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Vita von Bettina Leder

Sharon Adler

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Bettina Leder hat sich in Publikationen und als Ausstellungsorganisatorin und Kuratorin mit der Ausplünderung der Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten beschäftigt, unter anderem in der Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden 1933-1945“ (mit Susanne Meinl, Katharina Stengel, Gottfried Kößler, Fritz Bauer Institut). (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Bettina Leder wurde am 3. Oktober 1954 in Berlin (Ost) als Tochter des Schriftstellers Stephan Hermlin und der Dramaturgin Gudrun Leder geboren.

Nach dem Abitur absolvierte sie ein Volontariat in den Bereichen Hörspiel, Feature und Kulturpolitik beim Rundfunk der DDR in Berlin und nahm ein Studium der Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin auf. Seit ihrer Schulzeit war sie als Russischübersetzerin tätig.

Weil sie 1976 die Biermann-Petition unterschrieben hatte und wegen ihrer Kontakte zu Robert Havemann wurde sie vom Staatssicherheitsdienst der DDR überwacht. 1977 stellte sie für sich und ihren damals zweijährigen Sohn Christian einen Antrag auf Ausreise aus der DDR, der bewilligt wurde. Die Staatsbürgerschaft wurde ihr aberkannt, sie wurde zur „unerwünschten Person“ erklärt. Ab 1978 studierte sie an der Freien Universität Berlin Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften und begann, für den Sender Freies Berlin (SFB) zu arbeiten. 1982 wurde ihre Tochter Stella geboren.

Unterstützt durch ein Stipendium des Berliner Senats konnte sie promovieren und war gleichzeitig als Lehrbeauftragte am Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Bremen tätig. Ab 1992 arbeitete sie als freie Redakteurin vor allem für den Hessischen Rundfunk; zunächst im Kinderfunk. Ab 1993 war sie im Auftrag des Senders als Ausstellungsorganisatorin und Kuratorin tätig. Seit 2004 gehört sie ehrenamtlich dem Beirat der Stiftung „ZURÜCKGEBEN. Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft“ an.

Sie ist Autorin zahlreicher Aufsätze und Hörfunkfeatures. Von ihr erschienen die Bücher „Lauingers. Eine Familiengeschichte aus Deutschland“ sowie, gemeinsam mit Christoph Schneider und Katharina Stengel, „Ausgeplündert und verwaltet. Geschichten vom legalisierten Raub an Juden in Hessen“. Ihre thematischen Schwerpunkte sind der Nationalsozialismus, insbesondere die Ausplünderung von Jüdinnen und Juden, Antisemitismus, Emigration und Remigration, insbesondere von Künstlerinnen und Künstlern.

Seit 2019 lebt sie wieder in Berlin.

Interner Link: Zum Interview mit Bettina und Stella Leder >>

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