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Deutschland Archiv

"Deutschland Archiv Online" bietet fundierte, allgemein verständliche Beiträge zur gemeinsamen deutschen Nachkriegsgeschichte und zum deutschen Einigungsprozess im europäischen Kontext. Das Angebot wird kontinuierlich erweitert. Alle hier veröffentlichten Texte und Videos sind Meinungsbeiträge der jeweiligen AutorInnen, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

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Neue Beiträge

Symbolbild zu möglichen Koalitionen am Wahlabend.

Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland

Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten ist die SPD bei einer Bundestagswahl im Osten stärkste Kraft geworden, während die CDU auf den dritten Platz hinter der AfD rutschte. Der Beitrag untersucht die Spezifika der Wahlergebnisse in Ostdeutschland, zu denen eine Nord-Süd-Differenz gehört. Außerdem wird die Relevanz der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten für das Wahlverhalten analysiert.

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Wolf Biermann während seines Auftritts in der Sporthalle in Köln am 13. November 1976

Fünf Videos: Die Biermann-Ausbürgerung vor 45 Jahren

Wie es am 16. November 1976 zur Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR kam - und die Folgen. Fünf historische Filmbeiträge aus dem deutsch-deutschen ZDF-Fernsehmagazin "Kennzeichen D". Wolf Biermann, der seitdem in Hamburg lebt, wurde am 15. November 85 Jahre alt.

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DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Protest-Grafitti, Rechtsstaatlichkeit

Unrecht, Recht und Gerechtigkeit

Rechtsstaatlichkeit war ein primäres Ziel der Revolution in der DDR. Aber wie erfolgte die Aufarbeitung des SED-Unrechts durch den Rechtsstaat? Eine Bilanz des Mitbegründers der Initiative für Frieden und Menschenrechte in der DDR, Gerd Poppe. Er macht deutlich: "Es gibt kein ernst zu nehmendes Argument gegen den Begriff des Unrechtsstaates".

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Menschen spazieren über eine Allee und halten Schilder, auf denen die Gesichter von Männern und einer Frau abgebildet sind.

Der mysteriöse Showdown in Eisenach und Zwickau

Die offenen Fragen des 4. November 2011. Auch ein Jahrzehnt nach der Selbstenttarnung der rechten Terrorzelle NSU sind noch immer viele Punkte ungeklärt. Allein die Abläufe rund um den 4. November in Eisenach und Zwickau geben nach wie vor Rätsel auf.

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Schwarzweißaufnahme 1979. Der Rentner Kurt Kersten empfängt täglich ein warmes Mittagessen in seinem Wohnzimmer im Bezirk Treptow-Köpenick.

Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR

Eine Betreuungskartei für Menschen im Rentenalter war ein ambitioniertes und letztlich nie abgeschlossenes Vorhaben des Gesundheitsministeriums der DDR, das die Lebenssituation von Rentnerinnen und Rentnern verbessern sollte.

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Zu umweltpolitischen Gesprächen empfing Dr. Hans Reichelt, Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR und Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft, den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Klaus Töpfer (l.). Zugegen war auch der Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR, Dr. Hans Otto Bräutigam (2.v.l.), 10. Juli 1988.

Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990

Verpestete Luft, versauerte Flüsse und toxische Abfälle bahnten sich ihren Weg über die innerdeutsche Grenze sowohl von Ost nach West als auch umgekehrt. Wie verhandelten die beiden deutschen Staaten über diese Umweltprobleme?

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Mit einer Geste versucht eine Frau am 7. Oktober 1989 bei einer Demonstration in Ostberlin Beamte in einer Polizeikette von ihrer Friedfertigkeit zu überzeugen. Im Verlauf der Demonstration gingen Volkspolizei und zivile Beamte der Staatssicherheit zum Teil massiv gegen Demonstrierende und Medien vor.

„Eine Sternstunde des demokratischen Aufbruchs“

Maßgeblich wird der 9. Oktober 1989 als Wendepunkt in der Geschichte der DDR betrachtet, als in Leipzig die erste große Demonstration gegen das SED-Regime gelang. Aber eine vergleichbare Schlüsselrolle spielte der 7. Oktober in Ostberlin, als die DDR-Staatsmacht noch auf Gewalt setzte.

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Rahel R. Mann steht vor dem Haus Starnberger Straße 2 in Berlin-Schöneberg. Im Keller des Hauses war die damals Siebenjährige 1944 mehrere Monate lang versteckt.

„Angst kommt von Enge und das unterstütze ich nicht“

Die Shoah-Überlebende Rahel R. Mann, 1937 als Renate Wolf in Berlin-Neukölln geboren, spricht als Psychotherapeutin und Zeitzeugin über Gott(losigkeit) und Eigenverantwortung und über das, was sie stark gemacht hat – ihre Zeit im Versteck.

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Im September 1990 hielten Mitglieder verschiedener Bürgerbewegungen Räume der Stasi-Zentrale Ruschestraße besetzt. Sie wollten mit ihrer Aktion erreichen, dass Betroffenen der Zugang zu ihren Stasiakten im Einigungsvertrag garantiert wird. Ostberliner Polizei sperrte das Gelände ab.

Berliner Polizei-Einheit

Eine Zeitzeugenchronik: Wie 1990 die Vereinigung der Polizei aus Ost & West und die zweier Sicherheitsapparate verlief - mit welcher Euphorie, mit welchen Hemmungen und Hürden. Ein Insider-Bericht von Bernd Finger, er war 43 Jahre Kriminalpolizist und zuletzt 2012 Leitender Kriminaldirektor im Landeskriminalamt Berlin. Dabei geht es auch um die schwierige Auflösung der DDR-Geheimpolizei Stasi.

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Farbfoto: Titelbildausschnitt des Heftes von Walter Becker "Ehen mit Ausländern" aus dem Jahr 1965.

Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik

Die Bedeutung und Wahrnehmung deutsch-ausländischer Eheschließungen und Paarbeziehungen in der Bundesrepublik in historischer Perspektive. Im Fokus steht neben quantitativen Entwicklungen, wie diese Paare von Institutionen und Gesellschaft wahrgenommen worden sind und welche Problematiken sich für die Paare selbst ergeben haben.

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Wahlplakat der AfD im Rheinsberg 2019.

Populismus – in Ost und West. Eine Datenanalyse.

Zwar verlor die rechtspopulistische AfD bei der Bundestagswahl 2021 bundesweit 2,3 Prozent der Stimmen. Aber im Osten blieb sie vielerorts stärkste Kraft. Woran die anhaltend hohen Stimmanteile der Rechtsaußenpartei in den neuen Bundesländern liegen, hat der Bremer Politikwissenschaftler Philip Manow bereits nach der Bundestagswahl 2017 anhand von breit gefächerten Datenanalysen ermittelt.

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Ein Symbolbild für die lange Zeit herrschende Ablehnung der früher noch „Zigeuner“ oder „Landfahrer“ genannten Minderheit der Sinti und Roma durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft: 1965 brannte die Kasseler Berufsfeuerwehr die letzten Wohnwagen des dortigen Landfahrerplatzes am Mattenberg nieder. Zuvor hatte die Stadt diese zwangsweise durch die Wohnungsbaugesellschaft ankaufen lassen. Die Bewohner hatten sich geweigert, in städtische Wohnungen umzuziehen. Der spätere Ministerpräsident Holger Börner – damals noch Bundestagsabgeordneter – setzte sich persönlich für diese repressive Lösung im Rathaus ein. Danach gab es zwei Jahrzehnte keinen Landfahrerplatz in Kassel; auch eine politische Gesprächsebene zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft suchte man in dieser Zeit noch vergebens. Aber auch sozialpolitische Reformen und ein verändertes gesellschaftliches Klima für Randgruppen und Minderheiten warfen ihre Schatten voraus. Der Wandel vollzog sich langsam und ist bis heute nicht abgeschlossen. Für Jahrzehnte funktionierte die traditionelle staatliche Abschreckungspolitik gegenüber der Minderheit noch wie in den 1960er Jahren in der nordhessischen Großstadt.

Kann eine Gesellschaft umdenken?

Mindestens 200.000 Sinti und Roma wurden im "Dritten Reich" von den Nationalsozialisten ermordet, Schätzungen reichen auch bis zu einer halben Million. In Institutionen und der Bevölkerung hielt sich nach 1945 noch lange das „kriminalbiologische“ Denken, mit dem die Nazis ihr rassistisches Vorgehen gegen Sinti und Roma begründet hatten. Erst Ende der 1970er Jahre änderte sich diese Feindbild-Haltung allmählich.

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Transparent bei einer Demonstration in Chemnitz 2018.

Zusammenwachsen in Feindseligkeit?

In Deutschland stellt sich aufgrund der historischen Erfahrungen des Nationalsozialismus und der Teilung die Frage nach den demokratischen oder anti-demokratischen Einstellungen in besonderer Weise. Unter diesem Blickwinkel taucht schnell das stereotype Bild vom „rechten Osten“ auf. Woran liegt das? Eine Analyse von Andreas Zick und Beate Küpper.

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Ein Teil der Beiträge aus SchülerInnenzeitungen, die im Februar 2021 zur Auswahl standen.

Schülerzeitungs-Texte: "Noch Mauern im Kopf...?"

Zehn Beispieltexte: Wie reflektieren junge Leute den Wandel Deutschlands seit dem Mauerfall und die deutsch-deutsche Vergangenheit? Das Deutschland Archiv stiftet Sonderpreise für Beiträge aus Schülerzeitungen, die sich im weitesten Sinne mit der Frage beschäftigen: "Noch Mauer(n) im Kopf...?".

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Reinhard Schult bei einer Pressekonferenz der Stasi-Besetzer im September 1990. Mit am Tisch auch die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley (3.v.r.), die Schult als Mitbesetzerin gewonnen hatte.

„Wir waren eine verschwindende Minderheit“

Der Historiker Stefan Wolle erinnert an den Bürgerrechtler Reinhard Schult (1951-2021), der zum Kern der DDR-Opposition gehörte, kämpfend gegen Ungerechtigkeit und Heuchelei, "nimmermüde wie ein moderner Don Quichotte".

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Reporter Gerd Heidemann mit den vermeintlichen Dokumenten. Das Hamburger Magazin "Stern" unterstrich auf einer Pressekonferenz, dass die von ihm veröffentlichten Tagebücher Adolf Hitlers echt seien, aufgenommen am 25. April 1983.

Die Stasi und die gefälschten Hitler-Tagebücher

Der Sensationsfund – ein Werk des MfS, um den Klassenfeind zu blamieren? Nach der Entlarvung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Zeitschrift Stern wurde diese Frage im Mai 1983 heiß diskutiert. Und tatsächlich war die Stasi nah dran am tatsächlichen Fälscher und seinen Kunden – und blieb doch ahnungslos.

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Wie (un)ähnlich waren sich die Deutschen in Ost und West? Auch diese Fragen stellte Kennzeichen D, zum Teil auf verspielte Weise, wie in diesem Sketch mit zwei deutschen Clowns (Szenenfoto).

D wie Dialog

Diplomat & Dolmetscher. Die Geschichte der ZDF-Sendereihe Kennzeichen D, die vor 50 Jahren, am 9. September 1971, begann. Das gesellschaftspolitische Fernsehmagazin blickte unvoreingenommen in die DDR und bemühte sich kalte Kriegsrhetorik zu vermeiden. Damit hatte es auch in seinem eigenen Sender keinen leichten Stand. Erinnerungen von Joachim Jauer.

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Farbfoto: Blick durch einen Gang des Dunkelzellentrakes des ehemaligen Jugendwerkhofes in Torgau.

Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution"

Die Jugendwerkhöfe (JWH) gehörten zum Erziehungs- und Strafvollzugssystem in der DDR. Hier wurde diszipliniert und kontrolliert. Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau (GJWT) war allerdings besonders. Wer hierher kam, erlebte eine "Totale Institution" und war ihr schutzlos ausgeliefert.

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Multimedia

Erinnerung an den Mauerfall, East Side Gallery, Berlin 2020. Das Bildmotiv des Berliner Künstlers Kani Alavi aus dem Jahr 1990 heißt: "Es geschah im November"

Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise.

"Wir konnten dit jar nich fassen". Wie hörten sich nach Mauerfall und dem 3. Oktober 1990 Euphorie an, wie Skepsis, wie Resignation? Eine O-Ton-Sammlung des Linguisten Norbert Dittmar aus Umfragen von LehrerInnen über die innere Einheit. Die Aufnahmen sind heute ein zeithistorischer Schatz.

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Vom Einläuten der Revolution

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten, so in Dresden, Halle, Plauen, Karl-Marx-Stadt und Berlin. Ein filmischer Überblick.

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Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek

Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek

Am 2.12.1987 berichtete das ZDF-Magazin KENNZEICHEN D über eine Razzia des MfS in der Umweltbibliothek der evangelischen Zionsgemeinde am Prenzlauer Berg. Die engagierte Kirche sollte eingeschüchtert werden, aber der Stasi-Plan ging schief.

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Neue Schwerpunkte aus 2020/21

Was wäre, würde es den Palast der Republik mit der einstigen DDR-Volkskammer darin heute noch geben und ehemalige Abgeordnete aus dem Jahr 1990 könnten nochmals eine Rede halten? Das ehemalige "MdVK" (Mitglied der Volkskammer) Walter Fiedler aus der Fraktion CDU/DA würde sich der Schwimmbadförderung annehmen, die aus seiner Sicht unzureichend ist.

31 Jahre letzte Volkskammer -
31 "ungehaltene Reden"

Am 2. Oktober 1990 endete die Geschichte der "Volkskammer" der DDR. Über 30 ehemalige Abgeordnete kamen 2020/21 dem Angebot des Deutschland Archivs nach, an dieser Stelle noch einmal eine "ungehaltene Rede" zu formulieren. Als Mosaik zum Nachlesen - ein demokratischer Erfahrungsschatz.

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Hier wird das Logo des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945" abgebildet. Es zeigt eine stilisierte Menora (Kerzenleuchter) mit einem Davidstern in weiß auf blauem Grund und den Namen des Projekts.

Jüdinnen in Deutschland nach 1945

Um klischeehaften bis antisemitischen Darstellungen jüdischen Lebens und der ungenügenden Abbildung besonders weiblichen jüdischen Lebens etwas entgegenzusetzen, hat sich die DA-Redaktion vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren jüdische Frauen in den Fokus zu setzen. Ein Überblick.

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Protest der IG-Metall vor dem Sitz der Treuhandanstalt in Berlin.

Das Wirken der Treuhandanstalt

Die Treuhandanstalt ist bis heute umstritten. Für die einen ist sie schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren. Für andere ist sie ein Synonym für die Vernichtung von Steuermitteln. Mittlerweile stehen der Wissenschaft die Treuhandunterlagen zur Verfügung. In einer Serie berichtet das DA über den aktuellen Forschungsstand.

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Diskussionsstoff

Das Foto zeigt den gelb markierten Begriff Antisemitismus in einem Lexikon.

Ist Antisemitismus vor allem ein Problem in Ostdeutschland?

Und ist, wer dem Osten den größeren Zuspruch zum Antisemitismus vorhält, womöglich auf dem westlichen Auge blind? Die Debatte darüber lohnt sich. Ein Disput zwischen Charlotte Misselwitz und Micha Brumlik.

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Schema der Grenzsperranlagen der DDR, technischer Stand ab 1979.

Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes?

Eine Studie des Forschungsverbunds SED-Staat hat eine Kontroverse ausgelöst. Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Nur Flüchtlinge, die nach dem Mauerbau 1961 aus dem Osten in den Westen fliehen wollten und dabei ihr Leben verloren? Oder auch Grenzer, die Selbstmord begangen?

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Eine inzwischen ausgelutschte Frage? Oder in der Erlebnisgeneration vom Mauerfall und Wiedervereinigung unverändert relevant? Das Graffiti mit der deutschen Nationalflagge und dem Schriftzug "Ossi oder Wessi?" wurde am 2. Oktober 2015 in Berlin fotografiert. Der Sprayer, Caspar Kirchner, hatte es im Zuge einer Ausstellung des Berliner DDR Museums erstellt.

Ossi? Wessi? Geht's noch?

Über 30 Jahre ist die Deutsche Einheit alt, seit 31 Jahren die Mauer verschwunden. Aber auch die im Kopf? Noch immer (oder wieder?) ist von "Wessis" und "Ossis" die Rede. Drei junge AutorInnen reflektieren, was sie sind, und wonach sie sich sehnen: Endlich nach Differenzierung, nicht nach Klischees.

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Corona

Mitglieder eines Deutschen Marine Bootes übergeben im Juli 1957 einen Impfstoff für 134 an der Asiatischen Grippe Erkrankte an die Besatzung des US-Schiffes General Patch . Das Schiff kam aus New York und ankerte vor Bremerhaven, nachdem es wegen des Ausbruchs der Grippe unter den 1.256 Passagieren und Crew-Mitgliedern in Quarantäne bleiben musste.

Debatte zur Herkunft der Asiatischen Grippe 1957

Maximilian Kutzner zeigt am Beispiel der Asiatischen Grippe aus dem Jahr 1957, wie sich zeitgenössische Ängste in den Massenmedien artikulierten.

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Eine Frau blickt auf Corona-Impf-Graffiti des Künstlers 'The Rebel Bear' an einer Wand im schottischen Edinburgh.

Ein Laboratorium der Demokratie

Corona könnte ein "Vereinigungsgenerator" sein. Aber auch ein Frustgenerator. Der Soziologe Steffen Mau warnt vor einem "sich selbst verstärkenden negativen Kreislauf" politischen Nichtmehr-Engagements.

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Straßengraffiti in Berlin im März 2021, ein Jahr nach Beginn der Corona-Lockdowns und zu Beginn der dritten Infektionswelle

30 Jahre später – der andere Bruch

Es ist ein historischer Einschnitt wie 1989/90 der Mauerfall. Über ein Jahr lähmte Corona das gesellschaftliche Leben in Deutschland und weltweit. Welche Strategie- und Handlungskonzepte sind danach gefragt?

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Weitere Beiträge aus 2021

30 Jahre danach. Die ehemalige innerdeutsche Autobahngrenzkontrollstelle Marienborn.

Elske Rosenfeld

Geschichtspolitik von oben?

Der neue Koalitionsvertrag hält daran fest: Bis 2027 soll in einer ostdeutschen Stadt ein "Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit" entstehen. Die Ende 2020 von der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ vorgeschlagene Einrichtung soll dazu dienen, ostdeutsche Transformationsleistungen nach 1990 zu würdigen und zu nutzen. Wie müsste eine solche Einrichtung aussehen, fragt Elske Rosenfeld und regt an, Potenziale und Gefahren breit zu diskutieren.

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QuerdenkerInnenprotest in Berlin im November 2020.

Axel Salheiser

Welche Akzeptanz hat die repräsentative Demokratie in Ostdeutschland?

Immer wieder zeigen wir uns irritiert, wenn Ostdeutsche mit der repräsentativen Demokratie hadern. Die Frage nach ihrer Akzeptanz ist in Ostdeutschland untrennbar mit all den Ambivalenzen, Paradoxien und Pfadabhängigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklungen im Zuge des Systemumbruchs und der deutschen Wiedervereinigung seit 1989/90 verbunden.

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Vorvernichtete Stasiakten, gesammelt in einem Raum der Zentrale der DDR-Staatssicherheit 1990.

Helmut Müller-Enbergs

Ein Stück deutscher Geschichte:
Eine Behörde tritt ab

Seit dem 17. Juni 2021 besteht die Stasi-Unterlagen-Behörde nicht mehr. Nach rund 30 Jahren ist sie mit ihren rund 111 Kilometern Aktenmaterial aus den Beständen der DDR-Geheimpolizei Stasi in das Bundesarchiv überführt worden. Ein persönlicher Rückblick von Helmut Müller-Enbergs, der dort lange Zeit als Wissenschaftler tätig war und auch im Deutschland Archiv über seine Erkenntnisse publizierte.

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Das Foto zeigt einen Blick von oben in den Jerusalema Verhandlungssaal, in dem der Eichmann-Prozess stattfand. Das Foto ist am ersten Prozesstag, 11. April 1961 aufgenommen worden.

Raphael Brüne

60 Jahre Eichmann-Prozess - zwischen Identifikation und Instrumentalisierung

Gerhard Leo wurde im April 1961 als DDR-Sonderkorrespondent des Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienstes (ADN) zum Jerusalemer Eichmann-Prozess entsendet. Als ehemaliger Widerstandskämpfer und jüdischer Kommunist bewegte er sich bei seiner Berichterstattung in einem Spannungsfeld zwischen Identifikation und Instrumentalisierung.

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Das Foto zeigt die Tür zum Gebäude, in dem sich die Redaktion und der Verlag Neues Deutschland befinden/Franz-Mehring-Platz, Berlin-Friedrichshain, 23.5.2019.

Maximilian Kutzner

Zwischen Zentralorgan und ungewisser Zukunft. Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990

Das Neue Deutschland (ND) gehörte zum Herrschaftsapparat der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Nach 1990 konnte es sich als sozialistische Tageszeitung in den gesamtdeutschen Pressemarkt hinüberretten. Doch vor dem 75. Jubiläum steht das ND vor einer ungewissen Zukunft.

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Mauerbresche Ende November 1989 nahe dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Debatte

Zeitenwende. Ist der Osten ausdiskutiert?

Ein Lesepaket mit Beiträgen aus der Serie "Zeitenwende" der Berliner Zeitung. Namhafte Autorinnen und Autoren beleuchten über 30 Jahre nach der Vereinigung unterschiedlichste Aspekte der deutsch-deutschen Transformationsgeschichte. Ziel ist es, Diskussionen anzustoßen, "was wir aus dem Gestern für ein Morgen lernen können". In loser Reihenfolgte übernimmt das Deutschland Archiv eine Reihe dieser Denkanstöße.

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Ausschnitt der East Side Gallery

Susanne Muhle u.a.

Der Teilung auf der Spur – Orte der Berliner Mauer zwischen Authentizität, Massentourismus und Gedenken

60 Jahre nach dem Mauerbau und über 30 Jahre nach dem Mauerfall ziehen die East Side Gallery und der ehemalige Checkpoint Charlie jährlich Millionen Touristinnen und Touristen an, die nach Antworten suchen: Was war die Mauer, warum wurde sie gebaut und wie wurde sie überwunden? Was bedeutet das für die Orte und für ihr Zusammenspiel mit der als Erinnerungs- und Lernort etablierten Gedenkstätte Berliner Mauer? Eine Spurensuche.

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Pressefoto Marina Weisband.

Im Interview: Marina Weisband

Marina Weisband: Einfach nur Mensch sein

Sie ist Publizistin, Politikerin, Diplompsychologin, Beteiligungspädagogin, Netzaktivistin und Expertin für digitale Partizipation und Bildung. 1987 in der Ukraine geboren, 1994 kamen sie und ihre Familie als "Kontingentflüchtlinge" nach Deutschland. Über die Zeit bei der Piratenpartei Deutschland, die Ziele des Bildungsprojekts "aula" und über ihre Rede zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2021 im Bundestag hat Sharon Adler mit ihr gesprochen

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Blick auf das zwischen 1643 und 1654 erbaute Schloss Friedenstein in der historische Residenzstadt Gotha in Thüringen.

Andreas Förster

Totenschädel in Gotha

Immer breiter wird das Thema Kolonialismus und koloniales Erbe auch in den neuen Ländern diskutiert. Davon sind auch kleine Museen und Sammlungen in Schössern betroffen, die nun fürchten, durch Raubkunst in die Schlagzeilen zu geraten. Ein Einblick in Sammlungen im Schloss Friedenstein in Gotha und in das Naturalienkabinett der sächsischen Kleinstadt Waldenburg.

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Transparent vor der DDR-Volkskammer am 4. November 1990.

Christian Booß

Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein

Über 31 Jahre sind der Sturm auf die Dienststellen der DDR-Geheimpolizei Staatssicherheit und deren Entmachtung mittlerweile her. Vorübergehend übernahmen im Dezember 1989 und Januar 1990 sogenannte Bürgerkomitees die Kontrolle über die Stasi-Akten. Was ist eigentlich aus ihnen geworden? Ein Überblick von Christian Booß.

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Das Foto zeigt einen Lastwagen mit Roten Garden, Fahnen und Transparenten in Peking (undatiert). Rotgardisten waren Kampftrupps maoistischer Jugendlicher, die Mao Zedong in den Anfangsjahren zur Durchsetzung der Kulturrevolution (1966-1976) in China verhalfen.

Axel Berkofsky

Ostberlin, Chinas „Großer Sprung nach vorn“ und die Kulturrevolution

Anfangs schenkte Walter Ulbricht der chinesischen Propaganda und Statistiken Glauben, dass China binnen weniger Jahre mehr Weizen und Stahl als die USA produzieren sollte. Aus der Begeisterung wurde Ablehnung, als sich herausstellte, dass der "Große Sprung nach vorn" nicht Millionen Tonnen Stahl und Weizen produzierte, sondern 40 Millionen Chinesen das Leben kostete. Auch bei der Bewertung von Maos Kulturrevolution lag die SED daneben.

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In der Potsdamer Lindenstraße betrieb der sowjetische Geheimdienst ab 1945 sein zentrales Untersuchungsgefängnis für das Land Brandenburg, nach 1952 wurde es zur Stasi-Haftanstalt. Heute befindet sich hier die Gedenkstätte Lindenstraße 54/55, sie erinnert an die politische Verfolgung in beiden deutschen Diktaturen.

Sebastian Stude und Markus Mirschel

Stasi-Hafterfahrungen:
Selbstvergewisserung und Renitenz

Am Beispiel des Häftlings Lutz-Peter Naumann untersuchen die Historiker Sebastian Stude und Markus Mirschel Zeitzeugnisse aus der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Potsdam. Sie zu entschlüsseln, eröffnet einen Blick auf Freiräume und Zwänge im Verhältnis von Herrschern und Beherrschten, also auf die soziale Praxis der Stasi-Untersuchungshaft.

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MfS-Akte über einen Major der Grenztruppen, der sich selbst getötet hat.

Udo Grasshoff und Jochen Staadt

Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR

2017 veröffentlichte die bpb eine Studie des Forschungsverbunds SED-Staat an der FU Berlin über Todesopfer des DDR-Grenzregimes. Sie bezieht auch Selbsttötungen von Grenzsoldaten ein. Wie aber sind diese einzuordnen? Eine Kritik von Udo Grashoff, er promovierte 2006 über Suizide in der DDR. Anschließend eine Entgegnung des kritisierten Wissenschaftlers, Dr. Jochen Staadt.

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Das Foto zeigt ein Treffen mit dem Schriftsteller Bruno Apitz zum V. Deutschen Schriftstellerkongreß. Zu einem besonderen Erlebnis wurde für zahlreiche westdeutsche Jugendliche, die während des Arbeiterjugendkongresses Pfingsten 1961 in Rostock weilten, eine Begegnung mit Bruno Apitz, der zahlreiche Bücher signiert.

Gabriel Berger

War die DDR antisemitisch?

Gabriel Berger nimmt in seinem Artikel Bezug auf den DA-Beitrag von Wolfgang Herzberg. Er stimmt mit ihm in vielen Punkten überein, zum Beispiel darin, dass die Auseinandersetzung mit der Shoah in der DDR umfassend stattgefunden hat. Im Gegensatz zu Herzberg sieht Berger allerdings auch den Geburtsfehler, unter dem die DDR als eine Schöpfung Stalins von Anfang an zu leiden hatte.

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Das Foto zeigt Ruinen von DDR Tierzuchtställen auf einem ehemaligen LPG-Gelände bei Alt Tellin (Mecklenburg-Vorpommern), 23.06.2011.

Elke Kimmel

Von LPG zu e.G., GbR und GmbH oder: Von „Alt-Kommunisten“ zu „Neu-Kapitalisten“?

Das Landwirtschaftsanpassungsgesetz schuf im Juni 1990 die Grundlage für die Umwandlung der DDR-Landwirtschaft. Elke Kimmel untersucht, wie die zeitgenössische Presse den Anpassungsprozess wahrnahm und welche Folgen er bis heute hat.

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Das Foto zeigt das Mahnmal von Buchenwald mit der Plastik von Fritz Cremer, im Hintergrund der Glockenturm.

Wolfgang Herzberg

Jüdische Überlebende, NS-Täter und Antisemitismus in der DDR

Als Sohn von jüdischen Emigrant_innen, die 1947 ganz bewusst in die SBZ/DDR gegangen sind, um ein besseres Deutschland aufzubauen, leistet Wolfgang Herzberg einen Debatten-Beitrag aus seiner subjektiven Sicht zur Rolle der jüdischen Remigrant_innen, NS-Tätern und Antisemitismus in der DDR.

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Schild "Gegen Antisemitismus", das auf einer Demonstration hochgehalten wird.

Norbert Janz

Braucht die Abwehr von Antisemitismus in unserer freiheitlichen parlamentarischen Demokratie einen Verfassungsrang?

Der Beitrag beschreibt die Rechtslage im Bund und im Land Brandenburg, wie eine Anti-Antisemitismusverpflichtung gesetzlich normiert werden kann. Zudem wird ein eigener Formulierungsvorschlag vorgestellt.

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Das Foto zeigt verlassene Gebäude des ehemaligen Volkseigenen Betriebes Waggonbau in Görlitz.

Nicolas Offenstadt

Eine Suche nach den verschollenen Spuren der DDR

Der französische Historiker Nicolas Offenstadt ist auf dem Gebiet der ehemaligen DDR den Spuren dieses untergegangenen Staates gefolgt. Er hat verlassene Gebäude unter die Lupe genommen und ist auf Trödelmärkten stöbern gegangen. Er berichtet hier über seine Forschungen nach dem Prinzip der Urbex.

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Blick auf das Reichstagsgebäude in Berlin, Sitz des Deutschen Bundestages. Foto von 1999.

Übersicht

Alle neuen Angebote des DA seit 2019

Alle neuen Beiträge des Deutschland Archivs aus den zurückliegenden zwölf Monaten in der Reihenfolge ihres Erscheinens auf einen Blick.

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Themenschwerpunkte

Trabantkarosserien im VEB Sachsenring Zwickau

Transformation und Deutsche Einheit

Der Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR von 1990 schuf die staatliche Einheit Deutschlands. Alles konnte er aber nicht regeln. In oftmals schwierigen Prozessen mussten Menschen und Organisationen (wieder) zusammenfinden. Das gelang mal mehr, mal weniger und sorgt auch 30 Jahre später für Debatten.

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Radfahrer fahren hinter einem Schild mit der Aufschrift „Achtung! Sie verlassen jetzt West-Berlin“ an der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor entlang, 1984. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin – geteilte Stadt, Mauerfall und Zusammenwachsen

Am 3. Oktober 1990 ging nicht nur die DDR mit ihrer Hauptstadt Ost-Berlin unter, sondern auch dieses merkwürdiges Gebilde West-Berlin. Dieser Schwerpunkt widmet sich der Geschichte Berlins im Kalten Krieg, bündelt unterschiedliche Perspektiven auf den Mauerfall und analysiert das schwierige Wiederzusammenwachsen seitdem.

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Protest der IG-Metall vor dem Sitz der Treuhandanstalt in Berlin.

Das Wirken der Treuhandanstalt

Die Treuhandanstalt ist bis heute umstritten. Für die einen ist sie schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren. Für andere ist sie ein Synonym für Steuermittelvernichtung. Mittlerweile stehen der Wissenschaft die Treuhandunterlagen zur Verfügung. In einer Beitragsserie berichtet das Deutschland Archiv über den aktuell Forschungsstand.

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Alltag vor dem Warenhaus am Berliner Alexanderplatz, 1971

Alltag und Gesellschaft

Nach der Gründung der beiden deutschen Staaten entwickelten sich nicht nur die unterschiedlichen politischen Strukturen weiter, sondern die Systemunterschiede wirkten sich in allen Gesellschaftsbereichen aus. Der Schwerpunkt thematisiert die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Systemkonkurrenz in vielen Bereichen des täglichen Lebens.

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Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park in Berlin betont das aktive heroische Opfer der sowjetischen Soldaten für den Sieg über den Faschismus.

Erinnern, Gedenken und Aufarbeitung

Dieser Schwerpunkt bündelt Aspekte der wechselreichen Geschichte des Erinnerns an die Opfer der Kriege und politischen Systeme des 20. Jahrhunderts in Deutschland sowie der Aufarbeitung von Unrecht. Auch mit den Spuren, die der Kalte Krieg auf beiden Seiten der Mauer und des "Eisernen Vorhangs" hinterließ, wird sich befasst.

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Demonstranten mit der tschechischen Flagge am 21. August 1968 in Prag neben einem brennenden sowjetischen Panzer

1968 – Ost und West

Noch heute, über 50 Jahre später, streiten sich Wissenschaftler und Politiker über die Bedeutung des Jahres, in dem weltweit die Menschenrechts- und Studentenbewegung teilweise gewalttätig eskalierten. Das Deutschland Archiv beleuchtet in den unter diesem Schwerpunkt versammelten Beiträgen die Auswirkungen von „68“ in Ost- und Westdeutschland.

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Abfertigung der West-Berliner Besucher am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstrasse, 1964

Macht-Räume in der DDR

Das komplexe Herrschaftssystem der DDR wurde nicht nur durch den Partei- und Staatsapparat aufrecht erhalten. Dieser Schwerpunkt blickt auf die räumliche Reichweite von Macht in der DDR, beleuchtet aber auch den "Eigen-Sinn" lokaler Akteure: im kulturellen Bereich, in der Schule, im Alltag oder in der Kommunal- und Wohnungspolitik.

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Eine Frau und ein Kind an einem Zeitungskiosk in Berlin (Ost).

Kultur- und Medienpolitik

Der Schwerpunkt beschäftigt sich mit Formen der Mediensteuerung und
-kontrolle in der DDR. Die Beiträge thematisieren verschiedene Mediengattungen und erkunden die Vielfalt der Steuerungsversuche, die häufig unterhalb der Schwelle direkter, leicht durchschaubarer Einflussnahme liegen.

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Abgebildet sind zahlreiche Porträts von Kindern- und Jugendlichen.

Un-Rechts-Staat DDR

Das DA geht in diesem Schwerpunkt der Frage nach, in welchen Bereichen des SED-Systems die eigenen Gesetze übergangen und der Prämisse des Machterhalts untergeordnet wurden, und wie sich die unterschiedlichsten Zweige der staatlichen Verwaltung und Rechtspflege daran beteiligten.

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Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 30. November 1945
    Der Alliierte Kontrollrat bestätigt die drei Luftkorridore, die alliierte Flugzeuge von Hamburg, von Bückeburg und von Frankfurt a. M. unbeschränkt nach Berlin benutzen können. Die westlichen Zugangsrechte nach Berlin zu Wasser und zu Lande beruhten nicht auf... Weiter
  • 30. November 1948
    Die SED beruft eine »Außerordentliche Stadtverordnetenversammlung« ein, die den Magistrat für abgesetzt erklärt und Friedrich Ebert (SED) zum Oberbürgermeister (Ost) wählt. Der legale bisherige Magistrat weicht am 1. 12. 1948 nach West-Berlin aus (endgültiger... Weiter
  • 30. November 1950
    Ministerpräsident Grotewohl schlägt Bundeskanzler Adenauer in einem Brief vor, einen paritätisch besetzten Gesamtdeutschen Konstituierenden Rat zu bilden; er solle eine gesamtdeutsche provisorische Regierung, Wahlen für die Nationalversammlung und den... Weiter
  • 30. November 1966
    Rücktritt des Bundeskanzlers Erhard. Er hatte die Regierungskrise mit demonstrativer Indifferenz verfolgt. Weiter
  • 30. November 1981
    Auf Drängen der BRD beginnen in Genf die Intermediate Nuclear Forces (INF)-Verhandlungen zwischen den USA und der Sowjetunion. Breschnew hatte zunächst abgelehnt, über die Begrenzung von Mittelstreckenraketen in Europa (landgestützte SS-4, SS-5 und vor allem... Weiter
  • 30. November 1989
    Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, fällt in Bad Homburg einem Sprengstoffanschlag der RAF zum Opfer. Ein vergleichbarer Zündmechanismus, ausgelöst durch eine Lichtschranke, wird am 27. 7. 1990 bei einem Bombenanschlag auf den... Weiter
  • 30. November 1999
    In der CDU-Finanzaffäre, die staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen den früheren Schatzmeister Walther Leisler Kiep ausgelöst hatte, bekennt Exkanzler Helmut Kohl, Ehrenvorsitzender der CDU und MdB, er habe Spenden (»Sonderzuwendungen«) in schwarze Kassen... Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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