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Ich will die DDR auf keinen Fall zurück | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Wie konnte das geschehen? „Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“ Ein Hauptquartier der DDR-Opposition: Die Ost-Berliner Umweltbibliothek Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 34 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Helmut Kohls Schulterzucken "Viele Westdeutsche haben mittlerweile die Nase voll" Wir können uns eine "Lega West" genauso wenig leisten wie eine Ostdeutschtümelei Ich will die DDR auf keinen Fall zurück Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Die Trainer der SED Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2026 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. 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Ich will die DDR auf keinen Fall zurück Auszüge aus einem neuen Buch mit "Zwischenrufen zur deutschen Einheit".

Paula Fürstenberg

/ 17 Minuten zu lesen

Nicht zuletzt die hohen Umfragezahlen und Wahlergebnisse für die Rechtsaußenpartei AfD im Osten haben zu einer neuen Debatte über den Zustand der deutschen Einheit und das Verhältnis des Westens zum Osten geführt. Auch auf dem Buchmarkt macht sich das bemerkbar, eine Reihe neuer Bücher ist frisch zum Thema erschienen. Wir stellen nach und nach Leseproben aus einigen dieser Titel vor, zum Auftakt einen Text aus dem provokant-emotionalen Band "Niewiedervereinigung" von Paula Fürstenberg über "Schmerzpunkte" der Einheit, ein denkanstoßreiches Mosaik mit 100 Erinnerungen, Beobachtungen und Reflexionen. Nachfolgend die ersten 19 dieser "Zwischenrufe".

Ost = Lost? Graffiti gesehen in Leipzig. (© bpb / Holger Kulick)

1 Einheitstaumel

Es geht direkt richtig beschissen los mit der deutschen Einheit. In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990 prügeln sich über 1500 bewaffnete Neonazis durchs frisch vereinte Deutschland. Angegriffen werden Linke, Hausbesetzer:innen und Menschen mit Migrationsgeschichte. Dokumentiert sind 30 Vorfälle in ganz Deutschland und einer in der Schweiz. Im Nachhinein werden die Angriffe rund um den 3. Oktober als Einzelfälle betrachtet, die im Einheitstaumel passieren. Taumel bedeutet laut Duden a) Schwindel(gefühl) b) rauschhafter Gemütszustand, innere Erregung; Begeisterung, Überschwang. Die gute Stimmung will man sich offenbar nicht von den Nazis kaputt machen lassen, die also lediglich etwas einheitsduselig sind. Ganz nach dem Motto: Im Rausch und Überschwang der deutschen Einheit kann einem schon mal ein rechtes Parölchen rausrutschen oder ein Baseballschläger in die Hände fallen.

2 Wir brauchen die Einheit nicht

Dieser Gedanke begleitet mich schon seit 2017. Es ist ein unerhörter Gedanke, denn dass Ost- und Westdeutschland zu einer Einheit zusammenwachsen sollen, ist seit 1990 ein unhinterfragtes gesellschaftliches Ziel. Ich bin 1987 in Potsdam geboren und im Nachwendeosten groß geworden. Und ich bin vom Glauben ans Zusammenwachsen abgefallen. Ich bin auf dem Weg zur inneren Einheit verloren gegangen. Ich bin eine verblühte Landschaft.

3 Diskursives Hochrisikogebiet

Den Gedanken, dass wir die Einheit nicht brauchen, schleppe ich jetzt fast zehn Jahre mit mir herum. Beinah genauso lange war ich fest entschlossen, keinesfalls ein Buch darüber zu schreiben. Denn der Osten ist ein diskursives Hochrisikogebiet. Am Ende jedes Satzes lauern unzulässige Vereinfachungen, fiese Verschleierungsmanöver, historisch fragwürdige Vergleiche und Applaus von den Falschen. Dass ich diesen Text trotzdem schreibe, hat einen simplen Grund: Die Summe der Schmerzpunkte ist schlicht zu groß geworden, um die Sache noch länger ignorieren zu können. Also bitte bleiben Sie stehen, es gibt hier was zu sehen. Hier ist immer was los, eine:r brüllt immer, eine:r weint immer, und das Eis ist verdammt dünn. Willkommen bei meiner Schlitterpartie durch deutsch-deutsche Verhältnisse.

4 Wiederaufstieg des Faschismus

Die deutsche Einheit ist als vieles erzählt worden. In den allherbstlichen Jubiläumsreden ist sie eine Erfolgsgeschichte, in der der Kalte Krieg friedlich beendet wird und die Demokratie über die Diktatur siegt. In den Erzählungen der damaligen Erwerbsbevölkerung ist sie eine Geschichte der sozialen Abstiege und der Massenarbeitslosigkeit, die im Jobcenter spielt. In den Erzählungen der damals Jüngeren ist sie eine Geschichte der so gewonnenen wie zerronnenen Freiräume, die auf Brachen, in Techno-Kellern und besetzten Häusern spielt und die entweder mit Räumung oder mit Mietvertrag und Brandschutzauflagen endet. In den Erzählungen von Westdeutschen ist sie ein ewiges Fragezeichen, wieso die Ostdeutschen trotz Asphaltierung ihrer Innenstädte so unzufrieden sind.

Schilder mit den Aufschriften «rassistisch» und «Es ist nicht 5 vor 12 - Es ist kurz vor 1933» bei einem Protestzug gegen einen Landesparteitag der AfD im Stahlpalast Brandenburg im November 2025. (© picture-alliance/dpa, Michael Bahlo)

Aber jetzt ist Frühsommer 2026, eine rechtsextreme Partei ist stärkste Kraft in allen ostdeutschen Bundesländern und liegt auch in den bundesweiten Umfragen erstmals auf Platz eins. Von hier sieht es so aus, als hätten wir es in Deutschland zum dritten Mal nicht hinbekommen, nach dem Nationalsozialismus eine antifaschistische Gesellschaft einzurichten, die diesen Namen verdient. Von hier sieht es so aus, als wäre es Zeit, die deutsche Einheit als das zu erzählen, was sie eben auch ist: eine Geschichte des Wiederaufstiegs des Faschismus in Deutschland.

5 Politische und innere Einheit

Wenn ich sage, dass wir die Einheit nicht brauchen, dann meine ich die innere Einheit – die mentale, geistige, kulturelle, emotionale Seite der Einheit, die gefühlte Wahrheit eines angestrebten Zusammengehörigkeitsgefühls. Ich meine ausdrücklich nicht die politische Einheit, also die schlichte Tatsache, dass die zwei deutschen Staaten, die es von 1949 bis 1990 gab, jetzt ein Staat sind. Nach 36 Jahren gibt es zwar noch Diskussions- und Handlungsbedarf, was die Unterschiede bei Eigentumsverhältnissen, Wirtschaftskraft, Lohn- und Rentenstrukturen betrifft.

Im Grundsatz aber gibt es hier nichts zu diskutieren: Die politische Einheit ist vollzogen, und ich kenne niemanden, der das rückgängig machen möchte. Es gibt im Osten keine separatistische Bewegung wie in Nordirland oder Katalonien. Es gibt zwar vereinzelte Ostdeutsche, insbesondere der älteren Generationen, die aller Umbrüche zum Trotz überzeugte Sozialist:innen geblieben sind, aber selbst die habe ich nie sagen gehört, dass sie den Sozialismus in Form der SED-Diktatur zurückwollen. Es gibt auch vereinzelte Westdeutsche, bei denen ich vermute, dass sie ihre alte BRD insgeheim lieber wieder für sich allein hätten, aber auch die haben das so nie laut gesagt. Nicht einmal die Bekloppten von der AfD wollen die DDR zurück. Die Einzige, die je die politische Forderung erhoben hat, die Mauer wieder aufzubauen, ist die Satirepartei Die Partei. Es gibt keinen besseren Beweis für die Nichtexistenz dieser Forderung, als wenn eine Satirepartei sie erhebt, die sich darauf verlassen können muss, dass ihre Botschaft auch als Satire verstanden wird.

Transparent für eine Wiedervereinigung Deutschlands, getragen im Herbst 1989 in Ost-Berlin. (© Holger Kulick)

6 Phantomschmerz Zurückwollen

Ich schrieb einmal einen Zeitungsartikel mit einigen kritischen Anmerkungen zur deutschen Einheit. Der zuständige Redakteur bat mich um eine Ergänzung: »Sollte nicht noch an irgendeiner Stelle auftauchen, dass Ihre skeptischen Anmerkungen keinen Wunsch nach einem Zurück zur DDR bedeuten?« Er selbst verstand meinen Text nicht so, als wünschte ich mir die DDR zurück, wollte aber diese Vorsichtsmaßnahme ergreifen, damit auch sonst niemand Revanchismus hineinlesen konnte. Ostdeutsche, auch Nachgeborene, müssen regelmäßig beteuern, dass sie die DDR nicht zurückwollen. Zwar richtet sich der Verdacht gegen ein Phantom, aber auch Phantomschmerzen sind echte Schmerzen.

Hier also noch mal in aller Deutlichkeit: Ich will die DDR nicht zurück. Ich bin verdammt froh, dass die Diktatur samt Mauer und Stasi Vergangenheit ist. Ich bin verdammt froh, dass ich im Gegensatz zu vorherigen Generationen einige Jahre in Frankreich und der Schweiz leben konnte. Als Schriftstellerin bin ich besonders froh über eine Presse- und Meinungsfreiheit, die mir erlaubt, ein Buch wie dieses hier zu veröffentlichen, ohne dass es an einer Zensurbehörde vorbei muss, und darüber, dass ich von staatlicher Seite weder Überwachung noch Inhaftierung noch Berufsverbot noch Ausbürgerung zu befürchten habe. (Das ist doch noch aktuell, oder, Herr Weimer?)

7 Politische Depression

Ich habe eine politische Depression. Zu diesem Satz war es ein langer Weg, denn ich bin mit zwei Imperativen aufgewachsen, die ein solches Eingeständnis immer verhindert haben. Erstens: Gefühle sind nicht Sache der Politik. Zweitens: Politik ist nicht Sache der Gefühle. Seit ich elf bin, lebe ich mit einer Angststörung, seit Anfang 20 auch mit Depressionen. Ich weiß also, wovon ich spreche, wenn ich Depression sage, und wenn ich der fragwürdigen Trennung von Persönlichem und Politischem versuchsweise Glauben schenke, hatte ich auch unpolitische Depressionen.

Diesmal aber ist etwas anders: Meine Symptome werden screenklar von der Nachrichtenlage ausgelöst. Ein Symptom von Depressionen sind negative Gedankenschleifen. Im Hirn spielen sich Katastrophenszenarien ab – ein Kopfkino, das aus dem Alltag einen Horrorfilm macht. Ein paar Szenen aus meinem Kopfkino: Wenn die Politik diskutiert, wen man wie schnell abschieben könnte, bekomme ich Angst um meine Freund:innen ohne Staatsbürgerschaft. Wenn die Erderwärmung wieder einen Rekord bricht und ich Orte, an die ich schon mal gereist bin, in den Nachrichten in Flammen stehen sehe, geht vor meinem inneren Auge auch Berlin in Flammen auf. Wenn die AfD in ihr Parteiprogramm schreibt, das Recht auf Abtreibung einschränken zu wollen, sehe ich mich Freundinnen zu illegalen Abtreibungen in dunkle Hinterhöfe begleiten. Ich könnte endlos mehr Beispiele aufführen, aber der Punkt ist ja längst klar: Ich verfolge die Nachrichten, und die Nachrichten verfolgen mich. Dieser Text ist der Versuch, mit dem Kopfkino klarzukommen. Dieser Text ist eine antidepressive Maßnahme.

8 Emotrouble: Angst

Es gibt also politische Gefühle, und ich erinnere mich daran, wie ich bei Anna Stiede gelesen habe, dass es an der Zeit ist, dem Emotrouble Ost Raum zu geben, und wie ich da erst verstanden habe, dass manche dieser politischen Gefühle spezifisch ostdeutsch sind, und ich bin ziemlich sicher, dass es auch westdeutsche politische Gefühle gibt. Mein momentan vorherrschendes politisches Gefühl ist Angst, und da bin ich nicht die Einzige.

HEIKE GEIßLER Wie nah die befürchtete Zukunft ist. Wie da die befürchtete Zukunft ist. Und wie viel Furchtraum noch möglich.

MANJA PRÄKELS Wenn wir diese Angstlandschaften nicht mit Liebe belüften, öffnen, entgiften können, ersticken die Leute an ihrem eigenen Hass.

ANNA STIEDE Es braucht in Ost- wie Westdeutschland Räume, um die Gefühlserbschaften des letzten Jahrhunderts zu verdauen.

Das ist Drecksarbeit. Dieser Text handelt vom Emotrouble Ost. Dieser Text ist eine Belüftungsmaßnahme. Dieser Text ist eine Detox-Kur. Dieser Text ist Drecksarbeit.

9 Lexikon meiner Sprachlosigkeit

Ich bin im Osten aufgewachsen, und die historische Ausnahmesituation, die ich als Normalzustand kennengelernt habe, hieß Friedliche Revolution, Wende, Wiedervereinigung. Ich habe diese Worte durch Nachahmung gelernt, so wie ich alle Worte durch Nachahmung gelernt habe. Ich habe nicht gefragt, warum die Worte so und nicht anders heißen. Erst als ich bei der Veröffentlichung meines Debütromans 2016 begann, die Worte in Mikrofone zu sprechen, und als eine rechtsextreme Partei dieselben Worte zu nutzen begann, kamen die Zweifel: Wieso hat sich mit Wende ausgerechnet ein Begriff aus einem Oberschichtensport wie Segeln durchgesetzt? Lief die Friedliche Revolution wirklich so friedlich, wie es der Begriff nahelegt? Und welche historische Epoche ist mit dem Wieder in Wiedervereinigung eigentlich gemeint? Ich benutzte die Worte ständig, schämte mich aber zunehmend für sie. Ich bekam ein Vokabel-Problem, eine Wort-Scham, oder genauer: eine Wort-Fremdscham, denn ich hatte mir die Worte ja nicht ausgedacht.

Inzwischen spreche ich seit zehn Jahren öffentlich über den Osten, und je länger ich rede, umso mehr Worte kommen mir abhanden. Die Angelegenheit hat sich zu einer umfassenden Sprachlosigkeit ausgewachsen. Sprachlosigkeit wiederum ist ein Symptom von Depressionen – die politische Depression erzeugt eine politische Sprachlosigkeit. Die kann ich nicht mal eben auflösen. So funktioniert Sprache auch nicht, niemand entscheidet allein, welche Worte gelten. Ich kann erst mal nur verzeichnen, welche Worte mir fehlen. Dieser Text ist das Lexikon meiner Sprachlosigkeit.

10 Nachwendekindheit am Ende der Geschichte

1989 bin ich zwei Jahre alt, meine eigenen Erinnerungen setzen erst nach dem Mauerfall ein. Damit gehöre ich zu den Nachwendekindern, die als erste Generation im vereinten Deutschland und damit am Ende der Geschichte aufwachsen.

Die Autorin dieses Beitrags, Paula Fürstenberg, wuchs in Potsdam auf und lebt in Berlin. Sie studierte am Schweizerischen Literaturinstitut sowie an der Humboldt-Universität, 2016 erschien ihr erster Roman. (© picture-alliance, dts-Agentur |)

Das Ende der Geschichte ist der politische Soundtrack unserer Kindheit und Jugend. Das Lied, das alle auf den Lippen haben. Es hat zwei Strophen mit je einem Zukunftsversprechen für uns Nachwendekinder: Erstens wird Ost-West für uns keine Rolle mehr spielen, wir werden keine sozioökonomischen Unterschiede mehr kennen. Zweitens werden uns Grenzen, Nationalismus, Totalitarismus und Faschismus fremd sein, denn wir werden nur ein geeintes, friedliches und demokratisches Europa kennen. Diese Versprechen sind der politische Ohrwurm der Neunziger und Nuller, man kann ihn mitsummen oder verfluchen, aber nicht loswerden. Aus der Gegenwart betrachtet kommen mir beide Strophen nicht besonders gut gealtert vor. Dieser Text ist der Versuch, den Ohrwurm loszuwerden. Dieser Text ist ein Abschiedslied.

11 Kollektives Gedächtnis

Und dann sagt jemand auf einem Sektempfang zu mir, wir Nachwendekinder müssten uns genauso schonungslos mit unseren Eltern auseinandersetzen wie damals die 68er. Und dann schreibt ein Nachwendekind einen Roman, der in der DDR spielt, und bekommt ordentlich auf den Deckel, denn wir Nachwendekinder dürfen nur mitreden, wenn’s ums Nachwendedeutschland geht, die DDR aber ist Hoheitsgebiet der Zeitzeug:innen. Und ich bin wegen solcher Sachen tagelang aufgewühlt und muss wochenlang darüber nachdenken. Als Nachwendekindergeneration haben wir eine erinnerungskulturelle Aufgabe, weil wir die erste Generation ohne eigene Erinnerungen an die DDR sind und das Zeitzeug:innen-Gedächtnis der vorherigen Generationen in ein kollektives Gedächtnis überführen müssen. Diese Arbeit fällt uns qua Geburtskohorte zu, und ich frage mich, wie es dazu kommt, dass wir sie so laut fluchend und leise weinend, so verletzt und verletzend, so derart emotional erledigen.

12 Hashtag Baseballschlägerjahre

Und dann verändert ein Tweet den ganzen Ostdiskurs. »Ihr Zeugen der Baseballschlägerjahre. Redet und schreibt von den Neunzigern und Nullern. It’s about time«, schreibt der Journalist Christian Bangel 2019 und löst damit unzählige Berichte über die rechte Gewalt im Nachwendeosten aus. Die schiere Menge macht klar, »dass es hier nicht nur um vereinzelte traumatische Erlebnisse ging, sondern um eine Generationenerfahrung«. Wir Nachwendekinder bekommen es von da an mit unserer eigenen Zeitzeug:innenschaft zu tun, woraus sich die zweite Generationenaufgabe ergibt, die rechte Gewalt im Osten der Neunziger- und Nullerjahre aufzuarbeiten.

Neonazis in Dresden im Februar 2006. (© H.Kulick)

Auch bei mir kommen Erinnerungen hoch, an die ich zwei Jahrzehnte nicht gedacht hatte. Und an die Erinnerungen heftet sich eine heftige Frage: Wieso läuft in meinem Debütroman eigentlich kein einziger Nazi durchs Bild? Das Buch ist 2016 erschienen und in erster Linie eine erinnerungskulturelle Auseinandersetzung damit, welche Versionen von der DDR öffentlich und innerfamiliär erzählt werden; die Baseballschlägerjahre sind nicht sein primäres Sujet. Trotzdem ist die Protagonistin Kind der Neunziger- und Nullerjahre und erzählt von ihrem Aufwachsen, es könnte also durchaus mal ein Nazi durchs Bild laufen. Dass das nicht der Fall ist, erscheint mir einige Jahre nach der Veröffentlichung plötzlich eine fragwürdige Leerstelle zu sein.

Kann es sein, dass ich die rechte Gewalt dieser Zeit verdrängt und vergessen oder sogar kleingeredet und beschwiegen habe? Weshalb? Die Frage kehrt immer wieder zu mir zurück. Sie ist einer der Gründe für diesen Text.

13 Kipppunkte

ALICE HASTERS Am Ende der Geschichte wurde Deutschland wiedervereinigt. Und es begann zu brennen.

Eigentlich ist das eine schlichte Wahrheit, denn die Einheit ist der Startschuss für einen Ausbruch rechter Gewalt, der die nächsten Jahrzehnte prägt. Es ist auch eine Geschichte des Versagens von Polizei und Justiz, die die Bedrohten nicht schützen, während sie die Nazis oft gewähren und straffrei davonkommen lassen. Dass Deutschland mit der Vereinigung zu brennen beginnt, ist schon angesichts der teils pogromartigen, teils Todesopfer fordernden Brandanschläge von Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen in den ersten Nachwendejahren einfach eine Tatsache. Die Gewalt war nie weg, und doch hatten Faschist:innen in Deutschland nicht zu jedem Zeitpunkt der Geschichte gleich leichtes Spiel. Es gibt Kipppunkte, an denen das Momentum seine Richtung ändert. Die deutsche Einheit war so ein Kipppunkt. Und doch ist es keine Selbstverständlichkeit, die Gleichzeitigkeit von deutscher Einheit und rechter Gewalt in einem Atemzug zu nennen. Denn im öffentlichen Narrativ ist die Einheit eine Erfolgsgeschichte.

14 Nie wieder ist jetzt

Im November 2023 findet in meiner Herkunftsstadt Potsdam ein Geheimtreffen von AfD-Mitgliedern und anderen Rechtsextremen statt, bei dem sie unter der Überschrift Remigration Pläne zur massenhaften Abschiebung oder Vertreibung von Menschen mit Migrationsgeschichte schmieden. Die Correctiv-Recherche, die das öffentlich macht, löst 2024 deutschlandweite Demos gegen rechts aus. Sonntag für Sonntag spaziere ich mit Hunderttausenden durch die Berliner Januarkälte. Bei den größten Demos in Deutschland seit dem Mauerfall lese ich immer wieder einen Satz auf den Plakaten: Nie wieder ist jetzt.

Zeichensetzend? Demonstration gegen die AfD am 14. Januar 2024 im Berliner Regierungsviertel, an der trotz Glatteis überraschend über 100.000 Menschen teilnahmen, die Veranstalter sprachen sogar von 350.000. (bpb / Holger Kulick) Lizenz: cc by-nd/3.0/de

Die Formulierung Nie wieder geht vermutlich auf jüdische Überlebende des Konzentrationslagers Buchenwald zurück. Sie zitiert die Losungen Nie wieder Krieg und Nie wieder Faschismus und ist ein Aufruf zur Verantwortung, um historische Fehler nicht zu wiederholen. Auch der Slogan Nie wieder Deutschland klingt mit, das politische Motto der Radikalen Linken, mit dem sie 1990 gegen die Wiedervereinigung demonstrierten, weil sie in der Folge das Erstarken von Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Faschismus befürchteten. Mit der Ergänzung … ist jetzt der Satz in den politischen Diskurs eingezogen, als Aufruf zum sofortigen Handeln gegen rechts.

Im Grunde ist es eine paradoxe Parole: Sie ist als Tatsache formuliert, aber als Aufforderung gemeint. Nie wieder ist jetzt bedeutet ja eigentlich: Nie wieder ist nicht jetzt, sollte es aber sein. Mein Hadern mit dem Wieder in Wiedervereinigung verbindet sich mit dem Nie wieder auf den Plakaten, wird zu dem Wort Niewiedervereinigung, das ich seither als doppeltes Fragezeichen mit mir herumtrage: Zum einen als rückwärtsgerichtete Infragestellung der deutschen Einheit als jener Erfolgsgeschichte, mit der ich aufgewachsen bin, die schon immer so vieles ausblendete und im Kontrast zu meiner Erfahrung stand. Zum anderen als vorwärtsgerichtete, utopische Überschrift, als Frage an die Gegenwart, wie wir die Zukunft gestalten wollen, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der nie wieder tatsächlich jetzt ist; eine Gesellschaft, die sich nicht als wiedervereinigt versteht, sondern als niewiedervereinigt.

15 Und warum?

»Warum wählt der Osten so rechts? Sind Sie überrascht? Was treibt die Leute in die Arme der AfD?« Das werden Ostdeutsche permanent gefragt. Und ich ertrage die Frage nicht mehr. Es ist dazu alles gesagt und geschrieben worden. Über den Zusammenhang von ostdeutschen Realitäten und Rechtsextremismus denken Menschen aus Wissenschaft, Journalismus, Kunst und Literatur seit über 30 Jahren nach. Genauso lange werden mehrere zentrale Erklärungsansätze kontrovers diskutiert: – kollektive soziale Abstiege und fortbestehende sozioökonomische Unterschiede infolge der Transformationsprozesse – demografische Entwicklungen wie Abwanderung, Überalterung und Männerüberschuss – Erfahrungen von Abwertung und Benachteiligung durch die westdeutsche Mehrheitsgesellschaft – damit einhergehende Vertrauensverluste in die Demokratie – das »Gelegenheitsfenster«, das der chaotische Nachwendeosten für rechtsextreme Akteur:innen aus Ost und West gewesen ist – fortwirkende Prägungen durch die SED-Diktatur – faschistische Kontinuitäten seit dem Nationalsozialismus. Wer ernsthaft noch nie davon gehört hat, möge zu lesen beginnen.

Ich aber habe keine Lust mehr, immer und immer wieder zu beantworten, was denn bloß die Ursache für den erstarkenden Rechtsextremismus ist. Wenn alles gesagt ist und man trotzdem immer wieder gefragt wird, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder gibt es arge Probleme mit dem Hörverständnis, oder die Frage ist ein Ablenkungsmanöver. Ich glaube, es ist Zweiteres. Das Manöver geht wie folgt: So ausgiebig über die Ursachen reden, um sich bloß nicht zu fragen, was daraus eigentlich folgen müsste. Ist bequemer. Die wieder und wieder gestellte Frage nach dem Warum ist in etwa so, als würde die Feuerwehr zu einem Hausbrand anrücken und erst mal gründlich über die Brandursache philosophieren, anstatt mit den Löscharbeiten zu beginnen.

MAX CZOLLEK manche stehen schon in flammen / andere riechen nicht einmal den rauch

16 Der Boden der Tatsachen

Auf dem Boden folgender Tatsachen stehe ich und diskutiere nicht mehr: Ja, es gab Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt in der DDR. Ja, das wussten auch die staatlichen Behörden, haben es aber beschwiegen und vertuscht, weil es nicht ins antifaschistische Selbstbild passte. Nein, rechte Gewalt ist kein bloß ostdeutsches Problem. Ja, es wird gerne und zu Unrecht in den Osten abgeschoben. Ja, ab 1990 kamen westdeutsche Nazis in den Osten und hatten freie Bahn bei der Errichtung ihrer Strukturen. Ja, die AfD wurde in Westdeutschland gegründet und ihre Elite ist westdeutsch dominiert. Ja, die Zustimmung zur AfD ist im Osten höher als im Westen. Nein, nicht alle Ostdeutschen sind rechts. Nein, die DDR war kein weißes Land, in dem bis 1990 noch nie jemand Migrant:innen gesehen hatte, unter anderem lebten dort sogenannte Vertragsarbeiter:innen; die meisten kamen aus Algerien, Kuba, Mosambik und Vietnam. Ja, die deutsche Einheit bedeutete einen massiven Ausbruch rechter Gewalt. Nein, das heißt nicht, dass es davor, danach und andernorts keine gegeben hätte. Und nein, die Gewalt zu thematisieren, ist auch keine Nestbeschmutzung. So. Können wir jetzt bitte weitermachen.

17 Die Neunziger sind zurück

Die Neunziger sind zurück, das heißt nicht nur Buffalos mit Schlaghosen, das heißt auch Brutalos mit Baseballschlägern. Während ich diesen Text schreibe, werden Hakenkreuze an Fassaden geschmiert und Steine in Fenster geschmissen.

Vermehrt werden im Osten wieder Anschläge gegen Andersdenkende registriert, ähnlich wie Anfang der 90er Jahre. Polizeibeamte in Cottbus sichern während einer Mahnwache ein alternatives Jugendprojekt, gegen das es in der Nacht zum 2. Juli 2026 einen vermutlich rechtsextrem motivierten Brandanschlag gab. (© picture-alliance/dpa, Frank Hammerschmidt)

Während ich diesen Text schreibe, fliegen Brandsätze, fallen Schüsse. Auf queere Bars, selbstverwaltete Kulturzentren, linke Jugendclubs, antirassistische Vereine. Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship, alle 12 Minuten begeht ein Rechter eine Straftat, alle 13 Minuten möchte ich kotzen. Sind die Neunziger zurück? Ja, wegen der steigenden Fallzahlen und der Alltäglichkeit der Gewalt. Und nein, denn es ist viel schlimmer als in den Neunzigern, jetzt haben die Rechtsextremen eine ernstzunehmende parlamentarische Repräsentation. Die NPD kam in den Neunzigern auf Bundesebene nicht mal in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde, jetzt konkurriert die AfD mit der CDU um den ersten Platz. Die NPD konnte man nicht verbieten, weil sie zu klein war, die AfD kann man nicht verbieten, weil sie zu groß ist, was bedeutet, dass man rechtsextreme Parteien nicht verbieten kann, was bedeutet, dass wir die Gewalt auf der Straße zurückbekommen und diesmal in den Institutionen dazu.

18 Emotrouble: Wut (Alle sind schuld)

Ich bin wirklich sauer, dass ich dieses Buch schreiben muss. Ich wollte niemals eine politische Essayistin werden. Ich bin dafür gar nicht ausgebildet. Ich komme auch nicht aus einem Elternhaus, in dem es an der Tagesordnung war, über Politik zu sprechen. Ich mache hier nicht das, was ich am besten kann oder was mir leichtfällt. Ich mache hier das, was ich am dringendsten erledigen muss, um die politische Depression in den Griff zu kriegen. Und ich bin verdammt wütend, dass es so dringend geworden ist. Alle, und zwar wirklich alle, sind schuld daran, dass ich dieses Buch schreiben muss. Ist mir egal, ob wir im Einzelnen immer schon gegen Nazis und die AfD waren oder was anderes gewählt haben oder im Kleinen gegen rechts gekämpft haben. Noch mal: Wir haben es in Deutschland zum dritten Mal nicht hinbekommen, nach dem Nationalsozialismus eine antifaschistische Gesellschaft einzurichten, die diesen Namen verdient. Und es ist mir wirklich egal, wie gut unsere Gründe dafür sind. Als verblühte Landschaft interessiere ich mich nicht für Rechtfertigungen. Es geht um die Anerkennung eines fundamentalen Scheiterns.

19 Das hier ist mein Buch

Wütend zu sein, hat mich eine Depression erst mit Ende 20 gelehrt, und ich bin noch immer eine Anfängerin. Dass Depression nach innen gekehrte Wut ist, ist eine Einsicht, die ich zu 100 Prozent teile. Und ich geh sicher nicht noch mal sehenden Auges in die Psychiatrie, bloß weil Wut so verpönt ist, bloß weil man Wut nicht rauslassen soll, vor allem nicht als Frau, vor allem nicht als Ostdeutsche. Lieber bilde ich ein paar wütende, ungerechte, angreifbare Sätze, als das noch mal zu erleben. Ja, das hier ist therapeutische Literatur. Get over it.

Apropos get over it: Ich gendere in diesem Buch, und ich gendere auch beim Sprechen. Und ich mache damit mindestens so lange weiter, wie das an einer einzigen öffentlichen Institution dieses Landes verboten ist. Und nein, nur weil ich gendere, heißt das nicht, dass ich Sie auch dazu zwingen will. Machen Sie, was Sie wollen, aber das hier ist mein Buch, und hier mache ich, was ich will. Apropos was ich will: Dieser Text ist mal Anklage, mal Verteidigung, mal Geständnis, mal Urteil. Dieser Text ist mein Prozess. Dieser Text ist genau so zärtlich, nachdenklich, jammerig oder wütend, wie ich das gerade für richtig halte. Man bleibe mir bitte fern mit diesem Bedürfnis nach, nun ja, innerer Einheit.

Die nebenstehenden Textauszüge sind dem Buch "Niewiedervereinigung" von Paula Fürstenberg entnommen, das am 3. September 2026 im Kölner KiWi erschienen ist.

Zitierweise: Paula Fürstenberg, „Ich will die DDR auf keinen Fall zurück“, in: Deutschland Archiv vom 04.09.2026. Link: www.bpb.de/581113. Dieser Buchauszug ist mit freundlicher Genehmigung der Autorin und des Kölner Verlags Kiepenheuer & Witsch dem 2026 erschienenen Buch „Niewiedervereinigung“ von Paula Fürstenberg entnommen. Hier abgedruckt wurde das erste Kapitel "Ich will die DDR auf keinen Fall zurück". Alle im Deutschlandarchiv veröffentlichten Beiträge sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte. (hk)

Ergänzend:

Matthias Brandt, Interner Link: "Nein sagen", DA vom 26.6.2026.

Aron Boks und Lucia Licia, "Interner Link: Und keiner hat Recht", DA vom 9.9.2025.

Magnus Brechtken, "Interner Link: Viele Westdeutsche haben inzwischen die Nase voll", DA vom 28.8.2026.

Christoph Hein, Interner Link: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos", DA vom 12.04.2025.

Annette Simon, Interner Link: Die sozialpsychologische Seite der Zukunft, DA vom 30.9.2022

Marko Martin, Interner Link: "Erinnerungslandschaften, zerklüftet", DA vom 2.9.2925.

Marieke Reimann, Interner Link: Ein Foto, das Saarland und kein Osten, DA vom 25.10.2025.

Nine-Christine Müller, Interner Link: Ostwärts hören: Gespräche über ostdeutsche Identitäten, DA vom 30.7.2025.

Raj Kollmorgen, Interner Link: Zerrbilder. Dirk Oschmanns Erfindung des Ostens, DA vom 1.2.2025.

Thomas Bärsch, Interner Link: Helmut Kohls Schulterzucken, DA vom 10.7.2026.

Interner Link: Ossi? Wessi? Geht's noch? Drei Perspektiven von Antonie Rietzschel, Christian Bangel und Johannes Nichelmann, DA vom 3.10.2023.

Joachim Gauck, Interner Link: 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten, DA von 2.10.2025.

Interner Link: Mehr Osten verstehen. 80 Autoren und Autorinnen über (Ost)Deutschlands Weg. Zwei e-books herausgegeben vom Deutschland Archiv, online seit 3.9.2024.

Steffen Mau, Interner Link: Wir können uns eine "Lega West" genauso wenig leisten wie eine Ostdeutschtümelei, DA vom 2.9.2026.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Paula Fürstenberg, Jahrgang 1987, wuchs in Potsdam auf und studierte am Schweizerischen Literaturinstitut sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2016 erschien ihr Debütroman »Familie der geflügelten Tiger«, 2024 ihr zweiter Roman »Weltalltage«. Für ihre Arbeit wurde sie mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet. Neben der Tätigkeit als Schriftstellerin ist sie auch als Kuratorin, Lehrende, Herausgeberin und in verschiedenen künstlerischen Kollektiven tätig. Aktuell ist sie Jurymitglied für den Internationalen Literaturpreis und tourt mit der literarischen Girlband No Scribes. Seit 2011 lebt Paula Fürstenberg in Berlin und Brandenburg.