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Deutschland Archiv

"Deutschland Archiv Online" bietet fundierte, allgemein verständliche Beiträge zur gemeinsamen deutschen Nachkriegsgeschichte und zum deutschen Einigungsprozess im europäischen Kontext. Das Angebot wird kontinuierlich erweitert. Alle hier veröffentlichten Texte und Videos sind Meinungsbeiträge der jeweiligen AutorInnen, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

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Neue Beiträge

Farbfoto: Titelbildausschnitt des Heftes von Walter Becker "Ehen mit Ausländern" aus dem Jahr 1965.

Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik

Der Artikel ergründet die Bedeutung und die Wahrnehmung deutsch-ausländischer Eheschließungen und Paarbeziehungen in der Bundesrepublik in historischer Perspektive. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Zeit seit den 1960er-Jahren, denn seither haben diese Beziehungen einen wichtigeren Stellenwert.

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Farbfoto: Blick durch einen Gang des Dunkelzellentrakes des ehemaligen Jugendwerkhofes in Torgau.

Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution"

Die Jugendwerkhöfe (JWH) gehörten zum Erziehungs- und Strafvollzugssystem in der DDR. Hier wurde diszipliniert und kontrolliert. Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau (GJWT) war allerdings besonders. Wer hierher kam, erlebte eine "Totale Institution" und war ihr schutzlos ausgeliefert.

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Mit einer Geste versucht eine Frau am 7. Oktober 1989 bei einer Demonstration in Ostberlin Beamte in einer Polizeikette von ihrer Friedfertigkeit zu überzeugen. Im Verlauf der Demonstration gingen Volkspolizei und zivile Beamte der Staatssicherheit zum Teil massiv gegen Demonstrierende und Medien vor.

„Eine Sternstunde des demokratischen Aufbruchs“

Maßgeblich wird der 9. Oktober 1989 in Leipzig als Wendepunkt in der Geschichte der DDR betrachtet. Aber eine vergleichbare Schlüsselrolle spielt zwei Tage zuvor der 7. Oktober in Ostberlin, als die DDR-Staatsmacht noch auf Gewalt setzte. Und scheiterte. Sie verlor ihr Volk. Eine Rekonstruktion.

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Rahel R. Mann steht vor dem Haus Starnberger Straße 2 in Berlin-Schöneberg. Im Keller des Hauses war die damals Siebenjährige 1944 mehrere Monate lang versteckt.

„Angst kommt von Enge und das unterstütze ich nicht“

Die Shoah-Überlebende Rahel R. Mann, 1937 als Renate Wolf in Berlin-Neukölln geboren, spricht als Psychotherapeutin und Zeitzeugin über Gott(losigkeit) und Eigenverantwortung und über das, was sie stark gemacht hat – ihre Zeit im Versteck.

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Im September 1990 hielten Mitglieder verschiedener Bürgerbewegungen Räume der Stasi-Zentrale Ruschestraße besetzt. Sie wollten mit ihrer Aktion erreichen, dass Betroffenen der Zugang zu ihren Stasiakten im Einigungsvertrag garantiert wird. Ostberliner Polizei sperrte das Gelände ab.

Berliner Polizei-Einheit

Eine Zeitzeugenchronik: Wie 1990 die Vereinigung der Polizei aus Ost & West und die zweier Sicherheitsapparate verlief - mit welcher Euphorie, mit welchen Hemmungen und Hürden. Ein Insider-Bericht von Bernd Finger, er war 43 Jahre Kriminalpolizist und zuletzt 2012 Leitender Kriminaldirektor im Landeskriminalamt Berlin. Dabei geht es auch um die schwierige Auflösung der DDR-Geheimpolizei Stasi.

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Farbfoto: Anetta Kahane in der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin-Mitte, die sie 1998 gegründet hat.

Anetta Kahane, Kämpferin gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus

Die Gründerin der Amadeu Antonio Stiftung wurde 1954 in Ostberlin geboren. Ihre während der NS-Zeit geflüchteten Eltern waren dorthin zurückgekehrt. Sie erzählt, wie Juden und Jüdinnen in der DDR Antisemitismus und Antizionismus erlebten und wie (ambivalent) das Verhältnis zum Jüdischen im Kommunismus war.

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Wahlplakat der AfD im Rheinsberg 2019.

Populismus – in Ost und West. Eine Datenanalyse.

Zwar verlor die rechtspopulistische AfD bei der Bundestagswahl 2021 bundesweit 2,3 Prozent der Stimmen. Aber im Osten blieb sie vielerorts stärkste Kraft. Woran das in den neuen Bundesländern liegt, hat der Bremer Politikwissenschaftler Philip Manow ermittelt.

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Schwarz-Weiß-Foto: Erich Honecker auf dem Citroën-Messestand.

Die Wirtschafts-Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR

Die Grande Nation und der SED-Staat betrieben regen Handel. Darin eingebunden war ein Netz kommunistischer Parteiunternehmen. Während sich die strategischen Erwartungen Frankreichs erfüllten, verhinderte die Abschottung des SED-Staates, besser von westlichem Know-how zu profitieren.

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QuerdenkerInnenprotest in Berlin im November 2020.

Welche Akzeptanz hat die repräsentative Demokratie in Ostdeutschland?

Immer wieder zeigen wir uns irritiert, wenn Ostdeutsche mit der repräsentativen Demokratie hadern. Die Frage nach ihrer Akzeptanz ist im Osten untrennbar mit den Entwicklungen im Zuge des Systemumbruchs 1989/90 verbunden.

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Transparent bei einer Demonstration in Chemnitz 2018.

Zusammenwachsen in Feindseligkeit?

In Deutschland stellt sich aufgrund der historischen Erfahrungen des Nationalsozialismus und der Teilung die Frage nach den demokratischen oder anti-demokratischen Einstellungen in besonderer Weise. Unter diesem Blickwinkel taucht schnell das stereotype Bild vom „rechten Osten“ auf, in dem Rechtspopulisten und Rechtsextremisten mehr Zulauf und Stimmen erhalten, als im Westen. Woran liegt das?

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Ein Symbolbild für die lange Zeit herrschende Ablehnung der früher noch „Zigeuner“ oder „Landfahrer“ genannten Minderheit der Sinti und Roma durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft: 1965 brannte die Kasseler Berufsfeuerwehr die letzten Wohnwagen des dortigen Landfahrerplatzes am Mattenberg nieder. Zuvor hatte die Stadt diese zwangsweise durch die Wohnungsbaugesellschaft ankaufen lassen. Die Bewohner hatten sich geweigert, in städtische Wohnungen umzuziehen. Der spätere Ministerpräsident Holger Börner – damals noch Bundestagsabgeordneter – setzte sich persönlich für diese repressive Lösung im Rathaus ein. Danach gab es zwei Jahrzehnte keinen Landfahrerplatz in Kassel; auch eine politische Gesprächsebene zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft suchte man in dieser Zeit noch vergebens. Aber auch sozialpolitische Reformen und ein verändertes gesellschaftliches Klima für Randgruppen und Minderheiten warfen ihre Schatten voraus. Der Wandel vollzog sich langsam und ist bis heute nicht abgeschlossen. Für Jahrzehnte funktionierte die traditionelle staatliche Abschreckungspolitik gegenüber der Minderheit noch wie in den 1960er Jahren in der nordhessischen Großstadt.

Kann eine Gesellschaft umdenken?

Mindestens 200.000 Sinti und Roma wurden im "Dritten Reich" von den Nationalsozialisten ermordet, Schätzungen reichen auch bis zu einer halben Million. In Institutionen und der Bevölkerung hielt sich nach 1945 noch lange das „kriminalbiologische“ Denken, mit dem die Nazis ihr rassistisches Vorgehen gegen Sinti und Roma begründet hatten. Erst Ende der 1970er Jahre änderte sich diese Feindbild-Haltung allmählich.

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Reinhard Schult bei einer Pressekonferenz der Stasi-Besetzer im September 1990. Mit am Tisch auch die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley (3.v.r.), die Schult als Mitbesetzerin gewonnen hatte.

„Wir waren eine verschwindende Minderheit“

Der Historiker Stefan Wolle würdigt den verstorbenen DDR-Bürgerrechtler Reinhard Schult (1951-2021), der 1989 Motor der Gründung der Bürgerbewegung Neues Forum war und zum Kern der DDR-Opposition gehörte, kämpfend gegen Ungerechtigkeit und Heuchelei, nimmermüde "wie ein moderner Don Quichotte". Eine historische Rückschau und persönliche Erinnerung.

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Ein Teil der Beiträge aus SchülerInnenzeitungen, die im Februar 2021 zur Auswahl standen.

Schülerzeitungs-Texte: "Noch Mauern im Kopf...?"

Zehn Beispieltexte: Wie reflektieren junge Leute die Deutsche Einheit, den Wandel Deutschlands seit dem Mauerfall und die deutsch-deutsche Vergangenheit? Ist dies für sie überhaupt ein Thema? Das Deutschland Archiv stiftet Sonderpreise für Beiträge aus Schülerzeitungen, die sich im weitesten Sinne mit der Frage beschäftigen: "Noch Mauer(n) im Kopf...?".

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Reporter Gerd Heidemann mit den vermeintlichen Dokumenten. Das Hamburger Magazin "Stern" unterstrich auf einer Pressekonferenz, dass die von ihm veröffentlichten Tagebücher Adolf Hitlers echt seien, aufgenommen am 25. April 1983.

Die Stasi und die gefälschten Hitler-Tagebücher

Der Sensationsfund – ein Werk des MfS, um den Klassenfeind zu blamieren? Nach der Entlarvung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Zeitschrift Stern wurde diese Frage im Mai 1983 heiß diskutiert. Und tatsächlich war die Stasi nah dran am tatsächlichen Fälscher und seinen Kunden – und blieb doch ahnungslos.

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Vorvernichtete Stasiakten, gesammelt in einem Raum der Zentrale der DDR-Staatssicherheit 1990.

Eine Behörde tritt ab

Seit dem 17. Juni 2021 besteht die Stasi-Unterlagen-Behörde nicht mehr. Nach rund 30 Jahren ist sie mit ihren rund 111 Kilometern Aktenmaterial aus den Beständen der DDR-Geheimpolizei Stasi in das Bundesarchiv überführt worden. Ein persönlicher Rückblick von Helmut Müller-Enbergs, der dort lange Zeit als Wissenschaftler tätig war.

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Ein Symbolbild für die lange Zeit herrschende Ablehnung der früher noch „Zigeuner“ oder „Landfahrer“ genannten Minderheit der Sinti und Roma durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft: 1965 brannte die Kasseler Berufsfeuerwehr die letzten Wohnwagen des dortigen Landfahrerplatzes am Mattenberg nieder. Zuvor hatte die Stadt diese zwangsweise durch die Wohnungsbaugesellschaft ankaufen lassen. Die Bewohner hatten sich geweigert, in städtische Wohnungen umzuziehen. Der spätere Ministerpräsident Holger Börner – damals noch Bundestagsabgeordneter – setzte sich persönlich für diese repressive Lösung im Rathaus ein. Danach gab es zwei Jahrzehnte keinen Landfahrerplatz in Kassel; auch eine politische Gesprächsebene zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft suchte man in dieser Zeit noch vergebens. Aber auch sozialpolitische Reformen und ein verändertes gesellschaftliches Klima für Randgruppen und Minderheiten warfen ihre Schatten voraus. Der Wandel vollzog sich langsam und ist bis heute nicht abgeschlossen. Für Jahrzehnte funktionierte die traditionelle staatliche Abschreckungspolitik gegenüber der Minderheit noch wie in den 1960er Jahren in der nordhessischen Großstadt.

Kann eine Gesellschaft umdenken?

Mindestens 200.000 Sinti und Roma wurden im "Dritten Reich" von den Nationalsozialisten ermordet. In Institutionen und der Bevölkerung hielt sich nach 1945 noch lange das „kriminalbiologische“ Denken, mit dem die Nazis ihr rassistisches Vorgehen gegen Sinti und Roma begründet hatten. Erst Ende der 1970er Jahre änderte sich diese Feindbild-Haltung.

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Wie (un)ähnlich waren sich die Deutschen in Ost und West? Auch diese Fragen stellte Kennzeichen D, zum Teil auf verspielte Weise, wie in diesem Sketch mit zwei deutschen Clowns (Szenenfoto).

D wie Dialog

Diplomat & Dolmetscher. Die Geschichte der ZDF-Sendereihe Kennzeichen D, die vor 50 Jahren, am 9. September 1971, begann. Das gesellschaftspolitische Fernsehmagazin blickte unvoreingenommen in die DDR und bemühte sich kalte Kriegsrhetorik zu vermeiden. Damit hatte es auch in seinem eigenen Sender keinen leichten Stand. Erinnerungen von Joachim Jauer.

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So lautete die Bildunterschrift im Leichtathlet im August 1961: Bärbel Reinnagel-Mayer und ihr frischgebackener Ehemann Hellfried Reinnagel fuhren am 17. August1961 mit der gesamten Hochzeitsgesellschaft zu den Kämpfern der Kampfgruppen und überbrachten Ihnen die besten Wünsche. Unsere Leichtathleten begrüßen die Maßnahmen der Regierung der DDR zur Sicherung der Grenzen und unterstützen sie aktiv.

"Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird"

Schon vor 1961 suchten beide deutsche Staaten auch in Afrika politische Verbündete. Als die DDR-Führung die Berliner Mauer bauen ließ, blieben viele afrikanische Regierungen reserviert. Die nun zementierte deutsche Teilung war nicht ihr Problem. Eine Spurensuche entlang der vergessenen Afrika-Beziehungen des DDR-Sports.

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30 Jahre danach. Die ehemalige innerdeutsche Autobahngrenzkontrollstelle Marienborn.

Geschichtspolitik von oben?

Bis 2027 soll in einer ostdeutschen Stadt ein "Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit" entstehen. Sie soll ostdeutsche Transformationsleistungen nach 1990 würdigen und zu nutzen. Was müsste eine solche Einrichtung leisten?

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Blick durch Stacheldraht auf das Krematorium und das Desinfektionsgebäude des einstigen nationalsozialistischen Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar. In Buchenwald kamen von 1937 bis 1945 von rund einer Viertelmillion Häftlingen etwa 56.000 ums Leben. Am 11. April 1945 befreite sich das Lager beim Eintreffen der ersten Panzer der 3. US-Armee selbst. Die Überlebenden verfaßten eine Deklaration an die Nachwelt, die als "Schwur von Buchenwald" um die Welt ging. Von 1945 bis 1950 war Buchenwald sowjetisches Internierungslager, seit 1958 ist es Mahnmal und Gedenkstätte.

Ein dunkles Kapitel: Sowjetische Sonderhaftanstalten in Ostdeutschland

Die 40 Jahre nach Gründung der DDR 1949 sind bislang besser erforscht als die vorherigen vier Jahre Sowjetische Okkupationszone im Osten Deutschlands. Dort entstanden 1945 mehrere sowjetische Sonderhaftanstalten. Ein Überblick.

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Mühsames Wasserholen während der Belagerung Leningrads durch die deutsche Heeresgruppe Nord im Winter 1941. Die Eimer wurden oft kilometerweit in die Wohnungen geschleppt.

Leningrad: "Niemand ist vergessen"

Vor 80 Jahren begann ein unvorstellbares Gräuel: 872 Tage lang dauerte die Blockade Leningrads durch die Deutsche Wehrmacht. Mehr als eine Million Menschen verhungerten. Die Nazis wollten Stadt und Menschen vernichten. Ein Zeitzeuge erinnert sich an das Geschehe, an das in Deutschland kaum erinnert wird.

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Die beiden 2021 vom Deutschland Archiv der bpb ausgezeichneten Hauptpreisträgerinnen. Die Schülerzeitungen "MORON" aus Berlin und "Georg." aus Kassel

Mauerüberwindendes

Die Berliner Mauer? Zwei Deutsche Staaten? Wiedervereinigung? Transformation? Zusammenwachsen? Was recherchieren und berichten deutsche SchülerInnenzeitungen darüber? Ein Wettbewerb der Redaktion Deutschland Archiv der bpb für junge NachwuchsjournalistInnen. Ein Überblick über die PreisträgerInnen 2020/21.

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Hochzeit in der DDR 1984

Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland

Geschichten über das Verlassen der DDR handeln fast immer von einer Flucht oder einer ständigen Ausreise. Hier schildern drei Frauen ihre Erfahrungen mit einem anderen, relativ unerforschten Weg. Sie verließen die DDR, indem sie eine Ehe mit einem Niederländer eingingen, zum Teil waren das Scheinehen.

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Das Foto zeigt den Schriftsteller Walter Kaufmann in seinem Heim in Kleinmachnow bei Berlin.

Ein Leben auf Reisen

Bis zuletzt hat der 97-jährige Walter Kaufmann geschrieben, noch Tage vor seinem Tod eine Buchbesprechung für Ossietzky. Mit dieser Energie hat er es auf über 40 welthaltige Bücher gebracht, in einem Leben, von dem mitunter gesagt wird, es habe selbst einem Roman geglichen. Doch es war in seinem Ausgangspunkt traumatische Realität, auf die er als Romanvorlage gern verzichtet hätte.

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Hetty Berg im Jüdischen Museum Berlin vor der „Hall of Fame“, in der an bedeutende jüdische Persönlichkeiten erinnert wird.

„Vielfältigen Perspektiven einen Raum geben“

Mehr als 30 Jahre lang war die Niederländerin Hetty Berg am Jüdischen Historischen Museum in Amsterdam tätig. Seit dem 1. April 2020 leitet die Kulturhistorikerin das Jüdische Museum Berlin. Im Interview mit Sharon Adler spricht sie über jüdisch-deutsche Geschichte, über kuratorische Verantwortung, über Chancen, durch Wissensvermittlung Vorurteilen gegenüber Juden und Jüdinnen entgegenzuwirken.

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Ausschnitt der East Side Gallery

Der Teilung auf der Spur

60 Jahre nach dem Mauerbau ziehen die East Side Gallery und der ehemalige Checkpoint Charlie jährlich Millionen Touristinnen und Touristen an, die nach Antworten suchen: Was war die Mauer? Was ist bei der Entwicklung von neuen Angeboten an diesen Orten zu beachten, zumal die Mehrzahl der Besucherinnen und Besucher den Kalten Krieg nicht mehr selbst miterlebt hat? Eine Spurensuche.

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Deponie in der Nähe der Bitterfelder Chemie A.G. im Februar 1992.

Verpasste Chancen in der Umweltpolitik

Seit dem Mauerfall 1989 konnten viele Umweltprobleme in der DDR endlich offen angegangen werden. Was ist aus diesem Elan geworden, fragt der Ökonom und Umweltjurist Michael Zschiesche und sieht neben manchen Erfolgen viele Defizite. Denn das Thema Umweltschutz habe vor allem in Ostdeutschland nach 1990 stetig an Bedeutung verloren.

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Das Foto zeigt Ruth und Hans-Jürgen Misselwitz.

Mut zum Aussteigen aus Feindbildern

Das Ehepaar Misselwitz gehörte 1981 zu den Gründungsmitgliedern des Pankower Friedenskreises in Ost-Berlin. Als Pastorin konnte Ruth Misselwitz den Freiraum dafür bieten. Das Paar blickt auf die Arbeit der Gruppe und deren Stasi-Bespitzelung zurück.

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Das Foto zeigt die Tür zum Gebäude, in dem sich die Redaktion und der Verlag Neues Deutschland befinden/Franz-Mehring-Platz, Berlin-Friedrichshain, 23.5.2019.

Zwischen Zentralorgan und ungewisser Zukunft

Die Tageszeitung "Neues Deutschland" (ND) gehörte zum Herrschaftsapparat der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Nach 1990 konnte es sich als sozialistische Tageszeitung in den gesamtdeutschen Pressemarkt hinüberretten. Doch im Jahr seines 75. Jubiläums steht das ND vor einer ungewissen Zukunft.

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Das Foto zeigt Inge Rapoport etwa Mitte der 1950er Jahre.

Kinderklinik der Charité

In ihrem Buch „Meine ersten drei Leben“ schreibt Ingeborg Rapoport über die Kinderklinik der Charité und die politische Verortung des medizinischen Personals Ende der 1950er-Jahre. Sie war eines von vier SED-Mitgliedern, die dort ziemlich isoliert waren, denn die Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte war nicht besonders gut auf die DDR zu sprechen.

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Auf einem Plakat in einer Ausstellung steht 8000-9000 Gewissensgefangene in der DDR

Am Beispiel Cottbus:
Zuchthausaufarbeitung in der DDR

Zwischen 1939 und 1945 betrieb die nationalsozialistische Justiz in Cottbus ein Frauenzuchthaus auch für politische Gefangene. Die SED-Diktatur inhaftierte in der dortigen Vollzugsanstalt später ebenfalls zahlreiche ihrer Gegner. Wie wurde mit der NS-Vorgeschichte des Gefängnisses in der DDR umgegangen?

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Das Foto zeigt Ruinen von DDR Tierzuchtställen auf einem ehemaligen LPG-Gelände bei Alt Tellin (Mecklenburg-Vorpommern), 23.06.2011.

Von LPG zu e.G., GbR und GmbH oder: Von „Alt-Kommunisten“ zu „Neu-Kapitalisten“?

Das Landwirtschafts-Anpassungsgesetz schuf 1990 die Grundlage für die Umwandlung der DDR-Landwirtschaft. Elke Kimmel untersucht, wie die zeitgenössische Presse den Anpassungsprozess wahrnahm und welche Folgen er bis heute hat.

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Das Foto zeigt Esther Dischereit, Autorin, im Deutschlandfunk Kultur bei der Produktion ihres Hörspiels „Blumen für Otello. Über die Verbrechen von Jena“, in dem es um die NSU-Verbrechen geht (1998 bis 2011). Esther Dischereit war auch Prozeßbeobachterin im Verfahren gegen den rechtsextremistischen Attentäter von Halle, der 2019 während eines jüdischen hohen Feiertags die Synagoge in Halle und anschließend den Kiez-Döner angriff. Der Täter wurde wegen zweifachen Mordes und Mordversuchs in mehr als 60 Fällen zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung im Jahr 2020 verurteilt.

Mama, darf ich das Deutschlandlied singen

Jüdisch. Solidarisch. Antirassistisch. Esther Dischereits Texte in ihrem Buch „Mama, darf ich das Deutschlandlied singen“ sind Einmischungen in politische Angelegenheiten. Sie zeigt auf nationalistische Strukturen und staatliche Gewalt, sie ist persönlich involviert und widerspricht. Ein Kapitel aus Dischereits Buch.

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Multimedia

Erinnerung an den Mauerfall, East Side Gallery, Berlin 2020. Das Bildmotiv des Berliner Künstlers Kani Alavi aus dem Jahr 1990 heißt: "Es geschah im November"

Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise.

"Wir konnten dit jar nich fassen". Wie hörten sich nach Mauerfall und dem 3. Oktober 1990 Euphorie an, wie Skepsis, wie Resignation? Eine O-Ton-Sammlung des Linguisten Norbert Dittmar aus Umfragen von LehrerInnen über die innere Einheit. Die Aufnahmen sind heute ein zeithistorischer Schatz.

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Vom Einläuten der Revolution

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten, so in Dresden, Halle, Plauen, Karl-Marx-Stadt und Berlin. Ein filmischer Überblick.

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Die Leipziger Montagdemonstration vom 9. Oktober 1989, heimlich vom Kirchturm der Reformierten Kirche aus gedreht.

Schlüsselmoment der Geschichte:
Der 9. Oktober 1989 in Leipzig

Eine wesentliche Rolle bei der Ausbreitung der Friedlichen Revolution 1989 in der DDR spielten Fernsehbilder - die beinah verhindert worden wären. Siegbert Schefke erzählt, wie die entscheidenden Aufnahmen zustande kamen.

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Brecht probt Galilei: CD und Buch

Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung

Ein zeithistorischer Schatz. Eine neue CD der bpb, Grundlage sind neu aufgefundene Tonbandmitschnitte der Bühenproben Bertolt Brechts bei der Inszenierung seines "Leben des Galilei"1955/56 in Ostberlin. Die Themen sind höchst aktuell: geblieben. Ein multimediales Essay.

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Das Foto zeigt Vincent von Wroblewsky,Thomas Kuczynski und Wolfgang Herzberg im Gespräch. Das Foto wurde 1995 aufgenommen.

„Ich fand mich dadurch auch ein Stück geschützt“

Im Jahr 1995 hat Zeitzeugen TV im Studio des Senders Fernsehen aus Berlin (FAB) aus Anlass des 50. Jahrestags der Kapitulation Nazideutschlands ein Gespräch zwischen Wolfgang Herzberg, Thomas Kuczynski und Vincent von Wroblewsky aufgezeichnet, welches in der Zeitzeugensendung auf FAB und bei XXP vom Spiegel ausgestrahlt wurde.

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Schwarz-Weiß-Foto: Aufstand vom 17. Juni 1953: Ein sowjetischer T-34-Panzer, davor drei Demonstranten, von denen einer die Fahrtrichtung des Panzers kreuzt.

"Wie im Krieg war es"

Ein neu aufgefundenes Zeitdokument vom 17. Juni 1953 in Berlin, niedergeschrieben von einem 22 Jahre alten Geologiestudenten, der damals staunend durch Ost-Berliner Straßen zog und danach ein siebenseitiges Erlebnis-Protokoll in seine Schreibmaschine tippte. Ein detailreiches PDF-Icon PDF-Dokument.

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Neue Schwerpunkte aus 2020/21

Was wäre, würde es den Palast der Republik mit der einstigen DDR-Volkskammer darin heute noch geben und ehemalige Abgeordnete aus dem Jahr 1990 könnten nochmals eine Rede halten? Das ehemalige "MdVK" (Mitglied der Volkskammer) Walter Fiedler aus der Fraktion CDU/DA würde sich der Schwimmbadförderung annehmen, die aus seiner Sicht unzureichend ist.

31 Jahre letzte Volkskammer -
31 "ungehaltene Reden"

Am 2. Oktober 1990 endete die Geschichte der "Volkskammer" der DDR. Über 30 ehemalige Abgeordnete kamen 2020/21 dem Angebot des Deutschland Archivs nach, an dieser Stelle noch einmal eine "ungehaltene Rede" zu formulieren. Als Mosaik zum Nachlesen - ein demokratischer Erfahrungsschatz.

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Hier wird das Logo des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" abgebildet. Es zeigt eine stilisierte Menora (Kerzenleuchter) mit einem Davidstern in weiß auf blauem Grund und den Namen des Projekts.

Jüdinnen in Deutschland nach 1945

Um klischeehaften bis antisemitischen Darstellungen jüdischen Lebens und der ungenügenden Abbildung besonders weiblichen jüdischen Lebens etwas entgegenzusetzen, hat sich die DA-Redaktion vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren jüdische Frauen in den Fokus zu setzen. Ein Überblick.

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Protest der IG-Metall vor dem Sitz der Treuhandanstalt in Berlin.

Das Wirken der Treuhandanstalt

Die Treuhandanstalt ist bis heute umstritten. Für die einen ist sie schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren. Für andere ist sie ein Synonym für die Vernichtung von Steuermitteln. Mittlerweile stehen der Wissenschaft die Treuhandunterlagen zur Verfügung. In einer Serie berichtet das DA über den aktuellen Forschungsstand.

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Diskussionsstoff

Das Foto zeigt den gelb markierten Begriff Antisemitismus in einem Lexikon.

Ist Antisemitismus vor allem ein Problem in Ostdeutschland?

Und ist, wer dem Osten den größeren Zuspruch zum Antisemitismus vorhält, womöglich auf dem westlichen Auge blind? Die Debatte darüber lohnt sich. Ein Disput zwischen Charlotte Misselwitz und Micha Brumlik.

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Schema der Grenzsperranlagen der DDR, technischer Stand ab 1979.

Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes?

Eine Studie des Forschungsverbunds SED-Staat hat eine Kontroverse ausgelöst. Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Nur Flüchtlinge, die nach dem Mauerbau 1961 aus dem Osten in den Westen fliehen wollten und dabei ihr Leben verloren? Oder auch Grenzer, die Selbstmord begangen?

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Eine inzwischen ausgelutschte Frage? Oder in der Erlebnisgeneration vom Mauerfall und Wiedervereinigung unverändert relevant? Das Graffiti mit der deutschen Nationalflagge und dem Schriftzug "Ossi oder Wessi?" wurde am 2. Oktober 2015 in Berlin fotografiert. Der Sprayer, Caspar Kirchner, hatte es im Zuge einer Ausstellung des Berliner DDR Museums erstellt.

Ossi? Wessi? Geht's noch?

Über 30 Jahre ist die Deutsche Einheit alt, seit 31 Jahren die Mauer verschwunden. Aber auch die im Kopf? Noch immer (oder wieder?) ist von "Wessis" und "Ossis" die Rede. Drei junge AutorInnen reflektieren, was sie sind, und wonach sie sich sehnen: Endlich nach Differenzierung, nicht nach Klischees.

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Corona

Eine Frau blickt auf Corona-Impf-Graffiti des Künstlers 'The Rebel Bear' an einer Wand im schottischen Edinburgh.

Ein Laboratorium der Demokratie

Corona könnte ein "Vereinigungsgenerator" sein. Aber auch ein Frustgenerator. Der Soziologe Steffen Mau warnt vor einem "sich selbst verstärkenden negativen Kreislauf" politischen Nichtmehr-Engagements.

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Mitglieder eines Deutschen Marine Bootes übergeben im Juli 1957 einen Impfstoff für 134 an der Asiatischen Grippe Erkrankte an die Besatzung des US-Schiffes General Patch . Das Schiff kam aus New York und ankerte vor Bremerhaven, nachdem es wegen des Ausbruchs der Grippe unter den 1.256 Passagieren und Crew-Mitgliedern in Quarantäne bleiben musste.

Debatte zur Herkunft der Asiatischen Grippe 1957

Maximilian Kutzner zeigt am Beispiel der Asiatischen Grippe aus dem Jahr 1957, wie sich zeitgenössische Ängste in den Massenmedien artikulierten.

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Straßengraffiti in Berlin im März 2021, ein Jahr nach Beginn der Corona-Lockdowns und zu Beginn der dritten Infektionswelle

30 Jahre später – der andere Bruch

Es ist ein historischer Einschnitt wie 1989/90 der Mauerfall. Über ein Jahr lähmte Corona das gesellschaftliche Leben in Deutschland und weltweit. Welche Strategie- und Handlungskonzepte sind danach gefragt?

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Beiträge aus 2021 und 2021

Umschlag des Fotoalbums unter Archiv­signatur BStU, MfS, ZAIG/Fo/2813.

Holger Kulick

Nachts vor Ort beim Mauerbau

Ein Fotoalbum aus dem Büro von Stasi-Chef Erich Mielke dokumentiert im Stil eines selbstgebastelten Propagandaalbums eine Art Triumphstunde aus Sicht des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit: den Mauerbau im August 1961. Das Album unter der Registraturnummer 2813 könnte ein Geschenkband an den einstigen Minister für Staatssicherheit gewesen sein. Es befindet sich heute im Bundesarchiv.

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Improvisiertes Mahnmal zur Erinnerung an ida Siekmann Ende August 1961.

Tage der Ohnmacht

Am 22. August 1961 starb die 59-jährige Berlinerin Ida Siekmann bei einem Fluchtversuch durch einen Sprung aus dem Fenster. Sie gilt als das erste Todesopfer der Berliner Mauer, von dem damals weltweit Notiz genommen wurde. Aus Anlass des 60. Jahrestag des Mauerbaus erinnerten der evangelische Bischof Christian Stäblein und der katholische Erzbischof Heiner Koch in einer gemeinsamen Predigt an ihr Flüchtlingsschicksal – und zogen eine Parallele in die Gegenwart. Ein Denkanstoß über Flüchtende heute und die "Ohnmacht" des Westens angesichts der Übernahme Kabuls durch die Taliban.

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Mauerbresche Ende November 1989 nahe dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Schwerpunkte

Zeitenwende. Ist der Osten ausdiskutiert?

Ein Lesepaket mit Beiträgen aus der Serie "Zeitenwende" der Berliner Zeitung. Namhafte Autorinnen und Autoren beleuchten über 30 Jahre nach der Vereinigung unterschiedlichste Aspekte der deutsch-deutschen Transformationsgeschichte. Ziel ist es, Diskussionen anzustoßen, "was wir aus dem Gestern für ein Morgen lernen können". In loser Reihenfolgte übernimmt das Deutschland Archiv eine Reihe dieser Denkanstöße.

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Starb mit 23 Jahren in der Untersuchungshaft: Der Jenenser Bürgerrechtler Matthias Domaschk

Henning Pietzsch

Vor 40 Jahren. Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens

Ein Tod, der bis heute Raum für viele Spekulationen lässt. Am 12. April 1981 starb der 23 Jahre alte Matthias Domaschk in Geraer Stasihaft. Unabhängig von der möglichen Einzelschuld beteiligter MfS-Mitarbeiter bleibt die Gesamtschuld eines politischen Systems.

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Das Foto zeigt einen israelischen und deutschen Reisepass in einem Kosmetiktäschchen. Viele Israelinnen, Israelis und Israeli*innen haben die deutsche und die israelische Staatsangehörigkeit.

Dani Kranz

Israelinnen und Israeli*nnen in Deutschland

Israelis in Deutschland werden immer wieder in den Medien thematisiert. Aber was ist mit den Israelinnen? Welche Rolle spielen Sex (biologisches Geschlecht) und Gender (soziales Geschlecht) in der Migration und welche Dynamiken lassen sich im Zeitverlauf erkennen? Basierend auf historischen, qualitativen und quantitativen Quellen stellt dieser Essay von Dani Kranz die Lebenswelten von Israelinnen und Israeli*nnen, die in Deutschland leben, vor.

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Das Foto zeigt einen Blick von oben in den Jerusalema Verhandlungssaal, in dem der Eichmann-Prozess stattfand. Das Foto ist am ersten Prozesstag, 11. April 1961 aufgenommen worden.

Raphael Brüne

60 Jahre Eichmann-Prozess - zwischen Identifikation und Instrumentalisierung

Gerhard Leo wurde im April 1961 als DDR-Sonderkorrespondent des Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienstes (ADN) zum Jerusalemer Eichmann-Prozess entsendet. Als ehemaliger Widerstandskämpfer und jüdischer Kommunist bewegte er sich bei seiner Berichterstattung in einem Spannungsfeld zwischen Identifikation und Instrumentalisierung.

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Ein Grenz-Beobachtungsturm aus den 60er Jahren zwischen Elementen der Betonsperrmauer der ehemaligen innerdeutsche Grenze.

Sascha Münzel

"Emotionale Schockerlebnisse"

Fünf Jahre nach dem Mauerbau 1961 und dem Ausbau der innerdeutschen Grenze vor 60 Jahren entstand auf der Westseite des „Todesstreifens“ ein Netz sogenannter „Grenzinformationsstellen“. Das beunruhigte die DDR-Geheimpolizei Stasi, weshalb sie Spitzel unter die BesucherInnen mischte. Schon deren Sprache war ideologisch, ein Aussichtsturm hieß "Revanchistenturm".

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Das Foto zeige junge Leute mit Baby in der DDR. Die Auwurde fnahme ca. 1984 gemacht.

Eva Schäffler

Ein „eigener“ Weg der Paarbeziehungen: Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland

2019 wurde in Ostdeutschland mehr als die Hälfte aller Kinder nichtehelich geboren, während dieser Wert in Westdeutschland nur bei knapp einem Drittel lag. Den Ursprung und die Entwicklung dieses ostdeutschen Trends zur Nichtehelichkeit beschreibt dieser Beitrag.

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Hochzeit in der DDR 1984

Manon de Heus und Marijke van der Ploeg

Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland

Geschichten über das Verlassen der DDR handeln fast immer von einer Flucht oder einer ständigen Ausreise. Hier schildern drei Frauen ihre Erfahrungen mit einem anderen, relativ unerforschten Weg. Sie verließen die DDR, indem sie eine Ehe mit einem Niederländer eingingen, zum Teil waren das Scheinehen. ‚‚Für manche Kunststudentinnen war es ein Hauptziel, einen Ausländer zu heiraten“, nur so öffnete sich die Mauer, beschreibt beispielsweise die Dresdener Malerin Christine Schlegel.

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Pressefoto Marina Weisband.

Im Interview: Marina Weisband

Marina Weisband: Einfach nur Mensch sein

Sie ist Publizistin, Politikerin, Diplompsychologin, Beteiligungspädagogin, Netzaktivistin und Expertin für digitale Partizipation und Bildung. 1987 in der Ukraine geboren, 1994 kamen sie und ihre Familie als "Kontingentflüchtlinge" nach Deutschland. Über die Zeit bei der Piratenpartei Deutschland, die Ziele des Bildungsprojekts "aula" und über ihre Rede zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2021 im Bundestag hat Sharon Adler mit ihr gesprochen

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Blick auf das zwischen 1643 und 1654 erbaute Schloss Friedenstein in der historische Residenzstadt Gotha in Thüringen.

Andreas Förster

Totenschädel in Gotha

Immer breiter wird das Thema Kolonialismus und koloniales Erbe auch in den neuen Ländern diskutiert. Davon sind auch kleine Museen und Sammlungen in Schössern betroffen, die nun fürchten, durch Raubkunst in die Schlagzeilen zu geraten. Ein Einblick in Sammlungen im Schloss Friedenstein in Gotha und in das Naturalienkabinett der sächsischen Kleinstadt Waldenburg.

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Transparent vor der DDR-Volkskammer am 4. November 1990.

Christian Booß

Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein

Über 31 Jahre sind der Sturm auf die Dienststellen der DDR-Geheimpolizei Staatssicherheit und deren Entmachtung mittlerweile her. Vorübergehend übernahmen im Dezember 1989 und Januar 1990 sogenannte Bürgerkomitees die Kontrolle über die Stasi-Akten. Was ist eigentlich aus ihnen geworden? Ein Überblick von Christian Booß.

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Das Foto zeigt einen Lastwagen mit Roten Garden, Fahnen und Transparenten in Peking (undatiert). Rotgardisten waren Kampftrupps maoistischer Jugendlicher, die Mao Zedong in den Anfangsjahren zur Durchsetzung der Kulturrevolution (1966-1976) in China verhalfen.

Axel Berkofsky

Ostberlin, Chinas „Großer Sprung nach vorn“ und die Kulturrevolution

Anfangs schenkte Walter Ulbricht der chinesischen Propaganda und Statistiken Glauben, dass China binnen weniger Jahre mehr Weizen und Stahl als die USA produzieren sollte. Aus der Begeisterung wurde Ablehnung, als sich herausstellte, dass der "Große Sprung nach vorn" nicht Millionen Tonnen Stahl und Weizen produzierte, sondern 40 Millionen Chinesen das Leben kostete. Auch bei der Bewertung von Maos Kulturrevolution lag die SED daneben.

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In der Potsdamer Lindenstraße betrieb der sowjetische Geheimdienst ab 1945 sein zentrales Untersuchungsgefängnis für das Land Brandenburg, nach 1952 wurde es zur Stasi-Haftanstalt. Heute befindet sich hier die Gedenkstätte Lindenstraße 54/55, sie erinnert an die politische Verfolgung in beiden deutschen Diktaturen.

Sebastian Stude und Markus Mirschel

Stasi-Hafterfahrungen:
Selbstvergewisserung und Renitenz

Am Beispiel des Häftlings Lutz-Peter Naumann untersuchen die Historiker Sebastian Stude und Markus Mirschel Zeitzeugnisse aus der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Potsdam. Sie zu entschlüsseln, eröffnet einen Blick auf Freiräume und Zwänge im Verhältnis von Herrschern und Beherrschten, also auf die soziale Praxis der Stasi-Untersuchungshaft.

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MfS-Akte über einen Major der Grenztruppen, der sich selbst getötet hat.

Udo Grasshoff und Jochen Staadt

Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR

2017 veröffentlichte die bpb eine Studie des Forschungsverbunds SED-Staat an der FU Berlin über Todesopfer des DDR-Grenzregimes. Sie bezieht auch Selbsttötungen von Grenzsoldaten ein. Wie aber sind diese einzuordnen? Eine Kritik von Udo Grashoff, er promovierte 2006 über Suizide in der DDR. Anschließend eine Entgegnung des kritisierten Wissenschaftlers, Dr. Jochen Staadt.

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Das Foto zeigt ein Treffen mit dem Schriftsteller Bruno Apitz zum V. Deutschen Schriftstellerkongreß. Zu einem besonderen Erlebnis wurde für zahlreiche westdeutsche Jugendliche, die während des Arbeiterjugendkongresses Pfingsten 1961 in Rostock weilten, eine Begegnung mit Bruno Apitz, der zahlreiche Bücher signiert.

Gabriel Berger

War die DDR antisemitisch?

Gabriel Berger nimmt in seinem Artikel Bezug auf den DA-Beitrag von Wolfgang Herzberg. Er stimmt mit ihm in vielen Punkten überein, zum Beispiel darin, dass die Auseinandersetzung mit der Shoah in der DDR umfassend stattgefunden hat. Im Gegensatz zu Herzberg sieht Berger allerdings auch den Geburtsfehler, unter dem die DDR als eine Schöpfung Stalins von Anfang an zu leiden hatte.

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Das Foto zeigt Esther Dischereit, Autorin, im Deutschlandfunk Kultur bei der Produktion ihres Hörspiels „Blumen für Otello. Über die Verbrechen von Jena“, in dem es um die NSU-Verbrechen geht (1998 bis 2011). Esther Dischereit war auch Prozeßbeobachterin im Verfahren gegen den rechtsextremistischen Attentäter von Halle, der 2019 während eines jüdischen hohen Feiertags die Synagoge in Halle und anschließend den Kiez-Döner angriff. Der Täter wurde wegen zweifachen Mordes und Mordversuchs in mehr als 60 Fällen zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung im Jahr 2020 verurteilt.

Esther Dischereit

Mama, darf ich das Deutschlandlied singen

Jüdisch. Solidarisch. Antirassistisch. Esther Dischereits Texte in ihrem Buch „Mama, darf ich das Deutschlandlied singen“ sind Einmischungen in politische Angelegenheiten. Sie zeigt auf nationalistische Strukturen und staatliche Gewalt, sie ist persönlich involviert und widerspricht. Das Deutschland Archiv veröffentlicht ein Kapitel aus Dischereits Buch.

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Unterzeichnung des Moskauer Vertrages im Kreml durch Bundeskanzler Willy Brandt und den sowjetischen Ministerpräsidenten Alexej Kossygin, 12. August 1970. Neben Brandt Bundesaußenminister Walter Scheel, neben Kossygin Scheels Amtskollege Andrej Gromyko; im Hintergrund KPdSU-Chef Leonid Breschnew (M.).

Manfred Wilke

Vor 51 Jahren: Die neue Ostpolitik der Bundesrepublik und der Moskauer Vertrag 1970

Am 12. August 1970 wurde der „Moskauer Vertrag“ zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland im Katharinensaal des Kremls in Moskau geschlossen, eine entscheidende Weichenstellung auf dem langwierigen Weg zur Beendigung des Kalten Kriegs. Über die Hintergründe ist bislang wenig bekannt. Manfred Wilke hat sie recherchiert, beschreibt den historischen Kontext und schildert, welche wirtschaftlichen und politischen Gegengeschäfte notwendig waren, um diesen „Wandel durch Annäherung“ zu ermöglichen.

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Transparent vor der DDR-Volkskammer am 4. November 1990.

Christian Booß

Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein

Über 31 Jahre sind der Sturm auf die Dienststellen der DDR-Geheimpolizei Staatssicherheit und deren Entmachtung mittlerweile her. Vorübergehend übernahmen im Dezember 1989 und Januar 1990 sogenannte Bürgerkomitees die Kontrolle über die Stasi-Akten. Was ist eigentlich aus ihnen geworden? Ein Überblick von Christian Booß.

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Das Foto zeigt Ruinen von DDR Tierzuchtställen auf einem ehemaligen LPG-Gelände bei Alt Tellin (Mecklenburg-Vorpommern), 23.06.2011.

Elke Kimmel

Von LPG zu e.G., GbR und GmbH oder: Von „Alt-Kommunisten“ zu „Neu-Kapitalisten“?

Das Landwirtschaftsanpassungsgesetz schuf im Juni 1990 die Grundlage für die Umwandlung der DDR-Landwirtschaft. Elke Kimmel untersucht, wie die zeitgenössische Presse den Anpassungsprozess wahrnahm und welche Folgen er bis heute hat.

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Ingo Hasselbach (Bildmitte im Hintergrund) im Sommer 1990 mit weiteren Jugendlichen aus der Berliner Neonaziszene bei einem Interview im Mauerstreifen für das damalige ZDF-Magazin "Kennzeichen D"

Ingo Hasselbach

"Die Neonaziszene ist wie eine Sekte"

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nahm die Gewalt gegen Ausländer und Asylbewerber erheblich zu. Der ehemalige Ostberliner Neonaziführer Ingo Hasselbach war zum Mauerfall 23 Jahre alt und begriff schnell, wie einfach junge Menschen nach der Auflösung der DDR für eine neue Ideologie zu gewinnen waren, auch weil sie eine Identität, Respekt und Sicherheit suchten. Er beschreibt, wie er selber im Gefängnis zum Neonazi wurde und es danach gut verstand, andere in das rechtsextreme Milieu zu ködern.

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Tatort Eisenhüttenkombinat Ost (EKO). 1984 gerieten hier jugoslawische Leiharbeiter aneinander. Das rief die DDR-Geheimpolizei "Stasi" auf den Plan.

Andreas Förster

Westliche Leiharbeiter in der DDR und die Rolle des MfS

Auf ihren Großbaustellen setzte die DDR auch ausländische Leiharbeiter ein, zunächst vorrangig vom Balkan. Als es wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen jugoslawischen Volksgruppen und zu Streiks wegen unzureichender Unterbringung kam, ordnete die Stasi die Leiharbeitsstrukturen neu. Dadurch kamen ausgewählte westdeutsche Leiharbeitsfirmen ins Spiel. Und das MfS kassierte Devisen.

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Berliner Werbeteller für Olympia 2000 aus dem Jahr 1993

Ulrich Eggestein

The Games at the Gate

Der Mauerfall am 9. November 1989 machte einen Plan zunichte, der seit 1987 im West-Berliner Rathaus reifte: eine Gesamtberliner Olympiabewerbung. West- und Ostteil der Stadt sollten sich im Jahr 2000 durch gemeinsam ausgetragene Olympische Spiele näherkommen. Der Plan lebte zwar nach dem Mauerfall nochmals auf, scheiterte aber an weltpolitischen Entwicklungen.

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Das Foto zeigt Marguerite Marcus in ihrer Praxis.

Im Interview: Marguerite Marcus

Marguerite Marcus: Kinderärztin, Familientherapeutin, Feministin, Netzwerkerin aus Leidenschaft

In ihrer Arbeit und in ihrem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement beschäftigt sich die 1959 geborene Berlinerin Marguerite Marcus vor allem mit den psychischen Spätfolgen der Shoah. Unter dem Aspekt „Transgenerationale Übertragung von Traumata“ nimmt sie die Vererbung von Traumata auf die Kinder von Holocaustüberlebenden, den Angehörigen der Zweiten, Dritten und inzwischen schon Vierten Generation in den Blick.

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Das Foto zeigt das Mahnmal von Buchenwald mit der Plastik von Fritz Cremer, im Hintergrund der Glockenturm.

Wolfgang Herzberg

Jüdische Überlebende, NS-Täter und Antisemitismus in der DDR

Als Sohn von jüdischen Emigrant_innen, die 1947 ganz bewusst in die SBZ/DDR gegangen sind, um ein besseres Deutschland aufzubauen, leistet Wolfgang Herzberg einen Debatten-Beitrag aus seiner subjektiven Sicht zur Rolle der jüdischen Remigrant_innen, NS-Tätern und Antisemitismus in der DDR.

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Das Foto zeigt, jüdische Displaced Persons, die 1946 aus Polen geflohen sind, in einem Lager im Amerikanischen Sektor in Berlin.

Angelika Königseder/Juliane Wetzel

Die Frauen in den Lagern für jüdische Displaced Persons

Angelika Königseder und Juliane Wetzel werfen einen gezielten Blick auf den Alltag und die Rolle jüdischer Frauen, für die nach 1945 in den Lagern für sogenannte Displaced Persons (DP) das Leben nach der Shoah begann. Etwa 40 Prozent der DPs waren Frauen, die das Leben in den Lagern mitgestalteten.

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Schild "Gegen Antisemitismus", das auf einer Demonstration hochgehalten wird.

Norbert Janz

Braucht die Abwehr von Antisemitismus in unserer freiheitlichen parlamentarischen Demokratie einen Verfassungsrang?

Der Beitrag beschreibt die Rechtslage im Bund und im Land Brandenburg, wie eine Anti-Antisemitismusverpflichtung gesetzlich normiert werden kann. Zudem wird ein eigener Formulierungsvorschlag vorgestellt.

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Das Foto zeigt eine  ehemalige Volksbuchhandlung in der Großstraße in Treuenbrietzen (Brandenburg).

Wolfgang Templin

Wie ein Staat untergeht

Die beiden Autoren Marko Martin und Gunnar Decker blicken in neuen Büchern auf die Künstler*innen- und Intellektuellenszene der letzten Jahre der DDR. Aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen beide Geschichten von Anpassung, Verrat und Verweigerung gegen das DDR-System. Ein Perspektivenvergleich von Wolfgang Templin.

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Das Foto zeigt Jessica Jacoby. Im Hintergrund sieht man die frühere Kameratasche ihres Vaters Klaus (Claude) Jacoby. Berlin 2020

im Interview: Jessica Jacoby

Jessica Jacoby: Lebenslanges Engagement für die Sichtbarkeit von Jüdinnen

Die 1954 geborene Filmjournalistin, Dokumentarfilmautorin und Mitherausgeberin der 1994 erschienenen Anthologie "Nach der Shoa geboren. Jüdische Frauen in Deutschland", Jessica Jacoby, gründete 1984 in West-Berlin mit anderen Frauen den lesbisch-feministischen "Schabbeskreis", der sich für die Präsenz und Wahrnehmung jüdischer Frauen in der neuen Frauenbewegung und mit Antisemitismus in feministischen Zusammenhängen auseinandersetzte.

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Bis Ende 1989 stark von der Ideologie der SED gepägt, die Humboldt-Universität.

Ilko-Sascha Kowalczuk

Betrogen von der Wende?

Wie selbstkritisch gehen Historiker heute mit ihrer eigenen Vergangenheit um, wenn sie einen Rückblick auf ihre eigenen Biografien werfen? Der in der DDR parteitreue Historiker Siegfried Prokop hat 2020 eine Autobiografie verfasst, die der Historiker llko-Sascha Kowalczuk nun unter die Lupe nimmt. Er kritisiert vor allem Auslassungen, die Prokop vornimmt. Über politisch motivierte Verfolgungen von Studierenden berichte er beispielsweise nichts Bemerkenswertes, und der Historiker bewege sich "im Kern ausschließlich im postkommunistischen Milieu".

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Der Künstler Joseph Beuys 1985 in einem ZDF-Interview

DDR-Kurzdiagnose. Eine Prophezeiung von Joseph Beuys

Vor 32 Jahren endete die Geschichte der DDR. Als Prophet ihres Untergangs erwies sich fünf Jahre zuvor in einem ZDF-Interview der Düsseldorfer Aktionskünstler Joseph Beuys, der am 12. Mai 2021 100 Jahre alt geworden wäre. Der Anlass des kurzen, aber visionären Video-O-Tons war das seinerzeitige Einreiseverbot des Künstlers in die DDR.

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Das Foto zeigt verlassene Gebäude des ehemaligen Volkseigenen Betriebes Waggonbau in Görlitz.

Nicolas Offenstadt

Eine Suche nach den verschollenen Spuren der DDR

Der französische Historiker Nicolas Offenstadt ist auf dem Gebiet der ehemaligen DDR den Spuren dieses untergegangenen Staates gefolgt. Er hat verlassene Gebäude unter die Lupe genommen und ist auf Trödelmärkten stöbern gegangen. Er berichtet hier über seine Forschungen nach dem Prinzip der Urbex.

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Demonstranten beklebten im November 1989 die Wände des Hauses der Volkskammer in Berlin mit auf Tapeten geschriebenen Losungen wie "Demokratie jetzt und hier"

Bettina Tüffers

Die 10. Volkskammer der DDR – Schule der (repräsentativen) Demokratie?

Waren die Volkskammermitglieder, „eine aus dem Volk herausgegriffene Masse", die eher den Bevölkerungsquerschnitt darstellten als heutige Parlamente? Und wuchs aus ihnen trotz aller Skepsis gegenüber Repräsentanz "ein Elitenpool der neu entstehenden politischen Führungsgruppen im Osten Deutschlands"? Eine Analyse von Bettina Tüffers.

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Das Foto zeigt Inge Rapoport etwa Mitte der 1950er Jahre.

Ingeborg Rapoport

Meine ersten drei Leben: Menschen aus der Nachbarschaft

In der DDR fand die Kinderärztin Inge Rapoport ab 1952 ihre neue Heimat und an der Berliner Charité ihre Wirkstätte. Im Ruhestand resümiert die Wissenschaftlerin ihr Leben, erinnert an Wegbegleiter, rechnet ab mit Missständen in Politik und Gesellschaft – aber auch mit sich selbst.

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Das Foto zeigt Menschenschlangen vor dem neuen Supermarkt in der ehemaligen HO-Kaufhalle in Haldensleben im DDR-Bezirk Magdeburg am 29.03.1990. Die DDR-Handelsorganisation (HO) und die bundesdeutsche Handelskette Spar eröffneten an diesem Tag den ersten einer Reihe gemeinsamer Supermärkte westlichen Standards. Es herrschte so großer Andrang, dass die Kunden nur gruppenweise eingelassen wurden.

Clemens Villinger

Teuer erkauftes Alltagswissen

Mit dem Systemwechsel von 1989/90 und dem Übergang von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft veränderte sich nicht nur das im Handel verfügbare Angebot, sondern auch die Regeln des Konsums in Ostdeutschland. Der Beitrag geht der Frage nach auf welche vor 1989/90 angeeigneten Erfahrungen und Wissensbestände die ostdeutsche Bevölkerung bei diesem Wandel zurückgreifen konnte und welche neu erlernt werden mussten.

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Das Foto zeigt eine Schulklasse in Jena 1973.

Kathrin Zöller

Erinnerung, Wandel und Neubewertung – Die Schulzeit in der langen Geschichte der „Wende”

70 Prozent der Befragten der Sächsischen Längsschnittstudie (SLS), die als Langzeitstudie 1987 in der DDR begonnen wurde und bis heute durchgeführt wird, bewerten aus heutiger Sicht die Schule in der DDR besser als die in der Bundesrepublik. Mit einer Zweitauswertung der Befragungen hat sich Kathrin Zöller als Mitglied der Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘“ auseinandergesetzt. Hier berichtet sie über ihre Ergebnisse.

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Das Foto zeigt eine Straße mit Eigenheimen in Kleinmachnow, aufgenommen im Jahr 1995. Damals fürchten viele der er Bewohnerinnen und Bewohner Eigenbedarfskündigungen, da am 31.12.1995 der im Einigungsvertrag festgeschriebene Kündigungsschutz für Mieter in Ein- und Mehrfamilienhäusern auslief.

Kerstin Brückweh

Unter ostdeutschen Dächern: Eine lange Eigentumsgeschichte der „Wende“

Den Spannungen und Dynamiken ostdeutscher Lebenswelten im Systemwechsel widmet sich die Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989”. In drei Lokal- bzw. Mikrostudien sind der Konsum, die Schule und das Wohnen sowie das Wohneigentum untersucht worden. Von dem letztgenannten Thema handelt dieser Beitrag von Kerstin Brückweh.

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Das Foto zeigt Lala Süsskind.

Im Interview: Lala Süßkind

Die Unbestechliche, die Unermüdliche - Lala Süsskind

Lala Süsskind gilt als die Unbestechliche, als die quirlige kleine Frau mit großem Herz und ebenso großer Klappe. Sie mischt sich ein und macht öffentlich auf Missstände aufmerksam: Ob auf dem Bebelplatz zur Kundgebung gegen das geplante Verbot der Brit Mila (der Beschneidung von neugeborenen Söhnen am achten Tag nach der Geburt) im Jahr 2012, regelmäßig auf dem Ku'damm gegen den antiisraelischen Al Quds-Tag oder gegen Homophobie und Antisemitismus.

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Das Foto zeigt einen Blick auf die Plattenbauten in Erfurt-Nord.

Kerstin Brückweh

Die lange Geschichte der „Wende“

Wie haben Ostdeutsche das Ende der DDR und den Systemwechsel erlebt? Wie haben sie die 1990er-Jahre bewältigt und gestaltet? Wie erinnern sie sich heute daran? Diesen Fragen geht die Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989” aus mehreren Perspektiven und auf der Basis verschiedener Quellen nach. Das Forschungsteam berichtet hier über seine Projekte.

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Die Außenminister Roland Dumas (Frankreich), Eduard Schewardnadse (UdSSR), der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow (M), James Baker (USA), Hans-Dietrich Genscher (BRD), Lothar de Maiziere (DDR) und Douglas Hurd (Großbritannien) nach der Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages im Moskauer Hotel "Oktober" am 12. September 1990.

Markus Meckel

2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“

Vor 30 Jahren, am 12. September 1990 wurde der „2+4-Vertrag“unterzeichnet. Er gilt heute auch als Friedensvertrag für Deutschland, denn er hob das Viermächtestatut auf, ermöglichte die Souveränität des vereinigten Deutschlands und legte die Oder-Neiße-Linie als Grenze zwischen Polen und Deutschland fest. Ein selbstkritischer Rückblick des damaligen DDR-Außenministers Markus Meckel über genutzte und verpasste Chancen "auf dem äußeren Weg zur Einheit" und über die Rolle Michail Gorbatschows, der zum eigentlichen Durchbruch verhalf.

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Tausende Menschen demonstrieren in der belarussischen Hauptstadt Minsk auf dem Platz der Unabhängigkeit und fordern den Rücktritt von Präsident Lukaschenko.

Wolfgang Templin

Auf dem Weg zu einem freien Belarus?

Der Mitbegründer der Initiative für Frieden und Menschenrechte in der DDR, Wolfgang Templin, beschreibt, wie sich Belarus im Lauf der Jahrhunderte zu einer eigenständigen Nation entwickelt hat, die nun auf den Spuren der Friedlichen Revolution in der DDR versucht, Demokratie zu verwirklichen. Aber das Machtbeharren des Diktators Lukaschenka in Minsk ist ungleich ausgeprägter, als das der SED 1989/90.

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Die "Unabhängigen Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR“ mit dem damals amtierenden Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bei ihrer Verabschiedung am 15. Dezember 2006.

Andreas Förster

Verschwundene Parteifinanzen

Vor 30 Jahren wagte die DDR-Volkskammer einen couragierten Schritt. Sie berief eine unabhängige Kommission, um Gelder, Tarnfirmen und Immobilien der PDS-Vorgängerpartei SED und ehemaliger Blockparteien aus der DDR aufzuspüren. Vermögen im Umfang von über 1,6 Milliarden Euro wurde sichergestellt und der Vorwurf der Vermögensverschleierung erhoben. Aber wurde alles entdeckt?

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Das Foto zeigt eine  ehemalige Volksbuchhandlung in der Großstraße in Treuenbrietzen (Brandenburg).

Wolfgang Templin

Wie ein Staat untergeht

Die beiden Autoren Marko Martin und Gunnar Decker blicken in neuen Büchern auf die Künstler*innen- und Intellektuellenszene der letzten Jahre der DDR. Aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen beide Geschichten von Anpassung, Verrat und Verweigerung gegen das DDR-System. Ein Perspektivenvergleich von Wolfgang Templin.

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Beschlagnahmte Privat-PKW im Stasi-Dienstkomplex Freienbrink

Christian Halbrock

Die Logistik der Repression

Ungefähr dort, wo der amerikanische Autokonzern Tesla in Brandenburg einen Produktionsort errichten will, existierte früher eine umfangreiche „Zentrale Versorgungsbase für das MfS“. Das 200 Hektar große Sperrgebiet im Osten Berlins war unzugänglich und erfüllte für die Staatssicherheit mehrere Funktionen. Ein Recherchebericht von Christian Halbrock, der sich beim BStU mit der Geschichte der Liegenschaften des MfS beschäftigt, unter Mitarbeit von Susan Pethe.

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Das Foto zeigt die ehemalige Treuhand-Chefin Birgit Breuel (l), die am 23.7.1992 in Berlin mit Loïk Le Floch-Prigent, dem damaligen Präsidenten des Unternehmens Elf-Aquitaine, auf den Vertragabschluss zur Übernahme der Leuna-Werke und der Minol-Tankstellen anstößt.

Rainer Karlsch

Die Leuna-Minol-Privatisierung: Skandalfall oder Erfolgsgeschichte?

Die Leuna-Minol-Privatisierung gehörte zu den besonders umstrittenen, skandalumwitterten und teuren Projekten der Treuhandanstalt. Der Neubau einer Raffinerie, gegen den erbitterten Widerstand der Konkurrenz, war dennoch der entscheidende Schritt für den Erhalt des traditionsreichen Chemiestandorts.

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NVA-Gürtelschnalle

Klaus Storkmann

Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit

Eine Auswertung von Stasiakten über die Überwachung homosexuell orientierter Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere in der Nationalen Volksarmee NVA und in den eigenen Reihen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), das Verdachtsfälle mit großem Aufwand überwachen ließ. Eine Recherche von Klaus Storkmann aus dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

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Das Foto zeigt den Abbau des Schriftzuges "OST" vom Dach der Volksbühne in Berlin am 24.06.2017 während der letzten Vorstellung von "Die Brüder Karamasow".

Jörg Ganzenmüller

Ostdeutsche Identitäten

Ostdeutschen wird eine spezifische Identität bescheinigt, die durch die SED-Diktatur und die Transformationszeit seit 1990 geformt worden sei. Auch eine westdeutsche Identität wird ausgemacht, die in der Zeit vor 1990 wurzele. Woher stammen diese Selbst- und Fremdzuschreibungen, und was bedeuten sie für die deutsche Vereinigungsgesellschaft?

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Das Foto ist von 1990 und zeigt die Neptun-Warnow-Werft in Rostock. Hier wurden fast nur Schiffe fuer die Sowjetunion gebaut. Eines lag fertig im Hafen und die Sowjets konnten nicht bezahlen.

Eva Lütkemeyer

Gezeitenwechsel an der Ostsee. Die Privatisierung des DDR-Schiffbaus

Die Umbrüche nach 1989 brachten auch die DDR-Schiffbauindustrie in turbulentes Fahrwasser. Mit über 55.000 Beschäftigten war sie als industrieller Kern für die gesamte Region des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns strukturbestimmend. Dann begann der folgenreiche Weg von der Plan- in die Marktwirtschaft.

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Das Foto zeigt Shelly Kupferberg in Berlin im Herbst 2020.

Im Interview: Shelly Kupferberg

Shelly Kupferberg: Zwischen Chanukkia und Lametta

Shelly Kupferberg ist 1974 in Tel Aviv geboren und in West-Berlin aufgewachsen. Im Interview erzählt sie von einer Kindheit und Jugend, die geprägt war vom linken Engagement ihrer in Israel geborenen Eltern, von Sommercamps mit der Jüdischen Gemeinde und ihren Erinnerungen an die Zeit als Einzige von zwei Jüdinnen während ihrer Schulzeit. Wie sie 1989 die Öffnung der innerdeutschen Grenzen erlebt hat und wie es später für sie war, von der Anti-Haltung der DDR gegenüber Israel zu erfahren.

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Das Foto zeigt die zugemauerten Türen zum Lichtspieltheater der Jugend im Stadtzentrum von Frankfurt (Oder), 10.11.2012. Frühestens 2021 sollen nach einem Wettbeweb und der Klärung der FinanzierungSanierungsarbeiten beginnen. Geplant ist, das hier das Landesmuseum für Moderne Kunst einzieht.

Nicolas Offenstadt

"Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik Französische Blicke auf den zweiten deutschen Staat"

Der französische Historiker Nicolas Offenstadt reagiert auf einen DA-Beitrag von Ulrich Pfeil zur DDR-Forschung in Frankreich. Er kritisiert darin die Darstellung seiner eigenen Forschungsarbeit und der dazugehörigen Publikationen.

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Mauerrest 1991 im Norden Berlins.

„Eine äußerst widersprüchliche Vereinigungsbilanz“

Der Ökonom Prof. Klaus Steinitz, damals PDS-Vorstandsmitglied, beschreibt facettenreich die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Osten Deutschlands - als „Vorausschau aus dem Jahr 1990 und Rückblick 30 Jahre danach“. Bilanzierend plädiert er für ein „spezielles Zukunftsprogramm für Ostdeutschland", das "sowohl die Spezifik der hier bestehenden Verhältnisse, als auch Erkenntnisse aus der Bekämpfung der Corona-Pandemie berücksichtigt".

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Das Foto zeigt ein Mauersegment der East Site Gallery in Berlin, das der aus Frankreich stammende Künstler Thierry Noir mit seinen comichaften, bunten Köpfen bemalte.

Corine Defrance

Die Darstellungen der Berliner Mauer in der französischen Populärkultur

Die Gedenkveranstaltungen zu den Jahrestagen des Mauerfalls bieten auch in Frankreich stets einen Anlass für vielfältige Rückblicke und Bilanzen. Zeitzeugen erinnern sich an die Ereignisse, erklären ihre persönliche Verarbeitung des Erlebten und fragen sich, wie unsere Gesellschaften von dieser historischen Zäsur politisch, gesellschaftlich und kulturell beeinflusst wurden.

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Das Foto zeigt mehrere hundert Beschäftigte der damals in Konkurs befindlichen Thüringischen Faser AG  bei ihrem Protestmarsch durch Rudolstadt am 15.10.1993. Die Chemiearbeiter forderten den Erhalt des Industriestandortes und die Rücknahme ihres Unternehmens durch die Treuhandanstalt. Zu dieser Zeit waren in der Faser AG noch etwa 1.146 Mitarbeiter beschäftigt.

Detlev Brunner

„…keine bedeutsame Rolle“? Die Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation

Der Beitrag zeigt, dass die revolutionären Ereignisse in der DDR 1989/90 den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften völlig unvorbereitet trafen. Im Rahmen der wirtschaftlichen Transformation durch die Treuhandanstalt seien die Gewerkschaften nicht angemessen beteiligt worden. Es wird zudem aufgezeigt, welche Aspekte von der zeithistorischen Forschung in den Blick genommen werden sollten.

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Unterzeichnung des Moskauer Vertrages im Kreml durch Bundeskanzler Willy Brandt und den sowjetischen Ministerpräsidenten Alexej Kossygin, 12. August 1970. Neben Brandt Bundesaußenminister Walter Scheel, neben Kossygin Scheels Amtskollege Andrej Gromyko; im Hintergrund KPdSU-Chef Leonid Breschnew (M.).

Manfred Wilke

Vor 50 Jahren: Die neue Ostpolitik der Bundesrepublik und der Moskauer Vertrag 1970

Am 12. August 1970 wurde der „Moskauer Vertrag“ zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland im Katharinensaal des Kremls in Moskau geschlossen, eine entscheidende Weichenstellung auf dem langwierigen Weg zur Beendigung des Kalten Kriegs. Über die Hintergründe hat Manfred Wilke recherchiert.

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Schwarz-Weiß-Foto: Aufstand vom 17. Juni 1953: Ein sowjetischer T-34-Panzer, davor drei Demonstranten, von denen einer die Fahrtrichtung des Panzers kreuzt.

Augenzeugenbericht

"Wie im Krieg war es"

Ein neu aufgefundenes Zeitdokument vom 17. Juni 1953 in Berlin, niedergeschrieben von einem 22 Jahre alten Geologiestudenten, der damals staunend durch Ost-Berliner Straßen zog und danach ein siebenseitiges Erlebnis-Protokoll in seine Schreibmaschine tippte. "Nicht einer, der ein Blatt vor den Mund nahm", beobachtete er, beschrieb Brände, Plünderungen, russisches MP-Feuer sowie "haarsträubendes" Verhalten der Ost-Berliner Polizei. Ein detailreiches PDF-Icon PDF-Dokument.

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Am 12.10.1950 empfing Präsident Pieck (r.) den Außenordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der chinesischen Volksrepublik General Tschi Peng Fei (l.) zur Übernahme seines Beglaubigungsschreibens.

Axel Berkofsky

China und die Berlin- und Deutschlandfrage

Bis zum chinesisch-sowjetischen Zerwürfnis in den 1960er Jahren war das Verhältnis zwischen Ost-Berlin und Peking so gut, dass China so tat, den von Ulbricht begründeten Mythos einer zweiten deutschen sozialistischen Nation zu glauben und Todesschüsse auf Republikflüchtige entlang der Berliner Mauer richtig fand. Bis in die 1970er Jahre, da tauschte Peking all das gegen Handel mit und Wirtschaftshilfe aus der Bundesrepublik ein.

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Das Foto zeigt ein Gespräch in der Dr. Quendt Backwaren GmbH in Dresden zwischen dem Firmeninhaber Hartmut Quendt (M) und seinen Mitarbeiterinnen Antje Nowakowski (l) und Ines Habich über die Qualität des "Russisch Brot". Der 124 Jahre alte mittelständische Familienbetrieb ist nach eigenen Angaben zwischen Kap Arkona und dem Fichtelberg Marktführer beim Verkauf dieses Gebäcks.

Jarina Kühn/Anna Schwarz/Anna M. Steinkamp

Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen vor und nach 1990

In ihrem Forschungsprojekt untersuchen Jarina Kühn, Anna Schwarz und Anna M. Steinkamp unternehmertypische Orientierungen von Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, sowie deren Erfahrungen und Prägungen aus der Transformationsphase nach 1990. Hier geben sie einen kurzen Einblick in ihre analytischen Ausgangspunkte und ersten Ergebnisse.

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Berlin-Mitte, Palast der Republik am ehemaligen Marx-Engels-Platz. Teilansicht der Fassade, hinter der u.a. die DDR-Volkskammer tagte, noch mit dem DDR-Staatswappen (Hammer und Zirkel) 1990.

„Was meine Enkel von der Volkskammer im Jahr 1990 erfahren sollen“

Vor 30 Jahren, am 12. April 1990, tagte zum ersten Mal die letzte Volkskammer der DDR. Ihr Ziel war es, die Deutsche Einheit vorzubereiten. Ehemalige Abgeordnete erinnern sich. An dieser Stelle Hans-Peter Häfner (82), der damals den Wahlkreis Suhl für die CDU vertrat. Mit einem Brief an seine Enkel.

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Eine Gedenk-Flamme während Feierlichkeiten zum Kriegsende am 8. Mai 1945 vor dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst. Das Gebäude ist der historische Ort der Kapitulation der deutschen Wehrmacht in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945.

Martin Sabrow

Der 8. Mai – ein deutscher Feiertag?

Als überfällig bezeichnet es der Potsdamer Historiker Martin Sabrow, den 8. Mai als regelmäßigen Feiertag zu verankern – als „überdauernden Tag der befreienden Niederlage und des rettenden Zusammenbruchs“. Er zeichnet die in Deutschland so scheu geführte Debatte über dieses Datum nach, an dem vor 75 Jahren der Weltkrieg in Europa zum Ende kam.

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Auf vielfache Weise wird in Schwarzenberg an die "unbesetzte Zeit" erinnert, u.a. mit einer Ausstellung im Schlossmuseum und einem "Lehrpfad Unbesetzt", zu dem es auf der Website der Großen Kreisstadt Schwarzenberg heißt: "Unsere Geschichte soll Sie Schritt für Schritt in eine Zeit zurückführen, die als einzigartiger historischer Abschnitt in dieser Region Unfassbares hervorzubringen vermochte. Wandern Sie mit uns von Etappe zu Etappe, zurück in die Vergangenheit, erfahren Sie von den geschichtlichen Ereignissen oder erleben Sie den Geist der Fiktion der 'Republik Schwarzenberg' mehr als 60 Jahre später."

Lenore Lobeck

Missbraucht und entzaubert – Der Mythos der „Freien Republik Schwarzenberg“

Schwarzenberg im Westerzgebirge wurde vor allem durch die Legende von der „Freien Republik Schwarzenberg“ bekannt. Grundlage für den Schwarzenberg-Mythos ist die Tatsache, dass ein kleiner Landstrich nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 sechs Wochen lang von den Alliierten unbesetzt blieb. Doch weder von den Lebensumständen noch administrativ verwirklichte sich hier eine gesellschaftspolitische Utopie.

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Das Foto zeigt die Stimmauszählung im Wahllokal Berlin Mitte, die wie überall öffentlich stattfand. An dem historischen Akt nahmen auch zwei Vertreter des Europäischen Parlaments teil.

Karin Hartewig

Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl

Am 18. März 1990 wurde das erste und letzte Mal die Volkskammer der DDR demokratisch gewählt. Dazu wurden Parteien neu gegründet, andere wandelten sich. Und zum ersten Mal wurden Wahlwerbespots in DDR-Fernsehen gezeigt. Was vermittelten sie? Ein Überblick.

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Das Foto zeigt einen leeren Chefsessel.

Holger Lengfeld

Kaum Posten für den Osten

Mit der deutschen Einheit kam es in Ostdeutschland zu einem Austausch der Eliten. Führungspositionen unterschiedlichster Bereiche wurden oftmals mit Westdeutschen besetzt, weil sie sich besser mit West-Institutionen und Gesetzen auskannten. Doch auch 30 Jahre später sind Ostdeutsche deutlich seltener in Spitzenpositionen in Ostdeutschland zu finden. Der Beitrag beschäftigt sich mit unterschiedlichen Studien dazu und fragt nach möglichen Ursachen.

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Tanz auf der Mauer vorm Brandenburger Tor am 10.11.1989

Multimedia-Paket

Aspekte des 9. November 1989. Der Mauerfall aus vielen Perspektiven

Wie kam es zum Mauerfall am 9. November 1989? Oder war es ein Mauer-Sturz? Dieses Beitragspaket bündelt mehrere Sichtweisen - aus Wissenschaft, Medien, Kultur und Politik. Fotoserien und Videodokumente ergänzen das Mini-Dossier und ermöglichen eine facettenreiche "Zeitreise" 30 Jahre zurück.

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Jana Hensel und Wolfgang Engler im Streitgespräch im Studio von Zeitzeugen TV im März 2018.

Zeitzeugen-Gespräch mit Jana Hensel und Wolfgang Engler

Wer wir sind – die Erfahrung ostdeutsch zu sein

2018 diskutierten die Schriftstellerin Jana Hensel und der Soziologe Wolfgang Engler im Studio von Zeitzeugen-TV (Berlin) über das „Ostdeutschsein“. Dieser Film ist ein Konzentrat daraus.

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Das Foto zeigt den Ausschnitt eines Buchtitels. Das Buch ist als Begleitmaterial zur ZDF-Serie "Unser Walter" (1974) erschienen. Die Serie gab der westdeutschen Öffentlichkeit erstmals Einblick in den häuslichen Alltag einer Familie, in der ein geistig behindertes Kind aufwächst.

Pia Schmüser und Raphael Rössel

Pflege als Alltagsphänomen

Dieser Beitrag widmet sich einem vernachlässigten Thema der deutsch-deutschen Zeitgeschichte. Er vergleicht Pflegealltage von Familien mit Kindern mit Behinderungen in der früheren Bundesrepublik und der DDR und blickt auf ihre Nachwirkungen im vereinigten Deutschland.

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Das Foto zeigt den französischen Präsident François Mitterrand (r), der am 20. Dezember 1989 von DDR-Ministerpräsident Hans Modrow (l) begrüßt wird. Das französische Staatsoberhaupt hielt sich zu einem eintägigen Besuch in Ost-Berlin auf.

Cyril Buffet

„Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark“

Der französische Präsident Mitterrand hatte zunächst ein ambivalentes Verhältnis zur deutschen Wiedervereinigung. Seine Reise in die DDR im Dezember 1989 belastete die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Frankreich für kurze Zeit. Der französische Historiker Cyril Buffet berichtet über das Verhalten Mitterrands im Jahr 1989.

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Das Foto zeigt den Demonstrationszug, der sich am 9. Oktober 1989 nach dem Montagsgebet in der Leipziger Nikolaikirche als friedliche Montagsdemonstration in Bewegung setzte. Schließlich hatte diese Demonstration 70.000 Teilnehmer. Schweigend und ohne Transparente ging es vom Karl-Marx-Platz um den Leipziger Innenstadtring.

Angela Siebold

Das Jahr 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung

Ohne Zweifel lässt sich 1989 als europäischer Erinnerungsort bezeichnen. Doch die Kritik an der „Friedlichen Revolution“ in Europa nimmt zu. Sie dient der nationalen Abgrenzungspolitik populistischer Bewegungen, kann aber auch als Pluralisierung der Erinnerung verstanden werden.

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Mauer, stasi, Brandenburger Tor

Gerhard Sälter

Zwischen Siegestaumel und Herrschaftssicherung: Der Mauerbau und die Machtelite der DDR

Am 9. November 1989 kam nicht nur die Mauer als Grenzbarriere zu Fall, sondern das komplette Machtsystem der DDR, das durch die Mauer stabilisiert worden war. Jetzt fehlte ihm der Halt.

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"Sie verlassen den Amerikanischen Sektor": Schild am Grenzübergang "Checkpoint Charlie".

Bernd Greiner

Spuren und Lehren des Kalten Kriegs

Vor 30 Jahren endete nicht nur die Geschichte der DDR und der Zweiteilung Deutschlands, sondern auch die des Kalten Kriegs. Der Historiker Bernd Greiner gibt einen Überblick, welche Gesichtspunkte dazu gehören, von denen einige Faktoren bis in die Gegenwart wirken. Dazu zählen auch die Mechanismen, die entwickelt wurden, Spannungen wieder abzubauen und den Kalten Krieg zu entschärfen – zumindest temporär.

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Blick auf das Reichstagsgebäude in Berlin, Sitz des Deutschen Bundestages. Foto von 1999.

Übersicht

Alle neuen Angebote des DA seit 2019

Alle neuen Beiträge des Deutschland Archivs aus den zurückliegenden zwölf Monaten in der Reihenfolge ihres Erscheinens auf einen Blick.

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Interviews

Die Freiheit der Distanzierten – die alternative Modeszene der DDR

Die Freiheit der Distanzierten – die alternative Modeszene der DDR

In den 1980er Jahren formierte sich in den Städten der DDR eine alternative Modeszene. Es wurde nicht nur Mode privat in kleinen Werkstätten produziert und auf Märkten verkauft, vor allem die Modeshows bildeten ein Ventil für die Macher/innen und ihr Publikum, um den Anpassungsdruck des Staates aushalten zu können. Andrea Prause hat im Rahmen ihrer Dissertation zu diesem Phänomen geforscht.

Themenschwerpunkte

Trabantkarosserien im VEB Sachsenring Zwickau

Transformation und Deutsche Einheit

Der Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR von 1990 schuf die staatliche Einheit Deutschlands. Alles konnte er aber nicht regeln. In oftmals schwierigen Prozessen mussten Menschen und Organisationen (wieder) zusammenfinden. Das gelang mal mehr, mal weniger und sorgt auch 30 Jahre später für Debatten.

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Radfahrer fahren hinter einem Schild mit der Aufschrift „Achtung! Sie verlassen jetzt West-Berlin“ an der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor entlang, 1984. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin – geteilte Stadt, Mauerfall und Zusammenwachsen

Am 3. Oktober 1990 ging nicht nur die DDR mit ihrer Hauptstadt Ost-Berlin unter, sondern auch dieses merkwürdiges Gebilde West-Berlin. Dieser Schwerpunkt widmet sich der Geschichte Berlins im Kalten Krieg, bündelt unterschiedliche Perspektiven auf den Mauerfall und analysiert das schwierige Wiederzusammenwachsen seitdem.

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Protest der IG-Metall vor dem Sitz der Treuhandanstalt in Berlin.

Das Wirken der Treuhandanstalt

Die Treuhandanstalt ist bis heute umstritten. Für die einen ist sie schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren. Für andere ist sie ein Synonym für Steuermittelvernichtung. Mittlerweile stehen der Wissenschaft die Treuhandunterlagen zur Verfügung. In einer Beitragsserie berichtet das Deutschland Archiv über den aktuell Forschungsstand.

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Alltag vor dem Warenhaus am Berliner Alexanderplatz, 1971

Alltag und Gesellschaft

Nach der Gründung der beiden deutschen Staaten entwickelten sich nicht nur die unterschiedlichen politischen Strukturen weiter, sondern die Systemunterschiede wirkten sich in allen Gesellschaftsbereichen aus. Der Schwerpunkt thematisiert die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Systemkonkurrenz in vielen Bereichen des täglichen Lebens.

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Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park in Berlin betont das aktive heroische Opfer der sowjetischen Soldaten für den Sieg über den Faschismus.

Erinnern, Gedenken und Aufarbeitung

Dieser Schwerpunkt bündelt Aspekte der wechselreichen Geschichte des Erinnerns an die Opfer der Kriege und politischen Systeme des 20. Jahrhunderts in Deutschland sowie der Aufarbeitung von Unrecht. Auch mit den Spuren, die der Kalte Krieg auf beiden Seiten der Mauer und des "Eisernen Vorhangs" hinterließ, wird sich befasst.

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Demonstranten mit der tschechischen Flagge am 21. August 1968 in Prag neben einem brennenden sowjetischen Panzer

1968 – Ost und West

Noch heute, über 50 Jahre später, streiten sich Wissenschaftler und Politiker über die Bedeutung des Jahres, in dem weltweit die Menschenrechts- und Studentenbewegung teilweise gewalttätig eskalierten. Das Deutschland Archiv beleuchtet in den unter diesem Schwerpunkt versammelten Beiträgen die Auswirkungen von „68“ in Ost- und Westdeutschland.

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Abfertigung der West-Berliner Besucher am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstrasse, 1964

Macht-Räume in der DDR

Das komplexe Herrschaftssystem der DDR wurde nicht nur durch den Partei- und Staatsapparat aufrecht erhalten. Dieser Schwerpunkt blickt auf die räumliche Reichweite von Macht in der DDR, beleuchtet aber auch den "Eigen-Sinn" lokaler Akteure: im kulturellen Bereich, in der Schule, im Alltag oder in der Kommunal- und Wohnungspolitik.

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Eine Frau und ein Kind an einem Zeitungskiosk in Berlin (Ost).

Kultur- und Medienpolitik

Der Schwerpunkt beschäftigt sich mit Formen der Mediensteuerung und
-kontrolle in der DDR. Die Beiträge thematisieren verschiedene Mediengattungen und erkunden die Vielfalt der Steuerungsversuche, die häufig unterhalb der Schwelle direkter, leicht durchschaubarer Einflussnahme liegen.

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Abgebildet sind zahlreiche Porträts von Kindern- und Jugendlichen.

Un-Rechts-Staat DDR

Das DA geht in diesem Schwerpunkt der Frage nach, in welchen Bereichen des SED-Systems die eigenen Gesetze übergangen und der Prämisse des Machterhalts untergeordnet wurden, und wie sich die unterschiedlichsten Zweige der staatlichen Verwaltung und Rechtspflege daran beteiligten.

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Zeitzeugnisse 1989

Schlüsselmoment der Geschichte: Der 9. Oktober 1989 in Leipzig

Schlüsselmoment der Geschichte:
Der 9. Oktober 1989 in Leipzig

Eine wesentliche Rolle bei der Ausbreitung der Friedlichen Revolution in der DDR spielten Fernsehbilder - zum Beispiel am 9. Oktober 1989 in Leipzig.

Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 26./27. Okt. 1962
    Spiegel-Affäre: Die Redaktions- und Verlagsräume des Nachrichtenmagazins Der Spiegel werden in Hamburg und Bonn nachts polizeilich besetzt und durchsucht. Der Herausgeber Rudolf Augstein, der Verlagsdirektor Hans Detlev Becker und mehrere leitende Redakteure... Weiter
  • 26. Oktober 1965
    Zweites Kabinett Erhard aus einer CDU/CSU- und FDP-Koalition. Erhard war am 20. 10. 1965 zum zweiten Male zum Bundeskanzler gewählt worden. Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) Stellvertreter und gesamtdeutsche Fragen Erich Mende (FDP) bis 28. 10. 1966,... Weiter
  • 26. Oktober 1988
    Erstmals in der Geschichte der BRD legt in Hamburg ein Lehrerstreik große Teile des Schulunterrichts lahm. Der Streik soll kürzere Arbeitszeiten und Neueinstellungen von Lehrern bzw. Lehrerinnen durchsetzen helfen. Weiter
  • 26. Oktober 1998
    Der 14. Bundestag konstituiert sich letztmals in Bonn. Er wählt den SPD-Abgeordneten Wolfgang Thierse als Repräsentanten der stärksten Fraktion zum neuen Bundestagspräsidenten. Thierse spricht von einem »historischen Datum« und »mehr als einer Geste«, da... Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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