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Vergangenheit und Zukunft des Checkpoint Charlie | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten DDR-Geschichte als Erinnerungspolitik Katja Hoyers Buch jenseits des Rheins gelesen 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933: Nicht nur in Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? 1949: Ablenkung in schwieriger Zeit 1949: Staatsgründung, Justiz und Verwaltung 1949: Weichenstellungen für die Zukunft Walter Ulbricht: Der ostdeutsche Diktator Die weichgespülte Republik - wurden in der DDR weniger Kindheitstraumata ausgelöst als im Westen? Friedrich Schorlemmer: "Welches Deutschland wollen wir?" 13. September 1964: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin Der Händedruck von Verdun Deutsche Erinnerungskultur: Rituale, Tendenzen, Defizite Die große Kraft der Revolution. Kirche im Wandel seit 1990. "Alles ist im Übergang" Das Mädchen aus der DDR Die Todesopfer des Grenzregimes der DDR Die Kirchner-Affäre 1990 Der Weg des Erinnerns „Manche wischen das weg, als ginge es sie gar nichts an“ Maßstabsetzend Die nächste Zeitenwende "Gegner jeglicher geistigen Bevormundung" Wenn die Vergangenheit nie ruht „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Christoph Hein: "Die DDR war ideologisch, wirtschaftlich und politisch chancenlos" Das Bild der DDR von Konrad Adenauer und Willy Brandt im Kalten Krieg Die Macht der leisen Mutigen: „Es lohnt sich anständig zu sein“ Ehemalige Nazis in der SED "80 Jahre zu spät" „Dieser Personenkreis entwickelt eigene Vorstellungen zum Begriff Freiheit“ Zur Wirklichkeit von gestern und zur Möglichkeit von morgen – Vom Jüdischen im Deutschen „Den Helsinki-Prozess mit wirklichem Leben erfüllen“ Leerstellen und Geschichtsklitterungen Biografieforschung: Tödliche Ostseefluchten Polen als Feind Die Dimensionen der KSZE als entspannungspolitisches Konzept vor und nach 1989. Und heute? Woher kam die Zivilcourage? Mehr als nur Wüstenstaub im Mantel der Geschichte Drei Monate Aussicht auf Demokratie. Thüringen 1945 Wann, wenn nicht jetzt? Tova Friedman: "Erinnere dich" Wie konnte das geschehen? „Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“ Ein Hauptquartier der DDR-Opposition: Die Ost-Berliner Umweltbibliothek Gibt es eine Gründungserzählung für das vereinte Deutschland? „Eine der zentralen Persönlichkeiten bei der Selbstdemokratisierung der DDR“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte Was geschah 1992 in Rostock-Lichtenhagen? Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Noch mehr Mauer(n) im Kopf? Überlegenheitsnarrative in West und Ost Mehr Osten verstehen Westkolonisierung, Transformationshürden, „Freiheitsschock“ Glücksscham "In Deutschland verrückt gemacht" The Rise of the AfD - a Surprise? Der Osten: Ideen und Macher? Noch immer "Bürger zweiter Klasse"? „Wer sich heute ernsthaft die DDR zurückwünscht, hat ein kurzes Erinnerungsvermögen“ Hat da jemand „Freiheit“ gerufen? Zur Verteidigung eines guten Wortes Erinnerungslandschaften, zerklüftet Generation Einheit – eine Inselgeneration? West-Ost-Land „Und keiner hat Recht“ Leuchttürme im blauen Meer Ein Foto, das Saarland und kein Osten Helmut Kohls Schulterzucken "Viele Westdeutsche haben mittlerweile die Nase voll" Wir können uns eine "Lega West" genauso wenig leisten wie eine Ostdeutschtümelei Ich will die DDR auf keinen Fall zurück Die Ohnmächtigen ergreifen Partei Alltag, Gesellschaft und Demokratie Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? Wie die Mitte der Gesellschaft verloren ging "Nahezu eine Bankrotterklärung" „Bei den Jungen habe ich Hoffnung“ Der lange Weg nach rechts Übersehene Lehren für die Bundestagswahl 2025 Provinzlust - Erotikshops in Ostdeuschland Turnschuhdiplomatische Bildungsarbeit Ostdeutsche „Soft Power“ Abschied von der zivilen Gesellschaft? "Die DDR wird man nie ganz los" Von Nutzen und Nachteil der Brandmauer Disruption. Die Revolution der Erschöpften Wie Weimar ist die Gegenwart? Eine Zäsur für die deutsche Demokratie? „Der Erfolg der Linken zeigt, wie es gehen kann“ Zeitenwende 2.0 Die Post-Wagenknecht-Linke Staatskapazität statt Sündenböcke Der "NSU" im Lichte rechtsradikaler Gewalt "Dann muss ich eben selbst Milliardär werden"  Kommerzialisierte Solidarität Wie der DFB 1955 den Frauen-Fußball verbot Die Schlacht um die Waldbühne Die Hare-Krishna-Bewegung im Ost-Berlin der 1980er-Jahre Monomorium: Wie Krankenhäuser in der DDR zum Gesundheitsrisiko wurden Wie meine Großmutter Ursula Winnington die DDR-Küche aufmischte Wer gibt uns heute noch zu denken? Wolfgang Engler: „Eine gesamtgesellschaftliche Scham“ „Ein anständiger Mensch in unanständigen Zeiten“ Demokratiefeinde auf der Überholspur? „Mediale Wüsten“ "Wir fallen wieder zurück in unselige Zeiten" Italien und die DDR Die Leerstelle "Sind so kleine Hände" Textauszug aus: Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biographie Nein sagen Politik im Spiel. Eine politische Geschichte der Bundestrainer Die Trainer der SED Der Osten ist nicht verloren "Dann hätte sich das Land tatsächlich abgeschafft" Alle fünf. Oder nur fünf. Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2026 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Kein Olympia mehr in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet Vergangenheit und Zukunft des Checkpoint Charlie 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Der Maulwurf des BND: „Die Karre rast auf die Wand zu“ Der lautlose Aufstand Wem gehört die Friedliche Revolution? Verschiedene Sichten auf das Erbe des Herbstes 1989 „Und die Mauern werden fallen und die alte Welt begraben“ Im Schatten von Russlands Ukrainekrieg: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag: Die Stufen der Einigung über die Einheit Der Wendepunkt Das Ende der Stasi vor 35 Jahren Der Zauber des Anfangs „Als wir träumten“ Verhinderter Historikerdiskurs Russlands neuer Vorwurf: Greift Berlin nach der Atombombe? Nationalismus und Polarisierung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 80 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" „Die Logik des Krieges führt zu keinem positiven Ende“ "Bitte wendet euch nicht von uns ab". Zwei Hilferufe aus Belarus Nach 1000 Tagen bitterem Krieg Russische Frauen von Deutschland aus im Widerstand Doppeldenken als soziale adaptive Strategie Belarus. Terra Incognita "Siegfrieden" „Die Deutschen sind die Düpierten“ Die Stunde Europas. Bloß wie? Ein Leben, zwei Mal Flucht Verklärung der Geschichte als Zukunftsrezept Daniel Kehlmann: „Was wir in den USA erleben, ist eine asymmetrische Diktatur“ "Dies alles muss beendet werden" Zwischen Wirtschafts- und Militärmacht Die Ostpolitik 1969 bis 1973: Vorbedingung für KSZE und Deutsche Einheit Krieg ohne Grenzen Wolf Biermann: "Die Moritat von den Liebespaaren im Jahre 2025“ „Nicht abwenden“ „Vielleicht sind wir erst am Anfang des Krieges“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Alle Porträts im Überblick Redaktion Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Vom Zwangsleben unter Anderen "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? "Ein Beitrittsvertrag, kein Vereinigungsvertrag" „Miteinander – Füreinander. Nie wieder gegeneinander“ 1989/90: Freiheit erringen, Freiheit gestalten Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration und Wohnungsbau. Geschichte und Aktualität einer besonderen Verbindung am Beispiel Stuttgart-Rot Das Musterhaus Matz im Freilichtmuseum Kiekeberg Orte des Ankommens (I): Architekturen für Geflüchtete in Deutschland seit 1945 Asylarchitekturen zwischen technokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung Tor zum Realsozialismus: Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR in Röntgental Alternative Wohnprojekte mit Geflüchteten „Bereits baureif.“ Siedlungsbau der Nachkriegszeit auf dem ehemaligen Konzentrationslagergelände in Flossenbürg Das ehemalige KZ-Außenlagergelände in Allach – ein vergessener Ort der (Nach-) Kriegsgeschichte Neugablonz - vom Trümmergelände zur Vertriebenensiedlung Räume der Zuflucht – Eine Fallstudie aus Lagos, Nigeria "Sie legten einfach los". Siedler und Geflüchtete in Heiligenhaus Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR Gleichberechtigung in heterosexuellen Partnerschaften in der DDR Der fremde Blick Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Wo Kurt Barthel und Stefan Heym wohnten „Eine konterrevolutionäre Sauerei“ Die radix-blätter - ein besonderes Medium der Gegenöffentlichkeit in der DDR Wut und Zweifel: Erinnerungsbilder für die Zukunft „Wir wollten nicht länger auf Pressefreiheit warten“ Die Freiheit geht zum Angriff über auf die Utopie des Kommunismus Von der Kunst des Romans "Der Jazz-Bazillus hatte mich" Werte 1989 - 2025 Kahlschlag auch gegen den Jazz Jürgen Fuchs: "Ich feinde an, was über Leichen geht" Jazz nicht nur in Nischen Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Frankreich als ferne Nähe „Der andere Planet“ und das „Sehnsuchtsland“ Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. 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Vergangenheit und Zukunft des Checkpoint Charlie Zwischen Panzersperren und Geranienkästen: Mehrdeutigkeiten des ehemaligen DDR-Grenzübergangs am Berliner Checkpoint Charlie

Hendrik Gaus

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Vor 65 Jahren, am 27. und 28. Oktober 1961, wurde der "Checkpoint Charlie" in der Berliner Friedrichstraße zu einem Hot Spot des Kalten Kriegs. US-amerikanische und sowjetische Panzer standen sich dort bedrohlich gegenüber. Streitpunkt waren die plötzlich durch die DDR beschnittenen alliierten Zugangsrechte im durch den Mauerbau geteilten Berlin. Der Grenzkonflikt konnte zwar zügig beigelegt werden, aber der innerstädtische Grenzkontrollpunkt blieb seitdem in aller Munde und seine wenigen Überbleibsel ziehen noch heute zahlreiche Touristen an. Denn unter den 14 Grenzübergangsstellen zwischen Ost- und West-Berlin hatte der Checkpoint in der Friedrichstraße eine besondere Bedeutung, als eine Art Aushängeschild für internationale Gäste der DDR. Eine Spurensuche von Hendrik Gaus an einem Ort, an dem damals der Dritte Weltkrieg auszubrechen drohte, aber zugleich der erste Friedensschluss im Kalten Krieg gelang.

Der 2026 ausgewählte Gewinnerentwurf für die zukünftige Gestaltung des Berliner Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße. Der Umbau soll 2030 beginnen. An die Häuserbrandwände werden Aufnahmen der Panzerkonfrontation vom 27. Oktober 1961 projeziert. (© Stiftung Berliner Mauer / A24 LANDSCHAFT Landschaftsarchitektur gemeinsam mit Holzer Kobler Architekturen und ARGUS Stadt und Verkehr, 2026 )

Mit dem Bau der Berliner Mauer vor 65 Jahren ab dem 13. August 1961 schloss die SED die letzte Lücke in ihrem Grenzsystem und zementierte auch im Wortsinn die Teilung der Stadt. Doch die Mauer hatte von Beginn an Löcher: Die 14 Grenzübergangsstellen rund um West-Berlin waren aus Sicht der DDR-Führung bedrohliche Lücken im Grenzsystem, die besondere Sicherungsmaßnahmen erforderten. So schuf der Ausreiseverkehr Fluchtgelegenheiten für die eigene Bevölkerung und schien in umgekehrter Richtung das Eindringen feindlicher Agenten und bedrohlicher westlicher Einflüsse zu ermöglichen.

Zugleich waren diese potenziellen Einfallschneisen des „Klassenfeindes“ zwingend erforderliche Tore zur Welt, über die nicht nur Waren, sondern auch Besucherinnen und Besucher aus dem Westen in die zusehends zur Mustermetropole des Sozialismus ausgebaute Hauptstadt strömten. An den Grenzübergangsstellen begegneten diese ausländischen Gäste den offiziellen Vertretern des sozialistischen Systems noch bevor sie die architektonischen Aushängeschilder und Touristenattraktionen Ost-Berlins zu Gesicht bekamen. Die politische Führung der DDR und ihre Sicherheitsbehörden waren sich dieser Doppelfunktion durchaus bewusst. Dies führte zu teils erstaunlichen Maßnahmen und Prioritätensetzungen im Grenzregime, das allumfassende Sicherheit als lebensnotwenig erachtete, gleichzeitig aber um eine positive Außendarstellung bemüht war.

Dies zeigt sich besonders am Beispiel der DDR-Grenzübergangsstelle „GÜSt Friedrich-/Zimmerstraße“ in Berlin Mitte, die im Westen unter der US-Bezeichnung ihres alliierten Pendants als „Checkpoint Charlie“ bekannt wurde. Die DDR hatte an diesem Ort bereits kurz nach dem Mauerbau einen Grenzübergang speziell für Menschen ohne deutschen Pass eingerichtet: Hier passierten diplomatisches Personal, internationale Touristinnen und Touristen sowie die Angehörigen der west-alliierten Streitkräfte und der Sowjetarmee den Eisernen Vorhang.

Die West-Alliierten reagierten darauf, indem sie mit dem Checkpoint Charlie eher symbolisch einen eigenen Kontrollpunkt einrichteten, an dem jedoch keine intensiven Kontrollen stattfanden. Stattdessen diente er vor allem der Beobachtung des DDR-Grenzgeschehens und dem Schutz des alliierten Personals bei Aufenthalten in Ost-Berlin – er sollte den reibungslosen Grenzverkehr sicherstellen. Diese besondere Situation machte den Ort für das DDR-Grenzregime nicht nur geheimdienstlich brisant, sondern verlieh ihm eine herausgehobene Rolle in den Bemühungen der DDR um ihre positive Außendarstellung.

Zwei Teilaspekte sollen betrachtet werden, in denen sich die Doppelstrategie aus repräsentativem Auftreten und Abriegelungswillen manifestierten: Zum einen werde ich mich chronologisch der baulichen Gestaltung des Grenzübergangs widmen und die unterschiedlichen Motivationen nachzeichnen, die den Auf- und Ausbau bestimmten. Zum anderen wird anhand von Fallbeispielen aus der Arbeitspraxis der DDR-Behörden in der Friedrichstraße herausgearbeitet, wie sich die widersprüchlichen Anforderungen an den Grenzübergang im Alltag auswirkten und wie sie beide Ziele – Abschottung und Öffnung – miteinander zu vereinen suchten.

Abriegeln und Ausgestalten: Aufbau des Grenzübergangs in den 1960er Jahren

Der Grenzübergang erlangte bereits kurz nach dem Mauerbau enorme internationale Aufmerksamkeit, als sich hier am 27. und 28. Oktober 1961 amerikanische und sowjetische Panzer symbolisch feuerbereit gegenüberstanden.

Eskalation im Kalten Krieg, mitten in Berlin: Am 28. Oktober 1961 stehen sich am Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße US-amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. (© AP)

Fotos und Filmbilder dieser Auseinandersetzung gingen um die Welt und der Grenzübergang avancierte zu einem Ort, der in den folgenden Jahrzehnten Staatsgäste, Touristen und Neugierige anzog, die ihn als zentralen Schauplatz der Systemkonfrontation der beiden Supermächte identifizierten. Dabei gerät oft aus dem Blick, dass der Konflikt ursprünglich durch eine eigenmächtige Maßnahme der DDR-Führung ausgelöst wurde, die nicht mit der sowjetischen Führung in Moskau abgestimmt war.

Die SED-Spitze hatte mit dem Bau der Berliner Mauer nicht nur die Fluchtbewegung aus der DDR zu stoppen versucht, sondern auch ihre staatliche Eigenständigkeit und Handlungsfähigkeit in Berlin beweisen wollen. Die West-Alliierten hielten demgegenüber an ihrer Auffassung fest, dass die gesamte Stadt gemäß den Vereinbarungen nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin unter Viermächte-Kontrolle stand und sie uneingeschränkte Bewegungsfreiheit in ganz Berlin genossen. Als die DDR-Kontrolleure nun wiederholt versuchten, Kontrollen des amerikanischen Militärpersonals zu erzwingen, wenn es in Zivilkleidung nach Ost-Berlin einfuhr, sah insbesondere die amerikanische Seite diese Rechte empfindlich beschnitten.

Die US-Streitkräfte antworteten auf die Maßnahmen der DDR-Seite zunächst mit militärisch eskortierten Testfahrten und dann, als die Kontrollversuche anhielten, mit einem Panzeraufgebot; schon seit dem Mauerbau am 13. August 1961 hatte die US-Armee nahebei in Seitenstraßen einige Panzer in Bereitschaft stationiert. Schließlich reagierten auch die Sowjets und ließen ihrerseits in annähernd gleicher Anzahl Panzer auffahren, beide Seiten setzten zeitweise 14 Fahrzeuge in Bewegung, in vorderer Reihe jeweils drei bis sieben in Höhe des Kontrollpunkts, symbolisch im Gleichgewicht der Kräfte. Der Konflikt, der zu einem 16-stündigen ‚Stand-off‘ der beiden Atommächte führte, konnte jedoch friedlich beigelegt werden, indem sich die Kontrahenten über inoffizielle Kanäle auf einen Kompromiss einigten, quasi ein erster Friedensschluss im Kalten Krieg nach einer unkalkulierbaren Bedrohungslage. Für Uniformträger galt anschließend weiterhin ‚freie Fahrt‘, in Zivilkleidung sollten die Soldaten zukünftig ihre Ausweise durch die geschlossene Fahrzeugscheibe vorzeigen, mussten sich jedoch nicht den Personen- und Fahrzeugkontrollen der DDR-Behörden unterwerfen.

Eine Niederlage für die SED im Kalten Krieg

Die in ihre Schranken gewiesene SED-Führung, die durch ihr eigenmächtiges Handeln auch Moskau erzürnt hatte, befürchtete in der Folge aber weitere Zwischenfälle und rechnete offenbar auch damit, dass amerikanische Panzer die Sektorengrenze gewaltsam durchbrechen könnten. Um solchen „bewaffneten Provokationen“ zu begegnen, sollte die Friedrichstraße nun zügig mit Sperranlagen befestigt werden. Überlegungen hierzu waren schon während der Panzerkonfrontation angelaufen.

Bereits einen Tag nach dem Abzug der beiden Kontrahenten konnte Stasi-Chef Erich Mielke an den SED-Generalsekretär Walter Ulbricht den Abschluss entsprechender Planungen für die Aufstellung „geeigneter Panzersperren“ vermelden. Hatte der Grenzübergang in der Friedrichstraße bis dato aus wenig mehr als einer Lücke in der Mauer und einer befestigten Slalomstrecke auf der Fahrbahn bestanden, setzte nun eine umfassende Bautätigkeit ein. Um den 4. Dezember 1961 herum wurden in der Friedrichstraße Panzersperren einbetoniert und eine massive Sperrmauer aus geschichteten Betonplatten errichtet. Diese erste, von einem umfangreichen Militäraufgebot begleitete Ausbaumaßnahme wurde in den SED-Parteizeitungen zuvorderst als Schlag gegen die Westmächte gefeiert. Bei aller Euphorie über den „präzisen Bauablauf“ schoben die Propagandisten aber dennoch die Versicherung nach, dass der normale Ein- und Ausreiseverkehr nicht beeinträchtigt werden sollte:

„Ein breiter, schaukelnder Wagen (…) Nationalitätenkennzeichen NL, schlängelt sich durch das Gewühl der Arbeitenden, höfliche Abfertigung wie immer. (…) Passieren Sie, Mijnheer, passieren Sie! Kommen Sie morgen wie heute, kommen sie wann sie wollen – Ihr Wagen ist kein NATO-Panzer!“

Jenseits etwaiger militärischer Bedrohungsszenarien trieb die Verantwortlichen außerdem der Umstand um, dass ihr Land von den West-Alliierten weiterhin nicht als souveräner Staat anerkannt wurde. Dieser Umstand mag erklären, warum der Ausbau der Sperranlagen ursprünglich von einer aufwändigen Demonstration staatlicher Souveränität gegenüber dem „Klassenfeind“ flankiert werden sollte: Die im Herbst 1961 angestellten Planungen sahen zunächst eine aufwändige Gestaltung der Panzersperren mit Sichtblenden und opulenten Pflanzgefäßen in antiker Optik vor. Entsprechende Planskizzen zeigen darüber hinaus eine Vielzahl von Fahnenmasten, die noch durch eine Sendeanlage für den Lautsprecherkrieg gegen West-Berlin ergänzt werden sollten. Letztlich wurde dieses Vorhaben jedoch nicht umgesetzt, und man beschränkte sich auf ein großzügig dimensioniertes Staatswappen der DDR, das vor der Sperrmauer aufgestellt wurde und die Besucherinnen und Besucher empfing. Hinzu kamen Propagandatafeln, auf denen die angestrebte Botschaft direkt verkündet wurde: „Die DDR existiert und erstarkt!“

Angesichts dieser recht umfassenden, gen West-Berlin ausgerichteten Tätigkeiten, ist es bemerkenswert, dass die Schließung potenzieller Fluchtwege zunächst eher nachrangig behandelt wurde: Baulich blieb das Gelände der Grenzübergangsstelle nach Ost-Berlin kaum gesichert. Erst im Laufe des folgenden Jahres ergänzte man hier eine Umzäunung und begann schrittweise mit dem Aufbau von Abfertigungsgebäuden. In den nächsten zwei Jahren entstanden so unter anderem niedrige Kontrollbaracken, weitere Sperranlagen und schließlich ein Wachturm auf der Friedrichstraße.

Die dabei entstehende Anlage wurde spätestens ab 1964 fester in das Sicherungssystem der Berliner Mauer integriert. Die Verantwortlichen schufen damit Klarheit im bisher eher undurchsichtigen Geflecht unterschiedlicher Akteure, die an den Grenzübergängen agierten: Alle Kräfte unterstanden fortan einem von den Grenztruppen eingesetzten Kommandanten, der den Kontakt zu den Grenzsoldaten im Mauerstreifen halten und den Grenzübergang gegebenenfalls militärisch verteidigen sollte. Den eigentlichen Kern des neuen Kontrollapparats, der über das mit Abstand meiste Personal verfügte, war jedoch die Passkontrolleinheit (PKE). Die Männer und Frauen dieser Einheit agierten zwar in Uniformen der Grenztruppen, waren in Wirklichkeit jedoch als getarnter Teil des Ministeriums für Staatssicherheit tätig. Mit Unterstützung des Zolls breiteten sie fortan ein immer dichteres Kontrollnetz über den Reiseverkehr aus und befassten sich gleichzeitig mit der Überwachung des Geschehens auf der Westseite der Mauer.

Neugierige, die hier die Aussichtsplattform am Checkpoint Charlie erklommen, blickten zu dieser Zeit auf einen innerstädtischen Grenzübergang, der in seiner Barackenbauweise im Rückblick zwar eher bescheiden wirkte, jedoch im Kontext des Gesamtzustandes der frühen Berliner Mauer betrachtet werden muss. In Anbetracht des „baulichen Chaos“ aus improvisierten, häufig von Beginn an baufälligen Sperranlagen der frühen Berliner Mauer sah der Kontrollpunkt in der Friedrichstraße nicht nur ausgesprochen aufgeräumt aus, sondern bot auch einige für die Betrachtenden womöglich unerwartete Farbkleckse im Eisernen Vorhang.

Zwecks Repräsentation ein "niveauvolles Kontrollsystem"

Denn während man einerseits Fahrzeugsperren ausbaute und Reisende sehr genauen Kontrollen unterzog, gab man sich andererseits Mühe, die Anlage ansprechend zu gestalten: Zeitgenössische Fotografien zeigen frisch gepflasterte Plattenwege, gepflegte Grünflächen, Blumenbeete und Kontrollbaracken, die nicht nur regelmäßig in einem neuen Anstrich erstrahlten, sondern zeitweise auch mit Geranienkästen geschmückt wurden. Darüber hinaus schwor die Staatssicherheit ihre Kräfte in den folgenden Jahren gebetsmühlenartig auf ein „niveauvolles“ Kontrollsystem ein. Letztlich sollten die Passkontrolleure dabei eine Doppelfunktion erfüllen, in der „militärisch gut ausgebildete, bewußte Klassenkämpfer“ gleichzeitig als „Repräsentanten [des] sozialistischen Staates, die politisch und taktisch klug handeln“, in Erscheinung treten sollten.

Der US-amerikanische Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King, den Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt eingeladen hatte, am Vormittag des 13. 9.1964 auf der Westseite der Mauer am Potsdamer Platz. (© picture-alliance/AP)

Diese „taktische Klugheit“ war in der Friedrichstraße beispielsweise am 13. September 1964 gefragt, als der US-Bürgerrechtler Interner Link: Martin Luther King Jr. während seines Berlin-Besuchs überraschend an der Grenzübergangsstelle erschien, um nach Ost-Berlin einzureisen. Der Umstand, dass Kings Ausweis von der US-Botschaft in Verwahrung genommen worden war, um ein solches Unterfangen zu verhindern, führte dazu, dass die diensttuenden Passkontrolleure ihm und seinen Begleitern zunächst die Einreise verweigerten. Als die drei Amerikaner bereits unverrichteter Dinge umkehrten, erkannte ein Unterleutnant der Passkontrolleinheit den prominenten Gast, informierte seinen Vorgesetzten und strengte eine Ausnahmeregelung an: Martin Luther Kings American-Express-Karte wurde als Ersatzausweis akzeptiert, und er erhielt ein Visum.

Bei weniger hochkarätigen Gästen zeigte man sich zwar nicht so flexibel, aber auch hier konnte der Spagat aus militärischer Härte und politisch vorteilhaftem Auftreten halbwegs gelingen. Bezeichnend ist dabei eine Episode aus dem Jahr 1966, als nach dem Absturz einer US-Postmaschine über der DDR zwei hochrangige Vertreter der US-Fluggesellschaft Pan Am in der Friedrichstraße erschienen und um Auskunft baten. Schnell schaltete sich der Chef der Passkontrolleinheit ein, stellte sich den beiden Amerikanern unter einem Decknamen vor, bat um Geduld und informierte eilends den Leiter seiner Stasi-Hauptabteilung. Dieser gestattete den beiden US-Bürgern die Einreise und ließ sie an das Verkehrsministerium verweisen. Die Amerikaner, deren Passdaten und Kfz-Kennzeichen derweil genau erfasst wurden, waren nach Bekunden der Staatssicherheit von so viel Entgegenkommen überrascht, zumal keine diplomatischen Beziehungen zwischen der DDR und den USA bestanden. Sie boten dem PKE-Leiter einige Flugzeugmodelle als Dankeschön an, die aber (befehlsgemäß) abgelehnt wurden:

„[Er] sagte den US-Bürgern, daß es eine Selbstverständlichkeit für einen sozialistischen Menschen ist, bei derartigen Unglücksfällen zu helfen.“ Bis in die 1970er-ahre änderte sich an den beschriebenen Verhältnissen wenig. Die Grenzübergangsstelle wurde stellenweise vergrößert, die Propagandabotschaften auf den Schautafeln gelegentlich erneuert, und bei Bedarf erhielten prominente Besuchende eine bevorzugte Behandlung. Der eigentliche Kontrollablauf blieb im Kern unverändert – ein- und ausreisende Pkw wurden in Parkbuchten abgestellt, die Fahrzeugreisenden gingen zusammen mit den Fußgängerinnen und Fußgängern in die entsprechenden Baracken und warteten dort auf ihre Pass- und Zollkontrolle. Inwieweit dieses Verfahren die viel beschworene „niveauvolle Abfertigung“ sicherstellen konnte, muss indes bezweifelt werden: Fotografien aus dieser Zeit zeigen immer wieder Warteschlangen, überfüllte Baracken und eine mit Autos verstopfte Grenzübergangsstelle. Um den Überblick zu behalten, verwendeten die Kontrolleure offenbar ein Kontrollmarkensystem für die einzelnen Abfertigungsschritte.

Dieses System schien jedoch nicht immer störungsfrei funktioniert zu haben. Beispielsweise gelang es mindestens einem DDR-Bürger, die gesamte Grenzübergangsstelle unkontrolliert zu Fuß zu durchqueren und nach West-Berlin zu gelangen. Die Grenzposten, die ihn dabei beobachteten, waren offenbar schlicht davon ausgegangen, dass dies seine Richtigkeit haben musste – der Vorfall fiel erst durch Berichte der West-Berliner Presse auf.

Zunehmende Reisendenzahl

Es war auch der konstante Anstieg des Reisevolumens, der das System zunehmend an seine Grenzen brachte: Alleine im Jahr 1969 wurden am Grenzübergang in der Friedrichstraße rund 1,1 Millionen Personen, 315.000 Pkw und 11.290 Busse gezählt. In den folgenden Jahren lassen die Quellen einen zunehmenden Handlungsbedarf bei den unterschiedlichen Akteuren erkennen. So bescheinigte ein Auskunftsbericht des Kommandeurs den Gebäuden in der Friedrichstraße im Februar 1971 zwar noch einen „zufriedenstellenden Zustand“, merkt aber auch an, dass die Kontrolleinrichtungen und Baracken seit 1964 unverändert geblieben seien.

Bereits 1970 lag dann ein Perspektivplan für die Überholung mehrerer Grenzübergangsstellen in Berlin vor, der für den Zeitraum 1971 bis 1975 insgesamt 8,6 Millionen Mark für eine Erweiterung der GÜSt Friedrich-/Zimmerstraße veranschlagte. Davon sollten Verkehrswege erweitert, Kontrollflächen überdacht und die Ausfahrten neugestaltet werden. In der Praxis geschah jedoch nur wenig, und die Anlagen präsentierten sich auch zu Beginn des neuen Jahrzehnts weitgehend unverändert.

„Niveauvolle Abfertigung“ im Zeichen der Tauwetterpolitik?

Zu Anfang der 1970er-Jahre begann sich die außenpolitische Großwetterlage zu verändern, und das langjährige Bemühen der DDR-Führung um internationale Anerkennung trug langsam Früchte. Die Unterzeichnung des Grundlagenvertrages mit der Bundesrepublik Deutschland im Dezember 1972 führte zu einer internationalen Anerkennungswelle. Allein 1973 nahm die DDR zu 46 Staaten diplomatische Beziehungen auf und trat im Oktober gemeinsam mit der Bundesrepublik der UN bei. Die verstärkte Präsenz auf dem internationalen Parkett führte zu einer Vielzahl von Botschaftseröffnungen in Ost-Berlin und warf neue Fragen für den designierten Ausländer- und Diplomatenübergang in der Friedrichstraße auf. Auch die Staatssicherheit erkannte nun zunehmenden Handlungsbedarf und ließ ihrerseits eine umfassende „Aufgabenstellung“ für den Umbau entwickeln.

Das Fazit des 1973 vorgelegten Papiers fiel durchaus harsch aus. Der Verfasser kritisierte neben „nicht zumutbaren Arbeits- und Lebensbedingungen“ für die eigenen Passkontrollkräfte vor allem den Umstand, dass die Gestaltung der Anlage ausschließlich vom vorhandenen Platzangebot, nicht aber von den „politisch-operativen Erfordernissen“ bestimmt werde. Bei einem grundlegenden Umbau sollten mehrere Probleme auf einmal gelöst werden: Die Abfertigungskapazität sollte gesteigert und die Überwachungsdichte weiter erhöht werden. Dabei sollten die einzelnen Reisekategorien (Alliierte und Diplomaten, zivile Pkw, Busse und so weiter) getrennt werden, um sie effizienter kontrollieren zu können. Neben einem umfassenden System aus Kameras wurden außerdem neue Fahndungs- und Verhörräume sowie verdeckte Personenschleusen gefordert.

Die erwartete Zunahme des Diplomaten- und Touristenverkehrs „durch die weltweite diplomatische Anerkennung der DDR“ galt den Verfassern als besondere Herausforderung, die statistisch umfassend belegt und hochgerechnet wurde. Die Dringlichkeit des Umbaus wurde insbesondere deshalb angemahnt, weil der Zustand der Grenzübergangsstelle zusehends das internationale Image der DDR zu schmälern schien:

„Die gegenwärtige Beschaffenheit und der Zustand der vorhandenen Kontrollgebäude, -anlagen und Einrichtungen sind nicht mehr geeignet, das politische Ansehen unseres Staates gegenüber ausländischen Bürgern zu stärken und den weiterhin zunehmenden grenzüberschreitenden Verkehr niveauvoll abzufertigen.“

Diese außenpolitische Dimension sollte mit der Forderung nach Sicherheit und dem übergeordneten Ziel der Fluchtverhinderung in Einklang gebracht werden – das Papier verordnete den Fahrzeugsperren und Barrikaden explizit eine möglichst „niveauvolle Gestaltung“. Das Projekt für einen grundlegenden Umbau der Grenzübergangsstelle rückte in der Folge stärker auf die politische Agenda. Der zitierte Stasi-Bericht bildete die Grundlage einer Beschlussvorlage für den Ministerrat aus dem Sommer 1974, um die Grenzübergangsstelle bis 1976 komplett umzubauen. Der dafür vorgesehene Etat wurde nochmals aufgestockt: Für 11,4 Millionen Mark der DDR sollten nun neue Kontroll- und Abfertigungsanlagen errichtet, die gesamte Grenzübergangsstelle überdacht und eine räumliche Trennung der Verkehrskategorien umgesetzt werden.

Die Bauarbeiten sollten noch im selben Jahr beginnen. Die Sicherheitsbedenken der Staatssicherheit und der außenpolitisch bedingte Handlungsdruck konnten jedoch nicht verhindern, dass das Projekt nun aus gänzlich anderer Richtung unter Beschuss geriet: Der Oberbürgermeister Ost-Berlins, Ernst Krack, beklagte hohe Kosten und die drohende Mehrarbeit für seine ohnehin überlasteten Berliner Planungsstellen. Verkehrsminister Arndt, dessen Haus als Kostenträger für die Verkehrseinrichtungen in Erscheinung treten sollte, schloss sich diesem Protest in einem Schreiben an Stasi-Chef Erich Mielke an.

Ob dieses verwaltungsinterne Störfeuer ausschlaggebend war, muss offenbleiben, jedenfalls wurde die Beschlussvorlage zurückgezogen und die Planungen für einen Großumbau kamen vorerst zum Erliegen. In den folgenden Jahren beschränkte man sich eher auf kosmetische Überarbeitungen. So wurden Panzermauern mit Sichtblenden verkleidet und die Panzersperren im Vorfeld entfernt. In der zweiten Hälfte der 1970er- Jahre wurden kleinere Umbauten vorgenommen und die bestehenden Einrichtungen schrittweise ergänzt. So entstanden Fußgängerkorridore und deutlich erweiterte Kontrollbereiche für Pkw, denen weite Teile der bisherigen Grünflächen zum Opfer fielen. Diese Maßnahmen sind aber eher als provisorische Zwischenlösungen zu verstehen, die zwar die Kapazität der Grenzübergangsstelle erhöhten, die geforderten Sicherheitsstandards und die angestrebte repräsentative Wirkung aber kaum erreicht haben dürften.

Zeitgenössische Fotografien und Luftbilder geben Aufschluss über den Zustand der Grenzübergangsstelle in diesen Jahren: Die bereits seit 1970 vorgesehene Überdachung der Kontrollflächen wurde nicht umgesetzt und die angestrebte Trennung des Verkehrs erfolgte lediglich mit Zaunelementen sowie einzelnen Betonsperren. Auch die neu gebauten Fußgängerkorridore bestanden lediglich aus Kunststoffwellplatten, die an einem Baugerüst befestigt waren. Obwohl gerade der Reisebusbetrieb und seine Kontrolle auf einer offenen Parkplatzfläche im schon erwähnten Staatssicherheitsbericht von 1973 Sicherheitsbedenken ausgelöst hatte, wurde er offenbar weiterhin nach diesem Verfahren abgefertigt.

Auch West-Alliierte zunehmend als Touristen in Ost-Berlin

Während die umgesetzten Baumaßnahmen also eher improvisiert wirken, zeigten die neuen Realitäten der Entspannungs- und Anerkennungspolitik die befürchteten Auswirkungen auf den Alltag der Kontrollkräfte. Sie mussten nicht nur mit deutlich mehr ausländischen Funktionsträgern und zunehmendem Tourismus umgehen, auch die West-Alliierten strömten nun in immer größerer Zahl in den Osten. Noch in den 1960er-Jahren hatte die US-Administration ihren Staatsbürgern von Besuchen in Ost-Berlin abgeraten und vor möglichen Übergriffen gewarnt. Ab Beginn der 1970er-Jahre wurden diese Regeln jedoch gelockert – nun begann sogar die Führung der US-Streitkräfte in Berlin, ihre Soldaten zu Individualtrips hinter die Mauer zu ermutigen.

Die alliierten Truppen waren aus DDR-Sicht ein besonderes Sicherheitsrisiko, da sie das engmaschigere Kontrollnetz an der Grenzübergangsstelle problemlos umgingen: Ihr Sonderstatus ermöglichte es ihnen, den Grenzübergang in Privat-Pkw und in Militärfahrzeugen, auf Privattouren oder in dienstlicher Mission zu durchqueren – den DDR-Kontrollkräften waren praktisch keine Kontrollen erlaubt. Zum Ärger der DDR-Behörden waren sich die ungebetenen Gäste ihrer Unantastbarkeit vollauf bewusst, während der Staatssicherheit nichts weiter übrigblieb, als Berichte anzufertigen. Sie dokumentierte akribisch obszöne Gesten, provokante Fahrzeugaufkleber, Verkehrsverstöße, Diebstähle und (das vielleicht drängendste Problem) die massenhafte Ausfuhr knapper Konsumgüter. Da die Alliierten die Autorität der DDR-Führung über Ost-Berlin weiterhin nicht anerkannten, blieb man dabei meist ohnmächtiger Zuschauer und konnte höchstens diplomatische Protestnoten durch die sowjetische Botschaft vorbringen lassen.

Die Passkontrollkräfte unternahmen jedoch Anstrengungen, zumindest das beschriebene Mindestmaß an Kontrollen durchzusetzen, das nach der Panzerkonfrontation als Kompromiss etabliert worden war. Gerade unter den Vorzeichen der Entspannungspolitik gerieten diese Kontrollversuche jedoch zu einer heiklen Aufgabe, und es kam immer wieder zu Zwischenfällen, wenn alliierte Soldaten und ihre (zivilen) Begleitungen das Vorzeigen von Identitätsdokumenten verweigerten. Dabei drohten wütende Reaktionen der betroffenen Militärangehörigen und peinliche Blockaden der oft beschworenen „zügigen und reibungslosen Abfertigung“.

Als beispielsweise im Juni 1976 der Wagen einiger britischer Soldaten den Grenzübergang nach einer derartigen Auseinandersetzung für knapp zehn Minuten blockierte, stellte sich rasch ein Verkehrsstau von rund dreißig Fahrzeugen ein. Der Verfasser des entsprechenden Stasi-Berichts vermerkte mit Blick auf potentielle Image-Schäden, dass es sich „hauptsächlich [um] Fahrzeuge in der DDR akkreditierter Diplomaten [handelte]“.

Da sich derartige Zwischenfälle in dieser Zeit häuften, vermutete die Staatssicherheit einen gezielten Provokationsversuch durch die West-Alliierten. Dennoch siegte die Sorge um mögliche Imageschäden und diplomatische Verwicklungen – die Passkontrollkräfte knickten ein, und die Einreise wurden „unter Protest [gestattet,] um weitere Auswirkungen auf den grenzüberschreitenden Verkehr zu vermeiden“.

Verdeckte Fluchtverhinderung und „Feindbekämpfung“

Der Umstand, dass die DDR-Kontrollkräfte gegenüber den Alliierten eher zurückhaltend auftraten, sollte jedoch keineswegs zu der Schlussfolgerung verleiten, dass die Wachsamkeit gegenüber dem vermeintlich allgegenwärtigen Gegner im Verlauf der 1970er-Jahre nachgelassen hätte. Die Monatsberichte von Passkontrolleinheiten und Grenztruppen zeugen vielmehr von einer sorgsam kultivierten Wagenburgmentalität, in der sich die Akteure von allen Seiten durch diffuse Feinde bedroht sahen: Zu den sorgsam erfassten „Handlungen des Gegners beiderseits der Staatsgrenze“ zählten neben Fluchtversuchen die Aktivitäten der West-Alliierten und das tägliche Treiben jenseits der Mauer.

Aufschlussreich für die stellenweise durchaus an Paranoia grenzende Feindbildkonstruktion an den Grenzübergängen ist auch eine in den 1970er-Jahren herausgegebene Handreichung, die Bombenattentate und organisierte Ausschleusungen an den Grenzübergängen gleichermaßen als planvolle Attacken auf die DDR identifiziert und sie der „Raffiniertheit [und] Brutalität“ des nicht näher benannten Gegners zuschreibt. Die Stasi sah sich in der Friedrichstraße also auch weiterhin im permanenten Kampf mit einem bedrohlichen und zugleich unscharf definierten Feind. Inwiefern die einzelnen PKE-Angehörigen diese Haltung verinnerlichten, muss freilich offenbleiben, sie gehörte jedoch fest zum institutionellen Selbstverständnis und mentalen Kosmos der Staatssicherheit. Der Dienstalltag am „berüchtigten Chek Point Charly [sic!]“ geriet so zum riskanten Fronteinsatz im Kalten Krieg:

„[Hier] machen wir sozusagen an der Trennungslinie zwischen den sich feindlich gegenüberstehenden Gesellschaftssystemen unseren Dienst. Das (…) verlangt von allen Mitarbeitern vom Posten 1, der am weißen Strich steht und damit ganz vorn steht, bis zum Endkontrolleur – höchste Konzentration (…) denn sie sind (…) gegenüber feindlichem Einwirken, ständig gleichermaßen gefährdet.“

Den offensichtlichen Widerspruch zwischen diesem kämpferischen Anspruch gegenüber dem Gegner jenseits der Staatsgrenze und dem eher zurückhaltenden Auftreten, das die Tauwetterpolitik der Stasi auferlegte, ließ sich indes mit marxistischer Dialektik auflösen. So wurde erklärt, dass „die Politik der friedlichen Koexistenz harter Klassenkampf ist“, wodurch sich neue, schärfere Ansprüche an die militärische Einsatzbereitschaft stellen würden.

Die Gegner im inneren

Im Zentrum dieses permanenten Kampfes stand der Gegner im Inneren, also die fluchtwilligen Bewohnerinnen und Bewohner der DDR, für die sich besonders durch den Sonderstatus des Diplomaten- und Alliiertenverkehrs potenziell eine klaffende Lücke im Eisernen Vorhang eröffnete. Neben der Ausschleusung in den Kofferräumen von Diplomatenwagen und den ebenfalls kontrollbefreiten Privatfahrzeugen der alliierten Soldaten war besonders die Flucht in westalliierten Militäruniformen eine aussichtsreiche Option. Wie bereits beschrieben, konnten Uniformierte den Grenzübergang ohne jede Behinderung durch die Kontrollkräfte durchqueren. Die Stasi war sich dessen vollauf bewusst und bemühte sich, das Schlupfloch möglichst unauffällig zu schließen, gleichzeitig aber auf konfrontative Kontrollen der Alliierten zu verzichten. Dazu wurden im Laufe der Zeit durchaus ausgeklügelte Verfahrensweisen entwickelt, um jede unerwünschte „Öffentlichkeitswirksamkeit“ zu unterbinden. Dieses Ziel war nicht ohne Weiteres zu verwirklichen: Der Grenzübergang stand unter permanenter Beobachtung der Alliierten. Zwischenfälle am weltbekannten Checkpoint Charlie riefen zudem immer wieder Pressereaktionen der West-Berliner und bundesdeutschen Presse hervor.

Vor diesem Hintergrund setzte die Stasi gegenüber dem alliierten Militärpersonal auf ein Netzwerk aus verdeckten Überwachungsmaßnahmen und zunehmendem Technikeinsatz, mit dem diese Personengruppe schon bei der Einreise möglichst vollständig erfasst werden sollte. Dies geschah zunächst mit Karteikarten, später aber auch mit Foto- und Videosystemen. Uniformierte Personen, die zur Ausreise erschienen, bei der Einreise aber nicht entsprechend erfasst worden waren, wurden unter Vorwänden überprüft. So wurden im Februar 1974 zwei Personen in US-Uniform gestoppt, wobei die schlechten Englischkenntnisse einer der beiden Männer auffielen.

Der Vorgang wurde durch den alliierten Beobachtungsposten in einem Gebäude am Checkpoint Charlie registriert, und der diensthabende Kommandeur der amerikanischen Militärpolizei kam hinzu. Letztlich wurde die Gruppe von den Passkontrollkräften gebeten, „den Sachverhalt im Dienstgebäude (…) zu klären“, was sie von anderen Reisenden isolierte. Die verdächtige Person wurde im Gebäude von seinem Begleiter (einem „echten“ US-Soldaten) und dem Checkpoint-Kommandeur getrennt und erst in der sicheren Abgeschiedenheit der eigenen Verhörräume gewaltsam durchsucht und festgenommen.

Die alliierten Soldaten, die sich in derartigen Fällen mit ihren Fahrzeugen und zur Verfügung gestellten Uniformen als Fluchthelfer betätigten, waren demgegenüber fast unantastbar und mussten in aller Regel ohne Konsequenzen nach West-Berlin entlassen werden – so auch in diesem Fall. Umso bemerkenswerter ist deshalb die Festnahme eines 25-jährigen US-Militärpolizisten im September desselben Jahres, der für eine westdeutsche Fluchthilfeorganisation tätig war: Sein Fahrzeug wurde aufgehalten, und die versteckten Flüchtenden im Kofferraum wurden verhaftet. Anders als in bisherigen Fällen waren die Verantwortlichen hier jedoch entschlossen, ein Exempel zu statuieren. Der Soldat wurde nicht nach West-Berlin verwiesen, sondern festgenommen und an die herbeigerufene Sowjetarmee übergeben, die ihn inhaftierte.

Dieses Manöver brachte der DDR nicht nur unerwünschte Medienaufmerksamkeit ein, sondern führte (inmitten des KSZE-Prozesses) auch zu Verstimmungen zwischen der DDR und der Sowjetunion, die in „derart diffizilen Angelegenheiten“ zukünftig ein behutsameres Vorgehen einforderten. Offenbar war diese Rüge wirksam – die Aktion scheint ein Einzelfall geblieben zu sein.

Nicht alle Fluchtversuche waren jedoch heimlich zu unterbinden, und die am Grenzübergang eingesetzten Sicherungskräfte der Grenztruppen, des Zolls und der Staatssicherheit übten regelmäßig gemeinsam „Handlungsvarianten“ für verschiedene Fluchtszenarien. Das letzte Mittel zur ihrer Verhinderung blieb stets die Anwendung tödlicher Gewalt. Als Anfang Januar 1974 der Volkspolizist Burkhard Niering einen Passkontrolleur als Geisel nahm und über die Grenzübergangsstelle nach West-Berlin fliehen wollte, schossen die Einsatzkräfte auf den 24-Jährigen, der später an seinen Verletzungen verstarb. In internen Informationsschreiben der Stasi, die unter anderem auch an Staatschef Erich Honecker gerichtet waren, registrierte man aufmerksam westliche Proteste und Pressereaktionen und vermerkte gesondert, dass trotz der Fluchtrichtung keine Schüsse auf West-Berliner Territorium gefallen waren, „da sie gezielt auf den Terroristen abgegeben wurden“.

Die Staatsicherheit führte den Vorfall anschließend als Beispiel für vorbildliche Dienstdurchführung an, produzierte einen Ausbildungsfilm und ehrte neben den beteiligten Schützen auch Nierings Geisel:

„Mir war klar, daß mein Leben äußerst bedroht war, aber ich empfand auch, daß ich immer mit einem Makel behaftet gewesen wäre, wenn es dem Terroristen [!]gelungen wäre, (…) sein Verbrechen und seinen Verrat an der DDR zu vollenden.“

„Repräsentative Grenzübergangsstelle“ und verstärkte Überwachung

Während man sich in den 1970er-Jahren also auf eine störungsfreie Abfertigung fokussierte, Konfrontationen zähneknirschend vermied und Fluchtversuche möglichst unauffällig, im Zweifel aber auch gewaltsam zu verhindern versuchte, blieb der wiederholt geforderte Großumbau weiterhin aus. Erst Mitte der 1980er-Jahre kehrte er schlagartig auf die politische Tagesordnung zurück.

Auslösend waren dafür (wie schon zu Beginn der 1970er-Jahre) verschiedene, sich gegenseitig berührende Erwägungen, die eigentlich nur indirekt mit der Grenzsicherung zu tun hatten. Zum einen erkannte die DDR-Führung ihre martialischen Grenzanlagen mittlerweile selbst als potenzielles Verhandlungshindernis, wenn es darum ging, die dringend benötigten westlichen Kredite sicherzustellen. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts wurde deshalb eine Kampagne begonnen, um „den Grenzsperren ein freundlicheres Erscheinungsbild zu verleihen“. Zum anderen rückte das 750-jährige Stadtjubiläum Berlins näher, bei dem die DDR ihre Hauptstadt weltoffen und modern präsentieren wollte.

Zudem fiel nun die politische Entscheidung, den Aufbau des Ost-Berliner Stadtzentrums bis 1989 abzuschließen. Sie führte zur Jahreswende 1983/84 zum Beschluss des Politbüros und des Ministerrats, die bisher nachlässig behandelte Friedrichstadt aufzuwerten. Die politischen Lenker der DDR entschlossen sich nun dazu, das kommerzielle Vorkriegszentrum in der Friedrichstraße „zur bedeutendsten Handels- und Geschäftsstraße Berlins mit vielfältigen Erlebnisbereichen auszubauen“. Der Grenzübergang als Abschluss beziehungsweise internationales Einfahrtstor in diese neu zu konzipierende Einkaufsmeile war fester Bestandteil der Planungen. Es war schließlich dieser politische Beschluss zur Stadtverschönerung, der die noch immer schwelenden Bauplanungen zurück auf die Agenda katapultierte.

Der Nationale Verteidigungsrat zog am 2. Februar 1984 nach und beschloss, „die Rekonstruktion der Grenzübergangsstelle (…) der Gestaltung der Friedrichstraße termingerecht anzupassen“. Am 27. Februar fand dann bereits eine gemeinsame Beratung der Grenztruppen mit Vertretern der Staatssicherheit, der Zollverwaltung und des Verkehrsministeriums statt. Das Protokoll dieser Zusammenkunft verdeutlicht die neue Dringlichkeit des Bauvorhabens: So sollten die Grenztruppen innerhalb von zwölf Tagen einen Anforderungskatalog erarbeiten und erste Baumaßnahmen schon im Mai beginnen. Dass die nun eilends geplante Anlage nicht nur als Funktionsbau angesehen wurde, der den Bedürfnissen der „Grenzorgane“ genügen musste, sondern als Teil eines städtebaulichen Gesamtensembles zu verstehen war, wird auch daran deutlich, wie sehr sich städtische Planungsstellen in das Projekt der „repräsentativen Grenzübergangsstelle“ einschalteten. So hatte sich selbst der Anbau des Dienstgebäudes, der unmittelbar an den Mauerstreifen angrenzte und inmitten des Sperrgebiets lag, den ästhetischen Vorstellungen der Bezirksbaudirektion Mitte zu beugen:

„Als Grundlage für die Erarbeitung von Gestaltungsvorschlägen gelten die für das Stadtzentrum verbindlichen städtebaulichen Prämissen: (…) Einhaltung der Baufluchten; (…) Ausbildung eines Dachgeschosses; Betonte Gestaltung der Erdgeschoßzone; (…) Einsatz hochwertiger, dauerhafter Materialien; keine Fassadenanstriche“.

Weitere Vorgaben des Magistrats betrafen unter anderem die „standortgerechte“ und abwechslungsreiche Gestaltung der Umfassungsmauer sowie das Material und die Farbgebung der geplanten Kontrollhalle. In den folgenden zwei Jahren wurde der bisherige Grenzübergang im laufenden Betrieb vollständig abgetragen und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen neu gebaut. Das Herzstück bildete dabei eine rund 60 Meter breite Kontrollhalle mit zehn Abfertigungstrakten, die in ähnlicher Form an den Autobahngrenzübergängen in Drewitz und Marienborn entstand. Davor, dem Checkpoint Charlie zugewandt, wurde ein repräsentativer Zufahrtsbereich mit Ziermauern, zwei automatisch bewässerten Hochbeeten und drei teilweise verklinkerten Wachtürmen errichtet.

Demgegenüber sah man auf der DDR-Seite offensichtlich weniger Bedarf für eine ansprechende Gestaltung und hielt sie wesentlich funktionaler. Laut Auskunftsdokumenten der Passkontrolleinheit war das Großbauprojekt (nicht ganz fristgerecht) bis 1986 abgeschlossen und somit zum 750-jährigen Stadtjubiläum Berlins fertiggestellt, womit laut internem Schriftverkehr des MfS eine „attraktive Grenzübergangsstelle geschaffen [wurde], die eine niveauvolle und jederzeit zügige Abfertigung (…) gewährleistet.“

Neben allem Bemühen um eine repräsentative Optik hatten die Sicherheitsbehörden, allen voran die Staatssicherheit, den Umbau jedoch auch dafür genutzt, ihre eigenen Kontroll- und Überwachungsmittel von Grund auf zu modernisieren. Das gesamte Areal wurde unter erheblichem Aufwand mit neuer Überwachungstechnik versehen; neben Lichtschrankentechnik wurden dazu auch flächendeckend Kameras eingesetzt, mit denen die Anlage überwacht wurde, Autokennzeichen sowie der kontrollbefreite Fußgänger- und Pkw-Verkehr erfasst und die „Feindseite“ beobachtet wurden. Die Steuerung erfolgte dabei aus einer eigens eingerichteten Zentrale.

Ob der Grenzübergang die ihm angedachte Repräsentationsfunktion auch in den Augen der Reisenden erfüllte, muss offenbleiben. Zumindest aber erwies sich der Neubau als beliebtes Fotomotiv für Touristen, der trotz seines nur dreijährigen Bestehens hundertfach abgelichtet wurde und als zunehmend beliebtes Motiv auch auf West-Berliner Souvenirpostkarten erschien. Der Umstand, dass man einen repräsentativen Mauerort in zentraler Lage geschaffen hatte, gereichte den Grenzbewachern jedoch nicht immer zum Vorteil. Schon vor dem Großumbau hatte sich der Grenzübergang auf West-Berliner Seite zu einem bevorzugten Schauplatz für Demonstrationen und Proteste gegen das SED-Regime entwickelt.

Dieser Trend setzte sich bis 1989 fort, und die Stasi-Akten dieser Jahre sind mit Berichten über diese so bezeichneten „feindlich-negativen Handlungen“ angefüllt. Vereinzelt kam es auch zu gewaltsamen Ausschreitungen, etwa anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerbaus im August 1986, bei dem die Grenzübergangsstelle von mehreren hundert Personen belagert wurde, bis letztlich auch die West-Berliner Polizei einschreiten musste. Die ständigen Proteste und das immer regere Besuchertreiben auf der Westseite konnten aus Stasi-Sicht jedenfalls nicht ignoriert werden, was aber Personal und Ressourcen band. Bei Angehörigen der Staatssicherheit schien sich nach dem Ausbau stellenweise sogar der Eindruck aufzudrängen, dass man gewissermaßen Opfer des eigenen Erfolges geworden sei:

„[Es] ist zu beachten, daß (…) aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades und ‚Schauwertes‘ der Grenzübergangsstelle (…) täglich hunderte bis tausende Touristen das unmittelbare Vorfeld frequentieren und somit feindlich negative Handlungen, Provokationen und Demonstrativhandlungen höchst öffentlichkeits- und massenwirksam sind.“

Chronische Überlastung

Der Umstand, dass im selben Papier auf Rationalisierungsmaßnahmen und eine Reduzierung des Schreibaufwandes gedrängt wurde, verweist auf ein weiteres Problem, das die Staatssicherheit zuletzt umtrieb: Mit dem weiter ansteigenden Reiseverkehr und den häufigeren Protestaktionen wuchs auch der Personalaufwand stetig. Eine Prüfungskommission, die den Grenzübergang im Winter 1988 inspizierte, stellte fest, dass zu Stoßzeiten nicht nur das reguläre Personal der Verwaltung und die Funktionsoffiziere in der Passkontrolle eingesetzt werden mussten, sondern dass aushilfsweise weitere Kräfte aus anderen Diensteinheiten angefordert wurden. Die befragten Passkontrollkräfte klagten über Personalengpässe, Urlaubssperren sowie Sonderdienste an den Wochenenden. Dabei stieß es nach eigenem Bekunden auf „Unverständnis“, dass selbst Kranken- und Urlaubstage anteilig nachgearbeitet werden mussten. Vieles deutet also auf eine chronische Überlastung der Kontrollkräfte hin, die – analog zur baulichen Entwicklung – nicht mit dem stetig steigenden Aufgabenvolumen schritthalten konnten.

Die Reisenden bekamen freilich nur wenig von den Problemen mit, die die Staatssicherheit zuletzt plagten. Die letzten Baumaßnahmen, die in der Friedrichstraße geplant wurden, hätten den andauernden Prozess hin zu einem scheinbar „niveauvollen“ Grenzübergang nun auch auf der DDR-Seite zur Vollendung gebracht. Im Sommer 1989, als sich entlang der Friedrichstraße noch immer geschäftig die Baukräne drehten, um die sozialistische Konsum- und Geschäftsmeile fertigzustellen, hatten sich die Ost-Berliner Planungsstellen der eigenen Zufahrt des Grenzübergangs angenommen. Das Ziel war nicht weniger als die möglichst vollständige Beseitigung der Kontrollanlagen aus dem Stadtbild: Nicht das Tor in den Westen, sondern ein reich gestalteter Wendehammer für Linienbusse, ein kleiner Taxistand und Blumenbeete sollten zukünftig den Abschluss der Friedrichstraße bilden, die damit nicht mehr als eine von der Mauer gekappte Arterie erkennbar sein sollte.

Der Grenzübergang wäre demgegenüber hinter einer Sichtblende verschwunden, während der Grenzverkehr über die Seitenstraßen vorbeifließen sollte. Die Ereignisse im November 1989 überholten diese Planungen jedoch, und sie kamen wohl nicht mehr zur Ausführung . Dem Mauerfall zum Trotz sollte der Grenzübergang sein weitaus bescheideneres Pendant auf der Westseite letzten Endes aber noch um einige Wochen überleben – er war (zumindest formell) noch in Betrieb, als der Checkpoint Charlie im Juni 1990 feierlich demontiert wurde.

Fazit

Während der 28 Jahre seines Bestehens blieb der DDR-Grenzübergang in der Friedrichstraße ein überaus dynamischer Ort, der Zeit seiner Existenz permanentem Wandel ausgesetzt war und neuen Anforderungen angepasst wurde. Während die Fluchtverhinderung im alltäglichen Handeln der Sicherheitsbehörden ohne Zweifel das zentrale Anliegen blieb, galt es, an den Grenzübergängen der DDR auch staatliche Handlungsmacht und Souveränität gegenüber dem (westlichen) Ausland zu demonstrieren. Durch seine Lage im Zentrum Berlins, die unmittelbare Anwesenheit der West-Allliierten und durch ihren permanenten, aus DDR-Sicht praktisch unkontrollierbaren Reiseverkehr durch die Mauer galt dies für den Grenzübergang in der Friedrichstraße in gesteigertem Maße und zeigte sich hier wie im Brennglas: Letztlich wurde mit jedem alltäglichen Konflikt zwischen den Kontrollkräften und den west-alliierten Truppen erneut um die staatliche Souveränität der DDR und den Status Ost-Berlins gerungen, auch wenn diese permanente Auseinandersetzung niemals wieder die Dramatik der Panzerkonfrontation vom Oktober 1961 erreichen sollte.

Die DDR-Behörden erkannten diese Zusammenhänge früh und begriffen den Grenzübergang deshalb zu keinem Zeitpunkt als rein funktionales Gebilde innerhalb des Grenzsicherungssystems der Berliner Mauer. Der Umstand, dass bereits beim Aufbau der Anlage im Herbst 1961 Sicherungsmaßnahmen und ästhetische Aspekte zusammengedacht wurden, weist darauf hin, dass die Verantwortlichen dem Ort sehr früh eine zentrale Bedeutung beimaßen. Bei den Ausbaumaßnahmen ließen sie sich nicht nur davon leiten, durch „die Normalisierung der Kontrollen (…) die Anormalität der Teilung zu verstetigen“, sondern es bestand darüber hinaus ein Bewusstsein dafür, dass der Grenzübergang ein international bekannter und viel beachteter Symbolort des Kalten Krieges war. Diese Prominenz hatte sich die DDR-Führung mit der von ihr verursachten Panzerkonfrontation am 27.Oktober 1961 gewissermaßen selbst aufgezwungen.

Die Aus- und Umbauten, die in den Jahrzehnten danach waren aber stets bewusste Gestaltungsentscheidungen und damit Indikatoren für die Prioritätensetzungen des Regimes in seiner angestrebten Außendarstellung. Die inhärenten Widersprüche aus Abschottung und Öffnung ließen sich indes immer nur aushandeln, aber nie auflösen.

So war man in den frühen 1960er-Jahren zwar einerseits noch bereit, in betont konfrontativer Manier militärische Stärke und staatliche Souveränität zu signalisieren. Der Umstand, dass man sich hinter Panzersperren und Losungstafeln verschanzte, hinderte die Hüter des Grenzübergangs andererseits jedoch nicht daran, gegenüber prominenten Gästen flexibel aufzutreten, sofern sich außenpolitisches Kapital daraus schlagen ließ. Die Anlagen, die während dieser Zeit entstanden, spiegelten in ihrer Ausgestaltung mit Panzersperren und Geranienkästen diese Doppelfunktion. Dieser Ansatz galt jedoch spätestens mit dem Beginn der Tauwetterperiode in den 1970er-Jahren nicht nur aufgrund gestiegener Sicherheitsbedürfnisse und Abfertigungszahlen als veraltet, sondern auch, weil das Konglomerat aus Stahlbeton und Abfertigungsbaracken im Zeitalter der Anerkennungspolitik kaum mehr geeignet schien, das Bild einer modernen und weltoffenen DDR zu vermitteln.

Wenn es in dieser Zeit darum ging, für einen Umbau zu werben, rückte deshalb vor allem die Sorge um das internationale Image der DDR in den Vordergrund. Ein mit diesem Argument wiederholt geforderter umfassender Umbau wurde indes durch Prioritätsrangeleien und materielle Einschränkungen immer wieder verzögert. Der Grenzübergang wurde stattdessen mehr und mehr von provisorischen Erweiterungen überformt, die darauf abzielten, den wachsenden Reiseverkehr effizient abzufertigen. Parallel zu diesen Rationalisierungsmaßnahmen versuchten die Sicherheitsbehörden, durch verstärkte Überwachung und ein möglichst verdecktes Vorgehen Fluchtversuche zu unterbinden und den Reiseverkehr möglichst lückenlos zu kontrollieren – ohne dabei unerwünschte Aufmerksamkeit zu erregen, internationale Spannungen hervorzurufen oder den Besucherfluss zu unterbrechen.

Erst als sich zu Beginn der 1980er-Jahre der politische Wille verstärkt auf die Stadtverschönerung im Umfeld des Grenzübergangs ausrichtete – auch hier ging es letztlich um ein „Schaufenster“ gegenüber dem Ausland –, erhielten die noch schwelenden Planungen für einen grundsätzlichen Umbau den notwendigen Nachdruck. Damit wurde aber nicht nur ein städtebauliches Gesamtkonzept realisiert, sondern auch das Kontrollsystem erneut optimiert. Inmitten der modernisierten und (zumindest aus ihrer Sicht) ästhetisierten Anlage sahen sich die Sicherheitsbehörden in der Friedrichstraße gegen Ende der 1980er-Jahre wiederum mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Die Reisezahlen stiegen weiter, das eigene Personal geriet zunehmend an die Belastungsgrenzen, und man fand sich an einem Ort wieder, der die DDR wirksam repräsentieren sollte, aber längst auch zu einem Schauplatz für Demonstrationen und gegen das Regime gerichtete Aktionen auf West-Berliner Seite geworden war.

Die DDR konnte darauf nur noch in Ansätzen reagieren, bevor der Interner Link: Mauerfall am 9. November 1989 die nur knapp drei Jahre alte Kontrollanlage obsolet werden ließ. Bereits im Juli 1990, kurz nach dem endgültigen Ende der Grenzkontrollen, begann der Abriss des Gebäudekomplexes. Die Kontrollhalle wurde zerlegt und von der Treuhand verkauft. Die gewaltige Freifläche, die dadurch kurzzeitig im Stadtbild aufklaffte, sollte jedoch keinen Bestand haben: Statt DDR-Sicherheitsbehörden und SED-Funktionären rangen fortan Großinvestoren und Immobilienspekulanten, aber auch sowie Akteure, die sich für einen Erinnerungsort engagierten, um die Gestaltung Zukunft dieses weltbekannten Ortes.

Ein Prozess, der noch heute im Gange ist, 37 Jahre nach dem Mauerfall nun mit einer konkreten Perspektive (siehe Titelfoto): Auf den Grundstücken wird – neben Wohn- und Geschäftshäusern – auf rund 2.300 Quadratmetern ein dauerhafter Bildungs- und Erinnerungsort geschaffen, der die bewegte Geschichte des Grenzüberganges "Checkpoint Charlie" in der Friedrichstraße und des Interner Link: Kalten Kriegs vermitteln soll. Der Gestaltungswettbewerb wurde im September 2026 abgeschlossen, der Baubeginn ist für das Jahr 2030 geplant.

Zitierweise: Hendrik Gaus, „Vergangenheit und Zukunft des Checkpoint Charlie. Zwischen Panzersperren und Geranienkästen: Mehrdeutigkeiten des DDR-Grenzübergangs am Berliner Checkpoint Charlie", in: Deutschland Archiv vom 25.10.2026, Link: www.bpb.de/582551. Aus technischen Gründen erscheint der Beitrag erst im Lauf des Montags mit vollständiger Bebilderung.

Beiträge auf dieser Website sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und sind Mosaiksteine zur Erschließung von Zeitgeschichte.

Ergänzend:

Sarah Bornhorst, Interner Link: "Sanktioniert, instrumentalisiert, ausgeblendet": Günter Litfins Strafverfolgung wegen Paragraf 175 in West-Berlin und seine mediale Diffamierung in Ost-Berlin", DA vom 22.2.2026

Anna von Arnim-Rosenthal, Susanne Muhle, Julia Reuschenbach, Interner Link: Der Teilung auf der Spur, Orte der Berliner Mauer zwischen Authentizität, Massentourismus und Gedenken, DA vom 30.9.2022

Bernd Greiner, Interner Link: Spuren und Lehren des Kalten Kriegs, DA vom 21.1.2021.

Georg Mascolo, Interner Link: Die Maueröffner, DA vom 9.11.2021.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Zu dieser wahrgenommenen Doppelbedrohung von Innen und Außen vgl. auch: Peter Boeger, Die Stasi und die innerdeutschen Grenzübergangsstellen 1961–1989. Eine kommentierte Edition ausgewählter Dokumente (BF informiert 47). Berlin 2004, S.7-14.

  2. Zur wachsenden Bedeutung Ost-Berlins als Tourismusmetropole (wenn auch mit einem Fokus auf osteuropäische Besuchende) siehe: Michelle Stanley, „Here Beats the Heart of the Young Socialist State“. 1970’s East Berlin as Socialist Bloc Tourist Destination, in: The Journal of Architecture 18:3, London 2013, S.683-698.

  3. Der Name Checkpoint Charlie leitet sich aus dem NATO-Buchstabieralphabet ab, da er nach Checkpoint Alpha (Helmstedt/Marienborn) und Bravo (Drewitz/Dreilinden) der letzte Checkpoint war, den alliierte Militärangehörige auf dem Weg aus der Bundesrepublik nach Ost-Berlin zu passieren hatten. Er wurde zunächst nur von der US-Armee betrieben, erst später kamen auch französische und britische Militärpolizisten hinzu. Die originale Holzbaracke wurde dazu erweitert, bevor sie Mitte der 1970er-Jahre durch einen Metallcontainer ersetzt wurde, der Ende der 1980er seinerseits von einem neuen Containerbau abgelöst wurde. Während der DDR-Grenzübergang immer weiter wuchs, blieb der Checkpoint Charlie also immer ein betont provisorisches Gebilde – womit die Alliierten auch ihre Nichtanerkennung der Grenze durch Berlin unterstrichen. Der Checkpoint diente vor allem der Absicherung der allliierten Soldaten, die sich hier bei Ost-Berlin-Besuchen auch an- und abzumelden hatten. Fahrzeug- und Personalkontrollen, wurden jedoch nicht durchgeführt.

  4. Vgl. hierzu Ingo Wolfgang Trauschweizer, Tanks at Checkpoint Charlie: Lucius Clay and the Berlin Crisis, 1961-62”, in: Cold War History, London 2006, 6:2, S. 205-228.

  5. Für eine knappe Darstellung des Konflikts aus sowjetischer Sicht: Matthias Uhl, Krieg um Berlin? Die sowjetische Militär- und Sicherheitspolitik in der zweiten Berlin-Krise 1958 bis 1962 (Quellen und Darstellungen zu Zeitgeschichte 73). München 2008, S. 146f.

  6. Winfried Heinemann/Manfred Wilke, Kein Krieg um Berlin – Sicherheitspolitische Aspekte des Mauerbaus, in: Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz (Hrsg.), Die Berliner Mauer. Vom Sperrwall zum Denkmal (Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz 76/1), Berlin 2009, S. 35-51, hier S. 44.

  7. Konrad H. Jarausch, Checkpoint Charlie, in: Klaus-Dietmar Henke (Hrsg.), Die Mauer. Errichtung, Überwindung, Erinnerung. München 2011, S. 181-195, hier S. 184.

  8. Vgl. Telegramm Walter Ulbrichts an das Politbüro vom 27.10.1961; Bundesarchiv SAPMO DY 30/3291, Bl. 70; abgedruckt in: Matthias Uhl/Armin Wagner, Ulbricht, Chruschtschow und die Mauer (Vierteljahresschriften für Zeitgeschichte 86). München 2003, S. 166f.

  9. Brief Erich Mielkes an Walter Ulbricht vom 28.10.1961; Bundesarchiv STUA, MfS SdM 1895, Bl. 176.

  10. Sogenannte „Panzermauern“ und Sperranlagen entstanden auch an den innerstädtischen Grenzübergängen und an prominenten Orten wie dem Brandenburger Tor. Die Maßnahme geht auf eine Anweisung Walter Ulbrichts zurück, der unmittelbar nach der Panzerkonfrontation befürchtete, dass die West-Alliierten nun auch versuchen könnten „an den […] anderen Übergängen durchzukommen“. Vgl.: Brief Walter Ulbrichts an das Politbüro vom 29.10.1961; Bundesarchiv BA SAPMO-BA, DY 30/3291, Bl. 71; Matthias Uhl/Armin Wagner, Ulbricht, Chruschtschow und die Mauer (Anm. x), München 2003, S.170.

  11. Karl-Heinz Schleinitz, Damit alle Kinder frohe Weihnachten haben, in: Neues Deutschland, vom 04.12.1961, S. 2.

  12. „Dokumentation für die Sperranlage am KP-Friedrichstraße“; Bundesarchiv STUA, MfS SdM 2615, Bl.330f.

  13. So der Text eben einer solchen Propagandatafel vgl. https://sammlung.stiftung-berliner-mauer.de/Details/Index/1360504, zuletzt aufgerufen am 17.4.2026.

  14. Auf zeitgenössischen Fotografien ist zunächst keinerlei bauliche Sicherung erkennbar.

  15. „Befehl Nr. 3/64 des Ministers für Nationale Verteidigung über die Verbesserung der Zusammenarbeit und des Zusammenwirkens der an den Grenzübergangsstellen eingesetzten Kräfte vom 6.1.1964“; Bundesarchiv STUA, MfS BdL 15077, Bl. 1-11.

  16. Vgl. auch Peter Joachim Lapp, „Hauptaufgabe Fluchtverhinderung“, www.bpb.de/223732, zuletzt aufgerufen am 7.10.2026.

  17. Olaf Briese, Die Mauer als Mauer. Überlegungen über Beton, in: Annet Gröscher/Arwed Messmer (Hrsg.), Inventarisierung der Macht. Die Berliner Mauer aus anderer Sicht (Band II: Macht/Power), Ostfildern 2016, S. 420-427, hier S.421.

  18. Der Umstand, dass die Dienstvorschrift ein „korrektes und höfliches Auftreten“ forderte, wurde im Übrigen auch von ehemaligen DDR-Passkontrolleuren gerne unterstrichen. Vgl. Hans-Dieter Behrendt: „Guten Tag, Passkontrolle der DDR“. Über die Tätigkeit der Kontroll- und Sicherheitsorgane an der deutsch-deutschen Grenze zwischen 1945 und 1990. Schkeuditz 2008, S. 129.

  19. „9. Diskussionsbeitrag Genosse Friebel, PO VI, zur Kreisdelegiertenkonferenz am 15. Februar 1974“; Bundesarchiv STUA, MfS SED-KL 3363, Bl. 255-265, hier Bl. 256.

  20. Vgl., Constance Bürger, 13. September 1964: Martin Luther King predigt in Ost-Berlin, Deutschland Archiv 2024: www.bpb.de/519736, zuletzt aufgerufen am 24.9.2025.

  21. Die aufgewühlte Ehefrau des getöteten US-Piloten war demgegenüber fast zeitgleich am Grenzübergang Staaken zurückgewiesen worden. Vgl. „Information. Auskunftsersuchen durch zwei USA-Bürger […]“; Bundesarchiv, MfS STUA ZAIG 11742, Bl. 444-446.

  22. Das Vorhandensein eines solchen Systems ist aus Erwähnungen in Ereignismeldungen und Berichten der Grenzübergangsstelle herleitbar, allerdings muss offenbleiben, wann es eingeführt bzw. wieder abgeschafft wurde. Vgl. dazu exemplarisch: „Bericht!“ der Staatssicherheit zur Kontrolle des damaligen US-Senators Richard Nixon, 1963, Bundesarchiv STUA, MfS ZAIG 783, Bl. 18f.

  23. Der Zwischenfall führte zur Ablösung des bisherigen PKE-Leiters. Vgl. „Einzelinformation über einen Grenzdurchbruch […] am 16.8.1965“, Bundesarchiv STUA, MfS ZAIG 1099, Bl. 1-4.

  24. „Auskunftsdokumente der Grenzübergangsstelle Zimmerstraße, Stand: 01.01.1970“ aus dem Bestand der Grenztruppen; Bundesarchiv, DVH 32/120722, Bl 27.

  25. Auskunftsbericht GÜSt Zimmerstraße, 15.02.1971“ aus dem Bestand der Grenztruppen, Bundesarchiv, DVH 51-1/145496, Bl. 133.

  26. „Perspektivplan der Bauinvestitionen 1971-1975“ aus dem Bestand der Grenztruppen, Bundesarchiv, DVH 32/114504, Bl. 202.

  27. Stefan Wolle, Ost-Berlin. Biografie einer Hauptstadt. Berlin 2020, S.161. Und: Hermann Wentker, Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO, Deutschland Archiv vom 18.9.2023, www.bpb.de/518364, zuletzt aufgerufen am 11.6.2026.

  28. „Politisch-operative Aufgabenstellung für die Rekonstruktion der Grenzübergangsstelle Friedrich-/Zimmerstraße“; Bundesarchiv STUA, MfS HA VI 13644, Bl. 90.

  29. Ebd. Bl. 71.

  30. Ebd. Bl. 70.

  31. Ebd. Bl. 93.

  32. Beschluß zur Konzeption über die Rekonstruktion der Straßengrenzübergangsstelle Friedrich-/Zimmerstraße in der Hauptstadt der DDR, Berlin“, Bundesarchiv STUA, MfS SdM 261, S.5-14.

  33. Abschrift eines Schreibens von OB Ernst Krack an Verkehrsminister Otto Arndt (Ohne Datierung), Bundesarchiv STUA, MfS SdM 261, S.21-23.

  34. Im restlichen Grenzstreifen begann der Abbau der Panzersperren hingegen erst rund 10 Jahre später. Vgl. Gerhard Sälter, Die Sperranlagen, oder: Der unendliche Mauerbau, in: Klaus-Dietmar Henke (Hrsg.), Die Mauer. Errichtung, Überwindung, Erinnerung. München 2011, S.122-137, hier S.135.

  35. Luftbilder und Fotografien zeigen, dass sich an diesem Umstand bis zum grundsätzlichen Umbau Mitte der 1980er-Jahre nichts änderte.

  36. Organsierte Bustouren durch den Osten waren im Rahmen des militärischen „Onboardings“ der US-Berlinbrigade schon seit den 1950er-Jahren üblich. Sie fanden sogar während der Panzerkonfrontation statt. Vgl. Stefanie Eisenhuth, Freizeit beim Feind. US-amerikanische Soldaten in Ost-Berlin, in: Zeitgenössische Forschungen 15:1, München 2018, S. 11-39. Online unter: https://zeithistorische-forschungen.de/file/4559/download?token=4RwzEoR8, zuletzt aufgerufen am 2.3.2025.

  37. Damit waren uniformierte Soldaten der West-Alliierten sogar gegenüber diplomatischem Personal bevorzugt: Für sie entfiel die Ausweispflicht und sie mussten im Regelfall in keiner Weise mit den DDR-Behörden interagieren.

  38. Für das breite Portfolio der dokumentierten Zwischenfälle vgl. exemplarisch: „Information Nr. 148/83 über Aktivitäten, Vorkommnisse und rechtswidrige Handlungen von Angehörigen der in Westberlin stationierten westlichen Besatzungstruppen bei der Einreise und dem Aufenthalt in der Hauptstadt der DDR, Berlin, im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 1983“; Bundesarchiv STUA, MfS ZAIG 3343, Bl. 25-46. Online unter: https://www.ddr-im-blick.de/jahrgaenge/jahrgang-1983/report/vorkommnisse-westliche-besatzungstruppen/, zuletzt aufgerufen am 2.3.2026.

  39. Information über das provokatorische Verhalten der Insassen von Kraftfahrzeugen der in Westberlin stationierten britischen Besatzungstruppen […] und damit teilweise im Zusammenhang stehenden ‚Beschwerden‘ […]“; Bundesarchiv STUA, MfS Rechtsstelle 408, Teil 2, Bl. 447-455.

  40. Ebd.

  41. „Lageeinschätzung der Handlungen des Gegners beiderseits der Staatsgrenze im Zeitraum 01. Dezember bis 31. Dezember 1984“ aus dem Bestand der Grenztruppen; Bundesarchiv DVH 51-10/139538, Blatt 1f.

  42. Vgl. „Orientierung zu grundsätzlichen Problemen der Gewährleistung einer hohen Sicherheit und Ordnung sowie der Abwehr von terroristischen Angriffen, schweren Provokationen u.a. gewaltsamen Handlungen an den Grenzübergangsstellen der Deutschen Demokratischen Republik“; Bundesarchiv STUA, MfS HA VI 12364, Bl. 1-265, hier Blatt 6.

  43. Vgl. „Orientierung zu grundsätzlichen Problemen der Gewährleistung einer hohen Sicherheit und Ordnung sowie der Abwehr von terroristischen Angriffen, schweren Provokationen u.a. gewaltsamen Handlungen an den Grenzübergangsstellen der Deutschen Demokratischen Republik“; Bundesarchiv STUA, MfS HA VI 12364, Bl. 1-265, hier Blatt 6.

  44. 9. Diskussionsbeitrag Genosse Friebel, PO VI, zur Kreisdelegiertenkonferenz am 15. Februar 1974“; Bundesarchiv STUA, MfS SED-KL 3363, Bl. 255-265, hier Bl. 256.

  45. Ebd. S.263.

  46. Der Begriff taucht ab der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre verstärkt in den Akten auf und bezieht sich neben Fluchtversuchen auch auf Proteste, kleinere Zwischenfälle im Reiseverkehr und jede Art von Störungen der „niveauvollen Abfertigung“. Gelang nichts an die Presse, resümierte das MfS häufig in Berichten: "Die Öffentlichkeitswirksamkeit konnte verhindert werden".

  47. Die von der Staatssicherheit ihrerseits sorgfältig registriert und zu den Akten genommen wurden

  48. „Bericht über die Festnahme […] am 16.2.1974“; Bundesarchiv STUA, MfS Rechtsstelle 475, Bl. 25f.

  49. Ebd., Blatt 26f.

  50. Ebd., Blatt 27.

  51. Unbetitelte Anmerkungen zur Festnahme; Bundesarchiv STUA, MfS Rechtsstelle 408/I, Blatt 134.

  52. „Inhaltliche zum Teil wörtliche Wiedergabe des Gespräches zwischen dem Genossen Romanowski, 1. Sekretär der Botschaft der UdSSR in der DDR, und dem Genossen Hauptmann Seidel am 14.9.1974“; Bundesarchiv STUA, MfS Rechtsstelle 408/I, Bl. 136-137, hier Bl. 136. Die sowjetische Militärjustiz erzwang anschließend ein Geständnis und drohte mit einer Anklage des Amerikaners, überstellten ihn letztlich jedoch an die US-Streitkräfte, die ihn ihrerseits vor einem Militärtribunal verurteilten und in Haft nahmen. Sie richteten sich nach der Art des „Angriffs“, setzten die Aufgaben und Postenbereiche fest. Die entsprechenden Alarmpläne wurden regelmäßig aktualisiert. Vgl. „Plan des Zusammenwirkens zur Sicherung der Grenzübergangsstelle Friedrich-/Zimmerstraße“ aus dem Januar 1983; Bundesarchiv STUA, MfS HA VI 6396, Bl. 2-11.

  53. Sie richteten sich nach der Art des „Angriffs“, setzten die Aufgaben und Postenbereiche fest. Die entsprechenden Alarmpläne wurden regelmäßig aktualisiert. Vgl. „Plan des Zusammenwirkens zur Sicherung der Grenzübergangsstelle Friedrich-/Zimmerstraße“ aus dem Januar 1983; Bundesarchiv STUA, MfS HA VI 6396, Bl. 2-11.

  54. „Information über einen versuchten terroristischen Grenzdurchbruch am 5.1.1974 über die Grenzübergangsstelle (Güst) Friedrich-/Zimmerstraße“; Bundesarchiv STUA, MfS ZAIG 2368, Bl. 1-5, hier Bl. 3.

  55. „9. Diskussionsbeitrag Genosse Friebel, PO VI, zur Kreisdelegiertenkonferenz am 15. Februar 1974“; Bundesarchiv STUA, MfS SED-KL 3363, Bl. 255-265, hier Bl.256.

  56. Die Umbauplanungen liefen während der späten 1970er-Jahre mit niedriger Priorität weiter. Für 1978 lässt sich etwa eine Verkehrsplanung des Ost-Berliner Magistrats für neue Stauungs- und Parkflächen für die Grenzübergangsstelle nachweisen, die jedoch verworfen wurde. Vgl. „Städtebauliche Konzeption für die Südseite der Kreuzung Leipziger Straße / Friedrichstraße“; LAB C Rep. 110-01: 2249, ohne Seitenzählung.

  57. Gerhard Sälter, Die Sperranlagen (Anm. 33), S.135. In diesen Kontext fällt neben der Entfernung der Panzersperren an der Berliner Mauer auch der Abbau der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze.

  58. Ebd. S.134.

  59. „Erläuterungen zum vorliegenden Beschluss [des Ministerrats]“; Bundesarchiv DVH 32/112345, Bl. 144f.

  60. „Ausführungen zum Tagesordnungspunkt 4a [der Sitzung des NVR] – Ausbau Friedrichstraße“; Bundesarchiv DVH 32/112345, Bl. 149.

  61. Dabei wurde auf die bestehenden Planungen und Vorschläge aus dem Jahr 1973 zurückgegriffen. Der Anforderungskatalog wurde an das Verkehrsministerium übertragen, dass für die bauliche Umsetzung verantwortlich war. Vgl. „Protokoll der Beratung zu Problemen der Rekonstruktion der Grenzübergangsstelle Friedrich-/Zimmerstraße am 14.02.1984“; Bundesarchiv DVH 32/112345, Bl. 175f.

  62. Stellungnahme der Bezirksbaudirektion vom 30.4.1984 an den VEB Autobahndirektion, der den Bauantrag eingereicht hatte: „Stadtbezirk Berlin Mitte; Stadtzentrum, Friedrichstraße (GÜST) – Ausbau einer repräsentativen Grenzübergangsstelle“, LAB C Rep. 131-05: 453, ohne Seitenzählung.

  63. Mit Blick auf die Baugenehmigung wies man darauf hin, dass „die Erfüllung der erteilten Auflagen zwingend erforderlich ist“. Vgl. „Städtebauliche Bestätigung 160/1984: Rekonstruktion der Grenzübergangsstelle. Anlage 1: Bedingungen und Hinweise“, LAB C Rep. 131-05: 453, ohne Seitenzählung.

  64. Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheit im Bereich der Grenzübergangsstelle Friedrich-/Zimmerstraße“ aus dem September 1987, Bundesarchiv STUA, MfS ZAIG 27977, Blatt 41.

  65. „Die zielgerichtete Nutzung von operativ-technischen Mitteln […]“, Bundesarchiv STUA, MfS JHS 20614, Bl.55.

  66. Eine quantitative Auswertung kann hier nicht erfolgen, allerdings hat es sich in der Recherche für den vorliegenden Beitrag als problemlos erwiesen, Fotografien aus dieser letzten, kurzlebigen Ausbaustufe zu finden. Aufnahmen aus den 1970er- und frühen 1980er-Jahren sind demgegenüber seltener. Für ein Beispiel der genannten Ansichtskarten vgl. https://sammlung.stiftung-berliner-mauer.de/Details/Index/1391931, zuletzt aufgerufen am 17.4.2026.

  67. Die Staatssicherheit bezeichnete wiederkehrende Demonstranten als „Demonstrativtäter“. Als „Frau vom Checkpoint Charlie“ erlangte dabei zum Beispiel Jutta Fleck Bekanntheit, die als Mutter seit 1984 in der Friedrichstraße für die Ausreise ihrer beiden Kinder demonstrierte.

  68. Vgl. „Information über schwerwiegende Provokation an der Grenzübergangsstelle Friedrich-/Zimmerstraße […]“; Bundesarchiv STUA, MfS ZAIG 11159, Bl. 291-294.

  69. „Stand und Wirksamkeit der politisch-operativen Vorfeldaufklärung […]“; Bundesarchiv STUA, MfS HA VI 5578, Bl. 1-20, hier Blatt 4.

  70. „Bericht zur Untersuchung und Einschätzung des Standes der Sicherheit und Ordnung in den Kontroll- und Abfertigungsbereichen, der weisungsmäßigen Durchsetzung der Finanzprozesse sowie der Wirksamkeit der Arbeit mit den Kadern in der Paßkontrolleinheit Berlin Friedrich-/Zimmerstraße.“, Bundesarchiv STUA, MfS HA KuSch 30073, Bl. 52-67, hier Bl. 53.

  71. „Stadtbezirk Berlin-Mitte; […] Gestaltung des Vorplatzes der Grenzübergangsstelle Friedrichstraße (GÜST)“ vom 09.2.1989, LAB C Rep-110-01:2249, ohne Seitenzählung.

  72. Konrad H. Jarausch, Checkpoint Charlie, in: Klaus-Dietmar Henke, (Hrsg.), Die Mauer. Errichtung, Überwindung, Erinnerung. München 2011, S.181-195, hier S.185f.

  73. Hinzu kam die Zuweisung eines einzigen Grenzübergangs für den Verkehr der West-Alliierten, die ihren Reiseverkehr damit auf diesen einen Ort konzentrierte.

  74. Sybille Frank, Der Mauer um die Wette gedenken. Die Formation einer Heritage-Industrie am Berliner Checkpoint Charlie, Frankfurt/New York 2009, S.156.

  75. Susanne Muhle: Good bye, Checkpoint Charlie – und hello again. Vom Werden eines weltbekannten Erinnerungsortes, in: Corine Defrance/Jörg Echternkamp/Ulrich Pfeil (Hrsg.), Der Abzug der Alliierten aus Berlin. Bedingungen – Ablauf – Folgen. Im Erscheinen.

  76. Weiterführende Informationen zu den Planungen unter: https://www.stiftung-berliner-mauer.de/de/checkpoint-charlie/besuch/vision, zuletzt aufgerufen am 13.10.2026.

Weitere Inhalte

Hendrik Gaus (*1994) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Checkpoint Charlie der Stiftung Berliner Mauer. Er studierte den interdisziplinären Studiengang „Kultur der technisch-wissenschaftlichen Welt“ an der TU Braunschweig, mit einem Fokus auf die Technik- und Wissenschaftsgeschichte im Kalten Krieg und darüber hinaus.