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Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer

Dietrich Schulze-Marmeling Bernd-M. Beyer

/ 26 Minuten zu lesen

Die Nähe von Politik und Fußball war nie offensichtlicher als heute, und so ist die politische Geschichte der deutschen Nationalmannschaft auch eine politische Geschichte ihrer Trainer. Auf manchmal verblüffende Weise verkörpern die inzwischen zwölf verschiedenen Reichstrainer, Bundestrainer und Teamchefs die jeweils vorherrschende politische Stimmungslage. Ein Überblick.

Bundeskanzler Helmut Kohl am 26. März 1990 bei einem Benefizfußballspiel in Dresden mit Franz Beckenbauer, Fritz Walter, Bobby Charlton, dem Schiedsrichter Walter Eschweiler und der Sängerin Veronika Fischer. (© picture-alliance, Herbert Rudel)

Otto Nerz

Bei Otto Nerz umfasst diese Parallelität sogar seine persönliche politische Entwicklung. Der erste hauptamtliche Trainer der Nationalelf war 1919 als 27-Jähriger in die SPD eingetreten. Fußballerisch war er ein glühender Anhänger des englischen Fußballs, über den er unter anderem im Kicker ausführliche Artikel verfasste.

Der "Reichstrainer" Otto Nerz (rechts) mit dem viermaligen Nationalspieler "Ossi" Rohr bei einem Fußballländerspiel zwischen Deutschland und Frankreich (3:3) im "Deutschen Stadion" am 19.3.1933 in Berlin. (© picture-alliance, Schirner Sportfoto)

Als Nerz 1926 Reichstrainer wurde, hatte er die Möglichkeit, seine Erkenntnisse praktisch umzusetzen. Er führte moderne Trainingsmethoden ein und verordnete der Auswahlmannschaft ein strenges WM-Spielsystem, das er sich von Arsenal-Manager Herbert Chapman abgeschaut hatte. Nerz verlangte von seinen Spielern unermüdliche Schufterei auch im Training und pflegte einen oft unangenehmen Kasernenhofton. Seine Neigung, seine Mannschaft schon in der Vorbereitung auf ein Spiel körperlich hart ranzunehmen, trug letztlich zu seinem Scheitern als Reichstrainer bei, denn die schmähliche Niederlage bei den Olympischen Spielen 1936 gegen Norwegen wurde unter anderem darauf zurückgeführt, dass die Spieler bereits ausgepowert auf den Platz liefen.

Politisch hatte sich der ehemalige Sozialdemokrat inzwischen rasch umorientiert. 1933 trat er der SA bei, 1937 der NSDAP. Als Trainer war er mit seinem autoritären Gebaren und der wenig filigranen Spielphilosophie durchaus mit der NS-Ideologie kompatibel – bei293 spielsweise lobte der Kicker sein WM-System als spezifisch deutsche „Taktik“, weil dadurch „jeder einzelne Spieler (…) ein untergeordnetes Glied in dem Dienst einer größeren Idee (…) geworden“ sei. Nerz‘ politische Umorientierung als reinen Opportunismus zu verstehen, wäre verfehlt, denn sie ging über das übliche Maß politischer Anpassung hinaus. Wie der Historiker Rudolf Oswald recherchierte, hatte Nerz im Zuge seiner medizinischen Karriere engen Kontakt mit Himmlers Leibarzt Karl Gebhard, der auch im KZ Ravensbrück Experimente an Menschen durchführte. Diese Verbindung hat sein Weltbild offenbar stark geprägt. Oswald über die Entwicklung von Nerz: „Die nationalistischen, reaktionären und biologistischen Versatzstücke seines Weltbildes gingen nun mit menschenverachtendem Antisemitismus eine Verbindung ein.“

Höhepunkt der Nerz’schen Tiraden bildete 1943 eine Artikelserie im 12 Uhr Blatt, in dem er über eine jüdische Weltverschwörung phantasierte, die eine „Zersetzung der Wirtsvölker“ plane. Einst dem jüdischen (und 1933 emigrierten) Kicker-Herausgeber Walther Bensemann persönlich verbunden, behauptete Nerz nun: „In der Krise vor 1933 war die Gefahr der Verjudung im Fußball sehr groß. (…) Die Journalisten trieben von ihren Schreibtischen eine rein jüdische Politik. Sie unterstützen die zersetzende Wühlarbeit ihrer Rassengenossen in den Verbänden und Vereinen.“ Zugleich beschwor er einen „judenfreien europäischen Sport“ – ein Projekt, das die Nazis auf die denkbar grausamste Weise in Angriff nahmen. Wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft wurde Nerz bei Kriegsende von sowjetischen Truppen festgenommen und interniert. Er starb 1949 im Sonderlager Sachsenhausen an den Folgen einer Meningitis.

Sepp Herberger

Anders als Nerz steht sein Nachfolger für jenen Teil der Deutschen, die sich mit dem NS-Regime arrangierten, ohne dessen aggressive antisemitische Ideologie zu billigen. Aber zugleich so opportunistisch waren, dass sie um beruflicher oder persönlicher Vorteile willen der NSDAP beitraten. Herberger tat dies schon im Jahr der Machtüber294 nahme, 1933, da arbeitete er noch als Nachwuchstrainer beim Westdeutschen Spielverband und begann nach dessen Auflösung als Assistent von Reichstrainer Nerz.

Als NSDAP-Mitglied hatte er sich nach 1945 einem Entnazifizierungsverfahren zu unterziehen, das sein Biograf Jürgen Leinemann ausführlich dokumentiert hat. Demnach bekundeten alle wichtigen Nationalspieler ihre Dankbarkeit, dass Herberger „Flaggenhissungen, Parteiansprachen und den ‚Deutschen Gruß‘ aus den Lehrgängen herausgehalten“ habe und dass „irgendwelche politischen Gespräche oder politische Einflüsse oder gar Propaganda von Herrn Herberger niemals und in keiner Weise betrieben worden sind“.

Seinen Parteieintritt entschuldigte Herberger, wie es vermutlich Millionen andere taten: „Als Hitler an die Macht gekommen war, redete man aus meiner Umgebung auf mich ein, mich doch nicht abseits zu halten, machte man mich glauben, daß es sich um eine gute Sache handle, die von anständigen Männern geführt würde und – in meiner politischen Unerfahrenheit – gab ich schließlich dem Drängen nach.“ Solche Naivität scheint für den klugen Herberger wenig glaubhaft, ehrlicher schon sein Bekenntnis, warum er – trotz zunehmender politischer Widersprüche – dennoch in der Partei geblieben war: Es hätte „automatisch den Verlust meiner Stellung zur Folge gehabt, was für mich die Aufgabe meines Lebenswerkes bedeutet hätte“. So liest sich klassischer Opportunismus. Folgerichtig wurde er im Entnazifizierungsverfahren als „Mitläufer“ eingestuft und kam mit einer Geldstrafe von 500 Reichsmark davon.

In der NS-Zeit fühlte sich Herberger Sportfunktionären wie Carl Diem oder den DFB-Oberen Felix Linnemann und Georg Xandry verbunden, die wie er als kleinere oder größere Räder daran mitwirkten, dass die ideologische Gleichschaltung auch den Sport erfasste, ihn zum Zwecke der Nazi-Propaganda und der „Wehrertüchtigung“ missbrauchte sowie später, während des Krieges, zur Ablenkung vom trostlosen Alltag weiterführte.

Die deutsche Nationalmannschaft nach ihrem Sieg im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ungarn im Berner Wankdorfstadion am 4. Juli 1954, von links nach rechts: der damalige Bundestrainer Sepp Herberger, der Spielführer Fritz Walter mit dem Jules Rimet Pokal, Torhüter Anton Turek, Horst Eckel. und Helmut Rahn. Das Endspiel endete 3:2 für Deutschland, das damals zum ersten Mal Weltmeister wurde. (© picture-alliance, KEYSTONE | STR)

Fast alle diese Herren konnten ihre Funktionärskarrieren nach 1945 weiterführen und an der Legende stricken, der Sport habe in der NS-Zeit dank ihrer Mimikry seinen unpolitischen Charakter bewahren können, weshalb es 1945 keinen Bruch benötige, sondern Kontinuität möglich sei. Immerhin reflektierte Herberger, wie Biograf Leinemann analysierte, als nun bundesrepublikanischer Nationaltrainer die Vergangenheit nicht ohne Konsequenzen: „Auch auf politischer Ebene bewahrte er sich ein Schuldgefühl, das ihn nötigte, in späteren Jahren seine Fußballspieler ganz besonders intensiv dazu aufzufordern, sich vor ausländischem Publikum absolut unanstößig zu verhalten.“ Ein Lautsprecher war er ohnehin nicht, seinen Spielern gegenüber nicht – zu denen er ein eher patriarchales Verhältnis pflegte – und der Öffentlichkeit gegenüber auch nicht. Nach dem Sieg von Bern 1954 hielt er sich auffällig im Hintergrund. Statt des politischen „Wir sind wieder wer“ bewegte ihn auch da vermutlich die fußballerische Grübelei: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“

Es ist wohl auch kein Zufall, dass er als Assistenten und Nachfolger jemanden auswählte, den er als Nationalspieler zu NS-Zeiten noch als „zu weich“ gescholten und aus seiner Mannschaft geworfen hatte, eben Helmut Schön.

Helmut Schön

Das Ende der Ära Herberger 1964 folgte kurz nach dem Rücktritt des Bundeskanzlers Konrad Adenauer. Es ist nicht verwegen, diese Ereignisse in Zusammenhang zu bringen. Der altväterlich-patriarchale, in klaren Hierarchien verankerte Führungsstil, den die beiden „Alten“ in den Nachkriegsjahren pflegten, hatte sich überlebt. Spätestens seit der Interner Link: Spiegel-Affäre im Herbst 1962 formierte sich in der Bundesrepublik eine Bürgerbewegung, die alte Strukturen infrage stellte und neue Umgangsformen mit Autoritäten suchte. Das galt auch für den Fußball. Frühe Profis wie Schnellinger, Haller oder Szymaniak sahen im Bundestrainer keine Vaterfigur mehr, die sie nach Bedarf abkanzelte oder umsorgte.

Helmut Schön war die Idealbesetzung, um mit der neuen, selbstbewussten Spielergeneration klarzukommen. Dabei half ihm, dass er sich von jeder politischen Zuschreibung fernhielt. Das hatte er schon als junger Mann in der NS-Zeit getan. Die Nazis hätten den prominenten Nationalstürmer und zweifachen deutschen Meister sicherlich gerne für ihre Propaganda eingespannt, doch Schön trat keiner NS-Organisation bei. Briefe, die Herberger an ihn schickte und mit „Heil Hitler“ unterzeichnete, beantwortete der Spieler in traditionellem „mit herzlichem Grusse“.

1949 und 1950 amtierte Schön als Cheftrainer der DDR-Auswahl, auch das ohne Parteibuch. Erst als ihm die politische Einflussnahme im DDR-Sport untragbar erschien, ging er auf Konfrontationskurs und verließ schließlich die DDR. Im gesellschaftlichen Diskurs, der Ende der 1960er Jahre in der Bundesrepublik intensiver wurde, positionierte er sich nicht. Dabei erreichten die politischen Diskussionen inzwischen auch seine Nationalmannschaft. Die Antagonisten hießen Berti Vogts und Paul Breitner, die zusammen in der Abwehr standen. Schön kam mit beiden klar, mit dem querköpfigen Breitner allerdings nur mit Mühe und stundenlangen Diskussionen.

Bundestrainer Helmut Schön (links) hebt den Schützen des zweiten und entscheidenden deutschen Tores, Gerd Müller, von den Schultern seiner Mannschaftskameraden. Deutschland besiegte am 7. Juli 1974 beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft im Münchner Olympiastadion die Niederlande mit 2:1 und wurde zum zweiten Mal nach 1954 Weltmeister. Schön hatte 1949 und 1950 bereits die DDR-Auswahl trainiert, ging dann aber nach politischen Differenzen in den Westen. (© picture-alliance/dpa)

Dass er sich darauf einließ, bewies seine grundlegend liberale Einstellung, mehr noch: seine Bereitschaft, die Ansichten seiner Schützlinge ernst zu nehmen. Mit Führungsspielern wie Beckenbauer, Overath, Netzer oder Gerd Müller beriet er sich regelmäßig, gerade auch in Krisenzeiten wie nach der Niederlage gegen die DDR bei der WM 1974. „Ich will keinen stummen Spieler“, sagte er 1972 in einem Interview. „Natürlich muss der Trainer die taktische Marschrichtung konzipieren. Aber ich erwarte auch von den Spielern eigene Ideen.“ Und er wusste, dass er es mit einer anderen Generation zu tun hatte als vor ihm Patriarch Herberger: „Man muss die Spieler heute ganz anders ansprechen als früher.“ Er nannte das den „demokratischen Führungsstil“ – eine Haltung, die perfekt zu dem Credo passte, das Willy Brandt zu Beginn seiner Kanzlerschaft formuliert hatte: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“

Auch der technisch anspruchsvolle und offensiv ausgerichtete Spielstil seiner Elf, in der kreative Köpfe wie Beckenbauer oder Netzer das Zepter führten, schien Feuilletonisten bestens in eine Zeit zu passen, die Aufbruch und Utopien verhieß. Das EM-Viertelfinale in Wembley 1972, in dieser Hinsicht herausragend, war auch für Schön das Spiel, an das er sich noch Jahre später mit größtem Stolz erinnerte und das er wertvoller fand als selbst das erfolgreiche WM-Finale 1974. Bei jener WM war er notgedrungen von der Himmelsstürmerei zu einem nüchternen, defensiveren Spielstil zurückgekehrt. Eher zufällig hat auch das eine historische Parallele in der Politik: Die Ära des Kanzlers Brandt mit ihrem Reformoptimismus war in der Zwischenzeit an ökonomische Grenzen gestoßen; im Juni 1974 regierte nicht mehr der Visionär Willy Brandt, sondern der Macher Helmut Schmidt.

Jupp Derwall

Mit Jupp Derwall wurde 1978 Schöns Assistent auch sein Nachfolger; das folgte der bisherigen Tradition beim DFB, denn auch Herberger und Schön hatten zuvor als Assistenten ihres Vorgängers gedient. Derwalls Beförderung folgte also einem Beamten-Schema, mit einem wirklichen Plan des DFB war sie nicht verbunden. Der Fußballbund wurde in jener Zeit vom rigiden Hermann Neuberger regiert, in dessen Machtkalkül es gut passte, dass der neue Bundestrainer wenig Renommee oder Popularität mitbrachte. Dem Fußballvolk war er ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Bezeichnend ist, dass der Spitzname, den ihm Trainerkollege Max Merkel im Vorbeigehen verpasste – „Häuptling ondulierte Silberlocke“ – an ihm hängen blieb.

In Derwalls Amtszeit 1978 bis 1984 polarisierte sich die politische Situation in der Bundesrepublik weiter. Die Anti-Atom- und Friedensbewegung mobilisierte Hunderttausende und brachte mit den Grünen eine neue Partei hervor; im Gegenzug verstärkten sich konservative Tendenzen, was schließlich zu der Kanzlerschaft von Helmut Kohl und seiner „geistig-moralischen Wende“ führte. Eine Wende, die dem vermeintlich linken Zeitgeist des vergangenen Jahrzehnts entgegenwirken sollte.

Der DFB blieb in diesem Diskurs dort, wo er schon immer gestanden hatte: in der konservativen Ecke, vermeintlich unpolitisch, aber in Wahrheit ignorant und geschichtsvergessen, was ihm Walter Jens 1975 kraftvoll, aber vergebens vorhielt. Derwall, der noch 1944 als 17-Jähriger – wohl unter dem Einfluss seines nationalsozialistisch eingestellten Vaters – der NSDAP beigetreten war und dies später verschwiegen hatte, war nicht der Mann, eigene zeitgemäße Akzente zu setzen.

Bundestrainer Jupp Derwall bei einem Training der Fußball-Nationalmannschaft am 12. November 1978 in Frankfurt am Main mit Nationalspieler Klaus Fischer. (© picture-alliance/dpa, Roland Witschel)

Derwall kam als lame duck ins Amt, umgeben von diversen Co- Trainern (die selbst auf den Chefposten schielten) und an der kurzen Leine gehalten von Neuberger. Zudem hatte er es mit Spielern zu tun, die dem Selbstbewusstsein eines Beckenbauer oder Netzer nacheiferten, ohne deren Qualitäten zu besitzen. Paul Breitner oder Toni Schumacher pflegten einen großmäuligen Hedonismus, mit dem sie den hochtalentierten (und ebenfalls ziemlich egomanischen) Spielgestalter Bernd Schuster aus der Nationalelf vergraulten. Derwall schaffte es nicht, integrierend einzuwirken.

Er war, an den Schön’schen Kategorien der Führungsstile gemessen, ein Laissez-faire-Trainer, den wichtigen Spielern „mehr Freund denn Chef “, wie es der WDR formulierte. Ein bekanntes, ihm zugeschriebenes Zitat lautete: „Die Hauptaufgabe eines Trainers ist es heute, die Spieler zu beschäftigen und bei Laune zu halten, ohne ihnen die Kraft zu rauben.“ Gut möglich, dass er es wirklich so gesehen hat. Von Breitner, Rummenigge und Co. ließ er sich jedenfalls bei der WM 1982 heftig auf dem Kopf herumtanzen, was unter anderem zum Skandalspiel von Gijon führte. Wie einige Nationalspieler ihn sahen, formulierte Jimmy Hartwig so: „Ob Herr Derwall im Stadion ist oder in Afrika wackelt ein Baum …“ Schuster nannte ihn einen „Ahnungslosen“.

Nach dem Scheitern bei der EM 1984 traf ihn eine veränderte Medienlandschaft mit voller Wucht. Dass Autoritäten saftig angemotzt werden können, hatte nach den linken Studenten nun auch der rechte Boulevard für sich entdeckt. Die Bild-Zeitung machte Derwall zur Zielscheibe auch persönlicher Angriffe, baute zugleich Beckenbauer als Nachfolger auf. Der gebürtige Rheinländer, der von Fans auch verbal beleidigt wurde, trat verbittert zurück und nahm es dann doch mit rheinischem Frohsinn-Fatalismus: „Mein Gott, der Franz ist so eine Figur. Eine Lichtgestalt. Der steht eben da oben. Da kommst du nicht dran vorbei. Das ist das Problem. Dagegen kann man sich auch nicht wehren.“

In anderer Hinsicht halfen ihm die Veränderungen seiner Zeit: Er ging, was für seine Vorgänger undenkbar gewesen wäre, als Trainer in die Türkei, jenes Land, das der Bundesrepublik dank Arbeitsmigration mittlerweile durch millionenfache persönliche Drähte verbunden war. Was zunächst wie eine Flucht vor der deutschen Öffentlichkeit wirkte, rettete seinen Ruf. Mit Galatasaray Istanbul wurde Derwall Meister und Pokalsieger und von den Fans als „Fußballpascha“ verehrt. Damit bahnte er den Weg für Trainer wie Christoph Daum, Karl-Heinz Feldkamp oder Jogi Löw, die später ebenfalls zeitweilig in die Türkei gingen. Die Universitäten in Aachen und Ankara verliehen ihm als „Architekt der Freundschaft zwischen Deutschland und der Türkei“ die Ehrendoktorwürde.

Franz Beckenbauer

Die 1980er Jahre waren keine gute Zeit für den deutschen Fußball. Auf dem Platz dominierte ein unansehnliches Defensivgeschiebe, auf den spärlich besetzten Rängen der Bundesliga machten sich rechtsextreme Schlägertrupps wie die Borussenfront oder die Hertha-Frösche breit. Dessen ungeachtet, begann im europäischen Fußball eine Entwicklung, die das Spiel in die Mitte der Gesellschaft rückte. TVPrivatsender inszenierten es als mediales Ereignis, Politik, Kultur und Feuilleton suchten seine Nähe, neue gesellschaftliche Schichten strömten in die Stadien. Auch wenn diese Zeitenwende erst durch den Titelgewinn bei der WM 1990 in Deutschland ankam, so verkörpert sie doch niemand besser als Franz Beckenbauer, der in diesem Moment des persönlichen Triumphs abtrat.

Nach dem frühen Aus bei der EM 1984 hatte das erfolgsverwöhnte Fußball-Deutschland nach einem Retter gerufen, der nur Beckenbauer heißen konnte. Der weltgewandte, international geachtete Star galt als Hoffnungsträger, der dem deutschen Fußball „im Stil von Versailles“ (so Walter Jens) den Glanz zurückbringen sollte. Das war mehr eine Entscheidung der Öffentlichkeit als eine des DFB, dessen Boss Neuberger sich eher unwillig fügte, weil er mit dem populären „Kaiser“ an der Seite um seine Allmacht bangte. Erstmals musste der Verband von der ehernen Regel abweichen, dass der neue Bundestrainer als Assistent des Vorgängers gedient hatte.

Bundestrainer Franz Beckenbauer (links) und der damals amtierende Bundespräsident Richard von Weizsäcker (rechts) am 3. Mai 1986 vor Anstoß des DFB-Pokalfinalspiels des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart (5:2). (© picture-alliance, Herbert Rudel)

Und Beckenbauer machte sich ans Werk – nicht als Überflieger, sondern als Arbeiter. Als Spieler ein Ästhet, setzte er als Teamchef keineswegs auf das schöne Spiel, sondern auf Disziplin, Anerkennung seiner Autorität und Erfolgsorientierung. Ein Vorgehen, das nach dem Chaos der Derwall-Jahre allgemeine Zustimmung fand und ohnehin zum gesellschaftlichen Diskurs der Kohl’schen Wende passte. Dennoch dauerte es Jahre, bis Beckenbauer ein Team gebaut hatte, das sich als solches verstand und 1990 reif für den großen Titel war. Als er nach dem Finale einsam über den Rasen des Olympiastadions von Rom schlenderte, war er endgültig zur deutschen Lichtgestalt avanciert, die sich vom erdgebundenen Fußball gelöst hatte: „Geboren ist eine Legende von einem, der – König Midas gleich – alles, was er anpackt, zu Gold macht“, schrieb die Welt.

Tatsächlich wäre es willkürlich, Beckenbauer einem zeitlichen Kontext zuzuordnen. Der von Republikanern freiwillig zum „Kaiser“ Erhobene wirkte mehr wie eine überzeitliche Gestalt, die weniger durch ihre Zeit geformt wurde als umgekehrt. Beckenbauer war der entscheidende Erfolgsgarant bei drei Weltmeisterschaften: 1974 als Mannschaftskapitän und kongenialer Partner des Bundestrainers, 1990 auf der Bank als Teamchef ohne amtlichen Trainerschein und 2006 als Impresario, der den Deutschen das Sommermärchen bescherte. Als Libero veredelte er die sozialliberalen Reformjahre, als gesamtdeutscher „Kaiser“ die Kohl’sche Wiedervereinigung. Und bei der WM-Bewerbung für 2006 harmonierte er bestens mit der rotgrünen Regierungsspitze und titulierte den damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier als „Herr Kollege“. Beim Turnier selbst saß dann schon Angela Merkel im Bundeskanzleramt und schwärmte: „Wo immer ich bei meinen Antrittsbesuchen ankam, dann war eigentlich der wichtigste Mann des Landes schon da gewesen.“ Sie meinte Beckenbauer.

Erst Jahre später wurde bekannt, dass auch der „Kaiser“ nicht immer über dem irdischen Sumpf schwebte: Das WM-Turnier 2006 war nur dank FIFA-üblicher Korruption nach Deutschland gekommen, und ziemlich sicher hat auch Beckenbauer seine Hände dabei schmutzig gemacht. Fortan war er ein etwas nackiger „Kaiser“, zog sich zurück in den Ruhestand und ins innere Exil. Als er im Januar 2024 starb, schrieb der italienische Il Messaggero: „Der Kaiser ist tot, es lebe der Kaiser.“ Doch wer sollte das sein, der ihn beerben könnte?

Berti Vogts

Der einstige Gladbacher „Terrier“ Berti Vogts sicher nicht. Er wurde 1990 neuer Bundestrainer. Anders als beim „überirdischen“ Beckenbauer drängen sich bei Vogts sehr eindeutig Parallelen zu Bundeskanzler Helmut Kohl auf. Beide waren seit ihrer Jugend erklärtermaßen konservativ, beide blieben lange Zeit ihrer Herkunftsprovinz verhaftet – Kohl der Pfalz, Vogts dem Niederrhein –, und beiden haftete diese provinzielle Aura auch noch an, als sie schließlich die große Bühne betraten. Beide hatten die deutsche Einheit zu bewerkstelligen, Kohl politisch, Vogts in der Nationalmannschaft, und beider Messlatte hing dabei sehr hoch. Kohl lief der eigenen Prophezeiung von „blühenden Landschaften“ hinterher, Vogts dem Diktum, seine Elf sei auf Jahre hinaus unschlagbar – was freilich nicht er, sondern sein Vorgänger verkündet hatte.

Ohnehin bildete die Lichtgestalt Beckenbauer, die im Moment des höchsten Triumphs abgedankt hatte, eine schwere Hypothek für Vogts. Andererseits: Als Typ des „braven Normalverbrauchers“, wie der Kicker den Menschen Vogts einst charakterisiert hatte, schien er in eine Zeit zu passen, in der das wiedervereinigte Deutschland der Welt ringsum zeigen wollte, dass ihm Großmachtgelüste fern lagen.

Bundeskanzler Helmut Kohl (links) begrüßt Bundestrainer Berti Vogts (rechts) auf einer Pressekonferenz vor der WM 1998 in Frankreich. Deutschland schied im Viertelfinale mit 0:3 gegen Kroatien aus. (© picture-alliance, Sven Simon)

Die „deutschen Tugenden“, die Vogts angesichts seines grobmotorischen Kaders beschwor, sollten sich aufs Fußballfeld beschränken. Allerdings konterkarierte der Bundestrainer – wie der DFB und auch die Bundesregierung – diesen Ansatz, indem sie sich gegenüber dem rechtsextremen und gewaltbereiten Mob, der inzwischen als „Fans“ die Nationalelf begleitete, wenig engagiert positionierte. In gewisser Weise legitimierte der rhetorisch limitierte Vogts das Treiben der rechten Dumpfbacken, so beispielsweise, als er nach dem frühen WM-Aus 1998 eine Verschwörung gegen die „zu erfolgreichen“ Deutschen vermutete: „Ich weiß nicht, ob es eine Anordnung gibt.“

Angesichts solcher Stammtischweisheiten wirkt es seltsam, dass viele Medien, namentlich die Bild-Zeitung gegen Vogts noch rücksichtsloser wüteten als einst gegen Derwall. Doch Vogts hatte es stets abgelehnt, sich in Form von Exklusivinformationen mit der Bild zu verbünden. Eine Abneigung, die er von seinem Trainervorbild Helmut Schön geerbt hatte und für die er vor allem nach Niederlagen teuer bezahlte, sogar mit Angriffen gegen seine Familie. Der Publizist Roger Willemsen schrieb dazu: „Einige der bösesten Zoten im deutschen Fernsehen sind seit jeher über Berti Vogts gerissen worden.“ Dabei habe er „eine blendende Projektionsfläche (geboten) für alles, was der Deutsche an sich selbst nicht mag“. Als Vogts entnervt zurücktrat, tat er es auch, um „den letzten Rest Menschenwürde zu verteidigen, welcher mir noch gelassen worden ist“.

Der Rücktritt erfolgte im September 1998. Genau im selben Monat wurde auch Bundeskanzler Helmut Kohl abgewählt, was Vogts mit den Worten kommentierte: „Vielleicht war es mit mir wie mit Helmut Kohl. Dessen Gesicht haben sie ja auch nicht mehr gewollt.“ Die Gesinnungsachse Vogts/Kohl markierte den Beginn einer Zeit, in der sich Bundeskanzler:innen regelmäßig in der Nähe der Nationalelf tummelten und sich davon politischen Kredit erhofften. Allerdings wurde die Symbiose zwischen Trainer und Kanzler nicht immer so treuherzig beschworen wie von Vogts, der noch nach seiner Demission erklärte: „Ich bin stolz darauf, dass Herr Dr. Kohl und ich so eine Freundschaft haben.“

Erich Ribbeck

Bundestrainer Erich Ribbeck (rechts) neben seinem Co-Trainer Horst Hrubesch (links) beim Spiel Portugal-Deutschland (3:0) bei der Fußball-EM 2000, die in Belgien und den Niederlanden ausgetragen wurde. (© picture-alliance, Sven Simon)

Bei Vogts’ Nachfolge wurde seitens des DFB sehr darauf geachtet, jemanden zu finden, der die Defizite des Vorgängers im Hinblick auf Eloquenz und öffentliche Darstellung beheben könnte.

In Erich Ribbeck, der ob seines gediegenen Outfits auch „Sir“ genannt wurde, glaubte der DFB, diesen Mann gefunden zu haben. Nur leider konnte Ribbeck mit dieser Fähigkeit seine Inkompetenz als Trainer nicht überdecken. Darin verkörperte er das exakte Gegenteil seines Vorgängers. Nach zwei Jahren glücklosen Gewurstels und einer Blamage bei der EM 2000 gab er auf, und die Zeit kommentierte: „Das Schicksal des Konservativen Erich Ribbeck und seiner Mannschaft zeigt, wohin es gekommen wäre, hätte Helmut Kohl noch einmal die Wahl gewonnen.“

Rudi Völler

Angesichts des gesellschaftlichen Stellenwerts, den der Fußball mittlerweile in Deutschland gewonnen hatte, wurde die Suche nach Ribbecks Nachfolger zu einer Angelegenheit von nationaler Bedeutung. Dies umso mehr, als sich inzwischen eine Allianz aus Politik, Wirtschaft und DFB, die „Deutschland AG“, erfolgreich für eine WM beworben hatte; im Juni 2000 hatte die FIFA beschlossen, das Turnier 2006 in Deutschland auszutragen. Der neue Bundestrainer, so viel war klar, musste ein Mann mit hoher fachlicher wie auch gesellschaftlicher Akzeptanz sein.

Bisher hatte allein die DFB-Spitze über die Person des Bundestrainers befunden und (mit Ausnahme des „Kaisers“) stets einen Kandidaten gekürt, der zuvor schon als Assistenz- oder Jugendtrainer in DFB-Diensten gestanden hatte. Damit war es nun vorbei. Die Auswahl besorgte dieses Mal ein „Arbeitskreis Nationalmannschaft“, dem der Vizepräsident des FC Bayern vorstand, Karl-Heinz Rummenigge. Sogar der Fußball-affine Bundeskanzler wurde zu der Personalie befragt. Gerhard Schröder witzelte, er könne den Job ja im Nebenberuf erledigen, „aber nur am Wochenende“.

Zunächst einigte sich der „Arbeitskreis“ auf den als innovativ geltenden Christoph Daum, der sich jedoch durch seine Kokain-Affäre vorzeitig aus dem Rennen kickte. So wurde der als Zwischenlösung vorgesehene Rudi Völler zur Dauerlösung. Ob Gerhard Schröder dabei mitgewirkt hatte, ist unbekannt. Jedenfalls hielt er große Stücke auf Völler, nannte ihn „einen der integersten Sportsmänner, die ich kennengelernt habe“. (Nach Völlers Demission 2004 veröffentlichte das Bundeskanzleramt eigens eine hochoffizielle Erklärung, in der Schröder sein Bedauern äußerte: Er sei „ein bisschen traurig“.) Wie einst Beckenbauer amtierte Völler als „Teamchef “, weil er keinen Trainerschein besaß. Wie Beckenbauer kam er mit dem Renommee des Weltmeisters ins Amt. Doch anders als Beckenbauer, galt er nicht als Lichtgestalt, sondern als Mann des Volkes. Als Spieler war er kein Genie am Ball, sondern ein unermüdlicher Rackerer im Strafraum, der nicht „Kaiser“, sondern „Tante Käthe“ tituliert wurde und den das Publikum mit langgezogenem „Ruuudi“ oder dem Gesang „Es gibt nur ein‘ Rudi Völler“ feierte.

Völler akzeptierte einerseits die neuen Anforderungen des modernen Fußballs – schließlich arbeitete er als Sportdirektor für Bayer Leverkusen –, andererseits wusste er sein Image als bodenständiger und volksnaher Typ zu wahren. Darin glich er Kanzler Schröder, der harte soziale Einschnitte wie die Hartz-IV-Reform durchdrückte, der aber zugleich gerne auf seine bescheidene Herkunft verwies (wie Völler entstammt er dem Arbeitermilieu) und eine vermeintlich volksnahe Bier- und Currywurst-Rhetorik pflegte.

Teamchef Rudi Völler (zweiter von links), Trainer Michael Skibbe und der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder am 1. Juli 2002 nach der Landung in Frankfurt am Main, am linken Bildrand winkt Nationaltorhüter Oliver Kahn. Die Nationalelf hatte sich am Tag zuvor im japanischen Yokohama im Finale der 17. Weltmeisterschaft mit 0:2 gegen Brasilien geschlagen geben müssen. (© picture-alliance/dpa, Peter Grimm)

Dazu gehörte für den Teamchef offenbar auch, ein ziemlich, nun ja, traditionelles Frauenbild zu bedienen. Unbefangen erzählte er, dass er seine Koffer gerne von seiner Gattin packen ließe, und vor der WM 2002 witzelte er: „Zum Leid der Ehefrauen wird man wieder mehr vor dem Fernseher sitzen. Das ist doch super für die Männer.“ In die gleiche Richtung ging die Tonart einer lautstark geäußerten Schiedsrichter- Kritik (dies dann schon in Leverkusens Diensten): „Pfeif doch Frauenfußball, du pfeifst jeden Mückenstich.“ Selbst das feingeistige Feuilleton verzieh dem Mann des Volkes vieles, feierte ihn gar nach seinem berühmten Ausraster im September 2003. Als es nach einem ärmlichen Spiel gegen Island kritische Kommentare im Fernsehen gab, schäumte Völler vor laufender Kamera: „Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören.“ Die ARD-Modera305 toren Gerhard Delling und Günter Netzer, die er da angiftete, zählten eigentlich zu den moderaten und klügeren Kritikern. Doch Völler hatte mit seiner Attacke gegen vermeintlich intellektuelle Besserwisserei die Stammtische auf seine Seite gezogen.

Überhaupt kokettierte er als Teamchef mit seiner Hemdsärmeligkeit: „Ich habe kein Lehrbuch gelesen. Ich lese jede Woche zweimal den Kicker.“ Auch solch demonstrativer Anti-Intellektualismus verband ihn mit Schröder. Der hielt „Pragmatiker“ für einen „Ehrentitel“ und betonte: „Ich habe nie ein Buch vor mir hergetragen.“ (2023 agierte Völler noch einmal als Teamchef – übergangsweise, bis zur Ankunft von Julian Nagelsmann. Zu diesem Zeitpunkt diente er hauptamtlich als Direktor der Nationalelf. Der rechte Stammtisch feierte seine Ankunft als Rückbesinnung auf gute alte Zeiten, musste das aber bald als Irrtum erkennen.)

Jürgen Klinsmann

Als nach dem Scheitern bei der EM 2004 – zwei Jahre vor dem WM-Turnier im eigenen Land – Rudi Völler sich eingestand, für die Modernisierung der Nationalelf doch nicht der Richtige zu sein, herrschten Frust und Panik in Fußball-Deutschland. Eine Koryphäe wie Ottmar Hitzfeld stand nicht zur Verfügung, und in seiner Not sprang der DFB über seinen eigenen Schatten: Er holte den in Kalifornien lebenden Jürgen Klinsmann. Schon der Wohnort verriet, dass man es mit jemandem zu tun hatte, der die Globalisierung des Fußballs selbst lebte. Klinsmann hatte in fünf verschiedenen Ländern Fußball gespielt, war Welttorjäger 1995 und Fußballer des Jahres in Deutschland wie in England geworden. Zusammen mit dem Niederländer Ruud Gullit hatte sich der mit einer Sino-Amerikanerin verheiratete Klinsmann gegen Rassismus und die Apartheid in Südafrika engagiert.

Das alles passte gut in den Plan von DFB und Bundesregierung, sich bei der WM 2006 als weltoffenes, multikulturelles Land zu präsentieren, das „die Welt zu Gast bei Freunden“ einlud. Zumal Klinsmann SPD-Sympathisant war und Gerhard Schröder 2002 bei seiner Kanz306 lerkandidatur unterstützt hatte. Sportlich bedeutsamer war jedoch, dass der neue Mann energisch daran ging, den trägen deutschen Fußball zu dynamisieren. Er engagierte amerikanische Fitnessexperten sowie einen Mentalitätstrainer, adaptierte moderne Management- Methoden und leitete eine radikale Verjüngung des Nationalteams ein. Sein Ziel war ein offensiver Hochgeschwindigkeitsfußball, wie er ihn in der englischen Premier League kennengelernt hatte.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei der WM 2006 in Berlin beim Spiel Deutschland - Argentinien (4:2) im Gespräch mit Mannschaftskapitän Michael Ballack. (© picture-alliance, Pressefoto ULMER/Robert Michael)

Im Grunde war der polyglotte Schwabe der Mann, den die Nationalelf schon 1998 gebraucht hätte, als nach der langen Ära Kohl/Vogts das Land sich politisch wie fußballerisch nach einem Neuanfang und Reformen sehnte. Nun mussten die alten Strukturen binnen zweier Jahre umgekrempelt werden – eine Revolution, die von vielen alteingesessenen Vereinstrainern misstrauisch beäugt wurde. Als Klinsmanns Team vier Monate vor dem WM-Anpfiff mit 1:4 in Italien unterging, ergoss sich vom Boulevard ebenso wie seitens vieler Experten Häme über den Neuerer. Bild forderte unverhohlen seine Ablösung.

Das Ende ist bekannt, nach den ersten Erfolgen im Turnier beschwor das gleiche Blatt eine „Klinsmania“ im Land und initiierte die „größte Unterschriftenaktion aller Zeiten“, um den Bundestrainer zum Weitermachen zu animieren. Die Anbiederung blieb ebenso erfolglos wie zuvor die Häme. Klinsmann war nicht als Fußball- Beamter auf Lebenszeit angetreten. Schon nach zwei Jahren war Schluss, denn er hatte sein Engagement beim DFB als zeitlich befristetes Projekt angesehen, auch das zeittypisch für das Vorgehen vieler kreativer Köpfe oder Manager. 2014 führte er das US-Nationalteam zur WM in Brasilien, beim Turnier 2026 wollte er mit Südkorea dabei sein, wurde aber vorzeitig entlassen, als seine Mannschaft im Halbfinale des Asien-Cups 2024 ausschied. Und zwischendurch, im Winter 2019/20, war er mal für ein paar Wochen Cheftrainer bei Hertha BSC, flüchtete aber rasch wieder ins sonnige Kalifornien.

Joachim Löw

„Zeig der Welt, dass du besser als Messi bist!“ Joachim Löw, Juni 2014 „Wir schaffen das!“ Angela Merkel, August 2015 Zwei ikonische Sätze, die jeweils Marksteine in den Karrieren des Bundestrainers und der Bundeskanzlerin bezeichnen und wohl für lange Zeit mit ihrer Person verbunden bleiben.

Es gibt einige Parallelen in ihrem Leben. Beide fühlen sich ihrer Heimatprovinz verbunden, konnten aber rasch den Stallgeruch des Provinziellen ablegen (abgesehen von Löws unerschütterlichem Dialekt). Beide kamen durch einen Umbruch überkommener Strukturen in ihr Amt, wobei Merkel die CDU-Granden eigenhändig ausbootete, während Löw im Schlepptau der Klinsmann’schen Revolution segelte. Beide brachten „einen erfrischend neuen Stil in ihre Ämter“ (Spiegel), und beide amtierten – weitgehend zeitgleich – Ewigkeiten; Merkel von September 2005 bis Oktober 2021, Löw von August 2006 bis Juni 2021. Beide pflegten einen unaufgeregten, unpolemischen Stil in der öffentlichen Kommunikation und ließen Kritik an ihrer Person meist unkommentiert.

Allerdings zeigte der Bundestrainer deutlich mehr Offensivgeist als die Kanzlerin. Vor der WM 2010 kommentierte Peter Unfried in der taz: „Ausgerechnet der klassisch-verkrustete Verbandsfußball hat etwas angestoßen, was in vielen Bereichen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gern hinausgeschoben wird: Er hat sich geändert, weil er sich ändern musste, um eine Zukunft zu haben. Er müht sich um Nachhaltigkeit, er ist international und progressiv.“

Löw war ohne große Diskussionen zum Nachfolger Klinsmanns gekürt worden, dessen Amtszeit er selbst stark mitgeprägt hatte und dessen Philosophie er nun weiterentwickelte. Er vollendete den personellen Umbruch und verfeinerte die offensive Spielkultur mit hohem Pressing und schnellem Umschaltspiel. Ihm kam zugute, dass ihm mit Spielern wie Philipp Lahm, Manuel Neuer, Miroslav Klose oder Bastian Schweinsteiger eine hochtalentierte Generation zur Verfügung stand.

Bestens integriert darin waren mittlerweile Spieler mit Migrationshintergrund wie Mesut Özil oder Jérôme Boateng. Freilich musste Löw auch die Schattenseiten dieser Entwicklung erleben, wenn im Netz der Hass gegen Spieler mit türkischen oder afrikanischen Wurzeln tobte. Genauso wie Merkels Grenzöffnung 2015 neben einer Welle von Hilfsbereitschaft auch dumpfe Ressentiments gegen die „Kopftuchmädchen und alimentierten Messermänner“ (so AfD-Weidel) mobilisierte.

Nach dem WM-Finale Deutschland-Argentinien am 14. Juli 2014 (1:0) beglückwünscht Bundeskanzlerin Angela Merkel Bundestrainer Joachim Löw, rechts hinter ihm der damals amtierende Bundespräsident Gauck. (© picture-alliance, augenklick/firo Sportphoto/EL-SAQQA)

Toxische Männlichkeit war Löws Sache nicht, lieber drehte er Werbespots für sanfte Nivea-Creme und blieb der nette, smarte Jogi. Bei schlichten Gemütern geriet er – wie auch sein Vorgänger Klinsmann – in den „Verdacht“ der Homosexualität. Sein Privatleben schirmte er konsequent vor der Öffentlichkeit ab, auch das eine Parallele zu Angela Merkel.

Bei beiden – Bundeskanzlerin und Bundestrainer – erlahmte in den letzten Dienstjahren der Ehrgeiz, überwog in der Amtsführung das Zögerliche. Löw missriet der neuerlich notwendige Generationswechsel, Merkel verpasste die dringenden Reformen in Bezug auf die Klimapolitik. Der Spiegel sah bei beiden eine „selbstzufriedene Bräsigkeit“. Nicht zufällig machte sich in Deutschland eine gewisse Verdrossenheit breit, sowohl mit Blick auf die Bundespolitik wie auf die Nationalmannschaft. Dennoch wurden Merkel wie Löw 2021 mit einiger Wehmut aus ihrem Amt verabschiedet.

Die Berliner Zeitung schrieb seinerzeit: „Das ist ein tiefer Einschnitt. So wie jüngere Leute gar keine andere Kanzlerin kennen als die seit bald 16 Jahren amtierende Merkel, so ist seit 15 Jahren die Berufsbezeichnung Nationaltrainer gleichbedeutend mit Löw. Zwei Persönlichkeiten, die in unruhigen Zeiten für Beständigkeit standen und für eine gewisse Periode Leitfiguren der deutschen Gesellschaft waren, drehen gerade noch eine letzte Runde. Es hat etwas Symbolträchtiges, dass diese beiden, deren Karrieren oft einer Art Gleichklang folgten, nun auch gemeinsam von der großen öffentlichen Bühne abtreten.“

Hansi Flick

Flick kam ins Amt mit der Referenz eines Mitwirkenden am WMTriumph von 2014 und des erfolgreichen FC-Bayern-Coaches. In München hatte er zwischen Dezember 2019 und Juli 2021 sieben Titel geholt. Sein Einstand als Bundestrainer – acht Siege in Folge – schien große Hoffnungen zu rechtfertigen. Doch diese Erfolge waren allesamt gegen international zweitklassige Teams errungen worden, und schon bald ging es rasant bergab, in jeder Hinsicht.

Mit dem Anspruch, bei der umstrittenen WM 2022 in Katar mitzuspielen und gleichzeitig Engagement in Sachen Menschenrechte zu zeigen, kam Hansi Flick ebenso ins Schlingern wie die gesamte DFBFührung, der jede klare Linie fehlte. Dass die Nationalmannschaft nach der Vorrunde bereits ausschied, komplettierte die Blamage. Fortan verabschiedeten sich Flick und DFB-Sportdirektor Völler von der Regenbogen- wie von der „One-love-Binde“ zugunsten einer in Deutschlandfarben, und ohnehin verwahrte sich Flick dagegen, dass seine Mannschaft politisch „von außen getrieben“ werde, wie es in Katar geschehen sei.

Bundestrainer Hansi Flick unterschreibt auf einer Deutschlandflagge. Zuvor hatte sein Team am 9. September 2023 ein Länderspiel in Wolfsburg mit 1:4 gegen Japan verloren. (© picture-alliance/dpa, Federico Gambarini)

Doch auch ohne „Politik“ taumelte das Team nach der WM von Niederlage zu Niederlage. „Die Auswahl des DFB hat inzwischen gesellschaftspolitisch keine Haltung und sportlich keine Bedeutung mehr“, kommentierte die Frankfurter Rundschau frustriert. Deren Redakteur Jan Christian Müller verglich Flicks Wirken mit der in Berlin regierenden Ampel-Koalition, die wie der Trainer 2021 ins Amt gekommen war und mittlerweile ebenfalls im permanenten Krisenmodus operierte:

„Anfangs seiner dritten Amtszeit beim Deutschen Fußball-Bund hat sich Hansi Flick als Ausbund der guten Laune präsentiert. (…) Es herrschte allseits Wechselstimmung in einem Land, das mühselig dabei war, sich von den Fesseln der Großen Koalition und der Pandemie zu befreien. (…) Im Sommer 2023 sieht der Jung-Bundestrainer von 2021 schon verdächtig aus wie ein Alt-Bundestrainer. (…) Was die bedrohlich schrumpfende Anhängerschaft des DFB-Teams vor zwei Jahren als Aufbruch nach Befreiung aus den Fesseln der am Schluss bleischweren Ära Joachim Löw empfand, ist inzwischen einer veritablen Endzeitstimmung gewichen. Flick geht es gerade so ähnlich wie Robert Habeck. Beide waren mal beliebt im Land.“

Der Spiegel sah, nicht ganz ernst gemeint, eher Parallelen zwischen Flick und Bundeskanzler Olaf Scholz, die beide ihren Vorgänger: innen als Vize gedient hätten und denen nun die talentierten Einzelspieler beziehungsweise -minister auf der Nase herumtanzten. Und „latent maulfaul“ seien sie auch beide. Immerhin: Scholz wie Habeck überlebten den Bundestrainer in ihren Ämtern, jedenfalls für eine Weile. Flick musste schon im September 2023 gehen, die „Ampel“ war gut ein Jahr später Geschichte.

Julian Nagelsmann

Der zum Retter erkorene Julian Nagelsmann schaffte den Stimmungsumschwung, führte die DFB-Elf 2024 in ein inspirierendes Europameisterschaftsturnier und erschien dort dem Spiegel gleich mal als der bessere Bundeskanzler: „Nagelsmann tut auf den EM-Pressekonferenzen das, was Scholz unterlässt. Er erklärt sein Handeln. Er spricht zu den Menschen. Und er sagt, beiläufig und wie selbstverständlich, dass es jenseits des Fußballs Dinge gibt, die wichtig sind.“ Der junge Bundestrainer wurde viel gelobt für seine Statements über den Fußball hinaus. Beispielsweise wenn er sagte: „Gemeinsame Dinge zu bewirken, ist extrem wichtig, dass wir realisieren, in was für einem wunderschönen Land wir leben – landschaftlich, kulturell. Aber auch welche Möglichkeiten wir in dem Land haben, wenn wir gemeinsam einfach zusammenhalten und nicht alles immer extrem schwarz malen.“

Bundestrainer Julian Nagelsmann spricht beim deutschen WM-Auftaktspiel am 14. Juni 2026 gegen Curacao (7:1) in einer Trinkpause mit seinen Spielern. (© picture-alliance/dpa, Christian Charisius)

Dass der Fußball alle in diesem Land zusammenbringt, das ist Nagelsmanns großes Credo. Sascha Lobo nannte dies bei Spiegel Online den „nagelsmannschen Gemeinschaftspatriotismus“. Die Absicht ist ehrenwert, doch ein bisschen mogelt sich Nagelsmann dabei an den Realitäten vorbei. Für rechte Fußballfans ist die Nationalelf in ihrer heutigen, bunt-diversen Zusammensetzung nichts, mit dem sie sich identifizieren können. Als der Bundestrainer mit einer Umfrage konfrontiert wurde, die genau dies erbracht hatte (ein Fünftel der Befragten wünschte sich mehr „weiße Spieler“ in der Nationalelf), beschimpfte er nicht diese Einstellung als „rassistisch“, sondern die „Scheiß-Umfrage“.

Das mag ein Stück Taktik gewesen sein, um weitere Polarisierungen zu vermeiden. Klare Aussagen gegen rechts, wie sie von Österreichs Nationaltrainer und Nagelsmann-Mentor Ralf Rangnick zu hören waren, vermied er. Faktisch allerdings verteidigte Nagelsmann sein Team: mit eindeutigen Taten – er bestätigte İlkay Gündoğan als Mannschaftskapitän und billigte ein viel diskutiertes lila-pinkes Auswärtstrikot. Und mit klaren Worten: „Dass wir einen brillanten Mix haben zwischen Menschen, die vielleicht woanders geboren wurden, sich aber in Deutschland wohlfühlen.“

Nicht nur in dieser Hinsicht ist Julian Nagelsmann ein lupenreines Produkt der schönen neuen Fußballwelt. Seine erste echte Trainerstation war die TSG Hoffenheim, die der Milliardär Dietmar Hopp binnen 18 Jahren aus der Kreisliga in die Erste Bundesliga hochgepampert hatte. Nagelsmann begann dort als Jugendtrainer und wurde 2016 Cheftrainer der Profis, bevor ihn mit RB Leipzig ein anderer Retortenklub verpflichtete. Nagelsmann über das miese Image seiner ersten beiden Arbeitgeber: „Ob es El Plastico oder El Gigantismo heißt, ist mir völlig wurscht.“

Aus seinem Vertrag mit dem Brauseklub kaufte ihn 2021 für 20 Millionen Euro der FC Bayern heraus und machte ihn zum Nachfolger von Hansi Flick, den er dann als DFB-Coach zum zweiten Mal beerbte. Von seinem Rauswurf bei den Bayern hatte Nagelsmann im Skiurlaub erfahren. Zum DFB kam er „wie ein Start-up-Gründer in einen schwerfälligen Weltkonzern“ (Spiegel) und als jüngster Bundestrainer seit ewigen Zeiten. Und ging dabei vertraglich voll ins Risiko: Bei einem Scheitern in der Euro-Vorrunde wäre er seinen Job nach zehn Monaten schon wieder losgeworden, ohne Abfindung. Studiert hat Nagelsmann übrigens unter anderem Betriebswirtschaftslehre. Aktuell ist der 38-Jährige nicht mit der Mutter seiner beiden Kinder liiert, sondern mit einer (seither ehemaligen) Bild-Journalistin, mit der er sich gerne vom Boulevard ablichten lässt. Und er hat kurz vor der EM für 1,7 Millionen Euro ein Haus bei Kitzbühel in Tirol gekauft, jener Region, in der sich zum Ärger vieler Alteingesessener schon andere (Fußball-)Millionäre wie Oliver Bierhoff, Bastian Schweinsteiger oder David Alaba niedergelassen und die Grundstückspreise in die Höhe getrieben haben. Moderne Zeiten halt.

Gerne zitierte Nagelsmann die Weisheit: „Tradition ist wie eine Laterne, den Intelligenten leuchtet sie den Weg, die Dummen klammern sich an sie.“ Man kann davon ausgehen, dass er sich nicht zu den Dummen rechnet.

Der bpb-Schriftenreiheband "Politik im Spiel" von Dietrich Schulze Marmeling und Bernd-M. Beyer, dem der nebenstehende Text entnommen ist (SR 11382).

Zitierweise: Dietrich Schulze-Marmeling und Bernd-M. Beyer, „Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer“, in: Deutschland Archiv vom 22.06.2026. Link: www.bpb.de/579022. Dieser Beitrag ist mit freundlicher Genehmigung des Verlags "edition einwurf" in Rastede dem 2026 in der bpb-Schriftenreihe erschienenen Buch der beiden Autoren entnommen Interner Link: „Politik im Spiel“ (SR 11382). Alle im Deutschlandarchiv veröffentlichten Beiträge sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Verfasserinnen und Verfasser, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte. (hk)

Ergänzend:

Peter Ahrens, Interner Link: WM 1974: Die DDR als Weltmeisterbesieger, DA vom 1.7.2024.

Torsten Körner, Interner Link: Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot, DA vom 7.7.2025.

Carina Sophia Linne, Interner Link: Pionierinnen im DDR-Fußball – Von der Produktion auf den Platz, DA vom 26.4.2024

Anne Hahn und Frank Willmann, Interner Link: Fußball mit und ohne Seele: Katar, Fußballkommerz und das Ende vom DDR-Fußball, DA vom 23.6.2023.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Dietrich Schulze-Marmeling ist Autor zahlreicher Fußballsachbücher und Mitglied der Deutschen Akademie für Fußballkultur. 2011 wurde sein Buch "Der FC Bayern und seine Juden" zum Fußballbuch des Jahres gewählt.

Der Hamburger Journalist und Publizist studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften. Er ist Autor des Fußballbuchs des Jahres 2017 über Bundestrainer Helmut Schön und 2021 "71/72 - Die Saison der Träumer".