Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Helmut Kohls Schulterzucken | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Wie konnte das geschehen? Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 34 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Helmut Kohls Schulterzucken Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Die Trainer der SED Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik „Zustrombegrenzung“ im Nachkriegsdeutschland Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Arnold Julius und Walter Frankenstein: Überlebende der Shoah Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Neuer Oststolz? Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Impressum

Helmut Kohls Schulterzucken Was Ost und West noch immer trennt. Eine Betrachtung.

Thomas Bärsch

/ 17 Minuten zu lesen

Bald 36 Jahre nach der Einheit tickt (und wählt) der Osten noch immer anders. Dabei läge es nahe, dass sich die Deutschen in Ost und West eigentlich alljährlich am 3. Oktober einander jubelnd in die Arme fallen. Tun sie aber nicht. Über die Langzeitfolgen eines Beitritts, der als Vereinigung gefeiert wird - und der die Stimmung im Land bis heute mit prägt.

Mauerreste auch im Kopf? Impression an der Berliner East Side Gallery. (© bpb / Holger Kulick)

Beim nächsten Jahrestag der Deutschen Einheit, im Oktober 2026 wird sich das Gesicht der Bundesrepublik womöglich dramatisch gewandelt haben. Dann könnte in gleich zwei ostdeutschen Bundesländern eine Partei regieren, die – obgleich demokratisch gewählt – wegen mutmaßlicher Verfassungsfeindlichkeit unter Beobachtung steht. Die für sich „Mut zur Wahrheit“ reklamiert, genauso wie den Slogan „Wir sind das Volk“ okkupiert. Eine Partei, die von sich sagt, die Wende von 1989 „vollenden“ zu wollen – und die mit all dem in Umfragen im Osten tatsächlich in die Nähe parlamentarischer Mehrheiten rückt.

Diese Partei kultiviert auch die Missstimmung, den Verdruss, der durch das Land wabert. Denn weiterhin fühlen sich nicht wenige Ostdeutsche zweitklassig, und die Diskussion um die Vereinigung erlebt immer wieder eine merkwürdige Renaissance. Beispiele: Der Osten sei eine „westdeutsche Erfindung“, titelte vor drei Jahren der Literaturprofessor Dirk Oschmann und verkaufte mit seinen Interner Link: umstrittenen Thesen weit über 100.000 Bücher. Drei Viertel davon im Osten. Der westdeutsch sozialisierte ehemalige Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei wärmte kürzlich die Diskussion um die Notwendigkeit einer neuen gesamtdeutsche Nationalhymne auf, während Tagesthemen-Moderatorin Jessy Wellmer, 1979 im mecklenburgischen Güstrow geboren, den Ost- und Westdeutschen eine „neue Entfremdung“ attestierte. Dazu zeichnen bunte Landkarten immer noch anhand von unterschiedlichen Löhnen, Immobilienbesitz oder Erbschaften fast exakt die alte Grenze nach.

Mitten in den Boden dieses Verdrusses pflanzte Mitte Februar 2026 der Berliner Verleger Holger Friedrich eine neue Zeitung, die sich demonstrativ „Ostdeutsche Allgemeine“ nennt und eine „ostdeutsche Perspektive im gesamtdeutschen Diskurs“ liefern soll – zumindest nach eigenem Redaktionsstatut. In einem Interview erläuterte er, dass er die Zeitung als „Fuck you-Geste“ in Richtung eines west-deutsch geprägten Establishments verstehe, das Ostdeutsche bis heute stigmatisiere. (Doch by the way: stigmatisiert Friedrich mit solchen Verallgemeinerungsformen nicht Westdeutsche auch?)

Ein anderes Mosaikteil: Im Mai 2026 kandidierte im sächsischen Aue / Bad Schlema mit Stefan Hartung ein früheres NPD-Mitglied für das Amt des Oberbürgermeisters. Hartung trat für die „Freien Sachsen“ an, eine Kleinstpartei, die „notfalls“ aus der Bundesrepublik austreten möchte und in ihrem Programm fordert, „Verwaltungsleute, Richter und Journalisten aus dem Westen, die gezielt in Schlüsselstellungen installiert wurden, wieder geregelt in ihre Heimatländer zurückzuführen“ . Stefan Hartung gewann den ersten Wahlgang im Mai und kam in der Stichwahl Anfang Juni auf gut 47 Prozent – letztlich trennten ihn vom CDU-Wahlsieger nur 508 Stimmen.

Was ist los mit diesem Teil des Volkes, der offenbar lieber Trennendes beklagt, als Einigendes zu feiern? Das so stolz auf seine Einheit und seine Staatsform der freiheitlichen, parlamentarischen Demokratie blicken könnte. Wo liegen die Wurzeln dafür? Oder ist was schiefgelaufen damals, 1989/90? Eine Spurensuche mit vielen Fragen.

Ein Schulterzucken….

Es war irgendwann Mitte 1990. Das Land marschierte mit Riesenschritten auf die Deutsche Einheit zu, als Helmut Kohl (CDU), seit Oktober 1982 Bundeskanzler, ein Fernsehinterview gab. Ich selbst, 22-jährig, war ein halbes Jahr vorher über Ungarn in die Bundesrepublik gekommen, saß seit Oktober 1989 im Daimler-Benz-Werk Bremen auf einem Gabelstapler und verdiente Westgeld. Ich war angekommen, hatte Job, Wohnung, Studienpläne, und das Kapitel DDR praktisch abgehakt. Damals war schon absehbar, dass die DDR über den Artikel 23 des Grundgesetzes der Bundesrepublik beitreten würde. Ich war glücklich darüber, denn wie anders hätte es sonst gehen sollen? Gedankenspielen um eine Art deutsch-deutsche Konföderation, den sogenannten „dritten Weg“, widmete ich damals keine einzige Sekunde meiner Aufmerksamkeit.

An diesem Nachmittag aber, Mitte 1990, wurde Helmut Kohl im Fernsehen gefragt, wie das neue deutsche Land ab Herbst denn heißen solle. Helmut Kohl schien für eine Sekunde irritiert, dann meinte er schulterzuckend und mit der größten nur vorstellbaren Selbstverständlichkeit: „Bundesrepublik Deutschland“. Ich weiß noch, wie mir diese Selbstverständlichkeit, dieses Schulterzucken, einen kleinen Stich gegeben hat. Und wie überrascht ich darüber war, dass es diesen Stich gab.

Ich hatte die DDR im September 1989 verlassen, weil ich deren Mief nicht ausgehalten habe, die Verlogenheit, die tölpelhafte Propaganda. Die Lächerlichkeit, mit der Funktionäre immer noch versuchten, die DDR als leuchtendes Zukunftsprojekt zu verkaufen, wo doch jeder wahrnehmen musste, wie das Land Tag für Tag ein kleines bisschen mehr in sich zusammenfiel. Und ich war auch gegangen wegen der Gefahr, die von diesem Staat für seine Bürgerinnen und Bürger ausging.

Was mich an diesem Tag im Sommer 1990 so unerwartet verstörte, war aber weniger das Wissen, dass die DDR in der BRD aufgehen würde, als vielmehr die Selbstverständlichkeit, mit der Helmut Kohl genau das vorbrachte – seine offensive Verweigerung, wenigstens darüber nachzudenken, ein ganz neues Kapitel aufzuschlagen. Stattdessen machte dieses Schulterzucken unmissverständlich klar, dass die DDR nicht nur in der BRD aufgehen, sondern dass sie verschwinden würde. Verschwinden samt ihrem Namen, ihrer Flagge, ihrer Hymne, ihrer Verfassung. Dass Kohl die DDR selbst vermutlich nur für einen Irrtum der Geschichte hielt, den nun die BRD korrigierte. Jenes Schulterzucken des Kanzlers brachte mir die DDR emotional näher, als es die plumpen Propagandisten in meiner zwölfjährigen Schulzeit vermocht haben. Es fühlte sich nicht „richtig“ an, ohne dass ich damals sagen konnte, warum – gerade angesichts meines blendenden Starts im Westen.

… mit Spätfolgen?

Es hat mich damals nicht aus der Bahn geworfen, und ich habe jahrzehntelang nicht mehr an diesen winzigen Moment gedacht. Aber er wurde vor einigen Jahren wieder hochgespült, als die Diskussionen rund um die wachsende Unzufriedenheit im Osten begannen, um das auffällig andere Wahlverhalten oder das Empfinden vieler Menschen im Osten, weiterhin nur "Interner Link: Bürger zweiter Klasse" zu sein.

„Integriert doch erstmal uns!“, schrien 2015 wütende ostdeutsche Rentner in der sogenannten Flüchtlingskrise Sachsens SPD-Sozialministerin so laut entgegen, dass Petra Köpping 2019 ihrem Buch zum Thema den gleichlautenden Titel gab. Wo kommt es her, dieses Gefühl des Nicht-Aufgenommenwordenseins? Diese wuchernde Unzufriedenheit, den bunten Einfamilienhäuschen mit den funkelnden Autos vor den Türen in den sanierten Landstrichen zum Trotz?

Vielleicht müssen wir ein weiteres Mal zurückspringen in dieses Jahr 1990, als Helmut Kohl ein Nachdenken über einen neuen Namen für das vereinigte Deutschland so vehement von sich wies. Denn fast mantraartig hatte er noch etwas anderes verneint: Dass die deutsche Einheit höhere Steuern oder Sonderabgaben nach sich ziehen würde.

Helmut Kohl bei einer Wahlkundgebung im März 1990 in Karl-Marx-Stadt. Kohls Nimbus als international geachteter Staatsmann machte seine Position in der CDU ab 1990 unangreifbar. (© picture-alliance/dpa)

Das hielt ich schon damals für Unsinn. Ich wusste ja, wie es im Osten aussah. Für mich war es unvorstellbar, wie man diese 100.000 geschundenen Quadratkilometer wiederbeleben wollte, ohne beträchtliche Geldsummen in die Hand zu nehmen. Warum also verneinte Kohl das so prominent? Weil gerade der Wahlkampf anlief für die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl im Dezember 1990 und Kohl noch einmal Bundeskanzler werden wollte? Hatte er Angst, die Deutschen würden ihm von der Fahne gehen, wenn er einräumte, dass das Projekt „Einheit“ Milliarden kosten und die Deutschen in West und Ost mit dem Solidaritätszuschlag jahrzehntelang auf dem Lohnzettel begleiten würde?

Wenn ja – wäre diese Angst denn berechtigt gewesen? Hatte Willy Brandt (SPD und Bundeskanzler a. D.) nicht in der Euphorie des Mauerfalls geschwärmt, jetzt wachse zusammen, was zusammengehöre? War das nicht so? Aber Zusammenwachsen ist ein längerer Prozess, Kohl dagegen versprach zügig blühende Landschaften, die nichts kosten. Hatte er Recht mit seinem politischen Gespür? Wollte er Diskussionen im Keim ersticken? Wie war es tatsächlich bestellt um den Einheitswillen der Deutschen?

Im Osten

Wir müssen einen Umweg in die Siebziger- und Achtzigerjahre nach Leipzig machen. In die Jahre meiner Kindheit und Jugend. Ich wuchs in einem Land auf, in das mich das Schicksal hineingeboren hatte, und das war nun mal die DDR.

Aus meinen Kinderaugen blickte ich auf die BRD wie auf ein anderes Land, in dem eben auch Deutsch gesprochen wurde. Wie in Österreich und in der Schweiz. Ein Land, das zudem noch einem feindlichen Militärbündnis angehörte. Ich wusste, dass ich nie dorthin kommen würde. Bestimmt war es schön dort, aber ich würde es nicht sehen. Ich hatte mich schon als Kind damit abgefunden und vermutlich auch getröstet, zwar im ärmeren, aber vermeintlich besseren Deutschland aufzuwachsen. Ohne Obdachlose, ohne Drogen, ohne Arbeitslosigkeit und Neonazis (dachte ich). Den Wohlstand im Westen verfolgte ich ohne Neid, ich wusste ja von seiner Schattenseite.

Die Werbung für Schmidt-Spiele im Fernsehen ab Anfang November erinnerte mich jedes Jahr nur daran, dass Weihnachten vor der Tür stand und ich noch keine Geschenke für meine Eltern hatte. Die bunten Kataloge, die Westverwandte manchmal mitbrachten, habe ich neugierig, aber neidfrei studiert. Schon als Kind sah ich mich als Bürger der DDR. Einen Westonkel nannte ich einmal „Ausländer“, und ich war immer verwirrt, wenn mein Großvater Fußball schaute und von „Unseren“ sprach, wenn die BRD spielte. Kurz: Die Teilung war für mich in Stein gemeißelt, eine unumstößliche Tatsache. Die beiden Wirtschaftssysteme Sozialismus und Kapitalismus lagen so weit auseinander, dass eine deutsche Einheit einfach nicht im Bereich des Vorstellbaren lag. Wie sollte das auch funktionieren?

… und im Westen?

So. Nun ein Gedanke: Wenn ich – in meiner armen DDR, mit dem leuchtenden Westen vor Augen – nun keinen Träumen von einer deutschen Einheit nachhing und sie deshalb auch nicht vermisste … Wie mag es wohl den Deutschen tief im Westen gegangen sein? In Saarbrücken oder Freiburg zum Beispiel, wo Paris geografisch näher liegt als Berlin oder das Mittelmeer näher als die Ostsee?

War für die Menschen dort die DDR nicht genauso weit weg (nicht nur geografisch) wie für mich „der Westen“? Ich könnte es verstehen. Und wenn ja: Wo sollte plötzlich der Enthusiasmus herkommen für ein so kostspieliges Projekt, das jetzt plötzlich in den Bereich des Denkbaren gerückt war?

Wie war es damals, im Westen? Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei. Aber ich erinnere mich an warnende Stimmen wie die des SPD-Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine im Bundestagswahlkampf 1990, der keine schnell blühenden Landschaften, sondern Arbeitslose und explodierende Kosten heraufziehen sah. Lafontaine war skeptisch und hatte auf die Karte Ehrlichkeit und Realismus gesetzt – er sollte die Wahl verlieren.

Helmut Kohl hingegen hielt dem sein Ausmalen von einer fast kostenlosen deutschen Einheit entgegen und siegte triumphal, hatte damit aber auch Bedenkenträger mundtot gemacht. Denn falls es damals eine Diskussion um die Vereinigung gab, war sie damit erledigt – wer wollte schon gegen die deutsche Einheit sein, wenn sie umsonst zu haben war und im Handumdrehen gelingen sollte? Wie die Deutschen auf eine Blut-, Schweiß- und Tränenrede reagiert hätten, weiß ich nicht. Oder auf eine Volksabstimmung über die Bereitschaft, die nächsten drei Jahrzehnte einen Solizuschlag als Ergänzungsabgabe zur Einkommenssteuer zu zahlen.

Und ich weiß nicht, ob Helmut Kohl selbst glaubte, was er sagte. Mit seiner These von einer billigen Wiedervereinigung hatte er jedenfalls jede Debatte darüber im Keim erstickt und vielleicht auch die Saat gelegt für die gärende Unzufriedenheit, die uns bis heute umtreibt und Rätsel aufgibt. Wir kennen alle das geflügelte Wort: „Was nichts kostet, ist nichts wert.“ Hatte Kohl mit seinem Mantra die DDR auf den Grabbeltisch gelegt – jene DDR, die wenig später dem Geltungsbereich des Grundgesetzes „beitreten“ sollte?

Es sollte also ein Land zur Bundesrepublik dazukommen. Und würde nichts kosten. Und nichts würde sich verändern. Das neue Deutschland würde das alte sein, nur erweitert um fünf Bundesländer. Die DDR hingegen würde „nur“ zu einem abgeschlossenes Kapitel Nachkriegsgeschichte werden. Und mit ihm die Geschichten von rund 17 Millionen Menschen, die nun plötzlich im neuen Deutschland – in der Bundesrepublik – lebten.

Vielleicht hat dieser „Beitritt“ 1990, der staatsorganisationsrechtliche Akt, der eher als Formalie gelesen wurde, im Laufe der Jahrzehnte vor allem psychologische Wirkung entfaltet. Es war nun mal ein Beitritt mit all seinen Konsequenzen, den wir bis heute als „Vereinigung“ weichzeichnen, auch wenn er nachlesbar in Artikel 1 des Einigungsvertrags aufrichtig benannt worden ist:

„Mit dem Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes am 3. Oktober 1990 werden die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Länder der Bundesrepublik Deutschland.“

Müssten wir also alljährlich am 3. Oktober ehrlicherweise den „Tag des Beitritts“ feiern, auch wenn das nicht mehr ganz so schön klingt? Es würde uns zumindest alle ein wenig erden. Denn war mit dem „Beitritt“ nicht der Ton gesetzt, eine Erwartungshaltung etabliert? Wer irgendwo beitreten will, der weiß, worauf er sich einlässt. Und der Aufnehmende darf erwarten, dass der Dazukommende weiß, wem oder was er da beitreten will. War mit dem Beitritt also ein Maßstab gesetzt, der bis heute gilt? Dass sich der Erfolg der Einheit immer daran bemessen wird, wie sehr sich der Osten dem Westen angeglichen hat?

Noch etwas könnte dabei eine Rolle spielen. Hat uns der Beitritt nach Artikel 23 GG womöglich ein Stück weit von der Diskussion entlastet, was wir eigentlich für ein Land sein wollten? Eine Diskussion, für die im hektischen Jahr 1990 einfach keine Zeit blieb?

Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Innern (l.) und DDR-Staatssekretär Günther Krause (r.) unterzeichnen am 31. August 1990 im Kronprinzenpalais den Einigungsvertrag. Dieser regelt die Einzelheiten des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 (M.: DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière). (© Bundesregierung, B 145 Bild-00046825, Foto: Klaus Lehnartz)

Und was war mit der Demokratie?

Hatte man damals – wenn auch vielleicht unbewusst – erwartet, dass der Osten sich nahtlos einfügt? Und lag das nicht auch nahe? Schließlich hatten sich die Ostdeutschen einer Diktatur entledigt, freie Wahlen gefordert und dann der Bundesrepublik beitreten wollen. Durfte man da nicht erwarten, dass sich die vielen Millionen, die so sehr nach Westen strebten, auch wussten, wie die repräsentative Demokratie angelegt war, in welches Wirtschafts- und Sozialsystem sie eintreten wollten? Verschloss man hier die Augen vor einer Diskussion, die hätte geführt werden müssen?

Denn als Helden gefeiert wurden die paar Tausend, die im Sommer und im Herbst 1989 wirklich Leib und Leben in Gefahr brachten. Verschwiegen wurden die Millionen, die hinter den Gardinen standen und warteten, wie das wohl ausgehen würde. Die sich erst hervortrauten, als es gar nicht mehr um Demokratie und Meinungsfreiheit ging, sondern darum, „visafrei nach Hawaii“ zu verreisen. Mit einer Währung, die man bald nach dem Mauerfall frech einforderte: „Kommt die D-Mark – bleiben wir. Kommt sie nicht, geh`n wir zu ihr!“ Es ging der Masse vorrangig um Westgeld und Reisefreiheit – war die Gesellschaftsform dahinter nur Beiwerk?

Und durfte man nicht annehmen, dass die Ostdeutschen wussten, worauf sie sich bei diesem Beiwerk einließen? Weil man dachte, dass sie die Bundesrepublik ja aus dem Westfernsehen kannten? Womöglich nicht. Als ich selbst 1989 im Westen ankam, merkte ich schnell, wie wenig ich dieses Land wirklich kannte, in dem ich nun lebte. Föderalismus, Wahlrecht, Gewaltenteilung, Unschuldsvermutung… Mir, seit zehn Jahren Tagesschau-Stammzuschauer, fehlten zentrale Begriffe des Fundaments, auf dem die BRD gründete, obschon die Eingangsformel des Einheitsvertrags dessen Notwenigkeit formulierte:

„… ausgehend von dem Wunsch der Menschen in beiden Teilen Deutschlands, gemeinsam in Frieden und Freiheit in einem rechtsstaatlich geordneten, demokratischen und sozialen Bundesstaat zu leben“.

Aber was hieß das alles im Detail?

Hätte das Westfernsehen das Wesen der parlamentarischen Demokratie in seiner alltäglichen Berichterstattung und vor allem in politischen Magazinsendungen und Wissensformaten intensiver erklären müssen? Mit den 17 Millionen Ostdeutschen klopften zudem Menschen an die Tür, die seit zwei Generationen nur Diktaturen erlebt hatten. Verschloss man die Augen davor, dass hier zwei unterschiedlich politisch „trainierte“ Bevölkerungen aufeinandertrafen? Oder warum erntete Springerchef Mathias Döpfner vor ein paar Jahren einen Sturm der Entrüstung wegen bekannt gewordener Äußerungen, der Weg der Ostdeutschen habe von "Kaiser Wilhelm zu Hitler zu Honecker ohne zwischenzeitliche Umerziehung direkt zur Alternative für Deutschland (AfD) geführt“ … war es der Gedanke nicht wert, einmal aufgegriffen zu werden?

Wollte man damals nicht sehen, dass man sich Millionen Ostdeutscher ins Land holte, die Jahrzehnte der Indoktrination hinter sich hatten? Die den Westen vor allem aus der Propaganda kannten, die lehrte, dass der Kapitalismus faulend sei und sterbend? Dass „Massenmedien“ angeblich „Klassenmedien“ seien, in den Händen der herrschenden Klasse, die sie lediglich zum Machterhalt benutzte?

Wollte man nicht sehen, dass die Millionen Menschen 14-jährig bei ihrer Jugendweihe gelobt hatten, als „wahre Patrioten die feste Freundschaft mit der Sowjetunion weiter zu vertiefen (…) und den Sozialismus gegen jeden imperialistischen Angriff zu verteidigen“ ?

War man sich bewusst, dass fast alle der über 20-jährigen Männer beim NVA-Grundwehrdienst mit dem Fahneneid geschworen hatten, die DDR „auf Befehl der Arbeiter-und-Bauern-Regierung gegen jeden Feind zu schützen“, und „den Sozialismus zu verteidigen und „sein Leben zur Erringung des Sieges einzusetzen“? Vermutlich nicht. Denn wie hätte man den Bedenken auch entgegenwirken wollen? Mit Volkshochschulkursen? Fairerweise muss man hier einräumen, dass jemand, der damals flächendeckende „Demokratiekurse für Ossis“ angeregt hätte, wohl in Bausch und Bogen vom Hof gejagt worden wäre.

Also?

Haben wir also alle zu wenig nachgedacht darüber, wie wir die Einheit gestalten wollten, bevor wir sie gestalteten? Sind wir hineingestolpert und reiben uns nun die Augen? Und empfinden wir uns eigentlich heute als ein Land, wirklich, aus tiefstem Herzen? Oder zelebrieren wir durch die Betonung der Unterschiede und durch den Fokus auf Ostdeutschland weiter das Trennende?

Man könnte jetzt lange schreiben über „Zonen-Gaby“, die im November 1989 auf dem Titel der westdeutschen Satirezeitschrift Titanic mit einer Gurke in ihrer Hand ihre erste Banane feierte. Oder über den Nazi mit der vollgenässten Hose in der taz 1992, hitlergrüßend in Rostock-Lichtenhagen. Oder über die arme Regina Zindler mit ihrem gesächselten „Maschendrahtzaun“, die der Fernsehmodeator Stefan Raab 1999 in seiner Sendung „TV-Total“ zu zweifelhafter Prominenz brachte. Oder über den Spiegel-Titel „So isser, der Ossi“ im August 2019. Doch um all das geht es weniger als um die Themen und den Duktus der Alltagsberichte, vor allem rund um die Jahrestage der deutschen Einheit.

Anfangs standen im Fokus der Aufmerksamkeit Stasi, Mauer und SED, dann die rapide anwachsende Arbeitslosigkeit, die Treuhand, Schalck-Golodkowski, die Mauerschützenprozesse, Zwangsadoptionen und die Rentenanerkennung. Später ging es um den (ausbleibenden) wirtschaftlichen Fortschritt, danach um die Lebens- und Besitzverhältnisse, die sich einfach nicht angleichen wollten, um demografische Daten und Umfragen zur Zufriedenheit mit der Demokratie. Oder um den Elitenwechsel ab 1990 und die Tatsache, dass die meisten Führungskräfte im Osten aus dem Westen stammen. Letztlich läuft es immer auf dasselbe hinaus: Berichte über den Stand der deutschen Einheit sind Berichte über das Beitrittsgebiet.

Transparent für eine Wiedervereinigung Deutschlands, getragen im Herbst 1989 in Ost-Berlin. (© Holger Kulick)

Warum nur blicken wir bei solchen Jubiläen nicht auf die gemeinsame Vereinigungsgeschichte? Auf das spannende Jahr zwischen Mauerfall und der Vereinigungsfeuerwerk in Berlin? Auf die Stimmen im Westen, die die finanziellen Belastungen realistisch einschätzten? Auf das diplomatische Meisterstück, den Alliierten und vor allem der Sowjetunion die Zustimmung zur Einheit abverhandelt zu haben? Auf die Entwicklung der Strukturen im ehemaligen Zonenrandgebiet? Auf die Befürworter einer Konföderation, des „Dritten Weges“? Oder eben auf die Diskussionen über eine neue Hymne für ein geeintes neues Deutschland, die seitdem immer mal wieder aufflammt?

Nein, nach wie vor tun wir das alles nicht. Stattdessen leuchten wir fast zwanghaft immer und immer wieder das Beitrittsgebiet aus. Es ist ja auch fast folgerichtig, wenn sich in dem einen Landesteil fast nichts ändert, im anderen aber alles … Natürlich berichten die Medien dann über den neuen, den anderen Teil. Allerdings zu einem hohen Preis: Berichte über die Einheit bleiben dann eben Berichte vor allem aus dem Blickwinkel des Westens auf das, was neu hinzugekommen ist. Als ob eine Familie ein Pflegekind adoptiert hat, und einmal im Jahr kommt die Verwandtschaft und staunt, wie sich das Kleine entwickelt hat und welche Probleme es noch macht.

Ausweg?

Und nun? Gesetzt den Fall, die vielen Fragen sind berechtigt: Was machen wir jetzt mit all dem? Es sich einzugestehen, wäre schon mal ein Anfang. Dann könnte man sich vielleicht mal ehrlich machen. Sich Menschen aus dem anderen Teil des Landes suchen und sich austauschen.

In jedem Fall: Nicht reflexhaft Bodo Ramelow abtun, wenn er erneut Brechts Kinderhymne als Nationalhymne ins Spiel bringt. Warum nicht intensiver über sie diskutieren, wie das Wolf Biermann bereits 1986 angeregt hat, drei Jahre vor dem Sturz der Mauer? Warum nicht mal fragen, was an „Anmut sparet nicht noch Mühe“ besser oder schlechter sein soll als an „Einigkeit und Recht und Freiheit“, zumal die Melodie in etwa erhalten bliebe? Wenn eine Mehrheit der Deutschen weiter mit der Hoffmann-von-Fallersleben-Variante von 1841 leben möchte – was vermutlich der Fall sein dürfte –, dann wird die Minderheit das akzeptieren müssen. Aber warum nicht darüber debattieren? Zum Beispiel.

Oder Initiativen aufgreifen, die den Wert der Demokratie tiefer in unserem Bewusstsein verankern: Falls wir uns zum Beispiel einig sind, dass das Land durch die zeitversetzten Landtagswahlen praktisch dauerhaft im Wahlkampf steht, der die Bundespolitik ausbremst, weil diese den Wahlkämpfenden in den Ländern nicht mit unangenehmen Entscheidungen in den Rücken fallen will: Warum diskutieren wir dann nicht ernsthaft einmal eine Midterm-Wahlen-Variante, statt sie mit einem „das wird nur schwierig umzusetzen sein“ abwürgen?

Warum öffnen wir uns nicht im Osten für den Gedanken, dass der Vereinigung eben kein böswilliger Kolonialisierungswille zugrunde lag, sondern dass die Schieflage heute das Resultat genau jenes Beitritts ist, der damals so zügig gewollt war und zu dem es im kurzen Zeitfenster, das die Geschichte ließ, keine Alternative gab? Inklusive der Tatsache, dass der Beitritt auch zahlreiche West-Führungskräfte in den Osten spülte, die dann hier Fuß fassten – und andere Führungskräfte aus dem Westen nachzogen, aber damit Ostdeutsche ausbremsten? Warum gestehen wir uns nicht ein, wie voreingenommen wir selbst manchmal auf Deutschland blicken? Warum ziehen wir nicht mal Bilanz, erinnern uns an früher und schauen uns dann mal genauer um? Im besten Fall kämen wir zum Ergebnis, dass es ganz so schlecht mit der Einheit eigentlich nicht gelaufen sein kann – „Beitritt“ hin oder her.

Es gibt viele Möglichkeiten, die vielen hier aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Im überfälligen, gleichberechtigten und von Neugier geprägten Dialog. Intensiv damit anzufangen, wäre schon ein schöner erster Schritt.

Zitierweise: Thomas Bärsch, "Helmut Kohls Schulterzucken", in: Deutschland Archiv vom 10.07.2026. Link: www.bpb.de/579600. Alle Beiträge im Deutschlandarchiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte. (hk)

Ergänzend:

Aron Boks und Lucia Lucia, "Interner Link: Und keiner hat Recht", DA vom 9.9.2025.

Nine-Christine Müller, Interner Link: Ostwärts hören: Gespräche über ostdeutsche Identitäten, DA vom 30.7.2025.

Raj Kollmorgen, Interner Link: Zerrbilder. Dirk Oschmanns Erfindung des Ostens, DA vom 1.2.2025.

Marko Martin, Interner Link: Erinnerungslandschaften, zerklüftet. DA vom 2.9.2025

Christopher Banditt, Interner Link: Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? Einschätzungen von „Wendekindern“ zur ostdeutschen Transformation seit 1989/90. Eine Datenauswertung. DA vom 25.4.25.

Interner Link: Ossi? Wessi? Geht's noch? Drei Perspektiven von Antonie Rietzschel, Christian Bangel und Johannes Nichelmann, DA vom 3.10.2023.

Interner Link: Mehr Osten verstehen. 80 Autoren und Autorinnen über (Ost)Deutschlands Weg. Zwei e-books herausgegeben vom Deutschland Archiv, online seit 3.9.2024.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Holger Friedrich, geb. 1966 Ost-Berlin, seit 2019 Besitzer des Berliner Verlags, Gründer der „OAZ“, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Holger_Friedrich_(Unternehmer), letzter Zugriff 1.7.2026.

  2. Vgl Interview in der Welt vom 23.2.2026, Andreas Rosenfelder und Cornelius Tittel, „Dann konzentriert sich das russische Nationalgefühl auf einen Feind – und der spricht Deutsch“, https://www.welt.de/debatte/plus6998056cbbc0d13fd82fe818/ostdeutsche-allgemeine-zeitung-die-fuck-you-geste-des-holger-friedrich.html, zuletzt aufgerufen am 26.05.2026.

  3. Webseite der „Freien Sachsen“ https://freie-sachsen.info/wofuer-wir-stehen/, zuletzt aufgerufen am 14.06.2026.

  4. Vgl. https://www.aue-badschlema.de/de/datei/anzeigen/id/89106,33/gesamtergebnis_aue-bad_schlema_endgueltig_2_wahlgang_obm.pdf, letzter Zugriff 1.7.2026.

  5. Vgl. auch Christopher Banditt, Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? Einschätzungen von „Wende-kindern“ zur ostdeutschen Transformation seit 1989/90. Eine Datenauswertung, https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/560997/noch-immer-buerger-zweiter-klasse/, DA vom 25.4.2025.

  6. Ab 1991 wurde ein „Soli“, ein „Solidaritätszuschlag“ die Lohn-und Einkommensteuer erhoben. Zunächst 7,5%, ab 1995 gesenkt auf 5,5Prozent - ausschließlich zur Finanzierung der deutschen Einheit. Verfassungsrechtlich wird der „Soli“ kontrovers diskutiert.

  7. Oskar Lafontaine, 1990 Ministerpräsident des Saarlandes und Kanzlerkandidat der SPD. Lehnte eine schnelle Wirtschafts- und Währungsunion mit der DDR ab. Fürchtete den Zusammenbruch der DDR-Industrie, millionenfache Arbeitslosigkeit im Osten und dauerhaft notwendige Milliardentransfers.

  8. Den Vertragstext siehe u.a.: Einigungsvertrag, www.bpb.de/einigungsvertrag, letzter Zugriff vom 24.2.2026.

  9. Vgl. https://www.rnd.de/medien/mathias-doepfner-springer-chef-aeussert-sich-abfaellig-ueber-ostdeutsche-JMF4GZ2UHVGJJOCOC7X22D3UM4.html, und: tagesschau.de vom 14.4.2023, https://www.tagesschau.de/inland/doepfner-reaktionen-101.html, letzte Zugriffe 24.6.2026.

  10. Vgl. https://www.ddr-museum.de/de/blog/archive/jugendweihe, letzter Zugriff 24.06.2026.

  11. Sven Lange, Der Fahneneid. Die Geschichte der Schwurverpflichtung im deutschen Militär. Hamburg 2002, S. 494 (Universität der Bundeswehr, Dissertation 2001). Zitiert nach: https://wikipedia.org/wiki/Fahneneid_der_NVA, zuletzt abgerufen 24.06.2026

  12. Vgl. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/so-isser-der-spiegel-kolumne-a-1283694.html vom 26.8.2029, letzter Zugriff 24.6.2026.

  13. Vgl. Deutschlandfunk vom 29.8.2025, https://www.deutschlandfunkkultur.de/brechts-kinderhymne-ramelow-wirbt-wieder-fuer-neue-nationalhymne-100.html, letzter Zugriff 24.6.2026.

  14. Wolf Biermann in der ZDF-Sendung Kennzeichen D vom 13.8.1986 bei Timecode 41’20. In: bpb-Mediathek vom 22.11.2021, https://www.bpb.de/mediathek/video/343382/wiedervereinigung-aber-wie-eine-strassenumfrage-von-wolf-biermann-in-hamburg-1986/. Zum Text mehr in einer Textanalyse von Iring Fetscher 1975: https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/M_02.24_Kinderhymne.pdf., letzte Zugriffe 24.6.2026.

  15. Brechts Kinderhymne, interpretiert von Katharina Thalbach und Andrea Schneider zum Festakt „75 Jahre Grundgesetz“: https://youtu.be/bNAoPET6DDM.

  16. Vgl. https://www.handelsblatt.com/dpa/wahlen-nouripour-verlangt-fortschritte-bei-wahltermin-buendelung/100208550.html, letzter Zugriff 17.6.2026

Weitere Inhalte

Der Journalist Thomas Bärsch, Jahrgang 1967, ist in Leipzig aufgewachsen und 1989 über Ungarn geflohen. Nach einem Jahr als Gabelstaplerfahrer in Bremen begann er 1990 ein Lehramtsstudium in Göttingen und arbeitete nebenbei für ARD-Hörfunkanstalten als Autor für Features, Reportagen und Dokumentationen. Über das ZDF in Mainz und RTL in Frankfurt kam er zum Fernsehen und arbeitet seit Januar 2000 als ZDF-Landeskorrespondent in Dresden, 2017 verfasste er das Buch „Das große Ganze im vielen Kleinen" über seine Kindheit in der DDR.