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Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie | Deutschland Archiv | bpb.de

Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Politischer Anfang als Stadträtin, Erziehungsprojekte und ein USA-Aufenthalt

Petra Weber

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Hildegard Brücher, deutsche Politikerin (FDP). Die am 11.5.1921 geborene Hildegard Brücher studierte in München Chemie und promovierte 1945. Bis 1948 arbeitete sie als wissenschaftliche Redakteurin bei der 'Neuen Zeitung' in München und zog 1948 für die FDP, deren Mitglied sie im gleichen Jahr geworden war, in den Stadtrat der Stadt München ein, aufgenommen 1948. (© picture-alliance, SZ Photo, Hannes Betzler)

Aus dem Klappentext zum Buch von Petra Weber: Als Hildegard Hamm-Brücher am 7. Dezember 2016 starb, galt sie als Grande Dame und moralische Instanz der Bundesrepublik. Als mutige Einzelkämpferin wurde sie für viele Frauen und Männer ein Vorbild. Als Tochter aus einem großbürgerlichen Elternhaus agierte nach 1945 in einer von Männern dominierten Politik, in der sie sich als Verfechterin einer grundlegenden Bildungsreform, einer innovativen Auswärtigen Kulturpolitik sowie als Kritikerin der herrschenden politischen Kultur und Parteiendemokratie einen Namen machte. Die Historikerin Petra Weber beschreibt in ihrer auf Grundlage vieler neuer Quellen geschriebenen Biografie eine liberale Politikerin, die für eine lebendige Demokratie und Zivilgesellschaft eintrat, charmant und liebenswürdig sein konnte, aber auch unerbittlich, wenn sie ihre politischen Ziele in Gefahr sah. Von 1976 bis 1982 war Hildegard Hamm-Brücher Staatsministerin im Auswärtigen Amt. 1994 kandidierte sie bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten. Bis 2002 war Hamm-Brücher Mitglied der FDP.

Ab 1956 war sie mit dem CSU-Kommunalpolitiker und Juristen Erwin Hamm verheiratet. Gemeinsam hatte das Ehepaar einen Sohn und eine Tochter.

Von Petra Weber erschien im März 2026 im Berliner Metropol Verlag: "Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie". Das Buch hat 720 Seiten und 50 Abbildungen. (© Metropol Verlag)

Ein paar Ergänzungen zu ihrer Vita: Hildegard Hamm-Brücher wurde am 11. Mai 1921 als Hildegard Brücher in Essen geboren und wuchs mit vier Geschwistern im Berliner Ortsteil Dahlem auf. Nachdem ihr Vater, der Jurist Paul Brücher, 1931 früh verstorben war und auch ihre Mutter Lilly, geborene Pick, 1932 den Tod fand, zogen ihre Geschwister und sie nach Dresden zur Großmutter. Ab 1933 besuchte Hildegard Brücher dort das Mädchengymnasium. Von 1937 bis 1938 während der NS-Zeit war sie Schülerin auf dem Internat Salem, das sie verlassen musste, weil ihre Großmutter Jüdin war. Sie ging fortan auf das Mädchengymnasium Friedrich-Luisen-Schule in Konstanz, wo sie 1939 ihr Abitur ablegte.

Es folgte während des Zweiten Weltkriegs ein Chemiestudium in München. Dort lernte sie Mitglieder der Weißen Rose kennen, ohne zu wissen, was deren Arbeit im Untergrund war. Mit einer Arbeit von Untersuchungen an den Hefemutterlaugen der technischen Ergosterin-Gewinnung promovierte sie 1945 zum Dr. rer. nat. Nach Kriegsende wurde sie Wissenschaftsredakteurin bei der Neuen Zeitung. Schon bald danach begann ihr Einstieg in die Politik. Ihre ersten Erfahrungen sammelte Hamm-Brücher als junge Frau für die Freien Demokraten in der Stadtverordneten Versammlung von München. Zudem erhielt sie von 1949 bis 1950 ein Stipendium der Politischen Wissenschaften an der Harvard University.



Davon handelt das von der DA-Redaktion ausgewählte 2. Kapitel "Politischer Anfang als Stadträtin, Erziehungsprojekte und ein USA-Aufenthalt". Es ist der von Petra Weber geschriebenen, 720 Seiten umfassenden Monografie Externer Link: "Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biografie" entnommen, die im März 2026 im Berliner Metropol Verlag erschienen ist. Wir haben das Kapitel in zwei Teile aufgeteilt.

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