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Objekte erzählen Geschichte(n) | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" Vor 60 Jahren: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Wie konnte das geschehen? „Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 34 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Helmut Kohls Schulterzucken Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Die Trainer der SED Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2026 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Ein Fenster zur Welt öffnen. Mail Art in der DDR Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Objekte erzählen Geschichte(n) Deutsch-jüdische Lebenswege zwischen Alltag, Erinnerung und Exil

Miriam Bistrovic

/ 16 Minuten zu lesen

Was bleibt, wenn Stimmen verstummen? Drei Objekte veranschaulichen, wie sich anhand von historischen Zeugnissen deutsch-jüdische Lebenswege, weibliche Handlungsmacht sowie Flucht- und Exilerfahrungen mitsamt ihrer bruchstückhaften Überlieferung sichtbar machen lassen, und eröffnen zugleich Möglichkeiten für eine multiperspektivische Erinnerungsarbeit.

Die Schokoladentassen aus Porzellan von Albert (links) und Maja Einstein (rechts) zeigen beide Porträtfotografien, auf denen die beiden im Kleinkindalter zu sehen sind. (© Kunst- und Objektsammlungen des Leo Baeck Institute – New York | Berlin)

Mehr als acht Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschiebt sich die Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden vom „kommunikativen Gedächtnis“ hin zum „kulturellen Gedächtnis“ und einer gesamtgesellschaftlich orientierten Erinnerungsarbeit. Die Überlebenden der Kindertransporte von 1938/39 werden bald die letzten sein, die uns noch persönlich von ihren Erfahrungen berichten können. Doch in nicht allzu ferner Zukunft wird auch diese unmittelbare Vermittlung von Zeugenschaft nicht länger möglich sein.

Die Aufgabe, authentisches Zeugnis von historischen Begebenheiten und Erlebnissen abzulegen, wird auf Archive, Museen und jene Institutionen übergehen, in denen die Sammlungen und Erinnerungen der letzten Überlebenden, der Verfolgten und der Ermordeten bewahrt werden. Ihre physisch greifbaren Erinnerungsstücke, das sogenannte materielle Erbe, gewinnt damit zunehmend an Bedeutung: Briefe, Tagebücher, Fotografien und persönliche Dinge treten an die Stelle der mündlichen Erzählung, ohne diese ersetzen zu können.

Diese Artefakte bewahren Spuren, doch im Gegensatz zu Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der zweiten oder dritten Generation, die narrative Erinnerung und innerfamiliäre Traumata weitertragen können, sprechen historische Objekte nicht von selbst. Erst durch Erschließung, Kontextualisierung und Vermittlung werden archivalische Artefakte zu Quellen, die historische Erfahrung zugänglich machen. Zugleich unterliegt der soziale und gesellschaftliche Rahmen, in dem diese Objekte und Archivalien vermittelt werden, seit jeher einem steten Wandel, denn jede Generation hat ihre eigenen Fragen und Bedürfnisse. Aus diesem Grund sollten weder Geschichtsschreibung noch historische Vermittlung als statisch verstanden werden, vielmehr sind es Prozesse, die stets neu zu hinterfragen und auszuhandeln sind, um neu gewonnene Erkenntnisse zu berücksichtigen, tradierte Annahmen zu prüfen und Leerstellen anzusprechen, die frühere Forschungen übersahen oder bewusst ausblendeten. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Frage, wie historische Vermittlung zukünftig aussehen kann, um diesen Voraussetzungen Rechnung zu tragen. Eine Möglichkeit, die hier anhand von drei Objekten der deutsch-jüdischen Geschichte erörtert wird, ist die objektbasierte, historische Erinnerungsarbeit. Gewählt wurden drei Objekte mit dezidiert weiblicher Perspektive aus den Sammlungen des Leo Baeck Institute - New York|Berlin: ein Ölbild Bertha Pappenheims, Schokoladentassen aus dem Hause Einstein sowie Margot, eine Puppe aus dem Besitz von Marianne Salinger.

Diese Dinge sind keine bloßen Illustrationen historischer Ereignisse. Anhand der Beschäftigung mit ihnen lassen sich Beziehungen, Praktiken und Entscheidungen darlegen. Sie verweisen auf familiäre Nähe, religiöse und soziale Selbstverständigung, auf weibliche Bildungs- und Fürsorgearbeit, auf Flucht, Verfolgung und Ermordung, aber auch auf Exil und ein Weiterleben „danach“, denn für viele Familien brach mit dem Kriegsende 1945 keine „Stunde Null“ an. Selbst wenn ihnen ein Neuanfang im Exil, in der gewählten Heimat oder nach einer Rückkehr in Deutschland gelang, blieben Verlust, Traumata und Diskriminierung in den nachfolgenden Jahrzehnten ihre ständigen Begleiter.

Auch die hier vorgestellten Geschichten bleiben fragmentarisch, zum einen, weil sie aus verstreuten Sammlungen, Nachlässen, Erinnerungen und Objektbiografien rekonstruiert werden, und zum anderen, weil diese Brüche auch die Leben ihrer Besitzerinnen prägten. Die drei Objekte haben nicht den Anspruch, eine kollektive deutsch-jüdische Geschichte zu erzählen, schließlich existiert kein derartiges Meisternarrativ. Stattdessen bieten sie vielschichtige Einblicke in deutsch-jüdische Geschichte als individuelle Geschichten und offenbaren ein polyphones Geflecht von Stimmen, Lebenswegen und Perspektiven.

Objektbiografien

In jedem Objekt vereinen sich verschiedenste Geschichten. Es gibt nicht nur Auskunft über seine Entstehungszeit, die Lebensgeschichte seiner Besitzerinnen und die soziale oder kulturelle Bedeutung, die es für sie hatte, sondern es verfügt durch seine Provenienz auch über eine ganz eigene Objektbiografie. Es wurde hergestellt, verschenkt, benutzt, vererbt, gerettet, manchmal beschädigt und repariert, bewahrt, mitunter ausgestellt oder nach konservatorischen Maßgaben archiviert. Die Vielzahl an möglichen Stationen verdeutlicht bereits die Vielschichtigkeit eines solchen Objekts, die sich in der pädagogischen Arbeit oder bei der historischen Vermittlung darstellen lässt, denn an fast jedem dieser Momente kreuzen sich individuelle Lebensläufe.

Eine objektbiografische Perspektive erlaubt es, Mikrogeschichte und Strukturgeschichte miteinander zu verbinden. Sie macht große Themen im Kleinsten sichtbar und ermöglicht dadurch, selbst komplexe Sujets wie Assimilation, Akkulturation, Emanzipation, Antisemitismus, Verfolgung oder Migration niedrigschwellig und gegenwartsnah anzusprechen, indem der Fokus auf einzelne, mitunter unscheinbare Objekte und Individuen gelegt wird und wie sich diese größeren Zusammenhänge in privaten Dingen niederschlagen. Zugleich fordert dieses Vorgehen dazu auf, nicht allein prominente Namen in den Mittelpunkt zu stellen. Die hier betrachteten Objekte unterscheiden sich in Material, Funktion und zeitlichem Horizont. Sie verweisen gleichermaßen auf berühmte und weitestgehend unbekannte Frauen, beleuchten deren Lebensgeschichten, ihr Wirken und ihre Netzwerke. Ihre Stimmen bilden keinen einheitlichen Chor, vielmehr ergänzen sie sich zu einer sowohl zeitlich als auch geografisch breiten und vielfältigen Überlieferung.

Das Portrait Bertha Pappenheims

Portrait von Bertha Pappenheim, 35 x 27 cm, Öl auf Leinwand (© Kunst- und Objektsammlungen des Leo Baeck Institute – New York | Berlin)

Die Kunstsammlungen des Leo Baeck Instituts beherbergen ein auf Leinwand gemaltes Ölbildnis von Bertha Pappenheim. In der Objektbiografie dieses relativ kleinen und in gedeckten Farben gehaltenen Gemäldes verbinden sich mehrere persönliche Schicksale mit Schlüsselmomenten der weiblichen Selbstbehauptung, der jüdischen Wohlfahrtspflege und der Zerstörung deutsch-jüdischer Lebenswelten. Pappenheim war nicht nur die als „Anna O.“ anonymisierte Patientin Josef Breuers, deren Fallgeschichte in der Rezeptionsgeschichte der Psychoanalyse eine prominente Rolle spielte. Entscheidend ist vielmehr ihr späteres Wirken als Sozialreformerin, Publizistin und Mitgründerin des Jüdischen Frauenbundes.

Nach ihrem Umzug nach Frankfurt am Main engagierte sich die geborene Wienerin in der jüdischen Wohlfahrtspflege. Sie sprach sich in Vorträgen energisch gegen den internationalen Mädchenhandel aus und forderte Fürsorge für die Betroffenen, wobei sie diese nicht als mildtätige Gabe verstand, sondern als Recht auf Schutz, Bildung, Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe:

Zitat

„Nach der landläufigen Auffassung nennen die Herren – die Damen in ihrer behaglichen Indolenz [Gleichgültigkeit] befassen sich mit so schmutzigen Dingen nicht – also die Herren in ihrer patentierten Logik sagen: ‚Die Mädchen sind schlecht, weil sie schlecht sind.‘ Nun, das ist einfach nicht wahr. […] [Die Mädchen] sind schlecht, weil die Gesellschaft sie schlecht werden ließ und ihnen, so lange sie schwankten […], nicht half, gut zu werden. Unter helfen verstehe ich natürlich keine Hilfe im Sinne von Wohltätigkeit, sondern ich verstehe darunter: Rat, Schutz, Förderung und das Zugeständnis aller rechtlichen und politischen Mittel, deren jeder Mensch, Mann und Frau, zur Aufrechterhaltung seiner physischen und sittlichen Existenz bedarf.“

Das 1907 von Bertha Pappenheim gegründete Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg, wo das Ölgemälde einst hing, wurde solch ein Safe Space. Es war Zufluchtsort, Erziehungsraum und Ausbildungsstätte für jüdische Mädchen, junge Frauen, Mütter und Kinder. Hier verdichteten sich zentrale Fragen der deutsch-jüdischen Frauenbewegung: Wie konnte jüdische Bildung unter modernen Bedingungen aussehen? Welche Verantwortung trug die Gemeinschaft gegenüber sozial gefährdeten Mädchen? Und wie ließ sich weibliche Selbstständigkeit innerhalb einer patriarchal geprägten Gesellschaft stärken? Pappenheims Arbeit zielte auf konkrete Praxis, nicht auf abstrakte Programmatik. Wie eng die Arbeit in Neu Isenburg bis zuletzt mit Pappenheims Person verknüpft war, schilderte ihre Weggefährtin Hannah Karminski: „[S]ie wussten, wie dieses Dasein uns in diesen letzten, so besonders schweren Jahren geholfen hat […], wir alle fühlten uns durch Fräulein P. beschützt. Mit unerschütterlicher Ruhe und Zuversicht, mit unbeirrbarer Strenge und Überlegenheit meisterte sie die Zeit, ihr Häuschen war Zuflucht.“

Sie begleitete Bertha Pappenheim und dokumentierte ihre letzten Lebenswochen, in denen sich erneut zeigte, dass ihr dabei das Wohl ihrer Schützlinge mehr am Herz lag als ihr eigenes. In der Annahme, eine Vorladung bei der Staatspolizei habe mit der zuvor erfolgten Vernehmung eines ihrer Zöglinge zu tun, nahm Pappenheim, bereits schwer krank und entgegen ausdrücklichem Rat ihres Arztes, die Strapazen auf sich und erschien am 16. April 1936 zur anderthalbstündigen Vernehmung. Erst im Verlauf des Verhörs wurde klar, dass sich die Denunziation nicht gegen ihren Schützling gerichtet hatte. Vielmehr hatte sie Pappenheim selbst gegolten. Nach der Vernehmung kehrte sie nach Neu-Isenburg zurück. Es war das letzte Mal, dass sie vor ihrem Tod das Bett verließ. Bertha Papenheim starb am 28. Mai 1936, umgeben von ihren Freundinnen, Wegbegleiterinnen und Schützlingen.

Hannah Karminskis Zeilen machten bereits deutlich, dass die Geschichte des Bildes nicht nur Bertha Pappenheims Geschichte umfasst. Karminski war selbst Pädagogin, Sozialarbeiterin und engagierte Vertreterin des Jüdischen Frauenbundes. Sie arbeitete in Berlin, Hamburg und Frankfurt als Kindergärtnerin und Sozialarbeiterin, wurde später Chefredakteurin der Zeitschrift des Jüdischen Frauenbundes und übernahm nach der Auflösung des Frauenbundes zentrale Aufgaben in der jüdischen Wohlfahrts- und Emigrationsarbeit der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland. Obwohl sie bereits am 10. November 1938 erstmals inhaftiert wurde, verblieb sie in Deutschland und schlug Fluchtmöglichkeiten aus, stattdessen unterstützte sie andere bei der Ausreise und half maßgeblich bei der Organisation der Kindertransporte nach England, bei denen über 10.000 jüdische Kinder und Jugendliche gerettet wurden. Hannah Karminski wurde 1942 nach Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet.

Neben Hannah Karminski führt das Bild direkt zu einer weiteren Wegbegleiterin Pappenheims: Helene Krämer, die als Pädagogin, Sozialarbeiterin und Chronistin die Erinnerung an das Wirken ihrer Mentorin bewahrte. Krämer war eine ehemalige Schülerin Pappenheims. Als Tochter im Geiste und gewünschte Nachfolgerin übernahm sie schon zu Pappenheims Lebzeiten vertretungsweise und danach dauerhaft die Heimleitung des Mädchenheims in Neu-Isenburg, dessen Zerstörung sie am 10. November 1938 miterleben musste:

Zitat

„Die Barbaren kamen mit Pechfackeln, drangen in das überfüllte Haus, schrien […]: ‚Juden heraus!‘ und keine fünf Minuten [später] war das Haus leer. Der Anführer der Horde, Ingenieur Schmidt, der im Heim die Lichtleitung legte, umringte mich, bis er die Heimkasse hatte, den armen Mädchen wurden ihre Päckchen abgenommen, mit Mühe und Not durfte ich den Schulkindern Mäntel holen. Wir standen alle, Säuglinge, die wir in Körben heraustrugen, Kleinkinder, Jugendliche und Angestellte, über eine Stunde in der kalten Winternacht im Garten bei dem grausigen Anblick des Brandes des Hauses und Knistern der alten Bäume, plötzlich erlag die elektrische Leitung, wir standen in finsterer Nacht, das Geschrei und Jammern der Kinder war so entsetzlich und herzzerreißend, dass sogar die Barbaren etwas Mitleid hatten und uns erlaubten, in ein Haus zu gehen und verlangten Geld für Kerzen. […] Das Heim brannte und glimmte noch den nächsten Tag.“

Die Schulkinder kamen in das Waisenhaus in Frankfurt, die anderen Kinder verblieben mit ihren Lehrerinnen und Betreuerinnen in Neu-Isenburg, wo das Nebengebäude notdürftig instand gesetzt wurde, um das abgebrannte Hauptgebäude zu ersetzen. Fortan bemühten sich die Mitarbeiterinnen nach Leibeskräften um die Rettung ihrer Schützlinge und ihre eigene Ausreise. Am 31. März 1942 löste die Gestapo das Kinderheim endgültig auf. Die noch verbliebenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden nach Theresienstadt deportiert. Die meisten wurden in den Konzentrationslagern Auschwitz, Ravensbrück und Majdanek ermordet.

Das Ölbild Pappenheims hingegen blieb erhalten. Helene Krämer hatte es an sich genommen. Im Jahr 1941 gelang ihr die Flucht, sie überlebte die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und wanderte über Kuba nach Amerika aus. Nach den von Herta Pineas unterzeichneten biografischen Angaben, die sich in der Helene Krämer Collection (AR 2046) im Archiv des Leo Baeck Instituts in New York befinden, vermachte Helene Krämer das Portrait ihrer Mentorin dem Institut kurz vor ihrem Tod im Jahr 1977. Zum Zeitpunkt der Schenkung war Helene Krämer 82 Jahre alt und wohnte im Pflegeheim „Daughters of Jacob“ in der New Yorker Bronx. Durch die mit ihm verbundenen Lebensgeschichten wurde das Portrait selbst zu einem Objekt der Erinnerung. Es ist ein Bild der Gründerin, gerettet von ihrer Nachfolgerin, bewahrt im Exil und schließlich einem Archiv übergeben.

Die Schokoladentasse von Maja Einstein

Angesichts der umfangreichen Literatur und zahlreichen Dokumentationen liegt die Vermutung nahe, dass bereits alles über Albert Einstein bekannt sein dürfte. Trotzdem sind diese zwei kleinen, überaus fragilen Schokoladentrinktassen eine Besonderheit. Die zierlichen Tassen, die vermutlich 1884/85 entstanden, gehören zur materiellen Kultur eines assimilierten jüdischen Bürgertums im München der 1880er-Jahre und verweisen auf die Übernahme gesellschaftlicher Traditionen, die jüdische Familien im 19. Jahrhundert mit der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft teilten.

Darüber hinaus sind sie ein Beleg für die frühe Zusammenarbeit sonst rivalisierender Unternehmen, denn trotz des Nymphenburg-Logos auf der Unterseite handelt es sich bei den Einsteintassen um Weißporzellan der Firma Hutschenreuther, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Nymphenburg mit einer speziellen Fotodrucktechnik versehen wurde. Jede Tasse ziert das Bild eines Kindes der Familie Einstein, die eine zeigt Maja, die andere ihren älteren Bruder Albert.

Schokoladentasse von Maja Einstein, Porzellan und Blattgold, ca. 1884/5 (© Kunst- und Objektsammlungen des Leo Baeck Institute – New York | Berlin)

In der Überlieferung der Schokoladentassen verquicken sich so deutsche Wirtschaftsgeschichte mit Zeugnissen familiärer Intimität und des gesellschaftlichen Aufstiegs des deutschen Judentums zu einem ungewöhnlichen Blickwinkel auf den großen Denker und dessen Beziehung zu seiner Schwester Maja.

Maja Einstein erscheint in vielen Erzählungen vor allem als Schwester des berühmten Physikers. Doch ihr Lebensweg erzählt zusätzlich von weiblicher Bildung, akademischem Ehrgeiz und gesellschaftlichen Grenzen. Sie studierte Romanistik, promovierte 1909 an der Universität Bern und verfasste 1924 eine der ersten Biografien ihres Bruders. In dem 36-seitigen Manuskript bezieht sie sich nicht ausschließlich auf die wissenschaftlichen Errungenschaften von Albert Einstein. Sie beschreibt vor allem dessen Kindheit und Herkunftsmilieu sowie das Verhältnis der Geschwister zueinander. Dabei hatte die Beziehung der beiden nicht gerade euphorisch begonnen. Als dem „2½jährigen die Ankunft eines Schwesterleins angekündigt wurde, mit dem er spielen könne, dachte er an eine Art Spielzeug, denn beim Anblick dieses neuen Wesens fragte er ganz enttäuscht: Ja, aber wo hat es denn seine Rädchen?

Nachdem Albert Einstein diese erste Enttäuschung überwunden hatte, besserte sich die Beziehung der Geschwister erheblich, auch wenn sich Maja durchaus an Ausnahmen erinnerte:

Zitat

„Der sonst so ruhige kleine Junge hatte indes von Grossvater Koch eine Neigung zu Jähzornsausbrüchen abbekommen. In solchen Momenten wurde er im Gesicht ganz gelb, die Nasenspitze aber schneeweiss u. er war nicht mehr Herr seiner selbst. Bei irgend einer solchen Gelegenheit ergriff er einmal einen Stuhl u. schlug damit nach der [Geigen-]Lehrerin, die darob solchen Schreck empfand, dass sie entsetzt fortlief u. sich nie mehr blicken liess. Seinem Schwesterchen warf er ein andermal eine grosse Kegelkugel an den Kopf u. ein drittes Mal diente eine Kinderhacke ihm dazu ihm ein Loch in den Kopf zu schlagen. Woraus ohne weiteres ersichtlich ist, dass auch ein gesunder Schädel dazu erforderlich ist die Schwester eines Denkers zu sein. Der Jähzorn verschwand schon während der ersten Schuljahre.“

Durch ihre autobiografisch gefärbten Ergänzungen sind Maja Einsteins Zeilen weit mehr als eine Quelle für Albert Einsteins frühe Lebensphase, sie sind Zeugnis einer Frau, deren eigenes intellektuelles Profil lange im Schatten des Bruders stand. Majas Erinnerungen an Alberts Kindheit brechen die Überhöhung des Genies auf. Sie lassen den späteren Nobelpreisträger als Kind innerhalb seiner Familie erscheinen und geben der Schwester eine erzählerische Autorität. Auch die Tassen tragen diese Ambivalenz in sich. Einerseits wurden sie durch Albert Einsteins Emigration und seine spätere Bedeutung zu Erinnerungsstücken eines weltberühmten Wissenschaftlers. Andererseits bewahren sie eine Geschwisterbeziehung, die von Nähe, Humor, Reibung und gegenseitiger Vertrautheit geprägt war. Die besondere Beziehung zu Maja, die zeitlebens seine engste Vertraute blieb, dürfte wohl auch mitverantwortlich für Albert Einsteins Entschluss gewesen sein, die Tassen vor fremdem Zugriff zu retten. Für seine Ausreise hätte der Nobelpreisträger die verschiedensten Dinge aus seinem Hausstand auswählen können. Dennoch entschied er sich, ausgerechnet das fragile Porzellan aus längst vergangenen Kindertagen in die USA mitzunehmen.

Die Tassen überdauerten als fragile Objekte den Bruch von Emigration, Enteignung und Neubeginn in Amerika. Als Maja ihrem Bruder in die Vereinigten Staaten folgte, ihn zu Vorträgen begleitete, gemeinsam mit ihm musizierte und fortan zusammen mit ihm, seiner Stieftochter Margot und seiner langjährigen Sekretärin Helen Dukas in Princeton wohnte, erhielten ihre Tassen eine neue innerfamiliäre Bedeutung: Sie standen nun nicht mehr für unbeschwerte Kindheit, sondern für ein unwiederbringlich verlorenes deutsch-jüdisches Zuhause. 1950 starb Maja Einstein im Hause ihres Bruders. Nachdem ihr das gemeinsame Musizieren gesundheitlich nicht länger möglich war, hatte Albert ihr bis zuletzt allabendlich vorgelesen.

Porzellanpuppe „Margot“, Biskuitporzellan, Farbe, Stoff und Leder. Die Puppe gehörte Marianne Salinger. (© Marianne Salinger Sammlung (Addenda), Leo Baeck Institute – New York|Berlin)

Marianne Salingers Puppe Margot

Diese Puppe mit kurzen blonden Haaren, blauen beweglichen Glasaugen, rosigen Wangen und leicht offenem Mund ist einer der neueren Zugänge in unseren Archivsammlungen. Sie trägt ein weißes Kattunkleid mit Spitze und rosa Rüschen am Hals sowie weiße Spitzensöckchen und rote Schuhe und gehörte Marianne Salinger, die ihr als Kind den Namen Margot gab.

Marianne Salinger wurde 1923 in Berlin geboren und wuchs als Tochter von Walter und Trude Salinger (geb. Ginsburg) in der Wielandstraße 11 auf. Ihre Kindheit war geprägt von Dingen, die alltäglich wirken: Treffen mit Freunden, Schwimmen im Sommer, Einträge im Zeugnis, wenn sie den Unterricht störte.

Umso einschneidender erlebte sie den 9. November 1938, als sie als 14-jähriges Mädchen Zeugin der unfassbaren Zerstörung der Novemberpogrome wurde. Eine Erinnerung, die sie nie losließ. Trotz der Gefahr schlich sie sich am Morgen des 10. November in die noch schwelende Synagoge in der nahegelegenen Pestalozzistraße. Sie hob ein Stück der zerstörten Thorarolle auf und versteckte es sorgfältig in ihrem Gebetbuch. Als Marianne Salinger 1939 mit ihrer Mutter Trude und ihrem Bruder Fred Deutschland verlassen konnte, nahm sie Margot und das Stück der versengten Thorarolle mit. Beide Objekte wurden Teil ihrer Fluchtbiografie. Sie gehörten zu den wenigen Dingen, die das Mädchen eigenmächtig aus seinem früheren Leben retten konnte.

Die Objektbiografie der Puppe Margot erzählt aber nicht nur von Marianne. Auch hier ist die Überlieferung vielstimmig: Trude Salinger bemühte sich schon früh um die Ausreise, sie spürte entfernte Verwandte in New York auf und brachte sie dazu, Affidavits für die Kernfamilie auszustellen, eidesstattliche Bürgschaften, die den Einwanderungsbehörden zusicherten, dass weder Trude noch Marianne oder Ernst dem amerikanischen Staat zur Last fallen würden. Käthe Spiegel, eine Freundin der Mutter, nahm die Familie nach der Ankunft auf und nähte Margot ein neues Kleid, eben jenes Kleid, das sie bis heute trägt.

Diese für sich genommen alltäglich erscheinenden Handlungen wie das Recherchieren, Kontaktieren, Unterstützen, Aufnehmen, Nähen oder Bewahren gewinnen vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse eine ganz eigene Tragweite. Sie waren existenziell für das Überleben und die Zukunft von Marianne Salinger. Die Puppe Margot trägt deshalb nicht allein die Spur ihrer Besitzerin, sondern auch die Spuren ihrer Unterstützerinnen, sie bezeugt Mut, Solidarität und Durchhaltewillen im Exil.

Denn nach ihrer Ankunft in den Vereinigten Staaten baute sich Marianne Salinger ein neues Leben auf. Sie studierte, arbeitete als Designerin, gestaltete Schaufenster und begann sich nach ihrem Renteneintritt in New York am Leo Baeck Institut zu engagieren. Zusammen mit anderen Volunteers im fortgeschrittenen Alter half sie bei der Erschließung der Archivalien und transkribierte zum Beispiel Briefe in Sütterlin.

Zitat

„Wir, die rausgekommen sind“, sagte sie einst in einem Interview, „haben die Pflicht, an die sechs Millionen zu erinnern. Ich kann sie nicht retten. Ich kann ihnen nichts zu essen geben. Ich kann sie nicht warmhalten. Aber ich kann erinnern.“

Was sie fortan auch tat. Zusammen mit zahlreichen anderen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen unter den Volunteers und anderen Wegbegleitenden des Instituts ließ sie sich 2018 interviewen, um das sogenannte Schicksalsjahr 1938 und die Novemberpogrome ins Gedächtnis zu rufen. Alle Beteiligten waren bereits hochbetagt, doch wollten sie die Erinnerung wachhalten an eine Zeit, die sich ihnen ins Gedächtnis gebrannt hatte und nicht vergessen werden darf. Marianne Salinger starb am 21. Januar 2025 mit 101 Jahren. Ihre eigene Lebensgeschichte wurde Teil jener institutionellen Archivarbeit, die sie jahrelang aktiv mitgestaltete.

Erinnern als geteilte Verantwortung

Ein Blick auf diese drei sehr unterschiedlichen Objekte verdeutlicht einerseits, dass historische Artefakte nicht selbsterklärend sind, sie können erst durch Hintergrundwissen zum „Sprechen“ gebracht werden. Andererseits offenbart er ihr Potenzial in der historischen Vermittlung und zeigt, dass deutsch-jüdische Geschichte nicht nur in großen politischen Zäsuren, sondern auch in kleinen, verletzlichen Dingen überliefert wird.

Das Ölbild, die Tassen und die Puppe sind materielle Knotenpunkte von Beziehungen: zwischen Lehrerinnen und Schülerinnen, Geschwistern, Müttern und Kindern, Freundinnen, Archiv und Sammlungen sowie späteren Betrachterinnen und Betrachtern. Sie machen sichtbar, wie viel (Erinnerungs-)Arbeit von Frauen getragen wurde, in der Fürsorge, im Festhalten des Erlebten, dem Retten von Objekten, dem gegenseitigen Unterstützen und der eigenen Zeitzeugenschaft.

Ihre Geschichten bleiben lückenhaft. Doch gerade diese Unvollständigkeit und das offene Bekenntnis zur Fragmentierung in der Überlieferung und der Biografie ist kein Mangel. Sie offenbaren deutsch-jüdische Erfahrungen als Abfolge von Übergängen und Brüchen und widersprechen damit einer linearen Fortschrittserzählung oder dem Wunsch nach einer idealisierten Beitragsgeschichte ebenso wie einer ausschließlich auf Verfolgung und Vernichtung reduzierten Darstellung des deutschsprachigen Judentums. Die Auseinandersetzung mit Objekten fördert und fordert einen Perspektivwechsel. Sie regt dazu an, Alltag und Katastrophe, Privatheit und Öffentlichkeit, weibliche Handlungsmacht und historische Gewalt nicht unabhängig voneinander zu betrachten, vielmehr sind sie in ihrem komplexen Zusammenspiel wahrzunehmen. Wer Objekten in Archiven, Museen oder Ausstellungen begegnet, trifft auf vergangene Leben, Erlebnisse und Erfahrungen, die dadurch in die eigene Gegenwart hineinwirken. Erst im Aufeinandertreffen mit den Betrachtenden und ihren mitgebrachten Fragen entfalten sie ihre Aktualität und stehen somit für eine Möglichkeit, wie Erinnerung künftig weitergegeben werden kann, wenn die Stimmen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verstummen.

Zitierweise: Miriam Bistrovic, "Objekte erzählen Geschichte(n) - Deutsch-jüdische Lebenswege zwischen Alltag, Erinnerung und Exil", www.bpb.de/580570, in: Deutschland Archiv vom 1.08.2026. (ali)

Fussnoten

Fußnoten

  1. Für vertiefende Informationen zu den Begriffen des kommunikativen und kulturellen Gedächtnisses, ihrer Entwicklung und Verwendung empfehlen sich die Schriften von Jan Assmann und Aleida Assmann, u.a. Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, München 1992 oder Aleida Assmann, Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, München 1999.

  2. Das Konzept, ausgewählte Artefakte zu verwenden, um eine umfangreichere Geschichte zu vermitteln, dürfte den meisten inzwischen vertraut sein. Insbesondere Neil MacGregors international gefeierte Ausstellung und sein Buch „Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten“ erlangten grenzüberschreitende Bekanntheit.

  3. Bertha Pappenheim, Die Immoralität der Galizianerinnen. 1901, in: Helga Heubach (Hrsg.), Sisyphus: gegen den Mädchenhandel – Galizien, Freiburg im Breisgau 1992, S. 19-23.

  4. Hannah Karminski, An die fernen Freunde von Fräulein Pappenheim, 7. Juni 1936, S. 1. LBI Memoir Collection (ME 497), Leo Baeck Institute New York|Berlin.

  5. Helene Krämer, Bericht über die Pogromnacht, in: Helga Heubach (Hrsg.) Das unsichtbare Isenburg. Über das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg 1907-1942, Neu-Isenburg 1994, S. 198f.

  6. Das Wappen auf der Unterseite wurde ausschließlich bei Porzellan verwendet, auf das diese Drucktechnik angewandt wurde. Weder Rohformen noch Modelle der Tassen sind in den Firmenarchiven erhalten geblieben. (Eigene Recherchen der Autorin im August 2016 zum Herstellungsprozess der Tassen bei der Porzellan Manufaktur Nymphenburg und der Rosenthal GmbH, mit der Hutschenreuther 2000 fusionierte).

  7. Maja Winteler-Einstein, Albert Einstein—Beitrag für sein Lebensbild, in: John Stachel et al. (Hrsg.), The Collected Papers of Albert Einstein, Vol. 1, Princeton 1987, S. 48-66.

  8. Ebenda.

  9. Huberta von Voss, Leo-Baeck-Institut – Deutsch-Jüdisches Gedächtnis bedroht, Cicero Online, 2012, https://www.cicero.de/kultur/deutsch-juedisches-gedaechtnis-bedroht/49917, zuletzt aufgerufen am 5.8.2026.

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Dr. Miriam Bistrovic ist Historikerin und Kunstwissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: jüdisches Exil (insbesondere in Ostasien) und Diaspora, Erinnerungskulturen und Antisemitismus. Sie leitet seit deren Gründung die Berliner Repräsentanz des Leo Baeck Instituts - New York | Berlin und koordiniert dessen Aktivitäten in Deutschland, darunter auch den Podcast EXIL.