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Alltag in der DDR aus ungewöhnlichen Perspektiven | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 45 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Zehn Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Vier Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR und während der Friedlichen Revolution Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Alltag und Gesellschaft Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! 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Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" 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Alltag in der DDR aus ungewöhnlichen Perspektiven

Peter Jochen Winters

/ 13 Minuten zu lesen

Ungewöhnliche Einblicke in das Leben in der DDR ermöglichen Neuerscheinungen über die Kinder von Stasi-Offizieren und über Eigeninitiativen, um der Wohnungsnot zu entgehen: dem "Schwarzwohnen". Journalistische Erinnerungen, Fotografien und Geschichts-Comics bieten ebenfalls neue Perspektiven auf die Lebenswelt der DDR und auf die deutsche Teilung.

Sammelrezension zu:

  • Ruth Hoffmann: Stasi-Kinder. Aufgewachsen im Überwachungsstaat, Berlin: Propyläen 2012, 317 S., € 19,90, ISBN: 9783549074107.

  • Udo Grashoff: Schwarzwohnen. Die Unterwanderungen der staatlichen Wohnraumlenkung in der DDR (Berichte und Studien; 59), Göttingen: V&R unipress 2011, 200 S., € 19,90, ISBN: 9783899718263.

  • Dieter Bub: Das Honecker-Attentat und andere Storys. Als "Stern"-Reporter in der DDR, Halle/S.: Mitteldeutscher Verlag 2012, 344 S., € 14,95, ISBN 9783898129428.

  • Dietmar Riemann: Schöne Grüße aus der DDR. Fotografien 1975–1989. Mit Texten von Roman Grafe, Halle/S.: Mitteldeutscher Verlag 2012, 128 S., € 24,95, ISBN: 9783898129435.

  • Susanne Buddenberg, Thomas Henseler: Berlin – Geteilte Stadt. Zeitgeschichten, Berlin: Avant 2012, 98 S., € 14,95, ISBN: 9783939080701.

Stasi-Kinder

Ruth Hoffmann, Stasi-Kinder (© Propyläen)

In nahezu allen Familien gibt es Konflikte zwischen den Generationen, zwischen Eltern und Kindern. In der Regel gefährden sie den familiären Zusammenhalt und die Liebe zwischen Söhnen und Töchtern zu ihren Vätern und Müttern nicht. Die Hamburger Journalistin Ruth Hoffmann will mit ihrem Buch, dem – wie sie schreibt – sechs Jahre dauernde Recherchen zugrunde liegen, darauf aufmerksam machen, dass dies für die Familien von Offizieren des Staatssicherheitsdienstes der DDR nicht gilt. Sie hat in Interviews mit "Stasi-Kindern" und durch das Studium einschlägiger "Stasi-Akten" herausgefunden, dass ganz normale Familienkonflikte durch die "Härte und Unerbittlichkeit des 'Apparates', der auf familiäre Bindungen keine Rücksicht nahm", zur nachhaltigen Entfremdung vor allem zwischen Vätern und Kindern, ja zu regelrechten Familiendramen geführt haben.

Die Autorin spricht von "Rahmenbedingungen", die das Familienleben dieser Stasi-Familien beherrschten: Die Offiziere unterlagen in ihrem durch lebenslang geltenden Eid bekräftigten direkten Dienst- und Befehlsverhältnis zum Ministerium für Staatssicherheit strengen Vorschriften, die selbst ihre privaten Lebensbereiche regelten. Sie hatten zudem innerhalb ihrer Familie nicht nur ihre Dienststellung und ihre Tätigkeit zu verschweigen, sie waren auch verpflichtet, ihre Familie ideologisch und gesellschaftlich auf Parteilinie zu halten, ihre Kinder entsprechend zu erziehen und keine Abweichungen von den marxistisch-leninistischen Normen zuzulassen. Besondere familiäre Vorkommnisse – nicht zuletzt Westkontakte – waren zu melden. Selbst die innersten familiären Beziehungen wurden vom "Apparat" überwacht. Jederzeit konnten die Väter zur Rechenschaft gezogen werden, wenn durch abweichendes Verhalten der Kinder Zweifel an ihrer eigenen ideologischen Festigkeit und Linientreue aufkamen, was zu beruflichen Nachteilen des Betreffenden führen konnte.

Die Zahl der heute längst erwachsenen "Stasi-Kinder" wird auf mindestens eine halbe Million geschätzt. Kein Zweifel, dass die große Mehrheit von ihnen – auch wenn ihre Väter und Mütter ihr gesamtes Privatleben dem MfS in die Hand gegeben haben – ohne besondere Probleme aufgewachsen ist. Und manchem Stasi-Offizier wird es wohl auch gelungen sein, sich im Zweifel eher für die Familie und die Kinder zu entscheiden als für die Ansprüche seines Dienstherrn. Ruth Hoffmann, die manche Absagen erhalten hat und nur 20 ausführliche Interviews führen konnte, beschreibt die Lebensgeschichten von 13 Kindern aus "Stasi-Familien" (darunter auch Familien von DDR-Spionen im Westen), in denen es durch die "Rahmenbedingungen" zu erheblichen Schädigungen der Kinder gekommen ist. Die Namen von fünf dieser Kinder sind anonymisiert. Das ist wohl auch dadurch zu erklären, dass sie noch heute Nachteile befürchten, wenn sie öffentlich über ihre Herkunft berichten.

Die Autorin beklagt, dass es wenig Material über Stasi-Kinder gebe, "keine Bücher, keine soziologischen oder psychologischen Untersuchungen, nicht einmal ein Forum im Internet". Während ehemalige MfS-Angehörige längst selbstbewusst ihre Sicht der Vergangenheit schilderten, "schweigen ihre Söhne und Töchter". So pauschal stimmt das freilich nicht. Schließlich befinden sich unter den von Hoffmann veröffentlichten Lebensgeschichten fünf von betroffenen Töchtern und Söhnen, die bereits ausführliche Berichte über ihre Schicksale vorgelegt haben: Nicole Glocke und Edina Stiller (Verratene Kinder. Zwei Lebensgeschichten aus dem geteilten Deutschland", 2003), Pierre Boom (Der fremde Vater. Der Sohn des Kanzlerspions Guillaume erinnert sich, 2005), Thomas Raufeisen (Der Tag, an dem uns Vater erzählte, dass er ein DDR-Spion sei. Eine deutsche Tragödie, 2010) und Vera Lengsfeld (Ich wollte frei sein. Die Mauer, die Stasi, die Revolution, 2012). Ihre nacherzählten und durch Interviews ergänzten Lebensgeschichten füllen in Hoffmanns Buch mehr als 110 Seiten.

1999 sei ihr bewusst geworden, dass "ich etwas mit mir herumschleppe, mit dem ich mich auseinandersetzen muss, bevor es mich erdrückt", sagt die promovierte Historikerin Nicole Glocke der Autorin im Interview. Der damals neun Jahre alten Tochter eines leitenden Angestellten bei RWE in Bochum brach im Januar 1979 eine Welt zusammen. Ihr Vater, der von dem Stasi-Oberleutnant Werner Stiller nach dessen Flucht in den Westen als DDR-Spion enttarnt worden war, wurde verhaftet und verurteilt und verweigerte seiner Tochter nach seiner Haftentlassung und Rückkehr zur Familie "verschlossen und unnahbar" eine umfassende Erklärung über seinen Verrat. 20 Jahre später macht Nicole Glocke sich an die Aufarbeitung, trifft den Überläufer Werner Stiller und bekommt Kontakt zu seiner Tochter Edina, die im Januar 1974 ihren Vater "verlor"; erst 1989 hatte Edina Stiller (heute verheiratete Gade) erfahren, "dass er mein Land verraten hat". Das Buch, in dem beide ihre Lebensgeschichten berichten, bewog Markus Wolf, den langjährigen Chef der Hauptabteilung Aufklärung und stellvertretenden Minister für Staatssicherheit, mit den beiden "Stasi-Kindern" Kontakt aufzunehmen. Hoffmann berichtet das zwar, hat es aber offenbar versäumt, Glocke nach Zahl und Inhalt ihrer Gespräche mit Wolf zu befragen, die sie bis zu dessen Tod mit ihm geführt hat.

Dennoch ist das journalistisch gut und spannend geschriebene Buch von Ruth Hoffmann ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung eines wichtigen Aspekts des zerstörenden Wirkens des Staatsicherheitsdienstes der DDR. Die zwischen die Darstellungen der Schicksale der "Stasi-Kinder" eingestreuten "Exkurse" liefern kurzgefasst die erforderlichen Informationen über den "Apparat", die "geschlossene Gesellschaft" seiner hauptamtlichen Mitarbeiter, die "überwachten Überwacher", Gehälter und Privilegien, den "Männerbund Stasi", die Stasi-Wohngebiete und nicht zuletzt über Liebe und Partnerschaft, denn "nichts ist privat" gewesen beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR.

Ruth Hoffmanns Buch und ihre Film-Dokumentation "Stasi-Kinder. Mein Vater war beim MfS" sollten weitere "verratene" Stasi-Kinder dazu bewegen, ihre Lebensschicksale, ihre Suche nach dem verlorenen und fremden Vater, die mit Versöhnung oder endgültigem Verlust endet, aufzuschreiben und damit einen Beitrag zur Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit zu leisten.

Schwarzwohnen

Udo Grashoff, Schwarzwohnen (© Vandenhoeck & Ruprecht)

Einen weiteren ungewöhnlichen Einblick in das Leben in der DDR eröffnet Udo Grashoff mit seinem gründlich recherchierten Beitrag über das "Schwarzwohnen" in der DDR der Ära Honecker. Auch Grashoff stützt sich auf Interviews mit rund 40 Zeitzeugen, die aus eigenem Erleben in Ost-Berlin, Halle, Jena, Leipzig und Rostock freimütig und ausführlich über ein Geschehen berichten, das sich vom Anfang der Siebziger- bis Ende der Achtzigerjahre weithin unbemerkt und verschwiegen von Presse, Rundfunk und Fernsehen im "Arbeiter-und-Bauern-Staat" ereignete: "Obgleich es nur bruchstückhafte Statistiken gibt, ist nachweisbar, dass tausende DDR-Bürger illegal in Wohnungen eingezogen sind". Kurioserweise war diese Art der Wohnungs- und vereinzelt auch Hausbesetzung eine Folge der von Erich Honecker bei seinem Amtsantritt 1971 versprochenen Lösung des Wohnungsproblems bis 1990 mittels eines ehrgeizigen, die Ressourcen der DDR aber überfordernden Wohnungsbauprogramms. Während zwei Millionen Neubauwohnungen entstanden, verfiel der seit Jahrzehnten vernachlässigte Altbaubestand immer mehr, da Mittel für die vorgesehene Sanierung oder für den Abriss nicht verfügbar waren. Es entstand ein umfangreicher Pool von "leergezogenen" Wohnungen, die vor allem junge Leute – nicht zuletzt Studenten und Künstler – anzogen, die in der Besetzung von "Bruchbuden" eine Möglichkeit sahen, sich unter den Bedingungen einer Diktatur Freiräume für ihre Selbstverwirklichung zu schaffen, wenn sie – im Gegensatz zu den westlichen Hausbesetzern – still und unauffällig handelten, um möglichst wenig mit dem Staatsapparat in Berührung zu kommen.

Wer in der DDR irgendwo wohnen wollte – und sei es auch im eigenen Haus – benötigte eine behördliche "Zuweisung". "Zur Gewährleistung des Grundrechts der Bürger auf Wohnraum und zur Sicherung einer gerechten Verteilung unterliegt der gesamte Wohnraum der staatlichen Lenkung … Voraussetzung für die Begründung eines Mietverhältnisses ist die Zuweisung des Wohnraums durch das zuständige Organ", hieß es im Zivilgesetzbuch der DDR von 1975. Eine umfangreiche "Verordnung über die Lenkung des Wohnraums", die erst 1990 außer Kraft trat, regelte die Einzelheiten. Wie der Anspruch des Staates, die staatliche Wohnraumlenkung zu beherrschen und zu kontrollieren, durch die "Wohnungsbesetzer" oder "Schwarzbewohner" auf vielfältige Weise unterlaufen wurde, zeigt Grashoff ebenso wie die Reaktionen – oder besser: Nichtreaktionen – der oft hilflosen Behörden. Schließlich lag es nicht im Interesse der Partei- und Staatsführung, Wohnungsbesetzungen durch rigoroses Vorgehen – bis hin zu möglichen Zwangsräumungen besetzter und meist unzumutbarer Wohnungen – in der breiten Öffentlichkeit bekannt werden zu lassen. Zudem galt der gesetzliche Grundsatz, dass eine Zwangsräumung nur dann erfolgen dürfe, "wenn dem Bürger zumutbarer Wohnraum zugewiesen wurde".

Wer sein Auge auf eine leerstehende Wohnung geworfen hatte, beantragte gar nicht erst eine "Zuweisung", da das für junge Alleinstehende als aussichtslos galt. In den meisten Fällen wurde unauffällig das Schloss aufgebrochen und ein neues eingebaut. Wenn einige Zeit alles ruhig geblieben war, zog er oder sie in die Wohnung ein, meldete sich wohl auch polizeilich an, da dies nicht von der Vorlage einer "Zuweisung" abhängig war, setzte die Wohnung notdürftig in Stand, brachte ein paar Einrichtungsgegenstände mit und zahlte zumeist die in der DDR spottbillige, weil auf dem Stand der Dreißigerjahre eingefrorene Miete, ohne einen Mietvertrag zu besitzen, auf das Konto des Vermieters ein. Das waren zu 39 Prozent die Kommunale Wohnungsverwaltung oder der VEB Gebäudewirtschaft, zu 16 Prozent Wohnungsbaugenossenschaften und zu 45 Prozent private Eigentümer sowie treuhänderische Wohnungsverwaltungen. Wenn die Versorgung mit Elektrizität und Wasser noch funktionierte, zahlten viele der illegalen Bewohner die anteiligen Kosten.

Die Volkspolizei veranstaltete keine gezielte Suche nach illegal bezogenen Wohnungen, und die Staatssicherheit interessierte sich nicht für das "Schwarzwohnen". Wenn Repressionen der Sicherheitskräfte stattfanden, richteten sie sich in der Regel gegen als "staatsfeindlich" eingestufte Aktivitäten der Bewohner, wie Zusammenkünfte, Ausstellungen oder Lesungen. Die mit der Wohnraumlenkung beauftragten Behörden fahndeten – schon aus Personalmangel – nicht systematisch nach besetzten Wohnungen. Wenn sie Wohnungsbesetzer entdeckten, konnten sie Ordnungsstrafen zwischen 10 und 500 Mark aussprechen oder auch die Räumung der Wohnung anordnen. In vielen Fällen wurde jedoch eine nachträgliche Zuweisung für die besetzte Wohnung erteilt, sofern eine Ordnungsstrafe gezahlt worden war.

Eine derjenigen, die in der DDR eine Wohnung illegal bezogen hatten, war übrigens Angela Merkel, die heutige Bundeskanzlerin, nachdem sie sich 1981 von ihrem ersten Ehemann getrennt hatte. Dazu Grashoff unter Hinweis auf Äußerungen Merkels: "In dieser Situation hatte sie mit Hilfe von Kollegen vom Zentralinstitut für Physikalische Chemie eine leer stehende, heruntergekommene Wohnung in der Templiner Straße im Prenzlauer Berg aufgebrochen und illegal bezogen. Als angekündigt wurde, dass das Haus saniert würde, bekamen alle Mieter, ohne nach der Zuweisung zu fragen, eine neue Wohnung. Auf diese Weise erhielt Angela Merkel nicht nur eine legale Wohnung, ihre Wohnsituation verbesserte sich sogar: Die neue Wohnung in einem Hinterhaus in der Schönhauser Allee hatte eine Gasheizung."

Als "Stern"-Reporter in der DDR

Dieter Bub, Das Honecker-Attentat und andere Storys (© Mitteldeutscher Verlag)

Einen ganz anderen – leider recht verwirrenden – Blick auf die DDR wirft Dieter Bub. Von den seit 1974 in der DDR ständig akkreditierten Korrespondenten aus der Bundesrepublik wurden im Lauf der Jahre vom "Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR (MfAA)" insgesamt vier aus der DDR ausgewiesen: Jörg R. Mettke ("Der Spiegel") im Dezember 1975, Lothar Loewe (ARD) im Dezember 1976, Peter van Loyen (ZDF) im Mai 1979 und eben Dieter Bub ("Stern") im Januar 1983. In den drei ersten Fällen haben sich die akkreditierten Kollegen mit den Ausgewiesenen solidarisch erklärt und beim MfAA protestiert. Nur im Fall Bub – seit April 1979 in der DDR akkreditiert – geschah dies nicht, da er gegen ein Grundgesetz des Journalismus verstoßen hatte: "Weil dieser Kollege, der eine ziemlich reißerische Story veröffentlicht hatte, seine Informanten preisgegeben hat. Und das war für uns der Grund, nun nicht mit ihm solidarisch zu sein", sagte der damalige Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor der Enquetekommission des Bundestages zur "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur". Bub hatte damals in der Hamburger Zeitschrift "Stern" über einen angeblichen Attentatsversuch auf Honecker berichtet.

Sein jetzt erschienenes Buch "Das Honecker-Attentat und andere Storys" sei keine Reportage, sondern "Erzählung und Erinnerung, Realität, Reflexion und Fiktion", schreibt Dieter Bub. Er macht es dem Leser schwer zu entscheiden, was in dem Buch dem tatsächlichen Geschehen entspricht, also Fakten schildert und was Erfindungen und Ausschmückungen des Autors sind. Zusätzlich verwirrend wird das Ganze dadurch, dass Bub sich in seinen "Storys" hinter dem Namen "Dieter Müller" verbirgt. Dazu schreibt er: "Dieter Bub verwendet in seinem Buch den Namen Dieter Müller (um auch Fiction-Passagen einfügen zu können), unter dem er bis 1956 vor seiner Flucht aus der DDR in Halle gelebt hatte. Für die Behörden der DDR war er, bevor seine Identität von der Staatssicherheit entdeckt wurde, nur unter dem Namen Bub bekannt."

"Müller" schildert am Anfang Gespräche in der Chefredaktion des "Stern", die ihn als Korrespondenten nach Ost-Berlin schicken will. Dabei zitiert er den Chefredakteur Peter Koch in wörtlicher Rede: "Sie müssen die Geschichten finden, ohne Rücksicht … Ohne Rücksicht auf Vorschriften … Sie können über alles berichten – außer über langweilige Verlautbarungen." Wenn der Autor über seine offizielle Akkreditierung beim MfAA und Gespräche mit den Mitarbeitern der Abteilung Journalistische Beziehungen berichtet, die für die Korrespondenten zuständig waren und die er mit Pseudonymen belegt, und es auch nicht lassen kann, seine Vorstellung vom Leben dieser Mitarbeiter, ja sogar Träume zu schildern, dann fragt man sich schon: Was ist wahr und was erfunden? Und das erst recht, wenn von höheren Funktionären bis hin zu Stasi-Minister Erich Mielke – die er alle beim richtigen Namen nennt – interne Gespräche über "Müller" und Überlegungen, was mit ihm zu geschehen habe, wiedergegeben werden. Was steht denn nun wirklich in den Stasi-Akten Bubs, wenn er daraus Stellen zitiert, in denen von "Müller" die Rede ist? Gemeinhin tauchen in solchen Akten nicht die Klarnamen, sondern die vom Ministerium für Staatssicherheit (Hauptabteilung Spionageabwehr II/13) gebrauchten Tarnnamen für die Bespitzelten auf. Und Bubs Tarnname bei der Stasi war nicht "Müller", sondern "Wabe". Schließlich die Besuche bei Robert Havemann und Rainer Eppelmann sowie die Gespräche "Müllers" mit ihnen? Sind auch hier Fiction-Passagen eingebaut?

Das Honecker-Attentat, das im Titel auftaucht, wird im Buch von Dieter Bub/"Müller" auf seinen wahren Kern zurückgeführt: "Ein betrunkener Ofensetzer, abgewiesen von seiner Freundin, rast außer sich vor Wut auf die Fernstraße, gerät in die Fahrzeugkolonne, schießt um sich und tötet sich dann selbst." Dieter Bub schreibt: "Müller fährt nach Hamburg, liefert seinen Bericht ab, wird von einem Chauffeur nach Berlin zurückgebracht … In seiner Abwesenheit wird aus der Reportage über den Ofensetzer [Paul] Eßling und seine Verzweiflungsaktion das 'Attentat auf Honecker'. Der Chefredakteur [Peter Koch] streicht alle Passagen, in denen Müller den labilen Charakter des Handwerkers und seine privaten Probleme schildert. Nichts von seinem Alkoholkonsum … Eßling wird zum Gegner der DDR, erfüllt von Hass auf das Leben der Bonzen in Staats- und Parteiführung. Koch will kein Psychogramm, keine mildernden Umstände. Dass da einer betrunken in einer privaten Lebenskrise durchgedreht ist, passt nicht ins Bild, das Koch braucht. Koch will mehr. Den Aufmacher. Die Schlagzeile. Den Erfolg. Der Zwischenfall von Klosterfelde wird zur Titelstory mit dem Bild Honeckers im Fadenkreuz, daneben ein Foto des Ofensetzers." Der "Erfolg" dieser "Titelstory", die Bub wohl nicht verhindern und von der er sich auch nicht öffentlich protestierend distanzieren konnte oder wollte: "Eine Steigerung der Auflage um 20.000 Exemplare. Das bedeutet eine dreiviertel Million Mehreinnahmen – und weltweite Aufmerksamkeit."

"Zu den wichtigsten Ereignissen der Zeit in der DDR gehörte für ihn die Begegnung mit einer Frau, die nicht nur zu seiner Freundin, sondern auch zu einer wichtigen Informantin wurde und viele Bekanntschaften ermöglichte. Mit dieser Frau lebt er heute noch zusammen", schreibt der Autor. Seine Liebesgeschichte nimmt denn auch einen nicht geringen Teil des Buches ein. Dieter Bub hat sich und seinen Lesern mit diesem Buch sicher keinen Gefallen getan. Wäre er doch nur ohne diese "Müller"-Mystifikation bei seinen Reportagen geblieben – ohne Fiktionen und ohne seine überheblichen Selbstgefälligkeiten!

Schöne Grüße aus der DDR

Dietmar Riemann, Schöne Grüße aus der DDR (© Lehmstedt)

Es sind faszinierende künstlerische Foto-Dokumente aus einer untergegangenen Welt, die Dietmar Riemann in seinem Bildband "Schöne Grüße aus der DDR" versammelt. Es gelingt dem an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig diplomierten Fotografen, den Alltag in der DDR der Honecker-Ära, den "real existierenden Sozialismus" mit rund 150 Aufnahmen so darzustellen, wie er wirklich war. Die "sprechenden" Fotografien – Erinnerungen für jene, die es erlebten – vermitteln den Nachgewachsenen eindrückliche Erkenntnisse jenseits von Schönfärberei ebenso wie von kenntnisloser Pauschalverdammung.

Die Fotografien aus den Jahren 1975–1989 sind in vier Kapitel gegliedert: "Wände – Mauern", "Menschen", "Stadt und Land", "Schaufenster". Man muss sie genau betrachten, um ihre Botschaft zu verstehen. Alle Fotos sind mit Ort und Jahr der Aufnahme versehen, Bildunterschriften fehlen. Stattdessen hat Roman Grafe kurze, prägnante Texte beigesteuert. Riemann (Jahrgang 1950) und Grafe (Jahrgang 1968) waren beide DDR-Bürger und haben nach langem Ringen mit den Behörden 1989 noch vor dem Mauerfall die DDR legal verlassen. Seine Fotos hatte Riemann mit Hilfe von Bekannten in den Westen geschafft. In der DDR wurde er bekannt, als er zusammen mit dem Schriftsteller Franz Fühmann 1985 das Buch "Was für eine Insel in was für einem Meer" über die Arbeit mit geistig Behinderten veröffentlichte, das großes Aufsehen erregte. In dem vorliegenden Band finden sich einige Fotos von dieser Arbeit mit Behinderten, die der "Arbeiter-und-Bauern-Staat" gern den beiden Kirchen überließ und entsprechende Verträge abschloss. Auch das gehörte zum Alltag in der Ära Honecker, wie die Mauer in Berlin, die Riemann aus verschiedenen Perspektiven von Osten fotografierte.

Berlin – Geteilte Stadt

Susanne Buddenberg/Thomas Henseler, Berlin – Geteilte Stadt (© Avant)

Kann man über die menschenverachtende Berliner Mauer auch in Bildergeschichten seriös und mit historischer Triftigkeit informieren? Susanne Buddenberg und Thomas Henseler beweisen mit ihren "Geschichts-Comics", dass dies gut gelingen kann, wenn wahre Geschichten mit Tatort-Rekonstruktionen am historischen Ort, basierend auf Auskünften beteiligter Zeitzeugen und einem gründlichen Akten- und Kartenstudium in präzisen, eindrucksvollen Zeichnungen und Texten geschildert werden.

In "Berlin – Geteilte Stadt" werden fünf "Zeitgeschichten" zur Mauer erzählt: "Wie der Mauerbau fast mein Abitur verhindert hätte"; die Arbeit der Rettungsstelle des Lazarus-Krankenhauses direkt an der Mauer und der Tod des fünften Maueropfers in der Bernauer Straße im September 1962; "Mit der Seilbahn über die Mauer", die erfolgreiche Flucht einer ganzen Familie 1965; das Schicksal eines jungen Ost-Berliners, bei dem 1987 insgesamt 179 Mauer-Fotos gefunden wurden, und "Mein 18. Geburtstag", an dem ein Ost-Berliner am 9. November 1989 den Mauerfall erlebte. Erklärende Texte vermitteln jeweils den historischen Hintergrund zu den Bildergeschichten. Die wissenschaftlich fundierten und künstlerisch anspruchsvollen Comics stellen eine eigene, ernstzunehmende Kategorie von Geschichtsschreibung dar und sind ein wirksames modernes Mittel zur Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit, zur politischen Bildungsarbeit zuvörderst unter Jugendlichen in Schulen, Gedenk- und Begegnungsstätten.

Dr. phil., Journalist, Berlin.