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„Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“ | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Wie konnte das geschehen? „Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 34 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Helmut Kohls Schulterzucken Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Die Trainer der SED Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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„Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“

Michel Friedman Moritz Baumstieger und Alexander Gorkow

/ 15 Minuten zu lesen

Es war ein nachdenklich stimmendes Hin und Her. Am 26. August 2026 wird im Bayreuther Festspielhaus der Jurist und Publizist Michel Friedman bei einer Gedenkveranstaltung der Bayreuther Festspiele mit dem Titel "Verstummte Stimmen" einen Vortrag halten, einen Tag nach der Eröffnung der Jubiläumsausgabe zum 150-jährigen Festspiel-Bestehen. Friedman spricht laut Programm "Über Bayreuth, über Deutschland. Versuch einer Gesellschaftsanalyse". Sein Anliegen beschrieb Friedman in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung im Juni 2026, nachstehend Auszüge daraus.

Adolf Hitler zeigt sich am 24. Juli 1940 am Fenster des Bayreuther Festspielhauses und wird von den Gästen der Festspiele frenetisch umjubelt. (© picture-alliance, SZ Photo | Knorr + Hirth)

Michel Friedman war im Juni 2026 zunächst als Redner wieder ausgeladen worden, aus „Sicherheitsbedenken“ wurde sein ursprünglich geplanter Auftritt im Juni 2026 abgesagt – auf jenem Grünen Hügel, wo seit 1876 die Musik des bekennenden Antisemiten Richard Wagner und dann auch die NS-Ideologie und Adolf Hitler persönlich das Kraftfeld bildeten. Winifred Marjorie Wagner, die Schwiegertochter des Komponisten und Festspielleiterin während der NS-Jahre, bekannte noch 1975: „Wenn Hitler heute hier zur Tür reinkäme, ich wäre genauso fröhlich und so glücklich, ihn hier zu sehen und zu haben, als wie immer.“ Im Rahmenprogramm der Externer Link: Bayreuther Gedenkveranstaltung werden Kompositionen von Gustav Mahler und Richard Wagner gespielt, der ein offener Antisemit war, sowie von Pavel Haas, der tschechische Komponist wurde 1941 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, bevor er 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet wurde.

Das folgende (hier leicht eingekürzte) Gespräch mit Michel Friedman führten Moritz Baumstieger und Alexander Gorkow von der Süddeutschen Zeitung:

Moritz Baumstieger und Alexander Gorkow: Herr Friedman, wenn man die Schrift „Das Judenthum in der Musik“ von Richard Wagner kennt, wieso möchte man dann ...

Michel Friedman: ... wieso möchte ich dann als Jude auf dem Grünen Hügel reden?

Wieso sind Sie bereit, sich dem auszusetzen?

Der Jurist und Publizist Michel Friedman, hier aufgenommen im Oktober 2025 in München als Laudator bei der Verleihung des Katholischen Medienpreises durch die Deutsche Bischofskonferenz. (© picture-alliance, Wolfgang Maria Weber | R7172)

Genau die Frage habe ich mir gestellt. Antwort: Damit die Antisemitismusgeschichte der Familie Wagner nicht das letzte Wort hat. Ich habe mich jahrzehntelang dagegen entschieden, an der ganzen Sache in Bayreuth teilzunehmen. Gar nicht wegen der Frage, inwieweit Wagner dem Vorgehen Hitlers Brücken gebaut hat, sondern ausschließlich wegen dieser Schrift, die Sie erwähnen. Es ist einer der antisemitischsten Texte, die je geschrieben wurden. Keine Frage, dass wir es hier mit einem Komponisten – vielleicht einem Komponistengenie – zu tun haben, der in seinem Innersten ein Judenhasser war, der gewalttätige Fantasien zur Lösung dieses „Problems“ entwickelt hat. Einem solchen Musiker die Ehre zu geben, an einem Ort, der sich jahrzehntelang kaum um Selbstaufklärung bei diesem Thema bemüht hat – das hat lange eine doppelte Verneinung bei mir hervorgerufen.

Die Musik hätte Sie nicht abgeschreckt? Die Jüdin Rachel Salamander sagte mal in Bezug auf die „Meistersinger“ und Wagner: „Wieso soll ich mich mit diesem Butzenscheibenantisemiten befassen, wenn ich Mendelssohn habe?“

Ich finde das, was Rachel Salamander sagt, sehr schön und nachvollziehbar. Diese Musik ohne diesen antisemitischen Hintergrund zu goutieren, als genial zu definieren, das wäre für mich eine Herausforderung wie bei jedem anderen Komponisten. Bei Wagner kommt hinzu, dass er mit seinen Schriften geistige Brandstiftung betrieben und das Verhältnis zum Judentum vergiftet hat.

Keine Trennung zwischen Werk und Autor also in diesem Fall.

Die Unterscheidung zwischen Künstlerinnen und Künstlern, ihren Biografien, ihren politischen Haltungen einerseits und den Werken, die sie in die Welt bringen und in denen diese Elemente nicht erkennbar sind andererseits, das ist etwas, das wir als liberale Gesellschaft ernst nehmen und verhandeln müssen. Meine Offenheit würde da enden, wo ein Theaterstück oder ein Libretto antisemitische Haltungen eins zu eins in Musik, Text oder Spiel sichtbar macht – wo die Kunst insgesamt zur Propaganda, zum Hass benutzt wird.

Wenn es etwa die Karikatur eines Juden gäbe, wie die Figur des Sixtus Beckmesser in den „Meistersingern“, wenn es wie in „Nathan der Weise“ …

… nein, so einfach ist es auch wieder nicht. Die Frage ist dann, wie geht man in einem Stück um mit einer Figur, die antisemitisch beschrieben wird? Wie wird dieser Antisemitismus künstlerisch gelebt, bespielt, dargestellt? Antisemitische Tropen stecken in unendlich vielen Werken der Kultur des christlichen Abendlandes, ganz einfach wegen dieses religiösen Ur-Narrativs: „Die Juden haben Jesus umgebracht.“ Der Anti-Judaismus des Christentums ist der Anfang vom Judenhass. Das sind die ersten globalen Fake News! Und durch ihre Bots – die Missionare – wurde sie in die ganze Welt getragen und ist sowohl in die religiöse antijudaistische Propaganda eingeflossen als auch dann in die kulturelle und gesellschaftliche Verinnerlichung. Adorno hat zu Recht beschrieben, dass der Judenhass „das Gerücht über die Juden“ ist. Wenn solche Phänomenologien dann künstlerisch bearbeitet werden, sollte es selbstverständlich sein, den Antisemitismus von der Bühne aus zu entlarven. Es gibt in vielen Stücken antisemitische Narrative.

„Der Kaufmann von Venedig“, „Nathan der Weise“ ...

Bei der großen Debatte 1985 um Rainer Werner Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“ habe ich gesagt, das Stück darf nicht auf die Bühne. Warum? Alle Vorurteile und Gerüchte über Juden waren da versammelt, aber – und das war entscheidend – nie gab es im Stück Widerspruch gegen diese Erzählungen. Die Figur heißt bei Fassbinder „der reiche Jude“. Stereotypisiert. Was Theater machen muss, was Texte machen müssen, ist damals ausgeblieben: einen Konflikt dialektisch zu verhandeln, sich zu streiten und zu diskutieren.

In Bayreuth nun wäre es aber wohl kaum um Wagners Opern gegangen.

Richtig. Als ich im September 2025 für den Juli 2026 angefragt wurde, ging es um eine geplante konzertante Aufführung. Das gute Argument von Katharina Wagner: Wir wollen verstummte Stimmen in den Mittelpunkt stellen. Wir haben Künstlern und Künstlerinnen jüdischen Glaubens, die bei uns auf dem Hügel gewirkt haben und die umgebracht wurden, Denkmäler gesetzt. Dieser Teil unserer Geschichte hier in Bayreuth ist sichtbar geworden, seit 2015 auch in einer Dauerausstellung. Und um unsere Ernsthaftigkeit zu beweisen, wollen wir jetzt im Jubiläumsjahr, dass der Erlös des Konzertes israelischen Musikern und Musikerinnen zugutekommt. Das hat mich beeindruckt. Denn: Aus der Erfahrung der BDS-Dynamik der vergangenen Jahre – wo nicht nur Israelis, sondern bald generell Juden boykottiert wurden und werden – wäre das ein Signal gewesen. Und so habe ich eine Chance gesehen: mit einer Reflexion über solche Fragen zu reden – gerade dort, wo bisher solche Themen eher verdrängt wurden.[...]

Wagner war glühender Antisemit, aber vor allem seine Erben und die Bayreuther Gesellschaft auf dem Hügel besorgten anschließend den rasenden Einfluss auf den Nationalsozialismus ...

... eine wichtige Bemerkung.

Sie würden in Bayreuth also mehr über die Erben Wagners als über Wagner sprechen?

Ich hatte mir die Vorstellung von einem Ort gemacht, den Hitler liebte, an dem er geliebt wurde, an den er sich privat zur Erbauung und Erholung zurückzog, der hier sogenannte „Onkel Wolf“. Ein Ort, an dem der Komponist und seine Nachfahren gewalttätigen Judenhass transportierten, organisierten und salonfähig machten. Der Judenhass strahlt leuchtend hell bis in unsere deutsche Gegenwart hinein – es ist genau dieses deutsche Bürgertum, dieses deutsche Großbürgertum, das hier verantwortlich die moralischen Kategorien verändert. Ich wollte mich auf eine Konfrontation einlassen, um eine Reflexion zu ermöglichen. Gerade auch in Anbetracht der Zeit nach dem 7. Oktober 2023, in der ein Großteil des Bürgertums sich von seinen Floskeln „Nie wieder, wehret den Anfängen!“ noch schneller verabschiedet hatte, als man sich umdrehen kann.

Adolf Hitler ist mit seiner Gefolgschaft auf dem Weg zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele am 19. Juli 1938. (© picture-alliance, SZ Photo)

Der jüdische, aus Kanada stammende Pianist Chilly Gonzales hat einen „F*ck Wagner“-Song aufgenommen und plädiert für eine Umbenennung der Kölner Richard-Wagner-Straße in Tina-Turner-Straße. Eher albern?

Nein, nicht albern. Ich plädiere zwar für die Trennung von Werk und Autor – aber das ändert nichts daran, dass Wagner kein Vorbild sein kann in Deutschland. Hier geht es nicht um eine „Parsifal“-Straße, sondern um eine Wagner-Straße. Ich finde es erschütternd, dass ein bekennender Antisemit, der seine Anschauung in Schriften niedergelegt hat, als Namenspate für Straßen überhaupt infrage kommt. Jetzt zu begründen: „Aber das ist gar nicht der Fall, wir haben das getan, um einen der größten deutschsprachigen Komponisten zu ehren“? Wer hat denn entschieden, wie diese Straßen, wie diese Universitäten benannt werden nach 1945? Menschen, die aus der nationalsozialistischen Zeit kamen. Die – im besten Fall – ein wenig zur Indifferenz neigten, wenn Sie mir die Ironie erlauben. Die nun sagten: „Den Wagner lassen wir uns nun nicht auch noch nehmen!“ Und siehe: Die Straßennamen halten bis heute. In München gleich hinter dem belasteten Königsplatz: die Richard-Wagner-Straße.

Auf die große Diskussion um staatlich geförderten Antisemitismus bei der Documenta Fifteen folgte 2023 kein Wort der Diskussion um die staatliche Förderung der Festspiele zu Ehren des Antisemiten Richard Wagner.

Bei der Documenta ging es um Künstler aus dem sogenannten Globalen Süden – gegen die tat man sich leicht, die Stimme zu erheben. Wagner aber gilt als deutsche Leitkultur. Die Festspiele waren zudem immer eine Veranstaltung der Eliten. Wenn ich das Thema wirklich ernst nehme, muss ich sagen: Meine Freunde, meine Generation, die haben hier in Bezug auf Wagner und Bayreuth versagt.

Den Umgang mit dem Erbe Wagners finden Sie so verstörend wie das Erbe selbst?

Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert. Wagner streute das Gift, in den Dreißigerjahren brachte man es in Bayreuth noch tiefer in den Boden ein, und mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland ist hier nichts aufgeräumt worden. Ich habe mir lange überlegt: Kannst du da die richtigen Worte finden?

Was hätten Sie denn nun gesagt in Ihrer Festrede?

Vieles, was ich an Gedanken habe, haben wir schon angesprochen. Und ich hätte die Frage gestellt: Wovor hatte die Familie Wagner eigentlich all die Jahrzehnte Angst, dass sie sich mit dem Thema Judenhass so schwergetan hat?

Adolf Hitler, laut dpa-Bidbeschreibung 1937 zu Gast bei der damaligen Leiterin der Bayreuther Festspiele, Winifred Marjorie Wagner, sitzt ihren Söhnen Wolfgang und Wieland Wagner für Porträtfotos Modell. (© picture-alliance, SZ-Foto)

Noch 1975 vermisste Wagners Schwiegertochter Winifred den von ihr weiterhin geliebten Adolf Hitler, sie sagte damals, sie wäre „fröhlich und glücklich“, ihn noch mal zur Tür hereinkommen zu sehen.

Und allein deswegen kann sich ja niemand, der all diese Jahrzehnte – Winifred Wagner starb erst 1980! – die Festspiele rituell besuchte, heute exkulpieren. Man wusste, wessen Geistes Kind die Veranstalter waren, mit denen man sich gemein macht.

Katharina Wagner hat hier nun in Amtsführung und Äußerungen sehr konkret andere Akzente gesetzt.

Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, das ist unbedingt zu würdigen. Umso mehr war die Anfrage im vergangenen Jahr für mich ein weiterer Baustein. Dass sich Bayreuth am Tag des Jubiläums mit dieser Veranstaltung positionieren möchte – gegen Judenhass, der am Ende der Geschichte immer Menschenhass war und ist. In Bayreuth trifft sich jedes Jahr die Crème de la Crème der deutschen Politik und Gesellschaft. Dieses Publikum hätte ich also gefragt: „Sie wissen, dass Sie auf einem vergifteten Boden die Opern eines menschenverachtenden Komponisten anhören. Dass Sie diese Opern genießen, was nicht schwer ist, denn dass Wagner ein musikalisches Genie war, wer würde das am Ende ernsthaft bezweifeln? Aber: Sie nehmen auch an einem exhibitionistischen Defilee teil, um genau hier abgelichtet und gesehen zu werden? Warum?“

Gab es inhaltliche Vorgaben aus Bayreuth?

Nein! Frau Wagner und ich haben uns nach ihrem sehr netten Anschreiben, ihrer Einladung im vergangenen Jahr darauf geeinigt: Ich sage, was ich sagen will.

Haben Sie den Eindruck, dass man sich in Bayreuth dem dann [zunächst] doch nicht stellen wollte?

Ich unterstelle niemandem nichts.

Wegen „Sicherheitsbedenken“ werden inzwischen etliche Veranstaltungen mit jüdischen oder eben israelischen Beteiligten abgesagt in Deutschland. Sie selbst wurden im September vergangenen Jahres in Klütz ausgeladen ...

... das alles ist der Offenbarungseid. Wenn Sicherheitsprobleme auftauchen, hat der Staat diese Sicherheitsprobleme zu lösen! Veranstaltungen deswegen abzusagen – das ist die Erosion unserer Demokratie. Je öfter du das machst, desto mehr hat der Druck der Straße gewonnen. Es ist aber auch ein Offenbarungseid seit Jahrzehnten, dass man Konflikte, die hart sind, vermeiden möchte. Und auf die, wie ich finde, sogar etwas anmaßende Befürchtung, dass etwa Linksextremisten, radikale Muslime oder sonst wer auf den Grünen Hügel in Bayreuth zumarschieren, um eine Veranstaltung zu sprengen, bei der Michel Friedman redet, gibt es eine ganz einfache Antwort: Dann sichert diese Veranstaltung. Und spart euch alle Sonntagsreden!

In Bayreuth befürchtet man im Zweifel wohl eher Protest aus dem linken als aus dem rechten Lager, der Wiener Autor Richard Schuberth beschreibt in seinem brillanten Essay „Vom Antisemitismus, der keiner sein will“ den gegenwärtigen Antisemitismus als einen, der „von den Rechten zu den Gerechten“ gewandert ist.

Sollen wir uns ihm, komme er von rechts oder links, also beugen?

Sehen und gesehen werden. Die Bayreuther Festspiele werden in der Regel von zahlreichen Prominenten besucht, auch aus allen politischen Lagern. Hier die Ehepaare Merz und Söder am 25. Juli 2025. (© picture-alliance, Panama Pictures | Christoph Hardt)

Wissen Sie eigentlich, wie der erste künstlerische Leiter der Wagner-Festspiele hieß?

Nein.

Er hieß Hermann Levi, war Dirigent – und Jude. Er leitete auch die Uraufführung des „Parsifal“. Wagner drängte ihn, zum Katholizismus zu konvertieren.

Interessant, weil Wagner ja davon ausging in seiner Schrift, dass Juden die Tiefe der Musik gar nicht empfinden können. Und hier sind wir mitten in der Rassentheorie. Wagner war ein Avantgardist dessen, was mit „Mein Kampf“ dann verfeinert wurde, wenn man das Wort verfeinern gebrauchen möchte.

Wirklich in die Erinnerungskultur eingegangen ist das mit Hermann Levi nicht.

Erinnerungskultur ist schon als Begriff eine Nebelkerze, die uns entlasten soll. Wenn man ihn verwendet, muss man ihn sauber verwenden. Er ist definiert mit dem kommunikativen Gedächtnis – und vor allem auch: mit Inhalten, die erinnert werden. Aber die Nazigeneration hat kaum etwas erzählt, die Kinder haben kaum etwas gehört, den Enkelkindern wird auch nichts erzählt. Wenn es also eine deutsche Erinnerungskultur gäbe, dann ist sie ein schwarzes Loch. Mit Ausnahme von Millionen Menschen, die sich seit Jahrzehnten in der Erinnerungsarbeit engagieren! Deswegen: Es gibt eine Kultur des Erinnerns. Das ist aber was ganz anderes. Und ich behaupte auch, dass einer der Gründe, warum Empathie in unserem Land bei gestrandeten Walen vollkommen positiv eskaliert, dass aber die Menschen, die jetzt gerade im Mittelmeer sterben, überhaupt keine Empathie abbekommen – dass diese mangelnde Empathie damit zu tun hat, dass das Kellergeschoss der Familiengeschichten nie gebaut wurde. Man hat das Gefühl: Dieses deutsche Haus, von dem wir reden, es steht auf schwankendem Boden.

Hat die Indifferenz, die oft unverhohlene Freude auf Straßen und in Universitäten auch in Deutschland nach dem 7. Oktober mit diesem fehlenden Kellergeschoss zu tun?

Die Indifferenz hat damit sogar bestimmt zu tun. Fällt das Wort „Jude“, ist das wie ein elektrischer Schlag, der viele Deutsche bis heute daran erinnert, dass sie ihre emotionalen Hausaufgaben nie gemacht haben. Und ich frage Sie – wo sind auch hier die Eliten?

Inwiefern?

Wer von den großen, bekannten, etwa politischen Persönlichkeiten hat denn erzählt? Kennen Sie die Familiengeschichten unserer Kanzler? Nein. Schweigen.

Willy Brandt …

... Willy Brandt, ja, er und seine Familie waren im Widerstand in Norwegen, das war bekannt, und er und seine Familie bezahlten für ihre Offenheit damals mit dem sehr, sehr schlimmen Vorwurf aus Politik und Presse: „Vaterlandsverräter“! Und sonst: Was wissen wir denn über die Differenzen und Indifferenzen in den Familien unserer Kanzler? Und wieso erfahren wir erst so spät und plötzlich von Grass und der Waffen-SS? Denken Sie an den durch die Paulskirche schreienden Martin Walser: „Ich will diese Moralkeule nicht mehr!“ Der Jude ist ein ständiger Impuls: Freund, da ist noch etwas zu bearbeiten. Wir haben Wissen erworben, sind in Kinos gegangen, waren in Bibliotheken. Aber Geschichte ist am Ende auch Familiengeschichte. Und bei der wird dann deutlich, dass man sich kräftig belügt. Denn wenn ein Ereignis, eine Person, eine Provokation oder eine alte Nazi-Geschichte vor uns steht, merken wir, dass unsere eigentliche Haltung und wie wir uns dazu verhalten, nicht emotional und kognitiv synchron laufen.

Wie beurteilen Sie die nun veröffentlichten NSDAP-Mitgliedskarteien? Sie sagen wenig über den jeweiligen Kontext, belegen aber immerhin schwarz auf weiß, dass dieses Volk keines von Widerstandskämpfern war.

Im Jahre 2026 erfahren wir also: Der Urgroßvater, oder wer auch immer, war Mitglied der NSDAP. Nur: Der, der das jetzt erfährt, kann den Urgroßvater nicht mehr fragen. Ich bin glücklich über jeden Strohhalm – aber die Diskussion erreicht nun die meisten Familien zu einem Zeitpunkt, an dem fast alle tot sind. Einige von den jungen Menschen, die jetzt etwas über ihre Vorfahren lesen, werden vielleicht weiter forschen. Nur die wichtigste Frage – und jetzt sind wir bei der Empathie, bei der emotionalen Intelligenz: Solche Ereignisse in irgendeiner Form wirklich zu materialisieren, das ist einfach nicht möglich ohne das lebende Gegenüber.

Die Rechtspopulisten eilen von Umfragerekord zu Umfragerekord. Droht dem Haus ohne Kellergeschoss bald ein Sturm, der ihm auch das Dach abrasiert?

Wir haben 200.000 Jahre Menschheitsgeschichte, die Erfahrung von Freiheit, von Demokratie, von Rechtsstaat, von Emanzipation, von Selbstbestimmung ist gerade mal 250 Jahre lang – und das auch nicht überall.

Haben wir uns etwas überschätzt? Als Gattung?

Ja, vielleicht haben wir uns überschätzt, als wir behauptet haben, wir seien Demokraten? Die Frage ist legitim. Vielleicht ist diese Verwurzelung also gar nicht vorhanden? Vielleicht sind wir Hochstaplerdemokraten, die jetzt, wo wir angegriffen werden, merken, dass unser Wissen, dass unser Engagement gar nicht zu unserer Kernidentität geworden ist?

Und nun?

Genau: Und nun. Und nun dringt wieder der Gedanke „Autoritäres Leben ist sichereres Leben, ist besseres Leben“ ein. Auf den Spruch von Ernst Cassirer, „Die Kruste der Zivilisation ist dünn“, konnte ich bislang antworten: Die Bundesrepublik Deutschland hat demokratische Strukturen aufgebaut. Das ist die erste Voraussetzung, warum ich hier als Jude leben kann. Zuletzt frage ich mich aber, wie tief diese im kollektiven Bewusstsein verankert sind. Wer ist denn derzeit bereit, dafür zu kämpfen? Was meinen Sie?

Schwer zu sagen.

Exakt.

Konkret gefragt: Ab wie vielen AfD-Ministerpräsidenten wird Ihnen das Leben in Deutschland nicht mehr möglich sein?

Ich bin heute da und tue alles, damit die AfD – die die Republik und die Demokratie zerstören will – nicht an die Macht kommt. Der Judenhass ist ja immer nur ein kleiner Ausschnitt. Und ich nenne die auch übrigens nicht mehr Rechtsextreme, weil ich gelernt habe: Wenn ich von Rechtsextremen spreche, sagen alle, „es geht nur um die Minderheiten“. Ich nenne sie Antidemokraten. Sie vernichten die Verfassung und diese Republik. Das letzte Wort ist nicht gesprochen – das wäre es auch nicht, wenn die Partei mit einem Ministerpräsidenten erstmals Exekutivmacht erringt. Das letzte Wort spricht die Gesellschaft in der Bundestagswahl – nach heutigem Stand also Anfang 2029. Mindestens bis dahin sage ich: Freut euch darauf, dass ich mit meinem Vertreterköfferchen unterwegs bin und für eines der menschlichsten Bücher werbe, die geschrieben worden sind – das Deutsche Grundgesetz.

Sie und das Grundgesetz werden es allein nicht richten.

Aber wir sind nicht hilflos. Sage keiner: Wir haben es nicht gewusst. Die AfD ist ehrlich. Sie schreibt bereits jetzt alles auf, was sie zu tun gedenkt, sie schreit es durch alle Kanäle, sie bedroht die Leute, die ihr nicht passen, ins Gesicht. Alles liegt offen vor uns.

Wo leben Sie, wenn in ein paar Jahren die AfD ...

Diese Frage stelle ich mir heute nicht.

... heute?

Ja, heute! Weil diese Frage für mich den weiteren Erfolg der AfD antizipiert. Ich jedenfalls kann nur in einem freien, demokratischen Rechtsstaat leben. Nicht nur, weil ich Jude bin. Sondern, weil ich meine Klappe nicht halten kann und will. Diesen Schutzraum gibt mir nur die Demokratie. Haben Sie sich vor zehn Jahren eigentlich vorstellen können, dass man diese Frage, die Sie da eben stellten, mal wirklich ernsthaft stellen wird? Sie hätten mich für neurotisch gehalten, wenn ich Ihnen diese Frage gestellt hätte.

Ihr Vortrag in Bayreuth ist offenbar Geschichte. Das kommt uns gerade wie eine schwarze Pointe im Deutschland des Jahres 2026 vor. Mal so gefragt: Wie geht es Ihnen?

Ich bin traurig, aber nicht depressiv. Ich bin verzweifelt, aber nicht ohne Zuversicht. Man möchte aufgeben, oft. Und dann habe ich den Oskar Schindler im Rücken, der meine Familie gerettet hat ...

Und der war kein perfekter Mensch. Wer ist ein perfekter Mensch? Aber Schindler, der viele, viele Juden gerettet hat, ruft uns allen zu: „Aufgeben? Seid ihr verrückt?“ Jeder weiß, dass Schindler kein Heiliger war, aber er hat im entscheidenden Moment eine richtige Entscheidung getroffen. Diese Entscheidung hat die Welt verändert. Sehr sicher die Welt meiner Familie und von tausend weiteren Familien. Und deswegen verspüre ich so etwas wie die Unmöglichkeit, aufzugeben.

Okay.

Und erlauben Sie mir zum Schluss bitte eine Frage? An Sie beide, womöglich an Ihre Leserinnen und Leser.

Bitte.

Sie, was machen Sie, wenn die AfD zur nächsten Bundesregierung gehört? Bleiben Sie im Land mit Ihren Kindern?

Katharina Wagner, künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Bayreuther Festspiele, lud Friedman nun doch nach Bayreuth ein. Zwar seien 150 Jahre Festspielgeschichte ein Grund zum Feiern. „Zugleich bin ich mir der kritischen Geschichte bewusst, die dieses Haus und die Familie Wagner mit sich bringen. Ich erwarte eine sehr kritische Rede von Herrn Friedman. Wenn ich es nur cosy haben wollte, hätte ich ihn nicht eingeladen.“ (Quelle: SZ).

(© picture-alliance/dpa, Armin Weigel)

Nachbemerkung der DA-Redaktion: Michel Friedmans Interview vom 16. Juni 2026 hatte Folgen. Schon zwei Tage später nahm die Intendantin und Komponisten-Urenkelin Katharina Wagner seine Ausladung zurück und entschuldigte sich:Externer Link: "Eine reine Jubelfeier wäre für mich unerträglich". Am 3. Juli folgte ein Interview auch mit ihr in der Süddeutschen Zeitung: „Externer Link: Dass Hitler Wagner liebte, das bestreitet hier niemand“. Sie sehe es auch als ihre Aufgabe, "mit und über die Kunst einen Beitrag zur Aufarbeitung zu leisten.“ Seitdem steht Friedmans Name wieder im Externer Link: Festspiel-Programm: "Gedenkrede Prof. Dr. jur. Dr. phil. Michel Friedman: „Über Bayreuth, über Deutschland. Versuch einer Gesellschaftsanalyse“, angekündigt für Sonntag den 26. Juli 2026 im Festspielhaus Bayreuth.

Zitierweise: Michel Friedman interviewt von Moritz Baumstieger und Alexander Gorkow, „Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“, in: Deutschland Archiv, 20.07.2026. Link: www.bpb.de/579721. Erstveröffentlicht in der Externer Link: Süddeutschen Zeitung vom 16.6.2026 und dokumentiert im DA mit freundlicher Genehmigung der SZ. Alle Beiträge im Deutschlandarchiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Ergänzend:

Dieter Borchmeyer, Interner Link: Richard Wagners Antisemitismus, APuZ 14.5.2013

Sven Oliver Müller, Interner Link: Richard Wagner als politisches und emotionales Problem, APuZ vom 14.5.2013

Matthias Brandt, Interner Link: "Nein sagen", DA vom 16.6.2026.

Wolfgang Benz, Interner Link: Demokratiefeinde auf der Überholspur, DA vom 3.3.2026

Christian Wulff, Interner Link: "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten", DA vom 20.3.2026

Marko Martin, Interner Link: "Wann, wenn nicht jetzt?", DA vom 24.1.2026

Fussnoten

Weitere Inhalte

Julien Michel Friedman ist ein deutsch-französischer Publizist, Jurist, Philosoph und früherer Unions-Politiker. Von 1994 bis 1996 gehörte er dem CDU-Bundesvorstand an. Er war von 2000 bis 2003 stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und Herausgeber der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine. Kaum ein Mitglied seiner Familie überlebte unter den Nationalsozialisten den Holocaust; fast alle kamen im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ums Leben. Einzig seine Eltern und seine Großmutter. die im Ghetto Krakau interniert wurden, konnten durch den sudetendeutschen Unternehmer Oskar Schindler über eine Liste als „Schindlerjuden“ gerettet werden.