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Verzögerte Aufarbeitung durch die deutsche Teilung | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 33 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Verzögerte Aufarbeitung durch die deutsche Teilung Die NS-Vergangenheit im Kalirevier an der Werra

Maximilian Kutzner

/ 12 Minuten zu lesen

In der Region zwischen Heringen an der Werra (Hessen) und Bad Salzungen (Thüringen) befindet sich eines der größten Vorkommen von Kalisalz in Europa. Zwischen 1945 und 1989 war das Revier durch die innerdeutsche Grenze geteilt – mit tiefgreifenden Folgen für die Aufarbeitung der komplexen NS-Vergangenheit.

Blick über Heringen auf den Abraumberg "Monte Kali" des Werks "Werra" am Standort Wintershall des Kaliproduzenten K+S. (© picture-alliance/dpa, Uwe Zucchi)

Kalisalz wird in der Landwirtschaft seit mehr als 120 Jahren als Dünger für das Pflanzenwachstum eingesetzt. Der Abbau erfolgt in mehr als 500 Metern Tiefe, bevor das Rohsalz an der Oberfläche weiterverarbeitet wird. Trotz der globalen Verbreitung der Produkte ist die Bedeutung des Kalibergbaus vielen Menschen kaum bewusst. In der öffentlichen Wahrnehmung stand er stets im Schatten der Kohle aus dem Ruhrgebiet. Im Gegensatz dazu wird aber bis heute Kalisalz in Deutschland im Bergbau gefördert.

Das Werra-Revier erstreckt sich vom thüringischen Bad Salzungen bis ins rund 30 Kilometer entfernte Heringen in Hessen. Die ersten Schächte entstanden in den 1880er-Jahren. Der aus Kalisalz gewonnene Dünger wurde weltweit exportiert, auch in die deutschen Kolonien. Während der Weimarer Republik bildeten sich große Kali-Syndikate, die den Weltmarkt dominierten. Für die nationalsozialistischen Machthaber besaß das als Dünger eingesetzte Salz eine herausgehobene Bedeutung: Staatlich subventioniertes Kalisalz sicherte die Zustimmung der Landwirtschaft zum NS-Regime. Nach 1945 lag der größere Teil des Reviers in der sowjetisch besetzten Zone, der späteren Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Im Westen entstand 1971 die bis heute bestehende Kali und Salz AG (K+S). Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden auf östlicher Seite zahlreiche Werke geschlossen. Die deutsche Teilung sowie die besondere Rolle des Kalibergbaus während der NS-Zeit machen das Revier auch zu einem politischen Untersuchungsfeld. Hier lässt sich auf engem Raum nachvollziehen, wie sich die deutsch-deutsche Grenzziehung auf die Aufarbeitung einer komplexen NS-Vergangenheit in einer eng verflochtenen Region ausgewirkt hat.

Herausgehobene Stellung für das NS-Regime

Die Untersuchung der Jahre 1933 bis 1945 im Kalirevier lässt sich in drei zentrale Felder unterteilen: handelnde Akteur/-innen, die Rolle des Kalidüngers für das NS-Regime sowie die Bedeutung der Region als Rüstungsstandort während des Zweiten Weltkriegs. Von herausragender Bedeutung war August Rosterg (1870–1945). Als Generaldirektor der Wintershall AG, dem größten deutschen Unternehmen im Bereich der Förderung und Verarbeitung von Kalidünger vor 1945, prägte er die Entwicklung der gesamten deutschen Kaliindustrie maßgeblich. Er vertrat konservative wirtschaftspolitische Positionen und lehnte die demokratischen Entwicklungen der Weimarer Republik ab. Rosterg unterstützte früh das nationalsozialistische Regime und förderte die NSDAP bereits ab 1931 finanziell und politisch. Ab 1932 gehörte er dem Keppler-Kreis, später dem „Freundeskreis Reichsführer SS“ um Heinrich Himmler an. Dieser informelle Zusammenschluss von Industriellen verschaffte sich Zugang zur Staatsführung und unterstützte im Gegenzug die NSDAP finanziell. Während Rostergs Haltung zum NS-Regime zunächst auf einer ideologischen Nähe beruhte, vollzog sich später eine schrittweise Entfremdung. Seit Kriegsbeginn war seine Position vor allem von ökonomischem Pragmatismus geprägt. Rosterg verstarb 1945 in Stockholm, wohin er sich kurz vor Kriegsende abgesetzt hatte. Unter Rostergs Mitwirkung nahm der Kalibergbau eine zentrale politische, ideologische und wirtschaftliche Rolle im Nationalsozialismus ein. Preisgünstiger und verfügbarer Kalisalzdünger sollte insbesondere in den Anfangsjahren die Zustimmung der bäuerlichen Bevölkerung zur NSDAP sichern. Darüber hinaus brachte der weltweite Export von Kalisalz wichtige Devisen ein. Während des Zweiten Weltkriegs wuchs diese Bedeutung weiter: Der Einsatz von Düngemitteln ermöglichte stabile Erträge im Pflanzenanbau, sodass trotz Krieg und Entbehrungen Hungersnöte und gravierende Versorgungsengpässe weitgehend ausblieben.

Das Kalirevier an der Werra gewann zudem als Standort der Rüstungsproduktion an Bedeutung. Während industrielle Zentren und Großstädte zunehmend während des Kriegs zerstört wurden, blieb das ländlich geprägte Werratal weitgehend verschont. Stillgelegte Schächte des Kalibergbaus – rund 15 Stück im Umkreis von etwa 20 Kilometern um den Hauptstandort der Wintershall AG in Heringen – boten ideale Voraussetzungen für die Verlagerung von Rüstungsproduktion unter Tage. Die Salzstollen in 500 bis 700 Metern Tiefe waren stabil und gut ausgebaut. Sie boten Schutz vor alliierten Bomben. Sowohl in der Rüstungsproduktion als auch im Kalibergbau und der angeschlossenen Zulieferindustrie wurden zwischen 1939 und 1945 etwa 10.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus ganz Europa im Werratal eingesetzt. In der Region existierten zudem drei Außenlager des Konzentrationslagers (KZ) Buchenwald mit insgesamt rund 2.000 inhaftierten Personen.

Im April 1945 endeten im Kalirevier an der Werra die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs. Truppen der US-Armee befreiten das Gebiet von Westen her und rückten weiter in Richtung Eisenach vor. Nach ihrem Abzug besetzten sowjetische Truppen den thüringischen Teil des Reviers. Bereits im Sommer 1945 lagen damit sieben von neun Produktionsstandorten für Kalidünger in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Bis 1955 wurden in der US-Zone auf hessischer Seite, später in der Bundesrepublik Deutschland, zwei zuvor stillgelegte Schächte wieder in Betrieb genommen, um die Versorgung der westlichen Werke mit Rohmaterial sicherzustellen.

Ein Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen, dahinter die Abraumhalde vom Kalibergbau im Werratal. (© picture-alliance, imageBROKER, Roland Marske)

Das Revier wurde durch die Demarkationslinie und die sich entwickelnde innerdeutsche Grenze geteilt. Transportwege zwischen Ost und West kamen nahezu vollständig zum Erliegen. Nur vereinzelt verkehrten Güterzüge aus der DDR auf ihrem Weg zwischen Werken über westdeutsches Territorium – unter strengen Auflagen. Fast alle Standorte im Osten lagen im fünf Kilometer breiten Sperrgebiet entlang der Grenze. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen entwickelte sich die Kalisalzförderung und Düngemittelproduktion in der DDR zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig. Mitte der 1970er-Jahre war das Land in diesem Bereich sogar Weltmarktführer. Im grenznahen Merkers befand sich zeitweise der größte Produktionsstandort für Kalidünger weltweit.

Für die junge Bundesrepublik besaß die Branche ebenfalls eine relevante volkswirtschaftliche Bedeutung, stand jedoch stets im Schatten der dominierenden Steinkohleförderung im Ruhrgebiet. Die ostdeutschen Betriebe wurden zu einem großen Kombinat zusammengeführt. Im Westen markierte die Gründung der K+S AG im Jahr 1971 die entscheidende unternehmerische Weichenstellung der Nachkriegszeit: Der Konzern entwickelte sich schrittweise zum Eigentümer nahezu aller Kaliproduktionsstandorte in Westdeutschland.

Aufarbeitung mit ideologischen Schranken

Die Beschäftigung mit den Hinterlassenschaften und Folgen der NS-Zeit im Kalirevier begann bereits vor der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945. Am 4. April 1945 wurde der Ort Merkers von US-Truppen eingenommen. Durch Verhöre von Zwangsarbeiter/-innen aus den befreiten Lagern der Region, Displaced Persons sowie deutschen Funktionär/-innen erhärtete sich kurz darauf der Verdacht, dass im örtlichen Schacht Goldreserven der Reichsbank, Kunstwerke und weitere Wertgegenstände eingelagert worden waren. Die US-Armee entdeckte wenig später enorme Bestände an Gold, Devisen, Reichsmark sowie von der SS geraubtes Eigentum von inhaftierten Personen aus Konzentrationslagern. Zudem fanden sie bedeutende Kunstschätze aus Berliner Museen, die im März 1945 zum Schutz vor Bombenangriffen unter Tage verbracht worden waren. Sofort begann die US-Armee damit, die Funde zu dokumentieren und zügig abzutransportieren. Vorrangig sollte das Vermögen der Reichsbank gesichert werden, bevor sowjetische Truppen das Gebiet übernehmen konnten. In Kisten verpackt wurden die Bestände zunächst nach Frankfurt am Main und später in die USA gebracht. Dort wurden sie teilweise restituiert und für Entschädigungsleistungen verwendet.

Eine umfassende Aufarbeitung der konkreten Ereignisse vor Ort – insbesondere der Schicksale der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter – setzte zunächst nicht ein und erfolgte erst später schrittweise. In der SBZ und der jungen DDR konzentrierte sie sich vor allem auf das Schicksal der sowjetischen Opfer. Diese machten etwa ein Drittel der im Kalirevier eingesetzten Zwangsarbeitskräfte aus, schätzungsweise 3.000 Menschen. Auf den Friedhöfen in der SBZ wurden Gräberfelder und Ehrenmale angelegt. Bis 1989, teilweise auch darüber hinaus, fanden dort jährlich Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen statt. Die Orte der Zwangsarbeit selbst verschwanden indes weitgehend – zumindest die baulichen Strukturen über Tage. Bereits in den ersten Nachkriegswochen wurden in Ost und West die Barackenlager, die zuvor der Unterbringung von Zwangsarbeitern und KZ-Insassen gedient hatten, zu Auffanglagern für Geflüchtete aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten umfunktioniert. Diese sogenannten Flüchtlingslager bestanden teilweise bis weit in die 1950er-Jahre fort.

Die Werra, Grenzfluss zwischen BRD und DDR, bei Vacha. Aus einer Fotoserie zum Kali-Bergbau in den beiden deutschen Staaten und der durch die DDR-Förderung hervorgerufene Belastung des Flusses. (© picture-alliance, SZ Photo, Manfred Vollmer)

Auch in Abteroda, einem kleinen Ort in Thüringen, rund zwei Kilometer von der späteren innerdeutschen Grenze entfernt, zogen bereits Ende 1945 Menschen in die ehemaligen Baracken ein. Der dortige Schacht war im Zweiten Weltkrieg zu einer unterirdischen Anlage ausgebaut und für die Rüstungsproduktion genutzt worden, insbesondere durch die Bayerischen Motorenwerke (BMW). Ab Sommer 1944 befand sich hier ein Außenlager des KZ Buchenwald. Der gesamte Gebäudekomplex erstreckte sich über mehrere Quadratkilometer und übertraf die Fläche des angrenzenden Dorfes um ein Vielfaches. Für Bau und Produktion wurden sowohl weibliche als auch männliche KZ-Häftlinge eingesetzt. Die Frauen stammten überwiegend aus Frankreich, Italien und Polen; viele von ihnen gehörten Widerstandsbewegungen an oder waren Jüdinnen. Im Zuge des Ausbaus der Grenzanlagen der innerdeutschen Grenze in etwa drei Kilometern Entfernung wurde das Gelände nahezu vollständig eingeebnet. Einige der verbliebenen Baracken dienten zeitweise als Stallungen für Vieh. Hier wird besonders deutlich: Die deutsche Teilung sorgte auf östlicher Seite für ein schnelles Verschwinden von baulichen Relikten der NS-Zeit. Und sie verhinderte über lange Zeit eine systematische Aufarbeitung und ein angemessenes Gedenken vor Ort. Da ein großer Teil der Opfer aus Westeuropa stammte, zeigten die Behörden der DDR nur begrenztes Interesse an der Geschichte des Lagers. Ähnliches galt für die Bundesrepublik. Obwohl es Opfer gab, die nun in Westdeutschland lebten, war das Außenlager praktisch unbekannt, auch weil es sich nun auf dem Gebiet der späteren DDR befand. Ganz anders aber war die Situation in Frankreich: Hier war der Ort aufgrund der zahlreichen französischen Inhaftierten ein Begriff. Andernorts im Kalirevier kamen indessen früh in den 1950er-Jahren erste kleinere private Initiativen auf, die sich mit der NS-Geschichte befassten und so auch das Schicksal der Zwangsarbeiter/-innen erforschten. Vor allem Berichte von Augenzeug/-innen wurden festgehalten. Einer davon stammte aus Springen nahe Bad Salzungen, wo ein Augenzeuge berichtete, nach dem Abzug der Wachtruppen der Schutzstaffel (SS) in den untertägigen Stollen noch Inhaftierte gefunden zu haben.

Gefährliches Erbe

Die offiziellen Stellen zeigten daran nach Lage der Quellen kein Interesse. Stattdessen rückte ein anderer Aspekt in den Vordergrund: die Relikte der nationalsozialistischen Rüstungsproduktion, die weiterhin in den Salzstollen lagerten. Nach der Besetzung der Heeresmunitionsanstalt Berka (Thüringen) im April 1945 übernahm eine sowjetische Einheit die nahegelegenen Kaliwerke Alexandershall und Abteroda. Dort stieß sie auf große Mengen an Munition, Sprengstoffe und chemischen Kampfstoffen. Letztere umfassten unter anderem arsenhaltige Substanzen sowie Pikrinsäure, die zur Herstellung von Sprengstoffen verwendet wurde. Zwischen 1945 und 1947 wurden die unterirdischen Anlagen durch die sowjetische Militäradministration nur unvollständig geräumt. Lediglich die Produktionsanlagen von BMW wurden vollständig demontiert. Ein Teil der Munition wurde gesprengt oder verbrannt, während chemische Kampfstoffe größtenteils in den Schächten verblieben. Im Jahr 1948 wurden größere Mengen dieser Stoffe in Eisenbahnwaggons verladen und vermutlich zur Versenkung abtransportiert. Andere Substanzen wurden vollkommen unsachgemäß vor Ort entsorgt, etwa durch Versenkungen in Tümpeln und Teichen. Am 3. September 1952 besichtigten Vertreter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im Rahmen „besonderer Maßnahmen an der Zonengrenze“ die stillgelegten untertägigen Grubenanlagen. Auch die Volkspolizei stellte fest, dass weiterhin erhebliche Mengen an Kampfstoffen sowohl unter Tage als auch an der Oberfläche vorhanden waren. Dies führte zur Sperrung der betroffenen Bereiche, die vom aktiven Kalisalzabbau getrennt werden sollten. In den folgenden Jahren wurde die unzureichende Sicherung zwar wiederholt bemängelt, doch eine vollständige Räumung unterblieb aus Kostengründen. Stattdessen beschränkte man sich darauf, die betroffenen Stollen abzusperren und regelmäßig zu kontrollieren, ohne das Problem grundlegend zu lösen.

Die Stasi schaltete sich 1976 erneut federführend in den Vorgang ein. Die Hauptabteilung XVIII (Volkswirtschaft), die vorrangig mit der Verhinderung und Aufdeckung von Sabotageakten befasst war, übernahm die Bearbeitung. Über die Informationen eines Zuträgers gelangte der Fall auf den Tisch des Abteilungsleiters Alfred Kleine sowie des stellvertretenden Ministers für Staatssicherheit, Rudi Mittig. Dies unterstreicht die Bedeutung, die dem Vorgang beigemessen wurde: In unmittelbarer Nähe zur Staatsgrenze sollten derart gefährliche Hinterlassenschaften keinesfalls in falsche Hände geraten. Die Bergung und anschließende Vernichtung erwiesen sich jedoch als schwierig. Mehrere Begutachtungen der Giftstoffe vor Ort – teils unter erheblichem Sicherheitsrisiko für die beteiligten Personen – kamen zu dem Ergebnis, dass die beschädigten Fässer unter Tage im Salz vergleichsweise sicher gelagert waren. Zur zusätzlichen Sicherung wurden die betroffenen Bereiche erneut abgemauert und durch Personal des MfS überwacht, auch durch den Einsatz inoffizieller Mitarbeiter innerhalb der Belegschaft des Kali-Kombinats. Nach der Friedlichen Revolution wurde das giftige Erbe schlagartig wieder zum Problem. Erst nach und nach kamen Informationen über Gefahren und Mengen der gelagerten Kampfstoffe ans Licht. Zudem gab es Gerüchte, dass neben den Giften aus der NS-Zeit auch die DDR selbst dort Kampfstoffe einlagerte, was jedoch nicht erhärtet werden konnte. Schrittweise wurden zu Beginn der 1990er-Jahre alle Bereiche geräumt und die Kampfstoffe entsorgt.

Auch an anderer Stelle war das Ministerium aktiv: In den späten 1950er-Jahren hatte das MfS damit begonnen, Informationen über August Rosterg zu sammeln. Trotz seines Ablebens 1945 meinten die Verantwortlichen des MfS offenbar, dass Informationen zu Rosterg aus Presseartikeln, allesamt aus der Zeit vor 1945, nützlich sein konnten, um sie bei Gelegenheit propagandistisch zu nutzen. Gelegentlich erschienen reißerische Artikel über Rostergs Rolle im NS-Staat im Neuen Deutschland. Im Westen beurteilte man den einstigen Generaldirektor ganz anders. Die Zentrale der K+S AG in Kassel erhielt seinen Namen, ebenso Straßen und Plätze im gesamten Kalirevier auf westlicher Seite. Erst in jüngster Vergangenheit führten Diskussionen um Rostergs Verstrickung in die Ideologie des NS zu Umbenennungen.

Lange Nachgeschichte

Die historische deutsche Teilung verhindert bis heute eine umfassende Kontextualisierung der NS-Zeit im Kalirevier an der Werra – und das paradoxerweise noch rund 36 Jahre nach ihrer Überwindung. Denn die Teilung sorgte dafür, dass lokalhistorische Aufarbeitungen zumeist an den Ortsgrenzen endeten, wenn das Nachbardorf auf der anderen Seite des Zauns lag. So fand bis heute nur eine unzureichende Vernetzung unter den Initiativen statt. Es ist historisch herzuleiten, dass die Aufarbeitung auf Seiten der Bundesrepublik zumeist darauf verweisen konnte, dass die prominenten Orte des Unrechts, die Außenlager des KZ-Buchenwald, alle auf dem Staatsgebiet der DDR lagen. Die wiederum interessierte sich aus ideologischen Gründen kaum für das Schicksal der Opfer aus westeuropäischen Staaten. Da fast alle ehemaligen Lager im Sperrgebiet lagen, mussten sie weichen. Gedenksteine oder Mahnmale gab es allenfalls auf den örtlichen Friedhöfen und zumeist nur für sowjetische Soldaten, die als Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit gezwungen wurden und starben. Durch die deutsche Teilung gibt es zudem keinen geschlossenen Aktenbestand. Die Recherche nach Standorten, Opfern und Täter/-innen fällt bis heute schwer. Vor 1990 waren entsprechende Bestände in der DDR überhaupt nicht zugänglich. All das erschwert lokalen Initiativen die Aufarbeitung zusätzlich. Während sie bei Heimat- und Geschichtsvereinen in Thüringen zumeist auf die Standorte der Lager und Schächte konzentriert ist, betrachten hessische Initiativen stärker bestimmte Opfergruppen, vorrangig jüdische, die in der Aufarbeitung in der DDR nur eine untergeordnete Rolle gespielt hatten. Nicht zuletzt ist die Kaliindustrie bis heute der größte Arbeitgeber der Region. Es gibt vielfach nur wenig Eifer, unangenehme Fragen zur NS-Geschichte zu stellen, wobei sich diese Haltung in jüngerer Zeit zu wandeln beginnt. So entwickelte sich eine bis heute disparate Erinnerungslandschaft mit noch vielen offenen Fragen.

Zitierweise: Maximilian Kutzner, „Verzögerte Aufarbeitung durch die deutsche Teilung - Die NS-Vergangenheit im Kalirevier an der Werra", in: Deutschland Archiv, 01.06.2026, Link: www.bpb.de/578469 (ali).

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. Rainer Karlsch/ Manfred Grieger/ Ingo Köhler (Hrsg.), Expansion um jeden Preis. Studien zur Wintershall AG zwischen Krise und Krieg 1929–1945, Frankfurt/M. 2020.

  2. Vgl. Frank Baranowski, Rüstungsproduktion in Deutschlands Mitte von 1923 bis 1945. Südniedersachsen mit Braunschweiger Land sowie Nordthüringen einschließlich des Südharzes – vergleichende Betrachtung des zeitlich versetzten Aufbaus zweier Rüstungszentren, Bad Langensalza 2013, S. 425-434, S. 452-455, S. 473-481.

  3. Vgl. Hartmut Ruck, Die Kaliindustrie in Thüringen 1945-1989, in: Hermann-Josef Hohmann/Dagmar Mehnert (Hrsg.), Bunte Salze, weiße Berge. Wachstum und Wandel der Kaliindustrie zwischen Thüringer Wald, Rhön und Vogelsberg, Hünfeld 2004, S. 135-176.

  4. Vgl. Greg Bradsher, Nazi Gold: The Merkers Mine Treasure, in: Quarterly of the National Archives and Records Administration (1999), https://www.archives.gov/publications/prologue/1999/spring/nazi-gold-merkers-mine-treasure.html, letzter Zugriff am 29.04.2026.

  5. Ein derzeit laufendes Ausstellungsprojekt am Werra-Kalibergbaumuseum in Heringen/Werra sammelt derzeit Informationen zu Orten, Opfern und Tätern sowie Kontexten der Zwangsarbeit während der NS-Zeit im Kalirevier.

  6. Vgl. Baranowski, Rüstungsproduktion, S. 425-434.

  7. Die Datenbank Gallica, die den Korpus französischsprachiger Veröffentlichungen verzeichnet, listet 14 Buchtitel, in denen das Außenlager Abteroda erwähnt wird, in drei Titeln wird es in Form gesonderter Unterkapitel thematisiert.

  8. Niedergeschriebener Augenzeugenbericht des Bergmanns Heinrich Senf, 1954, Vereinsarchiv des Heimatvereins Merkers.

  9. Vgl. Frank Baranowski, Heeresmuna Berka/Werra (Schächte Abteroda und Alexandershall), https://www.rabaranowski.de/veroeffentlichungen_zeitgeschichte_frank_baranowski/heeresmunitionsanstalten/heeresmunitionsanstalt_abteroda/, letzter Zugriff am 29.04.2026.

  10. Information, 5.7.1976, in: MfS HA XVIII, Nr. 19863, S. 4, Bundesarchiv Berlin.

  11. MfS HA IX/11 AF, Nr. 160, S. 1-26, Bundesarchiv Berlin.

  12. Vgl. Marcus Lotz, August Rosterg Straße wird nicht umbenannt - das sind die Gründe, in: Fuldaer Zeitung, 23.9.2024, S. 5.

  13. Das Werra-Kalibergbaumuseum in Heringen (Werra) eröffnete am 7.5.2026 eine Sonderausstellung zum Thema NS-Zwangsarbeit im Kalibergbau an der Werra.

Lizenz

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 4.0 - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International" veröffentlicht. Autor/-in: Maximilian Kutzner für Deutschlandarchiv/bpb.de

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Dr.; Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 2019 Promotion zur Geschichte des Wirtschaftsressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er forscht derzeit zur historischen Genese und Performanz von Fake News.