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Das Fanal von Zeitz | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Wie konnte das geschehen? „Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 34 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Helmut Kohls Schulterzucken Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Die Trainer der SED Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2026 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Das Fanal von Zeitz

Helmut Müller-Enbergs

/ 12 Minuten zu lesen

Der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz, seine Selbstverbrennung im August 1976 und das damals unerträgliche Spannungsfeld von Kirche und Staat in der DDR.

Der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz am 1. August 1976, kurz vor seinem öffentlichen Suizid, mit dem er ein Zeichen gegen das repressive System der DDR setzen wollte. In der Folge wuchsen Selbstbewusstsein und gesellschaftspolitisches Engagement in zahlreichen Kirchengemeinden der DDR. (© picture-alliance / epd,epd-bild)

Am Mittwoch, dem 18. August 1976, ereignete sich in der Fußgängerzone der Kreisstadt Zeitz im heutigen Sachsen-Anhalt ein Vorfall, der die Grundmauern des DDR-Staatssystems erschüttern und die evangelische Kirche aus ihrer bis dahin herrschenden Lethargie reißen sollte. Gegen 10 Uhr 20 übergoss sich der Rippacher Pfarrer Oskar Brüsewitz vor der dortigen Michaeliskirche öffentlich mit Benzin und entzündete sich selbst.

Zuvor hatte der 47 Jahre alte Theologe auf seinem Auto Transparente angebracht, auf denen zu lesen war, dass die Kirche in der DDR den Kommunismus wegen der Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen in den Schulen anklage. Für das Kreisvolkspolizeiamt und die Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) erfüllte die Aktion primär den Tatbestand der „staatsfeindlichen Hetze“ nach dem DDR-Strafgesetzbuch. Die Plakate wurden binnen Minuten beschlagnahmt, und der Staatsapparat versuchte sofort, absolute Nachrichtensperre zu verhängen. Ziel der Stasi war es, wie es bei Protesten die Regel war, deren "Öffentlichwirksamkeit" zu verhindern. Doch die politische Führung im Berliner Machtzentrum erkannte rasch die Sprengkraft dieses Ereignisses; so konstatierte das SED-Politbüromitglied Horst Sindermann intern, Brüsewitz habe „den Nerv getroffen“.

Fünf Jahrzehnte nach diesem welthistorischen Ereignis ermöglichen im Jahr 2026 neu erschlossene, ehemals gesperrte Kirchen- und Polizeiakten einen tiefen, ungeschönten Blick auf die Vorgeschichte und die Hintergründe jener Tragödie, die weit mehr war als der einsame Entschluss eines Einzelnen. Sie dokumentieren ein unerträgliches Spannungsfeld zwischen einem atheistischen Regime, einer lavierenden Kirchenleitung und einem Pfarrer, der Kompromisse im Glauben als Sünde verstand.

Vom ostpreußischen Schuhmacher zum thüringischen Pfarrer

Die Biografie von Alfred Oskar Brüsewitz, der am 30. Mai 1929 im memelländischen Willkischken (heute Litauen) geboren wurde, war von Beginn an von den zeitgeschichtlichen Wirren des 20. Jahrhunderts geprägt. Er wuchs in einer konfessionell gemischten Familie auf – die Mutter war katholisch, der Vater evangelischer Maler –, wobei die religiöse Erziehung dem protestantischen Glauben folgte. Die Herkunft der Eltern blieb in späteren Akten oft widersprüchlich dokumentiert und changierte zwischen baltischen und russischen Wurzeln. Seine Jugend in Ostpreußen war von landwirtschaftlicher Arbeit und einer tiefen Naturverbundenheit geprägt, doch bereits während seiner Schulzeit blitzte eine ausgeprägte Hilfsbereitschaft auf, etwa wenn er seine Bleistifte mit bedürftigen Mitschülern teilte.

Der Zweite Weltkrieg setzte der Idylle ein jähes Ende. Nach dem Abbruch einer begonnenen kaufmännischen Lehre wurde der junge Brüsewitz als Hitlerjunge zum Reichsarbeitsdienst und schließlich als Panzerfaustschütze zur Wehrmacht eingezogen. Brüsewitz erlebte die Kämpfe an der Ostfront und sprach später häufig von traumatischen Kesselschlachten, vermutlich im Raum Kurland oder Warschau. Nach sowjetischer Kriegsgefangenschaft und der Entlassung Ende 1945 fand er seine Mutter im sächsischen Burgstädt wieder. Um in der kargen Nachkriegszeit Fuß zu fassen, orientierte er sich beruflich um und absolvierte zunächst eine Schuhmacherlehre, die er mit der Gesellenprüfung abschloss.

Der Versuch, im Westen Deutschlands eine dauerhafte Existenz aufzubauen, führte die Familie 1947 ins westfälische Melle. Hier bewies Brüsewitz enormen handwerklichen Ehrgeiz, erwarb 1951 als bis dato jüngster Kandidat den Meistertitel und machte durch unkonventionelle Werbeaktionen von sich reden, bei denen er Kunden Geld für deren abgetragenes Schuhwerk bot. Privat blieb ihm das Glück jedoch verwehrt: Seine erste Ehe mit Resi Heinisch, aus der eine Tochter hervorging, zerbrach nach kurzer Zeit. Nach der Scheidung überschrieb er seinen gesamten Besitz der Ex-Frau und entschloss sich 1954 zu einem radikalen Schritt: dem Wechsel in die DDR per Anhalter und zu Fuß.

In Weißenfels fand Brüsewitz über das christliche Ehepaar Geißler, das ihn mittellos aufnahm, zum lebendigen Glauben. Nach einer schweren Magenoperation und dem erfolglosen Beginn einer Pfarrausbildung zog es ihn in die Großstadt Leipzig. Dort heiratete er im Dezember 1955 die Krankenschwester Christa Roland und schloss sich der pfingstlerischen Elim-Gemeinde an. Seine Erwachsenentaufe im Jahr 1956 markierte den endgültigen Wendepunkt hin zu einem Leben im kompromisslosen Zeugnis für Christus.

Doch schon in Leipzig geriet Brüsewitz aufgrund seines offensiven Missionsverständnisses in Konflikt mit staatlichen Stellen, aber auch mit seiner eigenen Gemeinde, die aus Angst vor Repressionen seine öffentliche Arbeit – wie das eigenmächtige Pachten eines Kinderspielplatzes – ablehnte. Nach einer regimekritischen Wortmeldung auf einer Einwohnerversammlung in Markkleeberg wurde er erstmals eine ganze Nacht lang verhört. Schon damals, im Jahr 1956, vermerkte das MfS, dass Brüsewitz die DDR mit dem Nationalsozialismus verglich und den Bürgermeister einen „Nazi“ nannte.

Der „unbequeme“ Geist von Weißensee und Rippicha

Aus gesundheitlichen Gründen zog die fünfköpfige Familie 1960 ins thüringische Weißensee im Kreis Sömmerda. Dort errichtete Brüsewitz seine Schuhmacherwerkstatt kurzerhand in einem ausrangierten Eisenbahnwagen, den er im Garten aufstellte, und nutzte jeden Kundenkontakt für theologische Debatten. Auch nach seinem Eintritt in die lokale Produktionsgenossenschaft des Handwerks blieb er seiner Linie treu: Auf Weihnachtsfeiern stimmte er mit den Kollegen Kirchenlieder an, während er gleichzeitig im Alltag lautstark gegen moralische Missstände und staatlichen Zwang – wie bei den Kollektivierungen der Bodenreform – wetterte. Er entfernte ohne Absprache Heldengedenkkränze des Ersten Weltkriegs aus der Kirche, da er sie für unchristlich hielt. Für die Genossen der Staatssicherheit galt er fortan als „religiös-fanatischer Psychopath“, dessen antikommunistische Haltung systematisch in einem operativen Vorlauf überwacht werden müsse.

Nach dem Besuch der Predigerschule in Erfurt schlug Brüsewitz schließlich den Weg ins offizielle Pfarramt ein und übernahm 1969 die Gemeinde im thüringischen Rippicha im Kirchenkreis Zeitz. Hier entfaltete er eine hocheffektive, unkonventionelle Jugendarbeit, spannte weithin sichtbare Plakate und baute Symbole des christlichen Glaubens auf, was den scharfen Unmut der örtlichen SED-Leitung hervorrief. Die Konfliktspirale intensivierte sich ab Anfang der 1970er-Jahre dramatisch. Das MfS beschloss, Brüsewitz politisch zu isolieren und gezielte Zersetzungsmaßnahmen einzuleiten. Hierzu wurden inoffizielle Mitarbeiter, darunter die Zeitzer Kirchenangestellte IM „Romeo“ und der direkt in den persönlichen Umgangskreis eingeschleuste IM „Willi Koch“, instruiert, jeden Schritt des Pfarrers minutiös zu überwachen und diffamierende Gerüchte über seinen Lebenswandel zu verbreiten.

Im September 1975 brannte die Scheune des Pfarrhauses unter ungeklärten Umständen ab, was Brüsewitz tief verunsicherte und ihm das Gefühl gab, physisch bedroht zu sein. Gleichzeitig lancierte die Staatssicherheit über die Abteilung Inneres des Rates des Kreises im Frühjahr 1976 anonyme Briefe an das Konsistorium in Magdeburg und an den Zeitzer Superintendenten Joachim Hildebrandt. In diesen Schreiben, die sich einer scheinheilig-frömmlerischen Diktion bedienten, wurde die sofortige Entfernung des Pfarrers gefordert, um das Ansehen der Kirche nicht weiter zu schädigen.

Der psychologische Druck auf Brüsewitz stieg ins Unermessliche, als der Rat des Kreises Zeitz und der Rat des Bezirkes Halle die evangelische Kirche offen dazu drängten, den unbequemen Geistlichen durch ein Disziplinarverfahren oder eine Zwangsversetzung mundtot zu machen. Brüsewitz weigerte sich beharrlich und erklärte, ein Weggang würde bedeuten, dass die Feigheit über den Glauben siege.

Die Tragödie der Einsamkeit: Das Einknicken der Amtskirche

Die historische Zäsur der neueren Forschung liegt in der Auswertung der jahrzehntelang gesperrten Personalakte von Oskar Brüsewitz im Magdeburger Konsistorium. Obwohl wichtige Dokumente nach der deutschen Einheit gezielt entnommen und bereinigt wurden, dokumentieren die verbliebenen Papiere die minutiöse Bereitschaft der Kirchenleitung, dem staatlichen Druck um des politischen Friedens willen nachzugeben. Der Kreiskirchenrat Zeitz beschloss auf Bestreben des Superintendenten eine kircheninterne Visitation für den September 1976, die vorgab, vermeintliche finanzielle Ungereimtheiten in der Amtsführung zu prüfen. Brüsewitz nahm diese Maßnahme außerordentlich empfindlich auf; er sah darin eine gezielte „Schnüffelei“ und setzte die Arbeitsweise der Kirchenverwaltung bitter mit den Methoden der Staatssicherheit gleich. Er fühlte sich in einer ausweglosen Kesselschlacht von allen Seiten angegriffen.

Am 23. Juli 1976 suchte Propst Friedrich-Wilhelm Bäumer die Familie Brüsewitz in Rippicha auf, um über einen Wechsel der Pfarrstelle zu sprechen. Während Bäumer das Gespräch im Nachhinein stets als rein seelsorgerlich und harmonisch darstellte, bedeutete es für Brüsewitz den ultimativen Verrat durch seine eigenen Oberen. Er gewann die feste Überzeugung, dass seine Amtskirche vor dem atheistischen Staat kapituliert habe und sich zum Handlanger staatlicher Interessen hergebe. Dass diese Wahrnehmung der Realität entsprach, belegen kircheninterne Beratungsprotokolle vom September 1976. Dort wird der Magdeburger Bischof Werner Krusche mit den klaren Worten zitiert: „Bei Brüsewitz war die Grenze erreicht. Wir mussten ihn wegnehmen.“

Gedenken mit Blumen und Kränzen am 18.8.1996 an einer Gedenkstele für Oskar Brüsewitz vor der Michaeliskirche im anhaltinischen Zeitz. (© picture-alliance/dpa, Waltraud Grubitzsch)

Brüsewitz, der Angst vor einem demütigenden kirchenrechtlichen Visitationsverfahren hatte, sah in einer legalen Ausreise oder Flucht in den Westen keine Option. Er verpachtete heimlich seine Grundstücke, verkaufte seinen Viehbestand und gab gegenüber dem IM „Willi Koch“ resigniert an, dass alles „nichts mehr bringt“. Inspiriert durch die intensive Lektüre des Buches "Priester vor Hitlers Tribunalen" reifte in ihm der Entschluss, ein finales, unübersehbares Zeugnis gegen den SED-Staat zu erbringen. Er zog Parallelen zwischen christlichen Märtyrern des Nationalsozialismus und seiner eigenen Situation im Sozialismus. In seinem Abschiedsbrief an den Pfarrkonvent schrieb er, dass zwischen Licht und Finsternis ein mächtiger Krieg tobe und er sich weigere, die Wahrheit der Lüge zu opfern.

Der 18. August 1976 – Das Fanal auf dem Marktplatz

Der Morgen des 18. August 1976 begann im Pfarrhaus von Rippicha scheinbar normal. Oskar Brüsewitz stand gegen halb sechs Uhr auf, schnitt langstielige Rosen im Garten und dekorierte damit das Treppenhaus und den Wohnzimmertisch. Er bat seine Frau Christa, ein besonders schmackhaftes Frühstück zuzubereiten, was diese im Glauben an bevorstehenden Besuch auch tat. Nach dem gemeinsamen Essen bat er seine Tochter Esther, ihm sein Lieblingslied „So nimm denn meine Hände“ auf dem Klavier vorzuspielen. Gegen neun Uhr verließ er das Haus mit der Bemerkung, er müsse weg. Er holte zwei große, in den Tagen zuvor heimlich auf dem Kirchenboden gemalte Transparente aus weißer Leinwand und verstaute sie in seinem Auto.

Auf dem Weg gab er in einer Droßdorfer Gaststätte leere Flaschen ab und kündigte an, Ende des Monats Bockwürste für eine Feier zu bestellen – ein bewusstes Ablenkungsmanöver, um keine Verdachtsmomente zu schüren. Gegen zehn Uhr kehrte er kurz zum Pfarrhaus zurück und übergab einer Reinigungskraft zwei verschlossene Briefumschläge mit der Bitte, sie erst nach Ablauf einer halben Stunde seiner Tochter Esther auszuhändigen. Als Esther die Briefe öffnete und der Mutter übergab, war es bereits zu spät: Es handelte sich um die Abschiedsbriefe an die Familie und den Kirchenkreis.

Währenddessen fuhr Brüsewitz im Talar, den er als „Kleid des Siegers“ bezeichnete, in die Innenstadt von Zeitz. Bei warmem Sommerwetter hielt er gegen 10 Uhr 15 an einer roten Ampel in der Naumburger Straße und rief laut „Halleluja“ aus dem Autofenster. Er parkte seinen Wagen, der die Aufschrift „Ev. Kirche Rippicha“ trug, direkt am Michaeliskirchhof an der Ecke zur Fisch- und Leninstraße, wo die belebte Fußgängerzone begann. Nervös stellte er die beiden Transparente auf dem Dachgepäckträger auf. Da eines der Schilder zunächst auf dem Kopf stand, korrigierte er die Position mehrfach, was die Aufmerksamkeit der Passanten und der Angestellten der umliegenden Geschäfte auf sich zog. Ein beträchtlicher Menschenauflauf entstand.

Plötzlich nahm Brüsewitz eine mitgebrachte 20-Liter-Milchkanne, goss das darin enthaltene Benzin über seinen Talar, trat vom Wagen zurück, bückte sich und riss ein Streichholz an. Mit einer schweren Verpuffung stand er augenblicklich in drei bis vier Meter hohen Flammen. Auch das ausgelaufene Benzin auf dem Straßenpflaster und das Heck seines Wagens fingen Feuer. Der brennende Pfarrer schrie um Hilfe und rannte in Richtung der Superintendentur, während die Passanten entsetzt zur Seite wichen.

Ein vorbeifahrender PKW aus der Bundesrepublik stoppte kurz, die Insassen erfassten die Szenerie und fuhren in Panik weiter. Ein mutiger Brigadier stürmte auf Brüsewitz zu und versuchte, ihm den brennenden Talar vom Leib zu reißen. Ein Soldat der Nationalen Volksarmee sprang von seinem Motorrad und stellte dem rennenden Pfarrer ein Bein, während ein Busfahrer mit einer Decke herbeieilte, um die Flammen zu ersticken. Da die Decke ebenfalls Feuer fing, rissen die Männer dem Schwerstverletzten die brennenden Kleider und die mit Benzin vollgesogenen Schuhe vom Körper.

Ein Volkspolizist im Range eines Oberstleutnants, der das Geschehen aus der Ferne beobachtet hatte, eilte zur nahen Dienststelle, um Feuerwehr und Sanitäter zu alarmieren. Noch bevor der Krankenwagen eintraf, nutzte die Volkspolizei unter Mithilfe eines CDU-Kreissekretärs den Moment der allgemeinen Bestürzung, um die Transparente hastig vom Auto zu entfernen und sicherzustellen. Da alle Augen auf den brennenden Pfarrer gerichtet waren, konnte sich kaum ein einheimischer Zeuge an den genauen Text der Plakate erinnern. Auf den Transparenten stand geschrieben: „Funkspruch an alle… Die Kirche in der D.D.R. klagt den Kommunismus an! wegen Unterdrückung in Schulen an Kindern und Jugendlichen“. Durch die präzisen Beobachtungen der westdeutschen Autofahrer erreichte in den Folgetagen Brüsewitz' Botschaft des Fanals auch die Bundesrepublik.

Das Nachspiel – Sterben im Visier der Staatssicherheit

Ein herbeigeschaffter Stuhl diente dem schwer gezeichneten Brüsewitz als provisorischer Sitzplatz, bis sechs Minuten nach der Tat der Rettungswagen eintraf. Erstaunlicherweise stand der Pfarrer aus eigener Kraft auf und ging eigenständig zum Fahrzeug. Am Rande des Marktplatzes hatten sich mittlerweile rund dreihundert Menschen versammelt, die schockiert Zeugen des Geschehens geworden waren. Während Brüsewitz mit lebensgefährlichen Verbrennungen im Krankenhaus lag, rief ein Zivilist mit einer Aktentasche am Tatort einem Kollegen zu: „Das ist der Rippacher Pastor, wenn der durchkommt, schieben wir ihn ab.“

Oskar Brüsewitz wurde auf die Intensivstation des Krankenhauses in Halle transportiert. Sein Gesicht war vollständig verbrannt, seine Hände pergamentfarben verfärbt. Dennoch blieb er zeitweise ansprechbar. Wortlos und ernst blickte er die behandelnden Ärzte an. In einem lichten Moment vertraute er einem Arzt, der über die kirchenpolitischen Hintergründe naturgemäß nicht unterrichtet war, seine zentralen Motive an. Er betonte ausdrücklich, dass er sich im Kampf gegen den Kommunismus opfere und dass kurz zuvor der Bischof bei ihm gewesen sei, um ihm seine Zwangsvorladung und Versetzung mitzuteilen. Am 22. August 1976 erlag Oskar Brüsewitz im Alter von 47 Jahren seinen schweren Verletzungen.

DDR-Pfarrer Oskar Brüsewitz wurde am 26. August 1976 in seiner Heimatgemeinde Droßdorf/Rippicha in Sachsen-Anhalt beigesetzt. Brüsewitz' demonstrative Selbstverbrennung war erst zwei Tage nach seinem Tod durch zwei Pfarrer aus der Kirchenprovinz Sachsen publik geworden. (© picture-alliance/dpa)

Der Repressionsapparat der DDR rotierte bereits am Tag der Tat auf Hochtouren. Die MfS-Bezirksverwaltung Halle legte umgehend einen streng geheimen Maßnahmenplan vor, um die politische Wirkung des Vorfalls einzudämmen. Dieser Plan sah unter anderem vor, die Protokolle der Kreisdienststelle Zeitz und der Kriminalpolizei für die offizielle Ermittlungsakte nachträglich massiv zu verändern und anzupassen. Das offizielle Narrativ des Regimes sollte lauten, dass Brüsewitz ausschließlich aufgrund persönlicher, psychischer Probleme und interner Differenzen mit der evangelischen Kirche gehandelt habe. Die tiefe politische und ideologische Dimension der Tat wurde systematisch verschwiegen, Zeugen und Zeuginnen wurden bedrängt und absolute Geheimhaltung verordnet.

Die Strategie des Totschweigens schlug jedoch fehl. Mutige Christinnen und Christen in der DDR, aber auch andere Engagierte in der DDR, durchbrachen das verordnete Schweigen, bewahrten das Andenken des Pfarrers und traten dem atheistischen Staat fortan spürbar selbstbewusster gegenüber. Auch der Liedermacher Wolf Biermann griff wenige Tage später sehr bewegt das Thema bei einem heimlichen Auftritt in einer Kirche in Prenzlau auf und bezeichnete Brüsewitz' Selbstverbrennung als eine „Republikflucht in den Tod“.

Auch in der evangelischen Kirche der DDR führte Brüsewitz' Fanal von Zeitz zu intensiven Diskussionen und bestärkte einzelne Pfarrer und Pfarrerinnen zu mehr Engagement. Zu Protesten führte auch die Berichterstattung in DDR-Medien.

Nachdem am 31. August 1976 im SED-Zentralorgan "Neues Deutschland" ein Text erschien, in dem Brüsewitz eine psychische Krankheit und darüber hinaus pädophile Neigungen und Verbindungen zum BND unterstellt wurden, protestierten zahlreiche Menschen in Leserbriefen und Eingaben gegen die Verleumdung des Verstorbenen. Die Kirchenleitung der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen setzte eine Gegendarstellung auf, die sie an die ost- und westdeutsche Presse sowie an den Rat des Bezirkes Magdeburg schickte.

Zum Thema wurde der Freitod von Oskar Brüsewitz auch auf einer Tagung der Konferenz der Kirchenleitungen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR am 10./11. September 1976. Verabschiedet wurde ein "Brief an die Gemeinden", in dem Brüsewitz' Kritik an der kirchenfeindlichen Bildungspolitik aufgegriffen und Konflikte innerhalb der Gesellschaft klarer benannt wurden als in den Jahren zuvor.

In der Bundesrepublik führte das Gedenken an sein Opfer zur Gründung des Externer Link: Brüsewitz-Zentrums, das die Situation der Christen hinter dem Eisernen Vorhang dokumentierte. Der Dokumenten-Bestand des Zentrums wurde 2004 auf Initiative des seinerzeitigen Vorsitzenden Wolfgang Stock in das Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung überführt und durch ein Findbuch erschlossen.

Das Fanal von Zeitz markierte im August 1976 einen ersten tiefen Riss im Fundament der SED-Diktatur, nur drei Monate später folgte mit der Ausbürgerung Interner Link: Wolf Biermanns ein weiterer folgenreicher Riss, den die DDR-Machthaber nicht mehr kitten konnten.

Zitierweise: Helmut Müller-Enbergs: "Das Fanal von Zeitz“, in: Deutschland Archiv, 21.08.2026. Link: www.bpb.de/580725. Alle Beiträge im Deutschlandarchiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte.

Eine Vertiefung des Themas bietet u.a. das online e-book: Helmut Müller-Enbergs / Wolfgang Stock: Das Fanal. Das Opfer des Pfarrers Oskar Brüsewitz am 18. August 1976 und die evangelische Kirche. 3. erweiterte Auflage 2026, 478 Seiten. Weitere Dokumente hat das Externer Link: Bundesarchiv zusammengestellt.

Ausschnitt aus einem Abschiedsbrief von Oskar Brüsewitz an die Schwestern und Brüder des Kirchenkreises Zeitz. Quelle: BArch, MfS, BV Halle, AP, Nr. 2950/76, Bl. 61-63

Ergänzend:

Ehrhart Neubert, Interner Link: Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. DA vom 21.11.2024.

Constance Bürger: Interner Link: Vor 60 Jahren: Martin Luther King in Ost-Berlin, DA vom 13.9.2024.

Anne Käfer, Interner Link: Umweltschutz als Opposition von Kirchen und Gruppen in der späten DDR, DA vom 24.11.2017.

Claudia Lepp, Interner Link: Gegen den Strom. West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche, DA vom 6.4.2017.

Markus Meckel, Interner Link: Eine Keimzelle politischen Engagements. Das Sprachenkonvikt der Evangelischen Kirche in Ost-Berlin als prägender Ort geistiger Freiheit. DA vom 25.10.2023.

Friedrich Schorlemmer, Interner Link: "Welches Deutschland wollen wir?", DA 10.9.2024.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs studierte Politikwissenschaft in Münster und Berlin und wurde 2007 an der TU Chemnitz promoviert. Nach dem Mauerfall war er in der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt aktiv, 1990 Mitglied ihres Sprecherrates und von 1990 bis 1992 Pressesprecher der Fraktion Bündnis 90 im Brandenburger Landtag. Von 1992 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung der Stasi-Unterlagenbehörde, heute ist er Honorarprofessor an der Syddansk Universitet für Nachrichtendienstgeschichte. Er veröffentlichte zu Personen wie dem Pfarrer Externer Link: Oskar Brüsewitz oder dem West-Berliner Polizisten und Stasi-Informanten Externer Link: Karl-Heinz Kurras, zu inoffiziellen Mitarbeitern, zur Spionage und zur Geschichte des MfS (www.mueller-enbergs.de), war Leiter der Forschungsgruppe „Rosenholz“ und an Behördengutachten beteiligt, etwa an dem zu Gregor Gysi.