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Deutschland Archiv

"Deutschland Archiv Online" bietet fundierte, allgemein verständliche Beiträge zur gemeinsamen deutschen Nachkriegsgeschichte und zum deutschen Einigungsprozess im europäischen Kontext. Das Angebot wird kontinuierlich erweitert. Alle hier veröffentlichten Texte und Videos sind Meinungsbeiträge der jeweiligen AutorInnen, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

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Neue Beiträge

Montagsdemonstration in Leipzig am 16.9.1989. Mindestens 120.000 DDR-Bürger gingen an diesem Abend friedlich für mehr Demokratie, Bürgerrechte und Reformen auf die Straße. Der Untergang des SED-Regimes vollzog sich kurz darauf in einem rasanten Tempo: Am 9. November 1989 öffnete die DDR ihre Grenzen, ein Jahr später, am 3. Oktober 1990 waren die Deutschen 45 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges wieder in einem souveränen Staat vereint.

Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK

32 Jahre ist die Entmachtung der DDR-Geheimpolizei Stasi jetzt her. Was über sie kann heute noch vermittelt werden? Abiturienten aus Flörsheim am Main besuchten auf Klassenfahrt in Leipzig das Museum über die Staatssicherheit in der "Runden Ecke" und fassten ihre Eindrücke zusammen. Ein Museum als Lernort. Kann das funktionieren? Ein Bericht von Jannis Paul aus der Flörsheimer Schülerzeitung "Headline".

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Die Geheimnisse des Schönen Leo

Geheimnisse des Schönen Leo

1972 scheiterte ein Misstrauensvotum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gegen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) durch Stimmenthaltung, offenbar ließen sich zwei Parlamentarier durch die DDR-Staatssicherheit "kaufen". Auf die Spur eines der möglichen Abweichler aus der CSU hat sich dessen Enkel begeben. Eine filmische Spurensuche zurück in die Zeit der Bonner Republik, als die "Ostpolitik" großes Streitthema war.

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Ein Stapel aus Paketen Zeitungen und Werbeprospekten liegt auf einem Bürgersteig in Stuttgart

Verpasste Chancen – die Transformation der DDR-Presse 1989/90

Welche Chancen gab es nach dem Mauerfall für den Aufbau unabhängiger Zeitungen in der untergehenden DDR? Und wie schnell teilten sich Grossisten und Verlage aus dem Westen die "Ostzeitungen" und deren Markt nach der Wiedervereinigung auf? Eine Rekonstruktion von Mandy Tröger.

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Ende eines Ostmediums, das sich bis zum Mauerfall 1989 weitgehend SED-treu gab. Der am 15. Oktober 1990 als Rundfunkbeauftragter für die neuen Bundesländer beauftragte Rudolf Mühlfenzel (CSU) hält am 30.12.1991 in Berlin die letzte Klappe des Deutschen Fernsehfunks (DFF) in Händen. Das ehemalige DDR-Fernsehen stellte am 31.12.1991 den Sendebetrieb ein. Stattdessen strahlen im Osten seit dem 1.1.1992 drei neue Landessender auf den DFF-Frequenzen ihre Programme aus, der RBB in Brandenburg, der MDR in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und als Verbund im Norden der NDR.

"Affirmative Action" im Osten

Vor 30 Jahren, am 31. Dezember 1991, endete die Geschichte des Rundfunks der DDR. Wie funktionierte dort der Elitenwechsel? Mit welchen Argumentationen wurden Ostdeutsche von Leitungsfunktionen ausgeschlossen und wie wurden ostdeutsche Einrichtungen stillgelegt? Ein Erfahrungsbericht aus Berlin und Brandenburg von Frauke Hildebrandt.

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Ehrentribüne am Tag der Deutschen Einheit 1990 (von links nach rechts): Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher, Hannelore Kohl, Helmut Kohl, Richard von Weizsäcker, Lothar de Maizière

Eine Beziehung besonderer Art

Wie entwickelte sich das Verhältnis der drei Bundeskanzler Brandt, Schmidt und Kohl zu den Ostdeutschen und zur Deutschen Einheit zwischen 1970 und 1989? Allen dreien gelang es, eine besondere Beziehung zur DDR-Bevölkerung aufzubauen. Die Wege waren jedoch höchst unterschiedlich. Eine Analyse von Hermann Wentker.

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Übertragung des Plädoyers der russischen Generalstaatsanwaltschaft für ein Verbot des Menschenrechtszentrums von Memorial in einen Presseraum des Moskauer Stadtgerichts am 29. Dezember 2021.

Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials?

Ende 2021 haben Gerichte im Moskau die Schließung der russischen NGO „Memorial International“ sowie ihres Moskauer Menschenrechts-Zentrums "Memorial" angeordnet. Was sind die Hintergründe und Folgen? Und wie muss deutsche Außenpolitik jetzt reagieren? Dazu vier aktualisierte Positionen.

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Neu in der Serie Jüdinnen in Deutschland

Das Foto zeigt die SPD-Politikerin und Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt, Jeanette Wolff, wurde am 22. Juni 1973, ihrem 85. Geburtstag, im jüdischen Gemeindehaus in Berlin-Charlottenburg mit der Ernst-Reuter-Plakette in Silber geehrt. In der Mitte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Schütz. Jeanette Wolff wurde am 22. Juni 1888 in Bocholt (Westfalen) geboren und verstarb am 19. Mai 1976 in Berlin.

Jeanette Wolff – Kämpferin für Gerechtigkeit und gegen das Vergessen

Jeanette Wolff setzte sich in der Nachkriegszeit für die Opfer des Holocausts ein, sie beteiligte sich am Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Berlin, wurde Co-Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland und Bundestags-Abgeordnete. Ein Portrait von Charlotte Misselwitz.

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Cécile Wajsbrot in Berlin-Schöneberg.

Cécile Wajsbrot: Zuhause in der Literatur

Sie ist Schriftstellerin, Übersetzerin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Im Interview mit Sigrid Brinkmann erzählt die 1954 in Paris geborene Cécile Wajsbrot, warum ihre Großmutter wollte, dass sie Deutsch lernt, und warum sie seit zwei Jahrzehnten auch in Berlin lebt und arbeitet.

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Das Foto zeigt die Schriftstellerin, Essayistin und Journalistin Lena Gorelik am 22. September 2021 auf der Dachterrasse des Monbijou Hotels in Berlin, kurz vor der Berliner Buchpremiere ihres aktuellen Buchs „Wer wir sind“ im Pfefferberg Theater im Rahmen des Festjahrs „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Lena Gorelik: „Schreiben ist ein Verstehen“

Die Autorin kam 1992 als „Kontingentflüchtling“ aus Sankt Petersburg nach Deutschland, wo die Familie achtzehn Monate in einer maroden Flüchtlingsunterkunft in Ludwigsburg lebte. Über diese Zeit, über die Bedeutung von Sprache und des Jüdischen in ihrem Leben im Kontext von Identität sprach Sharon Adler mit ihr.

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Beiträge aus 2021

Schalck-Golodkowski, Stasi, Unterschrift

Schneewittchens ominöse Flucht vor 31 Jahren

Wie sich am 3. Dezember 1989 der DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski heimlich in den Westen absetzte. Nacherzählt anhand von Stasiakten und jetzt freigegebenen Dokumenten des Bundesnachrichtendienstes BND. Eine Recherche von Andreas Förster.

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Symbolbild zu möglichen Koalitionen am Wahlabend.

Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland

Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten ist die SPD bei einer Bundestagswahl im Osten stärkste Kraft geworden, während die CDU auf den dritten Platz hinter der AfD rutschte. Der Beitrag untersucht die Spezifika der Wahlergebnisse in Ostdeutschland, zu denen auch eine Nord-Süd-Differenz gehört.

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Am Tag vor seiner Wahl zum Bundeskanzler am 8. Dezember 2021 präsentiert Olaf Scholz (SPD) gemeinsam mit dem FDP-Vorsitzenden Christian Lindner und Robert Habeck, dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, den rot-grün-gelben Koalitionsvertrag.

Ein anhaltendes Defizit? Das Elitendilemma im Osten

Die neue Bundesregierung ist im Amt, der Koalitionsvertrag unterzeichnet. Er enthält auch die Passage: "Wir verbessern die Repräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen und Entscheidungsgremien in allen Bereichen. Was lief da bisher schief? Drei Analysen.

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Wolf Biermann während seines Auftritts in der Sporthalle in Köln am 13. November 1976

Die Biermann-Ausbürgerung vor 45 Jahren

Wie es am 16. November 1976 zur Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR kam und welche Folgen dies hatte. Fünf Filmbeiträge aus dem deutsch-deutschen ZDF-Fernsehmagazin "Kennzeichen D". Über den Anfang vom Ende der DDR.

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Menschen spazieren über eine Allee und halten Schilder, auf denen die Gesichter von Männern und einer Frau abgebildet sind.

Der mysteriöse Showdown in Eisenach und Zwickau

Auch ein Jahrzehnt nach der Selbstenttarnung der rechten Terrorzelle NSU sind noch immer viele Punkte ungeklärt. Allein die Abläufe rund um den 4. November 2011 in Eisenach und Zwickau geben nach wie vor Rätsel auf. Wer unterstützte die Gruppe noch?

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Transparent bei einer Demonstration in Chemnitz 2018.

Zusammenwachsen in Feindseligkeit?

In Deutschland taucht schell das stereotype Bild vom „rechten Osten“ auf, in dem Rechtsaußen mehr Stimmen erhalten, als im Westen. Woran liegt das? Eine Analyse über (Un)ähnlichkeiten in (anti)demokratischen Orientierungen in Ost- und West von Beate Küpper und Andreas Zick.

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Zu umweltpolitischen Gesprächen empfing Dr. Hans Reichelt, Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR und Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft, den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Klaus Töpfer (l.). Zugegen war auch der Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR, Dr. Hans Otto Bräutigam (2.v.l.), 10. Juli 1988.

Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990

Verpestete Luft, versauerte Flüsse und toxische Abfälle bahnten sich ihren Weg über die innerdeutsche Grenze sowohl von Ost nach West als auch umgekehrt. Wie verhandelten die beiden deutschen Staaten über diese Umweltprobleme?

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DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Protest-Grafitti, Rechtsstaatlichkeit

Unrecht, Recht und Gerechtigkeit

Rechtsstaatlichkeit war ein primäres Ziel der Revolution in der DDR. Aber wie erfolgte die Aufarbeitung des SED-Unrechts durch den Rechtsstaat? Eine Zwischenbilanz des Mitbegründers der Initiative für Frieden und Menschenrechte in der DDR, Gerd Poppe.

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Ein Symbolbild für die lange Zeit herrschende Ablehnung der früher noch „Zigeuner“ oder „Landfahrer“ genannten Minderheit der Sinti und Roma durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft: 1965 brannte die Kasseler Berufsfeuerwehr die letzten Wohnwagen des dortigen Landfahrerplatzes am Mattenberg nieder. Zuvor hatte die Stadt diese zwangsweise durch die Wohnungsbaugesellschaft ankaufen lassen. Die Bewohner hatten sich geweigert, in städtische Wohnungen umzuziehen. Der spätere Ministerpräsident Holger Börner – damals noch Bundestagsabgeordneter – setzte sich persönlich für diese repressive Lösung im Rathaus ein. Danach gab es zwei Jahrzehnte keinen Landfahrerplatz in Kassel; auch eine politische Gesprächsebene zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft suchte man in dieser Zeit noch vergebens. Aber auch sozialpolitische Reformen und ein verändertes gesellschaftliches Klima für Randgruppen und Minderheiten warfen ihre Schatten voraus. Der Wandel vollzog sich langsam und ist bis heute nicht abgeschlossen. Für Jahrzehnte funktionierte die traditionelle staatliche Abschreckungspolitik gegenüber der Minderheit noch wie in den 1960er Jahren in der nordhessischen Großstadt.

Kann eine Gesellschaft umdenken?

Mindestens 200.000 Sinti und Roma wurden im "Dritten Reich" von den Nationalsozialisten ermordet. In Institutionen und der Bevölkerung hielt sich nach 1945 noch lange das „kriminalbiologische“ Denken, mit dem die Nazis ihr rassistisches Vorgehen gegen Sinti und Roma begründet hatten.

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Das Foto zeigt eine Frauenhand, die in einer Bibliothek ein Buch mit dem Titel "Jüdisches Denken" aus einem Bücherregal nimmt.

Jüdische Erwachsenenbildung in Deutschland und die Rolle der Frauen

Die Erwachsenenbildnerin Greta Zelener zeichnet die historischen Wurzeln jüdischer Frauenbildung in Deutschland nach. Welche Möglichkeiten standen Jüdinnen ab dem späten 18. Jahrhundert zur Verfügung und welche Angebote jüdischer Erwachsenenbildung für Frauen gibt es heute?

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Ein Teil der Beiträge aus SchülerInnenzeitungen, die im Februar 2021 zur Auswahl standen.

Schülerzeitungs-Texte: "Noch Mauern im Kopf...?"

Zehn Beispieltexte: Wie reflektieren junge Leute den Wandel Deutschlands seit dem Mauerfall und die deutsch-deutsche Vergangenheit? Das Deutschland Archiv stiftet Sonderpreise für Beiträge aus Schülerzeitungen, die sich im weitesten Sinne mit der Frage beschäftigen: "Noch Mauer(n) im Kopf...?".

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Mit einer Geste versucht eine Frau am 7. Oktober 1989 bei einer Demonstration in Ostberlin Beamte in einer Polizeikette von ihrer Friedfertigkeit zu überzeugen. Im Verlauf der Demonstration gingen Volkspolizei und zivile Beamte der Staatssicherheit zum Teil massiv gegen Demonstrierende und Medien vor.

„Eine Sternstunde des demokratischen Aufbruchs“

Maßgeblich wird der 9. Oktober 1989 als Wendepunkt in der Geschichte der DDR betrachtet, als in Leipzig die erste große friedliche Demonstration gegen das SED-Regime gelang. Aber eine vergleichbare Schlüsselrolle spielte der 7. Oktober in Ostberlin, als die DDR-Staatsmacht noch auf Gewalt setzte.

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Farbfoto: Titelbildausschnitt des Heftes von Walter Becker "Ehen mit Ausländern" aus dem Jahr 1965.

Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik

Die Wahrnehmung deutsch-ausländischer Eheschließungen und Paarbeziehungen in der Bundesrepublik in historischer Perspektive. Im Fokus steht neben quantitativen Entwicklungen, wie diese Paare von Institutionen und Gesellschaft wahrgenommen worden sind und welche Problematiken sich für die Paare selbst ergeben haben.

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Wie (un)ähnlich waren sich die Deutschen in Ost und West? Auch diese Fragen stellte Kennzeichen D, zum Teil auf verspielte Weise, wie in diesem Sketch mit zwei deutschen Clowns (Szenenfoto).

D wie Dialog

Diplomat & Dolmetscher. Die Geschichte der ZDF-Sendereihe Kennzeichen D, die vor 50 Jahren, am 9. September 1971, begann. Das gesellschaftspolitische Fernsehmagazin blickte unvoreingenommen in die DDR und bemühte sich kalte Kriegsrhetorik zu vermeiden. Damit hatte es auch in seinem eigenen Sender keinen leichten Stand. Erinnerungen von Joachim Jauer.

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Farbfoto: Blick durch einen Gang des Dunkelzellentrakes des ehemaligen Jugendwerkhofes in Torgau.

Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution"

Die Jugendwerkhöfe (JWH) gehörten zum Erziehungs- und Strafvollzugssystem in der DDR. Hier wurde diszipliniert und kontrolliert. Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau (GJWT) war allerdings besonders. Wer hierher kam, erlebte eine "Totale Institution" und war ihr schutzlos ausgeliefert.

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Multimedia

Die Geheimnisse des Schönen Leo

Die Geheimnisse des Schönen Leo

Dokumentarfilm von Benedikt Schwarzer über seinen Großvater, den CSU-Abgeodneten Leo Wagner, den die Stasi bestochen haben soll, vor 50 Jahren das Misstrauens-Votum der Bundestagsfraktion von CDU und CSU gegen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) 1972 scheitern zu lassen.

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Der Musik- und Zeichentrickfilm "1989 - Lieder unserer Heimat" ist keine leichte Kost. Aber erleichternd für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern um DDR-Alltag zu rekonstruieren.

DDR-Alltag im Comic-Film

Aufarbeitung einmal anders. Der Leipziger Comic-Zeichner Schwarwel hat Zeichentrickfilmepisoden realisiert und mit eigenen Songs betextet, um DDR-Alltagssituationen nahe zu bringen, die zur Friedlichen Revolution '89 und zum Mauerfall führten. Titel: "Lieder unserer Heimat".

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Erinnerung an den Mauerfall, East Side Gallery, Berlin 2020. Das Bildmotiv des Berliner Künstlers Kani Alavi aus dem Jahr 1990 heißt: "Es geschah im November"

Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise.

"Wir konnten dit jar nich fassen". Wie hörten sich nach Mauerfall und dem 3. Oktober 1990 Euphorie an, wie Skepsis, wie Resignation? Eine O-Ton-Sammlung des Linguisten Norbert Dittmar aus Umfragen von LehrerInnen über die innere Einheit. Die Aufnahmen sind heute ein zeithistorischer Schatz.

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Schwerpunkte aus 2021

Was wäre, würde es den Palast der Republik mit der einstigen DDR-Volkskammer darin heute noch geben und ehemalige Abgeordnete aus dem Jahr 1990 könnten nochmals eine Rede halten? Das ehemalige "MdVK" (Mitglied der Volkskammer) Walter Fiedler aus der Fraktion CDU/DA würde sich der Schwimmbadförderung annehmen, die aus seiner Sicht unzureichend ist.

31 Jahre letzte Volkskammer -
31 "ungehaltene Reden"

Am 2. Oktober 1990 endete die Geschichte der "Volkskammer" der DDR. Über 30 ehemalige Abgeordnete kamen 2020/21 dem Angebot des Deutschland Archivs nach, an dieser Stelle noch einmal eine "ungehaltene Rede" zu formulieren. Als Mosaik zum Nachlesen - ein demokratischer Erfahrungsschatz.

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Hier wird das Logo des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" abgebildet. Es zeigt eine stilisierte Menora (Kerzenleuchter) mit einem Davidstern in weiß auf blauem Grund und den Namen des Projekts.

Jüdinnen in Deutschland nach 1945

Um klischeehaften bis antisemitischen Darstellungen jüdischen Lebens und der ungenügenden Abbildung besonders weiblichen jüdischen Lebens etwas entgegenzusetzen, hat sich die DA-Redaktion vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren jüdische Frauen in den Fokus zu setzen. Ein Überblick.

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Protest der IG-Metall vor dem Sitz der Treuhandanstalt in Berlin.

Das Wirken der Treuhandanstalt

Die Treuhandanstalt ist bis heute umstritten. Für die einen ist sie schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren. Für andere ist sie ein Synonym für die Vernichtung von Steuermitteln. Mittlerweile stehen der Wissenschaft die Treuhandunterlagen zur Verfügung. In einer Serie berichtet das DA über den aktuellen Forschungsstand.

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Diskussionsstoff

Das Foto zeigt den gelb markierten Begriff Antisemitismus in einem Lexikon.

Ist Antisemitismus vor allem ein Problem in Ostdeutschland?

Und ist, wer dem Osten den größeren Zuspruch zum Antisemitismus vorhält, womöglich auf dem westlichen Auge blind? Die Debatte darüber lohnt sich. Ein Disput zwischen Charlotte Misselwitz und Micha Brumlik.

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Schema der Grenzsperranlagen der DDR, technischer Stand ab 1979.

Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes?

Eine Studie des Forschungsverbunds SED-Staat hat eine Kontroverse ausgelöst. Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Nur Flüchtlinge, die nach dem Mauerbau 1961 aus dem Osten in den Westen fliehen wollten und dabei ihr Leben verloren? Oder auch Grenzer, die Selbstmord begangen?

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Eine inzwischen ausgelutschte Frage? Oder in der Erlebnisgeneration vom Mauerfall und Wiedervereinigung unverändert relevant? Das Graffiti mit der deutschen Nationalflagge und dem Schriftzug "Ossi oder Wessi?" wurde am 2. Oktober 2015 in Berlin fotografiert. Der Sprayer, Caspar Kirchner, hatte es im Zuge einer Ausstellung des Berliner DDR Museums erstellt.

Ossi? Wessi? Geht's noch?

Über 30 Jahre ist die Deutsche Einheit alt, seit 31 Jahren die Mauer verschwunden. Aber auch die im Kopf? Noch immer (oder wieder?) ist von "Wessis" und "Ossis" die Rede. Drei junge AutorInnen reflektieren, was sie sind, und wonach sie sich sehnen: Endlich nach Differenzierung, nicht nach Klischees.

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Corona

Mitglieder eines Deutschen Marine Bootes übergeben im Juli 1957 einen Impfstoff für 134 an der Asiatischen Grippe Erkrankte an die Besatzung des US-Schiffes General Patch . Das Schiff kam aus New York und ankerte vor Bremerhaven, nachdem es wegen des Ausbruchs der Grippe unter den 1.256 Passagieren und Crew-Mitgliedern in Quarantäne bleiben musste.

Debatte zur Herkunft der Asiatischen Grippe 1957

Maximilian Kutzner zeigt am Beispiel der Asiatischen Grippe aus dem Jahr 1957, wie sich zeitgenössische Ängste in den Massenmedien artikulierten.

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Eine Frau blickt auf Corona-Impf-Graffiti des Künstlers 'The Rebel Bear' an einer Wand im schottischen Edinburgh.

Ein Laboratorium der Demokratie

Corona könnte ein "Vereinigungsgenerator" sein. Aber auch ein Frustgenerator. Der Soziologe Steffen Mau warnt vor einem "sich selbst verstärkenden negativen Kreislauf" politischen Nichtmehr-Engagements.

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Straßengraffiti in Berlin im März 2021, ein Jahr nach Beginn der Corona-Lockdowns und zu Beginn der dritten Infektionswelle

30 Jahre später – der andere Bruch

Es ist ein historischer Einschnitt wie 1989/90 der Mauerfall. Über ein Jahr lähmte Corona das gesellschaftliche Leben in Deutschland und weltweit. Welche Strategie- und Handlungskonzepte sind danach gefragt?

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Weitere Beiträge aus 2021/2020

30 Jahre danach. Die ehemalige innerdeutsche Autobahngrenzkontrollstelle Marienborn.

Elske Rosenfeld

Geschichtspolitik von oben?

Der neue Koalitionsvertrag hält daran fest: Bis 2027 soll in einer ostdeutschen Stadt ein "Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit" entstehen. Die Ende 2020 von der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ vorgeschlagene Einrichtung soll dazu dienen, ostdeutsche Transformationsleistungen nach 1990 zu würdigen und zu nutzen. Wie müsste eine solche Einrichtung aussehen, fragt Elske Rosenfeld und regt an, Potenziale und Gefahren breit zu diskutieren.

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Im September 1990 hielten Mitglieder verschiedener Bürgerbewegungen Räume der Stasi-Zentrale Ruschestraße besetzt. Sie wollten mit ihrer Aktion erreichen, dass Betroffenen der Zugang zu ihren Stasiakten im Einigungsvertrag garantiert wird. Ostberliner Polizei sperrte das Gelände ab.

Berliner Polizei-Einheit

Eine Zeitzeugenchronik: Wie 1990 die Vereinigung der Polizei aus Ost & West und die zweier Sicherheitsapparate verlief - mit welcher Euphorie, mit welchen Hemmungen und Hürden. Ein Insider-Bericht von Bernd Finger, er war 43 Jahre Kriminalpolizist und zuletzt 2012 Leitender Kriminaldirektor im Landeskriminalamt Berlin. Dabei geht es auch um die schwierige Auflösung der DDR-Geheimpolizei Stasi.

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QuerdenkerInnenprotest in Berlin im November 2020.

Axel Salheiser

Welche Akzeptanz hat die repräsentative Demokratie in Ostdeutschland?

Immer wieder zeigen wir uns irritiert, wenn Ostdeutsche mit der repräsentativen Demokratie hadern. Die Frage nach ihrer Akzeptanz ist in Ostdeutschland untrennbar mit all den Ambivalenzen, Paradoxien und Pfadabhängigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklungen im Zuge des Systemumbruchs und der deutschen Wiedervereinigung seit 1989/90 verbunden.

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Reinhard Schult bei einer Pressekonferenz der Stasi-Besetzer im September 1990. Mit am Tisch auch die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley (3.v.r.), die Schult als Mitbesetzerin gewonnen hatte.

„Wir waren eine verschwindende Minderheit“

Eine persönliche Erinnerung an Reinhard Schult (1951-2021), der zum Kern der DDR-Opposition gehörte, kämpfend gegen Ungerechtigkeit und Heuchelei, nimmermüde wie ein moderner Don Quichotte.

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Vorvernichtete Stasiakten, gesammelt in einem Raum der Zentrale der DDR-Staatssicherheit 1990.

Helmut Müller-Enbergs

Ein Stück deutscher Geschichte:
Eine Behörde tritt ab

Seit dem 17. Juni 2021 besteht die Stasi-Unterlagen-Behörde nicht mehr. Nach rund 30 Jahren ist sie mit ihren rund 111 Kilometern Aktenmaterial aus den Beständen der DDR-Geheimpolizei Stasi in das Bundesarchiv überführt worden. Ein persönlicher Rückblick von Helmut Müller-Enbergs, der dort lange Zeit als Wissenschaftler tätig war und auch im Deutschland Archiv über seine Erkenntnisse publizierte.

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Wahlplakat der AfD im Rheinsberg 2019.

Philip Manow

Populismus – in Ost und West. Eine Datenanalyse.

Zwar verlor die rechtspopulistische AfD bei der Bundestagswahl 2021 bundesweit 2,3 Prozent der Stimmen. Aber im Osten blieb sie vielerorts stärkste Kraft. Woran die anhaltend hohen Stimmanteile der Rechtsaußenpartei in den neuen Bundesländern liegen, hat der Bremer Politikwissenschaftler Philip Manow bereits nach der Bundestagswahl 2017 anhand von breit gefächerten Datenanalysen ermittelt.

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Reporter Gerd Heidemann mit den vermeintlichen Dokumenten. Das Hamburger Magazin "Stern" unterstrich auf einer Pressekonferenz, dass die von ihm veröffentlichten Tagebücher Adolf Hitlers echt seien, aufgenommen am 25. April 1983.

Maximilian Kutzner

Die Stasi und die gefälschten Hitler-Tagebücher

Der Sensationsfund – ein Werk des MfS (Ministerium für Staatssicherheit), um den Klassenfeind zu blamieren? Nach der Entlarvung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Zeitschrift Stern wurde diese Frage im Mai 1983 heiß diskutiert. Und tatsächlich war die Stasi nah dran am tatsächlichen Fälscher und seinen Kunden – und blieb doch ahnungslos.

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Ausschnitt der East Side Gallery

Susanne Muhle u.a.

Der Teilung auf der Spur – Orte der Berliner Mauer zwischen Authentizität, Massentourismus und Gedenken

60 Jahre nach dem Mauerbau und über 30 Jahre nach dem Mauerfall ziehen die East Side Gallery und der ehemalige Checkpoint Charlie jährlich Millionen Touristinnen und Touristen an, die nach Antworten suchen: Was war die Mauer, warum wurde sie gebaut und wie wurde sie überwunden? Was bedeutet das für die Orte und für ihr Zusammenspiel mit der als Erinnerungs- und Lernort etablierten Gedenkstätte Berliner Mauer? Eine Spurensuche.

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Das Foto zeigt einen Blick von oben in den Jerusalema Verhandlungssaal, in dem der Eichmann-Prozess stattfand. Das Foto ist am ersten Prozesstag, 11. April 1961 aufgenommen worden.

Raphael Brüne

60 Jahre Eichmann-Prozess - zwischen Identifikation und Instrumentalisierung

Gerhard Leo wurde im April 1961 als DDR-Sonderkorrespondent des Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienstes (ADN) zum Jerusalemer Eichmann-Prozess entsendet. Als ehemaliger Widerstandskämpfer und jüdischer Kommunist bewegte er sich bei seiner Berichterstattung in einem Spannungsfeld zwischen Identifikation und Instrumentalisierung.

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Mauerbresche Ende November 1989 nahe dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Debatte

Zeitenwende. Ist der Osten ausdiskutiert?

Ein Lesepaket mit Beiträgen aus der Serie "Zeitenwende" der Berliner Zeitung. Namhafte Autorinnen und Autoren beleuchten über 30 Jahre nach der Vereinigung unterschiedlichste Aspekte der deutsch-deutschen Transformationsgeschichte. Ziel ist es, Diskussionen anzustoßen, "was wir aus dem Gestern für ein Morgen lernen können". In loser Reihenfolgte übernimmt das Deutschland Archiv eine Reihe dieser Denkanstöße.

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Das Foto zeigt Marina Weisband.

Im Interview: Marina Weisband

Marina Weisband: Einfach nur Mensch sein

Sie ist Publizistin, Politikerin, Diplompsychologin, Beteiligungspädagogin, Netzaktivistin und Expertin für digitale Partizipation und Bildung. 1987 in der Ukraine geboren, 1994 kamen sie und ihre Familie als "Kontingentflüchtlinge" nach Deutschland. Über die Zeit bei der Piratenpartei Deutschland, die Ziele des Bildungsprojekts "aula" und über ihre Rede zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2021 im Bundestag hat Sharon Adler mit ihr gesprochen

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Blick auf das zwischen 1643 und 1654 erbaute Schloss Friedenstein in der historische Residenzstadt Gotha in Thüringen.

Andreas Förster

Totenschädel in Gotha

Immer breiter wird das Thema Kolonialismus und koloniales Erbe auch in den neuen Ländern diskutiert. Davon sind auch kleine Museen und Sammlungen in Schössern betroffen, die nun fürchten, durch Raubkunst in die Schlagzeilen zu geraten. Ein Einblick in Sammlungen im Schloss Friedenstein in Gotha und in das Naturalienkabinett der sächsischen Kleinstadt Waldenburg.

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Transparent vor der DDR-Volkskammer am 4. November 1990.

Christian Booß

Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein

Über 31 Jahre sind der Sturm auf die Dienststellen der DDR-Geheimpolizei Staatssicherheit und deren Entmachtung mittlerweile her. Vorübergehend übernahmen im Dezember 1989 und Januar 1990 sogenannte Bürgerkomitees die Kontrolle über die Stasi-Akten. Was ist eigentlich aus ihnen geworden? Ein Überblick von Christian Booß.

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Das Foto zeigt einen Lastwagen mit Roten Garden, Fahnen und Transparenten in Peking (undatiert). Rotgardisten waren Kampftrupps maoistischer Jugendlicher, die Mao Zedong in den Anfangsjahren zur Durchsetzung der Kulturrevolution (1966-1976) in China verhalfen.

Axel Berkofsky

Ostberlin, Chinas „Großer Sprung nach vorn“ und die Kulturrevolution

Anfangs schenkte Walter Ulbricht der chinesischen Propaganda und Statistiken Glauben, dass China binnen weniger Jahre mehr Weizen und Stahl als die USA produzieren sollte. Aus der Begeisterung wurde Ablehnung, als sich herausstellte, dass der "Große Sprung nach vorn" nicht Millionen Tonnen Stahl und Weizen produzierte, sondern 40 Millionen Chinesen das Leben kostete. Auch bei der Bewertung von Maos Kulturrevolution lag die SED daneben.

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In der Potsdamer Lindenstraße betrieb der sowjetische Geheimdienst ab 1945 sein zentrales Untersuchungsgefängnis für das Land Brandenburg, nach 1952 wurde es zur Stasi-Haftanstalt. Heute befindet sich hier die Gedenkstätte Lindenstraße 54/55, sie erinnert an die politische Verfolgung in beiden deutschen Diktaturen.

Sebastian Stude und Markus Mirschel

Stasi-Hafterfahrungen:
Selbstvergewisserung und Renitenz

Am Beispiel des Häftlings Lutz-Peter Naumann untersuchen die Historiker Sebastian Stude und Markus Mirschel Zeitzeugnisse aus der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Potsdam. Sie zu entschlüsseln, eröffnet einen Blick auf Freiräume und Zwänge im Verhältnis von Herrschern und Beherrschten, also auf die soziale Praxis der Stasi-Untersuchungshaft.

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MfS-Akte über einen Major der Grenztruppen, der sich selbst getötet hat.

Udo Grasshoff und Jochen Staadt

Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR

2017 veröffentlichte die bpb eine Studie des Forschungsverbunds SED-Staat an der FU Berlin über Todesopfer des DDR-Grenzregimes. Sie bezieht auch Selbsttötungen von Grenzsoldaten ein. Wie aber sind diese einzuordnen? Eine Kritik von Udo Grashoff, er promovierte 2006 über Suizide in der DDR. Anschließend eine Entgegnung des kritisierten Wissenschaftlers, Dr. Jochen Staadt.

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Das Foto zeigt das Mahnmal von Buchenwald mit der Plastik von Fritz Cremer, im Hintergrund der Glockenturm.

Wolfgang Herzberg

Jüdische Überlebende, NS-Täter und Antisemitismus in der DDR

Als Sohn von jüdischen Emigrant_innen, die 1947 ganz bewusst in die SBZ/DDR gegangen sind, um ein besseres Deutschland aufzubauen, leistet Wolfgang Herzberg einen Debatten-Beitrag aus seiner subjektiven Sicht zur Rolle der jüdischen Remigrant_innen, NS-Tätern und Antisemitismus in der DDR.

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Schild "Gegen Antisemitismus", das auf einer Demonstration hochgehalten wird.

Norbert Janz

Braucht die Abwehr von Antisemitismus in unserer freiheitlichen parlamentarischen Demokratie einen Verfassungsrang?

Der Beitrag beschreibt die Rechtslage im Bund und im Land Brandenburg, wie eine Anti-Antisemitismusverpflichtung gesetzlich normiert werden kann. Zudem wird ein eigener Formulierungsvorschlag vorgestellt.

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Blick auf das Reichstagsgebäude in Berlin, Sitz des Deutschen Bundestages. Foto von 1999.

Übersicht

Alle neuen Angebote des DA seit 2019

Alle neuen Beiträge des Deutschland Archivs aus den zurückliegenden zwölf Monaten in der Reihenfolge ihres Erscheinens auf einen Blick.

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Themenschwerpunkte

Trabantkarosserien im VEB Sachsenring Zwickau

Transformation und Deutsche Einheit

Der Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR von 1990 schuf die staatliche Einheit Deutschlands. Alles konnte er aber nicht regeln. In oftmals schwierigen Prozessen mussten Menschen und Organisationen (wieder) zusammenfinden. Das gelang mal mehr, mal weniger und sorgt auch 30 Jahre später für Debatten.

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Radfahrer fahren hinter einem Schild mit der Aufschrift „Achtung! Sie verlassen jetzt West-Berlin“ an der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor entlang, 1984. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin – geteilte Stadt, Mauerfall und Zusammenwachsen

Am 3. Oktober 1990 ging nicht nur die DDR mit ihrer Hauptstadt Ost-Berlin unter, sondern auch dieses merkwürdiges Gebilde West-Berlin. Dieser Schwerpunkt widmet sich der Geschichte Berlins im Kalten Krieg, bündelt unterschiedliche Perspektiven auf den Mauerfall und analysiert das schwierige Wiederzusammenwachsen.

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Protest der IG-Metall vor dem Sitz der Treuhandanstalt in Berlin.

Das Wirken der Treuhandanstalt

Die Arbeit der Treuhandanstalt ist bis heute umstritten. Für die einen ist sie schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren. Für andere ist sie ein Synonym für die Vernichtung von Steuermitteln. Mittlerweile stehen der Wissenschaft die Treuhandunterlagen zur Verfügung. In einer Serie berichtet das DA über den aktuellen Forschungsstand.

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Alltag vor dem Warenhaus am Berliner Alexanderplatz, 1971

Alltag und Gesellschaft

Nach der Gründung der beiden deutschen Staaten entwickelten sich nicht nur die unterschiedlichen politischen Strukturen weiter, sondern die Systemunterschiede wirkten sich in allen Gesellschaftsbereichen aus. Der Schwerpunkt thematisiert die Auswirkungen der Systemkonkurrenz in vielen Bereichen des täglichen Lebens.

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Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park in Berlin betont das aktive heroische Opfer der sowjetischen Soldaten für den Sieg über den Faschismus.

Erinnern, Gedenken und Aufarbeitung

Dieser Schwerpunkt bündelt Aspekte der wechselreichen Geschichte des Erinnerns an die Opfer der Kriege und politischen Systeme des 20. Jahrhunderts in Deutschland sowie der Aufarbeitung von Unrecht. Auch mit den Spuren, die der Kalte Krieg auf beiden Seiten der Mauer und des "Eisernen Vorhangs" hinterließ, wird sich befasst.

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Demonstranten mit der tschechischen Flagge am 21. August 1968 in Prag neben einem brennenden sowjetischen Panzer

1968 – Ost und West

Noch heute, über 50 Jahre später, streiten sich Wissenschaftler und Politiker über die Bedeutung des Jahres, in dem weltweit die Menschenrechts- und Studentenbewegung teilweise gewalttätig eskalierten. Das DA beleuchtet in den unter diesem Schwerpunkt versammelten Beiträgen die Auswirkungen von „68“ in Ost- und Westdeutschland.

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Abfertigung der West-Berliner Besucher am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstrasse, 1964

Macht-Räume in der DDR

Das komplexe Herrschaftssystem der DDR wurde nicht nur durch den Partei- und Staatsapparat aufrecht erhalten. Beleuchtet werden müssen auch der "Eigen-Sinn" lokaler Akteure: im kulturellen Bereich, in der Schule, im Alltag oder in der Kommunalpolitik.

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Eine Frau und ein Kind an einem Zeitungskiosk in Berlin (Ost).

Kultur- und Medienpolitik

Formen der Mediensteuerung und
-kontrolle in der DDR. Die Beiträge thematisieren verschiedene Mediengattungen und erkunden die Vielfalt der Steuerungsversuche, die häufig unterhalb der Schwelle direkter, leicht durchschaubarer Einflussnahme liegen.

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Abgebildet sind zahlreiche Porträts von Kindern- und Jugendlichen.

Un-Rechts-Staat DDR

In welchen Bereichen des SED-Systems wurden die eigenen Gesetze übergangen und der Prämisse des Machterhalts untergeordnet, und wie beteiligten sich die unterschiedlichsten Zweige der staatlichen Verwaltung und Rechtspflege daran.

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Zeitzeugnisse

Die Leipziger Montagdemonstration vom 9. Oktober 1989, heimlich vom Kirchturm der Reformierten Kirche aus gedreht.

Schlüsselmoment der Geschichte

In Leipzig besiegten am 9. Oktober 1989 rund 70.000 Menschen ihre Angst vor Repressionen und Geheimpolizei. Bilder der Proteste wurden trotz Abschottung der Stadt auf clevere Weise außer Landes geschmuggelt.

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Vom Einläuten der Revolution

Vom Einläuten der Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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9. November 1989, 23.20 Uhr im Grenzübergang Bornholmer Straße. Die Mauer ist offen.

Die Maueröffner

Am späten Abend des 9. November 1989 schrieben Ost-Berliner Bürger und Bürgerinnen Weltgeschichte. Sie setzten die "unverzügliche" Öffnung der Mauer durch - und infolge die der gesamten innerdeutschen Grenze.

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Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 22. Januar 1963
    Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag, unterzeichnet von Adenauer und de Gaulle in Paris. Er besiegelt nach dem Scheitern der Pläne de Gaulles, eine »Europäische Politische Union« (EPU) zu gründen, die Aussöhnung zwischen beiden Staaten (»Erbfeinde«) und... Weiter
  • 22. Januar 1984
    Sechs DDR-Bürger, die in der US-Botschaft um Asyl gebeten hatten, dürfen ausreisen, am 24. 1. auch jene Bürger, die sich in der Ständigen Vertretung der BRD aufhalten. Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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