30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

Deutschland Archiv

"Deutschland Archiv Online" bietet fundierte, allgemein verständliche Beiträge zur gemeinsamen deutschen Nachkriegsgeschichte und zum deutschen Einigungsprozess im europäischen Kontext. Das Angebot wird kontinuierlich erweitert. Alle hier veröffentlichten Texte und Videos sind Meinungsbeiträge der jeweiligen AutorInnen, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Filtern nach:      

Neue Beiträge

Das Foto zeigt, jüdische Displaced Persons, die 1946 aus Polen geflohen sind, in einem Lager im Amerikanischen Sektor in Berlin.

Angelika Königseder/Juliane Wetzel

Frauen in Lagern für jüdische Displaced Persons

Angelika Königseder und Juliane Wetzel werfen einen gezielten Blick auf den Alltag und die Rolle jüdischer Frauen, für die nach 1945 in den Lagern für sogenannte Displaced Persons (DP) das Leben nach der Shoah begann. Etwa 40 Prozent der DPs waren Frauen, die das Leben in den Lagern mitgestalteten.

Mehr lesen

Das Foto zeigt Shelly Kupferberg in Berlin im Herbst 2020.

Shelly Kupferberg: Zwischen Chanukkia und Lametta

Im Interview erzählt Shelly Kupferberg von einer Kindheit und Jugend, die geprägt war vom linken Engagement ihrer Eltern, von Sommercamps mit der Jüdischen Gemeinde und Erinnerungen an die Schulzeit als Einzige von zwei Jüdinnen. Wie sie 1989 die Öffnung der Mauer erlebt hat und es später war, von der Anti-Haltung der DDR gegenüber Israel zu erfahren.

Mehr lesen

Berliner Werbeteller für Olympia 2000 aus dem Jahr 1993

The Games at the Gate

Der Mauerfall am 9. November 1989 machte einen Plan zunichte, der seit 1987 im West-Berliner Rathaus reifte: eine Gesamtberliner Olympiabewerbung. West- und Ostteil der Stadt sollten sich im Jahr 2000 durch gemeinsam ausgetragene Olympische Spiele näherkommen.

Mehr lesen

Das Foto zeigt Katharina Warda im Gespräch Zeitzeugen TV.

„Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland”

Das Projekt „Dunkeldeutschland” von Katharina Warda erzählt von den sozialen Rändern der Nachwendezeit und beleuchtet blinde Flecken deutscher Geschichtsschreibung. Ausgangspunkt sind ihre eigenen Erfahrungen, die sie als ostdeutsche Frau mit Migrationshintergrund nach 1989/90 machte.

Mehr lesen

Das Foto zeigt das Hygiene-Institut der Universität Jena, undatiertes Foto aus dem Jahr 1959.

Epidemien in der DDR - Eine medizinhistorische Perspektive

Aus Anlass der aktuellen SARS-CoV-2-Epidemie haben sich die Medizinhistoriker Florian Steger und Maximilian Schochow mit den rechtlichen Grundlagen zur Bekämpfung von Epidemien in der DDR auseinandergesetzt.

Mehr lesen

Vertreter_innen des Komitees "Ärzte der DDR zur Verhütung eines Nuklearkrieges" besuchten das Bezirkskrankenhaus Cottbus. Sie führten Gespräche in verschiedenen Bereichen des Hauses. Das Foto zeigt Prof. Ingeborg Rapoport, die mit  Schwestern der Kinderklinik diskutierte. Anschließend fand ein Friedensmeeting im Krankenhaus statt, 30.10.1985.

„Man darf das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.“

Charlotte Misselwitz porträtiert die Wissenschaftlerin für Kinderheilkunde, Inge Rapoport, die 1952 als linke Jüdin gemeinsam mit ihrer Familie ganz bewusst in die DDR reimmigrierte. Die Autorin wuchs quasi mit der Familie Rapoport auf, deren Kinder waren mit ihren Eltern gut bekannt. Inge Rapoport nannte sie gern „meine adoptierte Tochter“, weil die beiden immer im Gespräch geblieben sind, auch wenn sie nicht immer einer Meinung waren.

Mehr lesen

Das Foto zeigt Menschenschlangen vor dem neuen Supermarkt in der ehemaligen HO-Kaufhalle in Haldensleben im DDR-Bezirk Magedeburg am 29.03.1990. Die DDR- Handelsorganisation (HO) und die bundesdeutsche Handelskette Spar eröffneten an diesem Tag den ersten einer Reihe gemeinsamer Supermärkte westlichen Standards. Es herrschte so großer Andrang, dass die Kunden nur gruppenweise eingelassen wurden

Teuer erkauftes Alltagswissen

Mit dem Systemwechsel von 1989/90 und dem Übergang von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft veränderte sich nicht nur das im Handel verfügbare Angebot, sondern auch die Regeln des Konsums in Ostdeutschland. Der Beitrag geht der Frage nach auf welche vor 1989/90 angeeigneten Erfahrungen und Wissensbestände die ostdeutsche Bevölkerung bei diesem Wandel zurückgreifen konnte und welche neu erlernt werden mussten.

Mehr lesen

Das Foto zeigt ein Gespräch in der Dr. Quendt Backwaren GmbH in Dresden zwischen dem Firmeninhaber Hartmut Quendt (M) und seinen Mitarbeiterinnen Antje Nowakowski (l) und Ines Habich über die Qualität des "Russisch Brot". Der 124 Jahre alte mittelständische Familienbetrieb ist nach eigenen Angaben zwischen Kap Arkona und dem Fichtelberg Marktführer beim Verkauf dieses Gebäcks.

Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen vor und nach 1990

In ihrem Forschungsprojekt untersuchen Jarina Kühn, Anna Schwarz und Anna M. Steinkamp unternehmertypische Orientierungen von Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, sowie deren Erfahrungen und Prägungen aus der Transformationsphase nach 1990. Hier geben sie einen kurzen Einblick in ihre analytischen Ausgangspunkte und ersten Ergebnisse.

Mehr lesen

Das Foto zeigt einen Davidstern als Kettenanhänger.

Jüdinnen in Deutschland nach 1945

Um klischeehaften bis antisemitischen Darstellungen jüdischen Lebens und der ungenügenden Abbildung besonders weiblichen jüdischen Lebens etwas entgegenzusetzen, hat sich das DA vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren jüdische Frauen in den Fokus zu setzen. Dazu folgen Interviews, Essays und Porträts.

Mehr lesen

Das Foto zeigt eine Schulklasse in Jena 1973.

Erinnerung, Wandel und Neubewertung – Die Schulzeit in der langen Geschichte der „Wende”

70 Prozent der Befragten der Sächsischen Längsschnittstudie (SLS), die 1987 in der DDR begonnen wurde, bewerten aus heutiger Sicht die Schule in der DDR besser als die in der Bundesrepublik. Mit einer Zweitauswertung der Befragungen beschäftigt sich Kathrin Zöller.

Mehr lesen

Das Foto zeigt verlassene Gebäude des ehemaligen Volkseigenen Betriebes Waggonbau in Görlitz.

Eine Suche nach den verschollenen Spuren der DDR

Der französische Historiker Nicolas Offenstadt ist auf dem Gebiet der ehemaligen DDR den Spuren dieses untergegangenen Staates gefolgt. Er hat verlassene Gebäude unter die Lupe genommen und ist auf Trödelmärkten stöbern gegangen. Er berichtet hier über seine Forschungen nach dem Prinzip der Urbex.

Mehr lesen

Multimedia

Das Foto zeigt Lothar und Thomas de Maizière 2010 in Berlin.

Eine Vetternwirtschaft: Die de Maizières arbeiten für die Deutsche Einheit

Ausschnitte aus dem Film „Die de Maizières – Eine deutsch-deutsche Familie“ aus dem Jahr 1999 von Zeitzeugen-TV. Sie dokumentieren das Engagement der beiden Cousins Lothar und Thomas de Maizière auf dem Weg zum 3. Oktober 1990.

Mehr lesen

Erinnerung an den Mauerfall, East Side Gallery, Berlin 2020. Das Bildmotiv des Berliner Künstlers Kani Alavi aus dem Jahr 1990 heißt: "Es geschah im November"

Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise.

"Wir konnten dit jar nich fassen". Wie hörten sich nach Mauerfall und dem 3. Oktober 1990 Euphorie an, wie Skepsis, wie Resignation? Eine O-Ton-Sammlung des Linguisten Norbert Dittmar aus Umfragen von LehrerInnen über die innere Einheit. Die Aufnahmen sind heute ein zeithistorischer Schatz.

Mehr lesen

9. November 1989, 23.20 Uhr im Grenzübergang Bornholmer Straße. Die Mauer ist offen.

Die Maueröffner

Am späten Abend des 9. November 1989 schrieben Ost-Berliner Bürger und Bürgerinnen Weltgeschichte. Sie setzten die "unverzügliche" Öffnung der Mauer durch - und infolge die der gesamten innerdeutschen Grenze. Augenzeuge wurde damals ein Fernsehteam von Spiegel-TV.

Mehr lesen

Themen im Fokus

Protest der IG-Metall vor dem Sitz der Treuhandanstalt in Berlin.

Das Wirken der Treuhandanstalt

Die Treuhandanstalt ist bis heute umstritten. Für die einen ist sie schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren. Für andere ist sie ein Synonym für die Vernichtung von Steuermitteln. Mittlerweile stehen der Wissenschaft die Treuhandunterlagen zur Verfügung. In einer Serie berichtet das DA über den aktuellen Forschungsstand.

Mehr lesen

Foto vom Deutschlandtreffen der Freien Deutschen Jugend (FDJ) im Mai 1950 in Ost-Berlin, 27.-30. Mai 1950: Ein Delegierter aus Paris im Gespraech mit einer FDJlerin.

Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR

Obwohl die Bundesrepublik die offizielle Anerkennung der DDR als Staat sowie die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu ihr durch Drittstaaten vor 1973 als „unfreundlichen Akt‘‘ bewertete, gab es zwischen Frankreich und der DDR Kontakte. Eine Beitragsreihe aus unterschiedlichen Perspektiven.

Mehr lesen

Was wäre, würde es den Palast der Republik mit der einstigen DDR-Volkskammer darin heute noch geben und ehemalige Abgeordnete aus dem Jahr 1990 könnten nochmals eine Rede halten? Das ehemalige "MdVK" (Mitglied der Volkskammer) Walter Fiedler aus der Fraktion CDU/DA würde sich der Schwimmbadförderung annehmen, die aus seiner Sicht unzureichend ist.

30 Jahre letzte Volkskammer -
30 "ungehaltene Reden"

Am 2. Oktober 1990 endete die Geschichte der "Volkskammer" der DDR. 30 ehemalige Abgeordnete kamen im Jahr 2020 dem Angebot des Deutschland Archivs nach, an dieser Stelle noch einmal eine "ungehaltene Rede" zu formulieren. Als Mosaik zum Nachlesen - ein demokratischer Erfahrungsschatz.

Mehr lesen

Augenzeugen und Akteure des 9. November 1989

Augenzeugen und Akteure des 9. November 1989

Mehrere namhafte ZeitzeugInnen berichten, wie sie den 9. November 1989 erlebten, darunter auch die Verfasser der auslösenden DDR-Reiseregelung und eine entscheidende Stimme aus der damaligen sowjetischen Botschaft in Ost-Berlin. Ein Beitrag aus 3sat Kulturzeit.

Jetzt ansehen

Das Foto zeigt Egon Bahr und Peter Ensikat, die  vor der Kamera über den Prozess der Deutschen Einheit sprechen.

West-Ost-Gespräch mit Egon Bahr und Peter Ensikat

2006 führten der frühere SPD-Politiker Egon Bahr und der Kabarettist Peter Ensikat an zwei Tagen ein Gespräch vor laufender Kamera über ihre Ansichten zur Deutschen Einheit. Daraus werden hier zwei Passagen gezeigt. Weitere Beiträge von Zeitzeugen TV folgen.

Mehr lesen

Die Leipziger Montagdemonstration vom 9. Oktober 1989, heimlich vom Kirchturm der Reformierten Kirche aus gedreht.

Schlüsselmoment der DDR-Geschichte

Vor 31 Jahren kam es zum "turning point" der DDR-Geschichte. In Leipzig besiegten am 9. Oktober 1989 rund 70.000 Menschen ihre Angst vor Repressionen. Bilder der Proteste wurden trotz Abschottung der Stadt auf clevere Weise außer Landes geschmuggelt. Zu sehen ist das komplette Drehmaterial.

Mehr lesen

Diskussionsstoff

Das Foto zeigt den gelb markierten Begriff Antisemitismus in einem Lexikon.

Ist Antisemitismus vor allem ein Problem in Ostdeutschland?

Und ist, wer dem Osten den größeren Zuspruch zum Antisemitismus vorhält, womöglich auf dem westlichen Auge blind? Die Debatte darüber lohnt sich. Ein Disput zwischen Charlotte Misselwitz und Micha Brumlik.

Mehr lesen

Das Foto zeigt die Demonstration in Leipzig am 16.10.1989. Rund 120.000 DDR-Bürgerinnen und -Bürger demonstrierten damals in Leipzig für mehr Demokratie, Bürgerrechte und Reformen. Der Untergang des SED-Regimes vollzol sich kurz darauf in einem rasanten Tempo.

Wem gehört die Friedliche Revolution?

Thomas Großbölting analysiert die Pollack-Kowalczuk-Kontroverse aus dem Jahr 2019 über die Friedliche Revolution in der DDR 1989 vor dem Hintergrund aktuellen Wissenschaftsstreits im Rahmen der Corona-Pandemie.

Mehr lesen

Schema der Grenzsperranlagen der DDR, technischer Stand ab 1979.

Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes?

Eine Studie des Forschungsverbunds SED-Staat hat eine Kontroverse ausgelöst. Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Nur Flüchtlinge, die nach dem Mauerbau 1961 aus dem Osten in den Westen fliehen wollten und dabei ihr Leben verloren? Oder auch Grenzer, die Selbstmord begangen?

Mehr lesen

Corona

Das neuartige Coronavirus

Geschichte im Ausnahmezustand

Das Corona-geprägte Jahr 2020 „steht in einer künftigen Geschichtsschreibung für einen tiefgreifenden Wandel der politischen Kultur", prognostiziert der Historiker Martin Sabrow. Doch in welche Richtung? „Im gesellschaftlichen Ausnahmezustand“ könne „die eigentliche Zäsur unserer Tage“ liegen, reflektiert er und stellt vier Thesen zur Diskussion.

Mehr lesen

Mitglieder eines Deutschen Marine Bootes übergeben im Juli 1957 einen Impfstoff für 134 an der Asiatischen Grippe Erkrankte an die Besatzung des US-Schiffes General Patch . Das Schiff kam aus New York und ankerte vor Bremerhaven, nachdem es wegen des Ausbruchs der Grippe unter den 1.256 Passagieren und Crew-Mitgliedern in Quarantäne bleiben musste.

Debatte zur Herkunft der Asiatischen Grippe 1957

Auch die Geschichtswissenschaft liefert für die Beurteilung und Bewältigung der Corona-Krise systemrelevante Erkenntnisse. Maximilian Kutzner zeigt am Beispiel der Asiatischen Grippe aus dem Jahr 1957, wie sich zeitgenössische Ängste in den Massenmedien artikulierten.

Mehr lesen

Erde mit Mundschutz. Friday for Future-Plakat auf der Wiese vor dem Reichstag im April 2020.

„Corona führt uns die Schwächen unserer Gesellschaft vor Augen“

Wie lässt sich Demokratie nachhaltig stärken, fragt der ehemalige SPD-Volkskammerabgeordnete Hinrich Kuessner aus Greifswald. „Menschen wollen heute nicht nur regiert werden“, kritisiert er, sondern sich beteiligen. Dabei lenkt der Theologe den Blick über Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus – bis nach Afrika.

Mehr lesen

"Ungehaltene Reden" aus der letzten DDR-Volkskammer

Der Autor dieses Beitrags, Pfarrer Rainer Eppelmann (Demokratischer Aufbruch), am 18. März 1990 bei der Stimmabgabe in Ost-Berlin. Die "Allianz für Deutschland" aus Ost-CDU, Deutscher Sozialer Union (DSU) und Demokratischem Aufbruch (DA) ging als Sieger aus den Wahlen hervor. Eppelmann wurde Minister für Abrüstung und Verteidigung. Er ist heute Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aufarbeitung.

Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen

Am Ziel steht "keine Kuschel-Demokratie". Zum Abschluss der Reihe "ungehaltene Reden" reflektiert der Theologe Rainer Eppelmann, der 1990 für den "Demokrattischen Aufrbruch" in die DDR-Volkskammer gewählt worden war, über oft fehlenden demokratischen Geist, fair zu streiten und unermüdlich Kompromisse zu erringen.

Mehr lesen

Damals noch ohne Parteivorsitz: Der Ost-Berliner Rechtsanwalt Gregor Gysi am 4. November 1989 auf einer Demonstration gegen den diktatorisch herrschenden SED-Machtapparat und für Meinungsfreiheit und Demokratie, zu der Ost-Berliner Kunst- und Kulturschaffende eingeladen hatten.

Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht

"Heute möchte ich den damaligen Demonstrierenden danken, dass sie den Mut hatten, dafür einzustehen, die Verhältnisse in der DDR gründlich in Richtung Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu verändern". Eine "ungehaltene Rede" von Gregory Gysi, er war von Ende 1989 bis 1993 letzter Vorsitzender der SED-PDS.

Mehr lesen

Demonstranten beklebten im November 1989 die Wände des Hauses der Volkskammer in Berlin mit auf Tapeten geschriebenen Losungen wie "Demokratie jetzt und hier"

Die 10. Volkskammer der DDR – Schule der (repräsentativen) Demokratie?

Waren die Volkskammermitglieder, „eine aus dem Volk herausgegriffene Masse"? Und wuchs aus ihnen "ein Elitenpool der neu entstehenden politischen Führungsgruppen im Osten Deutschlands"? Fragen, denen die Historikerin Bettina Tüffers nachgeht.

Mehr lesen

Weitere Beiträge aus 2020

Das Foto zeigt einen Blick auf die Plattenbauten in Erfurt-Nord.

Kerstin Brückweh

Die lange Geschichte der „Wende“

Wie haben Ostdeutsche das Ende der DDR und den Systemwechsel erlebt? Wie haben sie die 1990er-Jahre bewältigt und gestaltet? Wie erinnern sie sich heute daran? Diesen Fragen geht die Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989” aus mehreren Perspektiven und auf der Basis verschiedener Quellen nach. Das Forschungsteam berichtet hier über seine Projekte.

Mehr lesen

Die Außenminister Roland Dumas (Frankreich), Eduard Schewardnadse (UdSSR), der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow (M), James Baker (USA), Hans-Dietrich Genscher (BRD), Lothar de Maiziere (DDR) und Douglas Hurd (Großbritannien) nach der Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages im Moskauer Hotel "Oktober" am 12. September 1990.

Markus Meckel

2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“

Vor 30 Jahren, am 12. September 1990 wurde der „2+4-Vertrag“unterzeichnet. Er gilt heute auch als Friedensvertrag für Deutschland, denn er hob das Viermächtestatut auf, ermöglichte die Souveränität des vereinigten Deutschlands und legte die Oder-Neiße-Linie als Grenze zwischen Polen und Deutschland fest. Ein selbstkritischer Rückblick des damaligen DDR-Außenministers Markus Meckel über genutzte und verpasste Chancen "auf dem äußeren Weg zur Einheit" und über die Rolle Michail Gorbatschows, der zum eigentlichen Durchbruch verhalf.

Mehr lesen

Tausende Menschen demonstrieren in der belarussischen Hauptstadt Minsk auf dem Platz der Unabhängigkeit und fordern den Rücktritt von Präsident Lukaschenko.

Wolfgang Templin

Auf dem Weg zu einem freien Belarus?

Der Mitbegründer der Initiative für Frieden und Menschenrechte in der DDR, Wolfgang Templin, beschreibt, wie sich Belarus im Lauf der Jahrhunderte zu einer eigenständigen Nation entwickelt hat, die nun auf den Spuren der Friedlichen Revolution in der DDR versucht, Demokratie zu verwirklichen. Aber das Machtbeharren des Diktators Lukaschenka in Minsk ist ungleich ausgeprägter, als das der SED 1989/90.

Mehr lesen

Die "Unabhängigen Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR“ mit dem damals amtierenden Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bei ihrer Verabschiedung am 15. Dezember 2006.

Andreas Förster

Verschwundene Parteifinanzen

Vor 30 Jahren wagte die DDR-Volkskammer einen couragierten Schritt. Sie berief eine unabhängige Kommission, um Gelder, Tarnfirmen und Immobilien der PDS-Vorgängerpartei SED und ehemaliger Blockparteien aus der DDR aufzuspüren. Vermögen im Umfang von über 1,6 Milliarden Euro wurde sichergestellt und der Vorwurf der Vermögensverschleierung erhoben. Aber wurde alles entdeckt?

Mehr lesen

Das Foto zeigt eine Straße mit Eigenheimen in Kleinmachnow, aufgenommen im Jahr 1995. Damals fürchten viele der er Bewohnerinnen und Bewohner Eigenbedarfskündigungen, da am 31.12.1995 der im Einigungsvertrag festgeschriebene Kündigungsschutz für Mieter in Ein- und Mehrfamilienhäusern auslief.

Kerstin Brückweh

Unter ostdeutschen Dächern: Eine lange Eigentumsgeschichte der „Wende“

Den Spannungen und Dynamiken ostdeutscher Lebenswelten im Systemwechsel widmet sich die Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989”. In drei Lokal- bzw. Mikrostudien sind der Konsum, die Schule und das Wohnen sowie das Wohneigentum untersucht worden. Von dem letztgenannten Thema handelt dieser Beitrag von Kerstin Brückweh.

Mehr lesen

Beschlagnahmte Privat-PKW im Stasi-Dienstkomplex Freienbrink

Christian Halbrock

Die Logistik der Repression

Ungefähr dort, wo der amerikanische Autokonzern Tesla in Brandenburg einen Produktionsort errichten will, existierte früher eine umfangreiche „Zentrale Versorgungsbase für das MfS“. Das 200 Hektar große Sperrgebiet im Osten Berlins war unzugänglich und erfüllte für die Staatssicherheit mehrere Funktionen. Ein Recherchebericht von Christian Halbrock, der sich beim BStU mit der Geschichte der Liegenschaften des MfS beschäftigt, unter Mitarbeit von Susan Pethe.

Mehr lesen

Das Foto zeigt die ehemalige Treuhand-Chefin Birgit Breuel (l), die am 23.7.1992 in Berlin mit Loïk Le Floch-Prigent, dem damaligen Präsidenten des Unternehmens Elf-Aquitaine, auf den Vertragabschluss zur Übernahme der Leuna-Werke und der Minol-Tankstellen anstößt.

Rainer Karlsch

Die Leuna-Minol-Privatisierung: Skandalfall oder Erfolgsgeschichte?

Die Leuna-Minol-Privatisierung gehörte zu den besonders umstrittenen, skandalumwitterten und teuren Projekten der Treuhandanstalt. Der Neubau einer Raffinerie, gegen den erbitterten Widerstand der Konkurrenz, war dennoch der entscheidende Schritt für den Erhalt des traditionsreichen Chemiestandorts.

Mehr lesen

NVA-Gürtelschnalle

Klaus Storkmann

Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit

Eine Auswertung von Stasiakten über die Überwachung homosexuell orientierter Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere in der Nationalen Volksarmee NVA und in den eigenen Reihen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), das Verdachtsfälle mit großem Aufwand überwachen ließ. Eine Recherche von Klaus Storkmann aus dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

Mehr lesen

Das Foto zeigt den Abbau des Schriftzuges "OST" vom Dach der Volksbühne in Berlin am 24.06.2017 während der letzten Vorstellung von "Die Brüder Karamasow".

Jörg Ganzenmüller

Ostdeutsche Identitäten

Ostdeutschen wird eine spezifische Identität bescheinigt, die durch die SED-Diktatur und die Transformationszeit seit 1990 geformt worden sei. Auch eine westdeutsche Identität wird ausgemacht, die in der Zeit vor 1990 wurzele. Woher stammen diese Selbst- und Fremdzuschreibungen, und was bedeuten sie für die deutsche Vereinigungsgesellschaft?

Mehr lesen

Das Foto ist von 1990 und zeigt die Neptun-Warnow-Werft in Rostock. Hier wurden fast nur Schiffe fuer die Sowjetunion gebaut. Eines lag fertig im Hafen und die Sowjets konnten nicht bezahlen.

Eva Lütkemeyer

Gezeitenwechsel an der Ostsee. Die Privatisierung des DDR-Schiffbaus

Die Umbrüche nach 1989 brachten auch die DDR-Schiffbauindustrie in turbulentes Fahrwasser. Mit über 55.000 Beschäftigten war sie als industrieller Kern für die gesamte Region des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns strukturbestimmend. Dann begann der folgenreiche Weg von der Plan- in die Marktwirtschaft.

Mehr lesen

,,Tag der DDR" organisiert von dem Berufskomitee der Marseiller Eisenbahnarbeitern der Association France-RDA. Marseille, 28. Februar 1975.

Franck Schmidt

Der Freundschaftsverein „EFA“: Motor des französischen Interesses an der DDR

Der Erfolg des Freundschaftsvereins EFA, der den Austausch zwischen Frankreich und der DDR förderte, spiegelt das große Interesse für das „andere“ Deutschland in der französischen Bevölkerung wider. Dank dieses Vereins haben tausende Französinnen und Franzosen die DDR besucht und kennengelernt, was einzigartig in den westlichen Ländern war. Franck Schmidt berichtet in seinem Beitrag über die Arbeit des Freundschaftsvereins in Frankreich.

Mehr lesen

Das Foto aus dem Juni 1993 zeigt das BASF-Werk Schwarzheide (vormals VEB Synthesewerk). Zu sehen ist eine moderne Gaserzeugungsanlage für Kohlenmonoxyd und Wasserstoff, zwei wichtige Ausgangsstoffe für die Polyurethan-Produktion.

Wolf-Rüdiger Knoll

Mehr als ohnmächtig? Zur Zusammenarbeit zwischen Treuhandanstalt und Brandenburg

Die Landesregierungen spielten als Akteure der sozioökonomischen Transformation Ostdeutschlands eine nicht unbedeutende Rolle. Am Beispiel einzelner Unternehmensprivatisierungen im Bundesland Brandenburg zeigen sich Möglichkeiten aber auch Grenzen regionaler wirtschaftspolitischer Gestaltungsspielräume zu Beginn der 1990er Jahre.

Mehr lesen

Das Foto zeigt die zugemauerten Türen zum Lichtspieltheater der Jugend im Stadtzentrum von Frankfurt (Oder), 10.11.2012. Frühestens 2021 sollen nach einem Wettbeweb und der Klärung der FinanzierungSanierungsarbeiten beginnen. Geplant ist, das hier das Landesmuseum für Moderne Kunst einzieht.

Nicolas Offenstadt

"Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik Französische Blicke auf den zweiten deutschen Staat"

Der französische Historiker Nicolas Offenstadt reagiert auf einen DA-Beitrag von Ulrich Pfeil zur DDR-Forschung in Frankreich. Er kritisiert darin die Darstellung seiner eigenen Forschungsarbeit und der dazugehörigen Publikationen.

Mehr lesen

Mauerrest 1991 im Norden Berlins.

„Eine äußerst widersprüchliche Vereinigungsbilanz“

Der Ökonom Prof. Klaus Steinitz, damals PDS-Vorstandsmitglied, beschreibt facettenreich die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Osten Deutschlands - als „Vorausschau aus dem Jahr 1990 und Rückblick 30 Jahre danach“. Bilanzierend plädiert er für ein „spezielles Zukunftsprogramm für Ostdeutschland", das "sowohl die Spezifik der hier bestehenden Verhältnisse, als auch Erkenntnisse aus der Bekämpfung der Corona-Pandemie berücksichtigt".

Mehr lesen

Das Foto zeigt ein Mauersegment der East Site Gallery in Berlin, das der aus Frankreich stammende Künstler Thierry Noir mit seinen comichaften, bunten Köpfen bemalte.

Corine Defrance

Die Darstellungen der Berliner Mauer in der französischen Populärkultur

Die Gedenkveranstaltungen zu den Jahrestagen des Mauerfalls bieten auch in Frankreich stets einen Anlass für vielfältige Rückblicke und Bilanzen. Zeitzeugen erinnern sich an die Ereignisse, erklären ihre persönliche Verarbeitung des Erlebten und fragen sich, wie unsere Gesellschaften von dieser historischen Zäsur politisch, gesellschaftlich und kulturell beeinflusst wurden.

Mehr lesen

Das Foto zeigt mehrere hundert Beschäftigte der damals in Konkurs befindlichen Thüringischen Faser AG  bei ihrem Protestmarsch durch Rudolstadt am 15.10.1993. Die Chemiearbeiter forderten den Erhalt des Industriestandortes und die Rücknahme ihres Unternehmens durch die Treuhandanstalt. Zu dieser Zeit waren in der Faser AG noch etwa 1.146 Mitarbeiter beschäftigt.

Detlev Brunner

„…keine bedeutsame Rolle“? Die Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation

Der Beitrag zeigt, dass die revolutionären Ereignisse in der DDR 1989/90 den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften völlig unvorbereitet trafen. Im Rahmen der wirtschaftlichen Transformation durch die Treuhandanstalt seien die Gewerkschaften nicht angemessen beteiligt worden. Es wird zudem aufgezeigt, welche Aspekte von der zeithistorischen Forschung in den Blick genommen werden sollten.

Mehr lesen

Unterzeichnung des Moskauer Vertrages im Kreml durch Bundeskanzler Willy Brandt und den sowjetischen Ministerpräsidenten Alexej Kossygin, 12. August 1970. Neben Brandt Bundesaußenminister Walter Scheel, neben Kossygin Scheels Amtskollege Andrej Gromyko; im Hintergrund KPdSU-Chef Leonid Breschnew (M.).

Manfred Wilke

Vor 50 Jahren: Die neue Ostpolitik der Bundesrepublik und der Moskauer Vertrag 1970

Am 12. August 1970 wurde der „Moskauer Vertrag“ zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland im Katharinensaal des Kremls in Moskau geschlossen, eine entscheidende Weichenstellung auf dem langwierigen Weg zur Beendigung des Kalten Kriegs. Über die Hintergründe hat Manfred Wilke recherchiert.

Mehr lesen

Schwarz-Weiß-Foto: Aufstand vom 17. Juni 1953: Ein sowjetischer T-34-Panzer, davor drei Demonstranten, von denen einer die Fahrtrichtung des Panzers kreuzt.

Augenzeugenbericht

"Wie im Krieg war es"

Ein neu aufgefundenes Zeitdokument vom 17. Juni 1953 in Berlin, niedergeschrieben von einem 22 Jahre alten Geologiestudenten, der damals staunend durch Ost-Berliner Straßen zog und danach ein siebenseitiges Erlebnis-Protokoll in seine Schreibmaschine tippte. "Nicht einer, der ein Blatt vor den Mund nahm", beobachtete er, beschrieb Brände, Plünderungen, russisches MP-Feuer sowie "haarsträubendes" Verhalten der Ost-Berliner Polizei. Ein detailreiches PDF-Icon PDF-Dokument.

Mehr lesen

Am 12.10.1950 empfing Präsident Pieck (r.) den Außenordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der chinesischen Volksrepublik General Tschi Peng Fei (l.) zur Übernahme seines Beglaubigungsschreibens.

Axel Berkofsky

China und die Berlin- und Deutschlandfrage

Bis zum chinesisch-sowjetischen Zerwürfnis in den 1960er Jahren war das Verhältnis zwischen Ost-Berlin und Peking so gut, dass China so tat, den von Ulbricht begründeten Mythos einer zweiten deutschen sozialistischen Nation zu glauben und Todesschüsse auf Republikflüchtige entlang der Berliner Mauer richtig fand. Bis in die 1970er Jahre, da tauschte Peking all das gegen Handel mit und Wirtschaftshilfe aus der Bundesrepublik ein.

Mehr lesen

Ingo Hasselbach (Bildmitte im Hintergrund) im Sommer 1990 mit weiteren Jugendlichen aus der Berliner Neonaziszene bei einem Interview im Mauerstreifen für das damalige ZDF-Magazin "Kennzeichen D"

Ingo Hasselbach

"Die Neonaziszene ist wie eine Sekte"

Der ehemalige Ostberliner Neonaziführer Ingo Hasselbach war zum Mauerfall 23 Jahre alt und begriff schnell, wie einfach junge Menschen nach der Auflösung der DDR für eine neue Ideologie zu gewinnen waren, auch weil sie eine Identität, Respekt und Sicherheit suchten. Er beschreibt, wie er selber im Gefängnis zum Neonazi wurde und es danach gut verstand, andere in das rechtsextreme Milieu zu ködern.

Mehr lesen

Berlin-Mitte, Palast der Republik am ehemaligen Marx-Engels-Platz. Teilansicht der Fassade, hinter der u.a. die DDR-Volkskammer tagte, noch mit dem DDR-Staatswappen (Hammer und Zirkel) 1990.

„Was meine Enkel von der Volkskammer im Jahr 1990 erfahren sollen“

Vor 30 Jahren, am 12. April 1990, tagte zum ersten Mal die letzte Volkskammer der DDR. Ihr Ziel war es, die Deutsche Einheit vorzubereiten. Ehemalige Abgeordnete erinnern sich. An dieser Stelle Hans-Peter Häfner (82), der damals den Wahlkreis Suhl für die CDU vertrat. Mit einem Brief an seine Enkel.

Mehr lesen

Eine Gedenk-Flamme während Feierlichkeiten zum Kriegsende am 8. Mai 1945 vor dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst. Das Gebäude ist der historische Ort der Kapitulation der deutschen Wehrmacht in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945.

Martin Sabrow

Der 8. Mai – ein deutscher Feiertag?

Als überfällig bezeichnet es der Potsdamer Historiker Martin Sabrow, den 8. Mai als regelmäßigen Feiertag zu verankern – als „überdauernden Tag der befreienden Niederlage und des rettenden Zusammenbruchs“. Er zeichnet die in Deutschland so scheu geführte Debatte über dieses Datum nach, an dem vor 75 Jahren der Weltkrieg in Europa zum Ende kam.

Mehr lesen

Auf vielfache Weise wird in Schwarzenberg an die "unbesetzte Zeit" erinnert, u.a. mit einer Ausstellung im Schlossmuseum und einem "Lehrpfad Unbesetzt", zu dem es auf der Website der Großen Kreisstadt Schwarzenberg heißt: "Unsere Geschichte soll Sie Schritt für Schritt in eine Zeit zurückführen, die als einzigartiger historischer Abschnitt in dieser Region Unfassbares hervorzubringen vermochte. Wandern Sie mit uns von Etappe zu Etappe, zurück in die Vergangenheit, erfahren Sie von den geschichtlichen Ereignissen oder erleben Sie den Geist der Fiktion der 'Republik Schwarzenberg' mehr als 60 Jahre später."

Lenore Lobeck

Missbraucht und entzaubert – Der Mythos der „Freien Republik Schwarzenberg“

Schwarzenberg im Westerzgebirge wurde vor allem durch die Legende von der „Freien Republik Schwarzenberg“ bekannt. Grundlage für den Schwarzenberg-Mythos ist die Tatsache, dass ein kleiner Landstrich nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 sechs Wochen lang von den Alliierten unbesetzt blieb. Doch weder von den Lebensumständen noch administrativ verwirklichte sich hier eine gesellschaftspolitische Utopie.

Mehr lesen

Das Foto zeigt die Stimmauszählung im Wahllokal Berlin Mitte, die wie überall öffentlich stattfand. An dem historischen Akt nahmen auch zwei Vertreter des Europäischen Parlaments teil.

Karin Hartewig

Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl

Am 18. März 1990 wurde das erste und letzte Mal die Volkskammer der DDR demokratisch gewählt. Dazu wurden Parteien neu gegründet, andere wandelten sich. Und zum ersten Mal wurden Wahlwerbespots in DDR-Fernsehen gezeigt. Was vermittelten sie? Ein Überblick.

Mehr lesen

Das Foto zeigt einen leeren Chefsessel.

Holger Lengfeld

Kaum Posten für den Osten

Mit der deutschen Einheit kam es in Ostdeutschland zu einem Austausch der Eliten. Führungspositionen unterschiedlichster Bereiche wurden oftmals mit Westdeutschen besetzt, weil sie sich besser mit West-Institutionen und Gesetzen auskannten. Doch auch 30 Jahre später sind Ostdeutsche deutlich seltener in Spitzenpositionen in Ostdeutschland zu finden. Der Beitrag beschäftigt sich mit unterschiedlichen Studien dazu und fragt nach möglichen Ursachen.

Mehr lesen

Das Foto zeigt Gisela Helwig Anfang der 1990er Jahre.

Nachruf

Gisela Helwig ist gestorben

Am 17. März 2020 ist Dr. Gisela Helwig gestorben. Ihr ganzes Berufsleben verbrachte sie in der Redaktion des Deutschland Archivs. Zusammen mit der Chefredakteurin Ilse Spittmann-Rühle prägte sie das DA zu Zeiten der Teilung bis in die Jahre der Vereinigung von Bundesrepublik und DDR. Ein Nachruf und ein Text von Gisela Helwig.

Mehr lesen

Tanz auf der Mauer vorm Brandenburger Tor am 10.11.1989

Multimedia-Paket

Aspekte des 9. November 1989. Der Mauerfall aus vielen Perspektiven

Wie kam es zum Mauerfall am 9. November 1989? Oder war es ein Mauer-Sturz? Dieses Beitragspaket bündelt mehrere Sichtweisen - aus Wissenschaft, Medien, Kultur und Politik. Fotoserien und Videodokumente ergänzen das Mini-Dossier und ermöglichen eine facettenreiche "Zeitreise" 30 Jahre zurück.

Mehr lesen

Jana Hensel und Wolfgang Engler im Streitgespräch im Studio von Zeitzeugen TV im März 2018.

Filmreihe mit Zeitzeugen

Wer wir sind – die Erfahrung ostdeutsch zu sein

2018 diskutierten die Schriftstellerin Jana Hensel und der Soziologe Wolfgang Engler im Studio von Zeitzeugen-TV (Berlin) über das „Ostdeutschsein“. Dieser Film ist ein Konzentrat daraus.

Mehr lesen

Das Foto zeigt den Ausschnitt eines Buchtitels. Das Buch ist als Begleitmaterial zur ZDF-Serie "Unser Walter" (1974) erschienen. Die Serie gab der westdeutschen Öffentlichkeit erstmals Einblick in den häuslichen Alltag einer Familie, in der ein geistig behindertes Kind aufwächst.

Pia Schmüser und Raphael Rössel

Pflege als Alltagsphänomen

Dieser Beitrag widmet sich einem vernachlässigten Thema der deutsch-deutschen Zeitgeschichte. Er vergleicht Pflegealltage von Familien mit Kindern mit Behinderungen in der früheren Bundesrepublik und der DDR und blickt auf ihre Nachwirkungen im vereinigten Deutschland.

Mehr lesen

Das Foto zeigt den französischen Präsident François Mitterrand (r), der am 20. Dezember 1989 von DDR-Ministerpräsident Hans Modrow (l) begrüßt wird. Das französische Staatsoberhaupt hielt sich zu einem eintägigen Besuch in Ost-Berlin auf.

Cyril Buffet

„Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark“

Der französische Präsident Mitterrand hatte zunächst ein ambivalentes Verhältnis zur deutschen Wiedervereinigung. Seine Reise in die DDR im Dezember 1989 belastete die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Frankreich für kurze Zeit. Der französische Historiker Cyril Buffet berichtet über das Verhalten Mitterrands im Jahr 1989.

Mehr lesen

Auf dem Foto ist das Feiern der Union-Fans am 9. November 2019 des 1:0-Sieg in der 1. Bundesliga gegen Hertha BSC eine Woche zuvor zu sehen.

Matthias Koch

Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm

Der 1. FC Union Berlin ist oben angekommen. Die Historie des Clubs ist arm an großen Triumphen, aber reich an Geschichten. Dass diese gerade im 30. Jahr des Mauerfalls unvergessen sind, verdankt Union vor allem seiner treuen Fangemeinde.

Mehr lesen

Mauer, stasi, Brandenburger Tor

Gerhard Sälter

Zwischen Siegestaumel und Herrschaftssicherung: Der Mauerbau und die Machtelite der DDR

Am 9. November 1989 kam nicht nur die Mauer als Grenzbarriere zu Fall, sondern das komplette Machtsystem der DDR, das durch die Mauer stabilisiert worden war. Jetzt fehlte ihm der Halt.

Mehr lesen

Das Foto zeigt ein Gespräch in der Dr. Quendt Backwaren GmbH in Dresden zwischen dem Firmeninhaber Hartmut Quendt (M) und seinen Mitarbeiterinnen Antje Nowakowski (l) und Ines Habich über die Qualität des "Russisch Brot". Der 124 Jahre alte mittelständische Familienbetrieb ist nach eigenen Angaben zwischen Kap Arkona und dem Fichtelberg Marktführer beim Verkauf dieses Gebäcks.

Max Trecker

Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand?

Wenn in Deutschland von „Hidden Champions“ die Rede ist, bezieht sich dies auf kleine und mittlere Unternehmen, die zumeist im süddeutschen Raum beheimatet sind. Dies war jedoch nicht immer so. Mit der Wiedervereinigung bot sich in Ostdeutschland die Chance, dem Mittelstand wieder zu alter Stärke zu verhelfen und gleichzeitig die Akzeptanz von Marktwirtschaft und Demokratie zu stärken.

Mehr lesen

Der Text der Gedenktafel für Heinz Brandt.

Manfred Wilke

Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt

Über 33 Jahre nach seinem Tod wurde in Berlin der Gewerkschaftsjournalist Heinz Brandt für sein widerständiges Leben in der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR geehrt. Der einstige SED-Funktionär hatte die DDR 1958 frustriert verlassen und wurde 1961 dorthin zurück entführt. Eine Zeitreise durch sein Leben und die Geschichte der DDR.

Mehr lesen

Das Foto zeigt Übersiedlerinnen und Übersiedler aus der DDR Mitte der 1980er Jahre, die von der Bundesregierung freigekauft wurden, bei ihrer Ankunft in einem Notaufnahmelager.

Laura Wehr

Von der (eigenen) Geschichte eingeholt?

Für Familien, die in den 1980er Jahren per Ausreiseantrag die DDR verlassen hatten, war die „Wende“ von besonderer biographischer Bedeutung: Nicht nur der Sinn der Ausreise stand rückblickend in Frage; auch die kulturellen Identitäten und familialen Zugehörigkeiten gerieten (erneut) auf den Prüfstand.

Mehr lesen

Das Foto von 1991 zeigt den früheren Vorstandsvorsitzenden der Treuhandanstalt Detlev Rohwedder, und das Vorstandsmitglied Birgit Breuel.

Keith R. Allen

Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus

Archivbestände offenbaren, wie Finanzberater aus dem englischsprachigen Raum und Vertreterinnen und Vertreter der planwirtschaftlich geprägten DDR-Nomenklatura die Arbeit der Treuhand prägten.

Mehr lesen

Das Foto zeigt den Demonstrationszug, der sich am 9. Oktober 1989 nach dem Montagsgebet in der Leipziger Nikolaikirche als friedliche Montagsdemonstration in Bewegung setzte. Schließlich hatte diese Demonstration 70.000 Teilnehmer. Schweigend und ohne Transparente ging es vom Karl-Marx-Platz um den Leipziger Innenstadtring.

Angela Siebold

Das Jahr 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung

Ohne Zweifel lässt sich 1989 als europäischer Erinnerungsort bezeichnen. Doch die Kritik an der „Friedlichen Revolution“ in Europa nimmt zu. Sie dient der nationalen Abgrenzungspolitik populistischer Bewegungen, kann aber auch als Pluralisierung der Erinnerung verstanden werden.

Mehr lesen

Das Foto zeigt eine Guillotine und einen Schrumpfkopf, die in der Dauerausstellung im Museum für Deutsche Geschichte ausgestellt wurden. Das Foto stammt von 1953.

Anna Georgiev

Thälmanns Turnhose und andere Dinge

Welche Spuren hat der DDR-spezifische Antifaschismus in den Sammlungen von Museen und Gedenkstätten hinterlassen und was erzählen diese Dinge heute noch über die DDR? Dieser Beitrag beleuchtet, wie sich durch den Antifaschismus als Diskurs ein Monument seiner selbst in den Sammlungen der DDR etablierte.

Mehr lesen

"Sie verlassen den Amerikanischen Sektor": Schild am Grenzübergang "Checkpoint Charlie".

Bernd Greiner

Spuren und Lehren des Kalten Kriegs

Vor 30 Jahren endete nicht nur die Geschichte der DDR und der Zweiteilung Deutschlands, sondern auch die des Kalten Kriegs. Der Historiker Bernd Greiner gibt einen Überblick, welche Gesichtspunkte dazu gehören, von denen einige Faktoren bis in die Gegenwart wirken. Dazu zählen auch die Mechanismen, die entwickelt wurden, Spannungen wieder abzubauen und den Kalten Krieg zu entschärfen – zumindest temporär.

Mehr lesen

Demonstration in der Leipziger Innenstadt am 4. September 1989.

Martin Sabrow

Mythos 1989

War die Friedliche Revolution vor über 30 Jahren eine Revolution ohne Revolutionäre? Verdient das Jahr 1989 jenen Mythos, mit dem alle fünf Jahre aufwändig an den Zusammenbruch der DDR erinnert wird? Und wollen heute Rechtspopulisten diese Geschichte usurpieren? Eine Betrachtung über das anhaltende Ringen um die Deutungshoheit der Mauerzerfallsgeschichte.

Mehr lesen

Blick auf das Reichstagsgebäude in Berlin, Sitz des Deutschen Bundestages. Foto von 1999.

Übersicht

Alle neuen Angebote des DA seit 2019

Alle neuen Beiträge des Deutschland Archivs aus den zurückliegenden zwölf Monaten in der Reihenfolge ihres Erscheinens auf einen Blick.

Mehr lesen

Interviews

Die Freiheit der Distanzierten – die alternative Modeszene der DDR

Die Freiheit der Distanzierten – die alternative Modeszene der DDR

In den 1980er Jahren formierte sich in den Städten der DDR eine alternative Modeszene. Es wurde nicht nur Mode privat in kleinen Werkstätten produziert und auf Märkten verkauft, vor allem die Modeshows bildeten ein Ventil für die Macher/innen und ihr Publikum, um den Anpassungsdruck des Staates aushalten zu können. Andrea Prause hat im Rahmen ihrer Dissertation zu diesem Phänomen geforscht.

Themenschwerpunkte

Trabantkarosserien im VEB Sachsenring Zwickau

Transformation und Deutsche Einheit

Der Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR von 1990 schuf die staatliche Einheit Deutschlands. Alles konnte er aber nicht regeln. In oftmals schwierigen Prozessen mussten Menschen und Organisationen (wieder) zusammenfinden. Das gelang mal mehr, mal weniger und sorgt auch 30 Jahre später für Debatten.

Mehr lesen

Radfahrer fahren hinter einem Schild mit der Aufschrift „Achtung! Sie verlassen jetzt West-Berlin“ an der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor entlang, 1984. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin – geteilte Stadt, Mauerfall und Zusammenwachsen

Am 3. Oktober 1990 ging nicht nur die DDR mit ihrer Hauptstadt Ost-Berlin unter, sondern auch dieses merkwürdiges Gebilde West-Berlin. Dieser Schwerpunkt widmet sich der Geschichte Berlins im Kalten Krieg, bündelt unterschiedliche Perspektiven auf den Mauerfall und analysiert das schwierige Wiederzusammenwachsen seitdem.

Mehr lesen

Protest der IG-Metall vor dem Sitz der Treuhandanstalt in Berlin.

Das Wirken der Treuhandanstalt

Die Treuhandanstalt ist bis heute umstritten. Für die einen ist sie schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren. Für andere ist sie ein Synonym für Steuermittelvernichtung. Mittlerweile stehen der Wissenschaft die Treuhandunterlagen zur Verfügung. In einer Beitragsserie berichtet das Deutschland Archiv über den aktuell Forschungsstand.

Mehr lesen

Alltag vor dem Warenhaus am Berliner Alexanderplatz, 1971

Alltag und Gesellschaft

Nach der Gründung der beiden deutschen Staaten entwickelten sich nicht nur die unterschiedlichen politischen Strukturen weiter, sondern die Systemunterschiede wirkten sich in allen Gesellschaftsbereichen aus. Der Schwerpunkt thematisiert die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Systemkonkurrenz in vielen Bereichen des täglichen Lebens.

Mehr lesen

Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park in Berlin betont das aktive heroische Opfer der sowjetischen Soldaten für den Sieg über den Faschismus.

Erinnern, Gedenken und Aufarbeitung

Dieser Schwerpunkt bündelt Aspekte der wechselreichen Geschichte des Erinnerns an die Opfer der Kriege und politischen Systeme des 20. Jahrhunderts in Deutschland sowie der Aufarbeitung von Unrecht. Auch mit den Spuren, die der Kalte Krieg auf beiden Seiten der Mauer und des "Eisernen Vorhangs" hinterließ, wird sich befasst.

Mehr lesen

Demonstranten mit der tschechischen Flagge am 21. August 1968 in Prag neben einem brennenden sowjetischen Panzer

1968 – Ost und West

Noch heute, über 50 Jahre später, streiten sich Wissenschaftler und Politiker über die Bedeutung des Jahres, in dem weltweit die Menschenrechts- und Studentenbewegung teilweise gewalttätig eskalierten. Das Deutschland Archiv beleuchtet in den unter diesem Schwerpunkt versammelten Beiträgen die Auswirkungen von „68“ in Ost- und Westdeutschland.

Mehr lesen

Abfertigung der West-Berliner Besucher am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstrasse, 1964

Macht-Räume in der DDR

Das komplexe Herrschaftssystem der DDR wurde nicht nur durch den Partei- und Staatsapparat aufrecht erhalten. Dieser Schwerpunkt blickt auf die räumliche Reichweite von Macht in der DDR, beleuchtet aber auch den "Eigen-Sinn" lokaler Akteure: im kulturellen Bereich, in der Schule, im Alltag oder in der Kommunal- und Wohnungspolitik.

Mehr lesen

Eine Frau und ein Kind an einem Zeitungskiosk in Berlin (Ost).

Kultur- und Medienpolitik

Der Schwerpunkt beschäftigt sich mit Formen der Mediensteuerung und
-kontrolle in der DDR. Die Beiträge thematisieren verschiedene Mediengattungen und erkunden die Vielfalt der Steuerungsversuche, die häufig unterhalb der Schwelle direkter, leicht durchschaubarer Einflussnahme liegen.

Mehr lesen

Abgebildet sind zahlreiche Porträts von Kindern- und Jugendlichen.

Un-Rechts-Staat DDR

Das DA geht in diesem Schwerpunkt der Frage nach, in welchen Bereichen des SED-Systems die eigenen Gesetze übergangen und der Prämisse des Machterhalts untergeordnet wurden, und wie sich die unterschiedlichsten Zweige der staatlichen Verwaltung und Rechtspflege daran beteiligten.

Mehr lesen

Zeitzeugnisse 1989

Schlüsselmoment der Geschichte: Der 9. Oktober 1989 in Leipzig

Schlüsselmoment der Geschichte:
Der 9. Oktober 1989 in Leipzig

Eine wesentliche Rolle bei der Ausbreitung der Friedlichen Revolution in der DDR spielten Fernsehbilder - zum Beispiel am 9. Oktober 1989 in Leipzig.

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

Mehr lesen

NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

Mehr lesen

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen

Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

Mehr lesen auf bpb.de

Der Tag in der Geschichte

  • 1. Dezember 1964
    Zwangsumtausch: Alle Besucher der DDR und Ost-Berlins aus dem »nichtsozialistischen Ausland«, ausgenommen Rentner und Kinder, müssen ab sofort pro Tag und Person mindestens 3 DM-West im Verhältnis 1 : 1 in DM-Ost einwechseln. Daraufhin geht die Zahl der... Weiter
  • 1. Dezember 1966
    Der Bundestag wählt Kurt Georg Kiesinger (CDU) zum Bundeskanzler (340 gegen 109 Stimmen, 1 ungültige Stimme, 23 Enthaltungen). Das Kabinett der Großen Koalition besteht aus zehn CDU/CSU- und neun SPD-Ministern, darunter Willy Brandt als Vizekanzler und... Weiter
  • 1. - 2. Dez. 1969
    Die EG-Staats- und Regierungschefs beschließen auf dem Gipfel in Den Haag, die Gemeinschaft beschleunigt auszubauen und so die Stagnation der Integrationsbestrebungen am »Ende der Übergangsperiode« zu überwinden. Sie wollen stufenweise die Wirtschafts-und... Weiter
  • 1. Dezember 1979
    Die Mindestrenten, die Renten für Mütter mit fünf und mehr Kindern sowie die Unterstützungssätze der Sozialfürsorge steigen. Weiter
  • Dezember 1989
    Beginnende 2. Wende: Auf Massendemonstrationen werden zunehmend Meinungsverschiedenheiten zwischen Gegnern und Anhängern der deutschen Einheit ausgetragen. Damit vollzieht sich allmählich ein Gesinnungswandel: Haben sich die Protestkundgebungen bislang fast... Weiter
  • 1. Dezember 1989
    Auf Antrag aller zehn Fraktionen beschließt die Volkskammer, den in der Verfassung verankerten Führungsanspruch der SED zu streichen. Art. 1 Abs. 1 lautet jetzt: »Die DDR ist ein sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern. Sie ist die politische... Weiter
  • 1. Dezember 1990
    Gegen Erich Honecker, ehemals Staats- und Parteichef der DDR, wird Haftbefehl erlassen; denn nach neu entdeckten Akten soll er persönlich für den Schießbefehl an der Berliner Mauer und an der innerdeutschen Grenze verantwortlich sein. Der 78-jährige befindet... Weiter
  • 1. Dezember 1994
    Das Verbrechensbekämpfungsgesetz vom 28. 10. 1994 tritt in Kraft. Danach kann der Bundesnachrichtendienst (BND) bei der überwachung des internationalen Fernmeldeverkehrs Erkenntnisse über die organisierte Kriminalität (u. a. bei Waffen- und Drogenschmuggel,... Weiter