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Hilde Eisler – ostdeutsche Kulturjournalistin mit West-Chic | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Büchererverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Hilde Eisler – ostdeutsche Kulturjournalistin mit West-Chic

Lilly Böhm

/ 21 Minuten zu lesen

Die Journalistin Hilde Eisler, langjährige Chefredakteurin der DDR-Zeitschrift Das Magazin, schuf als jüdische Kommunistin und Westemigrantin eine anspruchsvolle Unterhaltungszeitschrift. Ein Porträt.

Gerhart Eisler und seine Frau Hilde sind am 12. Juni 1947 bei einer Pressekonferenz im Hauptquartier des Civil Rights Congress in New York zu sehen. (© picture-alliance/AP, John Rooney)

Wenn ich durch meine Sammlung alter Magazin-Zeitschriften blättere, staune ich. Die Ausgaben des ostdeutschen Kultur- und Unterhaltungsblattes wirken auch heute vielleicht nicht gerade modern, aber trotz ihres Alters unverstaubt und stilvoll. Auf dünnem Papier gibt es Gedichte von Oscar Wilde, einen Artikel über die Beatles, werden Londons berühmte Märkte in der Petticoat Lane vorgestellt, die Lesenden zu einem Parisbesuch mitgenommen. Ein aus dem New Yorker nachgedruckter Cartoon, Rezepte für italienische Gnocchi und französische Quiche Lorraine finde ich. Wie war das möglich? Natürlich gab es auch den wohlwollenden Gruß zum Republikgeburtstag, und in Paris war das Ziel Lenins Wohnung. Aber dennoch – die von 1956 bis 1976 leitende Chefredakteurin Hilde Eisler Zeitschrift hinterlässt das Zeugnis einer DDR-Kultur, das zu groß war, um noch als Nische zu gelten. Ihre Biografie als jüdische Kommunistin, deren Widerstand sie erst nach Frankreich und dann in die USA geführt hat, hatte einen maßgeblichen Anteil daran. Hilde Eisler stand in der DDR für das Magazin und das Magazin für Hilde Eisler. Auch ihrem Erfolg ist es zu verdanken, dass die Zeitschrift die „Wende“ überlebt hat.

Das, was ich hier über sie schreibe, stammt zum großen Teil aus Interviews, die sie gegeben hat, und aus den Erzählungen meiner Großmutter Ursula Winnington, einer ostdeutschen kulinarischen Feuilletonistin, die über ein Vierteljahrhundert für das Magazin schrieb und die eine lange Freundschaft mit Hilde Eisler verband.

Eine Kindheit voll Liebe in Frankfurt am Main

Hilde Eisler wurde am 28. Januar 1912 als Brunhilde Vogel-Rothstein in Tarnopol geboren, doch schon bald zog die Familie bald nach Antwerpen. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, wurde der Vater eingezogen, und die Mutter galt in den Niederlanden nunmehr als unerwünschte Ausländerin. Sie ging mit Hilde nach Frankfurt am Main, wo sie Familie hatte.

Hilde Eisler erzählte von ihrer Kindheit mit Liebe und Wehmut. Ihre Mutter Amalie kam aus einer orthodoxen galizischen Familie, und Hilde liebte ihre jüdischen Traditionen, der Großvater trug Schläfenlocken und altjüdische Tracht. Wie einen Schatz behütete sie die Erinnerung an das Pessachfest, an dessen Vorabend, dem Sederabend, sie als jüngstes Enkelkind das Zeremoniell aufsagen durfte. Hildes Vater war ein atheistischer, sehr gebildeter Mann, ein Bankkaufmann. Ein „Goi“, ein nicht praktizierender Jude für die Familie der Mutter, erzählte Hilde lachend. Als sie sieben Jahre alt war, wurde ihre Schwester Charlotte geboren.

Deutsch war die Muttersprache der klugen Heranwachsenden, das sie in hessischem Dialekt sprach, doch sie blieb polnische Staatsbürgerin, und ihr entgingen die Ressentiments gegenüber den aus Galizien stammenden Juden, den sogenannten Ostjuden, nicht. Auch deshalb setzte sich die Mutter bei der Schulwahl durch. Sie ging auf das reformerische Philatropin, die größte jüdische Schule in Deutschland. Auf der Suche nach Identität und Zugehörigkeit trat sie der jüdischen Jugendorganisation „Kadima“ bei. Mit ihrem Freund, einem jungen Kommunisten, hatte sie „größte Diskussionen“, was besser für die Jüdinnen und Juden wäre – der Zionismus, Auswandern, ein jüdisches Land oder der Kommunismus, die Gleichheit aller? Ihre bürgerlichen Eltern durften nicht wissen, dass sie zu Treffen der kommunistischen Jugend fuhr.

Doch sah sie sich in ihren Träumen als Schauspielerin auf der Bühne, nicht in der Politik. Mit Inbrunst trug sie ihre Aufsätze vor, und weil die so gut waren, half ihr ihre Lehrerin, eine Lehrstelle als Buchhändlerin zu finden. Denn aus ihrem Abitur wurde nichts – die Weltwirtschaftskrise durchkreuzte ihre Pläne. Die Lehre in einer sozialdemokratischen Buchhandlung brachte sie näher an die Ideen linker Intellektueller, schon damals war sie eine Bewunderin der jüdischen Schriftstellerin Anna Seghers, deren Erfolg gerade begann. Da wünschte sie sich eine eigene Buchhandlung, vielleicht sogar mit einem schönen Lesecafé.

Dass sie schon im darauffolgenden Jahr, 1930, nach Berlin ging, war keine politische, sondern eine Vernunftentscheidung. Ein Freund der Familie, Hans Jäger, bot ihr eine Stelle an. Er war Leiter des Marx-Engels-Verlages, der die MEGA, die Marx-Engels-Gesamtausgabe herausbrachte. Die Anstellung war für sie angesichts der wirtschaftlich angespannten Lage ein Volltreffer. Mit einem Schnellkurs in Buchhaltung, Schreibmaschine und Stenografie beendete sie vorzeitig ihre Lehre. Sie war achtzehn, als sie im turbulenten Berlin ankam und hatte Heimweh. Wenn es ihr schlecht ging, nahm sie den Doppeldeckerbus zum Ku’damm und beobachte das bunte Treiben von oben – und sah die Hauptstadt der Weimarer Republik mit wachen Augen. Kulturinteressiert und ein bisschen schwärmerisch ließ sie keinen Auftritt von Hanns Eisler und Ernst Busch aus. Ihr Charme, ihre Chuzpe, ihr Können, ihre klare Haltung zogen sie in ihren Bann. Nach einem halben Jahr trat sie in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ein – sie nannte es: Gegen-Hitler-sein.

Die Gestapo half das Inventar des Marx-Engels-Verlages einzupacken

Dessen Machtergreifung 1933 bedeutete das Ende des Verlages. Zunächst wurden die Verlagsräume nur versiegelt, denn darin befand sich schließlich sowjetisches Eigentum. Als am 27. Februar der Reichstag brannte, war der Verlagsleiter gerade in Leipzig und emigrierte direkt nach Prag, auch die anderen beiden Mitarbeiter waren weg. Eilig fotografierte Hilde in der Staatsbibliothek am Boulevard Unter den Linden kostbare Ausgaben der Neuen Rheinischen Zeitung, bis ihr diese „Unanständigkeiten“ vom Direktor untersagt wurden. Als sie von der sowjetischen Botschaft den Auftrag erhielt, Buchbestände und Geschäftsbücher nach Moskau zu schicken, ging die kommunistische Jüdin in das Gestapo-Hauptquartier und erklärte, sie brauche Hilfe beim Kisten packen. So überführte sie das Verlagsinventar – Satztypen, Matrizen und Druckbögen für den Druck der ersten MEGA – nach Moskau.

Das Gegen-Hitler-sein bedeutete für Hilde Vogel-Rothstein den Schritt in die illegale Arbeit. Sie half mit ihrer Verlagserfahrung, antifaschistische Broschüren herzustellen, brachte die Gepäckscheine dafür von Basel nach Berlin. Elfmal ging das gut. Dann, im Frühjahr 1935, wartete die Gestapo bei ihrem Klavierlehrer, der keiner war – sie waren aufgeflogen. Sie sagte später, sie hätte getan, was sie konnte, damit Hitler nicht an die Macht käme. „Ist aber zur Macht gekommen“, so ihr lakonisches Fazit. Ihre Mutter konnte sie während des Prozesses besuchen, unterstützt von der Jüdischen Gemeinde, denn die Familie war mittlerweile mittellos. Sie bat um Fotos von Mutter, Vater und Schwester und sollte sie in allen Zeiten, die kamen, bewahren. Da sie Polin war, plädierte der Pflichtverteidiger für ihre Abschiebung mit den Worten: „Was sollen wir die durchfüttern?“ Vom Untersuchungsgefängnis am Berliner Alexanderplatz in einem Raum voller Frauen kam sie ein Jahr nach Moabit in Einzelhaft. Dann musste sie Deutschland in einem verplombten Zug verlassen. Was sie sich da für die Zukunft wünschte, war: zu überleben: „Das war alles“. Und das blieb so für die nächsten Jahre.

Abschiebung nach Polen und die Flucht nach Paris

In Polen fühlte sie sich fremd. Sie lebte ein halbes Jahr bei Verwandten in ihrer Geburtsstadt, dann floh sie. Sie trickste sich mit einem Kuraufenthalt in die Tschechoslowakei und von da als Studentin auf Sprachreise zur Weltausstellung nach Paris. Dort lebte ihre Tante, die schon 1933 emigriert war und die sie unterstützen konnte. Sie arbeitete im Auftrag der kommunistischen Partei für den Deutschen Freiheitssender 29,8, der allabendlich aus Spanien nach Deutschland sendete, der erste antifaschistische Sender, der nach der Gleichschaltung des Rundfunks nach Deutschland ausstrahlte. Auf Grundlage von Material, das illegal aus Deutschland kam, schrieb sie Texte, die nach Spanien geschickt über die Stimmung im Land berichteten, als wäre man nicht hunderte Kilometer entfernt. Zu Wort kamen Bertolt Brecht, Albert Einstein, Lion Feuchtwanger, Ernest Hemingway, Egon Erwin Kisch, Heinrich und Thomas Mann und viele mehr. Eines Tages erschien im Büro ein Genosse, unordentlich, laut und etwas vermessen. Suspekt war er ihr, doch sollten sie einander bald viel bedeuten. Es war der Journalist und äußerst engagierte KPD- und Komintern -Mitarbeiter Gerhart Eisler, der Leiter von 29,8.

Währenddessen war ihre Familie in Deutschland betroffen von der sogenannten Polenaktion, in der 17.000 Juden mit polnischer Staatsbürgerschaft abgeschoben wurden. Hilde schickte Geld, schrieb Briefe. Als ein Jahr später der Krieg ausbrach, war das nicht mehr möglich.

In Frankreich wurden die Deutschen mit Kriegsbeginn als „étrangers indésirables“ – unerwünschte Ausländer – in Lagern interniert, darunter Gerhart Eisler, schwer krank. Als Polin betraf es Hilde nicht. Die französischen Genossen, erzählte sie, brachten sie durch und gaben ihr Arbeit: Bonbons einpacken und Deutschunterricht für Kinder geben. Essen gab es bei ihrer Tante. Mit ihr rettete sie sich vor der deutschen Besatzung in einem LKW nach Marseille. Dort ist sie wie Hunderttausende gestrandet, auf der verzweifelten Suche nach einem Weg raus aus der Falle, die Europa geworden war. Und dort war auch, mit vielen anderen Künstlern und Intellektuellen, Gerhart Eisler, nunmehr im Internierungslager Les Milles. Sie wohnte in der überfüllten Stadt in einem, wie es die feine Hilde später ausdrücken sollte, sehr obskuren Hotel. Doch anders als Anna Seghers, die ihre Freundin geworden war und mit der sie so gerne im Mainzer Dialekt sprach, hatte sie einen kleinen Gaskocher. Auf dem kochte sie Kichererbsen für Annas Kinder.

Dann eben ein Leben in den USA

Gerhart gelang es, vom mexikanischen Konsul ein Visum für die Ausreise nach Übersee zu erlangen. Er bat darum, auch Hilde als seine Verlobte, Quasi-Ehefrau, „als irgendsowas“ mit einzutragen, sie sei sonst, als jüdische Kommunistin, „ein Kind des Todes“. Sie verließen Marseille im Mai 1941, mit ihnen auf dem Schiff der Wiener Journalist Bruno Frei, der später für Das Magazin schreiben sollte, und Albert Norden, späteres Mitglied des Politbüros. Die Frauen waren im Rumpf des Frachtschiffes untergebracht, Hilde war wochenlang seekrank und wünschte sich, unterzugehen. Als das Schiff in den Kriegswirren statt in Mexiko in Trinidad landete, in britischem Hoheitsgebiet, kamen sie Wochen später nach New York. Obwohl sie Transitvisa besaßen – ein neuer Erlass untersagte Deutschen die Ausreise nach Lateinamerika –, wurden sie für Monate in Ellis Island interniert (wo Hilde Anna Seghers wiedertraf), bevor sie mit Besuchervisa entlassen wurden.

Dann eben ein Leben in den USA, Hilde war darüber nicht unglücklich. Sie hatte dort entfernte Verwandte, und sie liebte New York. Sie wohnte mit Gerhart in Queens an der Subway-Station, arbeitete im Kindergarten, für die Gewerkschaft der Näherinnen, stellte Brillenrahmen in einer Fabrik her und unterstützte Gerhart bei seiner Zeitschrift The German American, die über die Nazis auch in den USA aufklären sollte. Für ihre Schwester Charlotte hatten sie ein Affidavit eingereicht – ohne diesen Nachweis für einen Bürgen war eine Einreise auch für die bedrohten Jüdinnen und Juden aus Europa nicht möglich –, doch es wurde abgelehnt.

1942 heirateten Hilde und Gerhart, die so viel miteinander durchgestanden hatten, sie hieß nun schlicht Hilde Eisler. Es ist eine Heirat in sehr komplizierte Familienverhältnisse – Gerhart und seine Geschwister Hanns Eisler, für dessen Musik Hilde schon in frühen Jugendjahren schwärmte, und Ruth Fischer, die Trotzkistin, die dem Stalinismus über alle Grenzen der Verwandtschaft hinaus den Kampf angesagt hatte, waren ein explosives Trio.

Dann endlich! Der 8. Mai 1945, Deutschland war befreit. Doch Hilde erfuhr, was sie gefürchtet hatte. Ihre Familie ist tot. Der Vater wurde bei der Zwangsarbeit zu Tode geprügelt, die Mutter und Charlotte wurden in Auschwitz ermordet. Antwort auf die Frage, wie sie ihr eigenes Überleben ertragen soll, wird sie ihr Leben lang suchen, der Schmerz war ein Teil von ihr.

Original-Bildunterschrift: „Gerhart Eisler, der angeblich führende Kommunist in diesem Land, und seine Frau Hilde gehen zum District Federal Court in Washington, wo Eisler am 26. Juni 1947 wegen Missachtung des Kongresses zu einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von 1.000 Dollar verurteilt wurde.“ (© picture-alliance/AP)

Im Oktober 1946, kurz vor ihrer Ausreise nach Europa auf einem sowjetischen Schiff, ihre Habe schon an Bord, erschien in den Medien die Schlagzeile: „Sowjetischer Spion in Amerika gefasst“. Nun galt ihr Mann als Staatsfeind, ihre Visa erloschen. Gerharts Schwester Ruth hatte ausgesagt, bezeichnete ihn als „gefährlichsten Terroristen“. Er musste vor dem berüchtigten HUAC, dem Komitee für unamerikanische Umtriebe, erscheinen, das in der McCarthy-Ära besonders die Verfolgung von Kommunisten betrieb. Sie reiste quer durchs Land, von New York bis nach Hollywood, um Geld für die Verteidigung ihres Mannes zu sammeln. Gerhart Eisler, dessen umfangreiche, zu nicht unerheblichen Teilen undurchsichtige politische Arbeit für die KPD und den sowjetischen Geheimdienst GRU breit in der amerikanischen Presse diskutiert wurde, sagte ihr, „das geht hier nicht gut aus“, und ging 1949 mit einem Blumenstrauß auf die polnische „Batory“, als würde er Freunden Lebewohl sagen. Ausgerüstet mit einer Reisezahnbürste und einem Hut. Das Schiff legte ab, Hilde blieb zurück und dem Ärger ausgeliefert. Weil ihr Visum abgelaufen war, so die offizielle Erklärung, wurde sie festgenommen und auf Ellis Island inhaftiert. Als ihre Ausreise verfügt wurde, musste sie die USA für immer verlassen, ohne sich von Freunden und Familie zu verabschieden. Sie hätte bleiben können, doch unter keinen Umständen wollte sie der Regierung diesen Triumph ermöglichen und ihren Mann verlassen. Davon, sich eher in den Hudson River zu werfen, als in das verhasste Deutschland zurückzukehren, hielt sie nur der Zaun in Ellis Island und die Liebe zu Gerhart ab.

Zurück im verhassten Deutschland sind die Hoffnung auf ein neues Land groß Zurück in Berlin hatte sie Angst. Wochenlang verließ sie ihre Wohnung nicht. Sie fürchtete sich vor den Deutschen, spürte „Verachtung, Abscheu, Hass gegenüber dem, was sie geduldet hatten“. Wie um alles in der Welt würde sie hier leben können? Ihre Familie war tot, auch von ihren Freunden lebte niemand mehr in Berlin. Sie würde mit 37 Jahren ganz neu anfangen müssen. Sie lernte andere Rückkehrer/-innen wie Arnold Zweig kennen, traf Anna Seghers, Bertolt Brecht, Hanns Eisler und Bruno Frei wieder – wenn sie das schafften, war es möglich. Wenn es möglich war, dann schaffte sie es.

7. Oktober 1949 – die DDR wurde gegründet

Die Schriftstellerin Anna Seghers (r.) und Hilde Eisler während der zweiten Jahrestagung der "Gesellschaft zum Studium der Sowjetkultur" in der Berliner Staatsoper. (© Bundesarchiv, Bild 183-N1113-0336, ADN-ZB, Otto Donath)

Hier durfte Hilde Eisler zum ersten Mal wählen, war eine Staatsbürgerin mit gleichen, einforderbaren Rechten. Sie wollte glauben, aus diesem sozialistischen Staat seien „die Nazis von alleine weggelaufen“. Wie Arnold Zweig wurde sie nicht nur Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), sondern auch der Jüdischen Gemeinde in Berlin. Ihr Schwager Hanns Eisler schrieb der jungen Republik die Nationalhymne „Auferstanden aus Ruinen“, seine Musik immer präsent, der Text über ein „einig Vaterland“ bald unter den Klangteppich des Blasorchesters gekehrt. Hier hatte sie langersehnte Karrierechancen. Zunächst war Hilde beteiligt an der Gründung der erfolgreichen Wochenpost und der Friedenspost. Als 1956 der erste Chefredakteur der neuen Zeitschrift Das Magazin, Heinz Schmidt, zur Satirezeitschrift Eulenspiegel wechselte, sollte sie übernehmen.

Vier beispielhafte gezeichnete Titel der DDR-Zeitschrift "Das Magazin". (© privat)

Obwohl sie sich etwas anderes vorgestellt hatte, als Chefredakteurin einer Unterhaltungszeitschrift zu sein, wurde es für sie „die schönste journalistische Arbeit, die man in der DDR machen konnte“. Freude sollte die Zeitschrift machen und dabei motivieren, den Sozialismus aufzubauen. Ein paar Jahre zuvor hatte sie mit Gerhart geholfen, die Trümmer in der Frankfurter Allee wegzuräumen (die Stempelkarten davon hatte sie noch), die Trümmer nun aus den Köpfen zu bekommen, war die weit schwierigere Aufgabe. Das Magazin, war sie überzeugt, konnte dabei helfen.

Die schönste journalistische Arbeit in der DDR

Die Zeitschrift war ein Zugeständnis des Zentralkomitee der SED nach dem Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953, der die junge Republik in den Grundfesten erschütterte. Eine Produktionssteigerung von Konsumgütern sollte das angeschlagene Verhältnis von Volk und Staat reparieren. Darunter: Das Magazin, für eine Mark der DDR im Handel zu erhalten. Das heißt: mit viel Glück und Beziehungen, denn es war immer knapp. Dieses neue Blatt, bald „Hildes Magazin“ genannt, machte sie zu etwas Einzigartigem, nicht nur in der DDR. Die Perfektionistin und Ästhetin brachte dafür alles mit: Weltgewandtheit, Wissen, den Chic aus der Westemigration – und eine Vergangenheit, die ihr mehr Spielräume verschaffte als anderen. Es wurde eine unterhaltsame, anspruchsvolle Mischung aus Reportagen über Kunst und Kultur, literarischen Texten, Karikaturen, Modeseiten, Kochrezepten und Annoncen. Der New Yorker der DDR – in immer zu geringer Auflage, weil das Papier nicht nur dünn und brüchig, sondern auch knapp war.

Mit Treffsicherheit fand sie die richtigen Künstlerinnen und Künstler für ihr Projekt, Arnold Zweig, Anna Seghers, Christa Wolf, Herbert Sandberg, Arno Fischer, Helga Paris, Horst Hussel und viele andere mehr. Das Titelblatt gestaltete fast von Beginn an Werner Klemke, es war das zwinkernde Gesicht ihres Magazins. Auf seinen hunderten vor fröhlich-charmanter Doppelbödigkeit sprühenden Titeln gab es Erotik und Humor, nichts Abgedroschenes. Elisabeth Shaw, eine Irin mit viel Humor, und die jüdische Schriftstellerin Berta Waterstradt lieferten ihr beliebte Bildergeschichten. Hilde kannte sie von früher – sie hatten 1933 zusammen im Frauengefängnis eingesessen. Der zweite Mann meiner Großmutter, Alan Winnington, steuerte englische Krimis bei.

Aus konkreter Politik hielt sie ihr Magazin heraus. Das galt besonders für Großereignisse wie den Mauerbau. Sie kannte ihre Grenzen, und ihre Hoffnung auf diesen deutschen Staat war groß, die Kompromissfähigkeit dehnbar. Sie erreichte trotzdem, dass es „von der Welt außerhalb unserer Grenzen nicht abgeschlossen“ war, wie Arnold Zweig dem Blatt zum 10. Geburtstag hoch anrechnete. Würdigung kam sogar von der ZEIT: „Es ist kess und sexy ohne anstößig zu sein. Es ist literarisch anspruchsvoll und voller Witz. Eine bunte Blume in einem sonst eintönigen Garten.“

Zwischen Weltstars und fehlenden Polsterstoffen

Das gelang ihr auch, weil viele Kontakte aus Eislers Exilzeit, namhafte Autorinnen, Grafiker und Fotografinnen, auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs zur Weltläufigkeit des Magazin beitrugen. Von den Beatles und der von Ulbricht so verhassten „Je-Je-Je-Musik“ erfuhren die Leser/-innen aus erster Hand von einer Journalistin aus London. Bruno Frei, zurück in Wien, berichtete von dort, Cartoons aus dem New Yorker brachten ein Stück weite Welt, Fotos von Gina Lollobrigida und Sophia Loren internationale Filmstars. Von der Länge der seinerzeitigen Röcke bei Dior und Yves Saint Laurent schrieb Hilde Eisler, dazu gab es Fotos von französischen Models und Pariser Boutiquen, Worte über deren Unerreichbarkeit unnötig. Die Mode war ihr Gebiet, den Herren vom ZK, vom Zentralkomitee, begegnete die kultivierte, stets gut gekleidete Dame mit einem resoluten: „Davon versteht ihr nichts.“ Sie hatte den Mut und die Privilegien. Sie wohnte in einer ästhetisch vollendeten Wohnung in der Karl-Marx-Allee und gab auch dafür Tipps: „Ärgert Sie die Monotonie der angebotenen Möbelstoffe? Dann wählen Sie ganz einfach den hellsten Mantelstoff von sehr fester Bindung. Lassen Sie ihn bei VEB Rewatex einfärben. Die machen’s großartig.“

Das Schwarzweiß-Foto von Marlene Dietrich (1964) aus Moskau des Fotografen Arno Fischer wurde im November 2009 in Bonn ausgestellt. In einer Retrospektive zeigte die Bundeskunsthalle in Bonn das Lebenswerk des Fotografen Arno Fischer. Der 1927 in Berlin geborene Fischer zählt zu den bedeutendsten Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Rund 170 Fotografien, darunter zahlreiche Vintage-Prints, wurden zu den verschiedenen Schaffensphasen präsentiert. Fischers Schwarzweiß-Bilder gelten für Generationen von Fotografen, nicht nur im Osten Deutschlands, als stilprägend. (© picture-alliance, dpa / Kunsthalle/Fischer)

1964 fuhr Hilde Eisler mit dem renommierten Fotografen Arno Fischer nach Moskau. Sie wollten eine Reportage über die sowjetische Modeszene machen. Was dabei herauskommen sollte, war weit spektakulärer. Denn es stellte sich heraus: Marlene Dietrich war in der Stadt und gab ein Konzert. Die Chefredakteurin setzte alle Hebel ihrer glänzenden Kontakte in Bewegung, und Fischer schoss die bis heute ikonischen Bilder der weltberühmten Sängerin. Sie bekam von Eisler nonchalant ein Belegexemplar nach Paris geschickt und antwortete postwendend: „Koennen Sie mir helfen, diese Bilder zu bekommen? … Das Bild der Haende finde ich wunderschoen und auch das wo ich mich verbeuge. Bitte helfen sie mir. Kann man Negative erwerben??????" Hilde Eisler schrieb zurück: „Ihre Fotos hängen aufgezogen in meinem Redaktionszimmer und sind das Entzücken all meiner Besucher.“ Arno Fischer schickte die Negative und stand fortan in Marlenes berühmten Telefonbuch, direkt über Willy Brandt.

Jedes Heft sollte das schönste sein, der Februar, weil Fasching ist, der Mai für die Liebe, im Juni beginnt der Sommer, im Oktober hat die Republik Geburtstag. Jeden Monat gab es einen Grund. Von ihren Mitarbeitenden forderte sie viel, Mittelmaß akzeptierte sie nicht. Neben ihrer überaus charmanten Seite stand eine mitunter gefürchtete Personalführung – ihr Ton konnte verletzend sein, und Diskussionen wurden mit einem unverhandelbaren – „Ich bestehe drauf!“ – beendet. Dafür schrieb sie die Grußbotschaften zum Republikgeburtstag und ähnlichen Anlässen selbst. Für die Frau von Gerhart Eisler, Leiter des Staatlichen Rundfunkkomitees, war das vielleicht unverfänglicher. Und schließlich verantwortete Hilde als Chefredakteurin jede Zeile im Magazin. Es gab zwar keine Vorzensur, doch nachdem es gedruckt war, ging es an die Presseabteilung des ZK, mit dem Recht, „die ganz Ausgabe zu stoppen, zu verbieten und einzustampfen“, was für das Magazin allerdings nie geschah.

Zu Vielem schwieg ihr Blatt, denn so, wie es gefordert wurde, wollte sie nicht darüber schreiben lassen. Für Starrsinn in Stilfragen hatte Hilde Eisler nichts übrig. Sie wollte in ihrem Blatt keine holzschnittartigen Worthülsen und betonschweren Satzbausteine des Sozialismus, eine leichte Sprache sollte es sein, doppelbödig, elegant. Sophisticated, wie sie es nannte. War etwas unverständlich, sagte sie ihrem Team: „Kinder, denkt an unsere Leser in Australien!“ Das Magazin erreichte nach Schätzungen zwei Millionen Leser/-innen, denn das rare Gut ging von Hand zu Hand. Doch über die DDR hinaus wurde es kaum gelesen.

Jüdische Kultur im Magazin

Besonders pflegte sie den Kontakt zu jüdischen Künstler/-innen wie Arnold Zweig, Berta Waterstradt, Stefan Heym, Walter Kaufmann, Lea Grundig , Herbert Sandberg oder Georg Honigmann, um nur einige zu nennen. Ihr Jüdischsein blieb für Hilde Eisler ein wichtiger Teil ihrer Identität. Sie brachte es auf den nüchternen Nenner: „Ich bin eine Jüdin, ich bin eine Bürgerin der DDR. Ich bin eine DDR-Jüdin.“ Sie ließ jiddische Gedichte von Scholem Aleichem drucken, einem bedeutenden jüdischen Autor, den sicher auch ihre Eltern gekannt haben, erklärte hebräische Schriftzeichen und aktuelle israelische Kunst. Und immer wieder thematisierte sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten, ihre Ghettoerfahrungen, die Shoa, Auschwitz. Eine lange Reportage von Bruno Frei über eine Ausgrabung in Israel zeichnete ein selten freundliches Bild vom Land in der DDR-Presse – und das nach Ulbrichts Besuch in Ägypten (24. Februar bis 2. März 1965). Politische Instinktlosigkeit wurde ihr vorgeworfen. „Wütend geärgert“ hatte sie sich über die Berichterstattung des Neuen Deutschlands. Hätte es ein Israel gegeben, war sie überzeugt, der Holocaust wäre nicht möglich gewesen, aber der brutale Umgang mit den Arabern und die Waffenlieferungen der BRD missfielen ihr sehr: „Wie dieses Problem gelöst werden kann, ist mir ein Rätsel.“

Auf einer Reise nach Jerewan (heute Armenien) starb am 21. März 1968 Gerhard Eisler mit 71 Jahren. So schmerzhaft der Verlust für sie gewesen sein musste, sie wahrte unnahbare Contenance. Doch als sie das erste Mal nach seinem Tod in die Redaktion kam, berührten den stellvertretenden Chefredakteur Manfred Gebhardt ihre Worte: „Jetzt seid ihr meine Familie.“ Der Tragweite dieses Satzes war man sich in der Redaktion wohl bewusst. Und diese Familie hielt sie zusammen. Sie stellte sich hinter sie, wenn es sein musste – und sie feierte. Jedes Magazin-Jubiläum war ein rauschendes Fest, von dem man sprach und zu dem man ging „to see and to be seen“, wie sie sagte.

Als 1973 ein ganzseitiges Foto eines tanzenden Walther Ulbricht erschien, obwohl es eine Weisung des ZK an die Presse gab, zum 80. Geburtstag des Geschassten nichts zu drucken außer dem vorgegebenen kurzen Text, wurde sie einbestellt. Die Kollegen machten sich Sorgen. Doch nachdem sie eine Weile gestritten hatten, erzählte Hilde, verhandelte sie eine Reisegenehmigung für die Modenschauen in Paris. „An Hilde trauten sie sich nicht heran.“ Auch nach Gerharts Tod nicht. Sie nutzte das, um auch Tabuthemen und wenig Besprochenes wie Homosexualität und Umweltverschmutzung in Umfragen oder Reportagen zu behandeln. Ihre Kritik dabei immer zum Besseren des Sozialismus.

Ab 1976 schrieb meine Großmutter Ursula Winnington, promovierte Landwirtin, die schon seit 1964 unterhaltsam über Errungenschaften der Landwirtschaft berichtet hatte, die Rubrik „Liebe, Phantasie und Kochkunst“, die das Magazin-Konzept für die eingeschränkten DDR-Feinschmecker abbilden sollte, denn, so sagte Eisler meiner Großmutter: „Nichts wird lieber getan als gegessen und geliebt.“ Auch hier bewies sie journalistischen Instinkt – die Leser liebten die Kolumne zu internationaler Kochkultur. Das Verteidigen und Streichen nicht vorhandener Zutaten bei ständigen „Engpässen“ aber war ein permanenter Drahtseilakt.

Ein Leben mit vielen Verlusten

ADN-ZB Donath (© privat, Aufnahme von Peter Söllner)

„Manchmal ist es gar nicht zu glauben, dass es Euch so gibt, wie es Euch gibt“, schrieb der Schriftsteller Hermann Kant in seinem Geburtstagswunsch zum 25. Jubiläum, das zugleich auch Eislers letztes Jahr als Chefredakteurin einläutete. Ende 1979 ging sie nach knapp 300 Ausgaben unprätentiös in Rente. Das Wichtigste an ihrer Arbeit, meinte sie, war, dass diese sie „letzten Endes getröstet“ hat. Sie schrieb weiter für das Blatt über Mode, nahm die Leser/-innen mit auf Spaziergänge durch Paris und ließ ein bisschen von dessen Flair in den ostdeutschen Q3A-Plattenbau-Block wehen. Viele Jahre versuchte sie, das Ansehen ihres Mannes aufrecht zu erhalten, gab Lesungen in Schulen und Universitäten und engagierte sich weiter für jüdische Sichtbarkeit. Meiner Großmutter schenkte sie zum 60. Geburtstag ein kleines jüdisches Kochbuch mit dem Vorschlag, doch den Lesern des Magazins die jüdische Küche nahezubringen, was sie tat.

Hilde Eisler übergab Ursula Winnington das Heft mit dem Titel "Eine jüdische Gerichte" mit der Widmung, das dies dazu anregen könnte, einen Beitrag über die jüdischen Küche im Magazin zu veröffentlichen. Was Winnington dann auch realisierte. (© privat)

Als die ZEIT 1988 wieder bei ihr zu Besuch war, diesmal zuhause, staunte die Journalistin über die elegante 76Jährige, die sie stilvoll bewirtete und eingerichtet war, wie es „Schöner Wohnen nicht vollkommener vorschlagen könnte“. Nach den Ereignissen vom November 1989 sagte sie, dass sie froh sei, dass die Mauer gefallen ist, man könne die Menschen nicht ewig einsperren. Doch der Kommunismus blieb für sie die Utopie, die zu einer Gesellschaft führen sollte, in der sich die Widersprüche und Gegensätze auflösen, in der sich auch das jüdische Außenseiter-Sein auflösen würde. Sie betrachtete ihn nicht von seinem Scheitern, den ungeheuren Verbrechen Stalins und auch nicht vom Zusammenbruch der UdSSR und des Ostblocks her, sondern vom Anfang der Hoffnung. „Hat nicht geklappt“, würde sie in ihrer eigenen Art vielleicht sagen. Mit dem Sozialismus der DDR ging sie mittlerweile streng ins Gericht. Die Nomenklatura, befand sie, habe selbst vergessen, was sie erlebt und wozu sie angetreten ist.

Viele Jahre nach Gerharts Tod traf sie ihre Jugendliebe „für vierzehn schöne Jahre“ wieder, sie war jedoch gesundheitlich angeschlagen. Bis zuletzt blieb sie Mitglied der Jüdischen Gemeinde und der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS, heute Die Linke). Sie setzte sich für die Errichtung des Holocaust-Mahnmals ein und engagierte sich weiter für den Antifaschismus – und bestimmt blieb sie in ihrer schönen Wohnung eine kultivierte Gastgeberin und anspruchsvolle Gesprächspartnerin. Gut gekleidet, immer ein bisschen auf der Hut, bereit, Stellung zu beziehen, und stets formvollendet. Am 8. Oktober 2000 ist Hilde Eisler im Alter von 88 Jahren in Berlin verstorben.

Zitierweise: Lilly Böhm, „Hilde Eisler – ostdeutsche Kulturjournalistin mit West-Chic", in: Deutschland Archiv, 20.4.2026, Link: www.bpb.de/577294 (ali).

Fussnoten

Fußnoten

  1. Siehe www.dasmagazin.de/magazin-historie/, letzter Zugriff am 14.4.2026.

  2. Vgl. Manfred Engelhardt, Deutsche Lebensläufe, Berlin 1991; John Borneman/Jeffrey M. Peck, Sojourners. The Return of German Jews and the Question of Identity – Texts and Contexts,1995; Hilde Vogel-Rothstein Eisler, Interview 11484, in: Visual History Archive, 2012, http://www.vha.fu-berlin.de, letzter Zugriff am 12.4.2026; weitere interessante Quellen sind, besonders für ihre Arbeit im Magazin: Manfred Gebhardt, Die Nackte unterm Ladentisch. Das Magazin in der DDR, 2. Auflage, Berlin 2022; außerdem: Marlies Menge, Zwei aus einer Straße, in: Die ZEIT, 21.10.1988, www.zeit.de/1988/43/zwei-aus-einer-strasse, letzter Zugriff am 12.4.2026.

  3. Die Stadt Tarnopol war zu Lebzeiten von Hilde Eisler zunächst Teil Österreichs, nach dem Ersten Weltkrieg gehörte sie der kurzlebigen Westukrainischen Republik an, dann zu Polen (deshalb hatte Eisler die polnische Staatsbürgerschaft), danach zur Sowjetunion. Seit dem Zusammenbruch der UdSSR gehört die Stadt zur Ukraine und heißt auf Ukrainisch Ternopil.

  4. Schläfenlocken (deutsch „‚Ecken“‘, in aschkenasischer Aussprache u.a. Pejes oder Pajess, sind nach der Halacha, dem Gesetzbuch für das Judentum, von jüdischen Männern zu tragen. Das Tragen von Schläfenlocken und Bart findet sich in einem Gebot der Tora: „Ihr sollt euer Kopfhaar nicht rundum abschneiden. Du sollst deinen Bart nicht stutzen.“ Levitikus 19,27 EU.

  5. Das hieß für die Männer meist lange Hosen und Hemden und eine Kopfbedeckung, Unter dem Hemd Zizit (Schaufäden), auch genannt Arba Kanfot (Vier Ecken), ein viereckiges Obergewand mit vier besonders geknüpften Fadenbündeln. Aus IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.: https://ijab.de/forschung-und-fachwissen/toolbox-religion/glaubenspraxis/kleidung#:~:text=M%C3%A4nner%20tragen%20hier%20meist%20lange,Kippa%20nur%20im%20religi%C3%B6sen%20Lebensbereich, zuletzt aufgerufen am 13.4.2026.

  6. Das hebräische Wort Seder bedeutet „Ordnung“ und das bezieht sich auf den Ablauf des Abends nach einer festgeschriebenen Ordnung. Es wird gemeinsam der Auszug aus Ägypten erzählt/gelesen. Auf dem Seder-Teller liegen sechs Lebensmittel, welche für Ideen und Ereignisse stehen. Die Geschichte enthält die Antwort auf vier Fragen, die die Kinder singen. Danach werden Lieder gesungen und Gebete gesprochen und es wird gegessen.

  7. Jiddische Bezeichnung für einen Nichtjuden oder einen Juden, der seinen Glauben nicht praktiziert. Hier trifft die letztgenannte Bedeutung zu.

  8. Diese Vorurteile gegenüber den Ostjuden bestanden auch innerhalb der jüdischen Gemeinschaft, sie galten als rückständig und ländlich gegenüber dem deutschen bildungsbürgerlichen Judentum in den Städten.

  9. Die Komintern oder Kommunistische Internationale war ein internationaler Zusammenschluss kommunistischer Parteien – quasi eine weltweite Organisation. Auf Initiative von Lenin wurde die Komintern 1919 in Moskau gegründet.

  10. Eine Bürgschaft eines/einer Bürgers/in des Aufnahmelandes für eine/n Einwanderer/-in.

  11. Der Trotzkismus (auch Bolschewismus-Leninismus) ist eine von Leo Trotzki (1879 – 1940) ausgehende Richtung des Marxismus und gleichzeitig ein politischer Kampfbegriff, der von Josef Stalin zur Diffamierung und Verfolgung politischer Gegner benutzt wurde. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Theorie der „Permanenten Revolution“, bedeutet also die sozialistische Revolution als weltweiten und ständigen Prozess unter der Führung von Arbeiterräten.

  12. House Committee on Un-American Activities.

  13. Senator Joseph Raymond McCarthy war Mitglied der Republikanischen Partei der USA, von 1950 bis 1954 initiierte er eine Kampagne gegen angebliche Unterwanderungen des Regierungsapparates der USA durch Kommunisten und Homosexuelle. Benannt wurde die McCarthy-Ära während der frühen 1950er Jahre nach ihm. Das politische Klima in den USA war von antikommunistischen Verschwörungstheorien und Denunziationen gezeichnet.

  14. Vgl. Wolfgang Herzberg, Jüdische Überlebende, NS-Täter und Antisemitismus in der DDR Teil I - Gegen DDR-Zerrbilder westdeutsch dominierter Geschichtsschreibung", in: Deutschland Archiv, 17.12.2020, Link: www.bpb.de/324697 und Wolfgang Herzberg, Jüdische Überlebende, NS-Täter und Antisemitismus in der DDR Teil II, in: Deutschland Archiv, 17.12.2020, Link: www.bpb.de/324702 und Gabriel Berger, War die DDR antisemitisch?, in: Deutschland Archiv, 18.3.2021, Link: www.bpb.de/328430, alle Links zuletzt aufgerufen am 17.4.2026.

  15. Diesen „so hochmütigen wie treffenden Vergleich“ wagte 2001 die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Frank Pergande, Diese sonderbare Sanftheit in jeder Zeile. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6.2.2001, Nr. 31, S. 56.

  16. Georges Raymond, „Unterm Ladentisch", in: Die ZEIT 41/1964 vom 9.10.1964, S. 53.

  17. Arno Fischer, Meine wichtigste Bildergeschichte, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2001, S. BS1.

  18. Gebhardt, Die Nackte unterm Ladentisch, S.120.

  19. Kerstin Decker, Im Osten kennt es jeder, im Westen fast keiner. Zu DDR-Zeiten hatte „Das Magazin“ etwa zwei Millionen Leser. Jetzt ist die Zeitschrift, in der schon Marlene Dietrich schrieb, 75 Jahre alt geworden. Literarisch soll sie bleiben, erotisch auch. Die Zwischenweltler. In: Der Tagesspiegel, 06.12.1999, S.3.

  20. Vgl. das Porträt über die Malerin Lea Grundig: Esther Zimmering, „Meine Verwandte Lea Grundig. Ein Porträt“, in: Deutschland Archiv, 17.6.2025, www.bpb.de/562978, letzter Zugriff am 12.4.2026.

  21. Gebhardt, Die Nackte unterm Ladentisch, S.124.

  22. Menge, Zwei aus einer Straße.

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geboren in Ost-Berlin, studierte Germanistik und Geschichte in Leipzig und führt unter anderem die Kolumne „Liebe, Phantasie und Kochkunst“ in der Zeitschrift Das Magazin fort.