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Ein Hauptquartier der DDR-Opposition: Die Ost-Berliner Umweltbibliothek | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Wie konnte das geschehen? „Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“ Ein Hauptquartier der DDR-Opposition: Die Ost-Berliner Umweltbibliothek Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 34 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Helmut Kohls Schulterzucken "Viele Westdeutsche haben mittlerweile die Nase voll" Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Die Trainer der SED Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2026 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Ein Hauptquartier der DDR-Opposition: Die Ost-Berliner Umweltbibliothek

Peter Wensierski

/ 15 Minuten zu lesen

Vor 40 Jahren, am 2. September 1986, wurde in der Ost-Berliner Zionskirche die „Umweltbibliothek“ gegründet, ein Bildungsort und Austauschforum unter schützendem Kirchendach für die damals rund 300 Öko- und Bürgerrechtsgruppen in der DDR. Spektakulär scheiterte die Stasi im Herbst 1987 daran, diesen Informationsfreiraum zu zerschlagen. Stattdessen machte sie ihn DDR-weit und über die innerdeutsche Grenze hinaus berühmt und zum Vorbild für weitere Gründungen vergleichbarer Treffpunkte.

Griebenowstra0e 15/16 in Kellerräumen des Pfarrhauses der evangelischen Zionsgemeinde (heute Gemeinde am Weinberg): Die Anfang September 1986 eingeweihte Umweltbibliothek. (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

Ein roter Backsteinbau in Prenzlauer Berg, Griebenowstraße 15/16, nur ein paar Schritte entfernt von der dazugehörigen Zionskirche: In den letzten vier Jahren der DDR ging es hier nach dem Eintreten im wahrsten Sinn des Wortes ab in den Untergrund – über eine steile Steintreppe tief hinab in einen verwinkelten Keller. Dort unten lag ein ganz besonderer Ort der Opposition. Seit dem 2. September 1986 konnte man hier in zwei Bibliotheksräumen in der DDR verbotene Bücher lesen. Oft waren sie von Umweltaktivisten aus dem Westen und von Bundestagsabgeordneten der Grünen wie Petra Kelly über die innerdeutsche Grenze geschmuggelt worden. Zu den Titeln gehörten Die Grenzen des Wachstums, Seveso ist überall, Ein Planet wird geplündert oder Leben wir auf Kosten unserer Kinder?

Bücher wie diese über Ökologie und Umweltprobleme waren bis zum Mauerfall in der DDR nicht frei erhältlich. Im Keller der Umweltbibliothek gab es darüber hinaus auch viele der von Oppositionsgruppen hektografierten DDR-Untergrundblätter und häufig tagesaktuelle West-Zeitungen und -Zeitschriften wie den Spiegel oder die alternative Tageszeitung taz zu lesen – geschenkt von den in Ost-Berlin akkreditierten West-Korrespondenten. All das gab es nicht zur Ausleihe, sondern nur lesbar vor Ort, während der Öffnungszeiten von 18 bis 21 Uhr. Auf Weitergabe „feindlicher Propaganda“ stand Gefängnis. Das Lesen im Keller eines Gemeindehauses war dagegen eine juristische Grauzone.

Die „UB“ – wie die Umweltbibliothek bald nach ihrer Eröffnung fast nur noch genannt wurde – das waren drei bis dahin ungenutzte Kellerräume im Gemeindehaus der Zionskirche, später dehnte sie sich über andere Stockwerke und Räume aus. Die Umweltbibliothek war Teil einer Bewegung, deren Ausgangspunkt um das Jahr 1980 lag, als die ersten staatsunabhängigen Umweltgruppen am Rande der Kirche entstanden. Die Geheimhaltung sämtlicher Umweltdaten und die Verleugnung der Tschernobyl-Katastrophe durch die Sozialistische Einheitspartei (SED) im April 1986 hatte die schon länger existierende Idee weiter forciert.

Gleich am Eröffnungstag gab es einen Vortrag zum Thema: „Möglichkeiten alternativer Energieerzeugung in der DDR“. Derartige Fragen wurden sonst nirgends in der DDR öffentlich besprochen. Die UB war auch wegen solcher Veranstaltungen eine besondere Attraktion. In der Regel waren die kleinen Räume täglich mit Dutzenden von Interessierten gefüllt. Wenn aber im verschlossenen dritten Kellergewölbe etwas gedruckt wurde, mussten die Besucher und Besucherinnen außen vor bleiben.

Beim heimlichen Matritzendruck in der Umweltbibliothek 1986/87. (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

Dann wurden von einer Handvoll Aktivisten Infoblätter und Öko-Broschüren vervielfältigt und anschließend Blatt für Blatt zusammengelegt, anfangs auf Ormig-Spiritusmatrizen (maximal 30 Abzüge möglich), dann auf Wachsmatrizengeräten (bis zu 1.000 Abzüge). Brisant, weil es ohne jegliche staatliche Genehmigung geschah, auch wenn der Kirche das Drucken für eigenen Zwecke in Kleinstauflage erlaubt war. Darum stand auf vielen dieser Publikationen auf der ersten Seite der Vermerk: „Nur für den innerkirchlichen Dienstgebrauch“. Was bis zu einem gewissen Grad dem Schutz der Beteiligten dienen sollte.

Die oberen Räumlichkeiten des Gemeindehauses wurden nach und nach vom Keller aus erobert. Sie dienten 1988/89 als Bar, Musik- und Lesungs-Café, Galerie, Archiv oder Kino. Selbst der Hinterhof war häufig Treffpunkt für Feiern und Veranstaltungen. Die UB wurde so ein halblegales, selbstbestimmtes Kommunikationszentrum der politisch-alternativen Szene.

Hans Simon, damals couragierter Pfarrer der Gemeinde, stellte mit Zustimmung seines Gemeindekirchenrates zum Leidwesen der Ost-Berliner Kirchenleitung den jungen Leuten sein Haus ziemlich frei zur Verfügung. Staatliche Vertreter, aber selbst einige Vertreter der Kirchenleitung kamen öfter zu ihm und ermahnten ihn, dass er doch diesen „Nichtchristen" keine Räume der Kirche zur Verfügung stellen könne. Der 2020 verstorbene Pfarrer ließ sich aber nicht beirren.

Auslöser Tschernobyl

Das Unglück im sowjetischen Atomkraftwerk von Tschernobyl am 26. April 1986 war noch nicht lange her, doch die meist von jungen Leuten getragenen staatsunabhängig arbeitenden Umweltgruppen sammelten schon lange Informationen über ökologische, aber auch politische Missstände in der DDR. Das Recherchieren von Daten zur teils extremen Umweltbelastung durch „Volkseigene Betriebe“ (VEB), mehr noch ihre Veröffentlichung, waren äußerst riskant, weil sämtliche Daten, etwa über Luft- oder Wasserverschmutzung in der DDR, durch ein Gesetz, das kurz nach der Entstehung der ersten Umweltgruppen 1982 vom Ministerrat beschlossen worden war, geheim zu halten waren.

In Veranstaltungen und „innerkirchlichen“ Info-Blättern informierten die Gruppen dennoch über das Waldsterben oder die Risiken der Atomenergie - bis hin zum Krieg sowjetischer Truppen in Afghanistan, der von 1979 bis 1989 dauerte.

Mit Gründung der UB existierte in der “Hauptstadt der DDR“ ein einmaliger Raum unzensierter Information, für tabufreie Diskussionsabende, Lesungen, Ökoseminare, Filmvorführungen und in der „UB-Galerie“ für wechselnde Ausstellungen oder Konzerte selbst verbotener Künstlerinnen und Künstler.

Veranstaltungsraum in der Umweltbibliothek. (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

1987/88 zierten sämtliche Wände des Cafés beispielsweise die Zeichnungen von Igor Tatschke, eine wilde Wort-Bild-Mischung aus der Punk-Ära und der beginnenden Rap-Kultur. Die Umweltbibliothek entwickelte sich dadurch auch zu einer gegenkulturellen Nische mitten im Prenzlauer Berg, leicht zugänglich und offen für alle, die kamen. Aber unter ständiger Beobachtung.

Die Staatsmacht wusste, dass es den meisten Besuchern und Besucherinnen um weit mehr als saubere Luft und grüne Wälder ging, und dass die Publikationen, durchaus nicht nur für den "innerkirchlichen Dienstgebrauch“ bestimmt waren. Die Stasi notierte es kurz nach der Gründung in der ihr eigenen Sprache: „Feindliche Kräfte in ökologischen Gruppen im kirchlichen Bereich sehen in der Öko-Problematik in erster Linie Konfrontationsmöglichkeiten mit dem Staat...“.

Drei der Akteure der Umweltbibliothek, darunter Wolfgang Rüddenklau (l.) und Carlo Jordan (r.) vor dem Pfarrhaus in der Griebenowstraße 1987. (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

Die UB-Aktivisten wussten, dass sie beobachtet werden, doch sie rührten gemeinsam mit anderen Öko-Gruppen immer wieder an Tabuthemen, so etwa hinsichtlich der “VEB Deponie Schönberg“ im damaligen innerdeutschen Sperrgebiet – jener Giftmüllkippe, für die die DDR reichlich Devisen aus der Bundesrepublik und anderen Staaten Westeuropas kassierte.

„Fernsehen der Opposition“

In der Umweltbibliothek entstand auch so etwas wie das „Fernsehen der Opposition“. Obwohl auf „Weitergabe von Nachrichten“ aus der DDR mehrere Jahre Gefängnis standen. Mit Wolfgang Rüddenklau, Carlo Jordan, Johannes Beleites und später vor allem mit Siegbert Schefke und Aram Radomski gab es auch engagierte Videofilmer in der UB, die sich nicht scheuten, Giftmüllkippen, verseuchte Flüsse, qualmende Kraftwerke bis hin zu den strahlenden Urangruben und -halden im Süden der DDR zu filmen. Ihre heimlich gedrehten Aufnahmen wurden von politischen Fernsehmagazinen im Westfernsehen, wie Interner Link: Kontraste, gelegentlich Report in der ARD oder von Interner Link: Kennzeichen D im ZDF ausgestrahlt und erreichten auf diesem Umweg gleichzeitig ein Millionenpublikum in der DDR, das überwiegend Westprogramme schaute.

Der Bauingenieur Carlo Jordan, der Krankenpfleger Christian Halbrock, der Buchhändler Oliver Kämper und der Mitarbeiter in der kirchlichen Jugendarbeit Wolfgang Rüddenklau waren im Spätsommer 1986 die Gründungsmitglieder der „UB“. Sie und ihre Mitstreiter und Mitstreiterinnen stellten nahezu Monat für Monat, hektografiert auf Wachsmatritzen, die Umweltblätter her.

Ein Cover der Umweltblätter oben rechts mit dem Vermerk "innerkirchliche Information". (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

Die waren – dank der Vermerke auf Seite 1: "Innerkirchliche Information" oder "Nur für den innerkirchlichen Dienstgebrauch“ – zumindest etwas geschützt, selbst wenn sie vor allem außerhalb der Kirche kursierten. Die Macher waren allerdings durch ihre zurückliegende Arbeit in den bei der Kirche angesiedelten Umweltgruppen Konflikte mit Kirchenleitungen und Gemeindekirchenräten gewohnt. In der ersten Ausgabe schrieben sie, eine „neue Art der Öffentlichkeitsarbeit“ solle „endlich aus dem ewigen Inzest der immer gleichen Leute herausführen. In die Umweltbibliothek kann jede (r) kommen.“

Die Artikel informierten über die Arbeit der unabhängigen Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen und deren Konflikte mit Staat und Kirche. Die zunächst kleine Auflage ging bald schon in die Tausende. Unter DDR-Oppositionellen waren die Umweltblätter mit Abstand am weitesten verbreitet. Bis zum September 1989 erschienen 32 Ausgaben. In der letzten wurden die Positionspapiere und Gründungserklärungen aller neu entstandenen Bürgerbewegungen und Parteien veröffentlicht. Höchste Auflage: 5.000 Exemplare, die von Hand zu Hand weiterwanderten und daher einen erheblich größeren Leserkreis erreichten.

Auch die Publikation MOAning Star der offenen Arbeit der “Kirche von unten“ mit zeitkritischen Comiczeichnungen und politisch brisanten Recherchen, wie etwa in einem Artikel über die gleichzeitige Belieferung der beiden Kriegsparteien im Iran und Irak mit Munition vom VEB Mechanische Werkstäten in Königswartha, konnte im „UB“-Keller mit Auflagen bis zu 6.000 Exemplaren gedruckt werden.

Postfächer für die Opposition in der DDR

Aber eine der wichtigsten UB-Funktionen ist bis heute immer noch eher unbekannt geblieben, weil sie viel geheimer war, als der Raum zum Drucken:

Rund 300 Bürgerinitiativgruppen in der DDR-Provinz hatten sich mit der Umweltbibliothek einen zentralen Vernetzungsknoten und Treffpunkt geschaffen. Einer der Mitwisser und Mitwisserinnen war der spätere Mitgründer der Robert-Havemann-Gesellschaft mit dem Archiv der DDR-Opposition, Tom Sello: „Es gab ein spezielles Wandregal mit einem regelrechten Postfachsystem, über das Informationsmaterial DDR-weit ausgetauscht und durch Kuriere gebracht oder abgeholt werden konnte.“

Sello ergriff im Herbst’ 89 die Initiative und gründete gemeinsam mit anderen eine Untergrundredaktion, die in hoher Auflage das Infoblatt telegraph herausgab, um über das Engagement junger Leute auf dem Weg in die friedliche Revolution zu berichten.

Kuriere zwischen Umweltbibliothek und oppositionellen Gruppen, wie die beiden Leipziger Rainer Müller und Thomas Rudolph fuhren oft mit einem geliehenen Trabi nach Ost-Berlin, besuchten die „UB“, gaben selbst Infomaterial ab, trafen Freunde und hatten dann immer die aktuellsten Flugblätter oder Untergrundblätter, die in der Umweltbibliothek oder anderswo in der DDR heimlich gedruckt und zur UB in die Postverteilfächer gebracht worden waren, um sie dann weiter in ihren Leipziger Oppositionsgruppen und im ganzen Süden der DDR zu verbreiten.

Nutzer und Nutzerinnen in der Umweltbibliothek 1986. (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

Die Umweltbibliothek wurde auf diese Weise eine Art Logistikzentrale der Opposition, zugleich ein Hauptquartier zum Austausch von Informationen nebst einem Notruftelefon. „Die UB war für mich das Internet der DDR“, bilanzierte im Blick zurück der 1987 aus Leipzig zur UB gestoßene Umweltschützer Stefan Eikermann. Die Bibliothek sei für ihn „ein wichtiges politisches und kulturelles Zuhause“ geworden, „in dem unter Freunden und Bekannten debattiert, gestritten und somit ein Stück Demokratie eingeübt werden konnte.“

Die Aktivisten kehrten nach den UB-Besuchen nicht nur mit ein paar, sondern oft mit hunderten von Exemplaren Umweltblätter, Friedrichsfelder Feuermelder, telegraph oder Grenzfall zurück. Dabei war es ziemlich riskant, in der DDR lange Strecken mit solchem “heißen“ Material zu überwinden und es anschließend zu verteilen. Die Möglichkeiten einer Gegenöffentlichkeit zu den staatlich gelenkten Medien, in denen so viel verschwiegen wurde, entwickelten sich dennoch mit der Gründung der Umweltbibliothek Schritt für Schritt. Das rief die Stasi zunehmend auf den Plan. Ihr Ziel war es, die „Öffentlichkeitswirksamkeit“ solcher Initiativen zu verhindern und ein besonderes Interesse galt dabei dem Grenzfall. Hinter dem stand die Ost-Berliner Oppositionsgruppe Initiative für Frieden und Menschenrechte (IFM) zu der unter anderem die Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler Ulrike und Gerd Poppe, Bärbel Bohley, Werner Fischer, Peter Grimm, Ralf Hirsch und Wolfgang Templin gehörten. Diese Gruppe und ihre Publikation waren der SED und ihrer Geheimpolizei, dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS), ein ganz besonderer Dorn im Auge.

Die gescheiterte „Aktion Falle“ der Stasi 1987

Einer der inoffiziellen Stasi-Mitarbeiter, ein IM „Martin“, bekam den Auftrag, die Räumlichkeiten der „UB“ genau auszuforschen. Bald verriet „Martin“ seinem Führungsoffizier die heimlichen Einstiegs- und Erkundungsmöglichkeiten für die Staatssicherheit. Eine solche, berichtet der Spitzel „besteht von der Hofseite durch eine der beiden Luken für den Kohleeinwurf oder über das WC, Fenstereinsatz fehlt zurzeit“.

„Wenn sich (UB-Aktivist) Wolfgang Rüddenklau in der Bar im 4. Stock aufhält“, schlug „Martin“ der Stasi vor, könne man den „UB-Diensthabenden“ im Keller leicht ablenken:

„Wenn ein zweiter Mann die Kellertreppe bewacht, kann ein Dritter ‚agieren’. Bei normalem Publikumsverkehr könnten 2 bis 3 weitere [Stasi-Mitarbeiter] reingeschickt werden, die aber ‚szenehaft’ gekleidet sein müssten. Weder Pfarrer Simon noch die anderen fragen einen Besucher, wohin dieser will. Man muss nur zielgerichtet vorgehen.“

Ein Jahr nach der Gründung der „UB“ glaubten Erich Mielkes Stasi-Leute eine gute Chance zu haben, dem misstrauisch beäugtem Treiben ein Ende zu setzen. Sie planten eine Aktion unter dem Decknamen „Falle“. Am 25. November 1987 schien es soweit zu sein. Durch einschüchternde Überwachung sowie Gerüchte streuende IM’s über andere mögliche Druckorten brachte die Stasi die Gruppe dazu, es diesmal direkt im Keller in der Griebenowstraße zu wagen. Der Plan des MfS: Rund 20 Mitarbeitende des Staatssicherheitsdienstes wollten kurz nach Mitternacht die Umwelt-Bibliothek stürmen. Sie hofften, die Drucker und Redakteure des nicht genehmigten Grenzfall auf frischer Tat beim Vervielfältigen zu ertappen.

Doch die der Stasi angekündigten Macher erschienen nicht. Die ungeduldigen Stasi-Leute führten den Einsatz dennoch stur durch. Sie holten Pfarrer Simon und dessen Frau aus dem Bett. Dabei kam es zu einer Rangelei zwischen Stasi Leuten und dem Geistlichen an der Schlafzimmertür. Simon brüllte: „Solange meine Frau sich anzieht, kommt hier keiner rein!“ Andere Stasi-Leute stürmten zeitgleich die Treppe herunter in den Keller und überrumpelten vermeintlich die Drucker auf frischer Tat und riefen: "Hände hoch! Maschinen aus! Mit dem Gesicht an die Wand! Ausweise raus!"

Die lässige Antwort von einem der Jugendlichen, der ihnen den Rücken zudrehte und die Hände an der Wand hatte, lautete: „Ja, wie denn jetzt? Alles gleichzeitig?“ Die Gelassenheit hatte einen guten Grund: Die Gruppe war nicht auf frischer Tat ertappt worden. Sie hatte den Druck des aus Stasi-Sicht illegalen Grenzfall auf die frühen Morgenstunden verschoben, weil ein 14jähriger Unterstützer der Umweltbibliothek, Tim Eisenlohr, spontan vorbeigekommen war und die älteren Aktivisten sich einig waren, solange Tim dabei ist, drucken wir nichts Illegales.

Die Staatssicherheit fotografierte die Mitglieder der Umweltbibliothek bei ihrer Verhaftung in der Nacht vom 24. auf den 25. November 1987. V.l.n.r.: Bodo Wolff, Till Böttcher, Bert Schlegel, Wolfgang Rüddenklau, Tim Eisenlohr. (© BArch, MfS, HA XX, Fo/59 Bild 12 )

Die Stasi-Leute merkten erst nach und nach: Die Angetroffenen waren nicht, wie erwartet, mit dem Druck des Grenzfall beschäftigt, sondern mit der Herstellung der Umweltblätter – einer geduldeten offiziell "innerkirchlichen" Publikation und nicht wie der Grenzfall eine aus damals staatlicher Sicht illegale, eigenständige, nichtkirchliche Publikation.

Dennoch wurden die anwesenden Aktivisten erst fotografiert, dann „zugeführt“, also vorläufig festgenommen und verhört: Bodo Wolff, Till Böttcher, Bert Schlegel, Wolfgang Rüddenklau und der 14-jährige Tim Eisenlohr. Gleichzeitig wurden die Bibliotheksräume durchsucht, das Druckmaterial, sämtliche Matrizen und die rund 50 Jahre alten Druckmaschinen beschlagnahmt. An den Wänden des Druck-Raumes fotografierten die MfS-Mitarbeiter die aufgehängten Plakate: „Für einen zivilen Ersatzdienst“, „Schwerter zu Pflugscharen“, „3. Berliner Öko-Seminar: Morsche Meiler“. „Während die Stasi-Leute reinstürmten,“ erinnert sich Wolfgang Rüddenklau an die Situation, „lief in unserem Kassettenrekorder ausgerechnet das Lied ‚Keine Macht für Niemand!‘ von Ton-Steine-Scherben.“ Alles, was nicht nach Kirche aussah, wurde eingepackt. Allerdings vergaß die Stasi die Druckerschwärze-Pumpe mitzunehmen, so dass die beschlagnahmte Maschine juristisch gesehen druckuntauglich war und sich auch dadurch der Vorwurf des „auf frischer Tat beim Drucken ertappt“ nicht halten konnte.

Tags darauf verlautbarte die Ost-Berliner Staatsanwaltschaft dennoch, man habe Mitglieder der Umweltbibliothek auf frischer Tat ertappt. Die DDR-Nachrichtensendung Aktuelle Kamera und das SED-Zentralorgan Neues Deutschland verbreiteten dementsprechend rasch die Meldung, in Kirchenräumen der Zionsgemeinde hätte „hinter dem Rücken der zuständigen kirchlichen Stellen“ die „Herstellung staatsfeindlicher Schriften“ stattgefunden.

Der 14-jährige Tim entwickelte sich zu einem besonderen Problem für die DDR-Obrigkeit. Die Westmedien meldeten bereits die Verhaftung eines Minderjährigen. Tim stammte aus einer Funktionärsfamilie. Sein Vater war SED-Genosse und hatte ursprünglich Staatsanwalt werden wollen. Nachdem er allerdings zu Ausbildungszwecken DDR-Gefängnisse von innen kennengelernt hatte, konnte er das nicht mit seiner sozialistischen Überzeugung vereinbaren, sattelte um und organisierte fortan medizinische Kongresse. Der Bruder von Tims Mutter war Horst Steinert, Direktor der Forum GmbH, die für alle Devisenläden in der DDR, die Intershops, zuständig war.

„Mein Vater hatte mich frei erzogen“, erinnert sich Tim, „und er wusste, dass ich in der Ausleihe der ‚UB‘ mitmache. Für den Fall der Fälle hatte er mir eingeschärft: Du sagst bei einer möglichen Verhaftung nichts, bevor ich nicht da bin. Darum sagte ich nichts und bat darum, meinen Vater aus Leipzig zu holen.“

Wie die anderen war Eisenlohr allein in einem Lada mit zwei Bewachern zum Verhör gefahren worden. Er hatte Glück. „Mit meiner Nickelbrille und dem alternativen Aussehen hatte ich immer Angst vor Nazis, nachdem vier Wochen zuvor, am 17. Oktober 1987, ein brutaler Überfall von Skinheads auf ein Rockkonzert in der Zionskirche stattgefunden hatte. Darum war ein kleines Handbeil zur Selbstverteidigung in meinem Rucksack, außerdem ein Buch ‚Antikommunismus in Ost und West‘. Es war total absurd, aber nicht einer von der Stasi hat in meinen Rucksack reingesehen!“

Sein Vater kam tatsächlich und Tim Eisenlohr wurde nach zehn Stunden Festnahme bereits nach Hause gefahren. „Der Generalstaatsanwalt ermahnte mich nur noch: Aber in der Schule erzählst du nichts!“

Die Stasi hatte auf eine Spaltung zwischen radikalen und weniger radikalen Gruppen gehofft. Doch Solidarität und Protest begannen schon gleich nach der Stasi-Razzia in der UB und wurde zum Schlüsselereignis für die Entwicklung der Jahre 1988/89 in der DDR. Noch in der Nacht informierte Pfarrer Simon die Malerin und Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley, die nur wenige Schritte von der Zionskirche entfernt in der Fehrbelliner Straße 91 wohnte, über die Stasi-Aktion. Sie gab die Nachricht umgehend weiter an andere Gruppen in der DDR und nach West-Berlin zu dem aus der DDR übergesiedelten Schriftsteller Jürgen Fuchs, der wiederum an den aus Jena stammenden und mittlerweile in Berlin-Kreuzberg lebenden Journalisten Roland Jahn und den Verfasser dieser Zeilen in der Kontraste-Redaktion der ARD. So gelang es binnen kurzer Zeit, alle wichtigen Westmedien über den Überfall auf die UB zu informieren. Via Radionachrichten war die geteilte Stadt in Ost wie West am nächsten Tag vollständig informiert. Auch ARD und ZDF berichteten über den Tabubruch.

Verbreitung via Westfernsehen

Seit 1953 war die SED nicht mehr derart in Kirchenräume eingedrungen. Was folgte, ging als „Kampf um Zion", „Schlacht um die UB“ und auch „Eigentor der Stasi“ in die Geschichte der DDR-Opposition ein. Der Ost-Berliner Bürgerrechtler Tom Sello erinnert sich gern daran, dass der Staat genau das Gegenteil erreichte, von dem, was er sich erhofft hatte: „Denn auf die Aktion ‚Falle’ folgte eine riesige Welle der Solidarisierung mit den Verhafteten, die alle Erwartungen derjenigen übertraf, die den Protest auslösten. Vor der Zionskirche bildete sich eine permanente Mahnwache und sorgte für große Öffentlichkeit.“

Abend für Abend war die Zionskirche nun überfüllt, und das Selbstbewusstsein wuchs. Interner Link: Carlo Jordan, einer der Mitbegründer der UB aus der Zionsgemeinde, hielt die Stasi couragiert auf Distanz. Vor dem Eingang an der Kirchenseite der Zionskirche zog er einen Kreidestrich als das MfS Beteiligte an der Mahnwache in die Kirche zurückdrängen wollten. Ab hier sei „Kirchenland" und Demonstrieren erlaubt, somit auch direkt vor der Kirche. Erst dahinter beginne das „volkseigene" Land.

Medien wurden mit dem vorsorglich aufgenommenen Videomaterial der Umweltbibliothek versorgt. Es kam DDR-weit zu Protestaktionen. Die Demonstrierenden vom Pfarrer bis zur Punkerin forderten die Freilassung der Inhaftierten, die Herausgabe der beschlagnahmten Sachen sowie eine Garantie für den Fortbestand und die volle Arbeitsfähigkeit der Umweltbibliothek.

Im Lesesaal der Umweltbibliothek in der Zionskirche 1989. (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

Die SED-Führung gab dem öffentlichen Druck schließlich nach. Die Ermittlungsverfahren mussten eingestellt werden, die inhaftierten Oppositionellen kamen nach wenigen Tagen wieder frei. In der DDR war so etwas bis dahin fast unvorstellbar. Die Aktion „Falle“ geriet zur schweren Niederlage von SED und Stasi. Durch die missglückte Razzia wurde die „UB“ zudem international bekannt, der Zulauf größer als je zuvor und bis zum Ende der DDR wagte die Stasi keine erneute Aktion gegen die Umweltbibliothek. Die Zionskirche allerdings bekam die Staatsmacht zu spüren, deren nachgordnete Behörden das Kircheschiff wegen vermeintlicher Baufälligkeit zweitweise sperren ließen.

Aber „die Opposition in der DDR“, resümiert Tom Sello rückblickend, „wurde nicht geschwächt, sondern rückte stattdessen in den Blickpunkt einer breiteren Öffentlichkeit, in der DDR wie im Westen.“ Das MfS hatte somit selbst geschaffen, was es eigentlich eindämmen wollte die Öffentlichkeitswirksamkeit für Engagierte in der evangelischen Kirche der DDR.

In einem Neujahrsgruß der Umweltblätter zur Jahreswende 1987/88 wandten sich die Aktivisten denn auch in ironischem Ton direkt an SED und Stasi: „Wir sind einmütig der Meinung, dass dieser Staat und diese Behörden einmalig und völlig unersetzlich sind.“ Sie bedankten sich für „die großartige weltweite Gratis-Reklame für die Umwelt-Bibliothek". Außerdem hieß es, man rufe „der DDR-Regierung zum neuen Jahr zu: 'Macht weiter so, Jungs!'". Denn nach dem Vorbild der Umweltbibliothek entstanden in einigen anderen Kirchgemeinden in der DDR weitere öffentliche Treffpunkte ähnlicher Art.

Verbliebene Spuren

Wer heute in der Zionskirche die Empore erklimmt, der kann noch die letzten Spuren des risikoreichen Geschehens von damals betrachten, zum Beispiel ein Brett mit den Resten von Kerzen der Mahnwache und eine alte Druckmaschine, wie sie in der UB verwendet wurde. Auf der inzwischen sanierten Empore finden sich auch noch Spuren von Transparenten, die während der Mahnwache dort beschriftet wurden. In der Eile legten die Aktivisten den dünnen Stoff direkt auf die Holzdielen und die Farbe drückte sich durch das Gewebe auf das Holz durch: „Wir protestieren gegen die Festnahmen und Beschlagnahmung in der Umwelt-Bibliothek“.

Farbreste auf dem Boden der Empore der Zionskirche, zurückgeblieben nachdem dort Protesttransparente aus Leinenstoff beschriftet worden waren. Die letzten verbliebenen Spuren dieses Bürgerengagements werden heute unter Plexiglas geschützt. (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

Die Volkspolizei holte das Transparent später mit Hilfe der Feuerwehr vom Turm der Kirche und ließ das Kirchengebäude als Racheakt temporär baupolizeilich sperren. Mit etwas Mühe lässt sich die Losung heute noch erkennen. Sie wurde inzwischen mit einer durchsichtigen Abdeckung denkmalgeschützt.

Am 6. September 2026 planen die damals 14- bis 30jährigen Akteure der Umweltbibliothek in der Zionskirche zu einem „Storytelling“ zusammenzukommen und über Vergangenheit und Gegenwartsbezüge zu diskutieren: „Junge Leute von heute sollen die Gelegenheit haben, mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen und ihre aktuellen Probleme vorzutragen“, heißt es in einer Einladung zum 40. Gründungstag der Umweltbibliothek.

Zitierweise: Peter Wensierski, "Ein Hauptquartier der DDR-Opposition: Die Ost-Berliner Umweltbibliothek“, in: Deutschland Archiv, 1.9.2026. Link: www.bpb.de/581011. Alle Beiträge im Deutschlandarchiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte.

Einladungsplakat zu einer Foto- und Textausstellung des Fotrgrafen Harald hauswald und des Schriftstellers Lutz Rathenow in der Umweltbibliothek im Mai 1987. (© Archiv Wensierski & Havemann-Gesellschaft Berlin)

Ergänzend:

Anne Käfer, Interner Link: Umweltschutz als Opposition von Kirchen und Gruppen in der späten DDR, DA vom 24.11.2017.

Silke Kettelhake, Interner Link: Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek, DA vom 28.11.2018

Roland Jahn, Bruno Funk und Holger Kulick, VIDEO: Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek, ZDF-Kennzeichen D 1987 (kurzzeitig offline).

Gerold Hildebrand und Siegbert Schefke, Interner Link: Tod einer Schlüsselfigur. Zwei Nachrufe auf Carlo Jordan. DA vom 15.12.2023.

Holger Kulick,Interner Link: "Einem Selbstmord auf der Spur", Über das Buch von Peter Wensierski "Jena Paradies – Die letzte Reise des Matthias Domaschk“, DA vom 22.3.2024.

Peter Wensierski, Interner Link: „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“. Das Fernsehen der DDR-Opposition 1986 -1989". DA vom 8.4.2025.

Peter Wensierski, Interner Link: Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter, DA vom 13.3.2019.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. dazu https://www.stasi-mediathek.de/geschichten/der-neonazi-ueberfall-auf-die-zionskirche/sheet/1-0/type/intro/, letzter Zugriff 20.6.2026.

  2. Vgl. https://ekbo-termine.de/d-798756, letzter Zugriff 30.8.2026.

Weitere Inhalte

Der Journalist Peter Wensierski, Jahrgang 1954, berichtete seit den Achtzigerjahren aus der DDR, zunächst für den Evangelischen Pressedienst. Später wechselte er in die ARD-Redaktion "Kontraste". Ab 1993 arbeitete er für den Spiegel und ist Autor zahlreicher Sachbücher, auch veröffentlicht in der bpb. Dazu gehören: "Externer Link: Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution" sowie "Interner Link: Jena Paradies – Die letzte Reise des Matthias Domaschk“.