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„Vielleicht sind wir erst am Anfang des Krieges“ | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Wie konnte das geschehen? „Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“ Ein Hauptquartier der DDR-Opposition: Die Ost-Berliner Umweltbibliothek Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 34 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Helmut Kohls Schulterzucken "Viele Westdeutsche haben mittlerweile die Nase voll" Wir können uns eine "Lega West" genauso wenig leisten wie eine Ostdeutschtümelei Ich will die DDR auf keinen Fall zurück Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Die Trainer der SED Der Osten ist nicht verloren Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2026 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ „Vielleicht sind wir erst am Anfang des Krieges“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. 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„Vielleicht sind wir erst am Anfang des Krieges“ Ein Gespräch mit Siegbert Schefke über die Fortsetzung der Leipziger Bürger/-innenreise nach Kyjiw 2026

Susanne Tenzler-Heusler Siegbert Schefke

/ 14 Minuten zu lesen

Vor einem Jahr reisten sechs ehemalige Leipziger Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler erstmals zum Unabhängigkeitstag nach Kyjiw. Jetzt wiederholten fünf von ihnen ihren Besuch bei zivilgesellschaftlichen Gruppen, mit beklemmenden Wahrnehmungen angesichts des sich weiter ausdehnenden Krieges. Und ein Ende scheint nicht absehbar. Thema Nummer eins diesmal war die Vorbereitung auf den Winter.

"Eine Stadt muss auch unter Beschuss funktionieren." Rauchwolke nach einem Luftangriff auf Kyjiw am 8. Septmber 2026. (© picture-alliance, Anadolu | Danylo Antoniuk)

Unsere erste Reise nach Kyjiw, an sich schon ungewöhnlich, sorgte auch deshalb vor einem Jahr für Aufmerksamkeit, weil es keine klassische Delegationsreise war. Organisiert hatte sie die Stiftung Friedliche Revolution. Für die Stiftung knüpft die Unterstützung der ukrainischen Zivilgesellschaft an die Leipziger Erfahrungen von 1989 und das Eintreten für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung an. Die Gruppe wollte nicht nur aus der Ferne Solidarität erklären, sondern Menschen treffen und die seit 1961 bestehende Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Kyjiw zivilgesellschaftlich mit Leben füllen. Unser Reisebericht 2025 im Deutschland Archiv hatte den Titel: Interner Link: „Nicht abwenden“. Und diese Bitte gilt nach wie vor eindringlich.

Erneut fuhr fast dieselbe Gruppe mit der Bahn nach Kyjiw: Gesine Oltmanns und Regina Schild von der Externer Link: Stiftung Friedliche Revolution, Beate Mitzscherlich von der Initiative „Externer Link: EuropaMaidanLeipzig“, die Leipziger Stadträtin Gesine Märtens und der Journalist Siegbert Schefke. Ich selbst konnte die Gruppe diesmal nicht begleiten.

Nach der Rückkehr drängte sich ein Vergleich auf. Viele Orte waren dieselben, manche Gesprächspartner ebenfalls. Doch schon beim ersten Eindruck fehlte etwas: Im Sommer 2025 hatten junge Menschen noch auf der Straße getanzt, und unter dem Maidan spielten Musiker. Ein Jahr später fand die Leipziger Delegation eine stillere Stadt vor – mit mehr sichtbaren Versehrten, leeren Restaurants und Läden und einer deutlich gedrückteren Stimmung. Unter anderem darüber habe ich mit Siegbert Schefke gesprochen, auf folgendem Bild ist er in der Mitte der Gruppe mit Kyjiws Bürgermeister Validmir Klitschko zu sehen. Vor 37 Jahren am 7. Oktober 1989 hatte Schefke heimlich mit einem Freund jene Interner Link: Videoaufnahmen gemacht, die erstmals Massenproteste in Leipzig gegen das SED-Regime dokumentierten und nach ihrer Verbreitung via Westfernsehen das Ende der DDR einläuteten.

Kyjiws Bürgermeister Vladimir Klitscho (l.) beim Empfang der Gäste aus Leipzig Ende August 2026, beim Lesen eines mitgebrachten Briefs des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung. (© Siegbert Schefke)

Susanne Tenzler-Heusler: Bevor wir über Kyjiw sprechen: Ihr hattet eine schwierige Rückreise. An der ukrainisch-polnischen Grenze standet ihr rund fünf Stunden, sämtliche Zuganschlüsse waren danach weg.

Siegbert Schefke: Wir wussten nicht, warum es nicht weiterging und machten uns Sorgen. Glücklicherweise kein Beschuss, denn auch Eisenbahnzüge geraten inzwischen gezielt ins Visier. Der Bahnhof lag nur zwei Kilometer entfernt, trotzdem konnten wir natürlich nicht einfach loslaufen. In Polen verlangte zum Glück niemand neue Fahrkarten, sie ließen uns trotz der verpassten Verbindungen weiterfahren. In Deutschland mussten wir dann für alle drei Teilstrecken neue Tickets lösen. Nach diesen Tagen war das eine ziemlich abrupte Rückkehr in den deutschen Alltag.

Bei eurem Besuch in Kyjiw vor einem Jahr im August 2025 war trotz des Krieges überall der Versuch zu spüren, ein Stück normales Leben festzuhalten. Junge Menschen tanzten auf der Straße, am Unabhängigkeitstag waren Familien unterwegs. Ist das noch so?

Das war für mich der deutlichste Unterschied. Natürlich war der Krieg auch vor einem Jahr überall präsent: durch Alarm, Gedenkorte, Versehrte und zerstörte Häuser. Trotzdem zeigte die Stadt damals eine andere Grundstimmung. Diesmal habe ich niemanden draußen tanzen sehen. In der Unterführung, in der vor einem Jahr Musiker gespielt hatten, war es still. Viele Geschäfte waren leer, manche geschlossen; auch Restaurants, die ich vom Vorjahr anders in Erinnerung hatte, hatten kaum Gäste. Die Menschen wirkten auf mich ernster und erschöpfter. Das ist ein persönlicher Eindruck, keine Messung der Stimmung einer Millionenstadt. Aber im Vergleich zu 2025 markant.

Hat man diesen Unterschied auch am Unabhängigkeitstag gemerkt? Im vergangenen Jahr war der 24. August einer der belebtesten Tage?

Diesmal war es am Maidan auffallend leer. Ein wichtiger Grund ist, dass Feiertage während des Kriegsrechts nicht automatisch arbeitsfrei sind. Der Unabhängigkeitstag bleibt natürlich Nationalfeiertag, aber viele Menschen gehen lieber arbeiten, aus Verantwortung und um sich abzulenken. In diesem Krieg ist niemandem mehr zum Feiern zumute. Vor einem Jahr hatten wir große Menschenansammlungen erlebt; diesmal fehlte vieles davon.

Was hat sich für dich jenseits dieser sichtbaren Leere am drastischsten verändert?

Wie stark der Krieg inzwischen bestimmt, wo und wie Menschen wohnen. Mehrere Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen haben uns erzählt, dass Wohnungen in den unteren Etagen gefragter sind. Bei Alarm eilen viele nach unten – in Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen oder Treppenhäuser. Eine Frau sagte ganz nüchtern: „Beim Alarm gehen wir runter in die erste bis dritte Etage und versuchen, irgendwie zu schlafen.“ Dann lächelte sie und ergänzte: „So lernen wir uns im Haus immer besser kennen.“

International kaum noch wahrgenommen: Bombenschaden in Kyjiw am 8. September 2026, sieben Menschen hatte dieser russische Angriff das Leben gekostet. (© picture-alliance, inhua News Agency | Peter Druk )

Dazu kommt die Abhängigkeit von Strom und Aufzügen. Fällt in einem Hochhaus länger der Strom aus, geht es nicht nur um Licht. Pumpen funktionieren nicht, oben fehlt Wasser, der Aufzug steht. Für ältere oder gehbehinderte Menschen kann schon der Weg aus einem oberen Stockwerk zum Problem werden. Und im Winter kommt die fehlende Heizung hinzu. Deshalb wurde uns auch von einem stärkeren Interesse an kleineren Häusern in Randlagen berichtet, die sich notfalls mit Holz beheizen lassen. Solche Überlegungen sagen viel darüber, wie weit der Krieg in den Alltag vorgedrungen ist.

Über den kommenden Winter wurde offenbar bei fast jedem Termin gesprochen?

Diese Sorge war viel präsenter als noch vor einem Jahr. In Kyjiw stehen zahlreiche Generatoren, doch sie versorgen nur einzelne Gebäude oder Betriebe, keine ganzen Hochhausviertel. Werden Energieanlagen erneut schwer getroffen, betrifft das Heizung, Wasser, Abwasser und Versorgung zugleich. Selbst eine Lücke im Supermarkt wird dann anders wahrgenommen, zumal Angriffe immer häufiger auch Geschäften gelten. Dabei wächst auch die Sorge, dass Lebensmittel fehlen werden. Da wird eine Bäckerei, eine Back-Fabrik, zerstört, die bis dahin täglich 100 000 Toastbrote produziert hat. Und schon ist das Regal im Supermarkt leer, und das erzeugt noch mehr Unruhe und Angst. Der Winter ist deshalb kein fernes Thema, sondern etwas, auf das sich Organisationen und Kommunen schon den ganzen Sommer vorzubereiten versuchten.

Ihr hattet auch ein Treffen mit Olena Voichyk von Caritas Ukraine, einem landesweiten Hilfenetz mit rund 100 lokalen Organisationen; seit Beginn der Vollinvasion verbindet es Nothilfe mit längerfristiger sozialer Unterstützung. War der Winter 2026/27 auch dort vorherrschendes Thema?

Dort wurde es sehr konkret: Wie versorgt man ältere Menschen, wenn Strom und Heizung ausfallen? Wie organisiert man Hilfe oder eine Evakuierung, wenn Aufzüge nicht funktionieren? Wir hatten drei Starlink-Geräte aus Deutschland dabei. Als wir eines bei der Caritas aus dem Karton holten, war die Freude riesig. Da merkt man, welche Dinge für eine Hilfsorganisation plötzlich einen ganz anderen Wert bekommen.

Die Leipziger Delegation mit einem ihrer Gastgeschenke, einem Starllnk-Empfänger.

Ein weiteres dieser Geräte um Satelliten-Internet zu empfangen ging an Skhid SOS. Die 2014 in Luhansk gegründete Organisation evakuiert Menschen aus frontnahen und besetzten Gebieten und unterstützt besonders ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen. Wir hatten dieses Team schon 2025 getroffen. Mich hatte damals vor allem beschäftigt, wie jung viele der Frauen dort sind: etwa 20 bis 25 Jahre alt. Manche könnten vom Alter her unsere Töchter sein. Daran musste ich diesmal wieder denken. Du sitzt einer jungen Frau gegenüber und könntest mit ihr genauso über ein Konzert oder eine Verabredung sprechen. Stattdessen erzählt sie, wie Menschen aus gefährdeten Gebieten herausgeholt werden oder was passiert, wenn ein Kollege bei dieser Arbeit stirbt. Dann denke ich an unsere Töchter: Die studieren, treffen Freunde, sitzen vielleicht im Café. Und hier beschäftigt sich eine Gleichaltrige mit Evakuierungen und damit, wie Menschen den Krieg überleben.

Schon im vergangenen wuchs der Eindruck, dass Frauen einen großen Teil des sichtbaren Alltags tragen. Hat sich das noch verstärkt?

Für mich ja. Frauen arbeiteten auf Baustellen, bei der Straßenreinigung, in Hotels, Geschäften und Organisationen. Auch in Restaurants waren es häufig sehr junge Frauen. Im Zug nach Kyjiw war ich über lange Strecken praktisch der einzige Mann; an der Grenze sah ich vor allem Mütter mit Töchtern. Natürlich leben und arbeiten auch Männer in Kyjiw, doch ihre Abwesenheit in bestimmten Altersgruppen fällt stärker auf als noch vor einem Jahr. Da definiert sich Fachkräftemangel ganz anders.

Denys Trubezkoj, auf der Krim geboren und seit Jahren als freier Journalist in Kyjiw tätig, berichtet für zahlreiche deutschsprachige Medien über ukrainische Politik und Gesellschaft. Die Gruppe hatte ihn 2025 bereits getroffen. Damals sprach er sehr nüchtern über Mobilisierung, gesellschaftliche Spannungen und einen Zermürbungskrieg, dessen Ende nicht abzusehen sei. Wie klang er dieses Mal?

Noch ernster. Ein Satz aus diesen Tagen ist bei mir hängen geblieben: „Vielleicht sind wir erst am Anfang des Krieges.“ Wenn du das nach mehr als vier Jahren Vollinvasion hörst, erschreckt dich die Vorstellung, was damit gemeint sein könnte. Denys sprach außerdem darüber, dass Frauen künftig eine noch größere Rolle im Militär spielen könnten. Er verwies auf die zunehmende Bedeutung von Drohnen und darauf, dass deren Steuerung andere körperliche Anforderungen stellt als die klassische Infanterie. Er hält deshalb langfristig auch eine Ausweitung militärischer Pflichten auf Frauen für möglich. Das ist seine Einschätzung und Sorge, keine beschlossene ukrainische Politik.

"Wie ein improvisierter Friedhof". Der Leipziger Journalist Siegbert Schefke "mit beklemmendem Gefühl" auf dem Gedenkort für die Gefallenen am Maidan in Kyjiw, fotografiert Ende August 2026. (© Regine Schild)

Wenn in so vielen Bereichen Männer fehlen, wird die Ursache dafür zugleich immer sichtbarer. Ihr habt schon unterwegs von mehr Versehrten berichtet als 2025.

Vielleicht habe ich diesmal bewusster darauf geachtet, aber ich sah auffallend viele Menschen mit Prothesen, Männer ohne Arm oder Bein. Bei dem internationalen Forum „35 Years of Faith and Freedom“ stand ein ukrainischer Veteran mit Beinprothesen auf der Bühne und erzählte davon, wie der Krieg sein Leben von einem Tag auf den anderen verändert hatte. Auch der Gedenkort auf dem Maidan ist gewachsen. Zwischen den Gedenk-Fotos von Gefallenen und Fahnen fielen mir Zeichen aus Großbritannien, der Schweiz und der Türkei auf; sie erinnern an Ausländer, die auf ukrainischer Seite gekämpft haben und ums Leben kamen.

Vor einem Jahr sagtest du: „Der Krieg ist immer da, aber das Leben auch.“ Wenn ich dir jetzt zuhöre, scheint sich dieses Verhältnis verschoben zu haben?

So habe ich es erlebt. Vor einem Jahr musste man an manchen Stellen genau hinsehen, um Kriegsschäden zu entdecken. Diesmal war ich viele Kilometer zu Fuß unterwegs. Dabei fielen mir häufiger durch Beschuss beschädigte Häuser auf und mehr Gebäude, deren Fenster und Fassaden mit Platten verschlossen waren, oder Denkmäler, die zum Schutz eingepackt worden waren. Manche Straßen und Parks wirkten weniger gepflegt. Nicht überall und nicht dramatisch – aber im Vergleich zum Vorjahr spürte ich stärker, dass Geld, Personal und Kraft fehlen.

Auch zivilgesellschaftliche Angebote leiden darunter. Bei Jugendprojekten wurde das besonders greifbar. Ein Jugendzentrum braucht Räume, Personal und Geld. Wenn eine Familie aus dem Osten geflohen ist und mehrere Generationen zusammen in einer Notunterkunft leben, kann so ein Ort enorm wichtig sein: um Hausaufgaben zu machen, Freunde zu treffen oder einfach einmal nicht mit der ganzen Familie in einem Zimmer zu sitzen. Gleichzeitig fehlen Lehrer und geeignete Räume; deshalb spielt Onlineunterricht eine immer größere Rolle, solange der Strom nicht ausfällt.

Darüber habt ihr mit Olena Podobed-Frankivska von der Nationalen Ukrainischen Jugendvereinigung (NUMO) gesprochen, einem ukrainischen Dachverband von Jugendorganisationen. Eine 2026 veröffentlichte NUMO-Studie zeigt, wie offen die Zukunft für viele junge Menschen ist: 26 Prozent der Befragten wissen noch nicht, in welchem Land sie ihr weiteres Leben aufbauen möchten. Wie spricht man unter diesen Bedingungen über Rückkehr und Wiederaufbau?

Olena war erstaunlich zuversichtlich. Sie sagte sinngemäß: Nach dem Krieg muss das Land aufgebaut werden, und dafür braucht die Ukraine gerade auch diejenigen, die heute im Ausland leben. Viele lernen dort Sprachen, studieren, sammeln Erfahrungen und kennen andere Gesellschaften. Dieses Wissen kann später wichtig sein. Bei den jungen Leuten, die wir getroffen haben, hatte ich nicht den Eindruck, dass sie ihr Land einfach aufgeben. Aber natürlich kann heute niemand seriös sagen, wer in einigen Jahren zurückkehren wird.

Mit Oksana Prodan habt ihr anschließend über die kommunale Ebene gesprochen. Sie ist Beraterin des Vorsitzenden der Association of Ukrainian Cities. Der 1992 gegründete Verband vertritt heute 1.092 Gemeinden und war an der ukrainischen Dezentralisierungsreform maßgeblich beteiligt; seit 2022 beschäftigen ihn zusätzlich Evakuierung, Versorgung, Wiederaufbau und die Vorbereitung der Kommunen auf die Heizperiode. Auf dem Papier klingt „kommunale Selbstverwaltung“ zunächst technisch. Was bedeutet das in einem Land im Krieg?

Eine Stadt muss auch unter Beschuss funktionieren. Die Wasserversorgung darf nicht zusammenbrechen, Abfall muss abgeholt, Unterricht organisiert und Binnenvertriebene müssen untergebracht werden. Nach Angriffen kommen Reparaturen und Wiederaufbau hinzu. Dafür brauchen Kommunen Handlungsspielraum. In dem Gespräch wurde deutlich, warum die Dezentralisierung für die Widerstandsfähigkeit des Landes so wichtig geworden ist. Auch unser Gesprächspartner Oleksandr Solontai beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Dezentralisierung und kommunaler Entwicklung im Zuge von Städtepartnerschaften. Heute leitet er die Organisation Agency for Recovery and Development und arbeitet an Entwicklungs- und Wiederaufbaustrategien ukrainischer Gemeinden. Für ihn war die entscheidende Frage, ob eine Partnerschaft über offizielle Besuche hinaus Beziehungen schafft, die im Ernstfall tragen. Kennen sich Verwaltungen, Vereine, Schulen und Initiativen? Gibt es Menschen, die einander direkt anrufen können? Im Krieg zeigt sich, ob eine Städtepartnerschaft nur auf dem Papier existiert oder daraus ein belastbares Netzwerk geworden ist.

"Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich der Wert kommunaler Partnerschaften, menschlicher Begegnungen und gegenseitiger Unterstützung". Aus dem Brief des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung an Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko im Sommer 2026, überbracht von ehemaligen Leipziger Bürgerrechtlern und Bürgerrechtlerinnen. (© Stadt Leipzig)

Leipzig und Kyjiw sind bereits seit 1961 Partnerstädte. Seit Beginn der russischen Vollinvasion hat Leipzig unter anderem Feuerwehrfahrzeuge, Generatoren sowie medizinische und zivile Hilfsgüter geschickt. Diesmal gab Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) der Bürgerdelegation einen Brief an Vitali Klitschko mit...

Klitschko schaute in die Mappe und sagte sofort: „Oh, von Burkhard.“ Das war ein kleiner Moment, aber er hat viel erzählt. Da stand nicht der Name irgendeines deutschen Oberbürgermeisters unter einem offiziellen Schreiben. Man merkte, dass sich die beiden kennen und dass diese Verbindung für ihn etwas bedeutet.

Die Leipziger Bürgerrechtlerin und politische Bildnerin Gesine Oltmanns hat die Bürgerreise wie schon 2025 organisiert. Die Stiftung Friedliche Revolution versteht ihr heutiges Engagement ausdrücklich als Fortsetzung der Erfahrungen von 1989: Demokratie, Selbstbestimmung und zivilgesellschaftliche Verantwortung sollen nicht nur erinnert, sondern praktisch gelebt werden. Bei solchen Reisen bleibt trotzdem die Frage: Was bewirken fünf Menschen aus Leipzig tatsächlich?

Wir beenden damit keinen Krieg, und wir retten dort auch nicht die Welt. Aber wir können hinfahren, zuhören und vor allem wiederkommen. Einer unserer Gesprächspartner sagte: „Euer Besuch ist ein Zeichen dafür, dass wir nicht alleine bleiben.“ Beim ersten Besuch kann man noch denken: Da kommt eben einmal eine Gruppe. Beim zweiten Mal entsteht etwas anderes. Die Menschen sehen, dass der Kontakt nicht nach ein paar Tagen wieder abbricht.

Ein solcher Kontakt führt auch über das Deutsche Haus Kyjiw. Das Kultur- und Bildungszentrum für Interessierte an der deutschen Sprache arbeitet eng mit dem Bildungs- und Informationszentrum BIZ-Ukraine zusammen; Ansprechpartnerin Ljudmyla Kowalenko-Schneider organisiert seit Jahren Sprach-, Bildungs- und Jugendprojekte. Welche Rolle spielte dieser Termin für die Leipziger Verbindung?

Dort ging es um konkrete Projekte von Leipzig und Kyjiw. Gerade solche Einrichtungen halten Kontakte dauerhaft am Leben. Eine Städtepartnerschaft besteht eben nicht nur aus den Terminen zweier Bürgermeister. Sie lebt davon, dass Menschen und Institutionen über Jahre miteinander arbeiten – und im Krisenfall wissen, wen sie ansprechen können.

Überraschend nahbar. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beim "National Prayer Breakfast" im August 2026 mit rund 1.500 Gästen, darunter die Leipziger Bürgerdelegation. (© Siegbert Schefke)

Am 23. August 2026 nahm die Delegation auf Einladung des ukrainischen Präsidentenbüros am "National Prayer Breakfast" teil. Mehr als 1.500 Menschen kamen zusammen, darunter 670 ausländische Gäste aus 17 Ländern. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach ebenso wie internationale Staats- und Regierungsvertreter. Du hast danach überlegt, wie leicht Bilder aus einem solchen Saal von außen missverstanden werden können.

Der Termin war sehr offiziell und festlich. Auf einem Foto sieht man einen großen Saal, ein Bankett, gut gekleidete Menschen. Aus Deutschland betrachtet, kann daraus schnell ein falscher Eindruck entstehen. Aber ein angegriffenes Land hört nicht auf, Staat zu sein. Es gibt diplomatische Treffen und Gedenkveranstaltungen, während Hilfsorganisationen überlegen, wie sie Menschen durch den Winter bringen. Man muss beides sehen. Auf der Bühne sprach ein Mann mit Beinprothesen darüber, wie sich auch sein Alltag verändert hat. „Aber wir sind keine Bittsteller“, sagte er stolz, mit der Hand auf der Brust. Diese Rede hat mich extrem beeindruckt.

Genau diese Gleichzeitigkeit hatte uns 2025 so beschäftigt. Damals stand neben der Trauer aber noch auffallend viel Lebensfreude.

Davon habe ich diesmal deutlich weniger gespürt.

Auch am Maidan?

Der Gedenkort für die Gefallenen ist noch größer geworden. Wo vor einem Jahr bereits Tausende Gedenkfotos und Fahnen standen, hat sich die Fläche beträchtlich ausgedehnt. Noch mehr Namen und Bilder sind hinzugekommen. Dieses Feld hat mich extrem beeindruckt, wie ein improvisierter Friedhof; daneben demonstrieren nach wie vor Mütter, Frauen und Schwestern, die seit Monaten oder Jahren nichts über das Schicksal ihrer Angehörigen wissen. Wir haben dort wieder einen Kranz niedergelegt. Mit einem beklemmendem Gefühl.

Trauernde Familienangehörige eines im Krieg getöteten Kolumbianers im Sommer 2026 auf dem Maidan. (© Siegbert Schefke)

Wer nach Kyjiw fährt, muss die Gefahr abwägen. Das galt schon 2025 und gilt heute erst recht. Warum sollte man trotzdem solche Bürgerreisen machen?

Ich würde niemandem leichtfertig raten, in ein Kriegsgebiet zu reisen. Das muss jeder selbst abwägen. Aber es macht einen Unterschied, ob wir aus der Ferne über die Ukraine sprechen oder den Menschen dort begegnen. Eine Gesprächspartnerin sagte uns, sie spüre die internationale Unterstützung weiterhin und würde sich zugleich über Freiwillige freuen, die tatsächlich kommen und helfen. Nicht an der Front. Auch denken wir bei Unterstützung oft nur an Geld, Fahrzeuge oder Technik. Offenbar zählt aber auch, dass Menschen auftauchen und den Kontakt nicht abreißen lassen.

Vielleicht wird gerade das mit jedem weiteren Kriegsjahr schwieriger: nicht nur einmal hinzusehen, sondern den Kontakt auszuhalten und fortzusetzen.

Die Menschen merken sehr genau, ob sie irgendwann nur noch eine Nachricht unter vielen sind.

Kaum wart ihr wieder zu Hause, kam schon eine Nachricht aus Kyjiw…

In der Nacht hatte es dort fast fünf Stunden Luftalarm gegeben. Im Chat schrieb jemand mit schwarzem Humor, nun flögen wieder die Raketen auf Kyjiw, die „Geiseln“ seien schließlich abgereist. Während des Unabhängigkeitstages waren viele internationale Gäste in der Stadt; sie wirkten wie menschliche Schutzschilde. Manche Menschen hatten darauf gehofft, dass es deshalb für ein paar Tage ruhiger bleiben würde. Kurz vor der Abreise kaufte ich bei einer Blumenverkäuferin unseren Kranz für den Maidan. Beim Abschied sagte sie noch einen Satz, der mich auf der ganzen Rückfahrt begleitet hat: „Kommt bitte nächstes Jahr wieder. Dann können wir endlich wieder drei Tage durchschlafen.“

Wie groß ist denn in der Ukraine die Hoffnung auf wirklichen Frieden oder zumindest anhaltenden Waffenstillstand? Und endlich auch auf wieder funktionierende Diplomatie?

Hoffnung gibt es durchaus, allein schon, weil jeder dort möchte, dass dieser Krieg endet. Aber ich habe kaum jemanden getroffen, der jetzt sagt: Die Diplomatie wird das in den nächsten Wochen lösen. Dafür ist das Misstrauen zu groß und die Erfahrung zu bitter. Viele denken inzwischen in viel längeren Zeiträumen. Wenn jemand nach mehr als vier Jahren Krieg sagt: „Vielleicht sind wir erst am Anfang“, dann merkt man, wie weit entfernt ein stabiler Frieden für viele noch erscheint. Gespräche werden trotzdem sehr aufmerksam verfolgt. Entscheidend ist aus Sicht vieler Ukrainer und Ukrainerinnen, ob daraus mehr entsteht als eine kurze Pause.

Schon seit über einem Jahr ebenfalls Angriffsziel russischer Drohnen: Nachts zerstörter Intercityzug in Kyjiw am 28. August 2028. (© picture-alliance/akg, Anadolu | Danylo Antoniuk)

Aber uns begegnete auch immer wieder die Aussage: Nicht einen Quadratmeter der Ukraine werden wir Putin schenken, denn die Opfer, die wir bringen mussten, sind zu hoch. Dafür sind zu viele gestorben!

Auch ist für die Menschen in der Ukraine die Frage des Wiederaufbaus elementar. Das betrifft beschossene Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen, Fabriken, Geschäfte, Fahrzeuge, Züge, jetzt auch Bahnanlagen und die übrige Infrastruktur. Wer bezahlt all das Zerstörte und baut es wieder auf?

Zitierweise: Susanne Tenzler-Heusler im Gespräch mit Siegbert Schefke, „Vielleicht sind wir erst am Anfang des Krieges". Eine Brücke aus Leipzig nach Kyjiv, Teil II. In: Deutschland Archiv, 17.09.2026, www.bpb.de/506242. Alle Beiträge im Deutschland Archiv sind Recherchen und Sichtweisen der jeweiligen Autoren und Autorinnen, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar (hk).

Ergänzend:

Teil I: Susanne Tenzler-Heusler, Siegbert Schefke, Interner Link: "Nicht abwenden", DA 12.11.2025.

Marko Martin, Interner Link: Wann, wenn nicht jetzt? DA vom 24.1.2026.

Wolf Biermann, Interner Link: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“, DA vom 15.11.2025

Karl Schlögel, "Interner Link: Gestrandet auf der Sandbank der Zeit: oder wie man lernt, sein Russlandbild neu zusammenzusetzen", DA vom 24.2.2025

Weitere Texte zum Thema Interner Link: "Krieg und Frieden" im Deutschland Archiv.

MEDIATHEK: Siegbert Schefke,Interner Link: Schlüsselmoment der Geschichte: Der 9. Oktober 1989 in Leipzig.

Susanne Tenzler-Heusler, Interner Link: Warum Leipzig?, DA vom 28.8.2026.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Die studierte Germanistin, Rechts- und Kommunikationswissenschaftlerin Susanne Tenzler-Heusler war von 2002 bis 2009 Pressesprecherin der Leipziger Buchmesse. Seit September 2009 arbeitet sie als freie Journalistin und unterstützt den Buchkinder Leipzig e.V. bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Siegbert Schefke war aktiver DDR-Bürgerrechtler und lebt seit 1991 in Leipzig als freier Journalist, Publizist und Fernsehjournalist für das MDR-Fernsehen. Mehrere seiner Reportagen finden sich auf Interner Link: Schlüsselmoment der Geschichte: Der 9. Oktober 1989 in Leipzig sowie Externer Link: https://siegbert-schefke.de/videos/. Im Frühsommer 2019 erschien in Berlin sein Buch "Als die Angst die Seite wechselte - Die Macht der verbotenen Bilder".

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