beginnt immer mit der Sprache. Formuliert wird bewusst provokativ, aber oft nur in Andeutungen und Halbsätzen. So wird die Tür geöffnet für reaktionäres Gedankengut, ohne dass man selbst die Schwelle zum offenen Gesetzesbruch überschreitet.

Man redet von »Bevölkerungsaustausch«. Ge-meint ist damit die Behauptung, es gebe einen planmäßig gesteuerten Austausch der einheimischen deutschen Bevölkerung gegen Migrantinnen und Migranten, der angeblich von politischen oder wirtschaftlichen Eliten bewusst betrieben werde. Oft wird dies mit antisemitisch codierten Andeutungen verbunden, mit der Vorstellung, »globale Eliten« oder »Finanzmächte« steckten dahinter. Das Muster ist immer dasselbe: Angst schüren, eine Bedrohung von außen beschwören. Oder der bekannte Satz von Alexander Gauland, dem heutigen »Ehrenvorsitzenden« der rechtsextremen Partei: »Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über tausend Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.« Ein Satz, der so tut, als ließe sich Schuld kleinrechnen, als könnte man das Unermessliche mit einer abfälligen Geste wegwischen.

Und dann das »Denkmal der Schande«. So hat der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke das Holocaust-Mahnmal in Berlin genannt: »Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.« Die Erinnerung, die den Opfern gewidmet ist, wird in ihr Gegenteil verkehrt, relativiert und herabgewürdigt. Das ist keine Unachtsamkeit, sondern Absicht.

Seit 2005 erinnert das Denkmal für die ermordeten Juden Europas an den nationalsozialistischen Völkermord an sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs. (© picture-alliance/dpa)

Auch andere alte Kampfbegriffe kehren zurück. »Systemparteien« zum Beispiel. Schon in der Weimarer Republik wurde er benutzt, um die parlamentarische Demokratie zu diskreditieren. Heute hallt das nach und meint: alle anderen außer uns sind korrupt, verlogen, nicht legitim. Oder »Volksverräter«: Ein Wort, mit dem einst Menschen wie auch mein Vater belegt wurden, bevor man sie einkerkern, verschleppen und in vielen Fällen auch ermorden wollte. Heute wird es wieder gegrölt, gegen Politiker, Journalisten, Helfende.

Aus Geflüchteten werden »Messermänner«, aus Schutzsuchenden »Asyltouristen«, »Invasoren« oder »Parasiten«. Worte, die nicht beschreiben, sondern abwerten, entindividualisieren, die den Menschen eliminieren und nur noch das Feindbild übrig lassen. So, wie es die Nazis mit den Juden und anderen Minderheiten machten.

Es ist die Sprache des kalten Herzens.

Trotz allem, ich träume weiter davon, in einem europäischen, weltoffenen, humanen Deutschland als freier Mensch unter anderen freien Menschen zu leben und zu wachsen. Ob diese nun schon immer hier waren – aber wer ist das schon? – oder erst seit ein paar Jahr-zehnten oder seit Kurzem. In einem Land, in dem Menschen frei von Angst vor Ausgrenzung leben können. Und, bei allen Hindernissen, frustrierenden Rückschlägen und Widrigkeiten – manchmal fühlt es sich immer noch so an, als könnte das sogar gelingen. Lassen Sie mich Ihnen am Ende noch kurz von ein paar jungen Menschen erzählen, Schülerinnen und Schülern des Einstein-Gymnasiums in Potsdam. Vor einiger Zeit kamen sie auf mich zu und fragten, ob ich sie unterstützen könnte, als Pate bei ihrer Be-werbung als »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«. Das sind beeindruckende junge Leute, klug, wach und engagiert. Sie machen nächstes Jahr Abitur und scheinen, vollkommen zu Recht, die Welt nicht unbedingt so akzeptieren zu wollen, wie wir sie ihnen übergeben. Diese Schülerinnen und Schüler, die freundlichsten Unruhestifterinnen übrigens, die man sich denken kann, wollen für andere einstehen, Haltung zeigen, sich engagieren gegen Ausgrenzung, gegen Diskriminierung und für eine offene Gesellschaft.

Manche von ihnen entdecken, wenn sie sich mit der Vergangenheit beschäftigen, in den Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern Risse und schmerzhafte Widersprüche. Das ist nicht immer leicht zu ertragen, aber es ist notwendig. Denn es hilft zu verstehen, woher wir kommen, und es besser zu machen. Und das heißt eben auch, nicht wegzuschauen, wenn heute Ausgrenzung, Hass oder Antisemitismus wieder auftauchen. Ich hörte ihnen zu – ich sah dabei in ihnen auch mein Kind, unsere Kinder – und dachte plötzlich: Ihr seid das. Ihr seid der nachträgliche Sieg, von dem mein Vater damals vor 70 Jahren hier an dieser Stelle sprach. Als ich nach unserem ersten Treffen das Schulgebäude verließ, nachdenklich und froh, blieb mein Blick an einer Gedenktafel hängen. Sie erinnert an Helmuth James Graf von Moltke, der ein Jahrhundert zuvor genau hier zur Schule gegangen war.

Und wieder schien es, als würden sich Lebens- und Gedankenwege für eine Sekunde berühren. Die Menschen aus dem Widerstand damals einte etwas: Sie haben sich nicht entzogen. Sie haben sich nicht zurückgezogen. Nicht in die Bequemlichkeit, nicht in die Ausrede, dass einer allein ja nichts ändern könne. Sie haben ihre Verantwortung wahrgenommen. Weil sie Menschen waren in einer Welt, die immer unmenschlicher wurde. Viele von ihnen hatten keine Macht, keine Ämter, keine Titel, keinen Schutz. Sie hatten Familien, Berufe, Verpflichtungen, waren eingebunden in ihr ganz normales Leben. Aber sie hatten in diesem Leben einen Punkt erreicht, an dem sie nicht mehr wegsehen konnten. Es gab für sie keinen Platz außerhalb des Geschehens, an dem sie einfach hätten weitermachen können, als beträfe sie das alles nicht. Sie waren nicht von Anfang an Helden und wollten es wahrscheinlich auch nie sein. Aber sie haben etwas getan, das einfacher klingt, aber möglicherweise schwerer ist als jede Heldentat. Sie haben sich verantwortlich gefühlt. Für andere und für das, was ihr Schweigen würde anrichten können. Das macht sie besonders. Sie haben nicht darauf gewartet, dass jemand ihnen einen Auftrag gibt, sondern ihn sich selbst gegeben.

Noch einmal: Ich bin kein Historiker und kein Politiker. Ich bin Schauspieler. Und als solcher schaue ich auf die Menschen und auf die Welt. Mich interessieren Gesichter mehr als Akten. Blicke. Pausen, die Art, wie jemand geht oder wie er schweigt, wenn er eigentlich etwas sagen sollte. Ich beschäftige mich nicht mit Zahlen. Was mich interessiert, sind die Risse, die Zwischenräume. Das, was nicht gesagt wird. Was sich hinter dem Offensichtlichen verbirgt. Was es heißt, wenn jemand Angst hat. Oder Schuld empfindet. Oder Hoffnung, gegen alle Wahrscheinlichkeit. Ich glaube, dass mich dies mit den Menschen in Verbindung bringen kann, an die ich gerade denke, wie jetzt in diesem Moment an meine Eltern.

Ich habe in meinem Leben viele Phasen im Verhältnis zu meinem Vater durchlaufen, aber das geht sicher den meisten so. Zeiten der Nähe und Zeiten der Distanz, es war ein weiter Weg bis hierher. Er ist schon sehr lange tot, mittlerweile den größeren Teil meines Lebens. Heute kann ich sagen, dass ich mit ihm voll-kommen im Reinen bin, und wenn ich mich an ihn erinnere, tue ich es in Liebe. Ich habe ihm gegenüber Zuneigung, Bewunderung, Ärger, Wut, Unverständnis und Zärtlichkeit empfunden, manchmal sogar alles gleichzeitig. Er war ein komplizierter Mensch, oft blieb mir unklar, was in ihm vorging. Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen: Angst hatte ich vor ihm nie.

Diese Redeauszüge sind mit freundlicher Genehmigung des Kölner Verlags Kiepenheuer & Witsch dem 2026 erschienenen Buch von Matthias Brandt entnommen „Nein sagen“ - Über den 20. Juli 1944, meine Eltern und persönliche Verantwortung heute. © 2026, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln (© bpb / H.Kulick)

Wenn ich an die große Wirkung, die er auf andere Menschen hatte, denke, dann frage ich mich, ob nicht gerade das, was ihn angreifbar machte, ihn auch so besonders machte. Seine Verletzlichkeit jedenfalls war Teil seiner Kraft, und was andere für eine Schwäche hielten, war vielleicht der Grund, warum man ihm vertraute. Dieses Nachdenkliche, vollkommen Unsoldatische als Gegenentwurf zum Naziideal des Menschen. Er war wirklich niemand, vor dem man sich fürchten musste. Ich glaube, das allein hat ihn schon unterschieden von den meisten anderen, die Macht hatten und haben. Und vielleicht haben ihn deswegen viele Menschen so respektiert, wenn nicht sogar geliebt. Er hat nicht so getan, als habe er keine Zweifel, er war oft erschöpft. Und manchmal auch traurig. Auch das hat er nicht versteckt. Oder, besser, er hatte keine Wahl. Denn er konnte es gar nicht verstecken. Sich über Befindlichkeiten auszutauschen, war eigentlich nicht seine Sache. All das hat er mir nie erklärt, aber ich habe es gespürt. Dass er sich nicht größer machte, als er war, aber eben auch nicht kleiner. Er hat viele Fehler gemacht, natürlich. Und er hat sich, zumindest was die politischen Fehler anging, an ihnen abgearbeitet, so öffentlich wie nur wenige.

Ich erinnere mich daran, dass sein Schweigen oft lauter war als seine Worte. Und dass ich besonders gut zuhörte, wenn er dann doch sprach. Gelernt habe ich von ihm, dass man nicht immer gewinnen muss. Dass man scheitern und an sich selbst zweifeln kann, ohne das Vertrauen der anderen zu verlieren. Dass man dünnhäutig sein darf und kompliziert. Dass nicht alles in einem zusammenpassen muss, man auch nicht alles im Griff haben muss. Und dass die anderen das auch wissen. Und dass es sich trotzdem lohnt weiterzumachen. Meine Mutter hatte, trotz allem, was sie in sehr jungen Jahren erlebt hat, trotz Flucht, Exil, Verlust, eine erstaunliche Fähigkeit, dem Leben zu vertrauen. Sie war neugierig, offen, voller Zuwendung zu den Menschen, die ihr begegneten.

Traurigkeit war ihr überhaupt nicht fremd, aber sie hatte sich dafür entschieden, das nicht nach außen zu tragen. Es überwog eine Wärme, eine Lebendigkeit, die ansteckend war. Sie lachte viel, sie nahm Menschen ernst und suchte das Gespräch. Das war vielleicht ihr größtes Talent, Menschen durch Zugewandtheit zu gewinnen.

Und sie hatte etwas, woran ich heute im Zusammenhang mit meinem Schauspielerberuf immer wieder denken muss, weil es das Größte ist, das man darin erreichen kann: die Fähigkeit, das Schwere leicht aussehen zu lassen, anstrengungslos.

In ihrem Buch »Freundesland« hat sie einmal geschrieben: »Meine Kinder waren das Schönste, was mir das Leben gegeben hat.« Und sie meinte das nicht als Floskel. Ihre Familie war für sie keine Begrenzung, für sie waren wir nicht nur Trost oder Ersatz, sondern diese Familie gab ihr erst die Kraft, in die Welt hinauszugehen. Ich habe von ihr gelernt – und während ich dies hier auf-schreibe, tue ich es wieder –, dass Widerstand nicht nur Kampf bedeutet, sondern auch die Fähigkeit, seine Hoffnung zu behalten. Dass man heiter sein kann, auch albern (denn das waren wir oft, sie und ich, wir fanden uns immer über das Lachen) und gleichzeitig stark. Dass man Menschen für sich gewinnen kann, indem man ihnen erst mal zuhört. Und dass man, selbst wenn das Leben manchmal alles andere als leicht ist, trotzdem dazu fähig sein kann, es zu lieben. Einer ihrer letzten Sätze, an die ich mich erinnere – ich sehe sie noch auf dem Sofa sitzen, traurig und verwundert angesichts der Krankheit, in die sie gefallen war, dieses fatale, immer größer werdende Durch-einander in ihrem Kopf, als würde sie jetzt ständig in die falsche Richtung geschickt werden, weil jemand in ihr über Nacht alle Straßenschilder vertauscht hatte – , war: »Das ging schnell«. Dabei lächelte sie ein wenig, und es war klar, dass sie nicht ihr Siechtum meinte, das dauerte ihr nämlich schon deutlich zu lange, sondern ihr ganzes Leben. Kein Zweifel, dass sie sich in diesem Moment von mir verabschiedete.

Jetzt, wo ich es aufschreibe, tröstet mich dieser kleine Satz. Denn schnell, denke ich, vergeht ja nur etwas, das gut war.

Meine Mutter war eine mutige Frau. Ich meine nicht den lauten, demonstrativen Mut, sondern den stillen. Die Gewissheit, handeln zu müssen, wenn andere zögerten. Den Mut, sich nicht wegzuducken. Die Fähigkeit, auch nach Niederlagen wieder aufzustehen. Möglich wurde ihr das durch eine Leichtigkeit, die ihr gegeben war, und die das, was sie tat, nie verbissen wirken ließ.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und spätere Bundeskanzler, Willy Brandt (SPD), sein Sohn Matthias, der Autor dieses Beitrags, und Ehefrau Rut beim Spielen im Garten von Brandts Dienstvilla in Berlin-Grunewald 1964. (© picture-alliance/dpa)

Von beiden Elternteilen habe ich etwas mitbekommen, das mir heute sehr kostbar erscheint: eine natürliche Skepsis gegenüber sogenannten Autoritäten. Meine Mutter kam aus Skandinavien, wo Hierarchien ohnehin flacher sind, wo alle sich duzen und man sowieso eher auf Augenhöhe miteinander spricht. Und mein Vater war selbst eine große Autorität, allerdings ohne sich darüber viele Gedanken gemacht zu haben. Ich habe einige Menschen erlebt, die später bekannt und »wichtig« wurden, die sich ihm gegenüber geradezu unterwürfig verhielten. Und ich erinnere mich noch genau, wie mich das schon als Kind eher befremdet hat. Bis heute interessieren mich Ämter und Titel wenig. So ist es mir beigebracht worden, ich sehe den Menschen und nicht die Position. Über dieses Erbe bin ich wirklich froh. Es schützt mich auch davor, mich kleiner zu machen, als ich bin, gerade jetzt, wo wir von vielen Wichtigtuern umgeben sind. Es hilft wirklich dabei, Dinge klarer zu sehen.

Ich habe oft darüber gestaunt, warum meine Eltern sich nach all dem, was sie erlebt hatten, nicht von Deutschland abgewandt haben. Dass sie nicht gesagt haben: Wühlt euch doch selbst aus den Trümmern heraus. Sie hätten allen Grund gehabt, sich fernzuhalten. Gut, mein Vater hatte in seiner ganzen Exilzeit da-rauf hingearbeitet, nach dem Krieg an einem neuen, demokratischen Deutschland mitzuwirken, er hatte auf unterschiedliche Weise für diesen Gedanken gekämpft. Dass er dann, kaum dass es möglich war, nach Deutschland zurückkehrte, entsprach dieser Linie. Es war sein erklärtes Ziel. Aber meine Mutter? Für sie muss das eine andere Entscheidung gewesen sein. Sie war Norwegerin. Für sie waren die Deutschen bis dahin vor allem die Besatzer, die Feinde gewesen. Ihre Jugend hatte im Schatten der deutschen Besatzung gestanden, und die Menschen, mit denen sie in dieser Zeit verbunden war, hatten unter den Deutschen gelitten. Trotzdem ging sie, als der Krieg vorbei war, mit meinem Vater nach Deutschland. Nicht mit Bitterkeit, sondern mit einer fast unbegreiflichen Zugewandtheit.

Ich habe mich oft gefragt, wie sie das gemacht hat. Wie man nach so einer Erfahrung nicht nur bereit sein kann, sich in einem zerstörten und bis vor Kurzem noch zerstörerischen Land ein neues Leben aufzubauen, sondern es sogar als eine Aufgabe zu sehen. Vielleicht war das genau der Unterschied zu uns heute: Sie sah nicht nur das, was gewesen war, sondern auch das, was möglich sein könnte.

Oft denke ich, dass ich von dieser Haltung etwas lernen könnte. Der ich heute so vieles so schnell für unvereinbar erkläre. Und Gräben ziehe, noch bevor ich herausgefunden habe, ob man sie überbrücken kann. Das Beispiel meiner Mutter zeigt mir, dass es manchmal nötig sein wird, den ersten Schritt auf Menschen zuzugehen, von denen mich eigentlich fast alles trennt. Und damit meine ich nicht die Ideologen der Ausgrenzung und des Überlegenheitsdenkens, die bewusst spalten und Hass säen. Aber vielleicht diejenigen, die keinen anderen Weg sehen, ihrem Protest Ausdruck zu verleihen, als die Rechtsextremisten zu wählen, selbst wenn sie mit deren Zielen möglicherweise nicht übereinstimmen oder sie gar nicht so genau kennen. Jemand, der wirklich das Gefühl hat, aufgegeben worden zu sein, kann schnell gefährlich werden. Nicht, weil er per se böse ist, sondern weil er glaubt, nichts mehr zu verlieren zu haben. Es mag ein naiver Gedanke sein, aber ich schreibe ihn trotzdem auf: Vielleicht wäre es ein Anfang, einander wieder mit dem Gedanken zu begegnen, dass wir alle hier dazugehören wollen. Vielleicht braucht es einen ersten Schritt, um zu zeigen, dass man einander noch nicht komplett aufgegeben hat.

Meine Mutter hat mir vieles beigebracht, sehr vieles. Auch dass man sich entscheiden muss – und dass es dazu manchmal keine zweite Gelegenheit gibt.

Und fast noch wichtiger, dass Nichtstun ebenfalls eine Entscheidung ist. Wie oft geht mir das in letzter Zeit durch den Kopf. Nämlich eine Entscheidung für das Wegschauen, für das Geschehenlassen. Sie sagte: »Man muss nicht laut sein, um standhaft zu sein. Es reicht, wenn man weiß, wer man ist – und auf welcher Seite man steht.«

Zitierweise: Matthias Brandt, „Nein sagen“, in: Deutschland Archiv vom 13.06.2026. Link: www.bpb.de/578884. Diese Redeauszüge sind mit freundlicher Genehmigung des Kölner Verlags Kiepenheuer & Witsch dem 2026 erschienenen Buch von Matthias Brandt entnommen „Nein sagen“ - Über den 20. Juli 1944, meine Eltern und persönliche Verantwortung heute. Alle im Deutschlandarchiv veröffentlichten Beiträge sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte. (hk)

Ergänzend:

Wolfgang Benz, Interner Link: Demokratiefeinde auf der Überholspur, DA vom 3.3.2026

Christian Wulff, Interner Link: "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" , DA vom 20.3.2026

Marko Martin, "Interner Link: Wann, wenn nicht jetzt?" DA vom 24.1.2026

Elfriede Jelinek, Interner Link: "Ich höre ein Ungeheuer atmen", DA vom 2.2.2024

Fussnoten

Fußnoten

  1. Diese Textauszüge sind mit freundlicher Genehmigung des Kölner Verlags Kiepenheuer & Witsch dem 2026 erschienenen Buch von Matthias Brandt entnommen „Nein sagen“ - Über den 20. Juli 1944, meine Eltern und persönliche Verantwortung heute. © 2026, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln

  2. Die ursprüngliche Fassung der Rede findet sich unter https://20-juli-44.de/reden/ansprache-1, letzter Zugriff 12.6.2026.

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Geboren 1961 in Berlin, ist Theater- und Filmschauspieler, sowie Autor. Er ist Sohn des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin und Bundeskanzlers, Willy Brandt und dessen Frau Rut. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Grimme-Preise, die Carl-Zuckmayer-Medaille und den Deutschen Sprachpreis 2025.